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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Mit deinen treuen Augen Liebesgedicht Gedicht über Koblenz Gedicht über Frankfurt</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Mit deinen treuen Augen</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2015 20:34:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mit deinen treuen Augen Liebesgedicht Gedicht über Koblenz Gedicht über Frankfurt]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Suchst du mit deinen treuen Augen mich noch unterm heiklen Flügelschlag des Dämmerns? Mit deinen hellen Kinderaugen im Wahngestrüpp der Nacht? Auf dem Schneefeld war ich nicht – ein lenzlich schmatzend Schmelzen legte schon der Wahrheit schwarze Krumen bloß. Im Schatten-Geschiebe des Flohmarkts dribbdebach, da war ich nicht – oder war ich das Schaukelpferd, das [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mit-deinen-treuen-augen/">Mit deinen treuen Augen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Suchst du mit deinen treuen Augen<br />
mich noch<br />
unterm heiklen Flügelschlag des Dämmerns?<br />
Mit deinen hellen Kinderaugen<br />
im Wahngestrüpp der Nacht?</p>
<p>Auf dem Schneefeld war ich nicht –<br />
ein lenzlich schmatzend Schmelzen<br />
legte schon der Wahrheit schwarze Krumen bloß.</p>
<p>Im Schatten-Geschiebe des Flohmarkts<br />
dribbdebach,<br />
da war ich nicht –<br />
oder war ich das Schaukelpferd, das einsame,<br />
dem Stroh aus aufgeplatztem Schädel spross?<br />
Hat es nicht scheu gewippt,<br />
als du vorübergingst?</p>
<p>Suchst du mich noch<br />
mit deinen hellen Kinderaugen?</p>
<p>Sogar im lilafarbnen Hochamt<br />
zu St. Johann in Metternich<br />
hast du mich gesucht –<br />
aus dem Beichtstuhl kippte die Leiche<br />
einer Schuld des ungesagten Du –<br />
o nein, das war ich nicht.<br />
Ich war vielleicht das Mäuschen,<br />
das beim großen Krachen des Te Deum<br />
die Äuglein kniff und in sein Stübchen floh.</p>
<p>Hast du mich auch gesucht<br />
mit deinen lieben Augen<br />
in dem verwunschnen alten Garten,<br />
dort unterm Kimmelberg?</p>
<p>War der Schatten, den du behend durchschrittst,<br />
den warf der Strunk der abgehaunen Eiche,<br />
das Gespenst des Pan – etwa ich?</p>
<p>Oder war, als du im Bethmannpark gesucht,<br />
im Duft der frühen Veilchen,<br />
der deine Lippen warm umfloss, etwa ich?</p>
<p>Suchst du noch mit deinen treuen Augen,<br />
ob auf krokustrunknem Ranft<br />
des Fechenheimer Mains<br />
manch hingebogner Halm<br />
von meinen krummen Träumen spricht?</p>
<p>Ob im blauen Atrium<br />
der schattigen Kastanie<br />
im Wonneplausch des Brünnchen<br />
des Wassers banges Zögern<br />
den Liebeshauch enthält?</p>
<p>Suchst du mit deinen treuen Augen<br />
mich noch<br />
unterm heiklen Flügelschlag des Dämmerns?<br />
Mit deinen hellen Kinderaugen<br />
im Wahngestrüpp der Nacht?</p>
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