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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Heimat, verschüttete Quelle</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2026 23:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat verschüttete Quelle Gedichte über Koblenz und den Rhein lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Heimat, verschüttete Quelle. Seufzen weht bisweilen Nacht, geisterhaft wie einer Nymphe, die gezwängt in ihren Schacht. Trauben, die geglüht, erloschen. Schnee der Birke unter Ruß. Nur ein Fetzen Blau winkt manchmal, müder Veilchen Abschiedsgruß. Vögel, die genistet heimlich dort im alten Laubengang, hin und her hör ich sie flattern, doch verstummt ist ihr Gesang. Abenddampfers [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/heimat-verschuettete-quelle/">Heimat, verschüttete Quelle</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heimat, verschüttete Quelle.<br />
Seufzen weht bisweilen Nacht,<br />
geisterhaft wie einer Nymphe,<br />
die gezwängt in ihren Schacht.</p>
<p>Trauben, die geglüht, erloschen.<br />
Schnee der Birke unter Ruß.<br />
Nur ein Fetzen Blau winkt manchmal,<br />
müder Veilchen Abschiedsgruß.</p>
<p>Vögel, die genistet heimlich<br />
dort im alten Laubengang,<br />
hin und her hör ich sie flattern,<br />
doch verstummt ist ihr Gesang.</p>
<p>Abenddampfers bunte Schlieren,<br />
Festtagsschleppen auf dem Strom.<br />
Nun schwankt mir im Traumgewoge<br />
bleich entgegen ein Phantom.</p>
<p>Nein, es waren andre Sonnen,<br />
die mir dort den Sinn enthüllt,<br />
andren Monden hab das Linnen<br />
unter Tränen ich zerknüllt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Laßt mich, ich will schlafen</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 23:03:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Laßt mich ich will schlafen Gedichte über Koblenz und Metternich lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Aus: Kindheit in Alt-Metternich Der Waschtrog brodelt, sie klatschen weiße Laken. Winseln aus dem Hinterhof. Laßt mich, ich will schlafen. Wie ich blöde lausche, halb erstickt im Blumenkissen, gurren Tauben auf dem Sims. Laßt mich, ich will schlafen. Silberlöffel klirren, Porzellane springen, abgeschnitten wird mein Ohr von ferner Säge Trance-Gesängen. Sonnendunst-Wollustchimären, gaumentaub Vokabeln büffeln, amo, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/lasst-mich-schlafen/">Laßt mich, ich will schlafen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus: Kindheit in Alt-Metternich<br />
</em><br />
Der Waschtrog brodelt,<br />
sie klatschen weiße Laken.<br />
Winseln aus dem Hinterhof.<br />
Laßt mich, ich will schlafen.</p>
<p>Wie ich blöde lausche,<br />
halb erstickt im Blumenkissen,<br />
gurren Tauben auf dem Sims.<br />
Laßt mich, ich will schlafen.</p>
<p>Silberlöffel klirren,<br />
Porzellane springen,<br />
abgeschnitten wird mein Ohr<br />
von ferner Säge Trance-Gesängen.</p>
<p>Sonnendunst-Wollustchimären,<br />
gaumentaub Vokabeln büffeln,<br />
amo, amas, amat.<br />
Und die trunkne Biene summt.</p>
<p>Angelus-Geläute wehen<br />
Weihrauch in das Schamgefühl,<br />
daß ich mich verschlucke,<br />
als wär’s der faule Krotzen Seele.</p>
<p>Abends unterm heißen Dach,<br />
das sie nach dem Feindbeschuß<br />
einst mit Planen deckten,<br />
öffne ich die Sternwartluke.</p>
<p>Fremde Seele, kommst du, Mond,<br />
um mich heimzusuchen,<br />
oder mich zu tränken<br />
mit keuscher Milch der Niemandsstille?</p>
<p>Auf seines Schuppens Stufe<br />
hockt mit dem Harmonium<br />
schon der Gnom, der Antipode,<br />
spielt Zigeunerweisen.</p>
<p>Mutter sitzt im Dämmerschein<br />
einer Wehmutkerze,<br />
harrt des Manns, der mich gezeugt,<br />
süßen Elends Waben füllend.</p>
<p>Schoß, o kalt gewordener Schmerz,<br />
ohne Samt, das Haupt zu bergen.<br />
Im Dornenhag, wo ich geboren,<br />
blüht, um still zu schlafen, mir kein Mohn.</p>
<p>Nein, kein Rauschen, Ächzen nur<br />
aus alter Linde Dämmerkrone.<br />
Dunkles Scharren, Unheilsmuhen<br />
im dunggewärmten Stalle.</p>
<p>Morgens Keuchen und Erbrechen,<br />
traumgewürgte Atemnot,<br />
blutig ist das Laken.<br />
Laßt mich, ich will schlafen.</p>
<p>Flüstern, Fluchen, Weinen,<br />
die Tür barsch zugeworfen.<br />
Großmutter liegt im Sterben.<br />
Weinen, Beten, Schreien.</p>
<p>Laßt mich, laßt mich schlafen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Später Gang zum Waldfriedhof</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/spaeter-gang-zum-waldfriedhof/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/spaeter-gang-zum-waldfriedhof/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 23:18:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Später Gang zum Waldfriedhof Gedichte über Koblenz lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nah ein Zwitschern, zwielichtbang, nah ein Seufzen weicher Wasser, um uns Rebenlaubgeflamm. Fern der Birkenlende Splittern und das Knirschen ihres Schnees unterm Totentanz der Axt. Harsch ins Dickicht brach das Holz, und sein Ächzen hat erstickt weicher Knebel Dunst. Uns bogen sich die Schatten zart um einer Quelle Felsenmund, milden Träufelns Traumgelall. Da hab den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/spaeter-gang-zum-waldfriedhof/">Später Gang zum Waldfriedhof</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nah ein Zwitschern, zwielichtbang,<br />
