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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Preislieder auf das gewöhnliche Leben</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben X</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Apr 2014 19:16:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Nippes, Maskottchen und Figürchen, Rehlein, Zicklein, Schäfchen, all die Püppchen, ausgeziert mit Kleidern, Hütlein und Kravättchen, artig und manierlich aufgereiht auf Stellagen, Anrichten und Borden aus Blech und Edelholz. Gepriesen sei der Nippes, dieweil er uns an die Penaten, Hausgötter der antiken Küche stets gemahnt, die unter frommer Obhut der Matrona auf [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-x/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben X</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Nippes,<br />
Maskottchen und Figürchen,<br />
Rehlein, Zicklein, Schäfchen,<br />
all die Püppchen, ausgeziert mit Kleidern,<br />
Hütlein und Kravättchen,<br />
artig und manierlich aufgereiht<br />
auf Stellagen, Anrichten und Borden<br />
aus Blech und Edelholz.</p>
<p>Gepriesen sei der Nippes,<br />
dieweil er uns an die Penaten,<br />
Hausgötter der antiken Küche stets gemahnt,<br />
die unter frommer Obhut der Matrona<br />
auf den Simsen des Familienaltars<br />
bei der Vesta ewiger Flamme prangten –<br />
dort wo auch die Gipsabdrücke<br />
der Ahnen hingen an der Wand –<br />
die trugen dem Leichenzug voran<br />
feierlich die Hinterbliebenen.</p>
<p>Gepriesen sei der Nippes,<br />
die Püppchen und die Tierchen,<br />
Hühnchen, Hundilein und Bärchen,<br />
Häschen oder Vögelchen<br />
aus Stoff und Ton,<br />
aus Marzipan und Schokolade,<br />
die sich Verliebte einander eignen zu<br />
als lächelnde Gesichter, Totemmasken,<br />
Allegorien ihres Liebeskults –<br />
Trophäen einer heißen Jagd<br />
nach großen, tiefen, süßen, leisen Augenblicken,<br />
die Amor ihnen blindlings trifft.</p>
<p>Gepriesen sei der Nippes,<br />
Engel, Putten, Plastikrosen,<br />
abgebrochne Säulen, schwarze Mamorkugeln<br />
oder seltsam leere Andachtsschalen,<br />
die auf Gräbern stehen,<br />
um Totenstätten traumesdunkel schweben –<br />
sie seien Zeichen uns, dass die Seele lebt,<br />
der Trauernden und so wir liebend glauben,<br />
der Betrauerten.</p>
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		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben IX</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2014 19:17:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte über Koblenz]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei das Kissen mit Blumen- oder Streifenmuster, das dein wartet Tag und Nacht, wo du versinken magst in einer warmen Düne Kosen – und sind dir Augen bloß, aus unsichtbaren Gräsern lugend. Gepriesen sei das Kissen, das Großmutter aufgeschüttelt und dir unter deinen Po gequetscht hat, auf dass an Höhe mit den Großen du [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-ix/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben IX</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei das Kissen<br />
mit Blumen- oder Streifenmuster,<br />
das dein wartet Tag und Nacht,<br />
wo du versinken magst<br />
in einer warmen Düne Kosen –<br />
und sind dir Augen bloß,<br />
aus unsichtbaren Gräsern lugend.</p>
<p>Gepriesen sei das Kissen,<br />
das Großmutter aufgeschüttelt<br />
und dir unter deinen Po gequetscht hat,<br />
auf dass an Höhe mit den Großen du gewannst<br />
und beim Mittagsmahl<br />
klirrend-schlürfend<br />
die sämige Kartoffelsuppe löffeln konntest.</p>
<p>Gepriesen sei das Daunenkissen,<br />
das der Geliebte kühn dir unterschob,<br />
um deinen Liebeswald emporzuwandern<br />
auf kecker Suche nach kussbestäubten Pilzen<br />
oder auch die rote Venusblüte aufzupflücken<br />
und sie zwischen seinen Blecke-Zähnen,<br />
warm geseufzt,<br />
dir auf den Mund zu lallen.</p>
<p>Gepriesen sei das Kissen,<br />
in weißes, frisch gestärktes Linnen eingeschlagen,<br />
das, ein verschneiter Grabeshügel,<br />
du dem spatzenzarten Haupt der Mutter unterbreitet hast,<br />
