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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Zwiegespräch im Karst philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Zwiegespräch im Karst</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2022 23:13:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>„Bist du es noch, der mit mir aufgebrochen? Es wandelt sich dein Antlitz wie der Mond, wie Wasser auch, das bunte Blätter kräuseln, und plötzlich spannt es sich im Sonnenglanz, und deine Stimme wie der Quelle Rauschen, wenn über Moos sie oder Kiesel rinnt.“ „Ich bleibe, der dir anvertraut das Siegel, an jenem Morgen, als [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/zwiegespraech-im-karst/">Zwiegespräch im Karst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Bist du es noch, der mit mir aufgebrochen?<br />
Es wandelt sich dein Antlitz wie der Mond,<br />
wie Wasser auch, das bunte Blätter kräuseln,<br />
und plötzlich spannt es sich im Sonnenglanz,<br />
und deine Stimme wie der Quelle Rauschen,<br />
wenn über Moos sie oder Kiesel rinnt.“<br />
„Ich bleibe, der dir anvertraut das Siegel,<br />
an jenem Morgen, als die Lerche stieg,<br />
dem du das schöne Amulett gegeben,<br />
das immer noch auf meinem Herzen wogt.“<br />
„Doch sind wir nicht auf jenem Pfad geblieben,<br />
der sanft uns durch ein Uferschilf geführt,<br />
um mit dem Strom uns hoffend vorzufühlen<br />
zum wolkenlosen Tag des freien Meers.“<br />
„Wir mußten vorm Gezücht der Schlangen weichen,<br />
die unser Schweiß aus jener Gruft gelockt,<br />
wo sie sich um verweste Dinge ringeln,<br />
vor Schatten, die sich von der Glut genährt,<br />
wir hörten sie, ins Feuer starrend, kichern,<br />
und andern Strahlen folgen, andrem Duft,<br />
der uns von Gärten nicht, nicht goldnen Blumen,<br />
der fremd aus dieses Karstes Ritzen dringt.“<br />
„So fremd der Duft, so wenig haucht er Leben,<br />
uns rufen aus der Tiefe Rätsel bloß,<br />
wie ruheloser Seelen Klagestimmen,<br />
und unser banger Schritt gewährt kein Trost.“<br />
„Doch siehst du nicht am Horizont es flügeln,<br />
und hörst du nicht, und wäre es im Traum,<br />
ein süßes Flüstern wie von Meereswellen,<br />
dorthin, dorthin, wo Leben wiederkehrt!“<br />
„Ach, Freund, laß mich auf trockner Erde liegen,<br />
mir sind die Knie schwach, das Herz ergraut<br />
auf dieser langen Reise, laß mich liegen,<br />
auch hab ich im Gewirr der Stimmen nun<br />
erkannt die eine, die Klage toter Liebe,<br />
der ich noch lauschen will, in dunklem Bann,<br />
verriet sie blinder Tag, Nacht hält die Treue.<br />
Mein Schicksal ist der blütenlose Karst,<br />
dein Antlitz leuchte auf im Schaum der Woge.<br />
So nimm das Siegel, leg es in den Sand,<br />
daß sein Juwel noch in der Sonne funkelt,<br />
bis es die Brandung reißt ins blaue Grab.“<br />
„O Freund, so nimm das Amulett du wieder,<br />
worin der Liebe kühle Perle schlummert,<br />
wie einer Träne schmerzlicher Kristall,<br />
und wenn von drunten du die Stimme hörst,<br />
und willst ihr gläubig folgen in die Tiefe,<br />
und mußt ihr trunken folgen in die Nacht,<br />
magst du es küssen noch mit blassem Mund,<br />
bevor sich eure Seelen sanft umranken.“</p>
<p>&nbsp;</p>
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