nah ein Seufzen weicher Wasser,<br />
um uns Rebenlaubgeflamm.</p>
<p>Fern der Birkenlende Splittern<br />
und das Knirschen ihres Schnees<br />
unterm Totentanz der Axt.</p>
<p>Harsch ins Dickicht brach das Holz,<br />
und sein Ächzen hat erstickt<br />
weicher Knebel Dunst.</p>
<p>Uns bogen sich die Schatten zart<br />
um einer Quelle Felsenmund,<br />
milden Träufelns Traumgelall.</p>
<p>Da hab den Vers ich hergesagt:<br />
„Gesang der Flammen muß verrauchen.“<br />
Hast jählings du geweint?</p>
<p>Durchs Dämmergrau des Waldfriedhofs<br />
zog eine Schneise Veilchenlicht<br />
Kuckucks trunkenes Geschluchz.</p>
<p>Moos rieb ich ab vom Mal und Farne,<br />
und der Zwillingsvers schien auf:<br />
„Duft stummer Blüten will ich hauchen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Früher Bilder Pracht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/frueher-bilder-pracht/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2025 23:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Früher Bilder Pracht Gedichte über Koblenz und die Eifel lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Johann Hilten Der Bottich schien von Algen grün und Tang, auf einem Blatt trieb glitzernd eine Mücke. Warst du’s, der vor sich hin gen Abend sang von Sommertags unnennbar süßem Glücke? Wir Kinder haben um das Ohr geschmiegt uns Büschel, schwer von Kirschen oder Beeren. Der Quell der Freude war noch nicht [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/frueher-bilder-pracht/">Früher Bilder Pracht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Johann Hilten</em></p>
<p>Der Bottich schien von Algen grün und Tang,<br />
auf einem Blatt trieb glitzernd eine Mücke.<br />
Warst du’s, der vor sich hin gen Abend sang<br />
von Sommertags unnennbar süßem Glücke?</p>
<p>Wir Kinder haben um das Ohr geschmiegt<br />
uns Büschel, schwer von Kirschen oder Beeren.<br />
Der Quell der Freude war noch nicht versiegt,<br />
was Abschied nahm, es wollte wiederkehren.</p>
<p>Nun ist verfault der Bottich in der Nacht,<br />
der sternenlosen, die Bäume umgehauen,<br />
verblichen ist der frühen Bilder Pracht,<br />
trüb stiert der Abschaum auf geteerten Auen.</p>
<p>Verklungen ist, was weich getropft, und stumm<br />
ins zarte Moos der Dämmerung geronnen.<br />
Wo sich gebeugt des Ahnen Rücken krumm,<br />
schwirrt toter Fittich unter fahlen Sonnen.</p>
<p>Weißt, Dichter, du noch jene Melodie,<br />
die deiner Mutter Vater einst gesungen?<br />
Hebt dich die Seele in die Elegie,<br />
als liehe Atem sie den müden Lungen?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Lichtung im Eichenhain</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/lichtung-im-eichenhain/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2025 22:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtung im Eichenhain Gedichte über Koblenz und die Eifel lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Hier scheint ein lichtes Wesen still zu sinnen und früh zu glänzen das gezackte Blatt. Das Dunkel zögert, wurzelhin zu rinnen. Gemäuer, das Gewalt zerbrochen hat, einst Apsis einer Quelle, die geleuchtet, der Isis leises Lächeln überfeuchtet. Das Wasser gluckst noch zwischen zarten Moosen, und manchmal kommt ein Reh daher und trinkt. Hier ist die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/lichtung-im-eichenhain/">Lichtung im Eichenhain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hier scheint ein lichtes Wesen still zu sinnen<br />
und früh zu glänzen das gezackte Blatt.<br />
Das Dunkel zögert, wurzelhin zu rinnen.<br />
Gemäuer, das Gewalt zerbrochen hat,<br />
einst Apsis einer Quelle, die geleuchtet,<br />
der Isis leises Lächeln überfeuchtet.</p>
<p>Das Wasser gluckst noch zwischen zarten Moosen,<br />
und manchmal kommt ein Reh daher und trinkt.<br />
Hier ist die Stätte für die Heimatlosen,<br />
wenn ihrer Hoheit Wappen Sonne sinkt.<br />
Hier magst du, Dichter, weiche Reime finden,<br />
wenn Seufzer sich um holde Schatten winden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/lichtung-im-eichenhain/">Lichtung im Eichenhain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Totenanger der Erinnerung</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/totenanger-der-erinnerung/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Jun 2025 22:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Totenanger der Erinnerung Gedichte über Koblenz Koblenz-Metternich philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=34165</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Bank ist morsch, wo wir einst saßen, vor uns das stille Wölken des Wiesenschaumkrauts. Dunkles Brausen uns im Rücken, die unstillbare Angst der Welt. Die Eiche krümmt sich noch darüber, in deren schütterem Septemberlaub verlassene Nester schwanken. Droben, auf dem Kimmelberg, der Hoheitsbrocken, Heroenquader aus Vulkangestein und Knochenmark, beschmiert von dumpfer Jugend des preußischen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/totenanger-der-erinnerung/">Totenanger der Erinnerung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bank ist morsch,<br />
wo wir einst saßen,<br />
vor uns das stille Wölken<br />
des Wiesenschaumkrauts.<br />
Dunkles Brausen uns im Rücken,<br />
die unstillbare Angst der Welt.</p>
