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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Der Doppelgänger philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Der Doppelgänger</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2022 23:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der Doppelgänger philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Den Unsinns-Brocken auf dem Pfad des Lichts, mit einem schwarzen Satz aus Nietzsches Dynamit magst du ihn sprengen. Die Unwort-Krähe im Silberlaub des Monds, du kannst sie treffen mit dem schnellen Pfeil horazischer Sentenz. Der dreist mit hohlem Klang der Schellenkappe durch dein Schweigen klirrt, der feilen Sprache Narr, ihm stößt ein reiner Ton der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-doppelgaenger/">Der Doppelgänger</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Den Unsinns-Brocken<br />
auf dem Pfad des Lichts,<br />
mit einem schwarzen Satz<br />
aus Nietzsches Dynamit<br />
magst du ihn sprengen.</p>
<p>Die Unwort-Krähe<br />
im Silberlaub des Monds,<br />
du kannst sie treffen<br />
mit dem schnellen Pfeil<br />
horazischer Sentenz.</p>
<p>Der dreist mit hohlem Klang<br />
der Schellenkappe<br />
durch dein Schweigen klirrt,<br />
der feilen Sprache Narr,<br />
ihm stößt ein reiner Ton<br />
der Flöte des Vergil<br />
das Talmigold vom Kopf.</p>
<p>Die Fremde, deren Lächeln<br />
am Saum dir aufgeblüht,<br />
hüllt dich in Traumduft ein,<br />
und wachst du auf,<br />
verliert er sich wie Hauch<br />
der Nachtviole,<br />
die sich unter Tränen schließt.</p>
<p>Der sublime Schattenriß,<br />
der immer mit dir schwebt,<br />
zweifelnd dir voraus,<br />
spöttelnd hinterdrein,<br />
schweigend, wenn du sprichst,<br />
schwatzend, wenn du schweigst,<br />
du kannst ihn wie die Fliege,<br />
die lästig schwirrt und sirrt,<br />
mit dem Flügelwind<br />
des Pegasus nicht scheuchen.</p>
<p>Du bist nur ganz im Augenblick,<br />
stehst hoch du im Zenit,<br />
dem Mittag deines Glücks,<br />
und krümmt dein Schatten sich<br />
wie eine Schlange unterm Fuß.</p>
<p>Hier ragst du einsam<br />
auf dem First der Zeit,<br />
der Sonne Sohn,<br />
steigst, Lerche im Azur,<br />
die nur sich selber singt.</p>
<p>Doch auf der Wanderschaft<br />
des langen Nachmittags<br />
schnürt er dich ins Zwiegespräch,<br />
zappelst du im Selbstgespräch.</p>
<p>Es sinkt die Dämmerung,<br />
daß du mit ihm zergehst<br />
und deinen Schatten mischst<br />
mit andern Schatten,<br />
und deiner Stimme heller Schaum<br />
zerstiebt im Rauschen<br />
dunkler Quellen und des Laubs.</p>
<p>Aus dumpfem Schlaf<br />
weckt dich der scharfe Strahl,<br />
und wieder schwillt die Ader<br />
der Sprache dir von Namen<br />
für den Namenlosen,<br />
den Zwielichttänzer,<br />
der Schritt mit deinen Schritten hält,<br />
Widerwort dem Worte sagt,<br />
Einspruch deinem Spruch,<br />
Nein dem Ja und Ja dem Nein,<br />
der wie des Messers Blitz<br />
die dunkle Frucht der Seele spaltet,<br />
daß ihr süßer Saft entquillt<br />
und dich lähmend<br />
bitterer.</p>
<p>&nbsp;</p>
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