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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
	<lastBuildDate>Thu, 30 Apr 2026 22:06:57 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben VII</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Apr 2014 19:29:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Eimer, aus Blech gewalzt und wasserdicht verschweißt – den hast du Schritt für Schritt vor dich über die steinernen Fliesen des Flurs, die kalten, bunten, hingeschoben, auf den Knien rutschend und den grauen Putzlappen schwingend, bis der Boden glänzte wie ein maurisch-paradiesisch Ornament. Gepriesen sei der Eimer und der über seinen Rand [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-vii/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben VII</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Eimer,<br />
aus Blech gewalzt und wasserdicht verschweißt –<br />
den hast du Schritt für Schritt<br />
vor dich über die steinernen Fliesen des Flurs,<br />
die kalten, bunten, hingeschoben,<br />
auf den Knien rutschend<br />
und den grauen Putzlappen schwingend,<br />
bis der Boden glänzte<br />
wie ein maurisch-paradiesisch Ornament.</p>
<p>Gepriesen sei der Eimer<br />
und der über seinen Rand gelehnte Lappen,<br />
knotig ausgewrungen<br />
von deinen mütterlichen Magdeshänden,<br />
schmerzlich-rot.</p>
<p>Gepriesen sei die hölzern-maserige Kufe<br />
auf dem gedrungenen Rücken<br />
schwer atmenden Winzers<br />
im steilen Moselwingert,<br />
da sie sich füllt mit herbstlich edlen Trauben<br />
für den Most, den einst mit nackten Füßen<br />
der Enkel hat zerstampft.</p>
<p>Gepriesen sei die bauchige Amphora,<br />
die gefüllt mit Schwarzoliven,<br />
auf flachem Nachen verschifft<br />
über Tiber, Ister und Mosella,<br />
das karge Mahl eines Dichters tändelnder Bukolika<br />
oder eines armen Klerikers,<br />
in seinen Psalter schniefend,<br />
fern vom Glanz der goldenen Roma<br />
bereichert hat.</p>
<p>Gepriesen sei die Situla<br />
aus dunkel dröhnender Bronze Etruriens<br />
und die feinnervige Hand des Künstlers,<br />
der mit Hirschgeweihen, Masken, Rätsel-Sphingen,<br />
wie aus Fenstern lugend,<br />
sie hat magisch ausgeziert.</p>
<p>Gepriesen sei der kleine Bottich,<br />
mit Essig abgefüllt,<br />
in den der römische Soldat,<br />
dem jene Stimme fern im Herzen widerklang,<br />
den Schwamm an langer Lanze Spitze<br />
hat getunkt –<br />
und ihn geführt an den zerrissenen Klagemund,<br />
der eines Sterbens maßlosen Ruf<br />
in das Ohr verstockter Menschheit röchelte<br />
und in das von Engelschören taube Ohr des Vaters,<br />
der ihn längst in unerlöste Schlämme<br />
der Gehenna sinken sah:<br />
„Mich dürstet!“</p>
<p>Gepriesen sei die Karaffe aus gebranntem Ton,<br />
voll heißen Wassers,<br />
aus der Großmutter dir<br />
den Badezuber nachgefüllt hat<br />
mit all den heißen Tropfen<br />
ungeschmälter, reiner Liebe.</p>
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		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben IV</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-iv/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Apr 2014 16:05:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Besen, der Feger, Kehrwisch für die Hand, die Eule auch genannt, am harten Riegel fein besetzt mit Borsten, festem Haar von Roßschweif oder Ziegenbart – mit geflochtenen Blättern machtʼs die nackte Negerin mit dem Palmenschurz die Insulanerin und mit gebundenem Reisig der Ziegenbärtige in Vietnam. Am Besenwesen fasst du ganz des Menschen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-iv/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben IV</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Besen,<br />
der Feger, Kehrwisch für die Hand,<br />
die Eule auch genannt,<br />
am harten Riegel fein besetzt mit Borsten,<br />
festem Haar von Roßschweif oder Ziegenbart –<br />
mit geflochtenen Blättern machtʼs die nackte Negerin<br />
mit dem Palmenschurz die Insulanerin<br />
und mit gebundenem Reisig der Ziegenbärtige in Vietnam.</p>
<p>Am Besenwesen fasst du ganz des Menschen Heldentum,<br />
ob tragisch oder komisch,<br />
im ewigen Kampfe mit den Mächten der Vernichtung,<br />
der Verwirrung und des Untergangs.</p>
<p>Des Chaos Spuren sind allgegenwärtig,<br />
Krümel, Flocken, Späne, Grind,<br />
Fäden, Flusen, Schuppen, Horn,<br />
Haare, Schalen, Splitter, Haut –<br />
alles kehrst du scharrend<br />
über Dielen, Fliesen, Stein und Teppich<br />
und häufst den Todesabhub<br />
weise auf zu Kehrichtpyramiden.</p>
<p>Gepriesen sei der Besen,<br />
mit dem du, schwuppdiwupp,<br />
des alten Chaos ewig jungen Sohn, den Staub,<br />
auf das Kehrblech hievst.</p>
<p>Gepriesen sei der Besen,<br />
und der ihn erfand und immerfort ihn schwingt,<br />
der Mensch, der komisch-große Kehrer-Heros,<br />
dem noch kein Denkmal außer diesem<br />
ward ersonnen und erbaut.</p>
<p>Wenn du erschöpft auf blanker Schwelle sitzt,<br />
in einer jener Kampfespausen –<br />
Waffenstillstand, Frieden gar, die gibt’s hier nicht! –<br />
kriecht dir im Rücken schon die Nacht heran<br />
und in dem es tückisch gleißt und glimmt,<br />
des Geistes Staubgeweb, der Traum.</p>
<p>Mit dem Besen, gepriesen sei er, kehrst du,<br />
selber Staub vom Staub, den Staub.</p>
<p>Gepriesen sei der Besen,<br />
mit dem die Spreu der faulen Worte,<br />
die Füllsel toter, leerer Lügennamen,<br />
du von der Tenne kehrst,<br />
und hast geerntet nur ein goldnes Korn.</p>
<p>Und bettest du dich heim zur Erde nackt,<br />
und ruhst vom Wisch- und Kehrdienst ewig aus –<br />
mein Preislied hält dir eine hohe Seele wach,<br />
den Feger leg ich dir in dieses Grab.</p>
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		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben II</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-ii/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2014 19:49:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte über Koblenz]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei das lederne Schuhwerk und seine gediegene Festigkeit, weich gehämmert und kunstgerecht vernäht, das mir die langen Wanderwege hat vergönnt: Koblenz–Stolzenfels–Rittersturz–Merkurtempel– Villa Rustica–Remstecken–Karthause, Rhens–Königsstuhl–Gedeonseck–Vierseenblick–Boppard. Wege, die von Trauerschmerzen weich ich um Abschied mir erschritt, erstritt: von der Mutter Heimgang im Sterbe-Tollhaus in der Laubach, den sie gesänftigt von heiliger Salbung, leicht wie eines zarten [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-ii/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben II</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei das lederne Schuhwerk<br />