<p>Die Eiche krümmt sich noch darüber,<br />
in deren schütterem Septemberlaub<br />
verlassene Nester schwanken.</p>
<p>Droben, auf dem Kimmelberg,<br />
der Hoheitsbrocken,<br />
Heroenquader<br />
aus Vulkangestein und Knochenmark,<br />
beschmiert von dumpfer Jugend<br />
des preußischen Adlers<br />
schlaffer Fittich,<br />
dem Eulenspiegel ausgerupft hat<br />
neulich einen Friedensflaum.</p>
<p>Wir streichen durch den staubigen Pfad,<br />
ein trockenes Rinnsal,<br />
das vergebens sich gesehnt,<br />
ins Delta hoher Zeit zu münden.</p>
<p>Wo gehäufter Unrat<br />
in den Dunst der Langeweile starrt,<br />
flattert jäh empor Krähengeschrei.</p>
<p>Dort geht abschüssig das Gefühl,<br />
wenn das graue Band erzittert im Tal,<br />
die von Ausonius besungene<br />
lieblich besonnte Mosella.</p>
<p>Überm Rath gehen wir nicht,<br />
die alte Sippe der Fischer lebt nicht mehr,<br />
ihre Netze zerriß ein schartiger Zahn,<br />
und wo sie gewimmelt,<br />
Zander, Barsch, Rotauge, Schleie und Aal,<br />
die basaltenen Bottiche<br />
zerschlug pfeifend ein Zwerg,<br />
aus der Höhle Nibelheims gekrochen,<br />
mit dem Vorschlaghammer,<br />
der gedröhnt wie eine Palinodie<br />
auf Hegels Weltgericht.</p>
<p>Kehren wir heim,<br />
jeder zum Totenanger<br />
seiner Erinnerung.</p>
<p>Da hängen schief,<br />
wie Geschlechtertürme en miniature,<br />
von Mäusen unterwühlt,<br />
die Male mit den Namen,<br />
zu Rätselrunen verwittert.</p>
<p>Laß ab, den Schatten aus Moos,<br />
den Grind des Schuldgefühls<br />
den Ahnen vom Antlitz zu waschen.</p>
<p>Die verblaßten Veilchen<br />
magst, die fleckigen Primeln<br />
beträufeln du mit grüner Wehmutfeuchte,<br />
daß sie ins Licht einmal noch sich recken.</p>
<p>Die Augen aber,<br />
die vom Biß der Zwiebel einst getränt,<br />
im Schein des gußeisernen Herdes dunkel glänzten,<br />
den bangen Schlummer dir bewachten,<br />
sie öffnen ihre Lider dir nicht mehr,<br />
schließt du zu träumen auch die deinen.</p>
<p>Die ihr Blut in deines mischten,<br />
wurden bleiche Masken,<br />
augenlose,<br />
die auf dem schwarzen Wasser treiben,<br />
an dessen Ufern fahl<br />
des Mondes Schwester,<br />
die Asphodele blüht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Erläuterungen zum Wortverständnis:</em><br />
„Kimmelberg“: erste Erhebung der Eifel über dem Ort Koblenz-Metternich mit Sicht über das Neuwieder Becken, das von den Römern kultivierte Fruchtland („Delta hoher Zeit“)<br />
„Hoheitsbrocken“, „Heroenquader“: preußisches Kriegerdenkmal mit dem geduckten preußischen Adler auf dem Kimmelberg für die Gefallenen der Kriege von 1864, 1866 und 1870/71, eingeweiht 1913 im Gedenken an die Völkerschlacht von Leipzig 1813<br />
„Eulenspiegel“: Die Alt-Metternicher nannten sich in humoristischer „Fehldeutung“ des preußischen Adlers „Eulen“, um ihr antipreußisches Ressentiment gegenüber dem Herrschervogel Ausdruck zu verleihen, der seit der Besetzung der Rheinlande durch Berlin über ihren Häuptern schwebte. Eulenspiegelei ist die zeitgeistige Umwidmung des imperialen Kriegerdenkmals zum Mahnmal für Frieden und Völkerverständigung, nachdem ein gewisser „Eulenspiegel“ im Gefieder des Adlers einen kauzigen „Friedensflaum“ entdeckt haben soll; auch eine Form der „Umwertung aller Werte“ (Nietzsche).<br />
„Mosella“: rühmendes Versepos des am Kaiserhof zu Trier tätigen römischen Dichters Ausonius über die Mosel<br />
„Überm Rath“: alter Pfad vom Kimmelberg über die Weinberge zum Moselort Güls, einem alten Fischerdorf; siehe auch: <a class="moz-txt-link-freetext" href="http://www.luxautumnalis.de/ueberm-rath/">http://www.luxautumnalis.de/ueberm-rath/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Später Gang am Rhein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/spaeter-gang-rhein/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Oct 2024 23:04:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Später Gang am Rhein Sonette Gedichte über Koblenz und den Rhein Liebesgedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Verklungen ist des Sommers goldner Ton. Weißt du sie noch, die schönen Blumennamen, die du genannt, als wir ins Rheintal kamen? Nun sinkt die Akelei, verbleicht der Mohn. Der Rebenhügel leuchtend grüner Samt, wo sich der Burgfried in die Bläue reckte, wie unter Gaze liegt er, blutbefleckte, vom Schwermuthauch des Herbstes überflammt. Laß, Liebe, uns [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/spaeter-gang-rhein/">Später Gang am Rhein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Verklungen ist des Sommers goldner Ton.<br />
Weißt du sie noch, die schönen Blumennamen,<br />
die du genannt, als wir ins Rheintal kamen?<br />
Nun sinkt die Akelei, verbleicht der Mohn.</p>
<p>Der Rebenhügel leuchtend grüner Samt,<br />
wo sich der Burgfried in die Bläue reckte,<br />
wie unter Gaze liegt er, blutbefleckte,<br />
vom Schwermuthauch des Herbstes überflammt.</p>
<p>Laß, Liebe, uns den Pfad am Ufer gehen,<br />
vom Wasser überrauschen unser Grauen,<br />
wenn uns das Wort, der letzte Halt, gebricht,</p>
<p>bis zarte Strahlen uns die Brücke bauen,<br />
wir in des anderen Aug uns dunkel sehen<br />
