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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Heilig-Geist-Hospital Frankfurt am Main</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Humpelnd zwar, doch ambulant</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Nov 2013 17:47:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Heilig-Geist-Hospital Frankfurt am Main]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ambulanz, Heilig-Geist-Hospital, Frankfurt am Main Irgendwo in einer Ecke wird gestorben, irgendwo in einer Ecke wird geboren, zur gleichen Zeit, jetzt, morgen, übermorgen. Bist doch nicht mit einem Taxi hin, humpelnd hast dein Ziel du noch vollendet. Es hätt dir auch zur Scham gereicht, protzig vor einem Bürgerhospital vorzufahren mit Chauffeur. Wenn du nach dem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/humpelnd-zwar-doch-ambulant/">Humpelnd zwar, doch ambulant</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ambulanz, Heilig-Geist-Hospital, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Irgendwo in einer Ecke wird gestorben,<br />
irgendwo in einer Ecke wird geboren,<br />
zur gleichen Zeit, jetzt, morgen, übermorgen.</p>
<p>Bist doch nicht mit einem Taxi hin, humpelnd<br />
hast dein Ziel du noch vollendet.<br />
Es hätt dir auch zur Scham gereicht,<br />
protzig vor einem Bürgerhospital<br />
vorzufahren mit Chauffeur.</p>
<p>Wenn du nach dem Menschenwesen suchst<br />
und wie das leibt und west und rasch verwest<br />
nach unbestechlichem Gesetz,<br />
hier springt und zappelt, döst und stöhnt<br />
es vor deinen milde-tristen Augen<br />
nackt und ungeschönt.</p>
<p>Venus winkt und Eros schlüpft<br />
am dunklen Blick des Thanatos vorbei.</p>
<p>Die blonden Nymphen, reich bezopft und üppig onduliert,<br />
mit zartem Rosenschmelze auf den Wangen,<br />
schieben mit den blumenweichen Händen<br />
den Rollstuhl des verkoteten Dementen.</p>
<p>Die strammen Kerle in den blauen Schürzen,<br />
mit einem Silberring im Ohr,<br />
am wohlgewölbten Arm, am straffen Hintern<br />
bunt bemalt mit mythischen Motiven,<br />
sie schieben aus dem OP die Facies hippocratica<br />
der Greisin, um ein vereitert Gliedmaß leichter,<br />
und biegen zotenwiehernd um die Ecke.</p>
<p>Hier schaut mit schwarzen Augen der Meduse<br />
die Röntgen-Wahrheit weißer Kittel<br />
von der Decke des U-Raums Nummer 2<br />
auf dich armen Schlucker, der seinen Fuß umfasst<br />
und einen unfassbaren Schmerz.</p>
<p>Dein Bleiberecht auf unbestimmte Zeit,<br />
das schneller abläuft als die Uhr des Herzens,<br />
mit welchem Antrag kannst duʼs denn verlängern<br />
wider der Zellen und Gedanken fröhliche Zersetzung?</p>
<p>Das Röntgenbild zeigt dir Mysterien fernster Zeiten<br />
in einem Wuchs graziös gespreizter Knochen,<br />
die deiner Bauern-Weisheit schweigend spotten.</p>
<p>Drei muntere Mamsellchen hörst du kichern<br />
im Besprechungszimmer nebenan –<br />
ein Korken knallt und Scherze schäumen auf,<br />
ein Antrag auf Verlängerung ward abgewiesen<br />
und zerschreddert zwischen Moiras blitzenden Zähnen –<br />
wollüstig-süß die Gläser aneinander klirren.</p>
<p>Du humpelst heimwärts, erleichtert,<br />
doch leichten Sinnes nicht – die wahren Gründe<br />
für dein Bleiben kennt wohl nur dein Schmerz.</p>
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