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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Schnitte durch ein Dichterleben lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Schnitte durch ein Dichterleben</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Nov 2018 23:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Schnitte durch ein Dichterleben lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es war ein Veilchenduft, ein Licht, das schmerzlich tropfte vom Barte weißer Nelken, was mich sagen läßt, die Nacht der Geburt war wunderlich. Ich war die Schlafzimmerkommode, worein Mutter ihre Perlen steckte, ins Geheimfach lila Briefe, ich mußte all sie lesen, dann war es plötzlich leer. Ich war das krumme Messer, womit Großvater den Hühnern [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schnitte-durch-ein-dichterleben/">Schnitte durch ein Dichterleben</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es war ein Veilchenduft,<br />
ein Licht, das schmerzlich tropfte<br />
vom Barte weißer Nelken,<br />
was mich sagen läßt,<br />
die Nacht der Geburt war wunderlich.</p>
<p>Ich war die Schlafzimmerkommode,<br />
worein Mutter ihre Perlen steckte,<br />
ins Geheimfach lila Briefe,<br />
ich mußte all sie lesen,<br />
dann war es plötzlich leer.</p>
<p>Ich war das krumme Messer,<br />
womit Großvater den Hühnern<br />
durch die Kehle schnitt.<br />
Und lag dann schartig auf dem Fenstersims<br />
und glänzte manchmal in der Nacht.</p>
<p>Ich war der Knäuel weicher Wolle,<br />
den Großmutter lallend aufgewickelt,<br />
und ließ die Katze damit spielen,<br />
ich muß sagen, ach,<br />
der Knäuel ward zerzaust.</p>
<p>Ich war in Vaters Haar die Flamme,<br />
in seiner Kehle dunkle Glut,<br />
die kein Schrei ihm löschen konnte<br />
und kein Wein. So singe ich<br />
mein Lied aus Feuer und aus Wein.</p>
<p>Ich war einer Liebsten Lippenstift<br />
und gab ihr eine Nacht voll Glanz,<br />
doch wischte eine fremde Hand<br />
die falsche Blüte ab vom Mund.<br />
Ich muß sagen, ach … sagen, ach.</p>
<p>Ich bin, ein roter Ball,<br />
geschubst von einem wilden Knilch,<br />
um die ganze Welt gerollt,<br />
und muß nun sagen, ach,<br />
die Erde ist nicht rund.</p>
<p>&nbsp;</p>
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