und Träne hell zur Schwesterträne spricht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/spaeter-gang-rhein/">Später Gang am Rhein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die alte Magd aus dem Eifeldorf</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-alte-magd-aus-dem-eifeldorf/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-alte-magd-aus-dem-eifeldorf/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Oct 2024 22:14:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die alte Magd aus dem Eifeldorf Sonette Gedichte über die Eifel lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die alte Magd saß auf der morschen Bank, da über ihr die Blätter rötlich glommen. Sie sah die späten Rosen nur verschwommen, doch sprach das feuchte Auge noch von Dank. Der sie geschwängert hatte, war längst tot, der Herr, dem sie die Scheite angezündet, als neues Leben schon den Leib geründet, und ließ ihr nur [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-alte-magd-aus-dem-eifeldorf/">Die alte Magd aus dem Eifeldorf</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die alte Magd saß auf der morschen Bank,<br />
da über ihr die Blätter rötlich glommen.<br />
Sie sah die späten Rosen nur verschwommen,<br />
doch sprach das feuchte Auge noch von Dank.</p>
<p>Der sie geschwängert hatte, war längst tot,<br />
der Herr, dem sie die Scheite angezündet,<br />
als neues Leben schon den Leib geründet,<br />
und ließ ihr nur ein karges Gnadenbrot.</p>
<p>War er auch fern, der Junge war am Leben.<br />
In ihre Winter kam er stets von Süden<br />
mit Seidentüchern, schmeichelnden Geweben,</p>
<p>mit Früchten, wie aus transparentem Stoffe,<br />
doch las in ihrem Lächeln nie, dem müden,<br />
daß sie auf eine andre Frucht noch hoffe.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Aus verschollenen Kindheitstagen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/aus-verschollenen-kindheitstagen-2/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/aus-verschollenen-kindheitstagen-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Jul 2024 22:41:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Aus verschollenen Kindheitstagen Gedichte über Koblenz-Metternich und Eifel philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dämmerlicht flockte herab und dumpf betäubte den dunklen Ruf der Glocken Schnee, ein Tuch, gewunden weich um jeder Stimme Mund. Doch in der Stille knirschte harsch dein Schritt, Knabe mit der Mütze, als das weiche Blech, den Eimer du geschwenkt hast auf und ab. Die Magd, sie preßte ihn sich an die Knie, und aus [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/aus-verschollenen-kindheitstagen-2/">Aus verschollenen Kindheitstagen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dämmerlicht flockte herab und dumpf betäubte<br />
den dunklen Ruf der Glocken Schnee, ein Tuch,<br />
gewunden weich um jeder Stimme Mund.<br />
Doch in der Stille knirschte harsch dein Schritt,<br />
Knabe mit der Mütze, als das weiche Blech,<br />
den Eimer du geschwenkt hast auf und ab.<br />
Die Magd, sie preßte ihn sich an die Knie,<br />
und aus dem Euter, das sie seufzend molk,<br />
wie sprühte Milch, ein zischend heller Laut.<br />
Es drehte das Aug die Kuh, das glänzende, dir hin,<br />
und feuchte Wärme dampfte aus dem Fell.<br />
Der Heimweg schien dir grenzenlos, entlockte<br />
dem weißen Staub ein Lächeln Silber-Mond.<br />
Als du die Gasse gingst zum Dorfplatz hin, vom Summen<br />
der Gaslaternen müd, was hast du, Knabe,<br />
damals vor dich hin geträumt, gesungen,<br />
als deine Hand die Kanne fühlte warm<br />
von einem Leben, dunkel, groß und fremd?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dann hat es rot im Schnee geglänzt, das Mal,<br />
der runde Fleck, wie von Burgunderwein<br />
auf dem Brokat des Feiertags, dem Flaum<br />
entsickert, einer Taube weicher Brust,<br />
die ihr ein Krähenschnabel aufgehackt.<br />
Die Stube war erfüllt vom Duft der Zweige,<br />
die auf dem alten Ofen hingebreitet,<br />
Zimt, Koriander, Nelken, Pfefferkuchen,<br />
die Nacht belebt vom Flackern kleiner Kerzen.<br />
Als tönte fern Gesang wie einst der Hirten,<br />
die durch das Dunkel hin zur Krippe gingen.<br />
Das Strahlen eines Segens brach aus ihr,<br />
der Mutter Antlitz aber lag im Schatten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Schmerz starb nicht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/31977/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2024 22:02:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schmerz starb nicht Sonette Gedichte über Koblenz lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das Wasser schwarz, darüber graue Hügel, kein Stern, kein Mond, der Abgrund grenzenlos. Ein lichter Tau verrinnt im dunklen Moos, es zittert schon des Morgens banger Flügel. Dort bist gelegen du im Sterbezimmer. Dein Mund war leer. Ob er ins Herz noch floß, als ich den schweren Vorhang auf dir schloß, der Kindheit weicher Schmelz, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/31977/">Der Schmerz starb nicht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wasser schwarz, darüber graue Hügel,<br />
kein Stern, kein Mond, der Abgrund grenzenlos.<br />
Ein lichter Tau verrinnt im dunklen Moos,<br />
es zittert schon des Morgens banger Flügel.</p>
<p>Dort bist gelegen du im Sterbezimmer.<br />
Dein Mund war leer. Ob er ins Herz noch floß,<br />
als ich den schweren Vorhang auf dir schloß,<br />
der Kindheit weicher Schmelz, der süße Schimmer?</p>
<p>Ein Blasebalg hat dumpf die Brust gehoben,<br />
