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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Zugefächelte Lüftchen Poetische Prosa Sentenzen Aphorismen</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Zugefächelte Lüftchen</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Oct 2014 20:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophische Sentenzen und Aphorismen]]></category>
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Zugefächelte Lüftchen Poetische Prosa Sentenzen Aphorismen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Reiz, verfänglicher, bänglicher, eines spröden Charmes. Bei den edleren Dingen stolpert die Absicht über ihre eigene vornehm gebauschte Schleppe. So verrät die Absicht, weise zu sein, viel vom Gegenteil dieser seltenen Gabe. Absichten hinter dem Tränenschleier der Liebe machen den Geliebten abspenstig. Größe des Charakters, der Haltung, der Tat lässt die Absichten, die sich einmal [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/zugefaechelte-lueftchen/">Zugefächelte Lüftchen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Reiz, verfänglicher, bänglicher, eines spröden Charmes.</p>
<p>Bei den edleren Dingen stolpert die Absicht über ihre eigene vornehm gebauschte Schleppe. So verrät die Absicht, weise zu sein, viel vom Gegenteil dieser seltenen Gabe. Absichten hinter dem Tränenschleier der Liebe machen den Geliebten abspenstig. Größe des Charakters, der Haltung, der Tat lässt die Absichten, die sich einmal um sie gerankt haben mögen, im Sturm der Bewährung zerfetzen.</p>
<p>Ein mit allerlei Trödel vollgestopftes Zimmer lässt sich leicht aufräumen – wenn es gilt, eine Vase, eine Lampe, ein Bild in einem leeren Raum zu arrangieren, ist mehr Takt, mehr Feingefühl gefragt.</p>
<p>Wirst du von allzu vielen Motiven und Antrieben geplagt und gezerrt – unterjoche sie einem großen Thema. Dann kommen sie taubengleich getrippelt und picken dir aus der Hand. Oder umgekehrt: Gähnt dich die Monotonie des großen Leuchters an – warte auf die Dunkelheit und das zärtliche Flimmern der vielen kleinen Lichter.</p>
<p>Auf den weichen Wassern der Sprache, welch Wunder, kannst du wandeln.</p>
<p>Nur wenn Liebe dein Dasein küsst – nicht die herrisch oder bettelnd hingehaltene Hand nur –, kannst geliebt du dich nennen.</p>
<p>Übersetzen heißt, den Resonanzboden der eigenen Sprache mittels der Anschläge und Rhythmen der fremden in Schwingung versetzen. – Es mag dann geschehen, dass bisher verborgene Saiten ertönen.</p>
<p>Höflichkeit – dem anderen (auch wenn du ihm, er dir nicht hold ist) den Vortritt lassen – ist der Anfang der Moral.</p>
<p>Der kleine Bub im überfüllten Bus, wie sucht er mit den Augen, er wird ruhig erst, wenn die Mutter ihm gegenüber zu sitzen kommt, und er umgreift ihren Daumen und hält sich daran fest. Wie, wenn wir sterben – wonach langen wir dann, auf dass ruhiger werde, ruhig das immer unruhige Herz?</p>
<p>„Da bist du ja endlich“, sagte die Mutter, als sie im Sterben lag bei deiner allzu späten Ankunft. Hieß das: „Jetzt kann ich gehen!“ (Aber wie könntest du sie denn gleichsam entlassen?) Hieß es: „Jetzt erwarte ich nichts mehr, was mich im Leben hielte, jetzt ist da kein Wunsch übrig, der mich nach dem Leben lechzen ließe, keine Hoffnung, die mich zaudern ließe.“</p>
<p>Wenn wir uns wie in Fabeln mit den Masken der Tiere, die uns schicksalhaft anwuchsen, begegneten …</p>
<p>Zählend triffst du immer nur auf Zahlen. Träumend …</p>
<p>Wie gleichen Worte, Bilder, Worte dem Fingerhut, mit dem ein törichtes Kind das Meer ausschöpfen will.</p>
<p>Einer, der sich der Aufmerksamkeit seines Gegenübers zu versichern wähnt, indem er hinter jeden zweiten Satz die Phrase einfügt „Weißt du?“, „Weißt du, was ich meine?“ – und da schau, sein Gegenüber, wie er gekrümmt dahockt, mit solch einem langen Gesicht – o, er weiß, was jener meint!</p>
<p>Regen – Musik der Vergängnis. Etwas löst sich in dir, womit du gehadert. Aus unbestelltem Grunde reckt sich unverhofft die schüchterne Blume des Danks.</p>
<p>Die Wahrheit der Liebe, die vor der Zeit ist, und sie senkte sich in die Trübsal unserer Herzen – als hättest du von der Geliebten geträumt, und sie war tot in diesem Traum, und ein Kuss weckte dich, und sie ist es selbst, die da lebt und dich anschaut …</p>
<p>Sinn des Heiligen: Grenze, die du nicht überschreiten darfst, Gefäß, aus dem du nicht trinken darfst, Name, den du nicht aussprechen darfst.</p>
<p>Der Schleier aus nichts als Luft, den die Antike noch anweht: halkyonische Tage (wenn du wie ein Kind, bezaubert von den geisterhaften Stimmen der Sommernacht, noch nicht schlafen magst).</p>
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