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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Übergänge VIII lyrische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Übergänge VIII</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jul 2017 08:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Übergänge VIII lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich stand vorm Fenster und hob die vage Hand dem grauen Schmerz des Abends zu. Ich wies die Sterbende auf den Ort jenseits des Flusses, den Heimatort. Sie schwieg, sank tiefer, sank in den Morast des letzten Schweigens. Hier gab es keine Brücke mehr über die Klüfte, Schründe, Spalten, in denen Knochen schimmern oder weiße [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/uebergaenge-viii/">Übergänge VIII</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stand vorm Fenster<br />
und hob die vage Hand<br />
dem grauen Schmerz des Abends zu.</p>
<p>Ich wies die Sterbende auf den Ort<br />
jenseits des Flusses,<br />
den Heimatort.</p>
<p>Sie schwieg, sank tiefer,<br />
sank in den Morast<br />
des letzten Schweigens.</p>
<p>Hier gab es keine Brücke mehr<br />
über die Klüfte, Schründe, Spalten,<br />
in denen Knochen schimmern<br />
oder weiße Aale ringeln.</p>
<p>Was unter ihr noch schlürfte oder schluchzte,<br />
war weder Mosel weder Rhein,<br />
war einer namenlosen Unterwelt<br />
namenloser Strom.</p>
<p>Wie mag das sein,<br />
allein im hohlen Rohr des Atems<br />
sich auf und ab zu wälzen ohne Licht?</p>
<p>Wie mag das sein,<br />
die eigne Gegenwart so fremd zu fühlen<br />
wie auf der Zunge<br />
ein störend-feines Haar,<br />
und hat man endlich, endlich es verschluckt,<br />
nicht mehr zu sein?</p>
<p>Reicht jenseits des Flusses<br />
andrer Übergang<br />
zum Heimatort,<br />
wo du ans Ufer angeschwemmt<br />
erwachst und hörst im Rauschen<br />
der Gräser und der Wellen, hörst<br />
im Tönen dunkler Glocken<br />
deinen Namen rufen<br />
wie zum Gruß?</p>
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