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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Gedichte zur Zeit</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Mutterglück</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Oct 2013 16:20:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Schwarzes Kostüm, grindig verfleckt das eine Schulterpolster, der schwarze Schuh an der Sohle goldbeschlagen, als gelte es, Kot und Unrat zu beschämen. Die braunen Augen rollen. Der Mund scheint aufgequollen. Das Balg im Kinderwagen bäumt sich – der Blicke weinerliches Bohren. Die dürre Schwester trudelt, ein Federbällchen, durch die Warteschlange. Kein innres Band spannt sich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/muttergluck/">Mutterglück</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schwarzes Kostüm, grindig verfleckt<br />
das eine Schulterpolster,<br />
der schwarze Schuh an der Sohle goldbeschlagen,<br />
als gelte es, Kot und Unrat zu beschämen.</p>
<p>Die braunen Augen rollen.<br />
Der Mund scheint aufgequollen.</p>
<p>Das Balg im Kinderwagen bäumt sich –<br />
der Blicke weinerliches Bohren.</p>
<p>Die dürre Schwester trudelt, ein Federbällchen,<br />
durch die Warteschlange.<br />
Kein innres Band spannt sich zur Mutter hin:<br />
Dies Kinderherz ist leer,<br />
ist eine Frucht, zu früh vom Ast geschüttelt,<br />
halb angefault.</p>
<p>Ungeliebtes zeugt die Pein:<br />
hassen müssen, hässlich sein.</p>
<p>Das Mädchen tippt an die Scheibe des Fahrkartenautomaten,<br />
weil die Sensorik ihm willfahrt.<br />
Mit Furienkrallen umgreift die Mutter den Zopf<br />
und schleppt das zarte Ding<br />
wie eine Sklavin über den halben Bahnsteig.</p>
<p>Sie faucht und grollt,<br />
sie greint und schmollt.</p>
<p>Durch wessen Seele geht hier nicht ein Schnitt?<br />
Keiner rührt sich, alles starrt zu Boden.</p>
<p>Ungeliebtes zeugt die Pein:<br />
hassen müssen, hässlich sein.</p>
<p>Dem Mädchen weiten sich die Augen –<br />
kein Laut, kein Schrei.<br />
So stumpf ist es, so leer, so leer.</p>
<p>Dann stellt die Dürre sich breitbeinig hin<br />
und spritzt aus ihrer bunten Tüte<br />
zuckrigen Saft vor der Mutter Füße.</p>
<p>Sie faucht und grollt,<br />
sie greint und schmollt.</p>
<p>Ohne Scham rückt das Kind den alten Weiblein<br />
auf den Leib und schielt in ihre Einkaufstüten,<br />
mit krummem Finger macht sie einen Spalt<br />
und späht.</p>
<p>So wird sie später lange Finger machen,<br />
der Freundin den Kerl ausspannen,<br />
den Kerl kalt abservieren.</p>
<p>Ungeliebtes zeugt die Pein:<br />
hassen müssen, hässlich sein.</p>
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		<title>Und der Tod tritt leise zurück</title>
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		<comments>http://www.luxautumnalis.de/und-der-tod-tritt-leise-zuruck/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Jul 2013 08:53:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main „… denn Lesen ist Liebe zum Leben …“ An den Gehwagen das Bein gewinkelt, die winzige Hand, furchig, verfleckt, ruht, ein herabgetaumeltes Blatt, auf der aufgeschlagenen Seite, als würde sie erwarmen an der Schrift. Oder sie hält die Kaffeetasse schräg, heikel zitternd – schon siehst du dich zu [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/und-der-tod-tritt-leise-zuruck/">Und der Tod tritt leise zurück</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main</p>
<p>„… denn Lesen ist Liebe zum Leben …“</em></p>
<p>An den Gehwagen das Bein gewinkelt,<br />
die winzige Hand, furchig, verfleckt,<br />
ruht, ein herabgetaumeltes Blatt,<br />
auf der aufgeschlagenen Seite,<br />
als würde sie erwarmen an der Schrift.</p>
<p>Oder sie hält die Kaffeetasse schräg,<br />
heikel zitternd – schon siehst du dich<br />
zu Heldentaten auf dem Sprung –,<br />
doch die Alte mit den mausohrigen,<br />
weißen Kringellöckchen ist auf dem Quivive …</p>
<p>… schon wie sich ihr Mund schlürfend, leckend<br />
zu einem zarten Grinsen glättet und stülpt –</p>
<p>ihr Körper aus mädchenhaftem Tüll,<br />
betropften Atemfetzen, Perlmuttnägelchen,<br />
in einem Arom aus Kampfer- und Kölnisch-Wasser,<br />
ihr Körper ist wie nackt<br />
vor der Wahrheit der Stunde.</p>
<p>Und der Tod, an die Litfaßsäule gelehnt –<br />
mit dem scheelen Blick eines Taschendiebs zählt er<br />
die Leberflecken auf den Armen der Greisin –<br />
und der Tod tritt vor der späten Glut<br />
dieses Lese-Lebens leise zurück.</p>
<p>Oh, sie schlägt uns allen ein Schnippchen –<br />
jetzt jongliert sie ihr silbernes Handy<br />
und kündigt dem eingeschüchterten Hörer<br />
klipp und klar ihre baldige Rückkehr an –<br />
und sie schiebt ihren Spazierhelfer,<br />
als würde sie ihm, nicht er ihr Beine machen.</p>