ist, müder Knecht, bald aus dem Takt gefallen.<br />
Da hielt er still. Die Sonne schwamm im Rhein.</p>
<p>Der Schmerz, der unsre Seelen hat verwoben,<br />
starb nicht, er lebt und leuchtet auf kristallen<br />
wie Gläser, die hell tönen, schenkt man ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Verlorener Bote</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/verlorener-bote/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Apr 2024 22:23:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verlorener Bote Gedichte über die Eifel philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gedenk der Heimaterde, die dich ausgesandt. Wenn sich der Morgendunst allmählich klärt, von Tropfen glitzernd, bitter-süßen, wie dort das Kreuz, gehauen aus Basalt, das Unding, aller Dinge schmerzlich-wahre Mitte, und fast von Moosen übergrünt, vergessen, in einen schiefermatten Himmel ragt. Dort, wo der Ginster schäumt und Summen webt, wo Erde gärt und Asche blüht, im [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/verlorener-bote/">Verlorener Bote</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gedenk der Heimaterde,<br />
die dich ausgesandt.</p>
<p>Wenn sich der Morgendunst allmählich klärt,<br />
von Tropfen glitzernd, bitter-süßen,<br />
wie dort das Kreuz, gehauen aus Basalt,<br />
das Unding, aller Dinge schmerzlich-wahre Mitte,<br />
und fast von Moosen übergrünt, vergessen,<br />
in einen schiefermatten Himmel ragt.<br />
Dort, wo der Ginster schäumt und Summen webt,<br />
wo Erde gärt und Asche blüht, im Wasser Geysir spukt,<br />
in heißen Mittags schlafenstrunkner Stunde,<br />
bist, scheuer Mensch, du einst entlanggegangen.</p>
<p>War noch ein Echo wach in dir von Glocken,<br />
Geläut, das früh die Nebelschleier aufgetrennt,<br />
als du am runden Maar in schilfgewiegter Dunkelheit gelegen,<br />
erwacht vom dämmergrünen Kuckucksruf,<br />
der dir von einer Schöpfung ungeheurer Weite<br />
der Fülle Widerhall, der Klage Unmaß gab?</p>
<p>Nein, dein Kopf war jetzt ein Bienenkorb erhitzten Schwirrens,<br />
und brachten Nektar die Gedanken, so von Blüten<br />
ferner Auen, unbekannter, südlich sonnenheitrer Triften,<br />
du weißt nicht, Orchideen, Chrysanthemen, Oleander,<br />
ach, schlichten Veilchen auch, dem einen gleich, das sie dir einst,<br />
das sie dir einst gepflückt, dir in das Buch gepreßt.<br />
Und plötzlich bist du wildnisüberschattet<br />
von schwarzer Locken Wogenfall,<br />
und nur ein Glanz ist nah, der Glanz von Augen,<br />
da wachst du, hingestreckt im Stoppelfelde, wachst du auf.</p>
<p>Jetzt spute dich, die Sonne sinkt, jetzt eile,<br />
du bist ein Bote ja, mit einer Botschaft, froh und ernst.<br />
Was Leides dir geschieht und schmerzt und niederdrückt,<br />
es sollte wie die Wunde sein des Läufers,<br />
des Herolds, der vom Wunder der Errettung Kunde bringt,<br />
denn seiner harren, die schon nachtlang zweifelnd bangen,<br />
und fällt er hin, mag auch das Knie noch bluten,<br />
er rafft sich auf, holt Atem und läuft zu.</p>
<p>Der Mond, ein Mahnmal überm Grab des Tages, schwebt herauf,<br />
erloschen ist der Lerchen Sonnensang,<br />
dort schauert Laub, tautriefendes, von Reben,<br />
du siehst aus Höhen in der Tiefe freudig ihn<br />
im späten Strahl vom Schaum des Abgrunds glimmen,<br />
den heimatlichen Strom.</p>
<p>Dir aber girrt der Abendwind im Haar,<br />
und an die Schläfen schmiegen seufzend sich die Blätter,<br />
schwellend-goldener Trauben Hüterinnen.<br />
Dir ist, als ob der warme Schiefer unterm Mondlicht ächzt,<br />
im Tale aber schluchzen müde Wellen.<br />
Und über dir erstarrt zu Gletschern Dunst und Wolke,<br />
du zitterst vor dem Hauch, dem eisigen, der Ewigkeit.</p>
<p>Ach, sink nur nieder auf die harte Stufe, wo ein schwaches Flackern<br />
von Kerzen vor dem Andachtsbild dir spricht<br />
und spricht von unerlöster Einsamkeit der Kreatur,<br />
Verlorenheit, wenn alle Pfade dunkeln,<br />
kein Stern ist, der noch in die Heimat führt.</p>
<p>Ein Bote warst du,<br />
dem Erinnerung, die zarte Schale,<br />
worin die Blume süßen Duftes schwamm,<br />
am Schmerz zerbrach,<br />
verlorener Bote,<br />
dem die Botschaft hingewelkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Nacht war lau</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-nacht-war-lau/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Mar 2024 23:24:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die Nacht war lau Sonette Gedichte über Koblenz lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Hildegard Hilten Sie lag dem Lärm entrückt in einem Tale, wo einst der Leprakranken harter Schrei, ihr Silberglöckchen keinen rief herbei. Ihr Auge war gefroren, Schnee die Haare. Der unerschöpflich quoll von schrillen Tönen, den trocknen Mund hast öfters du getränkt. die Stirn, gerunzelt meist, vom Tag gekränkt, war glatt, als könnte [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-nacht-war-lau/">Die Nacht war lau</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Hildegard Hilten</em></p>
<p>Sie lag dem Lärm entrückt in einem Tale,<br />
wo einst der Leprakranken harter Schrei,<br />
ihr Silberglöckchen keinen rief herbei.<br />
Ihr Auge war gefroren, Schnee die Haare.</p>
<p>Der unerschöpflich quoll von schrillen Tönen,<br />
den trocknen Mund hast öfters du getränkt.<br />
