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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; komische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Kennst du dich da aus?</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2013 10:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>So lang schon hier herumgegähnt, so manches Haar ward ausgesträhnt – noch immer gilt für Mann und Maus: Da kenn ich mich nicht aus! Dribbdebach wie hibbdebach – alles abgewatschelt, ʼnen Berg von Büchern durchgeknatschelt – noch immer gilt für Mann und Maus: Da kenn ich mich nicht aus! Und fragst du mich: Wie triebst [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kennst-du-dich-da-aus/">Kennst du dich da aus?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>So lang schon hier herumgegähnt,<br />
so manches Haar ward ausgesträhnt –<br />
noch immer gilt für Mann und Maus:<br />
Da kenn ich mich nicht aus!</p>
<p>Dribbdebach wie hibbdebach – alles abgewatschelt,<br />
ʼnen Berg von Büchern durchgeknatschelt –<br />
noch immer gilt für Mann und Maus:<br />
Da kenn ich mich nicht aus!</p>
<p>Und fragst du mich: Wie triebst duʼs doll,<br />
was blieb dein Kopf so leer, das Herz so voll –<br />
noch immer gilt für Mann und Maus:<br />
Da kenn ich mich nicht aus!</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kennst-du-dich-da-aus/">Kennst du dich da aus?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Liebesfladen</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Sep 2013 19:56:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das Hündchen war nicht mehr zu brauchen – tät in der Kühe Fladen tauchen. Die Liebe hat dich überleckt – mit Wollust köstlich abgeschmeckt. Das Hündchen tät nach Kuchen betteln – und ward gefoppt von trunknen Vetteln. Die Liebe hat dich überpudert – die Wollust honigsüß verludert. Das Hündchen wollt ein Täubchen jagen – tät [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebesfladen/">Liebesfladen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Hündchen war nicht mehr zu brauchen –<br />
tät in der Kühe Fladen tauchen.</p>
<p>Die Liebe hat dich überleckt –<br />
mit Wollust köstlich abgeschmeckt.</p>
<p>Das Hündchen tät nach Kuchen betteln –<br />
und ward gefoppt von trunknen Vetteln.</p>
<p>Die Liebe hat dich überpudert –<br />
die Wollust honigsüß verludert.</p>
<p>Das Hündchen wollt ein Täubchen jagen –<br />
tät aufwärts stierend still verzagen.</p>
<p>Die Liebe hat dich schön gemalt –<br />
die Wollust aus den Knöpfen strahlt.</p>
<p>Das Hündchen tät sich wonnig wälzen –<br />
mit Fladens Wärme still verschmelzen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebesfladen/">Liebesfladen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Phantastische Paare II</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-ii/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Sep 2013 15:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Heute: Trude und Poldi Poldi parfümiert mit Lavendeldüften das Klo und tunkt sein stickig Taschentuch in Rosenwasser – als wär erlöst er aus den Grüften seichter Depression und von der Füße Käsgeruch. Gertrud, auch Trude oder Trudchen gern genannt, Trude ist ein flaumen-hummlig Wimperntierchen, das ihren Poldi zu bewimpern ward gesandt und zu berücken mit [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-ii/">Phantastische Paare II</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heute: Trude und Poldi</em></p>
<p>Poldi parfümiert mit Lavendeldüften<br />
das Klo und tunkt sein stickig Taschentuch<br />
in Rosenwasser – als wär erlöst er aus den Grüften<br />
seichter Depression und von der Füße Käsgeruch.</p>
<p>Gertrud, auch Trude oder Trudchen gern genannt,<br />
Trude ist ein flaumen-hummlig Wimperntierchen,<br />
