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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Berger Straße Frankfurt am Main</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Kindermundgezisch</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Feb 2014 19:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Berger Straße Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Berger Straße, Frankfurt am Main Zwei Mädelchen woben Phono-Fädelchen durch die Luft zum Aberwitz und Hintersinn. Zwei Herzelchen spuckten Semanto-Phono-Scherzelchen zum kinderleichten Lustgewinn. Hand im Händchen, Arm ums Ärmchen, zungenfrei und schnabelfrech, stakten, walkten, talkten sie durch die trocknen Füllsel-Hülsen abgeplatzter, weggeknackter Wort und Worte all der stinke-öden, hinke-blöden Wortverwalter, Sprachpassanten, Spracherhalter, Wortgouvernanten. „Sändwisch mit [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kindermundgezisch/">Kindermundgezisch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Berger Straße, Frankfurt am Main<br />
</i><b></b></p>
<p>Zwei Mädelchen woben<br />
Phono-Fädelchen durch die Luft<br />
zum Aberwitz und Hintersinn.</p>
<p>Zwei Herzelchen spuckten<br />
Semanto-Phono-Scherzelchen<br />
zum kinderleichten Lustgewinn.</p>
<p>Hand im Händchen, Arm ums Ärmchen,<br />
zungenfrei und schnabelfrech,<br />
stakten, walkten, talkten sie<br />
durch die trocknen Füllsel-Hülsen<br />
abgeplatzter, weggeknackter<br />
Wort und Worte<br />
all der stinke-öden, hinke-blöden<br />
Wortverwalter,<br />
Sprachpassanten,<br />
Spracherhalter,<br />
Wortgouvernanten.</p>
<p>„Sändwisch mit Thunfisch.“<br />
„Nein faltsch: Sändwitsch mit Thunfitsch.“<br />
„Das Sändwisch war nicht mehr frisch.“<br />
„Das Sändwitsch war fritsch.“<br />
„War futsch.“<br />
„War verrutscht.“<br />
„Der Mann mit dem Sändwitsch war ausgerutscht.“<br />
„Nein, faltsch: Der Mann mit dem Sändwisch war ausgeruscht.“<br />
„Das Sändwitsch war weggeflutscht.“<br />
„Der Imbiss war verfutscht.“<br />
Nein, faltsch: war verpfutscht.“<br />
„Der Mann hat den Thunfisch vom Sändwisch weggeluscht.“</p>
<p>„Komm wir laufen schnell: Heute gibt es Handkuss mit Musik.“<br />
„Nein faltsch: Heute gibt es Hundekäse mit Küssen.“<br />
„Nein ritschig ist: Hundeküsse mit Käse.“</p>
<p>Am schönsten improvisiert sich<br />
auf Lippen und unter Zungen mit allem,<br />
was da zischt und wischt,<br />
was motzelt und rotzelt,<br />
knatscht und matscht –<br />
bis sich alles Kindermundgezisch<br />
hinter einem Knister-Flüster-Fieder-Fächer<br />
müde-süß verhaspelt und verlispelt.</p>
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		<title>Nie wieder Himmel</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 09:38:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Berger Straße Frankfurt am Main]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In gelben Pantoffeln schlurft sie durch das Gewoge von Leuten, Kinderwagen, Fahrrädern, das ferne Echo des Knatterns und Ratterns, des Hupens und Klingelns, des Schreiens, Klatschens, Hustens, Rülpsens – Farben sieht sie nicht mehr, die Welt hat sich ihr auf den wesenlos-grauen Kern ernüchtert. Geschrumpft, verschrumpelt, lapprig, gebeugt, in die Waagrechte verbuckelt, ihr Gesicht wackelt [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/nie-wieder-himmel/">Nie wieder Himmel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal">In gelben Pantoffeln schlurft sie durch das Gewoge<br />
von Leuten, Kinderwagen, Fahrrädern, das ferne Echo<br />
des Knatterns und Ratterns, des Hupens und Klingelns,<br />
des Schreiens, Klatschens, Hustens, Rülpsens –</p>
<p>Farben sieht sie nicht mehr, die Welt hat sich ihr<br />
auf den wesenlos-grauen Kern ernüchtert.</p>
<p>Geschrumpft, verschrumpelt, lapprig, gebeugt,<br />
in die Waagrechte verbuckelt,<br />
ihr Gesicht wackelt einen Meter über dem Boden,<br />
ein Lampion, unachtsam gehalten von einem müden Kind.</p>
<p>Sie liest mit leeren Blicken den Kehricht der Gehwege auf,<br />
schraubt an der Kasse im REWE den Kopf mechanisch zur Seite.<br />
Sie kauft nur aus den unteren Regalen, das muss reichen.</p>
<p>Die dürrästigen Arme mit Hautsäcken, blutleer schlotternd,<br />
sind mit Gichtfingern an den Griffen des Gehwagens vertäut.</p>
<p>Wie heißt sie? Wo wohnt sie? Wer hat sie einmal geliebt?<br />
Geh hin, frag sie – nein, tu es nicht,<br />
es speichelt nur Unverständliches aus zahnlosem Mund.</p>
<p>Ein verkapseltes Kerbtier krabbelt sie durch dies Leben,<br />
das vorn keine Fenster mehr hat oder Fenster,<br />
von außen mit Läden verschlossen,<br />
nur selten kündet ein Lichtspalt von unbetretbarer Welt.</p>
<p>Sie kann nur mehr auf der Seite liegend essen, fernsehen, schlafen,<br />
sie kann nur auf der Seite liegend sterben.</p>
<p>Speichert sie spinnenkalt unter das wässrige Herz Gift<br />
im Angesichte des knospenspringenden Lebens,<br />
rosig schimmernder Haut, gespannt für Bisse der Wollust,<br />
das aus trotzigen Brüsten sprüht,<br />
sich kitzelt mit verstohlenen Blicken,<br />
Gift, das sie nachts freisetzt in Pest-Träumen<br />
von verätzten, verfaulten, brennenden Leibern?</p>
<p>Oder ist ihr die Gegenwart ganz ohne Rand,<br />
ein an der erzitternden, dünnen Schale<br />
des Bewusstseins widerhallender,<br />
monotoner Ich-Ton, der langsam ausschwingt,<br />
den kreiselnden Wellen gleich, die vom Einschlag<br />
des Kiesels pulsend sich glätten, verebben?</p>
<p>Oder veratmet, verschmachtet ihr Dasein dünn<br />
wie das Rinnsal ausgeschöpfter Quelle,<br />
ohne warmen Bezug,<br />
und jedwedes Gesicht verlöscht vor ihr,<br />
Kerze, die leise noch knistert?</p>
<p>Oder wird ihr den Stachel des Namens, des einen,<br />
an dem sich ihr Denken jahrlang entzündet,<br />
endlich ziehen der Engel des Todes?</p>
<p>10.000 Fuß über der Berger Straße besamt<br />
ein funkelnder Düsenjet den blautrunknen Himmel<br />
mit milchigen Streifen.</p>
<p>Sie sieht es nicht, nie wieder<br />
wird das Blau des Himmels sie sehen.</p>
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