und seine gediegene Festigkeit,<br />
weich gehämmert und kunstgerecht vernäht,<br />
das mir die langen Wanderwege hat vergönnt:<br />
Koblenz–Stolzenfels–Rittersturz–Merkurtempel–<br />
Villa Rustica–Remstecken–Karthause,<br />
Rhens–Königsstuhl–Gedeonseck–Vierseenblick–Boppard.</p>
<p>Wege, die von Trauerschmerzen weich<br />
ich um Abschied mir erschritt, erstritt:<br />
von der Mutter Heimgang<br />
im Sterbe-Tollhaus in der Laubach,<br />
den sie gesänftigt von heiliger Salbung,<br />
leicht wie eines zarten Vogels Traum,<br />
hinabgeseufzt.</p>
<p>Gepriesen sei das Schuhwerk,<br />
das mich festen Schritts<br />
auf gekiester, auf bemooster, auf lehmiger Bahn<br />
zur Heiligung der Muttererde hat geführt,<br />
als das mütterliche Herz,<br />
das mich mit Stolz und Angst und Gläubigkeit genährt,<br />
nur immer ferner, leiser, unhörbarer schlug.</p>
<p>Gepriesen sei das Schuhwerk,<br />
das mich die alten Sehnsuchtspfade hat geführt,<br />
auch wennʼs die eine oder andre Blase gab.</p>
<p>Gepriesen sei, derʼs über seinen Leisten schlug,<br />
der gute Schuster unbekannt.</p>
<p>Doch istʼs nicht gut,<br />
am Mittag tapfer ausgeschrittenen Wegs<br />
barfuß in kühlem Sand zu baden,<br />
den nackten Fuß entgegenstrecken<br />
den Küssen süßer Tropfen?</p>
<p>Und istʼs nicht besser, das Beste nicht,<br />
am Ende schweren Gangs<br />
die Schuhe von den rauchenden Füßen streifen?</p>
<p>Den letzten Gang gehst du freilich unbeschuht:<br />
Oder meinst du, in jenem Garten melodisch<br />
ausgegossenen Lichts könntest du auf Unrat treten?<br />
Und in jenen siedenden Pfühlen,<br />
was nutzten dort die besten Schuhe?</p>
<p>Solange wir den Asphalt der Kultur beschreiten,<br />
müssen wir mit Voltaires Schmerzensgrinsen<br />
einsamen Wallers Träumereien verwinden.</p>
<p>Solange sei das gute Schuhwerk hoch zu preisen.</p>
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		<item>
		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben I</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/hymnen-des-alltags/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/hymnen-des-alltags/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2014 10:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei die bunt bemalte Tasse, an der du deine Hand gewärmt, zu deren Rand du deinen Mund geführt, aus der du roten Tee geschlürft hast. Gepriesen sei die zarte Frauenhand, die warmen Blicks den Rohling hat bemalt, der Töpfer sei gepriesen, der ihn gedreht, geformt, gebrannt. Gepriesen sei der Erde Wunder-Schoß, wo in Riesel-Schlünden [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/hymnen-des-alltags/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben I</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei die bunt bemalte Tasse,<br />
an der du deine Hand gewärmt,<br />
zu deren Rand du deinen Mund geführt,<br />
aus der du roten Tee geschlürft hast.</p>
<p>Gepriesen sei die zarte Frauenhand,<br />
die warmen Blicks den Rohling hat bemalt,<br />
der Töpfer sei gepriesen,<br />
der ihn gedreht, geformt, gebrannt.</p>
<p>Gepriesen sei der Erde Wunder-Schoß,<br />
wo in Riesel-Schlünden und in blauen Minen<br />
neben der Minerale reinen Farben<br />
der weiche Ton ist ausgereift.</p>
<p>Gepriesen sei der rote Tee,<br />
der schwarze Schlamm, aus dem er spross,<br />
der Schweiß der armen Bauern<br />
mit den spitzen Hüten Asiens.</p>
<p>Gepriesen sei die bunt bemalte Tasse,<br />
gepriesen sei, der sie geküsst, dein Mund,<br />
und der die Tasse pries und deinen Mund,<br />
er sei gepriesen auch!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gottes Mühle oder Beelzebubs?</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gottes-muehle-oder-beelzebubs/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/gottes-muehle-oder-beelzebubs/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Apr 2014 09:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gottes Mühle oder Beelzebubs?]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mahle, Mühle, mahle unser Seelenkorn – knacke unsre Schale, breche unser Horn. Mahle, Mühle, mahle, bis ein goldner Staub für das Leid bezahle – bis die Herzen taub. Mahle, Mühle, mahle, bis ein goldnes Mehl rinnt aus unsrer Schale – Opfergabe ohne Fehl. Wird ein Enkelsohn Lebenssinn sich backen – oder werden Gott zum Hohn [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gottes-muehle-oder-beelzebubs/">Gottes Mühle oder Beelzebubs?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mahle, Mühle, mahle<br />
unser Seelenkorn –<br />
knacke unsre Schale,<br />
breche unser Horn.</p>
<p>Mahle, Mühle, mahle,<br />
bis ein goldner Staub<br />
für das Leid bezahle –<br />
bis die Herzen taub.</p>
<p>Mahle, Mühle, mahle,<br />
bis ein goldnes Mehl<br />
rinnt aus unsrer Schale –<br />
Opfergabe ohne Fehl.</p>
<p>Wird ein Enkelsohn<br />
Lebenssinn sich backen –<br />
oder werden Gott zum Hohn<br />
Ratten darein kacken?</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gottes-muehle-oder-beelzebubs/">Gottes Mühle oder Beelzebubs?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Kellerassel</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-kellerassel/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-kellerassel/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2014 11:03:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Wände schwitzen Langeweile unter Ruß und Grind. Grünspan – nächtiger Aussatz. Es gluckst die Luft. Der Lebensodem scheint verbraucht. Aus den Astlöchern des Gebälks tropft Überdruss. Auf geölten Bohlen, die bisweilen unflätig ächzen, fahles Phosphorgleißen, Schimmel wurmstichiger Früchte atmend. Im Winkel hockt die hochbeinig-elegante Töterin und tastet nach jedem Zittern im Gewebe ihres fatalen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-kellerassel/">Die Kellerassel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wände schwitzen Langeweile<br />
unter Ruß und Grind.</p>
<p>Grünspan – nächtiger Aussatz.</p>
<p>Es gluckst die Luft.<br />
Der Lebensodem scheint verbraucht.</p>
<p>Aus den Astlöchern des Gebälks<br />
tropft Überdruss.</p>
<p>Auf geölten Bohlen,<br />
die bisweilen unflätig ächzen,<br />
fahles Phosphorgleißen,<br />
Schimmel wurmstichiger Früchte atmend.</p>
<p>Im Winkel hockt die hochbeinig-elegante Töterin<br />
und tastet nach jedem Zittern im Gewebe<br />