das ihren Poldi zu bewimpern ward gesandt<br />
und zu berücken mit wüstlichen Pläsirchen.</p>
<p>Den Hals umwickelt, die Händ beschuht,<br />
steht mein Trudchen da mit Glühe-Backen:<br />
„Gib mir, mein Poldi, Hut und Blut,<br />
es blies der Herbst mir in den Nacken!“</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-ii/">Phantastische Paare II</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Phantastische Paare I</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Sep 2013 06:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Heute: Koko &#38; Lores Unsre feine Koko war verdrießlich. Fragst du, was sie hat verdrossen? Die Lektüre des Journales war so ungenießlich, sie fühlte sich von Gift und Geifer überflossen. Unser guter Lores fand es saugemütlich, wie mit Regenschauern ihm der Tag erklang. An Grie Soß tat mittags er sich gütlich. Wie sein verbummelt Herz [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare/">Phantastische Paare I</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heute: Koko &amp; Lores</em></p>
<p>Unsre feine Koko war verdrießlich.<br />
Fragst du, was sie hat verdrossen?<br />
Die Lektüre des Journales war so ungenießlich,<br />
sie fühlte sich von Gift und Geifer überflossen.</p>
<p>Unser guter Lores fand es saugemütlich,<br />
wie mit Regenschauern ihm der Tag erklang.<br />
An Grie Soß tat mittags er sich gütlich.<br />
Wie sein verbummelt Herz der Liebsten dann entgegensang!</p>
<p>Koko bringt den Kuchen mit und ihr Schniefen<br />
wider Weltenwaltens wirren Lauf.<br />
Lores läuft der Welten Lauf unter ferner liefen,<br />
knöpft der Knöpfe Knopf ihr auf.</p>
<p>Endlich regnen Küssens Schauer!<br />
Endlich lehrt sie Liebe Mores:<br />
Aug in Auge – flau und flauer.<br />
„Ich dich Koko, du mich Lores!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare/">Phantastische Paare I</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Liebessilbenspiel</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/liebessilbenspiel/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/liebessilbenspiel/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Sep 2013 10:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Abra und Kadabra sind sich herzlich zugetan: Sind au weia! sie einmal mehr als zwei Zeilen voneinder quer- getrennt, kriegt Kadabra einen Stich – hüstelt, schnieft, au weia! niest, dass Gott erbarm, köpft seinen Kad für das Allerwerteste – was du hier liest, heißt liebeskrank – ist Abrakad. Muss denn sein eigen Abra Kadabra sich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebessilbenspiel/">Liebessilbenspiel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Abra und Kadabra sind sich herzlich<br />
zugetan: Sind au weia! sie einmal mehr<br />
als zwei Zeilen voneinder quer-<br />
getrennt, kriegt Kadabra einen Stich –</p>
<p>hüstelt, schnieft, au weia! niest,<br />
dass Gott erbarm, köpft seinen Kad<br />
für das Allerwerteste – was du hier liest,<br />
heißt liebeskrank – ist Abrakad.</p>
<p>Muss denn sein eigen Abra Kadabra sich<br />
aus dem Kopfe schlagen – au weia, au weher!<br />
Sieh, um den liebestollen Silbendreher<br />
schmiegt sich da die schöne Abra buchstäblich.</p>
<p>Sie lieben sich, so du liest: Abrakadabra.</p>
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		<title>Er sprach mit seinem Knie</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Aug 2013 19:12:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bethmannpark, Frankfurt am Main Da tätschelte wer eines seiner Knie und umfasste sanft die Scheibe wie mit feingespreitzten Fingern des Busens volles Maß der Plastiker. Sprach ihm zu das Hätschelknie: „Heute haben wir wieder einander gute Dienste getan. Mensch, lege dich zur Ruh, dein Knie bleibt wach!“ Sprach der Arbeitsmann auf der Parkbank in gestreiftem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/er-sprach-mit-seinem-knie/">Er sprach mit seinem Knie</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bethmannpark, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Da tätschelte wer eines seiner Knie<br />