<p>Ihr letzter schräger Blick<br />
auf das Tablet eines Gastes verriet:<br />
„Ich auch, demnächst – das müsste noch drin sein!“</p>
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		<title>Verschränkt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/verschrankt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/verschrankt/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 Jun 2013 20:05:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Auch Flügel brauchen Widerspruch, die Luft … Das rechte Bein kann nur spielen, wenn das linke Bein den Ernst des Stehens übernimmt. Wenn du das Ruder rechter Hand eintauchst, dreht sich das Boot nach links. Wenn du jetzt diese Zeilen liest, liegt der Rest alles Geschriebenen dir im Rücken. Wenn du umarmst, der dich umarmt, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/verschrankt/">Verschränkt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Auch Flügel brauchen Widerspruch, die Luft …</em></p>
<p>Das rechte Bein kann nur spielen, wenn das linke Bein<br />
den Ernst des Stehens übernimmt.</p>
<p>Wenn du das Ruder rechter Hand eintauchst,<br />
dreht sich das Boot nach links.</p>
<p>Wenn du jetzt diese Zeilen liest,<br />
liegt der Rest alles Geschriebenen dir im Rücken.</p>
<p>Wenn du umarmst, der dich umarmt,<br />
umarmst du ihn und dich.</p>
<p>Solange du die Hasen-Ente als Hasen siehst,<br />
bleibt die Ente im Versteck.</p>
<p>Je tiefer die Sonne des Glaubens sinkt,<br />
umso länger wird der Schatten tatenloser Lauheit.</p>
<p>Die lichte Frucht der Einsicht kann nur ernten,<br />
wer das dunkle Erdreich der Intuition wässert.</p>
<p>Die Kiesel der Konsonanten erglänzen<br />
unter dem strömenden Wasser der Vokale.</p>
<p>Die Zeichnung atmet<br />
vor der Leere des Hintergrunds.</p>
<p>Die Wirklichkeit des Bösen<br />
ist die Möglichkeit des Guten.</p>
<p>Der Heilige ist erst heilig,<br />
wenn er der Versuchung Satans widersteht.</p>
<p>Die Wirklichkeit von Feindschaft und Hass<br />
ist die Möglichkeit von Freundschaft und Liebe.</p>
<p>Die Wahrheit des Gedankens,<br />
die Schönheit des Verses:<br />
einzelne Mündungen<br />
eines unendlich verzweigten Deltas.</p>
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		<title>Der Schatten eines Gespenstes</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-schatten-eines-gespenstes/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-schatten-eines-gespenstes/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Jun 2013 12:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Argonauten]]></category>
		<category><![CDATA[Max Beckmann]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Max Beckmann Was ist denn ein Vlies? Ein Lappen, ein stinkendes Fell mit goldenem Flitter bestreut, Heroen ein Schneuz- tuch, Heroinen ein Tüchlein, die falschen Tränen zu tupfen? Zwischen den Sternen hellenischer Nacht – es ächzen die Balken, es knacken die Masten – schäumt die Argo ins Wahnland blaugrüner, goldener Schatten. Was [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schatten-eines-gespenstes/">Der Schatten eines Gespenstes</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Max Beckmann</em></p>
<p>Was ist denn ein Vlies? Ein Lappen,<br />
ein stinkendes Fell mit goldenem<br />
Flitter bestreut, Heroen ein Schneuz-<br />
tuch, Heroinen ein Tüchlein,<br />
die falschen Tränen zu tupfen?</p>
<p>Zwischen den Sternen hellenischer Nacht –<br />
es ächzen die Balken, es knacken die Masten –<br />
schäumt die Argo ins Wahnland<br />
blaugrüner, goldener Schatten.</p>
<p>Was ist denn ein Vlies? Im Einsatz<br />
des Lebens, von Göttern gehetzt,<br />
von Drachen phosphorbeschnaubt,<br />
erhaschen wollen Mythenwisch,<br />
ein Gespinst, ein Gespenst,<br />
den Schatten eines Gespenstes?</p>
<p>Aufreißen die Siegel des Herzens,<br />
schlürfen das Blut des Entblößten,<br />
Gifte mischen mit geilen Hexen,<br />
töten für Phantasmagorie,<br />
zu steigern das flüchtige Leben?</p>
<p>Wenn das Schwert nicht mehr sich kreuzt<br />
mit dem Zartsinn des weiblichen Fleisches,<br />
verstummt die Musik von Mund und träumender Hand –<br />
die in die ewige Bläue gereckte Leiter zerbricht.</p>
<p>Ein Kometenschweif kielt die Spur<br />
für den Aufbruch ohne Wiederkehr.</p>
<p>Du aber klebst eine Eintagsfliege<br />
am Honigpapier in der Küche,<br />
ein wenig noch zitternd.</p>
