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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Der elende Mensch philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Der elende Mensch</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jan 2020 19:50:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Die Hausmaus, die vom Käse stibitzt, ins Loch huscht, um ihn redlich zu knabbern, denn rings wispern die Kleinen um Milch, sie lebt die Fülle des Lebens, wie die Eule, die nachts das Rascheln vernimmt und stürzt lautlos herab und birgt die Feldmaus im Nest, schneeigen Dunenkugeln zur Atzung, wie die der Königin dient, die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-elende-mensch/">Der elende Mensch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hausmaus, die vom Käse stibitzt,<br />
ins Loch huscht, um ihn redlich zu knabbern,<br />
denn rings wispern die Kleinen um Milch,<br />
sie lebt die Fülle des Lebens, wie die Eule,<br />
die nachts das Rascheln vernimmt und stürzt<br />
lautlos herab und birgt die Feldmaus im Nest,<br />
schneeigen Dunenkugeln zur Atzung,<br />
wie die der Königin dient, die schwänzelnde<br />
Biene, sie weist den Schwestern den Weg<br />
zu bunten Quellen des Nektars für die wartende<br />
Brut in ihren sexagonalen Bauten,<br />
sie haben den Sinn des Lebens erfüllt.<br />
Nicht so der Mensch, der Gaffer, Schlawiner,<br />
Nichtsnutz, Parasit urheiligen Wachstums,<br />
die ewige Bläue verhunzend mit bemalten Schirmen<br />
greller Eitelkeit, grauen Zeichen blutlosen Schriftsinns,<br />
die Herzen vergiftend mit der ausgespuckten Galle<br />
seines obszönen Verstands, der Gelangweilte<br />
mitten unter den Sängen von Wasser und Wind,<br />
Verleumder des Schönen, Kloake der Nachwelt<br />
aus häßlich gekreuzten Rassen, Sprachen und Klängen,<br />
Eau de Cologne mit Kampfer, Rosen in Urin,<br />
Wanze des Geldes, die sich stinkend vermehrt<br />
und auch unter Gas nicht vom Blatt fällt,<br />
dem grünen der Linde, das sie verunziert,<br />
der die Vorwelt anschwärzt, der Ahnen wallende<br />
Nebelbärte standrechtlich durchsiebt, von Wappen<br />
mit grindigem Fingernagel kratzt und von Emblemen<br />
Lilien, Adler, Löwen, pfeifend Sickergruben aushebt,<br />
wo unter Kotes Glucksen am Fäulnisgrund<br />
unterschiedslos liegen Tiara, Krone und Monstranz ,<br />
der die Mitwelt behelligt, irreführt oder beklaut,<br />
an Hauseingänge pinkelt und dummdreiste Phrasen<br />
auf Tore schmiert und Tempelwände, Mensch,<br />
der plumpen fühllosen Fußes in die Natur tritt,<br />
der Heimat vergißt, des blühenden Einst,<br />
selbst ohne Kern, gesichtslos und leer,<br />
senkt er keinen Samen in die fruchtbare Erde,<br />
weder ein sinnreiches Wort in das Herz<br />
der Gemeinde noch ein Lied in den Traum<br />
des schlummernden Kinds, denn kinderlos<br />
bläht es sich dreister, wie gleicht er dem Gras,<br />
das im Strahl der wirklichen Sonne,<br />
unter Gottes leuchtendem Antlitz erbleicht,<br />
und seufzend neigt es sich nieder.</p>
<p>&nbsp;</p>
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