und umfasste sanft die Scheibe<br />
wie mit feingespreitzten Fingern<br />
des Busens volles Maß der Plastiker.</p>
<p>Sprach ihm zu das Hätschelknie:<br />
„Heute haben wir wieder einander gute Dienste getan.<br />
Mensch, lege dich zur Ruh,<br />
dein Knie bleibt wach!“</p>
<p>Sprach der Arbeitsmann auf der Parkbank<br />
in gestreiftem Flanellhemd und blauer Jeans,<br />
mit Schiebermütze und biegsamen Lederschuhen,<br />
in die Hosentasche gerollt die Zeitung,<br />
der Allerweltsmeinung stumpfes Schwert:</p>
<p>„Mein liebes Knie, du schweige still<br />
am Ende dieses Tags voll Schufterei,<br />
was wärst du denn ohne meinen Herrschersinn,<br />
der ins Weite blickt,<br />
in ferne Ziele überm Horizont,<br />
an die du brav mich führen darfst,<br />
doch ohne meinen Weitblick nie gelangst.“</p>
<p>Sprach das geknickte Knie:<br />
„Würd ich ob deiner schnöden Rede<br />
mich entzünden, kämst du nicht mehr weit,<br />
zögest nach das krumme Bein,<br />
schlepptest hin dein maledeites Sein!“</p>
<p>Sprach der Mützenmann missvergnügt zu seinem Fuß:<br />
„Du füßelst hündisch-wulstiglich mir zu,<br />
mein starker Fuß, tapfer durch die Straßen<br />
dieser bösen Welt trägst du mich frag- und arglos,<br />
du bist meine Hundefuß,<br />
ich schick dir meinen Küssegruß.“</p>
<p>Sprach sinnig drauf der erstgeliebte rechte Fuß<br />
zum Arbeitsmännlein mit der rauhen Werktagshand:</p>
<p>„Mich küssen tätst du nie und nimmer,<br />
so krumm du bist,<br />
so tief krümmst du dich nicht im Traum!<br />
Hab schnell mal acht:<br />
Wenn ich dereinst der Welt und ihrem bösen Drang entsage,<br />
mich ganz verklumpe und verkloße,<br />
und mag nicht mehr das Weite suchen,<br />
weil das gefundene Weite ist so eng –<br />
dann wirf die Mütze hin,<br />
entlass das schorfe Knie<br />
und leg klumpfüßig dich ins faule Bett<br />
der Träumer, Dichter, Sänger –<br />
lieblich-geheimer Quell all deiner Kunst<br />
seien dir die scharfen Bisse meiner Gicht!“</p>
<p>Da schaut der bitterlich verdutzte Kappenmann<br />
mit dunkler Sehnsucht auf die linke Hand<br />
und mit der rechten klopft er ihr<br />
zart auf die holde Maus,<br />
als wolle er sie wecken:</p>
<p>„O traute Fühlungshand, erhebe dich und zeige mir<br />
den Weg aus diesem Labyrinth<br />
hundsföttischen Zwiegesprächs!“</p>
<p>Da hebt die Knorrenhand des Arbeitsmanns<br />
sich träumerisch empor und fächelt<br />
weich die Luft und winkt und winkt –<br />
der alte Mann steht von der Parkbank auf.</p>
<p>Erleichtert eilt er auf den lieben Freund jetzt zu,<br />
auf den er hier gewartet hat.</p>
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		<title>Die weiße Welt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-weisse-welt/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Jun 2013 16:44:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Weiß sind die Flüsse, weiß die Steine, weiß sind die Haare, die Augen, die Lippen, die Zungen sind weiß. Das Oben ist weiß wie das Unten, das Gestern so weiß wie das Morgen, gleich weiß sind Ich und Du. Mit den weißen Zungen schlürfen die Wesen auf weißem Hügel, wie zu Gebeten gereckt zur blühenden [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-weisse-welt/">Die weiße Welt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Weiß sind die Flüsse, weiß die Steine,<br />
weiß sind die Haare,<br />
die Augen, die Lippen, die Zungen sind weiß.</p>
<p>Das Oben ist weiß wie das Unten,<br />
das Gestern so weiß wie das Morgen,<br />
gleich weiß sind Ich und Du.</p>
