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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Gedankenlyrik philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Gedankenlyrik</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2022 22:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Hölderlin Der golden-stille Rauch stieg abendlich aus deutscher Elegie. Dann kroch ein kalter Hauch aus Knochengruben und rief: Flieh! * Mann und Weib Das ließen sie nicht gelten. Wer? Die anstatt zu zeugen, unters Kreuz der Liebe sich zu beugen, das Leben um die Zeche prellten. * Das Lied Heroisch war der erste Ton, da [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gedankenlyrik/">Gedankenlyrik</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hölderlin</em></p>
<p>Der golden-stille Rauch<br />
stieg abendlich aus deutscher Elegie.<br />
Dann kroch ein kalter Hauch<br />
aus Knochengruben und rief: Flieh!</p>
<p>*</p>
<p><em>Mann und Weib</em></p>
<p>Das ließen sie nicht gelten.<br />
Wer? Die anstatt zu zeugen,<br />
unters Kreuz der Liebe sich zu beugen,<br />
das Leben um die Zeche prellten.</p>
<p>*</p>
<p><em>Das Lied</em></p>
<p>Heroisch war der erste Ton,<br />
da eines Mannes dunkles Sehnen<br />
die Flöte schnitt, umkränzt mit Mohn<br />
das Blau des Dämmers blauer sich zu dehnen.</p>
<p>*</p>
<p><em>Das Leid</em></p>
<p>Ja, Fatum ist, daß Leid geschieht.<br />
Doch wollen wir es tragen,<br />
solange uns das Lied<br />
Licht schenkt an dunklen Tagen.</p>
<p>*</p>
<p><em>Vater und Mutter</em></p>
<p>Schrillt weh in ihrem Ohr,<br />
wie nächtlich-wildes Weinen.<br />
Daß Liebe führt der Sorgen Chor,<br />
dünkt lästig den Gemeinen.</p>
<p>*</p>
<p><em>Gott Vater</em></p>
<p>Ein Vater spricht den Frommen Gott<br />
im Strahl, im Schattenspiele.<br />
Für Stern und Blume hat nur Spott<br />
der Feind der Schöpfung, der sterile.</p>
<p>*</p>
<p><em>Imago Dei</em></p>
<p>Verätzt von eines Dämons Spucke,<br />
der Anmut, reiner Liebe Bild.<br />
Daß Geilheit am Gemächte jucke,<br />
ward es gehäutet wie ein Wild.</p>
<p>*<br />
<em><br />
Salz und Wort</em></p>
<p>Daß wir das Wahre wahrer schmecken,<br />
gesalzen hat des Wortes Brot der Geist.<br />
Nun werden wir mit schalen Wecken,<br />
von Lüge überzuckert, abgespeist.</p>
<p>*</p>
<p><em>Post festum</em></p>
<p>Wir sehen umgestoßen Krug und Vase<br />
und Schatten ranken an bemalter Wand,<br />
auf nackten Fliesen bauscht laszive Gaze,<br />
als hätte abgestreift sie bange Hand.</p>
<p>*</p>
<p><em>Des Schauens müde</em></p>
<p>Und sind des Schauens wir am Abend müde,<br />
die Bilder fahlen und das Licht wird Schaum,<br />
und was uns zittert am erschlafften Lide,<br />
woher die Träne rührt, wir ahnen’s kaum.</p>
<p>So tasten wir die Lippen uns wie Blinde,<br />
erflehen Trank von hingeneigtem Mund,<br />
und bricht ein Seufzen durch des Dunkels Rinde,<br />
ist es wie Wein, der kühlt, was innen wund.</p>
<p>Wir wollen mit geschlossenen Augen lehnen<br />
am offenen Fenster hoher Sommernacht,<br />
und ferne Quellen singen unser Sehnen,<br />
und Gärten sind, die süßen Duft gebracht.</p>
<p>*</p>
<p><em>Die trübe Lache</em></p>
<p>Die Quelle, die in frühen Liedern singt,<br />
ist ungetrübt und zweifelt nicht,<br />
weil sie der Erde dunklem Schoß entspringt,<br />
trägt sie der Jugend Blütenlicht.</p>
<p>Der Knabe, der an Sevillas Brunnen saß,<br />
er schwang den Arm, der Kehle Krug<br />
ergoß den Strahl so heiß und doch voll Maß,<br />
das Herz, es schrie: Genug, genug!</p>
<p>Die trübe Lache, die ein Abraumwind<br />
auf dem Asphalt zum Kräuseln bringt,<br />
zeigt uns, wie dumpf wir ohne Musen sind,<br />
o Lied, das siech nach Atem ringt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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