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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Wittgenstein-Sonette</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
	<lastBuildDate>Sun, 24 May 2026 22:02:23 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Die Mücke Gottes</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2026 23:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Die Mücke Gottes Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Babylonischer Talmud, Traktat Gittin, 56b–57a Rabbinen diente dies zum höchsten Preise: Der Herr, der thronet über allen Dingen, befahl der Mücke, in das Hirn zu dringen, durch Titus Nase machte sie die Reise. Dort hat sie sich gemästet an den Zellen, die ausgeheckt die schrecklichen Verbrechen. Um an des Tempels Schändung sich zu rächen, ließ [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-muecke-gottes/">Die Mücke Gottes</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Babylonischer Talmud, Traktat Gittin, 56b–57a<br />
</em><br />
Rabbinen diente dies zum höchsten Preise:<br />
Der Herr, der thronet über allen Dingen,<br />
befahl der Mücke, in das Hirn zu dringen,<br />
durch Titus Nase machte sie die Reise.</p>
<p>Dort hat sie sich gemästet an den Zellen,<br />
die ausgeheckt die schrecklichen Verbrechen.<br />
Um an des Tempels Schändung sich zu rächen,<br />
ließ er in seinem Schädel Zimbeln schellen.</p>
<p>Und Gottes Mücke wurde fett und fetter,<br />
sie sirrte durch des Wüstlings Wahnverlies,<br />
der auf der Tora seine Hure stieß.<br />
Ihm half kein Schreien nach Apoll, dem Retter.</p>
<p>Welch Glühn kann in erloschnen Herzen rasen,<br />
wenn Racheengel in die Asche blasen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Anmerkung zum Verständnis:</em><br />
Der römische Feldherr Titus hat unter Kaiser Vespasian, seinem Vater, den jüdischen Aufstand gegen die römische Fremdherrschaft im Jahre 70 n. Chr. endgültig niedergeschlagen, den Jerusalemer Tempel zerstört und seine Schätze wie die Menora und den Schaubrottisch nach Rom verbracht (Abbildung seines Triumphzuges auf dem Titusbogen in Rom). Die historischen Details berichtet der zum Feind übergelaufene jüdische Gelehrte Flavius Josephus in seinem Buch „Der jüdische Krieg“. Der rabbinischen Legende des babylonischen Talmuds nach soll Gott einer Mücke befohlen haben, in des Titus Nase zu kriechen und bis in sein Gehirn vorzudringen; dort habe sie sich über Jahre fett und fetter gefressen; der Übeltäter, der den jüdischen Tempel in Jerusalem entweihte, indem er in das Allerheiligste eindrang und dort mit einer Hure auf einer ausgebreiteten Torarolle Unzucht getrieben habe, sei dadurch dem Wahnsinn (unter grauenerregenden Gehörshalluzinationen) verfallen und schließlich am Zerstörungswerk des gottgesandten Parasiten elend zugrunde gegangen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Siehe auch:<br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.youtube.com/watch?v=jYhK95vGkb0">https://www.youtube.com/watch?v=jYhK95vGkb0</a><br />
</em></p>
<p><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.alamy.de/rom-italien-die-prozessionstafel-auf-dem-titusbogen-im-forum-romanum-der-bogen-wurde-nach-titus-tod-gebaut-um-seiner-eroberung-von-jud-zu-gedenken-image431954207.html">https://www.alamy.de/rom-italien-die-prozessionstafel-auf-dem-titusbogen-im-forum-romanum-der-bogen-wurde-nach-titus-tod-gebaut-um-seiner-eroberung-von-jud-zu-gedenken-image431954207.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Schiffbruch vor Thule</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/schiffbruch-vor-thule/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Nov 2024 23:05:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Schiffbruch vor Thule Wittgenstein Sonette poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich denke tatsächlich mit der Feder, denn mein Kopf weiß oft nichts von dem, was meine Hand schreibt. Ludwig Wittgenstein &#160; Blind hat die Feder auf dem Strand getanzt, die feine Gischt der Handschrift ist geflogen, das Ohr, dem milden Rauschen hingebogen, auf Planken, bebende, das Herz gestanzt. Und war ein Riff, wo sich die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schiffbruch-vor-thule/">Schiffbruch vor Thule</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich denke tatsächlich mit der Feder, denn mein Kopf weiß oft nichts von dem, was meine Hand schreibt.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Blind hat die Feder auf dem Strand getanzt,<br />
die feine Gischt der Handschrift ist geflogen,<br />
das Ohr, dem milden Rauschen hingebogen,<br />
auf Planken, bebende, das Herz gestanzt.</p>
<p>Und war ein Riff, wo sich die Welle staut,<br />
gewiefter Vers hat seitwärts sich gewunden.<br />
Glomm schon der Mond an Reimes Dämmersunden,<br />
hat Abend noch im Vogelflaum geblaut.</p>
<p>Auf toten Tasten kannst du ihn nicht finden,<br />
den Rhythmus, der dich träumend weiterträgt<br />
gen Thule, wo die Früchte golden prunken.</p>
<p>Der Vers mußt sich um schroffe Klippen winden,<br />
doch hat ein Dämon ihm den Kiel zersägt,<br />
zu stummen Muscheln ist er hingesunken.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Aus dem Dunkel pflücken</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/aus-dem-dunkel-pfluecken/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/aus-dem-dunkel-pfluecken/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2024 23:05:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Aus dem Dunkel pflücken Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie finde ich das richtige Wort? Wie wähle ich unter den Worten? Es ist wohl manchmal, als vergliche ich sie nach feinen Unterschieden des Aromas. Ludwig Wittgenstein &#160; De la musique avant toute chose, Et pour cela préfère l’Impair Plus vague et plus soluble dans l’air, Sans rien en lui qui pèse ou qui pose. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/aus-dem-dunkel-pfluecken/">Aus dem Dunkel pflücken</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wie finde ich das richtige Wort? Wie wähle ich unter den Worten? Es ist wohl manchmal, als vergliche ich sie nach feinen Unterschieden des Aromas.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>De la musique avant toute chose,<br />
Et pour cela préfère l’Impair<br />
Plus vague et plus soluble dans l’air,<br />
Sans rien en lui qui pèse ou qui pose.</em></p>
<p><em>Paul Verlaine</em></p>
<p><em>Nur reine Klänge dir erlose,<br />
und jeden kröne andrer Duft,<br />
ein Rätsel leicht gelöst in Luft,<br />
und nichts daran sei Prunk, sei Pose.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein Fächer, schimmern Augen durch die Spalten,<br />
enthüllt uns mehr als schamlos nacktes Grinsen.<br />
Der Vers verkohlt im Brennpunkt scharfer Linsen,<br />
er blüht, ins kühle Licht des Monds gehalten.</p>
<p>Und die nach Kampfer, fetten Salben riechen,<br />
gewickelt um die Ego-Wunde, Zeilen,<br />
die uns der Schwermut zarten Riß nicht heilen,<br />
verschmähen wir, um heiter hinzusiechen.</p>
<p>Die aus des Südens Hain zu wehen scheinen,<br />
hat Sehnsucht aufgetan der Sommernacht<br />
die Fenster, sind es, Düfte, die wir meinen.</p>
<p>Die Namen, die wir aus dem Dunkel pflücken,<br />
sind süßer als der herbe Tag gedacht.<br />
Wir winden sie, der Liebe Bild zu schmücken.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Umrauscht vom Namenlosen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/umrauscht-vom-namenlosen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/umrauscht-vom-namenlosen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2024 22:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Umrauscht vom Namenlosen Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der seelenvolle Ausdruck in der Musik, – er ist doch nicht nach Regeln zu erkennen. Und warum können wir uns nicht vorstellen, daß er&#8217;s für andere Wesen wäre? Wenn dir plötzlich ein Thema, eine Wendung etwas sagt, so brauchst du dir&#8217;s nicht erklären zu können. Es ist dir plötzlich auch diese Geste zugänglich. Ludwig Wittgenstein [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/umrauscht-vom-namenlosen/">Umrauscht vom Namenlosen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der seelenvolle Ausdruck in der Musik, – er ist doch nicht nach Regeln zu erkennen. Und warum können wir uns nicht vorstellen, daß er&#8217;s für andere Wesen wäre?</p>
<p>Wenn dir plötzlich ein Thema, eine Wendung etwas sagt, so brauchst du dir&#8217;s nicht erklären zu können. Es ist dir plötzlich auch <strong>diese</strong> Geste zugänglich.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein (Zettel, Nr. 157, 158)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als schliefen Brunnennymphen unterm Schnee,<br />
was wild geäugt, ward blind, die Wollust Milde.<br />
Der Mond steht über dem entrückten Bilde,<br />
verschleiert wie ein Vers von Mallarmé.</p>
<p>Als hörtest durch des Dämmers Laub du Schwäne<br />
auf weichem Wasser sanft im Schlafe gleiten,<br />
kann nie vernommener Klang dein Fühlen weiten,<br />
matt schimmernd wie im Liede von Verlaine.</p>
<p>Es seufzten Scheite auf im müden Herde,<br />
und wärmer schien, was von den Lippen drang.<br />
Wie überströmte jäh dich die Gebärde,</p>
<p>da sie hinabgeneigt zum Hauch der Rosen<br />
die Augen schloß und leise Verse sang.<br />
O Insel Wort, umrauscht vom Namenlosen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die geöffnete Gartenpforte</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-geoeffnete-gartenpforte/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-geoeffnete-gartenpforte/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Oct 2024 22:01:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die geöffnete Gartenpforte Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Denk nicht, sondern schau! Ludwig Wittgenstein &#160; Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum. Johann Wolfgang von Goethe &#160; Du fühlst es, ist von Dingen, ungeschauten, die Rede: Staub steigt auf und Phrase flockt, fühlst, wie Gesang ins Blaue, Offne lockt, wo Perlen leuchtend aus dem Nebel tauten. Die graue [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-geoeffnete-gartenpforte/">Die geöffnete Gartenpforte</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Denk nicht, sondern schau!</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Grau, teurer Freund, ist alle Theorie,</em><br />
<em> und grün des Lebens goldner Baum.</em></p>
<p><em>Johann Wolfgang von Goethe</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Du fühlst es, ist von Dingen, ungeschauten,<br />
die Rede: Staub steigt auf und Phrase flockt,<br />
fühlst, wie Gesang ins Blaue, Offne lockt,<br />
wo Perlen leuchtend aus dem Nebel tauten.</p>
<p>Die graue Norne sagt dir leiernd immer:<br />
Du Klümpchen Kehricht an des Schicksals Rad!<br />
Doch lächelnd führt dich einen Seitenpfad<br />
die Muse mit dem grünen Augenschimmer.</p>
<p>Stopf, Dichter, keine sonnenblinden Worte<br />
in kargen Fühlens unbeseelte Lücken.<br />
Schließ sie uns auf, die morsche Gartenpforte,</p>
<p>daß wir, was du gesät hast, blühen sehen.<br />
Denn nur der Augenblick kann uns entzücken,<br />
die Glut der Rosen und der Schnee der Schlehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der wandernde Vers</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-wandernde-vers/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-wandernde-vers/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2024 22:08:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der wandernde Vers Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Diese musikalische Phrase ist für mich eine Gebärde. Sie schleicht sich in mein Leben ein. Ich mache sie mir zu eigen. Aber man nennt doch etwas „abgedroschen“. – Und man sagt „Diese Melodie ist immer neu“ … Wie soll ich&#8217;s sagen? Das ist sicher: eine steife, eine puppenhafte Gebärde ist für uns keine Gebärde. Ludwig [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-wandernde-vers/">Der wandernde Vers</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese musikalische Phrase ist für mich eine Gebärde. Sie schleicht sich in mein Leben ein. Ich mache sie mir zu eigen.</p>