<p>Mit den weißen Zungen schlürfen<br />
die Wesen auf weißem Hügel,<br />
wie zu Gebeten gereckt<br />
zur blühenden weißen Wolke,<br />
milchige Tropfen Lichts,<br />
Nahrung, die das Hunger-Grau<br />
ihrer qualligen Leiber wieder<br />
ausbleicht und weißt.</p>
<p>Manchmal verfinstert die Wolke sich purpurn.<br />
Ein Wind kommt auf, ein Brausen.<br />
Dann halten die Weißen sich<br />
an den Tentakel-Händen<br />
und summend wiegen sie sich.</p>
<p>Es fallen wie schwarze Tropfen<br />
Rätselworte von der Wolke herab,<br />
und wie Scharen von Schrecken<br />
den weißen Weizen schwärzen –<br />
wird den weißen Wesen schwarz<br />
vor den Schwärmen der Sprüche.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-weisse-welt/">Die weiße Welt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Auf Jenseitspfaden</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/auf-jenseitspfaden/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/auf-jenseitspfaden/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 May 2013 19:20:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wasserläufe, weiß und schwarz, grünliches Rinnen, Bläulich. Geröll verschiebt sich, zerspleißt unter trockenen Blitzen. Flüstern, Züngeln aus purpurnem Schlund gestachelten Lebens. Aufgebuckelter Schild aus Horn, scharfkantige Greifer Sandaufwühlender Gier. Antennen, glühende Punkte, Tastend, äugend nach Klümpchen scharwenzelnden Fleisches. Wackel-Gekrabbel tausender stochernder Füße und Füßchen, Tausender Fühler, partikeldurchstöberte Lüfte erfühlend. Flüstern, Knittern, Schrubben, als würden aus [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/auf-jenseitspfaden/">Auf Jenseitspfaden</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wasserläufe, weiß und schwarz, grünliches Rinnen,<br />
Bläulich. Geröll verschiebt sich, zerspleißt unter trockenen Blitzen.<br />
Flüstern, Züngeln aus purpurnem Schlund gestachelten Lebens.<br />
Aufgebuckelter Schild aus Horn, scharfkantige Greifer<br />
Sandaufwühlender Gier. Antennen, glühende Punkte,<br />
Tastend, äugend nach Klümpchen scharwenzelnden Fleisches.<br />
Wackel-Gekrabbel tausender stochernder Füße und Füßchen,<br />
Tausender Fühler, partikeldurchstöberte Lüfte erfühlend.<br />
Flüstern, Knittern, Schrubben, als würden aus Ritzen der Wände<br />
Rieseln vergipste, gepresste Träume gehässiger Wesen.<br />
Umgestürzt auf die moosigen Panzer zittern sie weiter,<br />
Girren und flirren nach Liebesverdauung, Verdopplung<br />
In ein gespiegeltes Sein. Sie spannen auf tötende Küsse.<br />
Schlafend schwanken an Leuchtkorallen die auswärts gestülpten<br />
Leiber. Aus schluchzenden Drüsen tröpfelt milchige Lymphe.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/auf-jenseitspfaden/">Auf Jenseitspfaden</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Geheimdiplomat auf Abwegen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ein-geheimdiplomat-auf-abwegen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ein-geheimdiplomat-auf-abwegen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 May 2013 16:39:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Epopöe]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1341</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ein Mäuse-Epopöechen Muselrich, Geheimdiplomat in Hintermusien, Diente dem Kanzler, dem Herrn mit der straffenden Gürtel- Spange und immer nervös zitternden Härchen der Nase Willig ergeben. Der Kanzler vertrat die universalen Mäuserechte, allen voran das freie Wispergetümmel Allgemeinen Maustums. Denn grenzenlos sollten sie mausen. Und der alten Sitte von Herkunft und Eigenwüchsigkeit spotten, All der eigentümlichen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ein-geheimdiplomat-auf-abwegen/">Ein Geheimdiplomat auf Abwegen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Mäuse-Epopöechen</em></p>
