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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Der Tropfen der dich weckte philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Der Tropfen, der dich weckte</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Dec 2019 16:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Ein Windhauch, der Pollen stäubt von der Blüte, der Fussel fällt aus dem Haar. Sie bleiben, was sie sind, bis sie der eiserne Fuß des Schicksals zertritt. Tropfen gleiten vom Moos zur Erde, aus Wolken ins Wasser. Untergegangen und verschmolzen sind sie unauffindbar, ohne verschwunden zu sein. Das Kind, das nicht weiß, daß Tautropfen und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-tropfen-der-dich-weckte/">Der Tropfen, der dich weckte</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Windhauch,<br />
der Pollen stäubt von der Blüte,<br />
der Fussel fällt aus dem Haar.<br />
Sie bleiben, was sie sind,<br />
bis sie der eiserne Fuß des Schicksals zertritt.</p>
<p>Tropfen gleiten vom Moos zur Erde,<br />
aus Wolken ins Wasser.<br />
Untergegangen und verschmolzen<br />
sind sie unauffindbar,<br />
ohne verschwunden zu sein.</p>
<p>Das Kind, das nicht weiß,<br />
daß Tautropfen<br />
und Schneeflocken<br />
zwei Gestalten eines Stoffes sind,<br />
empfindet nicht weniger getreu<br />
als der Dichter, der es weiß<br />
und der Verwandlung nachsinnt<br />
mit dem Klöppel der Zunge,<br />
der leicht oder heftig<br />
gegen die Glocke der Stille schlägt.</p>
<p>Den Tropfen,<br />
den Kristall des Lichts,<br />
die gefrorene Träne des Wanderers im Schnee,<br />
die Eisblume am Fenster<br />
kannst du zerlegen, schmelzen,<br />
verdunsten lassen,<br />
den Tropfen,<br />
der auf das weiche Blatt des Schlafes fiel<br />
und dich weckte,<br />
nicht.</p>
<p>Jemandes Haut kannst du ritzen,<br />
ihm ein Haar ausrupfen,<br />
die Träne von der Wange ihm küssen,<br />
dem Haut, Haar und Träne zu eigen,<br />
bleibt dir verborgen<br />
und er sich selbst.</p>
<p>Die Dinge der Welt kannst du<br />
wie das Wassermolekül<br />
zerlegen, analysieren,<br />
oder diese Sätze,<br />
doch nicht jenen,<br />
der sie sagt,<br />
und er sich selber nicht.</p>
<p>Du oder ich,<br />
wir sind uns jeder selbst<br />
wie das befruchtete Ei,<br />
in dem sich zwei Lebensstränge<br />
ununterscheidbar<br />
verflochten haben,<br />
sind uns selbst<br />
und eins dem anderen<br />
die Welt.</p>
<p>Nur manchmal klingen wir<br />
wie zwei Saiten einer Geige,<br />
die der Meister,<br />
den wir göttlich nennen,<br />
mit einem warmen Bogenstrich<br />
gemeinsam beben läßt,<br />
und scheinen uns verschmolzen<br />
wie eins ins andre rinnend<br />
Tränen –<br />
und rasch fliegt auf der Ton<br />
mit unsres Rauschens Doppelschwinge,<br />
wird leiser und erstirbt<br />
in einer Lichtung, fern<br />
und aller Sehnsucht unzugänglich.</p>
<p>&nbsp;</p>
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