auf dass durchs schmale Fenster im Hospiz<br />
ihr Abschiedsblicke, Ankunftsblicke<br />
wären wohl vergönnt<br />
auf den Vater Rhein.</p>
<p>Gepriesen sei das Kissen<br />
von Moos und Flechten schwellend<br />
und Tannennadeln und Gewürm,<br />
auf das ich einst nach morgenfrohem Aufstieg<br />
von Koblenz-Stolzenfels<br />
beim Tempel des Mercurius<br />
den Wusel-Kopf, einen Bienenkorb<br />
voll Sehnsuchtssummen,<br />
dichterisch gebettet –<br />
liebeslinkisch-lebensscheu.</p>
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		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben VIII</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-viii/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2014 12:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Bleistift, der anders als die tauben Tasten am PC mitfühlt, mitdenkt, mitzittert und wie ein Blitzableiter die durchs Geflecht der Schreibhand jagen, des Schreibers hellste Nervenblitze in den Schnee jungfräulichen Papiers einfurcht. Gepriesen sei der Bleistift und die Dauer des Gefühls, die Ruhe der Empfindung, womit er den nervösen Geist beglückt – [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-viii/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben VIII</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Bleistift,<br />
der anders als die tauben Tasten am PC<br />
mitfühlt, mitdenkt, mitzittert<br />
und wie ein Blitzableiter<br />
die durchs Geflecht der Schreibhand jagen,<br />
des Schreibers hellste Nervenblitze<br />
in den Schnee jungfräulichen Papiers einfurcht.</p>
<p>Gepriesen sei der Bleistift<br />
und die Dauer des Gefühls,<br />
die Ruhe der Empfindung,<br />
womit er den nervösen Geist beglückt –<br />
wenn uns dereinst wie Hirnen in der Schale<br />
jedwedes Organ des Menschenausdrucks<br />
amputiert ward,<br />
und in Geisterschrift das grad von dir Gedachte<br />
gnadenlos auf dem Screen in Kolonnen aufmarschiert,<br />
oder wir, mit Neuro-Chips verbunden,<br />
uns die Gedanken rauben ungeniert –<br />
dann denk zurück an meines Bleistifts<br />
mühsam gekrakelten Weg zur Wahrheit.</p>
<p>Gepriesen sei der Malstift,<br />
Härtegrade bis B 9,<br />
mit dem ein Maler weichen Sinns wie Ingres<br />
das Purpur-Inkarnat weiblichen Fleisches<br />
in vollen Strichen aus Graphit,<br />
an zart beflaumten Stellen<br />
mit der Estompe nebelhaft verwischt,<br />
erahnen und eratmen lässt.</p>
<p>Gepriesen sei der Bleistift,<br />
auf dem du, aus dem Fenster stierend<br />
oder ins Gedröhn der Boeing dich verlierend,<br />
geistlosen Ausdrucks<br />
herrlich kauen kannst,<br />
wenn dir mal wieder,<br />
obwohl das blöde Ding entgegenragt,<br />
sich das rechte Wort versagt.</p>
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		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben VII</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Apr 2014 19:29:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Eimer, aus Blech gewalzt und wasserdicht verschweißt – den hast du Schritt für Schritt vor dich über die steinernen Fliesen des Flurs, die kalten, bunten, hingeschoben, auf den Knien rutschend und den grauen Putzlappen schwingend, bis der Boden glänzte wie ein maurisch-paradiesisch Ornament. Gepriesen sei der Eimer und der über seinen Rand [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-vii/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben VII</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Eimer,<br />
aus Blech gewalzt und wasserdicht verschweißt –<br />
den hast du Schritt für Schritt<br />
vor dich über die steinernen Fliesen des Flurs,<br />
die kalten, bunten, hingeschoben,<br />
auf den Knien rutschend<br />
und den grauen Putzlappen schwingend,<br />
bis der Boden glänzte<br />
wie ein maurisch-paradiesisch Ornament.</p>
<p>Gepriesen sei der Eimer<br />
und der über seinen Rand gelehnte Lappen,<br />
knotig ausgewrungen<br />
von deinen mütterlichen Magdeshänden,<br />
schmerzlich-rot.</p>
<p>Gepriesen sei die hölzern-maserige Kufe<br />
auf dem gedrungenen Rücken<br />
schwer atmenden Winzers<br />