<p>Muselrich, Geheimdiplomat in Hintermusien,<br />
Diente dem Kanzler, dem Herrn mit der straffenden Gürtel-<br />
Spange und immer nervös zitternden Härchen der Nase<br />
Willig ergeben. Der Kanzler vertrat die universalen<br />
Mäuserechte, allen voran das freie Wispergetümmel<br />
Allgemeinen Maustums. Denn grenzenlos sollten sie mausen.<br />
Und der alten Sitte von Herkunft und Eigenwüchsigkeit spotten,<br />
All der eigentümlichen Zungen der Heimat vergessen.<br />
Mausesperanto erlernen fürs Gerede ohne den Herzton,<br />
Schöne Phrasen, die alle kapieren, doch keiner bestehn mag.</p>
<p>Muselrich, hochdekoriert mit dem Bauchgebinde aus Purpur,<br />
Silberplättchenband um das heikel verschlungene Schwänzchen,<br />
Alles für Mühen, Tränen und perlenden Schweiß in dem Kampfe<br />
Wider den Ungeist der Zeit, die Verfemung, Verspottung<br />
Wüstentümlichen Maustums, das nicht so artig zu fiepen<br />
Wusste wie Mäusel und Mutz, sondern flirrend-girrenden Sound aus<br />
Öden, Eilanden, Mausmetropolen des Südens und Ostens<br />
Hintermusien eingebrockt hat. Muselrich wusste: Die Urmaus<br />
Lebt und webt in uns allen, so hat sie der ewige Schöpfer<br />
Eingeblasen mit mächtigem Fiep auf immer und ewig.<br />
So galt Muselrichs ganze Kraft dem edlen Geschäfte,<br />
Bild und Geist der Urmaus zu wahren, das Zerrbild zu tilgen.</p>
<p>Also geschahʼs, dass die Order erging, es habe im Amte,<br />
Hurtig sich einzufinden im hohen Hause der Mäusel<br />
Muselrich. Der kam im Barett und gescheuerten Stiefeln,<br />
Schritt behend durch den hohen lichtdurchfluteten Saale<br />
Zu dem feinen Herrn mit der Gürtelspange. Der lächelt<br />
Hold ihn an, die Härchen der Nase zitterten mutvoll,<br />
Und er reicht ihm, in duftiges Leder gebunden, versiegelt,<br />
Auf dem Frontispiz prangt der Urmaus schimmerndes Abbild,<br />
Einen Folioband, strotzend von Mäusegesetzen<br />
Und Paränesen, flammend-verdammend, von Kanzlers<br />
Eigener Handschrift. „Den giltʼs, mein Muselrich“, hub er<br />
An mit fiepender Stimme, „unbeschadet über die Grenzen<br />
Nach dem feindlichen Mausetanien zu bringen, zu tragen<br />
Vor den krustierten Federthron der schamlosen Mäusin,<br />
Feindin des freien Mäusetums, Tyrannin und Götzin<br />
Sklavischer Sitten und üppig verschwendeten Reichtums,<br />
Gütern, die schrundige Pfoten und sehnige Glieder der Armen<br />
Für das Kitzelgelüst und den Sinnenrausch der Verderbten<br />
Schmählich geschuftet. Meuchelmuse muss von nun an<br />
Lassen die Höhnung und die Verletzung der universalen<br />
Mäuserechte. Lassen muss die Tyrannin von der Versklavung<br />
Eigenen Volks, Verprassen von Gütern der Mäuseproleten.</p>
<p>Nimmt die Herzlose, gerechten Maustums Entwöhnte, nicht Wille,<br />
Nicht Verstand in die öligen Pfötchen, siegelt mit eigenen Pfoten<br />
Diesen Band mit den heiligen Rechten der Urmaus nicht willig,<br />
Musst, lieber Muselrich, mit harten Sanktionen du drohen:<br />
Wir sind in Waffen, gilt es die Würde und Freiheit des Maustums!“</p>
<p>Muselrich strebte geschwollener Brust zum Ausgang des Saales,<br />
Seiner hohen Mission Würde und kitzlige Botschaft<br />
Mäuselmam und den lieben Kleinen zu Hause zu künden.<br />
Das gab ein Schwänzeln und Tänzeln, ein freudiges Nas-an-Näschen-<br />
Reiben, ein Schulterklopfen und ach ein schmerzliches Scheiden.<br />
Muselrich blickt noch einmal zurück: Betränt sind die Äuglein<br />
Der geliebten Mäusin, die Kleinen verhuscht unter der Schürze<br />
Mamas, und von innen die verlöschenden Kerzen des Abschieds<br />
Leuchten überm bescheidenen Glanze biederen Maustums.</p>
<p>Glühend, wahnsprühend rollt die Sonne über die Wüste<br />
Mausetaniens. Schlangen, gelb-rötlich gestreift, und schuppige<br />