ihres fatalen Kunstgebildes.</p>
<p>In den feuchten Sägespänen brütet<br />
larvenkuschlig Wärme<br />
krabblige Arthropoden aus.</p>
<p>Vierzehn Beinchen strampeln<br />
für zweier Jahre Ewigkeit<br />
sich durchs abriebpralle Leben.</p>
<p>Das Muttertier, bauchig von Frucht,<br />
schwimmt im zartgeschwungnen Panzer,<br />
lauscht mit dem Doppelfühler in die Kellerwelt:</p>
<p>Durch das Fensterloch bohrt sich –<br />
ein goldner Dolch ins Herz der Reue –<br />
ein Strahl und wirbelt Staub<br />
und wirbelt tote Flocken auf<br />
mit leeren Versprechungen<br />
von Reanimation, von Resurrektion</p>
<p>in eines Edens Jenseits-Frühling<br />
an singenden Bächen,<br />
in Genesung fächelndem Laub,<br />
im runderneuerten Inkarnat,<br />
schimmernd unter sonnenblondem Haar,<br />
im Götzenfleisch der Renaissance,<br />
nicht mehr gezeugt zwischen Kot und Urin,<br />
sondern Botticellis Primavera<br />
stracks entstiegen. –</p>
<p>Die Assel, wider alles Sehnsuchtsgift immun,<br />
ist blind-gesund,<br />
betastet ihre frische Brut<br />
mit den Wollustfühlern.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-kellerassel/">Die Kellerassel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Monumentum aere perennius</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/monumentum-aere-perennius/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/monumentum-aere-perennius/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Mar 2014 18:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Horaz Oden III 30]]></category>
		<category><![CDATA[Monumentum aere perennius]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3469</guid>
		<description><![CDATA[<p>Es braucht nicht eitle Licht-Girlanden, wenn ich mal liege auf der Bahr. Einer Hortensie Leuchten sei vorhanden unter Musenfreunden kleinster Schar. Kein Weihrauch edler Lügen ersticke die Totenmahl-Idylle. Ein ums andre Verslein mag vergnügen – Kuchenschlachtung sei mein letzter Wille. Meine Asche streu man singend nieder in eines Wäldchens namenlosen Hain. So kehre dichterisch ich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/monumentum-aere-perennius/">Monumentum aere perennius</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es braucht nicht eitle Licht-Girlanden,<br />
wenn ich mal liege auf der Bahr.<br />
Einer Hortensie Leuchten sei vorhanden<br />
unter Musenfreunden kleinster Schar.</p>
<p>Kein Weihrauch edler Lügen<br />
ersticke die Totenmahl-Idylle.<br />
Ein ums andre Verslein mag vergnügen –<br />
Kuchenschlachtung sei mein letzter Wille.</p>
<p>Meine Asche streu man singend nieder<br />
in eines Wäldchens namenlosen Hain.<br />
So kehre dichterisch ich wieder<br />
in mancher Blüten süßem Schein.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/monumentum-aere-perennius/">Monumentum aere perennius</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Träumerisches Liebespochen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/traeumerisches-liebespochen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/traeumerisches-liebespochen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Mar 2014 20:11:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3463</guid>
		<description><![CDATA[<p>Es nagt an meinem Traum eine Ratte wundersam. Und mein Herz berührt es kaum, ich bin der Wühlerin nicht gram. Es schilpt in meinen Schlaf ein Wasserhühnchen sanft. Und meine Seele streckt sich brav auf eines Teppichs Wiesenranft. An meine Schläfe pocht ein liebestrunkner Specht. Wer so für Liebe focht, dem gibt mein Träumen recht.</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/traeumerisches-liebespochen/">Träumerisches Liebespochen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es nagt an meinem Traum<br />
eine Ratte wundersam.<br />
Und mein Herz berührt es kaum,<br />
ich bin der Wühlerin nicht gram.</p>
<p>Es schilpt in meinen Schlaf<br />
ein Wasserhühnchen sanft.<br />
Und meine Seele streckt sich brav<br />
auf eines Teppichs Wiesenranft.</p>
<p>An meine Schläfe pocht<br />
ein liebestrunkner Specht.<br />
Wer so für Liebe focht,<br />
dem gibt mein Träumen recht.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/traeumerisches-liebespochen/">Träumerisches Liebespochen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Taggespenst</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-taggespenst/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-taggespenst/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Mar 2014 13:54:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3453</guid>
		<description><![CDATA[<p>Mein Gespenst geruht am lichten Morgen an meinem Bett zu kauern. Wie rosig schautʼs unter der Sonne meiner Sorgen, mich macht sein feistes Grinsen schauern. Mein Daseinsschatten, allen andern unsichtbar, ist mein verkehrtes Spiegelbild. Und an ihm werde ich gewahr, ihm ist nichtig, was mir als wichtig gilt. Am Küchentisch sitzt eine Wasserblase, transparent und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-taggespenst/">Das Taggespenst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Gespenst geruht am lichten Morgen<br />
an meinem Bett zu kauern.<br />
Wie rosig schautʼs unter der Sonne meiner Sorgen,<br />
mich macht sein feistes Grinsen schauern.</p>
<p>Mein Daseinsschatten, allen andern unsichtbar,<br />
ist mein verkehrtes Spiegelbild.<br />
Und an ihm werde ich gewahr,<br />
ihm ist nichtig, was mir als wichtig gilt.</p>
<p>Am Küchentisch sitzt eine Wasserblase,<br />
transparent und doch mit meinen Zügen,<br />
pellt ein unsichtbares Ei, riecht an der Vase –<br />
will mit stummem Niesen mich betrügen.</p>
<p>Alles, was ich sage, wirft es aus der Bahn<br />
und setztʼs in Anführungszeichen.<br />
Alles, was ich sage, wird als unernst abgetan<br />
oder als geklaut von meinesgleichen.</p>
<p>So wandelt mir sein seelenblinder Blick<br />
die wahren Flammenzungen<br />
an Blumen meines Parks ins falsche Glück<br />
eisblütiger Erinnerungen.</p>
<p>Wenn ich mit Menschen bin, stehtʼs hinter ihnen<br />
und äfft sie nach mit Schmierengesten.<br />
Wenn mir einmal zwei Augen mild zu lächeln schienen,<br />
entblößt es Schwären und Gebresten.</p>
<p>Mein Gespenst geruht auf dem Sims der Nacht<br />
über meinem Bett zu kauern.<br />
Wie bleich schautʼs unterm Monde meiner Ohnmacht –<br />