im steilen Moselwingert,<br />
da sie sich füllt mit herbstlich edlen Trauben<br />
für den Most, den einst mit nackten Füßen<br />
der Enkel hat zerstampft.</p>
<p>Gepriesen sei die bauchige Amphora,<br />
die gefüllt mit Schwarzoliven,<br />
auf flachem Nachen verschifft<br />
über Tiber, Ister und Mosella,<br />
das karge Mahl eines Dichters tändelnder Bukolika<br />
oder eines armen Klerikers,<br />
in seinen Psalter schniefend,<br />
fern vom Glanz der goldenen Roma<br />
bereichert hat.</p>
<p>Gepriesen sei die Situla<br />
aus dunkel dröhnender Bronze Etruriens<br />
und die feinnervige Hand des Künstlers,<br />
der mit Hirschgeweihen, Masken, Rätsel-Sphingen,<br />
wie aus Fenstern lugend,<br />
sie hat magisch ausgeziert.</p>
<p>Gepriesen sei der kleine Bottich,<br />
mit Essig abgefüllt,<br />
in den der römische Soldat,<br />
dem jene Stimme fern im Herzen widerklang,<br />
den Schwamm an langer Lanze Spitze<br />
hat getunkt –<br />
und ihn geführt an den zerrissenen Klagemund,<br />
der eines Sterbens maßlosen Ruf<br />
in das Ohr verstockter Menschheit röchelte<br />
und in das von Engelschören taube Ohr des Vaters,<br />
der ihn längst in unerlöste Schlämme<br />
der Gehenna sinken sah:<br />
„Mich dürstet!“</p>
<p>Gepriesen sei die Karaffe aus gebranntem Ton,<br />
voll heißen Wassers,<br />
aus der Großmutter dir<br />
den Badezuber nachgefüllt hat<br />
mit all den heißen Tropfen<br />
ungeschmälter, reiner Liebe.</p>
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		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben VI</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-vi/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Apr 2014 12:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Napf, aus Blech getrieben, mit mattem silbrigen Besatz und herzentsprossener Gravur, den wir Großvater, ich auf dem Leiterwagen, den lieben langen Sommer lang zum Kartoffelacker brachten, wenn die Sonne wieder sank, zum glühenden Erdbeerfeld, in den laubertrunkenen Garten, wo sich Lurch und Kröte neckten und die Unke rief im Schlaf. Es zischte [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-vi/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben VI</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Napf,<br />
aus Blech getrieben,<br />
mit mattem silbrigen Besatz<br />
und herzentsprossener Gravur,<br />
den wir Großvater, ich auf dem Leiterwagen,<br />
den lieben langen Sommer lang<br />
zum Kartoffelacker brachten,<br />
wenn die Sonne wieder sank,<br />
zum glühenden Erdbeerfeld,<br />
in den laubertrunkenen Garten,<br />
wo sich Lurch und Kröte neckten<br />
und die Unke rief im Schlaf.</p>
<p>Es zischte leise, wenn Großvater den Deckel<br />
mit den beiden Gummizügen öffnete:<br />
Kartoffelsuppe schwappte, Erbsen-,<br />
Linsen-, Wirsingsuppe mit Würstchen,<br />
Speck oder Schwartenmagen.<br />
Und Opa löffelte und wischte sich den Schweiß<br />
mit dem losen Unterärmel des Leinenhemds<br />
von Stirn und Wangen.</p>
<p>Nach dem Bluten und dem Todesschuften bei Verdun<br />
blieb der Napf als letzte Waffe<br />
dem Entwaffneten im Überlebenskampf:<br />
Mit allen Näpfen habt ihr, du und die zerlumpten Kameraden,<br />
auf die harten Dielen und die schweren Eichentische<br />
des Gefangenenlagers eingeschlagen –<br />
der Lärm war eine ungeheure Brandungswelle,<br />
auf der ein Schaum aus Schreien hat gespukt:<br />
HUNGER! HUNGER! HUNGER!<br />
(Nur einer war trotz Hungers eingebildet<br />
auf die preußisch-hohe Bildung und schrie: FAIM!)</p>
<p>Gepriesen sei der Napf,<br />
um Hungers und um Christi willen!<br />
Von all dem Höllenkrach wurde der Wärter blass<br />
und fuchtelte mit der Pistole über kahlen Köpfen:<br />
Und schoss Panikschüsse in einen lilienbleichen Himmel,<br />
bevor er sich in die Hose machte.<br />
Dann befahl der Wachhabende,<br />
aus den Schalen der Kartoffeln,<br />
die sie nebst Schweinerippchen selbst verzehrt,<br />
einen dünnen Sud zu brauen,<br />
damit endlich Ruhe herrsche.</p>
<p>Gepriesen sei der Napf,<br />
um Hungers und um Christi willen!<br />
