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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Distichen herb und hold lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Distichen, herb und hold</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2019 21:32:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Distichen herb und hold lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Krank ist ein Mensch, der seine Laster zur Schau stellt, ohne Würde ein Volk, das seine Lästerer ehrt. * Singen, sagt man, sei ein Zeichen glücklicher Menschen, aber was hörst du hier? Kreischen, Gejohle, Gekrächz. * Nektar troff die sapphische Weise, sie aber schlürfen bitteren Geifer mit Lust, Widersinn hebt sie empor. * Über Wände, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/distichen-herb-und-hold/">Distichen, herb und hold</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Krank ist ein Mensch, der seine Laster zur Schau stellt,<br />
ohne Würde ein Volk, das seine Lästerer ehrt.</p>
<p>*</p>
<p>Singen, sagt man, sei ein Zeichen glücklicher Menschen,<br />
aber was hörst du hier? Kreischen, Gejohle, Gekrächz.</p>
<p>*</p>
<p>Nektar troff die sapphische Weise, sie aber schlürfen<br />
bitteren Geifer mit Lust, Widersinn hebt sie empor.</p>
<p>*</p>
<p>Über Wände, kahl und zeichenlos, huschen die Schatten,<br />
aber sie nennen es Spiel, bis sich die Flamme verzehrt.</p>
<p>*</p>
<p>Grazien sind verbannt von den blutig triefenden Brettern,<br />
Anmut steht unter Verdacht, seelisch verkrüppelt zu sein.</p>
<p>*</p>
<p>Liebe, sie leuchtet wie Schnee und kitzelt mit schmelzenden Flocken<br />
Wimpern dunkelnden Blicks, Tropfen des sinkenden Lichts.</p>
<p>*</p>
<p>Liebe, Tau für die Seele, flatternd um dämmernde Rosen,<br />
Träume suche im Glanz, der an den schlafenden rinnt.</p>
<p>*</p>
<p>Seelen, Bienen der Nacht, verweht in verwilderte Gärten,<br />
in der Barke des Monds leuchten euch Waben des Schlafs.</p>
<p>*</p>
<p>Seid ihr Gespenster des Wassers, Phantome des Schnees, ihr<br />
Schwäne, umgeisterter Flaum, gleitet in Stille davon.</p>
<p>*</p>
<p>Blitzen die Augen, spitzt sie schelmisch die Lippen, verwehrt ihm<br />
Küsse auf Wange und Mund, liebender hüpft ihr das Herz.</p>
<p>*</p>
<p>Schlafe, schlaf, mein Kind, auf warmen Singsangs gebauschten<br />
Kissen, mit Federn gefüllt, Schwingen des luftigen Lieds.</p>
<p>&nbsp;</p>
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