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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Im Totenreich Gedichte über Koblenz-Metternich groteske Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Im Totenreich</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2022 23:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Das Dorf der Kindheit lag im Totenreich, ich ging die alten Gassen hin und wider, als wäre Gehen eines Schattens Wanken. Der Vorzeit-Linde volle Krone, einst ein Spender feiner Würze, warmen Rauschens, Geschwulst aus nassem Nebel, schmutzig-braun, der Sonne grünes Fruchtgemach verkommen. Und alles stumm, kein Widerhall von Schritten, als könnte eines Schattens Huschen hallen, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-totenreich/">Im Totenreich</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Dorf der Kindheit lag im Totenreich,<br />
ich ging die alten Gassen hin und wider,<br />
als wäre Gehen eines Schattens Wanken.<br />
Der Vorzeit-Linde volle Krone, einst<br />
ein Spender feiner Würze, warmen Rauschens,<br />
Geschwulst aus nassem Nebel, schmutzig-braun,<br />
der Sonne grünes Fruchtgemach verkommen.<br />
Und alles stumm, kein Widerhall von Schritten,<br />
als könnte eines Schattens Huschen hallen,<br />
kein Hahnenschrei, denn keine Frühe flammte,<br />
kein Brüllen einer Kuh, es schwoll kein Euter,<br />
kein Lamm, das blökte, und kein Hirt, der sang,<br />
kein Vogelruf, die Nester waren leer,<br />
und keine Glocke pries, es war kein Heil.<br />
Und keines Lebens Odem hat die Stille<br />
behaucht mit Seufzen, und kein Angesicht,<br />
dem sich die Lider aufgetan zum Gruß<br />
des süßen Lichts, es blüht hier trügerisch<br />
den Nächten nur die Asphodele Mond.<br />
Und war kein Fenster, wo ein Schimmern<br />
getreue Hand dem Honigschmelz entfacht,<br />
die Stiege dem Verlorenen zu weisen.<br />
An den basaltenen Wänden rannen Tränen,<br />
wie Onyx schwarz und purpurn wie Rubin.<br />
Am Haus der Ahnen war ein Brandmal düster<br />
das bunte Fresko von des Meisters Hand,<br />
und statt der Huld der Himmelskönigin,<br />
der einer Flora gleich der blaue Mantel<br />
geflattert über schlichten Bauernkörben<br />
voll Ähren, Trauben, Kirschen, gelben Birnen,<br />
hat dort ein Dämon schwarze Lederflügel<br />
mit Krallen einer Fledermaus gehüllt<br />
um einen Berg von Aas und bleichen Knochen.<br />
Ich bog den alten Weg ums Kirchenschiff,<br />
o Wrack an unbewohnten Eilands Ufer,<br />
und sah den Hund des Küsters, dem ich oft<br />
das krause Fell mit meinem Kamm geglättet,<br />
da lag er reglos auf der Schwelle, freudig<br />
kam ich ihm nah, ob er mich noch erkenne,<br />
doch hob er nicht den Kopf, hat nicht gewedelt,<br />
und als ich kindisch-blind nach ihm getastet,<br />
griff ich ins Leere und das Bild zerfiel.</p>
<p>&nbsp;</p>
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