Hast duʼs recht beschaut,<br />
was auf der Unterseite eingraviert?</p>
<p>„Für Kaiser, GOTT und Vaterland …<br />
… und für dich, meine liebste Gertrud!<br />
Verdun, Sommer 1916. Jesus steh uns bei!“</p>
<p>Gepriesen sei der Napf,<br />
um Hungers und um Christi willen!</p>
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		<item>
		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben V</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-v/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Apr 2014 19:07:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Kamm, aus edlem Holz geschnitzt, aus Elfenbein, aus Silber gefertigt, mit Perlmutt belegt, wie Finger ausgestreckt oder zart gekrümmt wie eine Hand. Gepriesen sei der Kamm, den du ins das geflochtene Haar gesteckt, schillernd, eines Meerestieres Schale aus dünnem Porzellan. Gepriesen sei der Kamm, mit dem du, Sklave eines dunklen Dufts, surfst [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-v/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben V</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Kamm,<br />
aus edlem Holz geschnitzt, aus Elfenbein,<br />
aus Silber gefertigt, mit Perlmutt belegt,<br />
wie Finger ausgestreckt<br />
oder zart gekrümmt wie eine Hand.</p>
<p>Gepriesen sei der Kamm,<br />
den du ins das geflochtene Haar gesteckt,<br />
schillernd, eines Meerestieres Schale<br />
aus dünnem Porzellan.</p>
<p>Gepriesen sei der Kamm,<br />
mit dem du, Sklave eines dunklen Dufts,<br />
surfst auf den Wogen blauer Nacht,<br />
süßen Schrecks hinunterbrechend<br />
in die Stille schwerer Flechten,<br />
emporgehoben<br />
von den heißen Fluten der Erinnerung.</p>
<p>Gepriesen sei der Kamm,<br />
des Dichters reines Metronom,<br />
die Rhythmen sinnendunklen Reims<br />
zu zählen, glatt zu strählen.</p>
<p>Gepriesen sei der Kamm,<br />
mit dem du deiner Mutter weißes Haar<br />
zur Totenbahre<br />
hast geglättet und verschönt.</p>
<p>Gepriesen sei der Kamm,<br />
der schmale, aus honiggelbem Horn,<br />
auf dem der Vater dir,<br />
gespitzt-gewitzter Zunge,<br />
das Wiegenlied gesummt, gebrummt.</p>
<p>Gepriesen sei der Kamm,<br />
aus blankem Blech gezähnt,<br />
mit dem die Schizophrene<br />
im geschlossenen Trakt der Psychiatrie<br />
das heilige Empfinden,<br />
sie selbst in eigner Welt zu sein,<br />
sich ekstatisch-automnetisch wiegend,<br />
aus dem unendlich tiefen Wasserfall<br />
ihres Mädchenhaares<br />
hat geschöpft.</p>
<p>Gepriesen sei der Kamm,<br />
der Schönheit adelt,<br />
Dichtung stiftet,<br />
Liebe kündet,<br />
Wahnsinn heiligt.</p>
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		<item>
		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben IV</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-iv/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Apr 2014 16:05:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3629</guid>
		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Besen, der Feger, Kehrwisch für die Hand, die Eule auch genannt, am harten Riegel fein besetzt mit Borsten, festem Haar von Roßschweif oder Ziegenbart – mit geflochtenen Blättern machtʼs die nackte Negerin mit dem Palmenschurz die Insulanerin und mit gebundenem Reisig der Ziegenbärtige in Vietnam. Am Besenwesen fasst du ganz des Menschen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-iv/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben IV</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Besen,<br />
der Feger, Kehrwisch für die Hand,<br />
die Eule auch genannt,<br />
am harten Riegel fein besetzt mit Borsten,<br />
festem Haar von Roßschweif oder Ziegenbart –<br />
mit geflochtenen Blättern machtʼs die nackte Negerin<br />
mit dem Palmenschurz die Insulanerin<br />
und mit gebundenem Reisig der Ziegenbärtige in Vietnam.</p>
<p>Am Besenwesen fasst du ganz des Menschen Heldentum,<br />
ob tragisch oder komisch,<br />
im ewigen Kampfe mit den Mächten der Vernichtung,<br />
der Verwirrung und des Untergangs.</p>
<p>Des Chaos Spuren sind allgegenwärtig,<br />
Krümel, Flocken, Späne, Grind,<br />
Fäden, Flusen, Schuppen, Horn,<br />