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		<title>Endmoränen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/endmoranen/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Jun 2013 18:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Von den Privilegien und Charismen wird bleiben am gleichguten Ende: „Der da stirbt früher als ich, die da überlebt mich.“ Vom Unterschied der Geschlechter wird bleiben am gleichguten Ende: „Bist du eine rechts- oder linksdrehende Retorte?“ Von den Distinktionen der Bildung wird bleiben am gleichguten Ende: „Ist sein Doktorhut aus Pappe oder Filz?“ Von der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/endmoranen/">Endmoränen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Von den Privilegien und Charismen<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Der da stirbt früher als ich, die da überlebt mich.“</p>
<p>Vom Unterschied der Geschlechter<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Bist du eine rechts- oder linksdrehende Retorte?“</p>
<p>Von den Distinktionen der Bildung<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Ist sein Doktorhut aus Pappe oder Filz?“</p>
<p>Von der Vielfalt der Landschaften<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Ist dies noch Mannheim oder schon Frankfurt?“</p>
<p>Von der Vielfalt der Sprachen<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Ist dies noch Imperial 8.0 oder schon 9.0?“</p>
<p>Vom Unterschied der Rassen<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Bist du terrestrisch oder kosmisch verdünnt?“</p>
<p>Vom Unterschied zwischen Tier und Mensch<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Ist dein Echolot transplantiert oder schon Eigengewächs?“</p>
<p>Vom Unterschied zwischen Sommer und Winter<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Blüht es oder schneit es?“</p>
<p>Vom Unterschied der Religionen<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Tippst du auf Gog oder Magog?“</p>
<p>Vom Unterschied der Küchen<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Spritzt du noch oder benutzt du schon die Kanüle?“</p>
<p>Von der Vielfalt der Gesichter<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Wechselst du die Maske täglich oder wöchentlich?“</p>
<p>Vom Unterschied der Lebenden und der Wiedergänger<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Zeugst du noch oder klonst du schon?“</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/endmoranen/">Endmoränen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Vertanes Leben</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/vertanes-leben/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Jun 2013 19:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie fad ist die Liebe in muffigen Kissen, im Alkoven bemusterten Fühlens, betäubt von den Düften lässlicher Gesten. Wo aber ist das Meer der Aventiure, auf dem du Triton singend umschiffst und die Muschel zur Liebesgabe ihm raubst? Wie fad ist das Leben gewerblicher Arbeit unter dem Banne flackernden Screens, betört von dumpfem Kantinengeklapper. Wo [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/vertanes-leben/">Vertanes Leben</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie fad ist die Liebe in muffigen Kissen,<br />
im Alkoven bemusterten Fühlens,<br />
betäubt von den Düften lässlicher Gesten.</p>
<p>Wo aber ist das Meer der Aventiure,<br />
auf dem du Triton singend umschiffst<br />
und die Muschel zur Liebesgabe ihm raubst?</p>
<p>Wie fad ist das Leben gewerblicher Arbeit<br />
unter dem Banne flackernden Screens,<br />
betört von dumpfem Kantinengeklapper.</p>
<p>Wo aber ist jungfräulicher Schnee der Verheißung,<br />
aufgewirbelt von prophetischem Atem,<br />
Ankunft zu stiften freisinnigem Enkel?</p>
<p>Wie fad, sterben zu sollen im Bett,<br />
betüttelt von amtlichen Schwestern,<br />
die Gedanken in Windeln erstickt.</p>
<p>Wo aber ist das Feld einer Ehre,<br />
wo der besprengte Altar für ein Opfer,<br />
angenommen von deinem gnädigen Gott?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Lurch siegt über den Delphin</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-lurch-siegt-uber-den-delphin/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-lurch-siegt-uber-den-delphin/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2013 13:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Krieg ist der Vater aller Dinge Die Kleinen, Lauen und Schwachen wollen sich bergen, in den Kissen dösen, die Musik des Verdauens hören, den Panzen reiben an flackernder Flamme. Die Faulen, Fiesen und Hässlichen, die dunklen Ansitzer lehnen ihre Hütten aus Blech und Pappe gegen die Burg, wo hoch der weiße Tempel leuchtet und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-lurch-siegt-uber-den-delphin/">Der Lurch siegt über den Delphin</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Krieg ist der Vater aller Dinge<br />
</em><br />
Die Kleinen, Lauen und Schwachen wollen sich bergen,<br />
in den Kissen dösen, die Musik des Verdauens hören,<br />
den Panzen reiben an flackernder Flamme.</p>
<p>Die Faulen, Fiesen und Hässlichen, die dunklen Ansitzer<br />
