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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Antoine Watteau Gilles philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Antoine Watteau, Gilles</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2022 22:20:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Auf Grabeshügeln sitzen wir und träumen, es scheint uns zwischen Aschenwolken Licht aus einer andern Welt, aus einer goldenen. Dort schwebt ein Rosenblatt, es ist ein Mund, den er gemalt, der liebliche Watteau, und diese zart gesproßte Liebesknospe ist einer Hirtin hingegebene Brust. Doch jenes blasse Blau, das uns am Abend in Wellen noch umspielt [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/antoine-watteau-gilles/">Antoine Watteau, Gilles</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Grabeshügeln sitzen wir und träumen,<br />
es scheint uns zwischen Aschenwolken Licht<br />
aus einer andern Welt, aus einer goldenen.<br />
Dort schwebt ein Rosenblatt, es ist ein Mund,<br />
den er gemalt, der liebliche Watteau,<br />
und diese zart gesproßte Liebesknospe<br />
ist einer Hirtin hingegebene Brust.<br />
Doch jenes blasse Blau, das uns am Abend<br />
in Wellen noch umspielt und leerem Schaum,<br />
lockt zwischen Meer und fahlem Himmel schwappend<br />
höfisch-feine Damen nach Kythera,<br />
der Insel, wo ihr holdes Gegenbild,<br />
die Göttin aus der Wundermuschel stieg.<br />
Und über alles dieser feuchte Schimmer<br />
von Bernstein, geronnen aus dem Purpurblut<br />
urzeitlich-dunkler Bäume, der ferne Blick<br />
der trunknen Puppe Gilles, o welche Mücke,<br />
welche Biene ist ihm eingeschmolzen<br />
und saugt ihm alle heißen Tränen weg.<br />
Die Komödiantin schaut uns an, die Muse,<br />
gewandet ins Perlmutt des keuschen Schnees,<br />
des kalten, der das Herz gefrieren macht,<br />
das kindliche des traurigen Pierrot.<br />
Wer hat den Hut ihm aufgesetzt, die Haube,<br />
hat ihm mit rotem Band den Schuh umneckt?<br />
Colombine mit rötlich-blonden Locken,<br />
die auch die Hände ihm geküßt, die Waisen,<br />
von eignem Werk verlassen, fremdem Dienst,<br />
um müßig nur ins süße Nichts zu baumeln.<br />
Und die Geselligen, die Lustgefährten,<br />
sie machen mit dem tumben Esel Jux,<br />
ihn schert es nicht, der allem abgewandt.<br />
Hat auch dich bespuckt, mit Kot beworfen<br />
der puritanisch-rohe Geist, der Sansculotte,<br />
der grelle Flicken hißt statt Lilienbanner,<br />
weil du ein Décadent, ein Müßiggänger<br />
den frommen Eiferern erschienst, die jauchzend<br />
zuletzt der Pastorale graziösen Hirten<br />
und seine Diana aufs Schafott gezerrt?<br />
Gilles, dein Gott, es ist der Faun, der grinst,<br />
jäh bricht er durch die Rokokogirlanden<br />
mit dem Gehörn des Bocks, des tragischen,<br />
und einer Flöte silberkühlen Tau<br />
träuft er ins taube Ohr der Langeweile.<br />
Dann flattern dir die Hände, Harlekin,<br />
wie Vögel, die ihr Nest nicht wiederfinden,<br />
und deine Füße zucken, bis du tanzt,<br />
dann schließt du deine Augen, schmerzlich-froh.<br />
Ja, sitzen wir auf Grabeshügeln, träumend,<br />
weht uns ein Lied aus alten Gärten an<br />
und mischt den Honig mit der herben Asche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Siehe:</em><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gilles_(Gem%C3%A4lde)">https://de.wikipedia.org/wiki/Gilles_(Gem%C3%A4lde)</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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