möcht mich zu guter Letzt es dauern?</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-taggespenst/">Das Taggespenst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Der ungebetene Gast</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-ungebetene-gast/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-ungebetene-gast/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2014 11:44:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>War es Fiepen, war es Schnurren aus verliebtem Balg – warʼs ein turteltuntig Gurren, einer Fistel dünner Talg? Ich blinzelte in sommergrünen Glast, mich leckte Morgenluft. An lichtentzücktem Faden hing der Gast, von goldnem Flaum beschuppt. Das dreht sich taumelnd, ein Kokon, im Wind und trieft von blauer Milch – istʼs einer Trollin grünbekralltes Kind [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-ungebetene-gast/">Der ungebetene Gast</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>War es Fiepen, war es Schnurren<br />
aus verliebtem Balg –<br />
warʼs ein turteltuntig Gurren,<br />
einer Fistel dünner Talg?</p>
<p>Ich blinzelte in sommergrünen Glast,<br />
mich leckte Morgenluft.<br />
An lichtentzücktem Faden hing der Gast,<br />
von goldnem Flaum beschuppt.</p>
<p>Das dreht sich taumelnd, ein Kokon, im Wind<br />
und trieft von blauer Milch –<br />
istʼs einer Trollin grünbekralltes Kind<br />
oder ein ausgebüxter Knilch?</p>
<p>Ich zieh das Plumeau über beide Ohren,<br />
verhalte sehnsuchtsbang<br />
den Atem – lausche: Hat die Stille mir geboren<br />
meiner toten Lieben Sang?</p>
<p>Und es tönt herauf wie letzten Ganges Schnarren,<br />
einer Raupe Schmatzens-Panik.<br />
Eine aufgezogne Puppe schüttelt es im Knarren<br />
ausgeleierter Mechanik.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-ungebetene-gast/">Der ungebetene Gast</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Das böse Gerstenkorn</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-boese-gerstenkorn/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-boese-gerstenkorn/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2014 14:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3448</guid>
		<description><![CDATA[<p>Du magst dem Herzensliebchen sehr nahe sein und bleiben und wie ein freches Hündchen an ihrem Leib dich reiben. Du magst dich fett erlaben an ihrer Tränen Bitternis und fühlst dich körniglich erhaben in deiner Bosheit Finsternis. Um Liebesdichters Zaubermacht, du böses Gerstenkorn, weißt du nicht? Dann gib jetzt acht und spüre Liebeszorn: „Wese fort [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-boese-gerstenkorn/">Das böse Gerstenkorn</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du magst dem Herzensliebchen<br />
sehr nahe sein und bleiben<br />
und wie ein freches Hündchen<br />
an ihrem Leib dich reiben.</p>
<p>Du magst dich fett erlaben<br />
an ihrer Tränen Bitternis<br />
und fühlst dich körniglich erhaben<br />
in deiner Bosheit Finsternis.</p>
<p>Um Liebesdichters Zaubermacht,<br />
du böses Gerstenkorn,<br />
weißt du nicht? Dann gib jetzt acht<br />
und spüre Liebeszorn:</p>
<p>„Wese fort und wese hin,<br />
Körnchen ward aus Korn.<br />
Und das Körnchen schmilzt dahin.</p>
<p>Wer aus Tränen nährt sein Glück,<br />
ist dem Aug ein Dorn.<br />
Talg bist du, zu Talg kehrst du zurück!“</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-boese-gerstenkorn/">Das böse Gerstenkorn</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Lebenslicht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-lebenslicht/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-lebenslicht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2014 11:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3445</guid>
		<description><![CDATA[<p>Manchmal betetʼs inniglich. Und die Welt ist still. Manchmal zittertʼs bängelich. Und die Katz faucht schrill. Manchmal sprüht es liebestoll. Möcht mit Würmchen schwärmen. Manchmal glüht es liebevoll. Möchte Händchen wärmen. Einmal seufztʼs wie unerlöst in das graue Zimmer. Der hier das Leben hat verdöst – ihm gilt sein letzter Schimmer.</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-lebenslicht/">Das Lebenslicht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal betetʼs inniglich.<br />
Und die Welt ist still.</p>
<p>Manchmal zittertʼs bängelich.<br />
Und die Katz faucht schrill.</p>
<p>Manchmal sprüht es liebestoll.<br />
Möcht mit Würmchen schwärmen.</p>
<p>Manchmal glüht es liebevoll.<br />
Möchte Händchen wärmen.</p>
<p>Einmal seufztʼs wie unerlöst<br />
in das graue Zimmer.</p>
<p>Der hier das Leben hat verdöst –<br />
ihm gilt sein letzter Schimmer.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-lebenslicht/">Das Lebenslicht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Altern</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/altern/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/altern/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2014 21:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3440</guid>
		<description><![CDATA[<p>Altern ist ein Träumen unter kahlen Bäumen. Ist Wörter auf der Zunge wiegen, bevor sie in das Dunkel fliegen. Altern ist ein Schweben über Purpur-Reben. Ist wünscheloses Geben, ein trunknes Blatt ans Ufer heben. Altern ist ein Träumen, Gruß wie Kuss versäumen. Ist dunkle Schuld abtragen in blüteleeren Tagen. Ist Eigen-Sinn entstellen, am letzten Du [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/altern/">Altern</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Altern ist ein Träumen<br />
unter kahlen Bäumen.</p>
<p>Ist Wörter auf der Zunge wiegen,<br />
bevor sie in das Dunkel fliegen.</p>
<p>Altern ist ein Schweben<br />
über Purpur-Reben.</p>
<p>Ist wünscheloses Geben,<br />
ein trunknes Blatt ans Ufer heben.</p>
<p>Altern ist ein Träumen,<br />
Gruß wie Kuss versäumen.</p>
<p>Ist dunkle Schuld abtragen<br />
in blüteleeren Tagen.</p>
<p>Ist Eigen-Sinn entstellen,<br />
am letzten Du zerschellen.</p>
<p>Altern ist ein Träumen<br />
unter kahlen Bäumen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/altern/">Altern</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Glaubenslicht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/glaubenslicht/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/glaubenslicht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2014 20:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3397</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wo sich die Luft verzaubert, goldener Erinnerungen wegen, und verzaubert uns, dort steht das Leben im Zenit, bevor die Schatten wieder wachsen und wir das ferne Rauschen hören. Wo sich bemisst die Dauer an dem Gesang des Vogels und der Innigkeit des Seufzers, dort leben ewig wir, so kurz die Zeit auch sei und den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/glaubenslicht/">Glaubenslicht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wo sich die Luft verzaubert,<br />
