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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Frankfurt-Fechenheim</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Es riecht nach Fechenheim</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Apr 2014 19:34:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Fechenheim am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt-Fechenheim]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Hier lässt der Main sich Zeit und döst in großem Bogen. Wie träge ziehen dahin Blättchen, Schnipsel, Pappelsamen und Gefieder, ausgerupft. Da dunkelt uns das dornichte Gestrüpp, von guten Schülern Freiligraths gesät: der Ammer wegen, die ihr Gold hier tief verstecken mag. Da kommt die Schimmelreiterin mit ihren weißen Stuten: Drei Schlittenhunde pirschen an den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/es-riecht-nach-fechenheim/">Es riecht nach Fechenheim</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hier lässt der Main sich Zeit<br />
und döst in großem Bogen.<br />
Wie träge ziehen dahin<br />
Blättchen, Schnipsel, Pappelsamen<br />
und Gefieder, ausgerupft.</p>
<p>Da dunkelt uns das dornichte Gestrüpp,<br />
von guten Schülern Freiligraths gesät:<br />
der Ammer wegen,<br />
die ihr Gold hier tief verstecken mag.</p>
<p>Da kommt die Schimmelreiterin<br />
mit ihren weißen Stuten:<br />
Drei Schlittenhunde pirschen an den Hufen,<br />
die Wolle weiß wie jene –<br />
schräg äugt die Hoch-Gestiefelte<br />
aus dicken Gläsern<br />
und erwidert artig meinen Gruß.</p>
<p>Die weiten, fetten Felder dort<br />
im Glanz der frühen Sprossen<br />
oder noch verhüllt von grünen Folien,<br />
die der Wind unhörbar bläht.</p>
<p>Der Uferweg ward tüchtig aufgehübscht –<br />
junge, schlanke Pappeln bilden das Spalier –<br />
die alten Weidenbäume saugen stumm<br />
aus dem glucksend-morschen Grund.</p>
<p>Hier ist das Uferdickicht augenlos,<br />
da kann ein sittsam-scheues Mädchen<br />
unbescholten in die Hocke gehen<br />
und die durstigen Halme<br />
inniglich beträufeln.</p>
<p>Kolossale, abgestorbene Platanen,<br />
vom Blitz versehrt, verkohlt,<br />
gedenken nicht zu sterben –<br />
an weichen Stellen recken sie Antennen<br />
dünner Zweige in den Abendhimmel,<br />
aus dem die gelben Schwaden<br />
dicker Abluft von Allessa<br />
in die Nase dringen:<br />
Es riecht nach Fechenheim.</p>
<p>Auch wenn der Weg uns unversehens<br />
ward versperrt,<br />
wir fanden einen schönen Umweg<br />
und schritten Hand in Hand<br />
durch die Allee der Linden,<br />
die uns überwölbten,<br />
unserm kleinen Abenteuer<br />
huldigend mit Licht- und Schattenspielen.</p>
<p>Wir saßen lauschend,<br />
plauschend, Blicke tauschend,<br />
unterm Schatten der Kastanie<br />
im Gartencafé gleichen Namens –</p>
<p>die Ohren schwebten uns hinweg,<br />
buddhistische Schmetterlinge,<br />
in das süße Plätschern,<br />
an dem kunstreich angelegten Quellchen<br />
zag zu nippen –</p>
<p>wir knabberten genüsslich<br />
die mitgebrachten Schokoladenbizets,<br />
Meringue genannt –</p>
<p>bis uns die läuternden Akkorde<br />
der beiden Kirchen,<br />
erst evangelisch, dann katholisch,<br />
die Schneise durch die Luft<br />
zu einer schönen Seele schlugen.</p>
<p>Schien nicht der scheue Glanz<br />
des Glücklichseins oder doch<br />
des Glücklichwerdenwollens<br />
aus deinen schönen Augen?</p>
<p>Ich warʼs, an diesem Ort,<br />
zu dieser blauen Stunde,<br />
von den herben Düften Fechenheims<br />
chemisch-alchemistisch<br />
traumessäumig langgedehnt:<br />
beglückt.</p>
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