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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Das alte Wort lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Das alte Wort</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2016 20:22:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das alte Wort lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das immer wieder polierte Silber täuscht Jugend vor mit mattem Glanz. Die eifrig geglättete mürbe Erde aus Ton und Lehm, Kinderhände patschten darüber, lacht in falscher Frische. Das ausgeleierte Seil aus Hanf oder Bast grinst mit tückischem Schein an der dünnen Stelle, wo es reißen wird. Doch das scheinbar vernutzte Wort, die abgeschliffene Wendung, das [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-alte-wort/">Das alte Wort</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das immer wieder polierte Silber<br />
täuscht Jugend vor<br />
mit mattem Glanz.</p>
<p>Die eifrig geglättete mürbe Erde<br />
aus Ton und Lehm,<br />
Kinderhände patschten darüber,<br />
lacht in falscher Frische.</p>
<p>Das ausgeleierte Seil<br />
aus Hanf oder Bast<br />
grinst mit tückischem Schein<br />
an der dünnen Stelle,<br />
wo es reißen wird.</p>
<p>Doch das scheinbar vernutzte Wort,<br />
die abgeschliffene Wendung,<br />
das alte Wort,<br />
kannst du wie einen Kieselstein,<br />
einen glatten, flachen,<br />
über das Wasser verstummten Gesprächs<br />
springen und hüpfen lassen –<br />
wo er einschlägt,<br />
schäumen die Wünsche auf.</p>
<p>Das tausendfach gesungene Amen<br />
taucht tiefer und tiefer<br />
in Gottes Schoß.</p>
<p>Das tausendfach zugesprochene Ja<br />
ist tausendfach entzündet<br />
ein Stern, ins Dunkel geworfen.</p>
<p>Das schartige Messer des Nein<br />
blitzt heller mit jedem Mal<br />
in der Nacht des Verrats.</p>
<p>Jedes warm gepriesene „Schön!“<br />
ist der Blume gleich,<br />
die aus dumpfem Schlaf<br />
ihre Knospe auftut<br />
dem Auge des Tags.</p>
<p>Ein jedes „Gebenedeit!“<br />
ist ein Tropfen Öl,<br />
der in die Schale geträufelt<br />
die Flamme der Andacht<br />
freudiger flackern läßt.</p>
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