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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Rettung fast lyrische Gedichte Trochäen</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Rettung, fast</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Oct 2017 18:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rettung fast lyrische Gedichte Trochäen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Was in kleinen weißen Blüten, die uns da wir schliefen auf die Wange fielen, was denn in der Knospe Wort können wir bewahren außer Taues Tränen? Und auch dies geht hin, verweht, trocknet aus, wird runzlig, bräunt verhäßlicht, nicht mehr ließest du sie weinend Liebe gleiten in den Schoß. Sieh den Schnee, er hüllt die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/rettung-fast/">Rettung, fast</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was in kleinen weißen Blüten,<br />
die uns da wir schliefen<br />
auf die Wange fielen,<br />
was denn in der Knospe Wort<br />
können wir bewahren<br />
außer Taues Tränen?</p>
<p>Und auch dies geht hin, verweht,<br />
trocknet aus, wird runzlig,<br />
bräunt verhäßlicht,<br />
nicht mehr ließest du sie weinend<br />
Liebe gleiten in den Schoß.</p>
<p>Sieh den Schnee, er hüllt die Schründe,<br />
deckt die Furchen, Kot und Tod,<br />
stillet irrer Schreie Schlund,<br />
weicher Hügel Schweigen,<br />
Kissen müder Sucher,<br />
weißer Staub, er glimmt schon feucht,<br />
schmilzt im Frühlicht<br />
neuer Fron.</p>
<p>Und was uns gerettet<br />
aus dem Schlaf der dunklen Wälder,<br />
wo das Rehkitz blutig irrte,<br />
Regen, Regens helles Lied,<br />
Wahn uns bannend in das Tropfen<br />
leisen Wehs, Erinnerung,<br />
haltlos fließt es ab wie Schatten<br />
über grauem Schiefer,<br />
Seufzer namenlos.</p>
<p>Was vom Silber reiner Silben,<br />
Sapphos Schale laubumkränzt,<br />
angehaucht von keuschem Mund,<br />
Spiegel, der sich geisternd bleicht,<br />
Wärme aus dem Moos der Mulden,<br />
bergend bunten Reimes Ei,<br />
wäre Händen zu vertrauen<br />
blind wie unsre,<br />
Herzen überfüllt von Bildern?</p>
<p>Könnten wir sie leeren,<br />
wie die Höhlung einer Glocke,<br />
und wir warten auf den Wind,<br />
der sie wiegt und schaukelt,<br />
Abend atmend wiegt,<br />
bis sie unterm Klöppel<br />
wilden Sehnens<br />
bebt und voller bebend<br />
voller klingt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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