Haare, Schalen, Splitter, Haut –<br />
alles kehrst du scharrend<br />
über Dielen, Fliesen, Stein und Teppich<br />
und häufst den Todesabhub<br />
weise auf zu Kehrichtpyramiden.</p>
<p>Gepriesen sei der Besen,<br />
mit dem du, schwuppdiwupp,<br />
des alten Chaos ewig jungen Sohn, den Staub,<br />
auf das Kehrblech hievst.</p>
<p>Gepriesen sei der Besen,<br />
und der ihn erfand und immerfort ihn schwingt,<br />
der Mensch, der komisch-große Kehrer-Heros,<br />
dem noch kein Denkmal außer diesem<br />
ward ersonnen und erbaut.</p>
<p>Wenn du erschöpft auf blanker Schwelle sitzt,<br />
in einer jener Kampfespausen –<br />
Waffenstillstand, Frieden gar, die gibt’s hier nicht! –<br />
kriecht dir im Rücken schon die Nacht heran<br />
und in dem es tückisch gleißt und glimmt,<br />
des Geistes Staubgeweb, der Traum.</p>
<p>Mit dem Besen, gepriesen sei er, kehrst du,<br />
selber Staub vom Staub, den Staub.</p>
<p>Gepriesen sei der Besen,<br />
mit dem die Spreu der faulen Worte,<br />
die Füllsel toter, leerer Lügennamen,<br />
du von der Tenne kehrst,<br />
und hast geerntet nur ein goldnes Korn.</p>
<p>Und bettest du dich heim zur Erde nackt,<br />
und ruhst vom Wisch- und Kehrdienst ewig aus –<br />
mein Preislied hält dir eine hohe Seele wach,<br />
den Feger leg ich dir in dieses Grab.</p>
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		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben III</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-iii/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Apr 2014 07:31:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei das konvexe Doppelglas, das von verschwommenen Bildern dich erlöst, das dir die wahre Weltanschauung gönnt, statt der Scheuklappen der falschen, die dir der Sturm der Zeit herunterriss. Gepriesen sei die Brille – auch wenn sie dir das Kichern dummblonder Gören eingebrockt hat, du hast doch endlich klar erblickt, wie die Leuchtspur des ewigen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-iii/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben III</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei das konvexe Doppelglas,<br />
das von verschwommenen Bildern dich erlöst,<br />
das dir die wahre Weltanschauung gönnt,<br />
statt der Scheuklappen der falschen,<br />
die dir der Sturm der Zeit herunterriss.</p>
<p>Gepriesen sei die Brille –<br />
auch wenn sie dir das Kichern<br />
dummblonder Gören eingebrockt hat,<br />
du hast doch endlich klar erblickt,<br />
wie die Leuchtspur des ewigen Schnees,<br />
was auf der grünen Tafel stand:<br />
Exegi monumentum aere perennius.</p>
<p>Gepriesen sei die Brille,<br />
auch wenn sie deine Augen ferner rückt,<br />
sie bringt dich einem Leben nah,<br />
das, von Licht erheitert,<br />
du nicht bang und blöd,<br />
kurzsichtig nicht beglotzen sollst.</p>
<p>Ich weiß, du hast, bebrillter Sehnsuchtsaffe,<br />
all die Rätselaugen nah und klar geschaut,<br />
die dir sagten: „Nein, es tut uns leid,<br />
wir wissen in diesem menschenwüsten Wimmeln,<br />
wir wissen jenseits dieses Jahrmarkts<br />
greller Buden, blinder Fenster, wirrer Reden<br />
von keinem Bahnhof, keinem Zug,<br />
der dich nach Hause führe.“</p>
<p>Gleichwohl, die Brille sei gepriesen,<br />
mit der im Heimatlosen du den Durchblick hast.</p>
<p>Schau, die Brille ist ein Wahrheitszeuge,<br />
Zeuge wahrer Nähe, echter Liebe:<br />
Nur unterm Schattenbogen liebster Augenbrauen<br />
magst du dich räkeln wohlig-blind.</p>
<p>Gepriesen sei der Liebeszeuge,<br />
der ungenutzt am schönsten nutzt.</p>
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		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben II</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-ii/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Apr 2014 19:49:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte über Koblenz]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei das lederne Schuhwerk und seine gediegene Festigkeit, weich gehämmert und kunstgerecht vernäht, das mir die langen Wanderwege hat vergönnt: Koblenz–Stolzenfels–Rittersturz–Merkurtempel– Villa Rustica–Remstecken–Karthause, Rhens–Königsstuhl–Gedeonseck–Vierseenblick–Boppard. Wege, die von Trauerschmerzen weich ich um Abschied mir erschritt, erstritt: von der Mutter Heimgang im Sterbe-Tollhaus in der Laubach, den sie gesänftigt von heiliger Salbung, leicht wie eines zarten [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-ii/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben II</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei das lederne Schuhwerk<br />