die Stirn, gerunzelt meist, vom Tag gekränkt,<br />
war glatt, als könnte Dunkel sie versöhnen.</p>
<p>Ihr Sterben war ein Abschied ohne Klagen,<br />
vielleicht war sie vom Rauschen noch gebannt,<br />
vorm Fenster floß der Strom der hohen Sagen.</p>
<p>Dann klafften zwischen Atemzügen Klüfte,<br />
bis ihre Seele keinen Steig mehr fand.<br />
Die Nacht war lau, voll zarter Frühlingsdüfte.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>In der Früh</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-frueh/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-frueh/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Dec 2023 23:24:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[In der Früh Gedichte über Koblenz und Metternich lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Mähre hab ich noch gehört, Geklapper schwer und müder Hufe, vom Leben noch nicht ganz verstört, sang leis ich auf bemooster Stufe. Das dunkle Muhen in der Früh hat aus dem Traume mich gerissen, ich fror und fühlte warm das Vieh, gefleckten Fells schwoll mir das Kissen. Und himmelblau war das Geläut, mich hat [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-frueh/">In der Früh</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mähre hab ich noch gehört,<br />
Geklapper schwer und müder Hufe,<br />
vom Leben noch nicht ganz verstört,<br />
sang leis ich auf bemooster Stufe.</p>
<p>Das dunkle Muhen in der Früh<br />
hat aus dem Traume mich gerissen,<br />
ich fror und fühlte warm das Vieh,<br />
gefleckten Fells schwoll mir das Kissen.</p>
<p>Und himmelblau war das Geläut,<br />
mich hat der Hymnen Gischt getragen,<br />
gleich einem Boot, das unvertäut<br />
getrieben wird aufs Meer der Sagen.</p>
<p>Dann hob der Rhythmus fremder Zungen<br />
das mütterliche Wort hinan<br />
in eine Apsis, lichtdurchdrungen,<br />
sein Kelch ward schmerzlich aufgetan.</p>
<p>Ein Rosengarten hat den Knaben<br />
ins Dickicht seines Dufts gelockt,<br />
ich sog den Wohllaut mir aus Waben,<br />
schwieg vor der Tafel, dumpf, verstockt.</p>
<p>Bis jener rann auf weißen Lenden<br />
die Milch des Monds aus schwarzem Laub,<br />
ein Klatschen traf aus heißen Händen,<br />
ein zartes Bild zerfiel zu Staub.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-frueh/">In der Früh</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Unfall</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-unfall/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-unfall/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Nov 2023 23:35:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der Unfall Gedichte über Koblenz philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=31333</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an meine Eltern Im dunklen Röhricht mochtest du es hören, ein trunkenes Flöten, das dem Schluchzen glich, vom Hauch des Wassers wiegten sich die Schilfe, ein Tropfen fiel der Mond aufs feuchte Grün. Dort brach das Schicksal ein, es quietschten Reifen, und Vaters rechtes Bein hing schlaff, zertrümmert, das Schädeltrauma schloß dich fort [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-unfall/">Der Unfall</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an meine Eltern</em></p>
<p>Im dunklen Röhricht mochtest du es hören,<br />
ein trunkenes Flöten, das dem Schluchzen glich,<br />
vom Hauch des Wassers wiegten sich die Schilfe,<br />
ein Tropfen fiel der Mond aufs feuchte Grün.<br />
Dort brach das Schicksal ein, es quietschten Reifen,<br />
und Vaters rechtes Bein hing schlaff, zertrümmert,<br />
das Schädeltrauma schloß dich fort ins Dämmern,<br />
lang lagst du, Mutter, hinterm Schweigegitter.<br />
Das war, als ihr vom Schilf nach Hause ginget,<br />
o Sommernacht, wie war die Luft so lau,<br />
der Liebe Haut noch heißgespannt dem Kusse.<br />
Dann fror die Mosel zu, ein banger Knabe<br />
sah ich erstarrt im Eis der Nymphe Haar.<br />
Wir knieten unterm Flackern frommer Kerzen,<br />
da rings die Kranken ächzten, die Versehrten,<br />
das Kind des Heils hielt hoch die Lichtverzückte,<br />
von blauem Samt umhüllt der stumme Schoß.<br />
Als wieder Wellen weich das Schilfrohr bogen<br />
und Julimond im lauen Wasser schwamm,<br />
vernahm ich fern das Flöten und das Schluchzen<br />
und Humpeln dumpfer Krücken nebenan.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Den Unstern überdecken weiße Wolken,<br />
ein Blütenstern der Erde strahlt das Glück,<br />
das Fatum rollt heran, süß summt die Nabe,<br />
das Licht der Blüte schwindet, kaum gepflückt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-unfall/">Der Unfall</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die frühen Bilder</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-fruehen-bilder/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-fruehen-bilder/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Sep 2023 22:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die frühen Bilder Sonette Gedichte über Koblenz Rhein Eifel lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=31025</guid>
		<description><![CDATA[<p>Du hast als Kind es unterm Eis gesehen, als über feuchten Glanz ihr seid geschlittert, vom Grund der Mosel stieg ein dunkles Wehen, von goldnen Lohen geisterhaft durchzittert. Unwirklich sank der Mond ins Tal des Rheines, wo flache Steine ihr habt springen lassen, doch jener schmolz hinab, wie Glut des Weines in Seelen, die in [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-fruehen-bilder/">Die frühen Bilder</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast als Kind es unterm Eis gesehen,<br />
