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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Pfiffikus träumt komisch-groteske Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Pfiffikus träumt</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2016 22:22:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Pfiffikus träumt komisch-groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Pfiffikus blieb lange wach, zu viel Kaffee macht ihm Brausen zwischen seinen Schläfen, und wenn er denkt an all die scheuen Islandpferdchen, die jetzt den Mond anglotzen oder ihre Mähne schütteln, weil es regnet, wird ihm so weich das Herz, wie ein Dotter zittert es in dünner Schale, o, so dünn ist diese Haut, ein [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/10273/">Pfiffikus träumt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Pfiffikus blieb lange wach,<br />
zu viel Kaffee macht ihm Brausen<br />
zwischen seinen Schläfen,<br />
und wenn er denkt an all<br />
die scheuen Islandpferdchen,<br />
die jetzt den Mond anglotzen<br />
oder ihre Mähne schütteln,<br />
weil es regnet, wird ihm so<br />
weich das Herz, wie ein Dotter<br />
zittert es in dünner Schale,<br />
o, so dünn ist diese Haut,<br />
ein Bienchen sticht sich durch,<br />
der Stachel eines Igels,<br />
es platzt das Lebensei, und pustet<br />
frech der Wind, schon rollt es,<br />
rollt zum Abgrund an die Kante<br />
dieses kurzen Küchentischs,<br />
dieses flachen Lebens – schwupp,<br />
er hörtʼs noch klatschen fern,<br />
fern in einem anderen Traum.</p>
<p>Komm sei pfiffig, Pfiffikus,<br />
dreh dich auf die andre Seite,<br />
dort wird der Traum ein andrer sein,<br />
wenn er hört das süße Lied<br />
von der Insel zu ihm wehen,<br />
Insel-Blume, weiß auf grünem Meer,<br />
da glüht das Herz ihm ohne Schale,<br />
schlürft die Tropfen blauen Winds,<br />
gähnt Lust sich aus Lagunenschwüle,<br />
Echse auf der heißen Mauer<br />
südlich honigwarmer Lüfte,<br />
und die Augen sind nur Schlitze,<br />
wenn die Sonne brütet Schlaf.<br />
Echslein kriecht auf trocknem Moos<br />
auf des Lebens schmalem Sims<br />
nach dem Schatten einer Distel,<br />
und die Distel gibt ʼnen Stich – schwupp,<br />
er hörtʼs noch klatschen fern,<br />
fern in einem anderen Traum.</p>
<p>Komm sei pfiffig, Pfiffikus,<br />
dreh dich auf die andre Seite,<br />
dort wird der Traum ein andrer sein,<br />
wenn in einer Sommerlaube<br />
Mücken tanzen, Mäuse wispern,<br />
und ein blondes Kind vom Busen<br />
pflückt die rote Anemone,<br />
wie sie wiegt in warmer Hand<br />
dieses holde Blumenköpfchen,<br />
fühlt er weich die Liebe säumen<br />
durch sein blütenkitzlig Haar,<br />
fühlt den ersten Kuß, der weckt,<br />
einmal und für immerdar,<br />
seines kleines Lebens Licht,<br />
wie es flackert, wie es knistert.<br />
Erst ist es süßer Schmerz,<br />
wenn das Kind ein Blättchen rupft,<br />
und beim nächsten tutʼs dann weh,<br />
doch beim dritten wird ihm flau.<br />
„Liebt mich, liebt mich nicht,<br />
liebt mich, liebt mich nicht!“<br />
Und beim letzten „Liebt mich nicht!“<br />
packt ihn die kleine Furie – schwupp,<br />
packt den tumben Stummel seines Lebens,<br />
die häßlich ausgerupfte Liebe,<br />
und wirft ihn barsch ins Eck<br />
zu den erschrocknen Mäusen,<br />
die still aus ihren Löchern äugen.</p>
<p>Komm sei pfiffig, Pfiffikus,<br />
dreh dich auf die andre Seite,<br />
dort wird der Traum ein andrer sein &#8230;</p>
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