lehnen ihre Hütten aus Blech und Pappe gegen die Burg,<br />
wo hoch der weiße Tempel leuchtet und dröhnt.</p>
<p>Die Hellen, Hohen und Geistvollen finden Grund<br />
für neue Saaten, auf schäumender Woge greifen sie<br />
nach Sternen, sie prägen neue Namen für Städte und Götter.</p>
<p>Die Schönen, Edlen und Glänzenden münzen Begriffe<br />
zu Wegscheiden des Denkens, sie taufen auf adlige Namen,<br />
aus seltenster Frucht rühren sie das Chrisma dem König.</p>
<p>Die Lahmen, Stumpfen und Dumpfen ölen die Kehlen<br />
mit Liedern des Grauens, mit Schluchzen. Sie sehen<br />
die Funken des Aufstandes sprühen, den Horizont röten.</p>
<p>Die Schartigen, Stinker und Stänker hassen, was sich selber genug,<br />
das Schöne, was den Göttern hold. So vergällt dem Krummen<br />
der stolze Schritt, der leichte Sprung des Kriegers das Leben.</p>
<p>Die Großen, Heiteren und Rosigen dürstetʼs nach Wind<br />
und nach Fahrt, sie lassen flattern Haare, Fahnen und Segel.<br />
Sie lieben den Feind, der ihnen Sieg schenkt und Ruhm.</p>
<p>Die Meister, Erbauer und Gründer lieben die geballte Faust,<br />
den weichen, ergebenen Mund, den lichten Schatten des Schlafs,<br />
umsungen von epischer Lieder schäumendem Kiel.</p>
<p>Die Bleichen, Verhetzten und Träumer schwitzen Nass der Angst,<br />
Geifer der Ohnmacht, ungestillter Sehnsüchte Harn.<br />
Sie brauen sich Gifte, kochen tödlichen Sud.</p>
<p>Die Gnomen, Hexen und Zauberer springen den Sprung,<br />
sprechen den Spruch, im tiefen Grauen der Nacht kommen sie<br />
zu den Bächen, den Brunnen, verschütten den Tod.</p>
<p>Gerissen, gebröckelt ist das Fresco der homerischen Schlacht.<br />
Von fröhlicher Meerfahrt blieb ein kopfloser Putto<br />
und sein graziler Rausch auf dem Rücken der Nymphe.</p>
<p>Das Stumpfe und Faule siegt über den Charme sich verjüngenden Lebens,<br />
der Schmarotzer über die Frucht, der Lurch über den Delphin.<br />
Doch am Tode des Wirts findet auch der Parasit sein Ziel.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-lurch-siegt-uber-den-delphin/">Der Lurch siegt über den Delphin</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Geheimdiplomat auf Abwegen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ein-geheimdiplomat-auf-abwegen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ein-geheimdiplomat-auf-abwegen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 May 2013 16:39:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Epopöe]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Mäuse-Epopöechen Muselrich, Geheimdiplomat in Hintermusien, Diente dem Kanzler, dem Herrn mit der straffenden Gürtel- Spange und immer nervös zitternden Härchen der Nase Willig ergeben. Der Kanzler vertrat die universalen Mäuserechte, allen voran das freie Wispergetümmel Allgemeinen Maustums. Denn grenzenlos sollten sie mausen. Und der alten Sitte von Herkunft und Eigenwüchsigkeit spotten, All der eigentümlichen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ein-geheimdiplomat-auf-abwegen/">Ein Geheimdiplomat auf Abwegen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Mäuse-Epopöechen</em></p>
<p>Muselrich, Geheimdiplomat in Hintermusien,<br />
Diente dem Kanzler, dem Herrn mit der straffenden Gürtel-<br />
Spange und immer nervös zitternden Härchen der Nase<br />
Willig ergeben. Der Kanzler vertrat die universalen<br />
Mäuserechte, allen voran das freie Wispergetümmel<br />
Allgemeinen Maustums. Denn grenzenlos sollten sie mausen.<br />
Und der alten Sitte von Herkunft und Eigenwüchsigkeit spotten,<br />
All der eigentümlichen Zungen der Heimat vergessen.<br />
Mausesperanto erlernen fürs Gerede ohne den Herzton,<br />
Schöne Phrasen, die alle kapieren, doch keiner bestehn mag.</p>
<p>Muselrich, hochdekoriert mit dem Bauchgebinde aus Purpur,<br />
Silberplättchenband um das heikel verschlungene Schwänzchen,<br />
Alles für Mühen, Tränen und perlenden Schweiß in dem Kampfe<br />
Wider den Ungeist der Zeit, die Verfemung, Verspottung<br />
Wüstentümlichen Maustums, das nicht so artig zu fiepen<br />
Wusste wie Mäusel und Mutz, sondern flirrend-girrenden Sound aus<br />
Öden, Eilanden, Mausmetropolen des Südens und Ostens<br />
Hintermusien eingebrockt hat. Muselrich wusste: Die Urmaus<br />
Lebt und webt in uns allen, so hat sie der ewige Schöpfer<br />
Eingeblasen mit mächtigem Fiep auf immer und ewig.<br />
So galt Muselrichs ganze Kraft dem edlen Geschäfte,<br />
Bild und Geist der Urmaus zu wahren, das Zerrbild zu tilgen.</p>
<p>Also geschahʼs, dass die Order erging, es habe im Amte,<br />
Hurtig sich einzufinden im hohen Hause der Mäusel<br />
Muselrich. Der kam im Barett und gescheuerten Stiefeln,<br />
Schritt behend durch den hohen lichtdurchfluteten Saale<br />