als über feuchten Glanz ihr seid geschlittert,<br />
vom Grund der Mosel stieg ein dunkles Wehen,<br />
von goldnen Lohen geisterhaft durchzittert.</p>
<p>Unwirklich sank der Mond ins Tal des Rheines,<br />
wo flache Steine ihr habt springen lassen,<br />
doch jener schmolz hinab, wie Glut des Weines<br />
in Seelen, die in dumpfen Kellern blassen.</p>
<p>Maria Laach, die Knospe, lichtdurchwoben,<br />
des Baldachins, im Paradies die Leuen,<br />
ganz sind die süßen Funken nicht zerstoben,<br />
und Engel noch, ins Dunkel sie zu streuen.</p>
<p>Laß gilben all die Bilder nicht, die frühen,<br />
tränk sie mit Tränen, daß sie wieder blühen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-fruehen-bilder/">Die frühen Bilder</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Knabe Dichter</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/knabe-dichter/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/knabe-dichter/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2023 22:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Knabe Dichter Sonette lyrische Gedichte über Koblenz und die Eifel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=30996</guid>
		<description><![CDATA[<p>Geruch von Braten, Kohl und müdem Flieder im Hinterhof, wo wir die Murmeln schnippten, Der Zwerg im Unterhemd, dem feingerippten, sang, schon betrunken, näselnd Seemannslieder. Und ging vorbei der Lockenkopf, als stöben vom Pfennigabsatz Funken, glänzten heller noch ihre Blicke, und sein Herz schlug schneller, als ob es Möwenschreie in die Wolken höben. Dich aber [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/knabe-dichter/">Knabe Dichter</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Geruch von Braten, Kohl und müdem Flieder<br />
im Hinterhof, wo wir die Murmeln schnippten,<br />
Der Zwerg im Unterhemd, dem feingerippten,<br />
sang, schon betrunken, näselnd Seemannslieder.</p>
<p>Und ging vorbei der Lockenkopf, als stöben<br />
vom Pfennigabsatz Funken, glänzten heller<br />
noch ihre Blicke, und sein Herz schlug schneller,<br />
als ob es Möwenschreie in die Wolken höben.</p>
<p>Dich aber riefen dämmerblaue Glocken<br />
in einer heilig-dunklen Sprache Brausen,<br />
und mußtest du im engen Winkel hausen,<br />
es mochte dich zu fernen Ufern locken.</p>
<p>Denk an der Litaneien weiches Wogen,<br />
das früh zum Meer der Verse dich gezogen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Das Lied von der Linde</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-lied-von-der-linde/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Mar 2023 23:12:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das Lied von der Linde Gedichte über Koblenz-Metternich lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Wolken mähte Wind wie Dämmergras. Das Licht der Linde, wo sie abends lehnten, die laue Luft mit Plaudereien dehnten, ist still getröpfelt in ein grünes Glas. Kam mit der Mundharmonika der Gnom, die Federn am verbeulten Filzhut schwankten, wenn seine Lieder Seufzer wild umrankten, bis sie verstummt, erstickt im Tränenstrom. Hat sich das Blatt [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-lied-von-der-linde/">Das Lied von der Linde</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wolken mähte Wind wie Dämmergras.<br />
Das Licht der Linde, wo sie abends lehnten,<br />
die laue Luft mit Plaudereien dehnten,<br />
ist still getröpfelt in ein grünes Glas.</p>
<p>Kam mit der Mundharmonika der Gnom,<br />
die Federn am verbeulten Filzhut schwankten,<br />
wenn seine Lieder Seufzer wild umrankten,<br />
bis sie verstummt, erstickt im Tränenstrom.</p>
<p>Hat sich das Blatt dem Kuß des Monds geneigt,<br />
gehörte Liebenden das dunkle Rauschen,<br />
geheime Blicke feuchten Glanzes tauschen,<br />
daß aus dem Abgrund Schaum der Wehlust steigt.</p>
<p>Du, armer Träumer, aber bliebst allein,<br />
wenn in der Winternacht der Baum die Äste<br />
emporgereckt zur öden Himmelsveste.<br />
O Licht der Venus trink im goldnen Wein.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Verlies der Kindheit</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/verlies-der-kindheit/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/verlies-der-kindheit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Mar 2023 23:13:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verlies der Kindheit Gedichte über Koblenz lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Verlies der Kindheit, Grünspan, Kohlenstaub, die braunen Flaschen auf den Holzregalen, Kartoffeln, dran vergebens Sprossen fahlen, im Dämmerlichte zitternd Schattenlaub. Ein Klotz, wo seufzend sich das Beil erschöpft, wie ein Altar archaisch dunkler Weihen, kein Flattern kann den Hahn vorm Tode feien, wenn fluchend ihn der Opferpriester köpft. Auf krummen Stufen tappst du in die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/verlies-der-kindheit/">Verlies der Kindheit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Verlies der Kindheit, Grünspan, Kohlenstaub,<br />
die braunen Flaschen auf den Holzregalen,<br />
Kartoffeln, dran vergebens Sprossen fahlen,<br />
