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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Sie aber kehrten nicht ein Friedrich Hölderlin philosophische Gedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Sie aber kehrten nicht ein</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 22:06:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sie aber kehrten nicht ein Friedrich Hölderlin philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Denn so kehren die Himmlischen ein, tiefschütternd gelangt so Aus den Schatten herab unter die Menschen ihr Tag. * Wozu Dichter in dürftiger Zeit? * Weh mir, wenn … * Die Mauern stehn sprachlos und kalt. Im Winde klirren die Fahnen. Friedrich Hölderlin &#160; Sie aber kehrten nicht ein. Kein Blitz durchbrach die Wolkenmauer Düsternis. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/">Sie aber kehrten nicht ein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Denn so kehren die Himmlischen ein, tiefschütternd gelangt so<br />
Aus den Schatten herab unter die Menschen ihr Tag.</em></p>
<p>*</p>
<p><em>Wozu Dichter in dürftiger Zeit?</em></p>
<p><em>*</em></p>
<p><em>Weh mir, wenn …</em></p>
<p><em>*</em></p>
<p><em>Die Mauern stehn sprachlos und kalt.</em><br />
<em> Im Winde klirren die Fahnen.</em></p>
<p>Friedrich Hölderlin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie aber kehrten nicht ein.</p>
<p>Kein Blitz durchbrach die Wolkenmauer Düsternis.<br />
Kein Flügelschlag des himmlischen Boten<br />
zerteilte, daß sie töne, die Dämmerung.</p>
<p>Im Kelche des Lichts<br />
schwamm im Tau<br />
die tote Mücke.</p>
<p>Künstlich wird nun die Erde<br />
beatmet.<br />
Doch ihr Keuchen klingt<br />
im Ohr der Freunde,<br />
die am Sterbebett<br />
mit traurig-schönen Veilchen knien,<br />
beinahe schon obszön.</p>
<p>Das Mark des Dichterworts<br />
ward ausgekratzt<br />
vom schartigen Messer<br />
tonloser Phrasen.</p>
<p>Selene taumelt,<br />
ein stumpfer Klotz,<br />
verätzt vom Geifer<br />
blecherner Titanen,<br />
durch die Gottesleere,<br />
ein Schmutzfleck<br />
auf dem fadenscheinigen<br />
Trauerkleid der Nacht.</p>
<p>Die Tische wurden abgeräumt,<br />
ins Meer geflossen ist<br />
das Schneegesims der Höhen,<br />
und was noch schüchtern blaut,<br />
ist ins Erinnerungsalbum<br />
eingepreßter Enzian.</p>
<p>Der Glanz des Marmors,<br />
das lichte Vlies der Götterbilder,<br />
um trunkene Lenden strömend,<br />
trübte Lymphe<br />
ausgeträumter Augen.</p>
<p>Die Frucht, die wie der Sonne Gold<br />
im weichen Duft des Morgens glomm,<br />
ward fahler als der Mond,<br />
wenn er ins Schwermutsdickicht sinkt.<br />
Sie blaßte, als Vernunft,<br />
ein schwarzer Wurm,<br />
ihr alle Süße ausgesogen.</p>
<p>Schimmlig wurde das Brot,<br />
unverdaulich die Liebe.</p>
<p>Verwässert hat den Wein<br />
für ausgelallte Zungen<br />
fader zwitterhafter Zeitgeschmack.</p>
<p>Wir harren, verschont<br />
vom Strahle des Vaters,<br />
bis in die Fingerspitzen taub,<br />
den feuchten Samt der Abende zu fühlen,<br />
in Waben dürstender Luft,<br />
flügellose Drohnen,<br />
im Zwielicht dämmernd,<br />
des Sturms.</p>
<p>Das Wehen in den Angstgespinsten<br />
kündigt ihn schon an.</p>
<p>&nbsp;</p>
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