goldener Erinnerungen wegen,<br />
und verzaubert uns,<br />
dort steht das Leben im Zenit,<br />
bevor die Schatten wieder wachsen<br />
und wir das ferne Rauschen hören.</p>
<p>Wo sich bemisst die Dauer<br />
an dem Gesang des Vogels<br />
und der Innigkeit des Seufzers,<br />
dort leben ewig wir,<br />
so kurz die Zeit auch sei<br />
und den Kosenamen der Tod<br />
uns von den Lippen pflücke.</p>
<p>Wo das Leben öffnet<br />
bebend seine Purpurdolden,<br />
senkst du vom Tage<br />
das Glaubenslicht mir in das Herz,<br />
spende ich ins ausgerauschte Haar<br />
dir sternbeglänzten Tau.</p>
<p>Wo pflanzt uns unter Zweigen<br />
und dem Genist des Dämmers<br />
ein höherer Geist<br />
den schmalen Wiesen-Teppich<br />
Füreinander-Sein.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/glaubenslicht/">Glaubenslicht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hier im Schattenland</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/hier-im-schattenland/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/hier-im-schattenland/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2014 19:35:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3354</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie Schatten wandeln Menschen vor sich hin, still, so still. Keiner hört, wenn du sie anrufst. Und wenn sie ihren Schattenmund dir einmal auftun, hörst duʼs wie Silberfäden rieseln feinen Sands. Namen hat in diesem Schattenland nicht einer, ein jeder ist wie keiner, und seine Spur vergeht im Sand. Einsam aber ist hier niemand – [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/hier-im-schattenland/">Hier im Schattenland</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Schatten wandeln Menschen vor sich hin,<br />
still, so still.<br />
Keiner hört, wenn du sie anrufst.<br />
Und wenn sie ihren Schattenmund dir einmal auftun,<br />
hörst duʼs wie Silberfäden<br />
rieseln feinen Sands.</p>
<p>Namen hat in diesem Schattenland nicht einer,<br />
ein jeder ist wie keiner,<br />
und seine Spur vergeht im Sand.</p>
<p>Einsam aber ist hier niemand –<br />
jeder Schatten ist von seinem Aber-Tier besessen,<br />
ein Schöpfungsabgrund rasender Chimären,<br />
das hängt an ihm<br />
wie am Gehängten hängt der Strick,<br />
wie treu auf seinem Aas der Geier sitzt.</p>
<p>Das eine pickt sich in ein Auge,<br />
das andre nagt an Hoden oder Brust,<br />
das dritte schlürft das weiße Mark,<br />
das aufgeritzte,<br />
und wieder eines wirrt im Darmgeschling.</p>
<p>Die Schattenwelt hat weder Tag noch Nacht,<br />
nicht Mond, nicht Sonne, kein Gestirn des Weltalls.<br />
Nur fahler Schaum<br />
wie geisterhafter Aschenschnee<br />
streut ein diffuses Totenlicht.</p>
<p>Eine Flocke senkt sich hier<br />
auf einer Schattenlocke Bausch,<br />
eine andere verfängt sich hier<br />
am Zittern einer Schattenwimper.</p>
<p>Man pflegt hier nicht zu schlafen,<br />
man ist nie richtig wach.<br />
Doch hin und wieder schart sich eine Gruppe,<br />
als wärʼs Familienzeit,<br />
da siehst du sie gleich den Fledermäusen<br />
an Ästen, Regenrinnen,<br />
an Balkonen, Balustraden<br />
baumeln,<br />
gebeutelt<br />
wie von Seufzern,<br />
traumeslind.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mäusemucks</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ausgemuckst/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ausgemuckst/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Mar 2014 18:45:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3330</guid>
		<description><![CDATA[<p>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main Ich saß allhier und trank ein Bier. Die Zeit war reif. Mir war es schier, als sei die Seele steif. Säß ich im Café Ypsilon und tränke einen Wein und schmölze alles um mich schon in einen weichen Abendton – meine Seele bliebe Stein. Saß ich mit dir [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ausgemuckst/">Mäusemucks</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main<br />
</i><br />
Ich saß allhier<br />
und trank ein Bier.<br />
Die Zeit war reif.<br />
Mir war es schier,<br />
als sei die Seele steif.</p>
<p>Säß ich im Café Ypsilon<br />
und tränke einen Wein<br />
und schmölze alles um mich schon<br />
in einen weichen Abendton –<br />
meine Seele bliebe Stein.</p>
<p>Saß ich mit dir nicht auch allein –<br />
allein zu zwein?<br />
Ich quatschte quappenmäulig in die Luft hinein,<br />
doch macht ich keinen Mäusemucks.<br />
Jetzt sag ich mir nur,<br />
schluck es, schluckʼs.</p>
<p>Ist das Gierchen<br />
nach dem Tierchen<br />
ein flüchtiges Odeur,<br />
ein Esprit du Fleur,<br />
der verfliegt,<br />
wenn sich die Blüte niederbiegt?</p>
<p>Ich sitz im Café Ypsilon<br />
und träume stiekum mich davon.<br />
Mich dünkt, es leuchtet frühlingshell.<br />
Mich aber frösteltʼs.<br />
Gelt du, gell?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ausgemuckst/">Mäusemucks</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Liebe ist Vernunft</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/liebe-ist-vernunft/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/liebe-ist-vernunft/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Mar 2014 12:04:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3323</guid>
		<description><![CDATA[<p>Hopsa, das hat dir aber nicht dein Bauchgefühl gesagt! Vernunft ist freilich nicht Liebe, sondern das, was tu beispielsweise tust, wenn du entschieden hast, es sei nicht ganz sinnlos, diese trocknen Verse zu lesen, statt gleich ein Bier zu zischen oder den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Wenn du das eine dem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebe-ist-vernunft/">Liebe ist Vernunft</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Hopsa, das hat dir aber nicht dein Bauchgefühl gesagt!<br />
</i><br />
Vernunft ist freilich nicht Liebe,<br />
sondern das, was tu beispielsweise tust,<br />
wenn du entschieden hast, es sei nicht ganz sinnlos,<br />
diese trocknen Verse zu lesen,<br />
statt gleich ein Bier zu zischen<br />
oder den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen.</p>
<p>Wenn du das eine dem anderen vorziehst,<br />
modelst und improvisierst du am Sinn<br />
deines kleinen Lebens und am Sinn der großen Welt.</p>
<p>Wärest du vernünftig gewesen,<br />
vernünfiger oder weniger unvernünftig,<br />
