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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; O Staub der uns ernährt lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>O Staub, der uns ernährt</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Sep 2018 11:50:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[O Staub der uns ernährt lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Mensch dort fällt mit seiner Einkaufstasche in die dunkle Kiste eines irren Puppenspielers. Das Nächste ist uns fremd auf dieser fremden Erde, wo wir zu Hause und verloren sind. Das Tier, es blickt durch uns hindurch wie durch die zitternden Spiegelbilder auf den blauen Wogen der Wüstenluft. Der Wind kennt nicht die Gräser, die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/o-staub-der-uns-ernaehrt/">O Staub, der uns ernährt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Mensch dort fällt mit seiner Einkaufstasche<br />
in die dunkle Kiste eines irren Puppenspielers.<br />
</em><br />
Das Nächste ist uns fremd<br />
auf dieser fremden Erde,<br />
wo wir zu Hause und verloren sind.</p>
<p>Das Tier, es blickt durch uns hindurch<br />
wie durch die zitternden Spiegelbilder<br />
auf den blauen Wogen der Wüstenluft.</p>
<p>Der Wind kennt nicht die Gräser,<br />
die er beugt, kennt nicht die Düfte,<br />
die er weht von einem Garten<br />
im Blütenfeuer der Abendsonne<br />
in das Fenster eines Krankenhauses.</p>
<p>Der Wind verweht das süße Lied,<br />
das aus dem Dornendickicht steigt<br />
aus eines kleinen Vogels kleiner Kehle,<br />
und der Trunkenbold, der es im Halbschlaf<br />
stumpfsinnig lächelnd noch vernahm,<br />
ahnt in seinem kalten Rausch<br />
nichts von zerstreuten Federn<br />
und dem kleinen Vogelschädel,<br />
der im Mondlicht schimmert.</p>
<p>Ein flacher Kieselstein,<br />
von einem Kind voll Übermut<br />
über die Wasserfläche hingeschnellt,<br />
hüpft unser Leben<br />
dreimal, viermal, fünfmal<br />
in der Sonne glitzernd<br />
auf und nieder.<br />
Gleichgültig schaut das Kind,<br />
wie der Stein versinkt.</p>
<p>Das Sternenlicht ist auf dem Nachttisch<br />
feiner Staub.</p>
<p>O Staub, der uns ernährt,<br />
Erinnerung!</p>
<p>Ich hab mit einem Taschentuche lang gewinkt,<br />
als sich die Tür der Heimat<br />
hinter dir für immer schloss,<br />
und dieses weiße Taschentuch<br />
flatterte wie ein Schmetterling<br />
über deinem Haupte, als du schliefst,<br />
es flattert wie ein Kohlweißling<br />
über deinem Namen auf dem Grab.</p>
<p>&nbsp;</p>
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