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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Traurige Distichen Zeitgedichte lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Traurige Distichen</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Feb 2020 22:09:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Traurige Distichen Zeitgedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Welche Quelle könnte mit Geist sie wieder behauchen? Unterm Asphalt erstickt ihnen die Muse des Lieds. * Einsam in düsterer Nische sinken dem Engel die Flügel. Liebe entfachte sie einst, Wahn hat die Flamme gelöscht. * Auf dem Denkstein die liebliche Inschrift willst gern du entziffern, doch mit schmutziger Hand hat sie der Zeitgeist zerkratzt. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/traurige-distichen/">Traurige Distichen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Quelle könnte mit Geist sie wieder behauchen?<br />
Unterm Asphalt erstickt ihnen die Muse des Lieds.</p>
<p>*</p>
<p>Einsam in düsterer Nische sinken dem Engel die Flügel.<br />
Liebe entfachte sie einst, Wahn hat die Flamme gelöscht.</p>
<p>*</p>
<p>Auf dem Denkstein die liebliche Inschrift willst gern du entziffern,<br />
doch mit schmutziger Hand hat sie der Zeitgeist zerkratzt.</p>
<p>*</p>
<p>Glocken haben der Kindheit Tage voll Ahnung durchflutet,<br />
nun ward der liebliche Klang knirschender Sand dir im Schlaf.</p>
<p>*</p>
<p>Damals hat zwischen tauigen Reben uns Bläue gelächelt,<br />
heute trinkst du den Wein einsam am lichtlosen Ort.</p>
<p>*</p>
<p>War die fröhliche Glut uns erweckt, wie sangen die Flammen,<br />
was macht seufzen dich nun, Schwester, was feucht dir das Aug.</p>
<p>*</p>
<p>Sterne der Jugend, die einst uns bahnten die Pfade,<br />
der unsern Herzen entquoll, Nebel, er hat euch verhüllt.</p>
<p>*</p>
<p>Als wir die Blüten streuten von Tulpen, Rosen und Veilchen,<br />
war uns Kindern die Hand sanft, nicht von Mühsal verhornt.</p>
<p>*</p>
<p>Deren Atem würzten der Gärten heimliche Düfte,<br />
streicht der Zeitgeist das Wort Heimat im Tagebuch durch.</p>
<p>*</p>
<p>Kräuter und Gräser sandten Aromen dem kindlichen Schlummer,<br />
heut aber blaken im Traum Kerzen, und hell wird er nicht.</p>
<p>*</p>
<p>Himmlische Bläue und Regen stillten das kindliche Sehnen,<br />
trinkst du auch heimischen Wein, stirbt doch die Sehnsucht vor Durst.</p>
<p>*</p>
<p>Augen der Borke, wild rauschende Wasser waren die Weiser,<br />
grelle Bilder der Stadt führen ins Abseits dich stets.</p>
<p>*</p>
<p>Schweifende Tiere der Wildnis, sonnentrunkene Adler –<br />
arme Schoßhündchen, habt trostlosen Stein zum Revier.</p>
<p>*</p>
<p>Wie denn könnte Eros zwischen Gas und Glas sich ergötzen,<br />
lauscht er doch Schritten des Pan, seufzt unter ihnen das Gras.</p>
<p>*</p>
<p>In der Wüste finde, mein Dichter, des Liedes Oase,<br />
lasset, ihr Musen, ihm süß quellen den Brunnen des Munds.</p>
<p>&nbsp;</p>
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