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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Schicksal und Gnade philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Schicksal und Gnade</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2021 14:20:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Der Wind riß dir das welke Blatt des müden Lächelns vom Gesicht, es trudelte so wunderlich, ich hob es auf, wie Kinder tun, und strich die Schründe zärtlich glatt. Uns wird der Schein vom Sein gerissen von eines Gottes heißem Sturm, und unser Herz wird wund gebissen von seines Dünkels grauem Wurm. Und was du [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schicksal-und-gnade/">Schicksal und Gnade</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wind riß dir das welke Blatt<br />
des müden Lächelns vom Gesicht,<br />
es trudelte so wunderlich,<br />
ich hob es auf, wie Kinder tun,<br />
und strich die Schründe zärtlich glatt.</p>
<p>Uns wird der Schein vom Sein gerissen<br />
von eines Gottes heißem Sturm,<br />
und unser Herz wird wund gebissen<br />
von seines Dünkels grauem Wurm.</p>
<p>Und was du sagtest, schmolz und goß<br />
ein Rieseln über trübes Glas,<br />
es blieben Schlieren eines Traums,<br />
auch wenn ich seinen Sinn vergaß,<br />
es war die Quelle, die mir floß.</p>
<p>Was wir dem Schicksal abgerungen<br />
und bergen es wie Knospen Tau,<br />
ist wie der Schmerz, der sanft umschlungen<br />
von Lilien seufzt im Abendblau.</p>
<p>Und was du sangest, quoll und zog<br />
wie Sommerwolken heiter-ernst<br />
durch Himmels trunkne Einsamkeit,<br />
und wenn du dich auch still entfernst,<br />
noch bebt der Halm, der sich dir bog.</p>
<p>Was uns von Gnaden zugeflossen,<br />
versickert bald in dürrem Grund,<br />
doch ward es nicht umsonst vergossen,<br />
singt nächtens uns der Erde Mund.</p>
<p>&nbsp;</p>
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