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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Blumen philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Blumen</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2022 18:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ihr Augen, Spiegel nur, und nur für Traumgesichte. Ihr Blicke, die nicht fordern, nicht entblößen oder stellen, sondern weilen, gehen lassen. Ihr hebt die Zeit in leichtem Bogen herabgeschwiegenen Lichts über unsre Ungeduld hinweg. Getreue dunkel-stummer Mitte, macht treu uns eigenem Geschicke. Und sagen wir ein trübes Wort mit gramdurchwalkter Zunge, umhüllt ihr gnädig es [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/blumen/">Blumen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Augen, Spiegel nur,<br />
und nur für Traumgesichte.</p>
<p>Ihr Blicke, die nicht fordern,<br />
nicht entblößen oder stellen,<br />
sondern weilen, gehen lassen.</p>
<p>Ihr hebt die Zeit in leichtem Bogen<br />
herabgeschwiegenen Lichts<br />
über unsre Ungeduld hinweg.</p>
<p>Getreue dunkel-stummer Mitte,<br />
macht treu uns eigenem Geschicke.</p>
<p>Und sagen wir ein trübes Wort<br />
mit gramdurchwalkter Zunge,<br />
umhüllt ihr gnädig es mit Duft,<br />
o Duft aus fernem süßen Innen,<br />
und tragt es, von sich selbst gelöst<br />
wie von mütterlichen Küssen,<br />
ins blaue Schweigen fort.</p>
<p>Wie trunkener Muse ist die Anmut,<br />
da eure Blütenkronen zittern<br />
vom Tau des Morgenrots,<br />
doch Pollen sind wie Spuren,<br />
verschollener Kindheit Glück,<br />
die unverhofft wir abends<br />
aus hingegossenen Locken pflücken.</p>
<p>Die ihr nicht tastet ungescheut<br />
nach verworrener Herzen Saum,<br />
den, der vorübergeht, kaum merklich streift<br />
und gnädig dämpft die hochgereckte Pracht,<br />
daß ihm der Dämmerung<br />
fahler Schimmer Kühlung schenkt,<br />
wenn Schwestern schaut der Schmerz<br />
in Wasserrosen,<br />
die ihre blassen Lider senken.</p>
<p>Die ihr nicht tönt nach Menschenart<br />
mit Lauten, die sich schamlos stehlen<br />
in die fensterlose Kammer,<br />
wo sterbensmüd wir liegen.</p>
<p>O seid es, Blumen, die uns gönnt<br />
jähen Stillstand nach dem Ächzen<br />
heißgelaufenen Lebensrads.</p>
<p>Ihr überhöht das Kunstgebilde<br />
der kristallenen Vase<br />
mit dem Rätselschaum des Lichts,<br />
dem Sohn der großen Nacht.</p>
<p>Ihr Veilchen Sapphos,<br />
ihr Rosen des Horaz,<br />
und Lilien ihr,<br />
keuscher Wange hingeschmiegt,<br />
ihr Hüterinnen<br />
rein entsprungenen Worts,<br />
daß eure Lippen noch<br />
im Abschied beben:<br />
„Dichter, kehr zurück!“</p>
<p>&nbsp;</p>
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