hättest du deine Zeit vielleicht nicht mit der Lektüre<br />
dieser stachligen Distel-Verse vergeudet,<br />
sondern ein Bier gezischt, den Musikantenstadl geklotzt<br />
oder dem Parsifal andachtsvoll gelauscht<br />
oder wenigstens die Fenster geputzt.</p>
<p>Freilich ist Vernunft nicht Liebe,<br />
doch eine schmallippig-verbitterte Anstandsdame<br />
oder ein vorm frischen Lebensodem<br />
weggefrösteltes Mauerblümchen ist sie nicht –<br />
vergleiche sie dem alten Gärtner,<br />
der gemütlich seine Pfeife bei den Bienen schmaucht:<br />
Jäten muss er wohl, was den neuen Trieben Schatten bringt,<br />
doch stützen auch, wenn sich der Kopf der Dahlie<br />
voll Liebesüberpracht abwärts hat verseufzt.</p>
<p>Liebe ist Vernunft –<br />
dem bleichen Oranten, der verschwurbelte Hymnen hechelt<br />
auf den Fußabdruck der schmollend Abgezogenen,<br />
hält sie die Hand vor den Mund.</p>
<p>Die allzu glänzend weggeperlte Träne<br />
wischt sie dem Jungchen,<br />
das ihre Wechsellaune arg brüskiert,<br />
mit einem Tempotaschentuch vom Gesicht.</p>
<p>Liebe ist Vernunft ­–<br />
sie hat ein waches Auge, eine Lampe,<br />
mit der sie in die finsteren Gefahrenzonen leuchtet,<br />
die Klippen, Löcher, Moraste, Schlangengruben,<br />
in die wir – unaufmerksam, voll Leichtsinn oder Übermut –<br />
jählings stürzen, fallen, untergehen.</p>
<p>Liebe ist Vernunft –<br />
sie findet aus Labyrinthen und Gestrüpp<br />
behutsam uns den guten Pfad, der uns,<br />
auch wenn wir schwerer atmen,<br />
auch wenn die Schatten wachsen,<br />
zu jenem Ufer wieder führt,<br />
wo wir am alten Strome heimlich sitzen,<br />
wie Herbstesblätter unsre Herzen<br />
aneinander haltend, zueinander faltend,<br />
und dem Spiel des späten Lichts<br />
noch lange sinnen nach.</p>
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		<title>Das hüpfende Bötchen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-huepfende-boetchen/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2014 14:46:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte über Koblenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3316</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie der Junge in Lederhosen, ein Pflaster auf dem Knie wie oft, der das selbst gebastelte Segelboot auf den müden Wellen am Ufer der Mosel mit einer langen Weidenrute, glattgeschält mit seinem Taschenmesser, sorgsam lenkt und manövriert, und immer wieder sein verfängliches Schwanken auffängt – und wenn es kippt und das Segel saugt sich voll [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-huepfende-boetchen/">Das hüpfende Bötchen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie der Junge in Lederhosen,<br />
ein Pflaster auf dem Knie wie oft,<br />
der das selbst gebastelte Segelboot<br />
auf den müden Wellen am Ufer der Mosel<br />
mit einer langen Weidenrute,<br />
glattgeschält mit seinem Taschenmesser,<br />
sorgsam lenkt und manövriert,<br />
und immer wieder sein verfängliches Schwanken<br />
auffängt – und wenn es kippt<br />
und das Segel saugt sich voll<br />
und es droht zu versinken,<br />
lässt es der Junge nicht untergehen,<br />
sondern ist zur Hand,<br />
bugsiert es emsig mit dem Stock<br />
– schau, wie er vor Anspannung die Lippen aufeinanderpresst –<br />
und jetzt zieht er es mit beherztem Griff<br />
ans rettende Ufer.</p>
<p>Wie klug der Junge ist, wie vernünftig!<br />
Wach muss er schon sein, frisch bei Sinnen, klar<br />
in Sicht und Übersicht, ein bisschen Kunst der Navigation<br />
ertastet er mit fühlender Hand.<br />
Um wie viel höher wiegt die Freude des Spiels als der Verdruss,<br />
den Schusseligkeit, trüber oder toll gewordener Sinn ihn kosteten.</p>
<p>Er grollt nicht, wenn sich das Schiff zur Seite legt,<br />
dem Spielzeug gegenüber, das ihm viel Mühe abverlangt,<br />
aber ihn zum Kapitän und Weltensegler gemacht hat,<br />
wird er nicht feindselig gestimmt,<br />
weil es halt der Schicksalswucht des Flusses<br />
mal nicht standhielt –<br />
jetzt nach überstandener Gefahr hütet er es umso mehr …</p>
<p>… so wir und das hüpfende Bötchen: dies unser Wir!</p>
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		<title>Ich mache keinen Mucks</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ich-mache-keinen-mucks/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ich-mache-keinen-mucks/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2014 18:43:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3314</guid>
		<description><![CDATA[<p>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main Sogar das trockne Vorjahrsblatt dreht sich im Wind und raschelt vor sich hin. Ich hocke ungerührt und mache keinen Mucks. Wie das erste milde Licht der halb verschlossenen Knospe die Schüchternheit hat leise, leise weggeküsst – so kam dein Lächeln spät. Sogar das neu ergrünte Schilf am Teichesrand [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ich-mache-keinen-mucks/">Ich mache keinen Mucks</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main<br />
</i><b><br />
</b>Sogar das trockne Vorjahrsblatt dreht sich im Wind<br />
und raschelt vor sich hin.</p>
<p>Ich hocke ungerührt<br />
und mache keinen Mucks.</p>
<p>Wie das erste milde Licht<br />
der halb verschlossenen Knospe<br />
die Schüchternheit<br />
hat leise, leise<br />
weggeküsst –<br />
so kam dein Lächeln spät.</p>
<p>Sogar das neu ergrünte Schilf<br />
am Teichesrand<br />
schickt sich zu flüstern an<br />
und wiegt sich schelmisch.</p>
<p>Ich hocke ungerührt<br />
und mache keinen Mucks.</p>
<p>Die wärmste Melodie entfloss nicht deinem Mund.<br />
Das zärtlichste Wort hobst du nicht auf die Lippen.</p>
<p>Das wärmste, zarteste Gefühl tropfte dir<br />
vom Zeige-, Neige-, Schweige-Finger:<br />
Der hat hüpfend und lüpfend,<br />
tänzelnd und scharwenzelnd<br />
mir süß Geheimnis offenbart.</p>
<p>Sogar der lahme Hund trippelt<br />
den lauten Kindern hinterdrein<br />
und knurrt launisch die Alte mit dem Gehwägelchen an,<br />
als wärʼs eine Vogelscheuche.</p>
<p>Ich hocke ungerührt<br />
und mache keinen Mucks.</p>
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		<title>Frühlingsertötung</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/fruehlingsertoetung/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/fruehlingsertoetung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2014 15:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Frühlingsgedicht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Vögel vor dem Fenster schreien – in mir istʼs totenstill. Nur manchmal quillt wie fernes Schluchzen oder wie das Glucksen milder Geister in dem Teich vor dem koreanischen Tempel im Grüneburgpark, wo wir, Herz gelehnt an Herz – gestern, früher, einstmals – beieinander saßen, dein Name in mir auf. Die Vögel schreien …</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/fruehlingsertoetung/">Frühlingsertötung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vögel vor dem Fenster schreien –<br />