<p>Aber man nennt doch etwas „abgedroschen“. – Und man sagt „Diese Melodie ist immer neu“ … Wie soll ich&#8217;s sagen? Das ist sicher: eine steife, eine puppenhafte Gebärde ist für uns keine Gebärde.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das trockne Rascheln wird uns schon Gebärde,<br />
fährt Herbstwind durch das hingesunkene Laub,<br />
es ist wie Abschied von der dunklen Erde,<br />
als schmeckten wir beim Worte Abend Staub.</p>
<p>Und rinnt der Regen, da wir einsam liegen,<br />
glänzt uns im müden Rauschen auf wie Schaum<br />
die Melodie, der weichen Woge Wiegen,<br />
und trägt uns heim zum grünen Ufersaum.</p>
<p>Die ausgefransten Rüschen, Dichter, schneide<br />
mit einer Schere ab, die schwirrt und blinkt,<br />
den Vers verhüll im schlichten Pilgerkleide.</p>
<p>Mag wandern er hinan zur Waldkapelle,<br />
wo er den Glanz des Gnadenbildes trinkt,<br />
wie Rose Licht und Tau die Immortelle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-wandernde-vers/">Der wandernde Vers</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unnennbares Leuchten</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/unnennbares-leuchten/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/unnennbares-leuchten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Oct 2024 22:16:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Unnennbares Leuchten Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Man könnte sich Menschen denken, die etwas einer Sprache nicht ganz Unähnliches besäßen: Lautgebärden, ohne Wortschatz oder Grammatik. („Mit Zungen reden.“) Ludwig Wittgenstein (Philosophische Untersuchungen, Nr. 528) &#160; Ich weiß, wie du es meinst, wenn du mir lächelst: „Laß uns noch weilen hier im Abendscheine!“ Du weißt, schließ ich die Augen, was ich meine: „Mir [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/unnennbares-leuchten/">Unnennbares Leuchten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Man könnte sich Menschen denken, die etwas einer Sprache nicht ganz Unähnliches besäßen: Lautgebärden, ohne Wortschatz oder Grammatik. („Mit Zungen reden.“)</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein (Philosophische Untersuchungen, Nr. 528)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich weiß, wie du es meinst, wenn du mir lächelst:<br />
„Laß uns noch weilen hier im Abendscheine!“<br />
Du weißt, schließ ich die Augen, was ich meine:<br />
„Mir ist, als ob du Duft von Träumen fächelst.“</p>
<p>Wenn tänzerisch sich deine Füße heben,<br />
als ließen sie die Last der dumpfen Erde,<br />
betört mich deiner Grazie Gebärde,<br />
wie Blütenblätter in die Bläue schweben.</p>
<p>Es braucht der Worte nicht, daß ich es fühle,<br />
wenn dunkelnd sich die Augen dir befeuchten,<br />
wie bang dir wird, haucht Nacht uns jähe Kühle.</p>
<p>Das Ungesagte zwischen manchen Zeilen<br />
scheint wie des Mondes unnennbares Leuchten,<br />
vom Laut des Tages fern, im Traum zu weilen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/unnennbares-leuchten/">Unnennbares Leuchten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die getrübte Flut</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-getruebte-flut/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-getruebte-flut/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Oct 2024 22:04:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die getrübte Flut Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wenn ich ein Gedicht … mit Empfindung lese, so geht doch etwas in mir vor, was nicht vorgeht, wenn ich die Zeilen nur der Information wegen überfliege. Ludwig Wittgenstein &#160; Wie Diebe, die nur auf den Wert erpicht, sie schmelzen die Geschmeide ein zu Brocken, die Wohlgestalt kann ihren Blick nicht locken, vergebens funkelt es, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-getruebte-flut/">Die getrübte Flut</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wenn ich ein Gedicht … mit Empfindung lese, so geht doch etwas in mir vor, was nicht vorgeht, wenn ich die Zeilen nur der Information wegen überfliege.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie Diebe, die nur auf den Wert erpicht,<br />
sie schmelzen die Geschmeide ein zu Brocken,<br />
die Wohlgestalt kann ihren Blick nicht locken,<br />
vergebens funkelt es, das goldne Licht –</p>
<p>die Krähe hat die Federn wüst gerupft,<br />
die einer Taube zarten Leib umgaben,<br />
um ihren Schnabel in das Fleisch zu graben,<br />
der Flaum, wie er dahinsinkt, rot getupft –</p>
<p>so knacken sie wie Muscheln auf die Schalen,<br />
die silbern dem Gedicht das Herz umhüllen,<br />
und hastig schlürfen sie das helle Blut.</p>
<p>Es kann der leise Ton den Durst nicht stillen<br />
den Rohen, die mit schrillen Phrasen prahlen –<br />
wie trüben sie des klaren Sanges Flut.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der scharfe Schaum der Bilder</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-scharfe-schaum-der-bilder/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Oct 2024 22:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der scharfe Schaum der Bilder Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=32986</guid>
		<description><![CDATA[<p>Aspektblindheit wird verwandt sein mit dem Mangel des musikalischen Gehörs. Ludwig Wittgenstein (MS 144) &#160; Wir können stumme Gesten wohl verstehen, die Haut der Stirne lesen, wie sie spannt, die kaum bewußte Fahrigkeit der Hand, die wie im Traume winkt, doch mitzugehen. Wie hören Klänge in die Nacht entweichen, und wissen, was es heißt, daß [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-scharfe-schaum-der-bilder/">Der scharfe Schaum der Bilder</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aspektblindheit wird verwandt sein mit dem Mangel des musikalischen Gehörs.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein (MS 144)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir können stumme Gesten wohl verstehen,<br />
die Haut der Stirne lesen, wie sie spannt,<br />
die kaum bewußte Fahrigkeit der Hand,<br />
die wie im Traume winkt, doch mitzugehen.</p>
<p>Wie hören Klänge in die Nacht entweichen,<br />
und wissen, was es heißt, daß er nicht hält,<br />
der abgerissene Faden mit der Welt,<br />
der Gram, wenn keine Briefe uns erreichen.</p>
<p>Doch Augen, blind vom scharfen Schaum der Bilder,<br />
und Ohren, taub von Blechen, blank geschlagen,<br />
sie lassen leer die Seelen gleich Gespenstern.</p>
<p>Wir aber wollen spät an Sommertagen,<br />
denn weiche Abendschatten stimmen milder,<br />
die Stille atmen, Duft aus offnen Fenstern.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Unergründlich</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/unergruendlich/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Oct 2024 22:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Unergründlich Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der seelenvolle Ausdruck in der Musik. Er ist nicht nach Graden der Stärke und des Tempos zu beschreiben. Sowenig wie der seelenvolle Gesichtsausdruck durch räumliche Maße. Ludwig Wittgenstein &#160; Aufs Wasser fiel die Frucht. Die Wellenkreise sind Versen gleich, die um die Mitte schwingen, die dunkel bleibt, wenn sie das Licht besingen und selber leuchten [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/unergruendlich/">Unergründlich</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der seelenvolle Ausdruck in der Musik. Er ist nicht nach Graden der Stärke und des Tempos zu beschreiben. Sowenig wie der seelenvolle Gesichtsausdruck durch räumliche Maße.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aufs Wasser fiel die Frucht. Die Wellenkreise<br />
sind Versen gleich, die um die Mitte schwingen,<br />
die dunkel bleibt, wenn sie das Licht besingen<br />
und selber leuchten auf geheime Weise.</p>
<p>Ein Lächeln überglänzt des Müden Falten,<br />
sie lösen sich, wenn sie ein Mund behauchte<br />
mit jenem Wort, das ihn noch nicht verbrauchte,<br />
den Duft, im Kelch der Liebe einbehalten.</p>
<p>Der Ton will dir schon aus dem Versmaß fließen,<br />
hell schäumen auch im unbetretnen Dunkel.<br />
Geh, Dichter, mutig noch die letzten Schritte,</p>
<p>bis über dir der hohen Nacht Gefunkel<br />
den letzten Vers entsandt, den bitter-süßen:<br />
Stumm, unergründlich bleibt des Daseins Mitte.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gezeiten der Liebe</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gezeiten-der-liebe/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/gezeiten-der-liebe/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Oct 2024 22:08:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
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		<category><![CDATA[Gezeiten der Liebe Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Liebe ist kein Gefühl. Liebe wird erprobt, Schmerzen nicht. Man sagt nicht: „Das war kein wahrer Schmerz, sonst hätte er nicht so schnell nachgelassen.“ Ludwig Wittgenstein (Zettel, Nr. 504) &#160; Das Herz schlägt schneller, eilt sie dir entgegen, du liebst, beglückt von trunkner Küsse Schauer. Doch auch, das müde Haupt gesenkt in Trauer, wenn leer [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gezeiten-der-liebe/">Gezeiten der Liebe</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Liebe ist kein Gefühl. Liebe wird erprobt, Schmerzen nicht. Man sagt nicht: „Das war kein wahrer Schmerz, sonst hätte er nicht so schnell nachgelassen.“</em></p>
<p>Ludwig Wittgenstein (Zettel, Nr. 504)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Herz schlägt schneller, eilt sie dir entgegen,<br />
du liebst, beglückt von trunkner Küsse Schauer.<br />
Doch auch, das müde Haupt gesenkt in Trauer,<br />
wenn leer das Laken fahlt, wo ihr gelegen.</p>
<p>Die Welle Glück schwillt an in den Gezeiten<br />
bei vollem Mond und ebbt, wird er verschattet.<br />
Es seufzt die Liebe lang, bis sie ermattet,<br />
vor Blüten, die auf dunklen Wassern gleiten.</p>
<p>Gefühl ist alles, sprach aus Faust der Dämon,<br />
doch zeigt ihr Opfer, es war Margarete,<br />
die reiner fühlte als der Unrast Sohn.</p>
<p>Dein Vers sei, Dichter, eine zarte Ranke,<br />
ihr Blattwerk spiegle noch wie Dankgebete<br />
das hohe Licht, wenn schon der Boden schwanke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gezeiten-der-liebe/">Gezeiten der Liebe</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Jäh angeschlagene Saiten</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/jaeh-angeschlagene-saiten/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/jaeh-angeschlagene-saiten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Oct 2024 22:22:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Jäh angeschlagene Saiten Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das Aussprechen eines Wortes ist gleichsam ein Anschlagen einer Taste auf dem Vorstellungsklavier. Ludwig Wittgenstein &#160; Jäh angeschlagen, zittern bange Saiten. Als würden Blitze durch das Dunkel zacken und Schauern beugen sich der Anmut Nacken, scheinst über Feuerknospen du zu gleiten. Schon bettet dich ein Raunen schwanker Halme, an Blütenlippen schimmern leise Reime, und Worte [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/jaeh-angeschlagene-saiten/">Jäh angeschlagene Saiten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Aussprechen eines Wortes ist gleichsam ein Anschlagen einer Taste auf dem Vorstellungsklavier.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jäh angeschlagen, zittern bange Saiten.<br />
Als würden Blitze durch das Dunkel zacken<br />
und Schauern beugen sich der Anmut Nacken,<br />
scheinst über Feuerknospen du zu gleiten.</p>
<p>Schon bettet dich ein Raunen schwanker Halme,<br />
an Blütenlippen schimmern leise Reime,<br />
und Worte sagst du vor dich hin, geheime,<br />
sie windend dir zum Kranz, zum Dankespsalme.</p>
<p>Bleibt, Dichter, Rascheln dir von dürren Blättern,<br />
gehst einsam du durch herbstliche Alleen,<br />
tönt noch ein Echo zartgeschweifter Lettern,</p>
<p>als habe Sturm in deine Schrift geblasen.<br />
O fühl, wie toter Blumen Seelen wehen,<br />