Zu dem feinen Herrn mit der Gürtelspange. Der lächelt<br />
Hold ihn an, die Härchen der Nase zitterten mutvoll,<br />
Und er reicht ihm, in duftiges Leder gebunden, versiegelt,<br />
Auf dem Frontispiz prangt der Urmaus schimmerndes Abbild,<br />
Einen Folioband, strotzend von Mäusegesetzen<br />
Und Paränesen, flammend-verdammend, von Kanzlers<br />
Eigener Handschrift. „Den giltʼs, mein Muselrich“, hub er<br />
An mit fiepender Stimme, „unbeschadet über die Grenzen<br />
Nach dem feindlichen Mausetanien zu bringen, zu tragen<br />
Vor den krustierten Federthron der schamlosen Mäusin,<br />
Feindin des freien Mäusetums, Tyrannin und Götzin<br />
Sklavischer Sitten und üppig verschwendeten Reichtums,<br />
Gütern, die schrundige Pfoten und sehnige Glieder der Armen<br />
Für das Kitzelgelüst und den Sinnenrausch der Verderbten<br />
Schmählich geschuftet. Meuchelmuse muss von nun an<br />
Lassen die Höhnung und die Verletzung der universalen<br />
Mäuserechte. Lassen muss die Tyrannin von der Versklavung<br />
Eigenen Volks, Verprassen von Gütern der Mäuseproleten.</p>
<p>Nimmt die Herzlose, gerechten Maustums Entwöhnte, nicht Wille,<br />
Nicht Verstand in die öligen Pfötchen, siegelt mit eigenen Pfoten<br />
Diesen Band mit den heiligen Rechten der Urmaus nicht willig,<br />
Musst, lieber Muselrich, mit harten Sanktionen du drohen:<br />
Wir sind in Waffen, gilt es die Würde und Freiheit des Maustums!“</p>
<p>Muselrich strebte geschwollener Brust zum Ausgang des Saales,<br />
Seiner hohen Mission Würde und kitzlige Botschaft<br />
Mäuselmam und den lieben Kleinen zu Hause zu künden.<br />
Das gab ein Schwänzeln und Tänzeln, ein freudiges Nas-an-Näschen-<br />
Reiben, ein Schulterklopfen und ach ein schmerzliches Scheiden.<br />
Muselrich blickt noch einmal zurück: Betränt sind die Äuglein<br />
Der geliebten Mäusin, die Kleinen verhuscht unter der Schürze<br />
Mamas, und von innen die verlöschenden Kerzen des Abschieds<br />
Leuchten überm bescheidenen Glanze biederen Maustums.</p>
<p>Glühend, wahnsprühend rollt die Sonne über die Wüste<br />
Mausetaniens. Schlangen, gelb-rötlich gestreift, und schuppige<br />
Echsen schlüpfen und huschen im Sand. Gespaltene Zungen<br />
lecken an brandigem Blattwerk, brüchige Hufe, gespreizte<br />
Krallen durchritzen gierig die rissige Kruste nach Wasser.<br />
Lebens wollüstige Bilder halluzinieren an jedem<br />
Horizont, an jeder Grenze und Schwelle die Wesen<br />
Mausetanischen Lands. So lebt das uralte Maustum<br />
Stolz, hoffärtig, berauscht am Ruhme siegreicher Ahnen<br />
Und dem Glanz, dem Purpurdunst des mausischen Hofstaats,<br />
In den dunklen Gängen, erhaben gewölbten Hallen<br />
Unter dem brennenden Sand. Hier siehst du ein Wunder der Künste<br />
Ragend zum künstlich besternten Rund, aus mauszarten Knochen<br />
Zierlich gefügt, von fächelnden Federn umhüllt, den ererbten<br />
Heiligen Thron der hymnisch gerufenen Götzin<br />
Meuchelmuse. Von ihrem Hofstaat geleitet, nimmt sie<br />
Huldvoll Platz, sie reckt das glückliche Pfötchen ins Leuchten<br />
Tausender Fackeln, es leuchtet der Ring mit dem köstlichen Mondstein.</p>
<p>Den zu küssen mit bravem Knicks und spitzigen Lippen<br />
Kommt nun Mäusin und Maus, aufsingen des staatlichen Chores<br />
Weltberühmte Stimmen und vielbeklatscht die Eunuchen,<br />
Mäusekastraten, den Feinden Hintermusiens als Knaben<br />
Meuchlings geraubt und am Hofe geweiht dem höheren Zwecke,<br />
Fein und rein, verwegen schwellend den Ruhm zu singen<br />
Meuchelmuses, der Herrin. Auf Hälmchen, hohlen Vogel-<br />
Knöchelchen, Muschelhörnchen zupfen und geigen und blasen<br />
Mausetaniens musische Mäusesöhne und -töchter.<br />
Nun steigen duftig-zuckrige Töne auf, erglänzen<br />
Perlenbesetzte Schühchen, das Ballett der schimmerndsten Schönen<br />
Wallt über die blütenbesamten Decken des blauenden Saales.<br />
Keck die Hofzwergenmäuse springen jodelnd dazwischen.</p>
<p>Nun wird perlendes Nass aus Bechern grünen Kristalles,<br />
Wird in geschnitzten Schalen der Nuss der Tau von den Blumen,<br />
Violenpollen, der Orchideen Säfte kredenzt. Dazu reicht man<br />
Beeren, Nachtigalleneier, Samenkörner der Hirse und Gerste.<br />
Mehr und mehr steigt der Kastraten Singsang, des Chores Gesummse,<br />
Steigen die Säfte, die lieblichen Mächte zu Herzen, zu Köpfchen<br />
Meuchelmuse und allen festlich Gestimmten. Da zeigt sich die Herrin<br />
Weichen Sinns und benetzter Wange beim Seufzen des Liedes,<br />
Das ihr kniend Rotmaus, der armenische Sänger entbietet.<br />
Wohlig reckt sie die Füßchen, die mit Troddeln lockenden Beinchen,<br />
Reibt das rosige Pöchen auf dem rosenblättrigen Pfühle.<br />
Blitzender Finger schnippt, und leise senkt sich der Vorhang,<br />