Echsen schlüpfen und huschen im Sand. Gespaltene Zungen<br />
lecken an brandigem Blattwerk, brüchige Hufe, gespreizte<br />
Krallen durchritzen gierig die rissige Kruste nach Wasser.<br />
Lebens wollüstige Bilder halluzinieren an jedem<br />
Horizont, an jeder Grenze und Schwelle die Wesen<br />
Mausetanischen Lands. So lebt das uralte Maustum<br />
Stolz, hoffärtig, berauscht am Ruhme siegreicher Ahnen<br />
Und dem Glanz, dem Purpurdunst des mausischen Hofstaats,<br />
In den dunklen Gängen, erhaben gewölbten Hallen<br />
Unter dem brennenden Sand. Hier siehst du ein Wunder der Künste<br />
Ragend zum künstlich besternten Rund, aus mauszarten Knochen<br />
Zierlich gefügt, von fächelnden Federn umhüllt, den ererbten<br />
Heiligen Thron der hymnisch gerufenen Götzin<br />
Meuchelmuse. Von ihrem Hofstaat geleitet, nimmt sie<br />
Huldvoll Platz, sie reckt das glückliche Pfötchen ins Leuchten<br />
Tausender Fackeln, es leuchtet der Ring mit dem köstlichen Mondstein.</p>
<p>Den zu küssen mit bravem Knicks und spitzigen Lippen<br />
Kommt nun Mäusin und Maus, aufsingen des staatlichen Chores<br />
Weltberühmte Stimmen und vielbeklatscht die Eunuchen,<br />
Mäusekastraten, den Feinden Hintermusiens als Knaben<br />
Meuchlings geraubt und am Hofe geweiht dem höheren Zwecke,<br />
Fein und rein, verwegen schwellend den Ruhm zu singen<br />
Meuchelmuses, der Herrin. Auf Hälmchen, hohlen Vogel-<br />
Knöchelchen, Muschelhörnchen zupfen und geigen und blasen<br />
Mausetaniens musische Mäusesöhne und -töchter.<br />
Nun steigen duftig-zuckrige Töne auf, erglänzen<br />
Perlenbesetzte Schühchen, das Ballett der schimmerndsten Schönen<br />
Wallt über die blütenbesamten Decken des blauenden Saales.<br />
Keck die Hofzwergenmäuse springen jodelnd dazwischen.</p>
<p>Nun wird perlendes Nass aus Bechern grünen Kristalles,<br />
Wird in geschnitzten Schalen der Nuss der Tau von den Blumen,<br />
Violenpollen, der Orchideen Säfte kredenzt. Dazu reicht man<br />
Beeren, Nachtigalleneier, Samenkörner der Hirse und Gerste.<br />
Mehr und mehr steigt der Kastraten Singsang, des Chores Gesummse,<br />
Steigen die Säfte, die lieblichen Mächte zu Herzen, zu Köpfchen<br />
Meuchelmuse und allen festlich Gestimmten. Da zeigt sich die Herrin<br />
Weichen Sinns und benetzter Wange beim Seufzen des Liedes,<br />
Das ihr kniend Rotmaus, der armenische Sänger entbietet.<br />
Wohlig reckt sie die Füßchen, die mit Troddeln lockenden Beinchen,<br />
Reibt das rosige Pöchen auf dem rosenblättrigen Pfühle.<br />
Blitzender Finger schnippt, und leise senkt sich der Vorhang,<br />
Wie die samten enthauchende Nacht, wenn die Irisblume des Himmels<br />
Letzte Strahlen gegönnt und dem Mondlicht ergeben sich hinbeugt.</p>
<p>Hierhinein, in den Abgrund entbundener Sinne und unkeuschen Schnalzens,<br />
Musste Muselrich es verschlagen, den biederen Mäusel.<br />
Doch geröteter Wange waltet er streng seines Amtes,<br />
Lässt den voluminösen Band der gerechten Sprüche<br />
Mäuserechtlicher Wahrheit rollen auf einem Wagen<br />
In den Feenpalast der mausetanischen Herrschaft.<br />
Wie die Feenmäuschen glotzen, es versagen stimmlich<br />
Rotmaus und Kastraten, Chor und Orchester verstummen.<br />
Schrilles Fiepen hinter wollustwogendem Vorhang bricht ab jetzt:<br />
Durch einen Schlitz aufblitzen der stolzen Königin Äuglein,<br />
Und die Herrin zeigt sich gelassen, entbietet gar höflich<br />
Grüße und Küsse der Hand. Das Preisen des weisen Geschenkes,<br />
Sinnreich vorgetragen vom Gast, unterbricht sie ironisch,<br />
Schnippisch das Pfötchen flaggend. Balsam der Stille dem Gast sei,<br />
Ausgedörrt von Wüstenpfaden und diplomatischem Hochsinn,<br />
Angediehen. Geleitet wird zagen Mutes die biedere Graumaus<br />
Zu den hintern Gemächern, verkleidet mit Schuppen der Echse,<br />
