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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Der See lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Der See</title>
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		<pubDate>Sun, 26 May 2019 12:02:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der See lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Himmel legte ein Blatt auf die Erde, es hat in der Luft getanzt und geflirrt, nun ist es still, ist still und schimmert im Licht, das dem grünen Auge des Morgens staunend entquillt. Es ist ein See, und sein Wasser lächelt über der dunklen Tiefe der Angst, es ist ein See, und sein Wasser [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-see/">Der See</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Himmel legte ein Blatt auf die Erde,<br />
es hat in der Luft getanzt und geflirrt,<br />
nun ist es still, ist still und schimmert<br />
im Licht, das dem grünen Auge<br />
des Morgens staunend entquillt.</p>
<p>Es ist ein See, und sein Wasser lächelt<br />
über der dunklen Tiefe der Angst,<br />
es ist ein See, und sein Wasser tönt,<br />
geweckt von Strahlen, leise herauf.<br />
Möwen zerschneiden das leise Lied<br />
mit scharfen Schatten, Schreien.<br />
Die Wimpern des Ufers, die Binsen<br />
und Gräser, erzittern vor Anmut.</p>
<p>Ein Boot hißt seine kleine weiße Flagge<br />
und hüpft, ein dünner Wasserläufer,<br />
von Welle zu Welle, weiß nicht, wohin,<br />
weiß nur den Wind, den grauen Atem,<br />
der ihm wie das Echo des Kuckucks<br />
Ferne gaukelt und Nähe der Heimat.</p>
<p>Und Mittag schläft, Perlmutt einer Muschel,<br />
in Träumen schillernd, unter Kissen,<br />
blau und gelb geblümten, der Berge,<br />
von denen kalte Rinnsale schäumen,<br />
und auf den Matten, verloren im Blau,<br />
dann und wann Glockengeläut.</p>
<p>An den Uferpfaden huschen Schatten,<br />
den roten Ball eines Kinds verschluckt<br />
der bärtige Mund eines Quells,<br />
kaum erhebt sich ächzend der Greis<br />
und stochernd in Lattich und Hahnenfuß<br />
geht er nach Hause, ist die Bank, wo er saß,<br />
schon überwachsen von Efeu und Schöllkraut.</p>
<p>Ausgegossen seinen goldenen Wein<br />
über die glatte Haut des Wassers<br />
hat der Abend, das Zyklopenauge<br />
des Mondes stiert über den See,<br />
nur ein Wasserhuhn ist noch rege<br />
und schilpt und weiß nicht wonach.</p>
<p>&nbsp;</p>
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