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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Süßer Abgrund Licht Philosophische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Süßer Abgrund Licht</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jun 2017 22:04:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Süßer Abgrund Licht Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>I Die Wolke zieht dahin, sie hat kein Ziel, sie geht, läßt uns die Bläue ohne Schwund. Die Dinge sind ein Schattenspiel auf einem Spiegel ohne Hintergrund. II Die Mücke summte, hat schon ausgesurrt – wie das Dunkel dunkler singt. Der Lärm des Lebens ist das Schnurren einer Katze, die jäh ins Abseits springt. III [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/suesser-abgrund-licht/">Süßer Abgrund Licht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>I</p>
<p>Die Wolke zieht dahin, sie hat kein Ziel,<br />
sie geht, läßt uns die Bläue ohne Schwund.</p>
<p>Die Dinge sind ein Schattenspiel<br />
auf einem Spiegel ohne Hintergrund.</p>
<p>II</p>
<p>Die Mücke summte, hat schon ausgesurrt –<br />
wie das Dunkel dunkler singt.</p>
<p>Der Lärm des Lebens ist das Schnurren<br />
einer Katze, die jäh ins Abseits springt.</p>
<p>III</p>
<p>Du blicktest nach oben,<br />
da zog die Wolke groß.</p>
<p>Du blicktest wieder hin,<br />
da lag der Himmel bloß.</p>
<p>IV</p>
<p>Gestern hieß ihr Mund<br />
Tausendkuß.</p>
<p>Heute schmollt dein Mund<br />
voll Überdruß.</p>
<p>V</p>
<p>Gestern bliebst du ungerührt,<br />
da war der Mond so klar und kalt.</p>
<p>Heute hast du es verspürt,<br />
da glomm die Scheibe überm Wald.</p>
<p>VI</p>
<p>Gestern trug auf ihrem Leibe<br />
Singen dich zum Quellenmund.</p>
<p>Heute gönnt dir keine Bleibe<br />
Schnee auf ihrem Herzensgrund.</p>
<p>VII</p>
<p>Eben bahnten deine Schneisen<br />
Flocken eines frischen Schnees.</p>
<p>Jählings beißen dich die leisen<br />
Flocken eines alten Wehs.</p>
<p>VIII</p>
<p>Du gehst lange durch das Schweigen<br />
hoher Stämme – nichts ist nah.</p>
<p>Du hältst inne, in den Zweigen<br />
Mondes Scheibe – du bist da.</p>
<p>IX</p>
<p>Wenn die Dinge dämmern,<br />
zögern Farbenschimmer.</p>
<p>Wenn die Rosen sinken,<br />
schwimmt noch Duft im Zimmer.</p>
<p>X</p>
<p>Süßer Abgrund leuchtet<br />
bei jedem Wimpernschlag.</p>
<p>Stille Träne feuchtet,<br />
versinkt der schöne Tag.</p>
<p>XI</p>
<p>Wir können uns nicht halten,<br />
auch wenn wir uns umranken,<br />
wieʼs die Wicken machen,<br />
werden wir doch schwanken,<br />
wird das Blut erkalten,<br />
wenn die Flocken lachen,<br />
sich die Blätter falten,<br />
schneit es auf die Brachen,<br />
kann uns nichts mehr halten,<br />
auch wenn wir uns umranken,<br />
wieʼs die Wicken wissen,<br />
können uns nur danken,<br />
solange wir uns halten,<br />
und auch wenn wir schwanken,<br />
uns zum Abschied küssen.</p>
<p>XII</p>
<p>Wie seltsam ist das Leben,<br />
jeder Mensch hat seines,<br />
ein großes oder kleines,<br />
willʼs hoch ins Lichte heben.</p>
<p>Wie seltsam istʼs zu gehen,<br />
das Reh, es läßt sich fallen,<br />
die Glocken, sie verhallen,<br />
die Worte, sie verwehen.</p>
<p>Wie seltsam ist das Leben,<br />
ein jedes fühlt sich ganz,<br />
ein jedes will den Glanz<br />
um sein Geliebtes weben.</p>
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