die einst geprangt in schön bemalten Vasen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Laut und Sinn</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/laut-und-sinn/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Oct 2024 22:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Laut und Sinn Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Satz ist kein bloßer Laut; er ist mehr. Der Satz ist wie ein Schlüsselbart, dessen einzelne Zacken so angeordnet gewisse (bekannte) seelische Hebel in gewisser Weise bewegen. Der Satz spielt gleichsam auf dem Instrument der Seele ein Thema (einen Gedanken). Ludwig Wittgenstein &#160; Im selben Raum sind Auge und Objekt, doch können wir uns [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/laut-und-sinn/">Laut und Sinn</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Satz ist kein bloßer Laut; er ist mehr.</em></p>
<p><em>Der Satz ist wie ein Schlüsselbart, dessen einzelne Zacken so angeordnet gewisse (bekannte) seelische Hebel in gewisser Weise bewegen. Der Satz spielt gleichsam auf dem Instrument der Seele ein Thema (einen Gedanken).</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im selben Raum sind Auge und Objekt,<br />
doch können wir uns selbst zugleich nicht sehen.<br />
Die wie im Halbschlaf uns vom Munde wehen,<br />
die Laute sind aus Luft, der Sinn verdeckt.</p>
<p>Und wir enthüllen ihn, er strahlt entblößt.<br />
Was an die harten Stirnen schien zu klopfen,<br />
erglänzt am Blatt des Verses, gleich den Tropfen,<br />
die sich vom Saum des Schweigens abgelöst.</p>
<p>Die Tropfen feuchten nicht die trocknen Lippen,<br />
doch lindern sie den Schmerz verborgner Wunden.<br />
Der Vers, er dringt in das Verlies der Rippen.</p>
<p>Nur der sublime, strömend wie das Wasser,<br />
dem voller Mond ein Seufzen hat entbunden,<br />
macht leiser unsern Puls, die Wange blasser.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/laut-und-sinn/">Laut und Sinn</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Fernes Winken</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/fernes-winken/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/fernes-winken/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Oct 2024 22:04:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Fernes Winken Wittgenstein-Sonette poetologische Geedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Vergiß nicht, daß ein Gedicht, wenn auch in der Sprache der Mitteilung abgefaßt, nicht im Sprachspiel der Mitteilung verwendet wird. In der Wortsprache ist ein starkes musikalisches Element. (Ein Seufzer, der Tonfall der Frage, der Verkündigung, der Sehnsucht, alle die unzähligen Gesten des Tonfalls.) Ludwig Wittgenstein &#160; Das Lied sei wie ein fernes, vages Winken [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/fernes-winken/">Fernes Winken</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vergiß nicht, daß ein Gedicht, wenn auch in der Sprache der Mitteilung abgefaßt, nicht im Sprachspiel der Mitteilung verwendet wird.</em></p>
<p><em>In der Wortsprache ist ein starkes musikalisches Element. (Ein Seufzer, der Tonfall der Frage, der Verkündigung, der Sehnsucht, alle die unzähligen Gesten des Tonfalls.)</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Lied sei wie ein fernes, vages Winken<br />
vom Bord des Schiffs, die Züge des Gesichtes<br />
sind schon verwischt im Dunst des Gegenlichtes,<br />
die Rührung währt, wenn auch die Hände sinken.</p>
<p>Wie unterm Kuß magst du die Augen schließen,<br />
wenn Düfte dich der Gegenwart entreißen.<br />
Du siehst noch in der Nacht die Blüten gleißen,<br />
auf des Erinnerns Strom die Verse fließen.</p>
<p>Stopf weichen Mull in des Gesanges Trichter,<br />
daß nur gedämpft die dunkle Klage bebt.<br />
Verhüll der Liebe Antlitz mit dem Schleier,</p>
<p>den du aus matter Schwermut Taft gewebt.<br />
Sei leiser Zeichen, die fern schimmern, Dichter,<br />
wie Schwäne aus dem Schilf im Abendweiher.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/fernes-winken/">Fernes Winken</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Im Schatten wandeln</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/im-schatten-wandeln/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Oct 2024 22:04:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Im Schatten wandeln Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mein Ideal ist eine gewisse Kühle. Ein Tempel, der den Leidenschaften als Umgebung dient, ohne in sie hineinzureden. Ludwig Wittgenstein &#160; Der Kreuzgang spendet Wandelnden den Schatten, wenn in der Mitte Wasser glitzernd kühlen. Im Herd des Leidens ist noch Glut zu fühlen, die dunkel seufzt, wenn Beter schon ermatten. Die Fliesen zieren Knospen, Feuertiegel, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-schatten-wandeln/">Im Schatten wandeln</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mein Ideal ist eine gewisse Kühle</em>. <em>Ein Tempel, der den Leidenschaften als Umgebung dient, ohne in sie hineinzureden.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Kreuzgang spendet Wandelnden den Schatten,<br />
wenn in der Mitte Wasser glitzernd kühlen.<br />
Im Herd des Leidens ist noch Glut zu fühlen,<br />
die dunkel seufzt, wenn Beter schon ermatten.</p>
<p>Die Fliesen zieren Knospen, Feuertiegel,<br />
kalt klären sie die Sinne, die im Flirren<br />
dem Meer entstiegner Lüfte sich verwirren,<br />
doch brennt die Stirne unterm Aschensiegel.</p>
<p>Form dein Gedicht uns wie die Säulenhalle,<br />
wo wir erhitzt vom Tag im Schatten wandeln.<br />
Dein Reim sag, Dichter, was die Quelle lalle,</p>
<p>die du aus harter Erde ausgegraben.<br />
Mag kein Geschwätz die Stille uns verschandeln,<br />
die golden tropft wie Honig aus den Waben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-schatten-wandeln/">Im Schatten wandeln</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Gleichnisrede</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-gleichnisrede/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Oct 2024 22:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die Gleichnisrede Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Was ich erfinde, sind neue Gleichnisse. Ludwig Wittgenstein &#160; Das Gleichnis von der Leiter, die uns führt empor auf streng verfugten Sinnes Sprossen. Doch macht der Gegensinn uns nicht verdrossen, daß einer schwebend nicht den Halt verliert. Das Gleichnis von der Fliege, das uns meint, gefangen wie in transparenten Wänden, daß wir des Sinnes Lichtung [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-gleichnisrede/">Die Gleichnisrede</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Was ich erfinde, sind neue Gleichnisse.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Gleichnis von der Leiter, die uns führt<br />
empor auf streng verfugten Sinnes Sprossen.<br />
Doch macht der Gegensinn uns nicht verdrossen,<br />
daß einer schwebend nicht den Halt verliert.</p>
<p>Das Gleichnis von der Fliege, das uns meint,<br />
gefangen wie in transparenten Wänden,<br />
daß wir des Sinnes Lichtung eher fänden,<br />
den Weg betretend, der uns dunkel scheint.</p>
<p>Am Ende auch das Gleichnis von den Flüssen,<br />
die ihre Ufer formen und verbreitern,<br />
zeigt uns, daß wir vom dunklen Grund nichts wissen.</p>
<p>Ob wir im Ozean des Schweigens münden,<br />
im dürren Karste des Geredes scheitern,<br />
kann keine Gleichnisrede uns ergründen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-gleichnisrede/">Die Gleichnisrede</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Löcher im Netz</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/loecher-im-netz-2/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/loecher-im-netz-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2024 22:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Löcher im Netz Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=32930</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ist es also so, daß ich gewisse Autoritäten anerkennen muß, um überhaupt urteilen zu können? Man könnte Einem, der gegen die zweifellosen Sätze Einwände machen wollte, einfach sagen „Ach, Unsinn!“. Also nicht ihm antworten, sondern ihn zurechtweisen. Worauf kann ich mich verlassen? Ich will eigentlich nur sagen, daß ein Sprachspiel nur möglich ist, wenn man [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/loecher-im-netz-2/">Löcher im Netz</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ist es also so, daß ich gewisse Autoritäten anerkennen muß, um überhaupt urteilen zu können?</p>
<p>Man könnte Einem, der gegen die zweifellosen Sätze Einwände machen wollte, einfach sagen „Ach, Unsinn!“. Also nicht ihm antworten, sondern ihn zurechtweisen.</p>
<p>Worauf kann ich mich verlassen?</p>
<p>Ich will eigentlich nur sagen, daß ein Sprachspiel nur möglich ist, wenn man sich auf etwas verläßt. (Ich habe nicht gesagt „auf etwas verlassen kann“.)</p>
<p>Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 493, 495, 508, 509)<br />
</em></p>
<p>Nimm an, der Spiegel sei konvex verbogen,<br />
worin man einzig sich zu sehen pflegt –<br />
nie würde der Verdacht in dir erregt,<br />
dein wahres Bild blieb ewig dir entzogen.</p>
<p>Wär es an wenig Stellen leicht gerissen,<br />
das Netz der Sprache, welches dir gespannt –<br />
die Spinne Sinn hat flugs sie überrannt,<br />
was durchgeschlüpft, sie wird es nicht vermissen.</p>
<p>Der Zweifel, der behaucht ihn lang genug,<br />
macht, daß der klare Spiegel dir erblinde.<br />
Und keine Spinne wird es neu dir weben,</p>
<p>hast du zerfetzt das Netz als eitlen Trug.<br />
Schält Irrwitz von der Sprache Stamm die Rinde,<br />
wird Blatt um Blatt der Sinn ins Dunkel schweben.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Im Wachen geträumt, im Traum erwacht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/im-wachen-getraeumt-im-traum-erwacht/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/im-wachen-getraeumt-im-traum-erwacht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Oct 2024 22:12:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Im Wachen geträumt im Traum erwacht Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=32928</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wenn man aber mit dem Bedenken kommt: Wie, wenn ich plötzlich sozusagen aufwachte und sagte „Jetzt hab ich mir eingebildet, ich heiße L. W.!“ – wer sagt denn, daß ich nicht noch einmal aufwache und nun dies als sonderbare Einbildung erkläre, usf. Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 642) &#160; Der Schnee verhüllt mit feinem Tuch [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-wachen-getraeumt-im-traum-erwacht/">Im Wachen geträumt, im Traum erwacht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wenn man aber mit dem Bedenken kommt: Wie, wenn ich plötzlich sozusagen aufwachte und sagte „Jetzt hab ich mir eingebildet, ich heiße L. W.!“ – wer sagt denn, daß ich nicht noch einmal aufwache und nun dies als sonderbare Einbildung erkläre, usf.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 642)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Schnee verhüllt mit feinem Tuch das Feld,<br />
von Wolken, die wie Kissen auf sich bauschen,<br />
dringt dir ins Ohr ein angenehmes Rauschen.<br />
Dich dünkt, du wärst allein auf dieser Welt.</p>
<p>Nun zieht es jählings ab, das Tuch ein Wind,<br />
und überwirklich blaut er nun, türkisen,<br />
der Himmel, wie Marokkos blaue Fliesen.<br />
Dir scheint, du warst zuvor vom Traumschnee blind.</p>
<p>Hat dich das Rauschen in den Schlaf gewiegt,<br />
und hast im Traum die Welt im Schnee gesehen,<br />
Schnee, der so weich auf weichen Lidern liegt?</p>
<p>Blies fort der Wind ihn und du bist erwacht?<br />
So schließ die Augen wieder, fühl, es wehen<br />
die Flocken hell in deiner hellen Nacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der jäh angeschlagene Gong</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-jaeh-angeschlagene-gong/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-jaeh-angeschlagene-gong/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Oct 2024 22:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