Wie die samten enthauchende Nacht, wenn die Irisblume des Himmels<br />
Letzte Strahlen gegönnt und dem Mondlicht ergeben sich hinbeugt.</p>
<p>Hierhinein, in den Abgrund entbundener Sinne und unkeuschen Schnalzens,<br />
Musste Muselrich es verschlagen, den biederen Mäusel.<br />
Doch geröteter Wange waltet er streng seines Amtes,<br />
Lässt den voluminösen Band der gerechten Sprüche<br />
Mäuserechtlicher Wahrheit rollen auf einem Wagen<br />
In den Feenpalast der mausetanischen Herrschaft.<br />
Wie die Feenmäuschen glotzen, es versagen stimmlich<br />
Rotmaus und Kastraten, Chor und Orchester verstummen.<br />
Schrilles Fiepen hinter wollustwogendem Vorhang bricht ab jetzt:<br />
Durch einen Schlitz aufblitzen der stolzen Königin Äuglein,<br />
Und die Herrin zeigt sich gelassen, entbietet gar höflich<br />
Grüße und Küsse der Hand. Das Preisen des weisen Geschenkes,<br />
Sinnreich vorgetragen vom Gast, unterbricht sie ironisch,<br />
Schnippisch das Pfötchen flaggend. Balsam der Stille dem Gast sei,<br />
Ausgedörrt von Wüstenpfaden und diplomatischem Hochsinn,<br />
Angediehen. Geleitet wird zagen Mutes die biedere Graumaus<br />
Zu den hintern Gemächern, verkleidet mit Schuppen der Echse,<br />
Mit den Flammenhäuten der Schlange bedeckt. Dort soll er<br />
Müßig harren der kommenden Dinge und derweil sich gütlich<br />
Tun an den Düften, Salben und Diensten gehobenen Luxus.</p>
<p>Und so kommtʼs, wie es kommen musste: Die rosige Zofe<br />
Muselmohn nimmt seiner sich an, sie knöpft ihm den lästigen<br />
Diplomatenlatz auf und streckt die plustrigen Daunen<br />
Ihm unter dankbaren Rücken. Wie sie sich beugt über die Stirne<br />
Ganz hingekuschelten Mäusrichs und er gewahrt die rosige Ründe<br />
Sich entzünden in tiefem Dekolleté der leise summenden Zofe,<br />
Da beginnen die Mausheitsträume zu blassen, die Sprüche,<br />
All die geharnischten edlen Formeln, sie kringeln sich plötzlich<br />
Anmutvoll wie das ihn umschlängelnde Schwänzchen der schönen<br />
Dienerin. Strenge Weisheit will feiern. Was Sklaven! Was Hofstaat!<br />
Hier doch rauschen die Feste, die Herzen schwimmen in süßen<br />
Illusionen, Musik ist der Tugenden höchste und schönste.</p>
<p>So vergaß unter den duftenden Pfötchen der Liebe, bei sinnen-<br />
Frohen Festen in illuminierter Grotte der Mausrich<br />
Seines Auftrags, des hohen Amtes, der universalen Geltung<br />
Mäuslicher Rechte und Pflichten. Der Heimat vergaß er,<br />
Neuen Sehnens Düfte ließen ihm Gattin und Kinder<br />
Fern entrücken. Als Mundschenk der Königin lebte dahin er,<br />
Hymnen verfasst er der Herrschaft des Schönen, des lieblichen Rausches.</p>
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		<title>Das Imperium aus dem synaptischen Spalt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-imperium-aus-dem-synaptischen-spalt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-imperium-aus-dem-synaptischen-spalt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 May 2013 19:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der intentionale Spannungsbogen des Augustus wurde Stein und Gesetz, ließ aus dem Dung so vieler Toten den Glanz der marmornen Roma leuchten. Der Bogen überwölbte den Tod, sprühte mit dem Diadem des Kaisers unterm Stern der Apotheose – bis zum Untergang der Bourbonen, des Habsburgers Resignation. Doch wem unberufen das Imperium zufällt und er vertändelt [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-imperium-aus-dem-synaptischen-spalt/">Das Imperium aus dem synaptischen Spalt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der intentionale Spannungsbogen<br />
des Augustus wurde Stein und Gesetz,<br />
ließ aus dem Dung so vieler Toten<br />
den Glanz der marmornen Roma leuchten.</p>
<p>Der Bogen überwölbte den Tod,<br />
sprühte mit dem Diadem des Kaisers<br />
unterm Stern der Apotheose –<br />
bis zum Untergang der Bourbonen,<br />
des Habsburgers Resignation.</p>
<p>Doch wem unberufen das Imperium zufällt<br />
und er vertändelt die Zeit der Entscheidung<br />
mit Mätressen und Komödianten,<br />
dösend im Dunst exotischer Öle und Säfte,<br />
an giftgrünen Traumfrüchten leckend,<br />
wird rechtens gerächt vom Dolch des Verräters.</p>
<p>Und jener tölpelhafte Teufel,<br />
der die Cäsaren beerben<br />
und Paris übertrumpfen wollte:<br />
ein überspannter Gigolo der Macht,<br />
dem nach zwölf Jahren der Pest<br />
undeutscher Phosphorbogen<br />
auf die Schädelstätte der Nation,<br />
geschändeten Volkes sank.</p>
<p>Sprudeln die Schicksalsquellen<br />
nervöser Erregung zu heftig oder zu dünn,<br />
zerfurchen, überwuchern die Bahn des Sinns<br />
Raserei oder Abulie, Wahn oder Apathie,<br />
Glossolalie oder Alogie –<br />
das Szepter sinkt, das Wappen verblasst,<br />
