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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Jamben auf die frühen Wirren philosophische Gedichte Gedichte über Frankfurt Zeitgedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Jamben auf die frühen Wirren</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2022 23:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Welch seltsames Gemisch (halt dir die Nase zu) von Veilchenduft und Elendsdung, der noch wie bäurischen Geschickes Ironie ihm an lackierten Schuhen klebt, umschwebt den geckenhaften Schwadroneur. Die Nickelbrille flügelt auf dem Nasenjoch, die schwarze Lederweste schmiegt sich speckig an die Hühnerbrust. Als habe ihm den Blondschopf Meerfahrt ausgebleicht, als tränk das Auge noch Azur, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/iamben-auf-die-fruehen-wirren/">Jamben auf die frühen Wirren</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Welch seltsames Gemisch (halt dir die Nase zu)<br />
von Veilchenduft und Elendsdung,<br />
der noch wie bäurischen Geschickes Ironie<br />
ihm an lackierten Schuhen klebt,<br />
umschwebt den geckenhaften Schwadroneur.<br />
Die Nickelbrille flügelt auf<br />
dem Nasenjoch, die schwarze Lederweste schmiegt<br />
sich speckig an die Hühnerbrust.<br />
Als habe ihm den Blondschopf Meerfahrt ausgebleicht,<br />
als tränk das Auge noch Azur,<br />
und war, ein Hasenherz, doch nie an Hellas’ Strand,<br />
schielt bangend er nach links und rechts,<br />
ob jene auch, auch sie verweilt im Seminar,<br />
und räuspert sich, hat seinen Quark<br />
der Herr Professor Schmidt zum frühen und<br />
zum Marx des Kapitals, dem Bruch<br />
der Episteme, wie’s der Hohepriester aus<br />
Paris, der Gattenmörder, nennt,<br />
breit ausgewalzt, steht ruckend auf, die Brille rutscht,<br />
er schiebt sie nonchalant zurück,<br />
und man vernimmt ein krauses Kauderwelsch,<br />
Adornos Zwielicht-Idiom,<br />
vermengt wie die Satura mit Fruchtallerlei,<br />
im Rausch der Nacht gepflückt<br />
im leider unbewachten Garten Hölderlins,<br />
und radebrecht von Brot und Wein, vom Göttermahl,<br />
dem wahren Bruch der falschen Zeit.<br />
Der ist nicht ganz bei Trost, denkt sich der dicke Schmidt,<br />
ist noch nicht nüchtern in der Früh,<br />
und in der Runde sieht man, wie sie feixen und<br />
die Augen rollen, mancher gähnt,<br />
doch er bleibt unbeirrt, ein trunkener Prophet,<br />
dem Lorbeer kitzelt schon die Stirn.<br />
Doch der verkannte Vates ist ein armer Hund,<br />
hat sich in diesen Vamp verliebt,<br />
ein Schönchen aus den Westend-Villen, die niemals<br />
im Seminar nach ihm geblickt,<br />
ihn keines Worts gewürdigt, wenn er auch, o Scham,<br />
ihr in den Kasten ein Gedicht<br />
geworfen, ohne seinen Namen, Gott sei Dank,<br />
den Philosophendialekt<br />
gepaukt, und seine Mundart ganz zersetzt, verpantscht.<br />
Sie aber wußte es genau,<br />
und hat auf dem Semesterabschlußfest getanzt<br />
mit einem unbebrillten Kerl,<br />
vor seinen Augen, engumschlungen, ihren Schoß<br />
an ihn gepreßt, die Zunge, rot<br />
und lang, ihm grinsend hingestreckt, gestreckt.<br />
O laß es sein, schmink es dir ab,<br />
rät dir der Dichter, der Diotima im Wach-<br />
traum sang, hat auf Susette er auch<br />
geschaut, du liebe selbst die eigne Anima,<br />
die aus dem Dunst der Angst dir steigt.<br />
Und fühlst du noch die Glut, scheu nicht die Einsamkeit,<br />
den Haken, der die Asche schürt.<br />
O schweres Glück, zur Muttersprache heimgekehrt,<br />
zerfällt dir der Jargon der Zeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
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