in mir istʼs totenstill.</p>
<p>Nur manchmal quillt wie fernes Schluchzen<br />
oder wie das Glucksen<br />
milder Geister in dem Teich<br />
vor dem koreanischen Tempel<br />
im Grüneburgpark,<br />
wo wir, Herz gelehnt an Herz<br />
– gestern, früher, einstmals –<br />
beieinander saßen,<br />
dein Name in mir auf.</p>
<p>Die Vögel schreien …</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/fruehlingsertoetung/">Frühlingsertötung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Denn Ärgernis muss ja kommen II</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/denn-aergernis-muss-ja-kommen-ii/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/denn-aergernis-muss-ja-kommen-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2014 20:08:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Oder: Warum eine Kopfnuss manchmal besser schmeckt als ein Zungenkuss Das juckt im Busen, in den Fingern, auf der Zunge, das kitzelt den Gaumen, macht das Herz ein bisschen hüstelnd stolpern – die Lust zu sticheln und die fein in die Achillesferse applizierte Stichelei. Du weißt, die Kosten sind immens, der Preis ist hoch – [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/denn-aergernis-muss-ja-kommen-ii/">Denn Ärgernis muss ja kommen II</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Oder: Warum eine Kopfnuss manchmal besser schmeckt als ein Zungenkuss<br />
</i><br />
Das juckt im Busen, in den Fingern,<br />
auf der Zunge,<br />
das kitzelt den Gaumen,<br />
macht das Herz ein bisschen hüstelnd stolpern –</p>
<p>die Lust zu sticheln<br />
und die fein in die Achillesferse<br />
applizierte Stichelei.</p>
<p>Du weißt, die Kosten sind immens,<br />
der Preis ist hoch –<br />
wenn mit dem feinen Stich<br />
ein altes Gift wird aufgerührt,<br />
angeregt und in des übel Anbetroffnen<br />
müden Kreislauf rückgeführt:</p>
<p>zum Schäumen und Albträumen,<br />
zum Letzen und Verletzen.</p>
<p>Doch stärker als jedes Bedenken,<br />
am rutschigen Uferrand des Styx<br />
wegzugleiten und die Haltung zu verlieren,<br />
ist der Wollustkitzel<br />
zu düpieren,<br />
zu genieren,<br />
sich als stolze Schöne zu gerieren.</p>
<p>So schlägst du ihm ein Schnippchen<br />
mit aufgeworfnem Donna-Lippchen.</p>
<p>Und ist das zart gewebte Fädchen dann zerrissen,<br />
fragt sich das Unschuldsmädchen:<br />
Wie konnte ich das wissen?</p>
<p>Der kurze Stummel böser Lust fühlt heißer<br />
als der tiefen Liebe wärmend langer Blick.</p>
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		<item>
		<title>Denn Ärgernis muss ja kommen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/denn-aergernis-muss-ja-kommen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/denn-aergernis-muss-ja-kommen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2014 19:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3290</guid>
		<description><![CDATA[<p>Es sind der Stimmen allzu viele, die sich suchen und sich fliehen, sich kreuzen, überwölben, sich umschlingen, niederringen, in dir, in mir und zwischen uns. Wir können nicht entrinnen in Räume lichter, reiner Harmonie, wo Ton sich wider Ton kontrapunktisch liebend-frei ergänzte. Denn auch in solchem heilen Raume liefe durch seiner Orgelpfeifen Regelwerk das schrille [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/denn-aergernis-muss-ja-kommen/">Denn Ärgernis muss ja kommen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind der Stimmen allzu viele,<br />
die sich suchen und sich fliehen,<br />
sich kreuzen, überwölben,<br />
sich umschlingen, niederringen,<br />
in dir, in mir und zwischen uns.</p>
<p>Wir können nicht entrinnen<br />
in Räume lichter, reiner Harmonie,<br />
wo Ton sich wider Ton<br />
kontrapunktisch liebend-frei ergänzte.</p>
<p>Denn auch in solchem heilen Raume liefe<br />
durch seiner Orgelpfeifen Regelwerk<br />
das schrille Pfeifen oder<br />
todbetroffne Quieken einer Maus.</p>
<p>Es sind so viele Bilder dunklen Glanzes voll<br />
und purpurblütiger Verzückung,<br />
die mit milchigen Knoten oder hellen Früchten,<br />
mit Säumen, Lippen, Brüsten schwellend<br />
in den panischen Schlund des Unsichtbaren locken.</p>
<p>Auch an des bieder zugerafften Alkovens<br />
liebesattem Dämmern lüftet vom Wehhauch<br />
leisen Schreis der Vorhang sich ein wenig –<br />
und ein fahles Hadeslicht<br />
entgeistert dir mein Angesicht,<br />
befremdet mir dein liebes Kindgesicht<br />
mit einer Maske unheimlich.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/denn-aergernis-muss-ja-kommen/">Denn Ärgernis muss ja kommen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Der Liebesclown</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-liebesclown/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-liebesclown/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2014 16:27:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3287</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Liebesclown ist ein eleganter Überspringer der Schamgrenze, hin und wider hüpft er wie die Kinder übers Seil. Der Liebesclown ist ein grinsender Unglücksartist, ein singender Arbeiter im Trauma-Berg des Herrn. Seine Hände schwitzen, seine Nase tropft, seine Schuhe quietschen. Und sein Herz ist tot. Der Liebesclown leistet emsig-tapfer Stigma-Verschleierung hinter den Dünsten und Schwaden [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-liebesclown/">Der Liebesclown</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Der Liebesclown ist ein eleganter Überspringer der Schamgrenze,<br />
hin und wider hüpft er wie die Kinder übers Seil. Der Liebesclown<br />
ist ein grinsender Unglücksartist, ein singender Arbeiter im<br />
Trauma-Berg des Herrn.<br />
</i><br />
Seine Hände schwitzen,<br />
seine Nase tropft,<br />
seine Schuhe quietschen.<br />
Und sein Herz ist tot.</p>
<p><i>Der Liebesclown leistet emsig-tapfer Stigma-Verschleierung hinter<br />
den Dünsten und Schwaden von Wein und Bier, Schnaps und Tabak.<br />
</i><br />
Seine Haare schuppen,<br />
seine Wangen glühen,<br />
seine Finger zittern.<br />
Und sein Herz ist tot.</p>
<p><i>Der Liebesclown muss immer kreiseln, gepeitscht von Liebesangst –<br />
