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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Flügelschläge lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Flügelschläge</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2022 22:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Flügelschläge lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Hündchen, Kletten im Fell, hechelnd vom Jagen des Hasen, legt sanft dir die Pfote aufs Knie. * Wo wir im Uferschilf lagen – wob der Mond ein Netz für die Seufzer des Wassers. * Tropfen am Faden des Abendlichts – Perlenschnur des Erinnerns. * Apfelbaum, kahl, gekrümmt unterm gefrorenen Blau. * Abschiedslied, dem Blatte gleich, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/fluegelschlaege/">Flügelschläge</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hündchen, Kletten im Fell,<br />
hechelnd vom Jagen des Hasen,<br />
legt sanft dir die Pfote aufs Knie.</p>
<p>*</p>
<p>Wo wir im Uferschilf lagen –<br />
wob der Mond ein Netz<br />
für die Seufzer des Wassers.</p>
<p>*</p>
<p>Tropfen<br />
am Faden des Abendlichts –<br />
Perlenschnur des Erinnerns.</p>
<p>*</p>
<p>Apfelbaum, kahl,<br />
gekrümmt<br />
unterm gefrorenen Blau.</p>
<p>*</p>
<p>Abschiedslied,<br />
dem Blatte gleich,<br />
vom Herbst überflammt.</p>
<p>*</p>
<p>Worte duften ja nicht –<br />
zwei Silben, Rose,<br />
glühen um Mitternacht.</p>
<p>*</p>
<p>Flaum im Moos,<br />
Gesang,<br />
o ausgerissenes Herz.</p>
<p>*</p>
<p>Das Kind vergaß die Murmel –<br />
sie schimmert im Sand,<br />
da sich sein Blick schon trübt.</p>
<p>*<br />
Flügelschläge,<br />
der Sommer entflieht –<br />
eine Feder nur ließ er zurück.</p>
<p>*</p>
<p>Trauriger Pfad,<br />
gespenstisches Dickicht –<br />
Veilchen, sie lächeln.</p>
<p>*</p>
<p>Zähne am Zaun –<br />
zersplissener Knäuel,<br />
tändelnder Wind.</p>
<p>*</p>
<p>Wasser im Moos,<br />
kaum hörbar<br />
Schluchzen.</p>
<p>*</p>
<p>Muschel, Inseln<br />
rufen dem Knaben<br />
ins Ohr: „O komm!“.</p>
<p>*</p>
<p>Lied, es tunkt,<br />
wie ein Falter,<br />
seinen Fühler ins Herz.</p>
<p>*</p>
<p>Ahnenmal,<br />
unlesbar die Schrift<br />
unter so viel Dornen.</p>
<p>*</p>
<p>Eines Hähers Schatten<br />
überm Finkennest –<br />
süßes Gezwitscher.</p>
<p>*</p>
<p>Schnee fällt auf Schnee,<br />
Wort um Wort<br />
dichtere Stille.</p>
<p>*</p>
<p>Rufe des Kuckucks<br />
hallen und hallen<br />
im Wald meiner Schwermut.</p>
<p>*</p>
<p>Der Leierkasten der Lüste,<br />
das Hupen der Hast –<br />
ein Kissen über den Kopf!</p>
<p>*</p>
<p>Morgens ein Schrei,<br />
mittags ein Sermon,<br />
abends ein Ach.</p>
<p>*</p>
<p>Der Rosen streut<br />
aufs dämmernde Grab,<br />
schnitt sie aus Flammen.</p>
<p>*</p>
<p>Der Himmel bedeckt,<br />
Heliotrop, es weiß<br />
um die Wege der Sonne.</p>
<p>*</p>
<p>Greis, an den Stock genagelt<br />
Plaketten all der Orte<br />
seiner Amouren.</p>
<p>*</p>
<p>Tausend Blumen,<br />
tausend Namen,<br />
du nur blühst namenlos.</p>
<p>*</p>
<p>Von Düften genährt,<br />
von köstlichen Farben,<br />
im Ödland verhungert.</p>
<p>*</p>
<p>Chrysanthemen,<br />
ihr Lichter der Lust –<br />
mir dunkelt das Gras.</p>
<p>*</p>
<p>Ihr Ozeane,<br />
jubelnd von Gischt –<br />
still meine Maare.</p>
<p>*</p>
<p>Wenn stiller die Kerze tropft –<br />
Großmaul, es quatscht<br />
immer dazwischen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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