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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Kindergeplapper lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Kindergeplapper</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Nov 2017 18:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergeplapper lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Kleines Mädchen, es kramt aus seinem Rucksack ein Stofftier, ein wolliges Häschen mit allerliebsten Langohren und funkelnden kleinen Bernsteinaugen: Mein liebes Schnuffelkind, hast du dich wieder mal versteckt, bist ins Dunkel du gekrochen vor dem wilden Lärm der Autos, dem Klingeling der Fahrräder, wolltest du ein bißchen dösen tief in meinem Beutel unter meinem Wolleschmeichelschal, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kindergeplapper/">Kindergeplapper</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kleines Mädchen, es kramt aus seinem Rucksack ein Stofftier, ein wolliges Häschen mit allerliebsten Langohren und funkelnden kleinen Bernsteinaugen:</em></p>
<p>Mein liebes Schnuffelkind,<br />
hast du dich wieder mal versteckt,<br />
bist ins Dunkel du gekrochen<br />
vor dem wilden Lärm der Autos,<br />
dem Klingeling der Fahrräder,<br />
wolltest du ein bißchen dösen<br />
tief in meinem Beutel<br />
unter meinem Wolleschmeichelschal,<br />
als ich mit den andern Kindern<br />
in der Schule hab gemalt<br />
und einen Weihnachtsstern gebastelt,<br />
hast du schön geträumt<br />
im warmen Dunkel<br />
von dem süßen Küchel<br />
aus Mehl und Honig, Ei und Zucker,<br />
das deine Freundin dir gebacken hat?</p>
<p><em>Die Kleine bewegt das Köpfchen des Hasen, als würde er beifällig nicken. Sie brockt von einem Lebkuchen ein Stück ab und tut so, als füttere sie das Häschen.<br />
</em><br />
Sehnst du dich nicht<br />
nach deinen Brüderchen<br />
und Schwesterchen da draußen<br />
im freien grünen Feld,<br />
bist traurig, wenn sie über Gräser hoppeln,<br />
und kennst hier nur den Teppich,<br />
auf dem die blauen Bäche trockne Fäden sind,<br />
und die weichen Kissen meines kleinen Betts,<br />
doch sind sie nicht aus Moos<br />
und duften nicht nach Thymian,<br />
Lavendel oder Rosmarin,<br />
sehnst du dich nicht nach ihnen,<br />
wenn sie hüpfen über Ginsterbüsche<br />
oder schwuppdiwupp,<br />
die Mama hat gerufen,<br />
in ihr Stübchen sausen<br />
im gelben Lehm,<br />
dort hinter dem Kastanienbaum,<br />
und schlafen sie, klopft es auf die Erde,<br />
das sind die dicken braunen Früchte,<br />
mit denen sie gern spielen,<br />
weil sie glatt sind, weil sie glänzen,<br />
dann ist es wieder still in ihrer Höhle,<br />
da pressen sie sich Fell an Fell,<br />
dann ist es warm,<br />
dann ist es schön.<br />
Willst du, mein Herz, zu ihnen<br />
wieder bald zurück?</p>
<p><em>Das Häschen wiegt das Köpfchen zaudernd hin und her und nickt dann seltsam träumerisch.<br />
</em><br />
Willst du lieber bei den Deinen sein,<br />
da saust der Wind ins Fell<br />
und Regen tropft von einem Näschen,<br />
das schimmert feucht,<br />
da bist du immer nah bei Tante Mond,<br />
die geht im Dunkeln gern am Fluß spazieren<br />
und badet ihren großen blonden Schopf darin,<br />
und schaut auch nach den Hasenkindern,<br />
ob sie noch wach sind,<br />
ob sie aus dem Fenster lugen,<br />
da wohnt auch Onkel Kauz<br />
im hohlen Baum,<br />
du siehst, wenn seine Augen glühen im Geäst,<br />
da zieht die Mutter gleich den Vorhang zu,<br />
willst du mit den Geschwistern lieber<br />
mit den Löffeln um die Wette wackeln,<br />
morgens im Ringelreihen den Tau<br />
von Gras und Butterblume schütteln,<br />
willst du, willst du?</p>
<p><em>Das Häschen weiß nicht, soll es nicken, soll es leugnen, es hält das Köpfchen ziemlich schief und ist verlegen. Die Öhrchen baumeln hin und her.<br />
</em><br />
Ach, mein gutes Schnuffelhäschen,<br />
bleib lieber bei der Freundin hier,<br />
kannst mit meinen andern Püppchen spielen,<br />
da ist das weiße Schäflein Wilmeli,<br />
klammerst du dich nur an seine Locken,<br />
trägt es dich ein wenig durch das Zimmer<br />
unter Tische, unter Stühle, ja sogar<br />
auf die Terrasse, wo ein Kätzchen manchmal<br />
Milch trinkt und euch harmlos anfaucht,<br />
da ist das kleine Hündchen Wuffeli,<br />
das dir so gerne zart am Ohre zaust,<br />
da ist die brave kleine Kuh,<br />
Carla heißt sie, ist recht gescheit,<br />
kann auch wie ich für ihre Herzensschar<br />
backen, brutzeln, kleine bunte Cocktails mischen,<br />
und manchmal singt sie euch<br />
ganz wunderliche Liedchen vor<br />
vom Leben auf der Alm,<br />
vom dicken Murmeltier,<br />
das in die Fugen seiner Stube<br />
Kräuterkissen stopft,<br />
und dem stolzen Gemsenbock,<br />
der auf dem Felsen steht und starrt.</p>
<p>Du bleibst doch lieber hier bei mir<br />
und deinen treuen Freunden?</p>
<p><em>Das Häschen nickt wieder beifällig. Die Öhrchen wippen.<br />
</em><br />
Denn draußen ist die Welt so schlecht,<br />
weißt du, in den Wäldern,<br />
unter Disteln, zwischen Holunderbüschen,<br />
die im Regen wie Gespenster schweben,<br />
dort hängen helle Fetzen eines Fells<br />
an spitzen Dornen, weißt du, Kleiner,<br />
da schleicht der Fuchs herum,<br />
wenn die Sonne schlafen geht,<br />
Meister Reinecke genannt,<br />
er schmeichelt gern den Häschen,<br />
wedelt mit dem roten Schweif,<br />
verspricht den Kleinen Leckereien,<br />
die seine Mutter für sie angerichtet<br />
im Festsaal ihrer Felsenburg,<br />
doch wehe den verführten Häslein,<br />
sie erwartet dort nichts Gutes,<br />
denn der Kochtopf,<br />
in den die böse Alte Kräuter rupft,<br />
wartet nur auf sie, die armen.</p>
<p>Du bleibst doch lieber hier bei mir<br />
und deinen treuen Freunden?</p>
<p><em>Das Häschen nickt enthusiastisch, die Öhrchen fliegen.<br />
</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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