sonst fällt er um. Der Liebesclown muss schnell und schneller<br />
kreiseln, bis er brummt und summt – sonst bleibt er stumm.<br />
</i><br />
Seine Liebesschwüre schwirren<br />
ihm im Schlafe aus dem Mund:<br />
tausend goldene Bienen.<br />
Und sein Herz ist tot.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-liebesclown/">Der Liebesclown</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gesichter des Lebens</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gesichter-des-lebens/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/gesichter-des-lebens/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2014 14:12:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3285</guid>
		<description><![CDATA[<p>Manchmal schaut das Leben mit rundem, dümmlich-satten Mondgesicht dich an – schnappʼs und verschluckʼs mit eines Gähnens Riesen-Schluck. Manchmal streckt es dir, ein sommersprossiger Rotzbengel, die gelb belegte Zunge raus – zieh ihn einmal kurz am Ohr und halte sein Gesicht sodann in die kalten Strahlen einer Sternennacht. Manchmal bettelt das Leben aus den Augen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gesichter-des-lebens/">Gesichter des Lebens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal schaut das Leben<br />
mit rundem, dümmlich-satten Mondgesicht dich an –<br />
schnappʼs und verschluckʼs<br />
mit eines Gähnens Riesen-Schluck.</p>
<p>Manchmal streckt es dir,<br />
ein sommersprossiger Rotzbengel,<br />
die gelb belegte Zunge raus –<br />
zieh ihn einmal kurz am Ohr<br />
und halte sein Gesicht sodann<br />
in die kalten Strahlen einer Sternennacht.</p>
<p>Manchmal bettelt das Leben<br />
aus den Augen hündischer Ergebenheit<br />
um Beine machenden Befehl dich an –<br />
erschrick es dann mit einem katzenhellen Laut<br />
und scheuch es fort<br />
zu Nachbars weichem Herz.</p>
<p>Manchmal aber sind da Augen,<br />
die gütig-klar, die liebe-prüfend-sanft<br />
dich befragen, ob du die Trauben schon gelesen,<br />
schon gekeltert hast, ob gar dem lieben Gast<br />
zu kredenzen sei der gute Wein –<br />
und du blickst betreten unter dich.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gesichter-des-lebens/">Gesichter des Lebens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lichtscheu</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/lichtscheu/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/lichtscheu/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2014 12:53:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3281</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wenn die Sonne hohen Sinnes dir versank, musst du dich am Licht des Alltags nüchtern trinken. Wenn die Geräusche des Morgens dich verweisen: „Schlaf weiter. Wir gehen dicht an dicht und lassen dir die Lücke nicht für einen Mucks“ – bist du einzig doch der Ohrenzeuge. Wenn die Leute reden Zug um Zug und Schlag [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/lichtscheu/">Lichtscheu</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Sonne hohen Sinnes dir versank,<br />
musst du dich am Licht des Alltags nüchtern trinken.</p>
<p>Wenn die Geräusche des Morgens dich verweisen:<br />
„Schlaf weiter. Wir gehen dicht an dicht<br />
und lassen dir die Lücke nicht für einen Mucks“ –<br />
bist du einzig doch der Ohrenzeuge.</p>
<p>Wenn die Leute reden Zug um Zug<br />
und Schlag auf Schlag – du taumelst<br />
wie ein angezählter Boxer –,<br />
musst du in den stillen Winkel fliehen,<br />
dort unterm Kreuze kindlich knien<br />
und lauschen auf ein letztes Gnadenwort.</p>
<p>Wenn die Blicke des Gestirns schamlos<br />
als verkümmert, fruchtlos, lebensunfroh dich entblößen,<br />
musst dich in die Ödnis hocken<br />
unterm Fremdlicht des Planeten.</p>
<p>Wenn du des Tages Hügel nicht erklimmen magst,<br />
du, strecke dich doch aus in einer tiefen Furche Bett –<br />
es kommt die große Nacht, die alles glättet, alles ebnet,<br />
die lichten Spalten jeden Unterschieds verpicht.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/lichtscheu/">Lichtscheu</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>i-Pünktchen geht zur Schule</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/puenktchen-geht-zur-schule/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/puenktchen-geht-zur-schule/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 08:27:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3271</guid>
		<description><![CDATA[<p>Mir schwante jüngst, ich wär das Schwebepünktchen, ich wär der i-Punkt auf dem i. Wie ich so eifrig schwebt und schwebte, da wurdʼs mir ungemütlich-zugig, wie einer fröstelnden Monade. Da hat mich altes Sehnen überpunktet, und ein graues Pünktchen wurde rot. Als wollte sich das Ichlein-Köpfchen, dumpf-müd des Einerlei-Seins wegen, sterbe-selig wie ein Samentröpfchen auf [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/puenktchen-geht-zur-schule/">i-Pünktchen geht zur Schule</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mir schwante jüngst,<br />
ich wär das Schwebepünktchen,<br />
ich wär der i-Punkt auf dem i.</p>
<p>Wie ich so eifrig schwebt und schwebte,<br />
da wurdʼs mir ungemütlich-zugig,<br />
wie einer fröstelnden Monade.</p>
<p>Da hat mich altes Sehnen überpunktet,<br />
und ein graues Pünktchen wurde rot.</p>
<p>Als wollte sich das Ichlein-Köpfchen,<br />
dumpf-müd des Einerlei-Seins wegen,<br />
sterbe-selig wie ein Samentröpfchen<br />
auf den Kuppen-Knoten legen …</p>
<p>Des leeren Schwebe-Lebens<br />
über heimwärts immer winkendem Finger<br />
überdrüssig, gedachte ernstiglich ich –</p>
<p>falschem Bewusstsein zu entwichen,<br />
in Seligkeit mich zu entichen:</p>
<p>Da sank ich ruchlos-jubelnd nieder,<br />
und mich entpunktend ward ich eins<br />
mit einem Stummel ausdruckslosen Seins.</p>
<p>Wie wirrte wüst ein Wörterbabel,<br />
denn ohne i war immer nimmer,<br />
die Seine floss nicht – floss nicht durch Paris,<br />
kein Wiener Walzer wiegte sich durch Wien<br />
und Ick um Icke lautlos war Berlin.</p>
<p>Am allerärgsten traf es mich,<br />
denn von mir blieb nur noch ein -ch.</p>
<p>Da schrieb der Oberlehrer an die Tafel weisen Spruch –<br />
wie hat die Kreide dialektisch-spitz gequietscht:</p>
<p>„Willst du Licht und Liebe und ein Bier noch obendrauf,<br />
musst nehmen du Verzicht und Pflicht und Magenbitter in den Kauf.“</p>
<p>Ja, ja, ich schwebe wieder punktgenau und i-gerecht –<br />
musst schnöde Einungslust entbehren,<br />
um schöne Ausdruckskunst zu mehren.</p>
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