und seine gediegene Festigkeit,<br />
weich gehämmert und kunstgerecht vernäht,<br />
das mir die langen Wanderwege hat vergönnt:<br />
Koblenz–Stolzenfels–Rittersturz–Merkurtempel–<br />
Villa Rustica–Remstecken–Karthause,<br />
Rhens–Königsstuhl–Gedeonseck–Vierseenblick–Boppard.</p>
<p>Wege, die von Trauerschmerzen weich<br />
ich um Abschied mir erschritt, erstritt:<br />
von der Mutter Heimgang<br />
im Sterbe-Tollhaus in der Laubach,<br />
den sie gesänftigt von heiliger Salbung,<br />
leicht wie eines zarten Vogels Traum,<br />
hinabgeseufzt.</p>
<p>Gepriesen sei das Schuhwerk,<br />
das mich festen Schritts<br />
auf gekiester, auf bemooster, auf lehmiger Bahn<br />
zur Heiligung der Muttererde hat geführt,<br />
als das mütterliche Herz,<br />
das mich mit Stolz und Angst und Gläubigkeit genährt,<br />
nur immer ferner, leiser, unhörbarer schlug.</p>
<p>Gepriesen sei das Schuhwerk,<br />
das mich die alten Sehnsuchtspfade hat geführt,<br />
auch wennʼs die eine oder andre Blase gab.</p>
<p>Gepriesen sei, derʼs über seinen Leisten schlug,<br />
der gute Schuster unbekannt.</p>
<p>Doch istʼs nicht gut,<br />
am Mittag tapfer ausgeschrittenen Wegs<br />
barfuß in kühlem Sand zu baden,<br />
den nackten Fuß entgegenstrecken<br />
den Küssen süßer Tropfen?</p>
<p>Und istʼs nicht besser, das Beste nicht,<br />
am Ende schweren Gangs<br />
die Schuhe von den rauchenden Füßen streifen?</p>
<p>Den letzten Gang gehst du freilich unbeschuht:<br />
Oder meinst du, in jenem Garten melodisch<br />
ausgegossenen Lichts könntest du auf Unrat treten?<br />
Und in jenen siedenden Pfühlen,<br />
was nutzten dort die besten Schuhe?</p>
<p>Solange wir den Asphalt der Kultur beschreiten,<br />
müssen wir mit Voltaires Schmerzensgrinsen<br />
einsamen Wallers Träumereien verwinden.</p>
<p>Solange sei das gute Schuhwerk hoch zu preisen.</p>
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		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben I</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/hymnen-des-alltags/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/hymnen-des-alltags/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2014 10:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei die bunt bemalte Tasse, an der du deine Hand gewärmt, zu deren Rand du deinen Mund geführt, aus der du roten Tee geschlürft hast. Gepriesen sei die zarte Frauenhand, die warmen Blicks den Rohling hat bemalt, der Töpfer sei gepriesen, der ihn gedreht, geformt, gebrannt. Gepriesen sei der Erde Wunder-Schoß, wo in Riesel-Schlünden [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/hymnen-des-alltags/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben I</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei die bunt bemalte Tasse,<br />
an der du deine Hand gewärmt,<br />
zu deren Rand du deinen Mund geführt,<br />
aus der du roten Tee geschlürft hast.</p>
<p>Gepriesen sei die zarte Frauenhand,<br />
die warmen Blicks den Rohling hat bemalt,<br />
der Töpfer sei gepriesen,<br />
der ihn gedreht, geformt, gebrannt.</p>
<p>Gepriesen sei der Erde Wunder-Schoß,<br />
wo in Riesel-Schlünden und in blauen Minen<br />
neben der Minerale reinen Farben<br />
der weiche Ton ist ausgereift.</p>
<p>Gepriesen sei der rote Tee,<br />
der schwarze Schlamm, aus dem er spross,<br />
der Schweiß der armen Bauern<br />
mit den spitzen Hüten Asiens.</p>
<p>Gepriesen sei die bunt bemalte Tasse,<br />
gepriesen sei, der sie geküsst, dein Mund,<br />
und der die Tasse pries und deinen Mund,<br />
er sei gepriesen auch!</p>
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