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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Eiserner Steg Frankfurt am Main</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Was du nicht alles mit mir anstellst</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Dec 2013 09:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Eiserner Steg Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nachts hast du dich heimlich bei mir eingeloggt und meine Sprach-Einstellungen geändert – jetzt fall ich von den Stelzen steiler Metaphorik und schneide mir die Haut an wortwörtlichen Halmen. Du hast mir das Programm „Into the Dawn“ downgeloaded, mit dem ich quer durch alle Zeitzonen, von Hammerfest bis zum Kap, in das Morgenrot fliegen kann. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/du-nicht-alles-mit-mir-anstellst/">Was du nicht alles mit mir anstellst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachts hast du dich heimlich bei mir eingeloggt<br />
und meine Sprach-Einstellungen geändert –<br />
jetzt fall ich von den Stelzen steiler Metaphorik<br />
und schneide mir die Haut an wortwörtlichen Halmen.</p>
<p>Du hast mir das Programm „Into the Dawn“ downgeloaded,<br />
mit dem ich quer durch alle Zeitzonen,<br />
von Hammerfest bis zum Kap,<br />
in das Morgenrot fliegen kann.</p>
<p>Du fasst mich stracks am Mantelkragen<br />
und biegst mich ums Eck –<br />
dort plaudere ich an der Imbissbude mit Osterinsulanern,<br />
die sind über Glatze und Gesicht bunt gescheckt,<br />
in einem Gaunerdialekt,<br />
den ich noch nie gehört habe, ganz köstlich,<br />
bis einer der schweren Jungs ein Foto von dir<br />
aus dem Ärmel zieht: Da schwebst du<br />
überm Eisernen Steg im wehenden Nachthemd<br />
und spielst Blockflöte.</p>
<p>Mir schwant, du hast dich die letzte Nacht<br />
wieder mal in meine Wohnung eingeschlichen<br />
und alle Schubladen durchwühlt.<br />
Ich weiß ja, wie duʼs anstellst:<br />
Du verflüssigst deine Aura und schwappst<br />
flutsch! ein fluider Schatten, unter der Türschwelle durch!</p>
<p>Doch glaub mir, Herzchen, das Ställchen<br />
in meinem Gärtchen, woʼs Hundilein im Schlafe fiept,<br />
und wo ich die holde Kükenschar meiner Chen und Lein und Li<br />
ausbrüte und beglucke,<br />
das bleibt mir wohlverschlossen!</p>
<p>O ja, ich habʼs gesehn, dein Fuchsgesicht!<br />
Doch die gluckende Meute meiner Diminutive,<br />
meiner Flauschlinge, meiner Mariechen und Finchen,<br />
dürfen unbekümmert dort sich bauschen und flauschen,<br />
sich kräuseln und säuseln!</p>
<p>Verdammt! – reißt mich der Schreck vom Bett,<br />
da hör ich mitten in der Nacht ein panisches Gackern,<br />
und pardauz scheppert der blecherne Napf zu Boden –<br />
o weh, was für ein wildes Geflatter!</p>
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		<title>Der Gnom auf dem Eisernen Steg</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 16:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Eiserner Steg Frankfurt am Main]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Auf dem Eisernen Steg warʼs, wohlgemut bist du sonnwärts dribbdebach stolziert, die homerische Wendung wie einst ein Imperator seinen Triumphbogen durchschreitend. Und pardauz, du prallst gegen ein ratzig quietschendes Etwas, das rollt dir über die Füße. Ah, es ist das wilde Männlein wieder! Der Purzelbäumling, der charmante, der Zwergenbolt, der überspannte. Rolle vorwärts, Rolle seitwärts, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-gnom-auf-dem-eisernen-steg/">Der Gnom auf dem Eisernen Steg</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal">Auf dem Eisernen Steg war<span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>s,<br />
wohlgemut bist du sonnwärts<br />
dribbdebach stolziert,<br />
die homerische Wendung wie einst ein Imperator<br />
seinen Triumphbogen durchschreitend.</p>
<p>Und pardauz, du prallst gegen ein ratzig quietschendes Etwas,<br />
das rollt dir über die Füße.</p>
<p>Ah, es ist das wilde Männlein wieder!<br />
Der Purzelbäumling, der charmante,<br />
der Zwergenbolt, der überspannte.</p>
<p>Rolle vorwärts, Rolle seitwärts,<br />
und dabei furzgerade losgezischt.</p>
<p>Prallt gegen das Geländer, der Däumling,<br />
grad wo mit tausend Schlössern<br />
herzbetroffne Händchenhalter<br />
die außeralltägliche Bundsymbolik ketten.</p>
<p>Rappelt sich schniefend hoch,<br />
schwankt noch katzenwuschig sich wiegend,<br />
steht da operettenkitschig im Kostüm<br />
federbebuschten Musketiers, mit klirrenden Sporen<br />
und dem Silbergefunkel des Säbelchens,<br />
presst kokett das Händchen in die Hüfte<br />
und Blitzeblicks sticht es dir ins Auge,<br />
durch zwei Winzlingsfinger pfeift<span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>s <span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>nen Mäusepfiff.</p>
<p>Quatscht dich an, der Ratzefatz,<br />
piept, quiekt, fiept zu dir hoch:</p>
<p>„Saumensch, Riesenrindviech, Ochs!<br />
Hast Augen nur für dein elend Mitgesocks.<br />
Augen für uns edle Gnomen hast du nicht.<br />
Und doch wär Dienst am Zwergen Menschenpflicht.<br />
Ist jedem Menschen doch seit Adams Zeiten,<br />
ihn weckend-neckend durch des Lebens Labyrinth zu leiten,<br />
als Schelmenspiegel seiner Seele zugesellt<br />
ein Mini-Mensch, ein klitzekleiner Anti-Held.<br />
Für dein Gutsein will er dir viel Heiterkeiten<br />
in das Leben flößen, für all die Widerwärtigkeiten<br />
dich mit Gift befüllen und deinen Traum mit bösem Alb.<br />
Und weil du wieder mich gestoßen hast, du Mondeskalb,<br />
such heut ich heim dir deinen Traum!“</p>
<p>Und er hatte kaum<br />
ausgepiepst, schwupps, ward nicht mehr gesehn<br />
dein holder Ungnom, dein Gnomenhold.</p>
<p>O ja, es war ein angstverschwitzter Traum die Nacht,<br />
in dem es pestilenzialisch stank und roch,<br />
wüst zitterte und schwankte der Eiserne Steg,<br />
und Ekel würgte dich,<br />
denn unter dir verdickte sich der braune Main,<br />
starrend vor Schmutz und Schmand und Scheiß.</p>
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