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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Deutsche Nationalbibliothek 12. März 2014</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Die Selbstgerechten</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Mar 2014 17:41:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophische Sentenzen und Aphorismen]]></category>
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Nationalbibliothek 12. März 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Heideggers Schwarze Hefte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>„Schwarze Hefte“ von Martin Heidegger Weitere Anmerkungen zur Buchvorstellung in der Deutschen Nationalbibliothek, Frankfurt am Main, 12. März 2014 Sie leben als fett-glänzende Parasiten, sie sitzen als hässliche Geier auf der vorgeblichen, wirklichen, überhöhten Schuld der Väter. Sie waren nicht dabei, haben sich nicht die Hände schmutzig machen müssen. Sie zeigen auf ihre sauberen Hände. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-selbstgerechten/">Die Selbstgerechten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>„Schwarze Hefte“ von Martin Heidegger</i><br />
<em>Weitere Anmerkungen zur Buchvorstellung in der Deutschen Nationalbibliothek, Frankfurt am Main, 12. März 2014</em></p>
<p>Sie leben als fett-glänzende Parasiten, sie sitzen als hässliche Geier auf der vorgeblichen, wirklichen, überhöhten Schuld der Väter.</p>
<p>Sie waren nicht dabei, haben sich nicht die Hände schmutzig machen müssen. Sie zeigen auf ihre sauberen Hände. Doch hätten sie eher ihre Hände abgehauen, ehe sie sich in Schuld hätten verstricken lassen, wenn sie damals dabei gewesen wären?</p>
<p>Ihre Namen sollen in aller Munde sein, indem sie die der Väter der damnatio memoriae anheimgeben.</p>
<p>Sie stehen auf dem von Scheinwerfern erhellten Podium des medialen Sühne- und Femegerichts und fahren mit dem Laserstrahler mutwillig über die hoch und riesig projizierten Gesichter der Väter und Großväter, denen zuvor allen ein Hitlerbärtchen appliziert wurde.</p>
<p>Sie kämpfen gegen das Unrecht der Väter mit einem umso glühenderen Hass, einem umso strengeren Zorn, je mehr sie ahnen, je mehr sie zweifeln, ob sie damals in der Situation der Väter so gehandelt hätten, wie nicht gehandelt zu haben sie ihnen heute zum Vorwurf machen.</p>
<p>Sie haben sich, um ihre Identität auszulöschen und ihre Herkunft zu leugnen, Kommunen der Umerziehung und terroristischer Katharsis angeschlossen, deren Eintrittsritual darin bestand, sich vor der johlenden Meute der Kommunarden splitternackt zu entblößen und auf den Namen der Erzeuger zu spucken. Sie haben mit durchgestrichenen Namen dahinvegetiert, um der Lust zu frönen, niemand zu sein und für keinen Verantwortung zu tragen, weder für sich noch für die in satanistischen Ritualen der Selbstentfremdung gezeugten Kinder.</p>
<p>Alle haben sie HEUTE einen Juden versteckt. Aber es sind Leichen in ihren Kellern.</p>
<p>Sie inszenieren in regelmäßigen Abständen einen lärmenden Aufstand, eine Verleumdungs- und Verfemungskampagne gegen die Väter und Mütter, aus dem Grund ihrer Scham, nicht zur Ruhe, zur Besinnung, zur Bestimmung ihrer selbst durch eine erhaben-göttliche oder wenigstens eine ressentimentfrei-unschuldige Macht gelangen zu können.</p>
<p>Sie beschreien die Sünden der Väter, um die Leere der eigenen Gegenwart zu überschreien.</p>
<p>Sie sinken wie Schwebstoffe im Brackwasser der Gegenwart immer tiefer auf den Grund der Verkommenheit, der Unfruchtbarkeit, der tosenden Stille in der Ferne des Heiligen Geistes. Sie wähnen sich Auftrieb verschaffen zu können, indem sie heftig um sich schlagen und fremde Schuld aufwirbeln. Wenn sie den Wert der Angeklagten bis ins Gesichtslose auskratzen, glauben sie, damit die Löcher in ihrem Selbstgefühl stopfen zu können.</p>
<p>Die Schuld der Väter ist ihnen, den Nichtschwimmern des eigenen Lebens, wie die rettende Blase, an der sie sich festklammern, um nicht zu ertrinken.</p>
<p>Sie vermasseln das Leben, zerstückeln die Existenz, verpanschen die Essenz des Lebens, zerquatschen die geistige Stille, werfen die Hostie der guten Empfindung in die Kloake der schlechten – und weisen verzückt mit dem Finger über die Schulter nach rückwärts.</p>
<p>Sie wollen mit DENEN fertig werden, weil sie mit sich nicht ins Reine kommen. Sie wollen mit IHNEN abrechnen, um nicht über sich selbst Rechenschaft ablegen zu müssen.</p>
<p>Erst waren es die widrigen Umstände, die ihnen Narrheit, Flegelhaftigkeit und Blutvergießen rechtfertigten – jetzt sind sie bei der Genetik und der Abstammung gelandet: den Vätern … Bald wird es wieder die Rasse sein, denn die Bedeutung von ethnischer und rassischer Zugehörigkeit wächst vor ihren Augen stündlich an. So werden die Begriffe Ethnos und Rasse, auf die sie wie auf Aussätzige herabblicken, zurückkehren – denn wie sie wissen und wie sie es sagen: Das Verdrängte kehrt zurück, das Verleugnete taucht wieder auf. Dann gilt es Auge um Auge, Zahn um Zahn – Rache für all die moralisch-ästhetische Verunstaltung qua Verpanschung und Entgrenzung, wenn sich die neuen Gen-Fundamentalisten in ihren schneeweißen Kitteln in den High-Tech-Laboren der Reproduktionsmedizin und Populationstechnik als Wiedergänger der Väter entpuppen.</p>
