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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Zwiegespräch über die Kerze Prosagedichte philosophische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Zwiegespräch über die Kerze</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Dec 2025 23:03:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte in Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zwiegespräch über die Kerze Prosagedichte philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>„Plötzlich war sie ausgelöscht.“ „Es schien, als wär’s ihr Wille.“ „Das Wachs war beinah aufgezehrt.“ „Ein Luftzug war’s, ein jäher.“ „Das tiefe Seufzen tat’s von einem, der nicht schlafen konnte.“ „Sie hat ja lange Zeit gebrannt.“ „Ob eine Woche, eine Stunde nur, gleichviel.“ „Und war ihr Dasein doch erfüllt …“ „… im Leuchten jener Augen, die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/zwiegespraech-ueber-die-kerze/">Zwiegespräch über die Kerze</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Plötzlich war sie ausgelöscht.“<br />
„Es schien, als wär’s ihr Wille.“<br />
„Das Wachs war beinah aufgezehrt.“<br />
„Ein Luftzug war’s, ein jäher.“<br />
„Das tiefe Seufzen tat’s von einem, der nicht schlafen konnte.“<br />
„Sie hat ja lange Zeit gebrannt.“<br />
„Ob eine Woche, eine Stunde nur, gleichviel.“<br />
„Und war ihr Dasein doch erfüllt …“<br />
„… im Leuchten jener Augen, die in ihrem Schein geblickt<br />
in nahe, ferne Augen …“<br />
„… im wunderlichen Tanz der Schatten …“<br />
„… im Wohlgefühl der Hand, die sich an ihr gewärmt …“<br />
„… und in der Feuchte eines Blicks, der in ihrem Flackern<br />
die eigne Unruh sah …“<br />
„Ihr Leben war ein sanftes Sterben.“<br />
„Ein Opfer eigenen Seins.“<br />
„Honigduft, Erinnerung in einer Trauernacht.“<br />
„Honig war ihr weicher Kern.“<br />
„Ihr Wachs schien wie in tiefem Schlaf zu weinen.“<br />
„Doch hat sich nicht ein Dunkelfalter in ihr Licht gestürzt?“<br />
„Dies war ihr Wille nicht.“<br />
„Doch schien die Flamme eine Lockung allzu tödlich.“<br />
„Flamme, Leben gibt sie und vertilgt es auch.“<br />
„Lebensflamme, die sich selbst verzehrt.“<br />
„Was sie selber hat entzündet, auch dies muß Flamme sein.“<br />
„So geht der Weg zurück in fernes, fernes Abgrundlicht?“<br />
„Kein endlich Wesen kann sich selbst entfachen.“<br />
„Woher das Feuer, das in Sonnen, Herzen ohne Zahl<br />
aufflammt und kommt die Stunde rasch erlischt?“<br />
„Die kleine Flamme kann den großen Weltbrand nicht begreifen.“<br />
„Doch ist ein wahres Bild sie unsres Seins.“<br />
„So magst du auch des Lichts gedenken, das in der hohen<br />
Nacht, da schon der Stein vom Grab gewälzt, vom Sinn<br />
der Auferstehung kündet.“<br />
„Diese Kerze ist geweiht, und ewig scheint ihr Licht.“<br />
„Entzündet ward sie aber vom Brand des Holzes,<br />
Baum, der im Paradiese stand und auf Golgotha.“<br />
„So wär der Brand der Hölle die Umkehr himmlischen Feuers.“<br />
„Der Schrei der Marter verzerrtes Echo himmlischen Gesangs.“<br />
„Ob ein Dichterwort geweiht ist, ob verflucht,<br />
ob eines Dämons Flammen aus ihm singen oder<br />
reine Feuerzungen, denn auch jene tönen engelhaft,<br />
wer mag es unterscheiden?“<br />
„Die Kerze, die Eros entzündet hat, zittert vom Seufzen<br />
der Liebenden, die Kerze im Zimmer des Sterbenden<br />
vom trunkenen Gelall der Einsamkeit.“</p>
<p>&nbsp;</p>
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