Mit den Flammenhäuten der Schlange bedeckt. Dort soll er<br />
Müßig harren der kommenden Dinge und derweil sich gütlich<br />
Tun an den Düften, Salben und Diensten gehobenen Luxus.</p>
<p>Und so kommtʼs, wie es kommen musste: Die rosige Zofe<br />
Muselmohn nimmt seiner sich an, sie knöpft ihm den lästigen<br />
Diplomatenlatz auf und streckt die plustrigen Daunen<br />
Ihm unter dankbaren Rücken. Wie sie sich beugt über die Stirne<br />
Ganz hingekuschelten Mäusrichs und er gewahrt die rosige Ründe<br />
Sich entzünden in tiefem Dekolleté der leise summenden Zofe,<br />
Da beginnen die Mausheitsträume zu blassen, die Sprüche,<br />
All die geharnischten edlen Formeln, sie kringeln sich plötzlich<br />
Anmutvoll wie das ihn umschlängelnde Schwänzchen der schönen<br />
Dienerin. Strenge Weisheit will feiern. Was Sklaven! Was Hofstaat!<br />
Hier doch rauschen die Feste, die Herzen schwimmen in süßen<br />
Illusionen, Musik ist der Tugenden höchste und schönste.</p>
<p>So vergaß unter den duftenden Pfötchen der Liebe, bei sinnen-<br />
Frohen Festen in illuminierter Grotte der Mausrich<br />
Seines Auftrags, des hohen Amtes, der universalen Geltung<br />
Mäuslicher Rechte und Pflichten. Der Heimat vergaß er,<br />
Neuen Sehnens Düfte ließen ihm Gattin und Kinder<br />
Fern entrücken. Als Mundschenk der Königin lebte dahin er,<br />
Hymnen verfasst er der Herrschaft des Schönen, des lieblichen Rausches.</p>
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		<title>Mäusemär</title>
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		<pubDate>Thu, 23 May 2013 09:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mäusepaps ist spät erwacht – hat wieder Biers genossen. Mäusemam kat Kuchen bracht, mit Zucker übergossen. Die Kleinen krabbeln in sein Bett und zupfen seine Härchen: „Papachen, bitte sei so nett, erzähl noch mal das Märchen!“ „Es war einmal ein wilder Katz, der pirscht im finstern Walde. Er ist so wild, er ist voll Hatz, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mausemar/">Mäusemär</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mäusepaps ist spät erwacht –<br />
hat wieder Biers genossen.<br />
Mäusemam kat Kuchen bracht,<br />
mit Zucker übergossen.</p>
<p>Die Kleinen krabbeln in sein Bett<br />
und zupfen seine Härchen:<br />
„Papachen, bitte sei so nett,<br />
erzähl noch mal das Märchen!“</p>
<p>„Es war einmal ein wilder Katz,<br />
der pirscht im finstern Walde.<br />
Er ist so wild, er ist voll Hatz,<br />
sein Auge glüht im Walde.</p>
<p>Sein Auge glüht im Wald so sehr,<br />
es tut die Mäusel bannen.<br />
ʼs Mäusel hat kein Kraft nicht mehr,<br />
magʼs Pfötchen nicht mehr spannen.</p>
<p>Da packt der Katz die Zittermaus<br />
grad hinten in dem Nacken.<br />
Schlepptʼs für die Katzerln heim nach Haus,<br />
die dürfenʼs picken und packen.</p>
<p>Oder der Böse wirftʼs tot ins Grab,<br />
allwo der Götz tät thronen.<br />
Wo manche Maus dem Götzen starb,<br />
möcht keine Maus verschonen.</p>
<p>Dem großen Götz aus Lehm und Bein<br />
wohl einmal wundersam<br />
die weiße Maus Schneepfötilein<br />
mit großem Raub entkam.</p>
<p>Hellichten Tags lief ʼs Schneepfötlein<br />
vor die Nasʼ der Katzen<br />
zum unheiligen Götzenhain,<br />
die Katzen machten Fratzen.</p>
<p>Des Felles Schnee, der Schnee gar rein,<br />
hat sie so narr geblendet,<br />
da hatʼs dem Götz ʼnen Glimmaugstein<br />
frechlings außerwendet.</p>
<p>Und schaut, ihr Lieben, was ich hier hab!“<br />
Ein Vorhang tät sich lösen:<br />
Da funkelt, den der Ahn ihm gab,<br />
der Augenstein des Bösen.</p>
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		<title>Allwo sie hausen und mausen</title>