der goldene Apfel rollt in den Sand.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neulich hab ich den Dings gesehen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/neulich-hab-ich-den-dings-gesehen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/neulich-hab-ich-den-dings-gesehen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 May 2013 18:32:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>„Wie hieß der noch mal?“ „Mensch, ist die dick geworden! Ist die immer noch mit dem Dings zusammen?“ „Die war doch damals ganz vornehm dabei!“ „Die diskutiert nicht, die hat recht.“ „Mensch, ist die dick geworden!“ „Der Alte hat sie sitzen lassen.“ „Blödsinn, die hat ihm ʼnen Schubs gegeben, von wegen Suff, Führerscheinentzug und so.“ [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/neulich-hab-ich-den-dings-gesehen/">Neulich hab ich den Dings gesehen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal">„Wie hieß der noch mal?“<br />
„Mensch, ist die dick geworden!<br />
Ist die immer noch mit dem Dings zusammen?“</p>
<p>„Die war doch damals ganz vornehm dabei!“<br />
„Die diskutiert nicht, die hat recht.“<br />
„Mensch, ist die dick geworden!“</p>
<p>„Der Alte hat sie sitzen lassen.“<br />
„Blödsinn, die hat ihm <span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>nen Schubs gegeben,<br />
von wegen Suff, Führerscheinentzug und so.“<br />
„Da kann die ruhig dick werden.“</p>
<p><i>O, der Schönheit edle Düfte,<br />
da dein Sommer sich geneigt<br />
über deines Herzens Klüfte<br />
mit den Myrten, weich verzweigt.<br />
</i><br />
„Die kriegt im Bett den Hals nicht voll.<br />
Für die Prada-Täschchen hält sie sich den Alten.<br />
Nachts schleicht sie rüber zu ihrem jungen Hengst.<br />
Den melkt die bis zum Morgengrauen.“</p>
<p>„Das solltest du dem Alten stecken.<br />
Dann triffst du sie bald bei der Arge.“<br />
„Quatsch, die angelt sich gleich <span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>nen Dummen,<br />
der ihr die Titten straffen lässt.“</p>
<p>„Die war doch mit dem Dings zusammen,<br />
du weißt, den mit der Hasenscharte.“<br />
„Mann, der ist doch längst krepiert. Prostata.<br />
Klar, hat keinen mehr hochgekriegt.<br />
Hat ihn kalt abserviert. Hat sich totgesoffen.“<br />
„Wie hieß der noch mal, der Dings?“</p>
<p><i>O, der Schönheit edle Düfte,<br />
da dein Sommer sich geneigt<br />
über deines Herzens Klüfte<br />
mit den Myrten, weich verzweigt.</i></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Odi profanum volgus</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/odi-profanum-volgus/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/odi-profanum-volgus/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 May 2013 18:42:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Kolbe]]></category>
		<category><![CDATA[Odi profanum volgus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1184</guid>
		<description><![CDATA[<p>Taunusanlage, Klein-Nizza, Frankfurt am Main In der Zusammenrottung verlierst dein Gesicht du: Formloser Brei drückt aus der Öffnung sich, Kollektiv-Anus eher denn Mund, geistiger Unrat, in Phrasen gestückelt, presst sich heraus. Staccato-Parolen rasender Spießgesellen, Gelöbnis-, Bekenntnisformeln muffig-verlogener Xenophilie, phobischer Anbetung unförmiger Götzen, hermaphroditischer Zwitter aus Engel und Greif, unter Flagellantenschweiß herausgepeitscht, übelriechend nach furor teutonicus. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/odi-profanum-volgus/">Odi profanum volgus</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Taunusanlage, Klein-Nizza, Frankfurt am Main</em></p>
<p>In der Zusammenrottung verlierst dein Gesicht du:<br />
Formloser Brei drückt aus der Öffnung sich,<br />
Kollektiv-Anus eher denn Mund,<br />
geistiger Unrat, in Phrasen gestückelt, presst sich heraus.</p>
<p>Staccato-Parolen rasender Spießgesellen,<br />
Gelöbnis-, Bekenntnisformeln muffig-verlogener Xenophilie,<br />
phobischer Anbetung unförmiger Götzen,<br />
hermaphroditischer Zwitter aus Engel und Greif,<br />
unter Flagellantenschweiß herausgepeitscht,<br />
übelriechend nach furor teutonicus.</p>
<p>Infantile Inbrunst – saugend-allesraubender Schlund:<br />
das Confiteor wurzelloser Talmi-Religion –<br />
ohne die Gnade.</p>
<p>Aus mittlerer Ferne wirkt der heroische Beethoven<br />
auf dem Hügel der Taunusanlage<br />
geradezu anmutig, kranichzart-stelzend,<br />
umseelt von den Genien-Mädchen.</p>
<p>Die Tanzszene Kolbes für Heine,<br />
auch sie kann entzücken –<br />
wie küssbar steigt die mövenschlanke Taille des Jünglings empor,<br />
wie entrückt schwebt das Blumen-Antlitz des Weibs.</p>
<p>Auf den Bänken am Nizza hocken die Dunklen,<br />
die Brosamen-Picker unter germanischen Tischen.<br />
