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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Die Rettung lyrische Gedichte über Koblenz</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Die Rettung</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Dec 2019 18:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Rettung lyrische Gedichte über Koblenz]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Plötzlich zupft der Kleine, Filzhut schräg, Hahnenfeder aufrecht, Augen Basedow, Brustkorb aus Chitin und Spinnenbeine, zupft dir an der Hosennaht, gerade als du blind ins Schwarze springen willst, grient dich an und sagt (mit einer Stimme, Schmirgelpapier verklebt mit Goldlack): „Tu es nicht, wart noch, komm, drehen wir noch ʼne Runde!“ Geht vor, nein wuselt, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-rettung/">Die Rettung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Plötzlich zupft der Kleine, Filzhut schräg,<br />
Hahnenfeder aufrecht, Augen Basedow,<br />
Brustkorb aus Chitin und Spinnenbeine,<br />
zupft dir an der Hosennaht, gerade<br />
als du blind ins Schwarze springen willst,<br />
grient dich an und sagt (mit einer Stimme,<br />
Schmirgelpapier verklebt mit Goldlack):<br />
„Tu es nicht, wart noch, komm, drehen wir<br />
noch ʼne Runde!“ Geht vor, nein wuselt,<br />
und wie gebannt durch seine nach Gras<br />
und Fellen duftende Aura, folgst du ihm.</p>
<p>Drunten flackert der Rhein, loderndes Öl der Sage,<br />
Schuppen von Schiffsschrauben gerupfter Nixen.<br />
Nenn ihn wie Horaz Maecenas iocosus, Witzbold,<br />
Pfiffikus, wenn der sich wieder einmal zuviel<br />
Knoblauch reingestopft und sein Mädchen gegen<br />
seinen Kußmund die Hände hebt und an des Bettes<br />
Kante rückt, nenn Götterzwerg ihn, deinen Retter,<br />
Sohn des Hermes von einem leichten Mädchen,<br />
führt er dich ja die Brücke runter, flugs am Rhein-<br />
ufer lang in Richtung Stolzenfels, es ist schon<br />
angestrahlt, das Schloß, wie ein Kirmes-Tand aus<br />
Pappmaschee und Zuckerwerk, vorbei am<br />
Hospital, wo dir im Arm die Mutter starb,<br />
stumm und wie ein kleiner Vogel unter Satans<br />
Sonne ausgedörrt, die Seele war schon lang zuvor<br />
hinausgeschlüpft in eine räudige Katze,<br />
die auf dem Ahorn saß und schaute elend<br />
mauzend in das Fenster – und weiter dort am Strom,<br />
wie es raschelt, das Gras, und auseinanderseufzt<br />
vor dem heißen Pfeifen dieses Knirpses,<br />
und dazwischen zucken gezackter Schlangen<br />
Flammen, Feuerstätte im Lager der Vaganten,<br />
seiner Brüder mit Mähnen von blauem Tang und Teer,<br />
schimmernd um den Hals die Narbenschnur,<br />
seiner Schwestern mit der Wölfin spitzen Brüsten,<br />
auf der Stirn das Blenden schwarzer Sonnenflecken,<br />
Kniee, die wie Monde aus dem Dunkel tauchen.</p>
<p>Ja und ja, dort ist ein Klirren, Schwirren, ist ein<br />
Fletschen weißer Zähne, Schnalzen geht aus<br />
purpurroten Mündern, und zum Schwingen<br />
bunter Röcke, aufgewallter Locken singt,<br />
kehlig, schnarrend, gurrend einer, dem am Gürtel<br />
blitzt des goldenen Dolches Sichelmond:</p>
<p><em>Wir fahren durch die Lande<br />
<em>im Herzen Sand vom Strande,<br />
</em>und brennt die morsche Scheuer,<br />
so war es unser Feuer.</em></p>
<p><em>Pflückt sich der Gott die Trauben,</em><br />
<em> ein Rausch, den wir ihm rauben,</em><br />
<em> will uns der Dämon hetzen,</em><br />
<em> sind Lieder, ihn zu letzen.</em></p>
<p><em>Uns nähren dunkle Feste</em><br />
<em> wie Flammen dürre Äste,</em><br />
<em> wen unsre Frauen küssen,</em><br />
<em> der wird sein selbst entrissen.</em></p>
<p>„Nun, mein Sohn“, flüstert mir der Zwerg ins Ohr,<br />
„solche Flammen, solche Küsse, bringen sie nicht<br />
schöneren Tod ins einmal durchglühte Leben? Schau<br />
diese schmachtend zerbissenen Lippen, grüner Nächte<br />
Augen, schneeige Molke der wogenden Brust,<br />
willst du ins kalte Wasser, willst du armselige<br />
Motte nicht lieber von solcher Glut deine papierne<br />
Hülle verzehren lassen?“ Und du, ein Fremdling<br />
fahler Rasse und erloschener Blicke sehnsuchtstrüber<br />
Tränen, dem des Siegelringes Glutrubin im Schlaf<br />
eine geile Metze vom Finger abgezogen,<br />
statt im Wiehern der Silberstute „Dawn of the day“<br />
unterm scharfen Sporn zu hören, wie das Leben<br />
ruft nach fernen Bildern, neuen Reichen, hat<br />
Reue dich entseelt, wie eines Töpfers ohne Ton<br />
hängt dir die sehnenschlaffe Hand in müden Sausens<br />
Gras. Ja du, der weiß, wer diesem Volke singen,<br />
tanzen will mit seinen Frauen, findet nicht mehr heim,<br />
und mit freiem Atem, offener Stirne stehst du<br />
unter ihnen auf und hebst zu singen an &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
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