<p>Sie können IHNEN nicht verzeihen, dass sie bei der Umsetzung radikaler, alles revidierender, grundstürzender Ideen gescheitert sind – sind sie doch selbst bei der Umsetzung IHRER radikalen, alles revidierenden, grundstürzenden Ideen gescheitert.</p>
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		<title>Die Stunde des Schmocks</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Mar 2014 12:54:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Nationalbibliothek 12. März 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Heideggers Schwarze Hefte]]></category>
		<category><![CDATA[Polemik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>„Schwarze Hefte“ von Martin Heidegger, Buchvorstellung in der Deutschen Nationalbibliothek, Frankfurt am Main, 12. März 2014 Ist Schreibwut unter Philosophen eine deutsche Krankheit? Von Heraklit gibt es ein paar Dutzend enigmatische Hinweise. Euklids Abhandlung ist kompakt. Bei Platon und Aristoteles häuft es sich zwar schon. Aber bei den deutschen Idealisten wird es Obsession. Heidegger steckt [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-stunde-des-schmocks/">Die Stunde des Schmocks</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>„Schwarze Hefte“ von Martin Heidegger, Buchvorstellung in der Deutschen Nationalbibliothek, Frankfurt am Main, 12. März 2014<br />
</i><br />
Ist Schreibwut unter Philosophen eine deutsche Krankheit?<br />
Von Heraklit gibt es ein paar Dutzend enigmatische Hinweise.<br />
Euklids Abhandlung ist kompakt.<br />
Bei Platon und Aristoteles häuft es sich zwar schon.<br />
Aber bei den deutschen Idealisten wird es Obsession.<br />
Heidegger steckt alle in die Tasche.</p>
<p>Der Schmock mit dem Seidentüchlein und dem grauen Schopf ist ein Philosoph à Femmes.<br />
Er dachte sich, wie stell ichʼs an, dass ich dem deutschen Michel ein Schnippchen schlage<br />
und mich ins Rampenlicht vor all die Frauen bringe.</p>
<p>Wer selber nichts draufhat, wird hierzulande auf den Schild gehoben, wenn er andere, am besten Hochstehende, Berühmte, Weltberühmte, des Antisemitismus überführt. Von solchem schmuddeligen Sekundärruhm lässt sich hierzulande trefflich leben, dank solch schäbiger Denunziationen beziehen sie hierzulande fette Renten.</p>
<p>Also wühlte die sabbernde Wühlmaus im Erdreich und Morast der „Schwarzen Hefte“.<br />
Und fuhr die ungeheure Ernte ein: so runde anderthalb von abertausend Seiten, mit Wahrheitsverdünnern wie Unterstellung, Argwohn, bösem Willen stark gestreckt.</p>
<p>Da las manʼs in der Art weltgeschichtlich hochfliegender und manichäisch-zwielichtiger Ambitionen von gnomhaften Weltenrichtern mit Ärmelschonern im Lehnstuhl in verschwurbelt-hochtönendem Hölderlinisch: Rechnen sei der Fluch, das zerstreute Volk sei davon heimgesucht und suche damit andre heim, Martin aber fahre aufs grausamste bedachtsam das Seyn in einen neuen Anfang deutschester Genesung.</p>
<p>Da hat der Schmock sich diebisch dran gefreut und sich vor großem Publikum und erstlich vor den Damen theatralisch ausgeheult: ein großer Denker und dann so was, und er musste die deutsche Scham sich aufbürden, so was zu entlarven, so was auszuplaudern.</p>
<p>Ganz Frankfurt hat applaudiert, insbesondere die Damen. Nur ein alter Adornit warf verzweifelt mit Brocken des Jargons der Eigentlichkeit um sich: Heidegger durch die Zerrbrille des Anti-Eurozentrismus, Anti-Kolonialismus, des Anti-Antifeminismus als wütendes Rumpelstilzchen erblickt.</p>
<p>Der Enkel des Großpapas, dessen infames Konterfei mit Hitlerbärtchen und in die Lichtung des Seins ekstatisch verdrehten Augen coram publico prangte, entblödete sich nicht, darauf hinzuweisen, dass die Hefte der Sibylle von Meßkirch nicht deshalb schwarz heißen, weil sie etwa obszöne Altherrenwitze enthalten, sondern in schwarzes Tuch eingefasste Tagebücher sind.</p>
<p>Warum das Intelligenzblatt vor Ort einen dicklichen guten Onkel zur intellektuellen Paarung mit dem Schnüffel-Schnösel ausgeschickt hatte, blieb bei all seiner hüpfenden Komik unerfindlich. Allerdings schwammen alle wie Sahnewölkchen auf der deutschen Abendlichtversonnenheit, als er auf die Infektionsgefahr durch den völkischen Bazillus hinwies, dem auch der Buhle des Seins anheimgefallen sei, und dabei die infolge der moralischen Ausmerzung dieses Bazillus hierzulande kompensatorisch hochgezüchtete Volksverdummung anhand seiner vollkommenen Unkenntnis des Buches Levitikus, welches das heilige Volk mittels Abstammungs- und Geburtenregelung zu Volkszucht und xenohyponoetisch-kathartischer Ordnung anweist, unter Beweis stellte.</p>
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