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		<category><![CDATA[Der jäh angeschlagene Gong Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Worte eines Dichters können uns durch und durch gehen. Ludwig Wittgenstein (Zettel, Nr. 155) &#160; Es trifft der Ton, der milde oder schroffe – ein Gong wird das Bewußtsein angeschlagen. Erschüttert kann es nur von Schmerzen sagen, dem feinen Riß im traumgewebten Stoffe. Wie eine Scheibe, die des Nachts gefroren, von kristallinem Flor ward überblendet, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-jaeh-angeschlagene-gong/">Der jäh angeschlagene Gong</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Worte eines Dichters können uns durch und durch gehen.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein (Zettel, Nr. 155)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es trifft der Ton, der milde oder schroffe –<br />
ein Gong wird das Bewußtsein angeschlagen.<br />
Erschüttert kann es nur von Schmerzen sagen,<br />
dem feinen Riß im traumgewebten Stoffe.</p>
<p>Wie eine Scheibe, die des Nachts gefroren,<br />
von kristallinem Flor ward überblendet,<br />
hat das Gedicht den hellen Kelch gespendet,<br />
aus einem zarten Keim der Nacht geboren.</p>
<p>Und keiner weiß, wozu sie uns geschenkt,<br />
die Keime, die zu lichtem Nichts erblühen.<br />
Doch scheint erwacht, dem sie sich eingesenkt,</p>
<p>wenn Stengel durch die Haut des Schlafes dringen<br />
und rings die surrealen Knospen glühen.<br />
Laß, Dichter, sie im Hauch des Liedes schwingen!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Verfehltes Treffen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/verfehltes-treffen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/verfehltes-treffen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2024 22:04:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
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		<category><![CDATA[Verfehltes Treffen Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wo sich wirklich zwei Prinzipien treffen, die sich nicht miteinander aussöhnen, da erklärt jeder den Andern für einen Narren und Ketzer. Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 611) &#160; Herr Niemand geht auf asphaltiertem Grund, von kalten Strömen wird sein Herz gesteuert, daß es kein Übermaß an Sinn befeuert, der graue Knebel Angst stopft ihm den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/verfehltes-treffen/">Verfehltes Treffen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wo sich wirklich zwei Prinzipien treffen, die sich nicht miteinander aussöhnen, da erklärt jeder den Andern für einen Narren und Ketzer.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 611)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Herr Niemand geht auf asphaltiertem Grund,<br />
von kalten Strömen wird sein Herz gesteuert,<br />
daß es kein Übermaß an Sinn befeuert,<br />
der graue Knebel Angst stopft ihm den Mund.</p>
<p>Der Dichter streunt am Uferschilf entlang,<br />
zu schauen, ob im Wasser Blüten glimmen,<br />
er wünscht sich, bis sie dunkeln, mitzuschwimmen,<br />
das wunde Herz betäube Vogelsang.</p>
<p>Was könnten diese beiden sich denn sagen?<br />
Der eine hört Gefasel eines Narren,<br />
nur Töne, die das Glas des Sinns beschlagen.</p>
<p>Der andre hält die Blume Lied vergebens<br />
vor Augen, die ins Blütenlose starren.<br />
Sie fliehen sich, die Linien des Lebens.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mäandern</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/maeandern/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/maeandern/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Oct 2024 22:10:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
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		<category><![CDATA[Mäandern Wittgensetin-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wenn ich für mich denke ohne ein Buch schreiben zu wollen, so springe ich um das Thema herum; das ist die einzige mir natürliche Denkweise. In einer Reihe gezwungen fortzudenken ist mir eine Qual. Soll ich es nun überhaupt probieren? Ich verschwende unsägliche Mühe auf ein Anordnen der Gedanken, das vielleicht gar keinen Wert hat. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/maeandern/">Mäandern</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wenn ich für mich denke ohne ein Buch schreiben zu wollen, so springe ich um das Thema herum; das ist die einzige mir natürliche Denkweise. In einer Reihe gezwungen fortzudenken ist mir eine Qual. Soll ich es nun überhaupt probieren? Ich verschwende unsägliche Mühe auf ein Anordnen der Gedanken, das vielleicht gar keinen Wert hat.</em></p>
<p>Ludwig Wittgenstein</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Faden war zu dünn, zu heikel: Ich,<br />
die Bilder, Zeichen, Träume aufzureihen.<br />
Wir hatten auch kein Sieb, den Mix zu seihen,<br />
bis alles Trübe vom Geklärten wich.</p>
<p>Und lockte uns erblühter Worte Feld,<br />
trug Flattern blind von einem Duft zum andern.<br />
Wie Ströme, die sich teilen und mäandern,<br />
war uns zu sagen, was ins Offne quellt.</p>
<p>Bevor wir in die Nacht, den Ursprung, münden,<br />
mag sich Gestirn in unserm Liede spiegeln.<br />
Würd es sich auch zum goldnen Ringe ründen,</p>
<p>wir müßten ihn am End vom Finger streifen.<br />
Wir wollen nicht im Schrein des Buchs versiegeln,<br />
was nur in blauer Luft zum Lied kann reifen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/maeandern/">Mäandern</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Überm Abgrund schweben</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ueberm-abgrund-schweben/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ueberm-abgrund-schweben/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Oct 2024 22:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Überm Abgrund schweben Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Du mußt bedenken, daß das Sprachspiel sozusagen etwas Unvorhersehbares ist. Ich meine: Es ist nicht begründet. Nicht vernünftig (oder unvernünftig). Es steht da – wie unser Leben. Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 559) &#160; Wie Kinder, die den glatten Kieselstein auf Wellen schleudern, daß er schimmernd springe, sehn wir erregt, ob uns das Spiel gelinge, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ueberm-abgrund-schweben/">Überm Abgrund schweben</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Du mußt bedenken, daß das Sprachspiel sozusagen etwas Unvorhersehbares ist. Ich meine: Es ist nicht begründet. Nicht vernünftig (oder unvernünftig). </em></p>
<p><em>Es steht da – wie unser Leben.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 559)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie Kinder, die den glatten Kieselstein<br />
auf Wellen schleudern, daß er schimmernd springe,<br />
sehn wir erregt, ob uns das Spiel gelinge,<br />
das Wort erglänzt im dunklen, stummen Sein.</p>
<p>Wie eine Knospe auf dem Wasser schwebt,<br />
die Sonne weckt sie, Nacht wird sie verschließen,<br />
woher sie kommt, wohin die Wasser fließen,<br />
sie weiß es nicht, weiß nicht, wozu sie lebt.</p>
<p>So schweben überm Abgrund wir dahin.<br />
Was zarte Wurzeln aus dem Dunkel saugen,<br />
nährt heller Blüten ephemeren Sinn.</p>
<p>Nur Rauschen bleibt, was wir von ferne hören,<br />
trübt Mondes Milch das zarte Glas der Augen.<br />
Mag es wie einer Muschel Klang betören.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Das inkarnierte Wort</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-inkarnierte-wort/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-inkarnierte-wort/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2024 22:05:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Das inkarnierte Wort Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Philosophen, die glauben, daß man im Denken die Erfahrung gleichsam ausdehnen kann, sollten daran denken, daß man durchs Telefon die Rede, aber nicht die Masern übertragen kann. Ich kann doch nicht in den Gedanken, durch Worte, eine Voraussicht erschleichen von etwas, was ich nicht kenne. (Nihil est in intellectu &#8230;) Als könnte ich in [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-inkarnierte-wort/">Das inkarnierte Wort</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Philosophen, die glauben, daß man im Denken die Erfahrung gleichsam ausdehnen kann, sollten daran denken, daß man durchs Telefon die Rede, aber nicht die Masern übertragen kann.</p>
<p>Ich kann doch nicht in den Gedanken, durch Worte, eine Voraussicht erschleichen von etwas, was ich nicht kenne. </em></p>
<p><em>(Nihil est in intellectu &#8230;) </em></p>
<p><em>Als könnte ich in den Gedanken gleichsam von hinten herum kommen und einen Blick von etwas erhaschen, was von vorn zu sehen unmöglich ist.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein (Zettel, Nr. 256, 262)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Feingefühl der Hand, der wachen Haut,<br />
wird uns erhellt, was sonst im Dunkel bliebe.<br />
Taub wär der Geist, wenn er sich wund nicht riebe<br />
am Rätselwort, wie Schnee, der niemals taut.</p>
<p>Wahr wird das Wort, wenn es sich inkarniert.<br />
So muß es auch den Leidensweg beschreiten.<br />
Es kann dem Geiste Nahrung nur bereiten,<br />
wenn es befruchtet wird und Frucht gebiert.</p>
<p>Mit einer Krücke kann ein Greis wohl gehen,<br />
nicht weit, daß er am Abend kehre heim.<br />
Doch lernt das blinde Wort nicht wieder sehen,</p>
<p>ward einmal ihm die Netzhaut abgezogen.<br />
Der Ring des Liedes ist aus Gold, ein Reim,<br />
den heißer Sinn zum Kreise sich gebogen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Löcher im Netz</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/loecher-im-netz/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/loecher-im-netz/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2024 22:06:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Löcher im Netz Wittgenstein-Sonette philosophsiche Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ist es also so, daß ich gewisse Autoritäten anerkennen muß, um überhaupt urteilen zu können? Man könnte Einem, der gegen die zweifellosen Sätze Einwände machen wollte, einfach sagen „Ach, Unsinn!“. Also nicht ihm antworten, sondern ihn zurechtweisen. Worauf kann ich mich verlassen? Ich will eigentlich nur sagen, daß ein Sprachspiel nur möglich ist, wenn man [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/loecher-im-netz/">Löcher im Netz</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ist es also so, daß ich gewisse Autoritäten anerkennen muß, um überhaupt urteilen zu können?</em></p>
<p><em>Man könnte Einem, der gegen die zweifellosen Sätze Einwände machen wollte, einfach sagen „Ach, Unsinn!“. Also nicht ihm antworten, sondern ihn zurechtweisen.</em></p>
<p><em>Worauf kann ich mich verlassen?</em></p>
<p><em>Ich will eigentlich nur sagen, daß ein Sprachspiel nur möglich ist, wenn man sich auf etwas verläßt. (Ich habe nicht gesagt „auf etwas verlassen kann“.)</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 493, 495, 508, 509)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nimm an, der Spiegel sei konvex verbogen,<br />
worin man einzig sich zu sehen pflegt –<br />
nie würde der Verdacht in dir erregt,<br />
dein wahres Bild blieb ewig dir entzogen.</p>
<p>Wär es an wenig Stellen leicht gerissen,<br />
das Netz der Sprache, welches dir gespannt –<br />
die Spinne Sinn hat flugs sie überrannt,<br />
was durchgeschlüpft, sie wird es nicht vermissen.</p>
<p>Der Zweifel, der behaucht ihn lang genug,<br />
macht, daß der klare Spiegel dir erblinde.<br />
Und keine Spinne wird es neu dir weben,</p>
<p>hast du zerfetzt das Netz als eitlen Trug.<br />
Schält Irrwitz von der Sprache Stamm die Rinde,<br />
wird Blatt um Blatt der Sinn ins Dunkel schweben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/loecher-im-netz/">Löcher im Netz</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gewundene Pfade</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gewundene-pfade/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/gewundene-pfade/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Sep 2024 22:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Gewundene Pfade Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=32895</guid>
