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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Das Festmahl des Übermenschen philosophische Gedichte komisch-groteske Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Das Festmahl des Übermenschen</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 22:08:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das Festmahl des Übermenschen philosophische Gedichte komisch-groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Schillernder Aussatz des Lichts, linkischer Buhle der Nacht. Du wähntest, sacht wie der Pardel auf moosigem Grund dahinzuschweben oder nackt zwischen kitzelnden Halmen bacchantisch zu tanzen. Doch dir blieb nur, starr wie der Felsen, auf dem einzig Moose und Flechten sich wandeln, in das neblige Tal versteinerter Gegenwart zu blicken, und zum Unterschlupf die Höhle [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-festmahl-des-uebermenschen/">Das Festmahl des Übermenschen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schillernder Aussatz des Lichts,<br />
linkischer Buhle der Nacht.</p>
<p>Du wähntest, sacht wie der Pardel<br />
auf moosigem Grund dahinzuschweben<br />
oder nackt zwischen kitzelnden Halmen<br />
bacchantisch zu tanzen.</p>
<p>Doch dir blieb nur, starr wie der Felsen,<br />
auf dem einzig Moose und Flechten sich wandeln,<br />
in das neblige Tal<br />
versteinerter Gegenwart zu blicken,<br />
und zum Unterschlupf die Höhle<br />
des Eremiten, den du erschlagen,<br />
einzig das Zwielicht des Irrealen<br />
und der Schlund des Nichts,<br />
den umsonst du stopfst<br />
mit den Innereien der Unschuld<br />
und den dürftigen Gaben<br />
einer verkarsteten und zur Steppe<br />
gewordenen Erde.</p>
<p>Beim dumpfen Gelage<br />
fütterst du zuerst die schuppige Echse,<br />
die zwischen deinen Knien schwänzelt,<br />
mit blassenden Herzen von Nymphen,<br />
die dir die Angel mit dem Köder<br />
gleisnerischer Verheißung<br />
ihrer Erlösung vom Bann<br />
gefischt hat,<br />
daß von Liebe sie lispelt,<br />
die giftige, widrige Lippe.</p>
<p>Oger, dein Meisterkoch,<br />
garniert die Festtagsplatte<br />
mit zierlichen Füßen<br />
abgetriebener Föten.</p>
<p>In der trüben Suppe<br />
schwimmen die glasigen Augen jener,<br />
die deinetwegen geweint,<br />
Saphir und Aquamarin<br />
unter exotischen Wimpern,<br />
verschleierter Sklavinnen,<br />
die nicht du,<br />
der Impotente,<br />
sondern Oger entjungfert.</p>
<p>Die zarte Lende,<br />
köstlich mit Wein übergossen,<br />
mundet dir bestialisch gut,<br />
hast du gestreichelt sie,<br />
sanft mit Küssen bedacht<br />
doch gestern noch,<br />
als du die Keuschheit der Kindfrau verhöhntest.</p>
<p>Beeren, Pilze, Trüffel,<br />
sie atmen den Humus der Beete,<br />
die du sorgsam gedüngt<br />
mit dem Aas von Schakalen<br />
und den Zungen von Nachtigallen.</p>
<p>Edel glimmt der Bernstein des Weins.<br />
Den Pokal haben einst die Frevler<br />
geraubt aus dem Tempel des alten Gottes,<br />
dessen Tod du prahlerisch verkündet,<br />
indes würgt dir seine Asche<br />
die Kehle noch lange.</p>
<p>Einen neuen Gott aber fandest du nicht,<br />
dem die düster schwelende Glut<br />
menschlicher Leidenschaft zu opfern<br />
den Sinn veredelte,<br />
nur eine Fratze zusammengeleimter Mythen.</p>
<p>Endlich lehnst du dich rülpsend zurück,<br />
und deine altersfleckige Haut<br />
schwitzt glitzernde Perlen<br />
sentimentalen Gefühls,<br />
ein Aroma verströmend<br />
aus Veilchen und Urin.</p>
<p>Ein Schnalzen, ein Händeklatschen,<br />
schon ist dein Dichter zur Stelle,<br />
in deiner dunkelsten Ängste Abgrund<br />
lilafarbene Blüten und purpurnes Blattwerk<br />
lieblicher Oden zu streuen.</p>
<p>O Grauen<br />
in den Labyrinthen des Traums,<br />
worin du vergebens dem nahen<br />
und fernen und wieder nahen<br />
Brüllen des Minotaurus<br />
zu entfliehen suchst.</p>
<p>&nbsp;</p>
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