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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Meditatio mortis lyrische Gedichte religiöse Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Meditatio mortis</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2016 07:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>In die Dämmerung gesprochen Wird alles zerreißen wie eine Bahn sich bauschender Seide, und ihr Knistern und Prasseln vernimmst du noch eben, nicht aber mehr den rauschenden Riß? Oder fällt der eiserne Vorhang wie ein Schafott durch die Handlung, und das Knacken und Knirschen der besessenen Knochen und eines letzten Zweigs unerblühten Gefühls bleibt dir [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/meditatio-mortis-2/">Meditatio mortis</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>In die Dämmerung gesprochen<br />
</em><br />
Wird alles zerreißen wie eine Bahn<br />
sich bauschender Seide,<br />
und ihr Knistern und Prasseln<br />
vernimmst du noch eben,<br />
nicht aber mehr den rauschenden Riß?</p>
<p>Oder fällt der eiserne Vorhang<br />
wie ein Schafott durch die Handlung,<br />
und das Knacken und Knirschen<br />
der besessenen Knochen<br />
und eines letzten Zweigs unerblühten Gefühls<br />
bleibt dir zu hören erspart?</p>
<p>Vielleicht gleiten wir dann auf Jenseits-Teichen<br />
wie das abgefallene Blatt einer Maske<br />
und kreisen und trudeln ein wenig<br />
nach dem weichen Katarakt des Übergangs<br />
in die stillere Zone, wo uns Kühle bespült,<br />
die aus der fernen Frische des Ursprungs quillt.</p>
<p>Vielleicht gleiten wir dann wie das Rosenblatt<br />
bis in die Mitte der Nacht, wo wir verhalten schweben,<br />
und unter dem fahlen Blick eines Jenseits-Monds<br />
zittern noch einmal die Wimpern an blumigem Lid.</p>
<p>Doch abgelöst wie die Maske vom warmen Fleisch<br />
denken wir nicht aus dem Blut und der Lymphe der Angst,<br />
wir ziehen entrückt mit Wolken auf farbigem Glas,<br />
sprechen dem Winde nach, der die Birke nicht meint,<br />
aber rührt. Und ihr silberner Tanz ist die Freude des Lichts.</p>
<p>Und die nicht sich lösen und fallen wie Frucht,<br />
gereift für anderen Anfang, der Odem Gottes<br />
reißt sie mit sich, Seelen, die am Gesicht des Schreies<br />
kleben, und der inständige Ruf des Engels<br />
läßt sie zerknittern und wie harte Borke zurück.</p>
<p>Oder wir gehen noch eine Weile den Pfad<br />
abschüssigen Traums, und die Zweige wiegen<br />
statt Blüten kristallene Augen, die blauen Messer<br />
ihrer Blicke schneiden durch unser Nebelgesicht,<br />
und wir bluten nicht.</p>
<p>Und jene, sieh, die dir den Krumen der Liebe brach,<br />
ihre Stirn trug die prophetische Narbe,<br />
und ihr Schoß weinte um dich,<br />
den schlangenhaft züngelnden Sohn,<br />
sie furcht, eine erkaltete Erinnye,<br />
durch dich wie durch abgeschöpften Rahm.</p>
<p>Jene aber mit den Augen des Kinds,<br />
geweitet vom Licht der Lagune,<br />
die dir mit weichen Tränen<br />
das schmerzende Rätsel gekühlt,<br />
suchst du vergebens mit dem Schattenmund<br />
zu rufen mit Namen und einem kosenden Wort.</p>
<p>Vielleicht kehrt uns wie dürrer Spelt<br />
ein emsiger Engel mit harten Reisern<br />
auf der hohen Tenne zusammen<br />
und entzündet im kalten Hof,<br />
wo die Büßer lange harren,<br />
ihnen ein wärmendes Feuer,<br />
unser letzter, unser einziger Dienst.</p>
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