		<description><![CDATA[<p>What’s ragged should be left ragged. (Was zerzaust ist, soll man nicht glätten.) Ludwig Wittgenstein &#160; Man rutscht auf allzu glatt gewachsten Dielen, und ohne Reibung haften keine Worte. Ins Offne gehen wir aus enger Pforte, wo Knospen zittern über zarten Stielen. Die Rätselsätze schlängeln sich wie Pfade um Monolithen, die im Frühlicht blauen, im [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gewundene-pfade/">Gewundene Pfade</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>What’s ragged should be left ragged.</p>
<p>(Was zerzaust ist, soll man nicht glätten.)</p>
<p>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Man rutscht auf allzu glatt gewachsten Dielen,<br />
und ohne Reibung haften keine Worte.<br />
Ins Offne gehen wir aus enger Pforte,<br />
wo Knospen zittern über zarten Stielen.</p>
<p>Die Rätselsätze schlängeln sich wie Pfade<br />
um Monolithen, die im Frühlicht blauen,<br />
im Dämmer scheinen sie wie Schnee zu tauen.<br />
Gewundene Pfade werden nicht mehr grade.</p>
<p>Den Sinn, zerzaust wie ungepflegte Haare,<br />
kann glatt kein goldner Kamm uns striegeln.<br />
Wir bringen ihn, ein Inbild unsres Seins,</p>
<p>nicht unverkürzt ins transparente Wahre,<br />
womit Gewitzte ihren Gang besiegeln.<br />
Auch Wandrer Hermes ist ein Gott des Scheins.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gewundene-pfade/">Gewundene Pfade</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Weg des Denkens</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-weg-des-denkens/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-weg-des-denkens/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Sep 2024 22:11:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der Weg des Denkens Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=32893</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ich will den Menschen hier als Tier betrachten; als ein primitives Wesen. Dem man zwar Instinkt, aber nicht Raisonnement zutraut. Als ein Wesen in einem primitiven Zustande. Denn welche Logik für ein primitives Verständigungsmittel genügt, deren brauchen wir uns auch nicht zu schämen. Die Sprache ist nicht aus einem Raisonnement hervorgegangen. „So muß man also [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-weg-des-denkens/">Der Weg des Denkens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich will den Menschen hier als Tier betrachten; als ein primitives Wesen. Dem man zwar Instinkt, aber nicht Raisonnement zutraut. Als ein Wesen in einem primitiven Zustande. Denn welche Logik für ein primitives Verständigungsmittel genügt, deren brauchen wir uns auch nicht zu schämen. Die Sprache ist nicht aus einem Raisonnement hervorgegangen.</p>
<p>„So muß man also wissen, daß die Gegenstände existieren, deren Namen man durch eine hinweisende Erklärung einem Kind beibringt?“ – Warum muß man’s wissen? Ist es nicht genug, daß Erfahrung später nicht das Gegenteil erweise?<br />
Warum soll denn das Sprachspiel auf Wissen beruhen?</p>
<p>Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 475, 477)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Uns führt der Weg des Denkens nicht ins Licht,<br />
worin die Wesen klar umrissen scheinen.<br />
Kein innres Auge strahlt, sie wahr zu meinen,<br />
und Schatten wandern über ihr Gesicht.</p>
<p>Wir haben uns das Wort nicht ausgedacht,<br />
ein Stab ward es zu regem Gang empfangen.<br />
Doch die mit ihm zum Gipfelschnee gelangen,<br />
verstummen angesichts der hohen Pracht.</p>
<p>Der Weg des Denkens führt zu keinem Ende.<br />
Wie Atemholen, flach manchmal, dann tief,<br />
hat er kein Ziel, wo man die Lösung fände.</p>
<p>Kann Platons Sonne auch nicht mehr erhellen,<br />
was aus dem Abgrund uns ins Dasein rief,<br />
noch schimmern in der Nacht Gesanges Quellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die große Jahrmarktslotterie</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Sep 2024 22:05:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die große Jahrmarktslotterie Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie, wenn etwas wirklich Unerhörtes geschähe? Wenn ich etwa sähe, wie Häuser sich nach und nach und ohne offenbare Ursache in Dampf verwandelten; wenn das Vieh auf der Wiese auf den Köpfen stünde, lachte und verständliche Worte redete; wenn Bäume sich nach und nach in Menschen und Menschen in Bäume verwandelten. Hatte ich nun recht, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-grosse-jahrmarktslotterie/">Die große Jahrmarktslotterie</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wie, wenn etwas <strong>wirklich Unerhörtes</strong> geschähe? Wenn ich etwa sähe, wie Häuser sich nach und nach und ohne offenbare Ursache in Dampf verwandelten; wenn das Vieh auf der Wiese auf den Köpfen stünde, lachte und verständliche Worte redete; wenn Bäume sich nach und nach in Menschen und Menschen in Bäume verwandelten. Hatte ich nun recht, als ich vor allen diesen Geschehnissen sagte ›Ich weiß, daß das ein Haus ist‹ etc., oder einfach ›Das ist ein Haus‹ etc.?</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 513)</em></p>
<p><em>Die Ros ist ohn warum; sie blühet, weil sie blühet,</em><br />
<em> Sie acht nicht ihrer selbst, fragt nicht, ob man sie siehet.</em></p>
<p><em>Angelus Silesius</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei dieser großen Jahrmarktslotterie<br />
sind alle angepriesenen Lose Nieten.<br />
Als wären Gaukler, die sie an uns bieten,<br />
wir aber Opfer einer Sinnmanie.</p>
<p>Wer „Heureka!“ hier plötzlich schreit,<br />
hat sich nur selber oder uns betrogen.<br />
Ins Nichts zerrinnt nach kurzem Schein der Bogen,<br />
wir bleiben, was wir sind, dem Tod geweiht.</p>
<p>Betrogen sind, die Sinn im Ursprung suchen,<br />
Betrüger, die ihn aus dem Ärmel ziehen,<br />
er bröckelt schon, wenn sie den Preis verbuchen.</p>
<p>Steh ungerührt am Rand, bezeug es Dichter,<br />
was du geschaut: Vorm eignen Schatten fliehen,<br />
die selbst sich Leuchten dünken, kleine Lichter.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Grund hat keinen Grund</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-grund-hat-keinen-grund/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 22:21:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der Grund hat keinen Grund Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Schwierigkeit ist, die Grundlosigkeit unseres Glaubens einzusehen. Am Grunde des begründeten Glaubens liegt der unbegründete Glaube. Wenn ich will, daß die Türe sich drehe, müssen die Angeln feststehen. Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 166, 253, 343) &#160; Der Grund, worauf wir stehn, hat keinen Grund, doch trägt er uns, wenn wir ihn nicht befragen. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-grund-hat-keinen-grund/">Der Grund hat keinen Grund</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Schwierigkeit ist, die Grundlosigkeit unseres Glaubens einzusehen.</p>
<p>Am Grunde des begründeten Glaubens liegt der unbegründete Glaube.</p>
<p>Wenn ich will, daß die Türe sich drehe, müssen die Angeln feststehen.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein (Über Gewißheit, Nr. 166, 253, 343)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Grund, worauf wir stehn, hat keinen Grund,<br />
doch trägt er uns, wenn wir ihn nicht befragen.<br />
Daß nicht das Mark der Sprache sie zernagen,<br />
verstopft das Rätsel bald der Schwätzer Mund.</p>
<p>Uns trägt ein Strom, wir wissen nicht woher,<br />
nicht, ob er bald versickert oder mündet,<br />
ob sich des Lebens Linie einmal ründet,<br />
das Boot voll goldner Fracht ist oder leer.</p>
<p>Du kannst die Blüte Vers nur sachte betten<br />
auf weicher Wasser unentwegtes Fließen,<br />
sie, Dichter, nicht vor dem Verblassen retten.</p>
<p>Du hoffst, an fernen Ufern blieben stehen,<br />
die ihren süßen Schimmer noch genießen<br />
und mit dem Bild der Anmut heimwärts gehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die eigne Stimme fremd</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-eigne-stimme-fremd/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2024 22:05:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die eigne Stimme fremd Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wenn ein Löwe sprechen könnte, wir könnten ihn nicht verstehen. Ludwig Wittgenstein &#160; Er wittert schon, der Hund, was wir kaum fühlen, er spitzt die Ohren, pocht das Herz zu laut. Die junger Sehnsucht Blattgerank zerwühlen, mit solchen Stürmen ist er nicht vertraut. Die Worte mit den sanft geschwungnen Schleifen, die einst halb offnen Munds [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-eigne-stimme-fremd/">Die eigne Stimme fremd</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wenn ein Löwe sprechen könnte, wir könnten ihn nicht verstehen.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Er wittert schon, der Hund, was wir kaum fühlen,<br />
er spitzt die Ohren, pocht das Herz zu laut.<br />
Die junger Sehnsucht Blattgerank zerwühlen,<br />
mit solchen Stürmen ist er nicht vertraut.</p>
<p>Die Worte mit den sanft geschwungnen Schleifen,<br />
die einst halb offnen Munds dir Liebe schrieb,<br />
nun kannst du ihren Sinn nicht mehr begreifen,<br />
als ob die Blüten Wüstenwind zerrieb.</p>
<p>Bisweilen klingt die eigne Stimme fremd<br />
wie Rufe, die aus Brunnen widerhallen,<br />
wird klarer Sinn von Rätseln überschwemmt.</p>
<p>Wenn Worte, nachts gehaucht von Lippen, weichen,<br />
bei Tag dich ritzen wie mit scharfen Krallen,<br />
scheint, die du liebst, Mänaden fast zu gleichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Vom grauen Star der Theorie genesen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/vom-grauen-star-der-theorie-genesen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/vom-grauen-star-der-theorie-genesen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 22:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Vom grauen Star der Theorie genesen Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich verstehe sie nicht, aber ihr Ton beglückt mich. Ludwig Wittgenstein (über die Gedichte von Georg Trakl) &#160; Was uns beglückt, wir müssen’s nicht verstehen. Reißt Bruckner uns auch hoch, in welch ein Blau, weiß niemand, und es wird uns wunders flau, als würden wir auf schroffen Graten gehen. Sie fliehen hin, die Linien des [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/vom-grauen-star-der-theorie-genesen/">Vom grauen Star der Theorie genesen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich verstehe sie nicht, aber ihr Ton beglückt mich.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein (über die Gedichte von Georg Trakl)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was uns beglückt, wir müssen’s nicht verstehen.<br />
Reißt Bruckner uns auch hoch, in welch ein Blau,<br />
weiß niemand, und es wird uns wunders flau,<br />
als würden wir auf schroffen Graten gehen.</p>
<p>Sie fliehen hin, die Linien des Lebens,<br />
sagt uns der Seher, der am Fenster stand,<br />
doch sind sie nicht wie Falten einer Hand –<br />
die Rätselschrift, wir deuten sie vergebens.</p>
<p>Der Denker hat die Richtung umgekehrt,<br />
hat kreuz und quer, von rechts nach links gelesen,<br />
bis sich der Sinn der Worte so vermehrt,</p>
<p>daß sie in zarte Büschel ihm zerfielen.<br />
Vom grauen Star der Theorie genesen,<br />