Paradiert eine blonde Keltin ihren prachtvollen Hintern,<br />
schlafwandlerisch rührt sich die Gruppe,<br />
salutiert innerlich steif.</p>
<p>Den Stumpfen reizt nur das Stumpfe,<br />
wie den Geschmacklosen<br />
Frankfurter Würstchen, Döner und Gyros.</p>
<p>Du traust dem Gesicht nicht,<br />
das sein Mienenspiel synchronisiert mit der Bande.<br />
Mit dem Einzigen magst du es halten, für eine Weile.</p>
<p>Für immer bleibe ruhig bei dir,<br />
wie du in dich sanfter dich faltest<br />
vor dem Glitzer-Geschmeide,<br />
das süßes Licht über dem Wasser dir gönnt.</p>
<p>Am Ende versöhnt dich der Liebreiz,<br />
die holde Bronze des Mädchens,<br />
das liebend-schützend die Hand<br />
vor die zitternde Flamme hält.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ihre Ärsche sollen hängen tief!</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ihr-arsch-soll-hangen-tief/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ihr-arsch-soll-hangen-tief/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 14:27:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1171</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Dichter, der an eignen Fürzen sich begeistert und den Staat, der ihn nährt, verscheißert: Sein Odenklo sei immerdar uns fern! À la lanterne! À la lanterne! Der Maler Farbenblind, der seine Leinwand schnöd bepinkelt und den Staat, der ihn nährt, überhinkelt: Seines Urinoeuvres Stanke sei uns fern! À la lanterne! À la lanterne! Der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ihr-arsch-soll-hangen-tief/">Ihre Ärsche sollen hängen tief!</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Dichter, der an eignen Fürzen sich begeistert<br />
und den Staat, der ihn nährt, verscheißert:</p>
<p>Sein Odenklo sei immerdar uns fern!</p>
<p>À la lanterne!<br />
À la lanterne!</p>
<p>Der Maler Farbenblind, der seine Leinwand schnöd bepinkelt<br />
und den Staat, der ihn nährt, überhinkelt:</p>
<p>Seines Urinoeuvres Stanke sei uns fern!</p>
<p>À la lanterne!<br />
À la lanterne!</p>
<p>Der Student, der fremdes Eigentum beschmutzt<br />
und den Staat, der ihn nährt, als Faulbett nutzt:</p>
<p>Sein kritisch-hohler Kopf sei immerdar uns fern!</p>
<p>À la lanterne!<br />
À la lanterne!</p>
<p>Der Minister, der Volkes edle Lilien mäht<br />
und im Staat, der ihn nährt, Unkraut sät:</p>
<p>Sein perniziöser Sinn sei immerdar uns fern!</p>
<p>À la lanterne!<br />
À la lanterne!</p>
<p>Der Lehrer, der mit Phrasen Schülerhirne wäscht<br />
und den Staat, der ihn nährt, hypermoralisch basht:</p>
<p>Sein ungeratner Geist sei immerdar uns fern!</p>
<p>À la lanterne!<br />
À la lanterne!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wann endlich kommen die Chinesen?</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/wann-endlich-kommen-die-chinesen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/wann-endlich-kommen-die-chinesen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 10:39:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Leipziger Straße Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Leipziger Straße, Frankfurt am Main, Bockenheim Hier stinktʼs nach US-imperialistischem Beef, German Worscht und Frankfurter Süßgespritztem. Fassaden, Tore und Fenster sind ausgerenkt von den phosphoreszierenden Tentakeln des Markendesigns. Hier stinktʼs nach geschächtetem Blut und dem Dönerfurz orientalischer Barbaren, die verächtlich auf die gejäteten Gehwege teutonischer Gradsinnigkeit spucken. Wann endlich kommen die Chinesen, mit Lampions und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wann-endlich-kommen-die-chinesen/">Wann endlich kommen die Chinesen?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal"><i>Leipziger Straße, Frankfurt am Main, Bockenheim<br />
</i><br />
Hier stinkt<span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>s nach US-imperialistischem Beef,<br />
German Worscht und Frankfurter Süßgespritztem.<br />
Fassaden, Tore und Fenster sind ausgerenkt<br />
von den phosphoreszierenden Tentakeln des Markendesigns.</p>
<p>Hier stinkt<span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>s nach geschächtetem Blut<br />
und dem Dönerfurz orientalischer Barbaren,<br />
die verächtlich auf die gejäteten Gehwege<br />
teutonischer Gradsinnigkeit spucken.</p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal">Wann endlich kommen die Chinesen,<br />
mit Lampions und Purpurrascheln,<br />
mit goldenen Drachen und Raketen,<br />
dem Zwitschergesang der Oper, den Trippel-<br />
schrittchen der süßen Sklavinnen des ZK,<br />
die Fähnchen schwingend und Stäbchen<br />
mit Sangesspritzern und Weihrauchbeize<br />
die Leipziger auswaschen und -räuchern?</p>
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