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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Ophelias Gesang lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Ophelias Gesang</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Mar 2019 13:55:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ophelias Gesang lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie Lilien auf dem Wasser treibst du hin, ein heller Riß geht über deinem Schoß durchs grüne Glas der Nacht, und das wie Seufzer weich gelockt, umsonst schlingt sich dein Haar um Finger hingeneigter Weiden. Dein Dämmerlicht glimmt fort, wie eine Wunde schwärt und nicht vernarbt, ein Flecken von erbrochener Milch, ein fahler Mond, der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ophelia-2/">Ophelias Gesang</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Lilien auf dem Wasser<br />
treibst du hin,<br />
ein heller Riß<br />
geht über deinem Schoß<br />
durchs grüne Glas der Nacht,<br />
und das wie Seufzer weich gelockt,<br />
umsonst schlingt sich dein Haar<br />
um Finger hingeneigter Weiden.</p>
<p>Dein Dämmerlicht glimmt fort,<br />
wie eine Wunde schwärt<br />
und nicht vernarbt,<br />
ein Flecken von erbrochener Milch,<br />
ein fahler Mond,<br />
der durch das Gras der Träume kriecht.</p>
<p>Du bist dem Dichter wie ein Gerstenkorn<br />
am schlaffen Augenlid,<br />
und trinkt er auch und trinkt<br />
den trüben Dunst des Mohns,<br />
um deiner Brüste Schnee,<br />
der keinem Kusse schmilzt,<br />
um deines Schwanenliedes Flaum,<br />
der schnödem Mund sich sträubt,<br />
in Schlafes schwarze Öl zu tauchen,<br />
wenn eigner Schrei ihn weckt,<br />
so brennt es ihm erneut<br />
am alten Schmerzensbild.</p>
<p>Wie Licht von Anemonen<br />
geistert deine Seele<br />
durch das Schilf der Nacht,<br />
und wenn das Dunkel schluchzt,<br />
als regten sich im Schlaf<br />
Gesanges Flügel,<br />
ist es, das niemals schläft,<br />
dein Herz,<br />
das Schwester Qualle singt<br />
vom schönen Wahn des Bluts.</p>
<p>&nbsp;</p>
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