kannst, Dichter, du frei mit den Zeichen spielen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/vom-grauen-star-der-theorie-genesen/">Vom grauen Star der Theorie genesen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Heimkehr des Worts</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-heimkehr-des-worts/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-heimkehr-des-worts/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Sep 2024 22:08:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die Heimkehr des Worts Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das Bewußtsein in des Andern Gesicht. Schau ins Gesicht des Andern, und sieh das Bewußtsein in ihm und einen bestimmten Bewußtseinston. Du siehst auf ihm, in ihm, Freude, Gleichgültigkeit, Interesse, Rührung, Dumpfheit u.s.f. Das Licht im Gesicht des Andern. Schaust du in dich, um den Grimm in seinem Gesicht zu erkennen? Er ist dort so [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-heimkehr-des-worts/">Die Heimkehr des Worts</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Bewußtsein in des Andern Gesicht. Schau ins Gesicht des Andern, und sieh das Bewußtsein in ihm und einen bestimmten Bewußtseins<strong>ton</strong>. Du siehst auf ihm, in ihm, Freude, Gleichgültigkeit, Interesse, Rührung, Dumpfheit u.s.f. Das Licht im Gesicht des Andern. </em></p>
<p><em>Schaust du in <strong>dich</strong>, um den Grimm in <strong>seinem</strong> Gesicht zu erkennen? Er ist dort so deutlich wie in deiner eigenen Brust. </em></p>
<p><em>(Und was will man nun sagen? Daß das Gesicht des Andern mich zur Nachahmung anregt, und daß ich also kleine Bewegungen und Muskelspannungen im eigenen empfinde und die Summe dieser <strong>meine</strong>? Unsinn. Unsinn, – denn du machst Annahmen statt bloß zu beschreiben. Wem hier Erklärungen im Kopf spuken, der vernachlässigt es, sich auf die wichtigsten Tatsachen zu besinnen.) </em></p>
<p><em>Das Bewußtsein ist so deutlich in seinem Gesicht und Benehmen, wie in mir selbst.</em></p>
<p>Ludwig Wittgenstein (Zettel, Nr. 220, 221)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bewußtsein sehen wir – nicht im Gehirne,<br />
es leuchtet auf in jemandes Gesicht,<br />
des Lächelns sanftes, Staunens jähes Licht,<br />
es glimmt um eine geistbehauchte Stirne.</p>
<p>Daß einer trauert, kannst du nicht erschließen,<br />
vielleicht trägt er aus Pflichtgefühl das Band,<br />
du siehst es aber, zittert seine Hand,<br />
hält er das Bild, und stille Tränen fließen.</p>
<p>Den Abgrund zwischen Leib und Geist vermeiden,<br />
die im Gesicht den Seelenausdruck lesen,<br />
den Kern nicht von der äußern Hülle scheiden.</p>
<p>Es kehrt das Wort, das dichterische, heim,<br />
das deutungslos im Schattenland gewesen.<br />
Im Laub des Sinnes glüht die Frucht, der Reim.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mit fremden Stimmen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/mit-fremden-stimmen/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Sep 2024 22:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Mit fremden Stimmen Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wenn Einer sagt „Ich habe einen Körper“, so kann man ihn fragen „Und wer spricht hier mit diesem Munde?“ Ludwig Wittgenstein, Über Gewißheit (Nr. 244) &#160; Daß eine Seele spricht, die fern geweilt bei Göttern, und dies nun vergessen habe, im Menschenleib zu hausen wie im Grabe, hat Orpheus ichblind Platon mitgeteilt. Doch ist, wer [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mit-fremden-stimmen/">Mit fremden Stimmen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wenn Einer sagt „Ich habe einen Körper“, so kann man ihn fragen „Und wer spricht hier mit diesem Munde?“</p>
<p>Ludwig Wittgenstein, Über Gewißheit (Nr. 244)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Daß eine Seele spricht, die fern geweilt<br />
bei Göttern, und dies nun vergessen habe,<br />
im Menschenleib zu hausen wie im Grabe,<br />
hat Orpheus ichblind Platon mitgeteilt.</p>
<p>Doch ist, wer spricht, nicht eine Puppe nur,<br />
die zappelt an gereizten Nervenbahnen,<br />
kein Wiedergänger der verblichnen Ahnen,<br />
schlafwandelnd an der Gene langer Schnur.</p>
<p>Und manchmal, Dichter, brennt auf deiner Zunge<br />
ein Feuer, das mit fremden Stimmen singt,<br />
es fließt der Atem aus azurner Lunge,</p>
<p>der Verse in das Dunkel sprüht, Kometen,<br />
daß wir nicht wissen, wer die Botschaft bringt,<br />
der Mund der Muse oder des Poeten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Fenster Sprache</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-fenster-sprache/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Sep 2024 22:08:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Das Fenster Sprache Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Aber mein Weltbild habe ich nicht, weil ich mich von seiner Richtigkeit überzeugt habe; auch nicht, weil ich von seiner Richtigkeit überzeugt bin. Sondern es ist der überkommene Hintergrund, auf welchem ich zwischen wahr und falsch unterscheide. Die Sätze, die dies Weltbild beschreiben, könnten zu einer Art Mythologie gehören. Und ihre Rolle ist ähnlich der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-fenster-sprache/">Das Fenster Sprache</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aber mein Weltbild habe ich nicht, weil ich mich von seiner Richtigkeit überzeugt habe; auch nicht, weil ich von seiner Richtigkeit überzeugt bin. Sondern es ist der überkommene Hintergrund, auf welchem ich zwischen wahr und falsch unterscheide.</em></p>
<p>Die Sätze, die dies Weltbild beschreiben, könnten zu einer Art Mythologie gehören. Und ihre Rolle ist ähnlich der von Spielregeln, und das Spiel kann man auch rein praktisch, ohne ausgesprochene Regeln, lernen.</p>
<p>Die Mythologie kann wieder in Fluß geraten, das Flußbett der Gedanken sich verschieben. Aber ich unterscheide zwischen der Bewegung des Wassers im Flußbett und der Verschiebung dieses; obwohl es eine scharfe Trennung der beiden nicht gibt.</p>
<p>Wer keiner Tatsache gewiß ist, der kann auch des Sinnes seiner Worte nicht gewiß sein.</p>
<p>Wer an allem zweifeln wollte, der würde auch nicht bis zum Zweifel kommen. Das Spiel des Zweifelns selbst setzt schon die Gewißheit voraus.</p>
<p>Wenn mich ein Blinder fragte „Hast du zwei Hände?“, so würde ich mich nicht durch Hinschauen davon vergewissern. Ja, ich weiß nicht, ob ich meinen Augen trauen sollte, wenn ich überhaupt dran zweifelte. Ja, warum soll ich nicht meine <strong>Augen</strong> damit prüfen, daß ich schaue, ob ich beide Hände sehe? <strong>Was</strong> ist <strong>wodurch</strong> zu prüfen?! (Wer entscheidet darüber, was feststeht?)</p>
<p>Ludwig Wittgenstein, Über Gewißheit (Nr. 94, 95, 97, 114, 115, 125)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Tag bricht an, ich sag, die Blumen sind<br />
viel farbenreicher als beim Kerzenscheine.<br />
Doch fragst du mich, was ich mit Farbe meine,<br />
vermute ich, du seist bedeutungsblind.</p>
<p>Du magst wohl schreien, dies sei deine Hand,<br />
hab ich sie eingequetscht dir aus Versehen.<br />
„Reich mir die Hand!“ heißt nicht, erst nachzusehen,<br />
ob sie vorhanden, ist man bei Verstand.</p>
<p>Du kannst zugleich nicht beides überprüfen,<br />
den Maßstab und was du dran mißt, die Dinge,<br />
sonst taumelst du im Zwielicht leerer Tiefen.</p>
<p>Wir müssen mit Bedacht die Angeln eichen,<br />
damit das alte Fenster auf sich schwinge<br />
und uns die milden Strahlen noch erreichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-fenster-sprache/">Das Fenster Sprache</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die ausgerissenen Fäden</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-ausgerissenen-faeden/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Sep 2024 22:02:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die ausgerissenen Fäden Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Tradition ist nichts, was Einer lernen kann, ist nicht ein Faden, den einer aufnehmen kann, wenn es ihm gefällt; so wenig, wie es möglich ist, sich die eigenen Ahnen auszusuchen. Wer eine Tradition nicht hat und sie haben möchte, der ist wie ein unglücklich Verliebter. Ludwig Wittgenstein &#160; Du kannst die eigne Sprache nicht erfinden, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-ausgerissenen-faeden/">Die ausgerissenen Fäden</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Tradition ist nichts, was Einer lernen kann, ist nicht ein Faden, den einer aufnehmen kann, wenn es ihm gefällt; so wenig, wie es möglich ist, sich die eigenen Ahnen auszusuchen.<br />
Wer eine Tradition nicht hat und sie haben möchte, der ist wie ein unglücklich Verliebter.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Du kannst die eigne Sprache nicht erfinden,<br />
die mütterlich im Wiegenliede floß.<br />
Sie ist der Erde und des Himmels Sproß,<br />
der sich am Stab des Geists empor muß winden.</p>
<p>Die Quelle, halb verschüttet, schluchzt vergebens<br />
nach ihrem Bruder, dem berühmten Strom.<br />
Der Schmerz im Glied, das fehlt, scheint ein Phantom,<br />
doch er bezeugt das volle Maß des Lebens.</p>
<p>Verwirrte wähnen sich der Sprache Herren<br />
und reißen Fäden aus dem edlen Teppich,<br />
bis sich die schönen Muster wild verzerren.</p>
<p>Flicht scheu nur, Dichter, Purpur von Exoten<br />
zum heimatlichen Kranz von Lauch und Eppich,<br />
beschäme blasse Wangen nicht mit roten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Haut der Sprache juckt</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Sep 2024 23:16:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die Haut der Sprache juckt Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Philosophie hat keinen Fortschritt gemacht? – Wenn Einer kratzt, wo es ihn juckt, muß ein Fortschritt zu sehen sein? Ist es sonst kein echtes Kratzen, oder kein echtes Jucken? Und kann nicht diese Reaktion auf die Reizung lange Zeit so weitergehen, ehe ein Mittel gegen das Jucken gefunden wird? Ludwig Wittgenstein &#160; Es ist [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-haut-der-sprache-juckt-2/">Die Haut der Sprache juckt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Philosophie hat keinen Fortschritt gemacht? – Wenn Einer kratzt, wo es ihn juckt, muß ein Fortschritt zu sehen sein? Ist es sonst kein echtes Kratzen, oder kein echtes Jucken? Und kann nicht diese Reaktion auf die Reizung lange Zeit so weitergehen, ehe ein Mittel gegen das Jucken gefunden wird?</p>
<p>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist die Haut der Sprache, was da juckt,<br />
als würde ihre Poren Talg verstopfen,<br />
und Wort um Wort gerinnt zu trüben Pfropfen,<br />
bis lichter Sinn vom Unsinn ward verschluckt.</p>
<p>Es gibt kein Mittel, das die Reizung hemmt,<br />
und wenn wir kratzen, wird es nur noch schlimmer.<br />
Der Seele bleibt nur kindliches Gewimmer,<br />
fühlt sie im Leib, dem eigenen, sich fremd.</p>
<p>Die vielgerühmten Therapien trogen,<br />
man machte unser Selbstempfinden taub<br />
und hat die kranke Haut dann abgezogen.</p>
<p>Kannst, Dichter, du noch einen Ausweg zeigen?<br />
„Gib hin dich wie dem Wind das weiche Laub<br />
dem Rauschen über abgrundtiefem Schweigen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Kleingeist</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-kleingeist/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Sep 2024 22:27:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der Kleingeist Wittgenstein-Sonnette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Eine Zeit mißversteht die andere; und eine kleine Zeit mißversteht alle andern in ihrer eigenen häßlichen Weise. Ludwig Wittgenstein &#160; Den Argwohn wurmt am Stolz der Indigenen, die lächelt und im Haar gar Blüten trägt, wie kleines Dasein große Seelen prägt, die sich im Zweifelsfall an Rosen lehnen. Den Kleingeist muß ein blonder Held empören, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-kleingeist/">Der Kleingeist</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine Zeit mißversteht die andere; und eine kleine Zeit mißversteht alle andern in ihrer eigenen häßlichen Weise.</em></p>
<p>Ludwig Wittgenstein</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Den Argwohn wurmt am Stolz der Indigenen,<br />
die lächelt und im Haar gar Blüten trägt,<br />
wie kleines Dasein große Seelen prägt,<br />
die sich im Zweifelsfall an Rosen lehnen.</p>
<p>Den Kleingeist muß ein blonder Held empören,<br />
der um ein kurzes, hohes Leben bat.<br />
Der Siechende spuckt auf das Inkarnat<br />
der Götter, die mit feuchtem Glanz betören.</p>
<p>Den Haß auf Größe wirst du immer finden<br />
bei Gnomen. Abscheu vor dem Schöpferlicht<br />
wird Monstren zeugen unter geistig Blinden.</p>
<p>Die Parasiten, die am Erbe nagen,<br />
bereiten sich ihr eigenes Gericht.<br />
