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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Rauschen versickern lyrische Gedichte philosophische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Rauschen, versickern</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Nov 2019 23:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rauschen versickern lyrische Gedichte philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie könnt es ein Lächeln geben ohne Augen und Mund, Gesichtes Wahrheit am menschlichen Körper, doch lächelt kein Körper, sondern ein menschliches Wesen. Ist Lächeln wie Weinen Ausdruck seelischen Lebens und kann verleibt nur lächeln der Mensch, so wissen wir, Plato lag falsch, unkörperlich ist keine Seele. Wie könnt es Gedanken geben ohne die Zeichen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/rauschen-versickern/">Rauschen, versickern</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie könnt es ein Lächeln geben ohne Augen<br />
und Mund, Gesichtes Wahrheit am menschlichen Körper,<br />
doch lächelt kein Körper, sondern ein menschliches Wesen.</p>
<p>Ist Lächeln wie Weinen Ausdruck seelischen Lebens<br />
und kann verleibt nur lächeln der Mensch, so wissen<br />
wir, Plato lag falsch, unkörperlich ist keine Seele.</p>
<p>Wie könnt es Gedanken geben ohne die Zeichen<br />
für richtig und falsch, den falschen Satz verneinen,<br />
den wahren bejahen wir sprachbegabten Tiere.</p>
<p>Ist Reden wie Denken Ausdruck gemeinsamen Lebens<br />
und werden in Zeichen Gedanken sichtbar, so wissen<br />
wir, fehl ging Descartes, rein innerlich ist kein Gedanke.</p>
<p><strong>*</strong></p>
<p>Wir leben die Jahreszeiten der Seele, wurzelnd<br />
im Mutterboden der Sprache, fruchtend, verdorrend.<br />
Gefrorene Quellen unterm Bogen wechselnder Monde</p>
<p>sind ausgesetzt wir auf verschneiten Gipfeln des Schweigens.<br />
Kommt gütig der Strahl und taut uns, rinnen wir rauschend<br />
einander entgegen, doch müssen wir wieder versickern.</p>
<p>&nbsp;</p>
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