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		<pubDate>Wed, 22 May 2013 10:27:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Kommt das Mäusel gelaufen, sein voller Ranzen hüpft. Du hörst es pfeifen und schnaufen, ein Pfötlein das Kleidchen lüpft. Das Mäusel tät gut schwitzen – doch mütterlich schwillt das Herz, siehtʼs aus dem Löchlein blitzen die Äugelchen himmelwärts. Das kribbelt und hibbelt, will lecken, naschen und küssen zugleich. Das Mäusel tät alle benecken mit Nasenstüberchen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/allwo-sie-hausen-und-mausen/">Allwo sie hausen und mausen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kommt das Mäusel gelaufen,<br />
sein voller Ranzen hüpft.<br />
Du hörst es pfeifen und schnaufen,<br />
ein Pfötlein das Kleidchen lüpft.</p>
<p>Das Mäusel tät gut schwitzen –<br />
doch mütterlich schwillt das Herz,<br />
siehtʼs aus dem Löchlein blitzen<br />
die Äugelchen himmelwärts.</p>
<p>Das kribbelt und hibbelt, will lecken,<br />
naschen und küssen zugleich.<br />
Das Mäusel tät alle benecken<br />
mit Nasenstüberchen weich.</p>
<p>„Wollt Mäusepaps ihr nicht holen?“<br />
Die Kleinen recken sich brav.<br />
„Papachen hat sich aufs Sofa gestohlen<br />
für seinen Schönheitsschlaf!“</p>
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		<title>Neulich hab ich den Dings gesehen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/neulich-hab-ich-den-dings-gesehen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/neulich-hab-ich-den-dings-gesehen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 May 2013 18:32:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>„Wie hieß der noch mal?“ „Mensch, ist die dick geworden! Ist die immer noch mit dem Dings zusammen?“ „Die war doch damals ganz vornehm dabei!“ „Die diskutiert nicht, die hat recht.“ „Mensch, ist die dick geworden!“ „Der Alte hat sie sitzen lassen.“ „Blödsinn, die hat ihm ʼnen Schubs gegeben, von wegen Suff, Führerscheinentzug und so.“ [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/neulich-hab-ich-den-dings-gesehen/">Neulich hab ich den Dings gesehen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal">„Wie hieß der noch mal?“<br />
„Mensch, ist die dick geworden!<br />
Ist die immer noch mit dem Dings zusammen?“</p>
<p>„Die war doch damals ganz vornehm dabei!“<br />
„Die diskutiert nicht, die hat recht.“<br />
„Mensch, ist die dick geworden!“</p>
<p>„Der Alte hat sie sitzen lassen.“<br />
„Blödsinn, die hat ihm <span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>nen Schubs gegeben,<br />
von wegen Suff, Führerscheinentzug und so.“<br />
„Da kann die ruhig dick werden.“</p>
<p><i>O, der Schönheit edle Düfte,<br />
da dein Sommer sich geneigt<br />
über deines Herzens Klüfte<br />
mit den Myrten, weich verzweigt.<br />
</i><br />
„Die kriegt im Bett den Hals nicht voll.<br />
Für die Prada-Täschchen hält sie sich den Alten.<br />
Nachts schleicht sie rüber zu ihrem jungen Hengst.<br />
Den melkt die bis zum Morgengrauen.“</p>
<p>„Das solltest du dem Alten stecken.<br />
Dann triffst du sie bald bei der Arge.“<br />
„Quatsch, die angelt sich gleich <span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>nen Dummen,<br />
der ihr die Titten straffen lässt.“</p>
<p>„Die war doch mit dem Dings zusammen,<br />
du weißt, den mit der Hasenscharte.“<br />
„Mann, der ist doch längst krepiert. Prostata.<br />
Klar, hat keinen mehr hochgekriegt.<br />
Hat ihn kalt abserviert. Hat sich totgesoffen.“<br />
„Wie hieß der noch mal, der Dings?“</p>
<p><i>O, der Schönheit edle Düfte,<br />
da dein Sommer sich geneigt<br />
über deines Herzens Klüfte<br />
mit den Myrten, weich verzweigt.</i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/neulich-hab-ich-den-dings-gesehen/">Neulich hab ich den Dings gesehen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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