Kein Epos wird den Untergang beklagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der gelöste Knoten</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-geloeste-knoten/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Sep 2024 22:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der gelöste Knoten Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Je genauer wir die tatsächliche Sprache betrachten, desto stärker wird der Widerstreit zwischen ihr und unsrer Forderung. (Die Kristallreinheit der Logik hatte sich mir ja nicht ergeben; sondern sie war eine Forderung.) Der Widerstreit wird unerträglich; die Forderung droht nun zu etwas Leerem zu werden. – Wir sind aufs Glatteis geraten, wo die Reibung fehlt, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-geloeste-knoten/">Der gelöste Knoten</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Je genauer wir die tatsächliche Sprache betrachten, desto stärker wird der Widerstreit zwischen ihr und unsrer Forderung. (Die Kristallreinheit der Logik hatte sich mir ja nicht ergeben; sondern sie war eine Forderung.) Der Widerstreit wird unerträglich; die Forderung droht nun zu etwas Leerem zu werden. – Wir sind aufs Glatteis geraten, wo die Reibung fehlt, also die Bedingungen in gewissem Sinne ideal sind, aber wir eben deshalb auch nicht gehen können. Wir wollen gehen; dann brauchen wir die Reibung. Zurück auf den rauhen Boden!</p>
<p>Das Vorurteil der Kristallreinheit kann nur so beseitigt werden, daß wir unsere ganze Betrachtung drehen.</p>
<p>Warum ist die Philosophie so kompliziert? Sie sollte doch ganz einfach sein. – Die Philosophie löst die Knoten in unserem Denken auf, die wir unsinnigerweise hineingemacht haben; dazu muss sie aber ebenso komplizierte Bewegungen machen, wie diese Knoten sind. Obwohl also das Resultat der Philosophie einfach ist, kann es nicht ihre Methode sein, dazu zu gelangen. </em></p>
<p><em>Die Komplexität der Philosophie ist nicht die ihrer Materie, sondern die unseres verknoteten Verstandes.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Das Licht hat sich an Säulen aufgestaut.<br />
Die Schatten, die sie werfen, aber wandern.<br />
Des Lebens grüne Lieder, sie mäandern,<br />
wenn kristalliner Sinn in Reimen taut.</p>
<p>Behutsam hat den Knoten aufgelöst,<br />
worin des Lichtes Fäden sich verschlungen,<br />
ein leiser Sang, im Abendrot gesungen,<br />
vom dunklen Duft der Rosen eingeflößt.</p>
<p>Die sich an Krücken des Begriffes schleppen,<br />
vernehmen einen Ruf: „Laßt sie nur fahren!“<br />
Sie schreiten barfuß auf bemoosten Treppen</p>
<p>zur freien Aussicht von den Rebenhängen.<br />
Sie sagen, was sie sehn, mit Worten, klaren,<br />
und keins verirrt sich noch in Rätselgängen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Saat des Abendlandes</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-saat-des-abendlandes/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Sep 2024 22:06:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die Saat des Abendlandes Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wenn das Christentum die Wahrheit ist, dann ist alle Philosophie darüber falsch. Kultur ist eine Ordensregel. Oder setzt doch eine Ordensregel voraus. Ludwig Wittgenstein &#160; Das Kloster war die Saat des Abendlandes, die Heiligung des Tages im Gebet, damit des Herzens Unruh werde stet, des Lebens Uhr sei Rieseln goldnen Sandes. Die gleichen Hände sollen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-saat-des-abendlandes/">Die Saat des Abendlandes</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wenn das Christentum die Wahrheit ist, dann ist alle Philosophie darüber falsch.</p>
<p>Kultur ist eine Ordensregel. Oder setzt doch eine Ordensregel voraus.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Kloster war die Saat des Abendlandes,<br />
die Heiligung des Tages im Gebet,<br />
damit des Herzens Unruh werde stet,<br />
des Lebens Uhr sei Rieseln goldnen Sandes.</p>
<p>Die gleichen Hände sollen Unkraut rupfen,<br />
damit die Saat der Hoffnung neu ergrünt,<br />
daß Demut einem hohen Lichte dient,<br />
die Chiffren auf die keuschen Blätter tupfen.</p>
<p>Doch jene Stille, trunkner Seele Krug,<br />
hat wilden Schreis Barbarenfaust zertrümmert.<br />
Wo der Gesang gab süßen Tranks genug,</p>
<p>hat man die Quelle mit Asphalt gefüllt.<br />
Die jungfräulichen Lilien sind verkümmert,<br />
brach liegt der Garten, fernen Edens Bild.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der große Strom</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-grosse-strom/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Sep 2024 22:09:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der große Strom Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dieses Buch ist für solche geschrieben, die seinem Geist freundlich gegenüberstehen. Dieser Geist ist ein anderer als der des großen Stromes der europäischen und amerikanischen Zivilisation, in dem wir alle stehen. Dieser äußert sich in einem Fortschritt, in einem Bauen immer größerer und komplizierterer Strukturen, jener andere in einem Streben nach Klarheit und Durchsichtigkeit welcher [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-grosse-strom/">Der große Strom</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieses Buch ist für solche geschrieben, die seinem Geist freundlich gegenüberstehen. Dieser Geist ist ein anderer als der des großen Stromes der europäischen und amerikanischen Zivilisation, in dem wir alle stehen. Dieser äußert sich in einem Fortschritt, in einem Bauen immer größerer und komplizierterer Strukturen, jener andere in einem Streben nach Klarheit und Durchsichtigkeit welcher Strukturen immer. Dieser will die Welt durch ihre Peripherie – in ihrer Mannigfaltigkeit – erfassen, jener in ihrem Zentrum – ihrem Wesen. Daher reiht dieser ein Gebilde an das andere, steigt quasi von Stufe zu Stufe immer weiter, während jener dort bleibt, wo er ist, und immer dasselbe erfassen will. (Philosophische Bemerkungen, Vorwort)</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Unruhe strebt vom Zentrum in die Weite.<br />
Es nimmt am Grenzenlosen blindlings Maß,<br />
wer eigner Herkunft Bild und Grund vergaß,<br />
als ob zum Katarakt die Argo gleite.</p>
<p>Sie reißen Wurzeln aus gleich den Titanen,<br />
errichten Türme bis zum Himmelszelt,<br />
und dem Zement, auf daß er ewig hält,<br />
vermengen sie die Knochen ihrer Ahnen.</p>
<p>Du aber sitzt am großen Strom, zu schauen,<br />
wie trübe wird, voll Schlamm die träge Flut,<br />
daß Sonnentages Bilder rasch ergrauen.</p>
<p>Auch Goethes Mond kann dich nicht mehr erweichen,<br />
im Lied zu sagen, hier zu sein war gut,<br />
siehst, Dichter, du im Strom sie treiben: Leichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-grosse-strom/">Der große Strom</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Sprachspiel</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/sprachspiel/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Sep 2024 22:04:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachspiel Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In einer Konversation: Einer wirft einen Ball; der Andre weiß nicht: soll er ihn zurückwerfen, oder einem Dritten zuwerfen, oder liegenlassen, oder aufheben und in die Tasche stecken, etc. Wie ist es, wenn Leute nicht den gleichen Sinn für Humor haben? Sie reagieren nicht richtig auf einander. Es ist, als wäre es unter gewissen Menschen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sprachspiel/">Sprachspiel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>In einer Konversation: Einer wirft einen Ball; der Andre weiß nicht: soll er ihn zurückwerfen, oder einem Dritten zuwerfen, oder liegenlassen, oder aufheben und in die Tasche stecken, etc.</p>
<p>Wie ist es, wenn Leute nicht den gleichen Sinn für Humor haben? Sie reagieren nicht richtig auf einander. Es ist, als wäre es unter gewissen Menschen Sitte, einem Andern einen Ball zuzuwerfen, welcher ihn auffangen und zurückwerfen soll; aber gewisse Leute würfen ihn nicht zurück, sondern steckten ihn in die Tasche.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Wort, den Ball gilt’s nicht zu apportieren,<br />
wie es der Hund, treu und beflissen, tut.<br />
Das Spiel der Sprache sprüht, verlischt wie Glut.<br />
Den Ball, den einer warf, wird er verlieren,</p>
<p>wenn ihn der andre nicht zurück mag geben:<br />
Der wirft ihn einer holden Schönen zu.<br />
Der Erste geht, läßt Liebende in Ruh,<br />
die Wurf um Wurf einander höher heben.</p>
<p>Du kannst nicht jedem Spieler gleich vertrauen.<br />
Die Arglist wirft den Ball, den sie gefangen,<br />
ins Dickicht, wo ihn niemand wiederfindet.</p>
<p>Von dem am Helikon die Musen sangen,<br />
den Ball mag dreist ein Epigone klauen,<br />
daß er aus mattem Vers ein Truglicht schindet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sprachspiel/">Sprachspiel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gedämpften Tons</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gedaempften-tons/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Sep 2024 22:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Gedämpften Tons Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Für den Menschen ist das Ewige, Wichtige, oft durch einen undurchdringlichen Schleier verdeckt. Er weiß: da drunten ist etwas, aber er sieht es nicht. Der Schleier reflektiert das Tageslicht. Ludwig Wittgenstein   Das Pathos edler Phrasen wirkte hohl, als würde plötzlich eine Wunde nässen, die unter dem Verband man fast vergessen, und alles, was nicht [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gedaempften-tons/">Gedämpften Tons</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Für den Menschen ist das Ewige, Wichtige, oft durch einen undurchdringlichen Schleier verdeckt. Er weiß: da drunten ist etwas, aber er <strong>sieht</strong> es nicht. Der Schleier reflektiert das Tageslicht.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Das Pathos edler Phrasen wirkte hohl,<br />
als würde plötzlich eine Wunde nässen,<br />
die unter dem Verband man fast vergessen,<br />
und alles, was nicht heilt, wär nun frivol.</p>
<p>Des Lichtes Fäden scheinen blind verstrickt<br />
in einen Knäuel, der nicht zu entwirren,<br />
und, wie Insekten in ein Spinnweb, schwirren<br />
die Worte in den Schleier, der erstickt.</p>
<p>So dämpfe, wenn es dämmert, deinen Ton,<br />
damit die tiefen Seufzer aufwärts quillen,<br />
die, Dichter, dir vertraut, des Orpheus Sohn.</p>
<p>An Reimen, die wie blaue Falter glommen,<br />
mag ihren Durst die alte Spinne stillen,<br />
freu dich des kleinen Käfers, der entkommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gedaempften-tons/">Gedämpften Tons</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Letzte Auskünfte</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/letzte-auskuenfte/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Sep 2024 22:06:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Letzte Auskünfte Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich schreibe beinahe immer Selbstgespräche … Mein eigenes Denken über Kunst und Werte ist weit desillusionierter, als das der Menschen vor hundert Jahren sein konnte. Und doch heißt das nicht, daß es deswegen richtiger ist. Es heißt nur, daß im Vordergrund meines Geistes Untergänge sind, die nicht im Vordergrund jener waren. Ludwig Wittgenstein   „Sag: [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/letzte-auskuenfte/">Letzte Auskünfte</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich schreibe beinahe immer Selbstgespräche …</em></p>
<p><em>Mein eigenes Denken über Kunst und Werte ist weit desillusionierter, als das der Menschen vor hundert Jahren sein <strong>konnte</strong>. Und doch heißt das nicht, daß es deswegen richtiger ist. Es heißt nur, daß im Vordergrund meines Geistes Untergänge sind, die nicht im <strong>Vordergrund</strong> jener waren.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>„Sag: Welche Freuden sind es, die dir blieben?“<br />
„Die Körner auszustreuen, wenn es tagt,<br />
daß mir ein schönes Turteltäubchen sagt,<br />
auch wunde Seelen sind geneigt zu lieben.“</p>
