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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; In Tälern des Himalaya lyrische Gedichte Blankvers Jamben</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>In Tälern des Himalaya</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Oct 2017 13:23:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[In Tälern des Himalaya lyrische Gedichte Blankvers Jamben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dort blüht so wenig, nur im Blau die Wolke, ein Büschel Gras, das zittert, herbe Zungen sind gierig, es zu rupfen, Schafe, Yaks und gehörnte Ziegen, Sicheln aber singen den frohen Menschen, Heu und Stroh in Schober und unter Dächer sammeln sie, denn Winter, er lauert stets und glänzt herab vom schroffen Gebirg im Gipfelschnee, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/taelern-des-himalaya/">In Tälern des Himalaya</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dort blüht so wenig, nur im Blau die Wolke,<br />
ein Büschel Gras, das zittert, herbe Zungen<br />
sind gierig, es zu rupfen, Schafe, Yaks und<br />
gehörnte Ziegen, Sicheln aber singen<br />
den frohen Menschen, Heu und Stroh in Schober<br />
und unter Dächer sammeln sie, denn Winter,<br />
er lauert stets und glänzt herab vom schroffen<br />
Gebirg im Gipfelschnee, der in die Täler<br />
ausfingert, stäubend. Sommers aber wiegen<br />
die immer kühlen Lüfte Gerstenähren,<br />
die Frucht des schlichten Lebens, Frauen,<br />
die Anmut hoher Wangen, schwarze Augen,<br />
sie worfeln, Tenne ist die Wiese, wirbelnd<br />
entschwirren Spreu und Spelt, die Körner werden<br />
mit Schaufeln aufgefegt in Leinensäcke,<br />
geschmort in Fett, in Milch und Rahm gesotten,<br />
die Kuchen kneten sie, die Kinder schlürfen<br />
die Milch aus tönern-hellen Tassen, Kinder<br />
Himalayas, sie sind im Kranz des Lebens<br />
die Veilchenblüten, hüten früh die Schafe,<br />
ein Ziegenböckchen ist der allerliebste<br />
Gefährt, die Mutter trägtʼs im Korb aus Weiden<br />
mit Prinzlein, jüngstem Sproß mit Tibetmütze,<br />
es watschelt mit den Kindern in die Küche,<br />
und Küche ist das ganze Haus aus Lehm und<br />
vergilbtem Stroh, das Bett ein dicker Teppich,<br />
der Herd das Heiligtum, ringsum auf Simsen<br />
die Becher, Kessel, Lampen, Buddhabilder,<br />
aus Kreide, Ocker, Gips die Ornamente,<br />
des hohen Daseins bunter Kreis, durchbrochen<br />
von selig-leerem Lächeln. Dochte flackern<br />
der Seele hier statt Träumen, Güte aber<br />
bezeigen Kinderhände einem alten<br />
Großmütterchen, geleiten stets die Blinde<br />
aufs Feld, wo sie nach Kraut und Halmen tastet,<br />
und sichelt sie so gut es geht, verständig<br />
und sterbensmüd. Ach, kämen bald die Mönche<br />
mit Glöckchen, Weihrauch, psalmenfeuchten Lippen!<br />
Jetzt kehren Herden von den Almen, wollig<br />
verzottelt Yaks mit ihren Hüterinnen,<br />
die dürren Gräser bleicht der Reif der Frühe,<br />
Rauch wölkt schon über Dächern alte Sagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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