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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; In uns die Ströme philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>In uns die Ströme</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jul 2020 13:28:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Wie sich in uns die Ströme erben, Ströme fremder Quellen, von Traumgestrüpp verhüllt, die unter fremden Sonnen glänzten, Knospen mit sich reißend, Muscheln, Wappen, Kronen, und führten Schlamm, Gebein und Totenkränze, des hellen Tages gurgelnd Wahngeschlinge, und hat der Wind sich müd gestöhnt im Schilf, trank Gold an ihren Ufern Abend still, die Silberflosse tunkte [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/uns-die-stroeme/">In uns die Ströme</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sich in uns die Ströme erben, Ströme<br />
fremder Quellen, von Traumgestrüpp verhüllt,<br />
die unter fremden Sonnen glänzten, Knospen<br />
mit sich reißend, Muscheln, Wappen, Kronen,<br />
und führten Schlamm, Gebein und Totenkränze,<br />
des hellen Tages gurgelnd Wahngeschlinge,<br />
und hat der Wind sich müd gestöhnt im Schilf,<br />
trank Gold an ihren Ufern Abend still,<br />
die Silberflosse tunkte ein der Mond.<br />
Wir wissen nicht, ob sie in Blütenbuchten,<br />
ob durch Morast sie, Täler grünen Schlafs<br />
ins Meer gemündet, versickert sind im Karst.<br />
Und was die Wellen sangen, Sagen schäumte<br />
der Ruderschlag vergangner Völker, Schrei<br />
und Fluch der Opfer, deren Blut sie färbten,<br />
in unseren Adern ist es noch nicht ganz<br />
verstummt. Denn manchmal dringt in unsres Traumes<br />
Fenster ein Duft versunkner Gärten, die einst<br />
an ihren Wassern grünten, geisterhaftes<br />
Zwitschern eines Vogels, dessen Nest<br />
in ihrem Rohr geschwebt, und manchmal stockt<br />
der Atem uns, und ritzt der Dorn der Rose<br />
unsern Schlaf, wenn jählings unter uns<br />
der alten Ströme morsche Ufer brechen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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