<p>„Und welchen Kummer hast du zu verwinden?“<br />
„Daß allzu früh die Blume mir verblich,<br />
die Iris meines traumverlornen Ich<br />
mußt allzu früh am Schnee des Schlafs erblinden.“</p>
<p>„Sind Worte noch, dich Taumelnden zu halten?“<br />
„Nicht Worte sind’s, nur abschiedssanftes Schauern<br />
von Blättern, die sich keusch um Strahlen falten,</p>
<p>wenn sie vom bleichen Mond des Abgrunds fließen,<br />
des Efeus Flüstern an den hohen Mauern,<br />
die sich um meiner Kindheit Garten schließen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/letzte-auskuenfte/">Letzte Auskünfte</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Der schmale Grat</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-schmale-grat/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Sep 2024 22:05:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
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		<category><![CDATA[Der schmale Grat Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der ehrliche religiöse Denker ist wie ein Seiltänzer. Er geht, dem Anscheine nach, beinahe nur auf der Luft. Sein Boden ist der schmalste, der sich denken läßt. Und doch läßt sich auf ihm wirklich gehen. Ludwig Wittgenstein &#160; Der Pfad der dürren Gräser, plattgetreten, hat uns zum stillen Haine nicht gebracht, daß dort, von Gottes [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schmale-grat/">Der schmale Grat</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der ehrliche religiöse Denker ist wie ein Seiltänzer. Er geht, dem Anscheine nach, beinahe nur auf der Luft.<br />
Sein Boden ist der schmalste, der sich denken läßt. Und doch läßt sich auf ihm wirklich gehen.</p>
<p>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Pfad der dürren Gräser, plattgetreten,<br />
hat uns zum stillen Haine nicht gebracht,<br />
daß dort, von Gottes hohem Strahl entfacht,<br />
wie Flammen wir mit ganzem Leibe beten.</p>
<p>Auf Märkten, wo gepeitschte Puppen schreien<br />
um Paradiese ohne Not und Tod,<br />
sehnt sich das Herz, von Nacht und Wahn bedroht,<br />
nach Stimmen, die ihm Licht ins Dunkel schneien.</p>
<p>Der Weg hat dich dem Lärm des Tals entrückt<br />
zum schmalen Grat, dem Abgrund leiser Schauer,<br />
wo, Dichter, dich der Enzian entzückt.</p>
<p>Bring uns den Duft in unser Krankenzimmer,<br />
daß wir des Tags gedenken ohne Trauer,<br />
leg auf das Kissen uns den blauen Schimmer.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die abschüssige Bahn</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-abschuessige-bahn/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Sep 2024 22:19:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Die abschüssige Bahn Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>„Die Tücke des Objekts.“ – Ein unnötiger Anthropomorphismus. Man könnte von einer Tücke der Welt reden; sich leicht vorstellen, der Teufel habe die Welt geschaffen, oder einen Teil von ihr. Und es ist nicht nötig, ein Eingreifen des Dämons von Fall zu Fall sich vorzustellen; es kann alles „den Naturgesetzen entsprechend“ vor sich gehen; es [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-abschuessige-bahn/">Die abschüssige Bahn</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Die Tücke des Objekts.“ – Ein unnötiger Anthropomorphismus. Man könnte von einer Tücke der <strong>Welt</strong> reden; sich <strong>leicht</strong> vorstellen, der Teufel habe die Welt geschaffen, oder einen Teil von ihr. Und es ist nicht <strong>nötig</strong>, ein Eingreifen des Dämons von Fall zu Fall sich vorzustellen; es kann alles „den Naturgesetzen entsprechend“ vor sich gehen; es ist dann eben der ganze Plan von vornherein aufs Schlimme angelegt. Der Mensch aber befindet sich in dieser Welt, in der die Dinge zerbrechen, rutschen, alles mögliche Unheil anstiften. Und er ist natürlich eins von den Dingen. – Die „Tücke des Objekts“ ist ein dummer Anthropomorphismus. Denn die Wahrheit ist viel ernster als diese Fiktion.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gott scheint nur eine schwache Gegenmacht,<br />
wie jenes Sternbild über schwarzen Hängen,<br />
das sie eratmen ließ in süßen Sängen,<br />
die Hirten in der einen Wundernacht.</p>
<p>Dann ragte schon das Kreuz auf Golgotha,<br />
und der gesegnet hatte, war verlassen.<br />
Wie deine Lilien, Schmerzensmutter, blassen,<br />
wie der Verneiner überschreit dein Ja.</p>
<p>Nach holden Händen greifen wir vergebens,<br />
denn keines kann am anderen sich halten,<br />
abschüssig ist die Bahn des dunklen Lebens.</p>
<p>Gesanges Rosen, dämmerfeuchte Gluten,<br />
verlöschen unterm Aug der Angst, dem kalten.<br />
O Dorn der Liebe, daß wir still verbluten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Birg dich im Abseits</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/birg-dich-im-abseits/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Sep 2024 22:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
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		<category><![CDATA[Birg dich im Abseits Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wo Andre weitergehn, dort bleib ich stehn. Ludwig Wittgenstein &#160; Mit dunklem Schwirren scheucht er auf die Herde, zum Abgrund stößt der Schatten eines Aars. Wir baumeln, Puppen einer schrillen Farce, im Bodenlosen über Gottes Erde. Schlafwandler sind, die über Schädel schreiten, fern lockt ein Girren, lockt Sirenensang, zu lösen sie von harter Strahlen Zwang, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/birg-dich-im-abseits/">Birg dich im Abseits</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wo Andre weitergehn, dort bleib ich stehn.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit dunklem Schwirren scheucht er auf die Herde,<br />
zum Abgrund stößt der Schatten eines Aars.<br />
Wir baumeln, Puppen einer schrillen Farce,<br />
im Bodenlosen über Gottes Erde.</p>
<p>Schlafwandler sind, die über Schädel schreiten,<br />
fern lockt ein Girren, lockt Sirenensang,<br />
zu lösen sie von harter Strahlen Zwang,<br />
wach erst, da sich im Sturz die Augen weiten.</p>
<p>Birg, Dichter, dich im Abseits zwischen Halmen,<br />
wo in der fremden Nacht das Heimchen zirpt.<br />
Die Sonne übertönt die Angst mit Psalmen,</p>
<p>wenn aus den Gärten heiße Rufe steigen<br />
und kleines Dasein um das große wirbt.<br />
Die stille Mitte sei im trunknen Reigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Falten des Herzens</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-falten-des-herzens/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Sep 2024 22:11:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
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		<category><![CDATA[Die Falten des Herzens Sonette philosophische Gedichte Wittgenstein lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Falten des Herzens Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Falten meines Herzens wollen immer zusammenkleben, und um es zu öffnen, müßte ich sie immer wieder auseinanderreißen. Ludwig Wittgenstein &#160; Die in der Sommernacht am Fenster stehen, als habe aufgestoßen es ein Strahl des Mondes, fühlen aus dem Heimattal, dem fernen, frühe Melodien wehen. Die einsam wandeln in Gesanges Hainen, und von den Dämmerlauben [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-falten-des-herzens/">Die Falten des Herzens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Falten meines Herzens wollen immer zusammenkleben, und um es zu öffnen, müßte ich sie immer wieder auseinanderreißen.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die in der Sommernacht am Fenster stehen,<br />
als habe aufgestoßen es ein Strahl<br />
des Mondes, fühlen aus dem Heimattal,<br />
dem fernen, frühe Melodien wehen.</p>
<p>Die einsam wandeln in Gesanges Hainen,<br />
und von den Dämmerlauben tropft noch Licht<br />
auf müder Anemonen Angesicht,<br />
sie halten jählings inne, um zu weinen.</p>
<p>Mag die verklebten uns, des Herzens Falten,<br />
aus Versen quillend transparente Feuchte<br />
sanft lösen, die vom Schnee des Schlafes kalten,</p>
<p>die Lider, uns dein Atem, Dichter, wecken,<br />
daß aus dem Dunkel hell die Rose leuchte<br />
und wir das Dasein schauen ohne Schrecken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-falten-des-herzens/">Die Falten des Herzens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Einsamkeit der Monaden</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-einsamkeit-der-monaden/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 22:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die Einsamkeit der Monaden Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich kann nicht niederknien, zu beten, weil gleichsam meine Knie steif sind. Ich fürchte mich vor der Auflösung (vor meiner Auflösung), wenn ich weich würde. Ludwig Wittgenstein &#160; Wie unsre Haut ist auch die Seele nackt. So lauschten wir der Nacht mit offnen Poren, so fühlten wir uns an den Strom verloren, den dunklen Glanz, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-einsamkeit-der-monaden/">Die Einsamkeit der Monaden</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich kann nicht niederknien, zu beten, weil gleichsam meine Knie steif sind. Ich fürchte mich vor der Auflösung (vor meiner Auflösung), wenn ich weich würde.</em></p>
<p><em>Ludwig Wittgenstein</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie unsre Haut ist auch die Seele nackt.<br />
So lauschten wir der Nacht mit offnen Poren,<br />
so fühlten wir uns an den Strom verloren,<br />
den dunklen Glanz, des Staunens Katarakt.</p>
<p>Da ließen wir gewundner Muschel gleich<br />
den zarten Schmelz mit Schalen überkleiden,<br />
einander in Monaden uns zu scheiden.<br />
Hart ward der Sinn, das Herz der Angst blieb weich.</p>
<p>Wohl tönen Muscheln, an ein Ohr gehalten,<br />
wie Meere rauschen, die vor Zeiten blauten.<br />
Wir haben Worte bloß, die schon erkalten,</p>
<p>bevor sie noch in fremde Herzen dringen.<br />
An hohen Dämmen, die wir um uns bauten,<br />
prallt schäumend, Dichter, ab dein Singen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-einsamkeit-der-monaden/">Die Einsamkeit der Monaden</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Ohne Hoffnung</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ohne-hoffnung/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Aug 2024 22:10:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wittgenstein-Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Ohne Hoffnung Wittgenstein-Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Esperanto. Das Gefühl des Ekels, wenn wir ein erfundenes Wort mit erfundenen Ableitungssilben aussprechen. Das Wort ist kalt, hat keine Assoziationen und spielt doch „Sprache“. Ludwig Wittgenstein &#160; Als griffest eines Fremden Hand du blind, und was du fühlst ist nur ein Stumpf, ein glatter. Des Lebens Stimmen werden dumpfer, matter, als riefen, die vom [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ohne-hoffnung/">Ohne Hoffnung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Esperanto. Das Gefühl des Ekels, wenn wir ein erfundenes Wort mit erfundenen Ableitungssilben aussprechen. Das Wort ist kalt, hat keine Assoziationen und spielt doch „Sprache“.</em></p>
<p>Ludwig Wittgenstein</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als griffest eines Fremden Hand du blind,<br />
und was du fühlst ist nur ein Stumpf, ein glatter.<br />
Des Lebens Stimmen werden dumpfer, matter,<br />
als riefen, die vom Schnee verschüttet sind.</p>
<p>Das Aug der Liebe war nur buntes Glas.<br />
Wie zarte Haut, von Strahlen aufgeschnitten,<br />
sind Seelen, die den Sonnenpfad durchschritten,<br />
verwehte Schuppen, fetter Maden Fraß.</p>
<p>Das nicht vom Schmerz beseelte Wort ist kalt,<br />
es torkelt wie an wirren Silberdrähten<br />
die Puppe, strohgefüllt und grell bemalt.</p>
<p>Sie spielen Sprache, doch die Worte gleichen<br />
gepreßtem Hauch von Lippen, zugenähten.<br />
Die Frucht des Sinns ist faul, die sie uns reichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ohne-hoffnung/">Ohne Hoffnung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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