im Dämmerlichte zitternd Schattenlaub.</p>
<p>Ein Klotz, wo seufzend sich das Beil erschöpft,<br />
wie ein Altar archaisch dunkler Weihen,<br />
kein Flattern kann den Hahn vorm Tode feien,<br />
wenn fluchend ihn der Opferpriester köpft.</p>
<p>Auf krummen Stufen tappst du in die Nacht,<br />
den Wein zu holen, wie man dich geheißen,<br />
da ist ein Flüstern, ist ein knöchern Gleißen,<br />
die Alte strickt am Ofen, grinst und lacht.</p>
<p>Hier saßen sie, der Himmel hat gedröhnt,<br />
und Fackeln warf der Gott, das Ungeheuer,<br />
auf Gut und Böse, Dächer, Stall und Scheuer,<br />
kein Heiland war, kein Kreuz, das ihn versöhnt.</p>
<p>Hier saß der Knabe auch, der Jüngling bleich,<br />
gequält von Bildern dumpfer Phantasien,<br />
Dämonen, die im Ohr des Herzens schrien,<br />
bis Sapphos Hand ihn hob ins Blütenreich.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Alte und der Knabe</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-alte-und-der-knabe/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-alte-und-der-knabe/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Mar 2023 23:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Alte und der Knabe Gedichte über Koblenz-Metternich lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Katharina Hilten aus Alt-Metternich Ja, dich umschwebte Duft verharzter Rinden. Wie stiller Blüten mondbehauchte Leuchte, wenn Dämmerungen sie sich hold entwinden, war deiner gütigen Augen Veilchenfeuchte. Kartoffeln konntest du und Äpfel schälen, und Schlange hat geringelt sich an Schlange. Der Knabe durfte dir die Haare strählen, die Fülle raffen in die Silberspange. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-alte-und-der-knabe/">Die Alte und der Knabe</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Katharina Hilten aus Alt-Metternich</em></p>
<p>Ja, dich umschwebte Duft verharzter Rinden.<br />
Wie stiller Blüten mondbehauchte Leuchte,<br />
wenn Dämmerungen sie sich hold entwinden,<br />
war deiner gütigen Augen Veilchenfeuchte.</p>
<p>Kartoffeln konntest du und Äpfel schälen,<br />
und Schlange hat geringelt sich an Schlange.<br />
Der Knabe durfte dir die Haare strählen,<br />
die Fülle raffen in die Silberspange.</p>
<p>Im steinernen Herd hast Scheite du geschichtet,<br />
die zögernde, die blaue Flamme angeblasen,<br />
das Dunkel hat sich milden Sinns gelichtet,<br />
und Rosen glühten auf in irdenen Vasen.</p>
<p>Wenn aber Glocken durch die Weihnacht riefen,<br />
ging unser Weg im Schnee zur lichten Krippe,<br />
und Bilder, die im Schrein des Herzens schliefen,<br />
erwachten, und es bebte deine Lippe.</p>
<p>Nun ist dein Grab, dein Herz, du bist verschollen,<br />
könnt weinen deiner Asche, weich ein Knabe,<br />
der graue Enkel, dir letzte Ehre zollen<br />
und streuen auf den Stein die Blütengabe.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Vermächtnis des Grünspans</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-vermaechtnis-des-gruenspans/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-vermaechtnis-des-gruenspans/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Feb 2023 23:16:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das Vermächtnis des Grünspans Gedichte über Koblenz-Metternich lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es blieb das Vermächtnis des Grünspans an den Wänden der windschiefen Scheune, wo in freudloser Muße sie starrten, die Sense, die Hacke, die Kanne, wo die rote Kruste Bluts auf dem Eichenklotz kein Kind mehr schauern ließ vor kopflos flatternden Hühnern. Die blindlings gekeimt im feuchten Dunkel, dem Gespensterverlies, in das niemand mehr hinabstieg, sie [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-vermaechtnis-des-gruenspans/">Das Vermächtnis des Grünspans</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es blieb das Vermächtnis des Grünspans<br />
an den Wänden der windschiefen Scheune,<br />
wo in freudloser Muße sie starrten,<br />
die Sense, die Hacke, die Kanne,<br />
wo die rote Kruste Bluts<br />
auf dem Eichenklotz<br />
kein Kind mehr schauern ließ<br />
vor kopflos flatternden Hühnern.</p>
<p>Die blindlings gekeimt im feuchten Dunkel,<br />
dem Gespensterverlies,<br />
in das niemand mehr hinabstieg,<br />
sie aufzuklauben, zu schälen, zu kochen,<br />
die eingeschrumpften Kartoffeln<br />
haben die Ratten vertilgt.</p>
<p>Und die keine Hand mehr gefunden,<br />
die lilafarbene Schleife,<br />
die Frauenanmut geschlungen,<br />
zitternd zu lösen,<br />
kein Herz, das zärtlicher pochte,<br />
die zierlichen Schattenranken der Schrift<br />
mit ihren blassen, vertrockneten Blüten,<br />
Moosröschen und Vergißmeinnicht,<br />
Hauch um Hauch auseinanderzubreiten,<br />
die Briefe zerfielen zu Staub.</p>
<p>Die Hand und das Herz<br />
zerfielen zu Staub.</p>
<p>Es blieb den Toten kein Angedenken,<br />
ihnen, die sie schwangen, Sense, Hacke und Kanne,<br />
ihr nicht, die sie streute, die Blüten,<br />
ihm nicht, der sie gelesen, die Briefe.</p>
<p>Die letzte Kerze am ärmlichen Grab<br />
mit verwehten Samen von Veilchen,<br />
eines bleichen Enkels dürftige Schwermut<br />
hatte sie angezündet,<br />
ist lang erloschen.</p>
<p>Überwachsen von Moos sind die Namen<br />
auf dem basaltenen Mal,<br />
das wie ein wurmzerfressener Stumpf<br />
sich niedersenkt auf die Erde,<br />
die grausam-vergeßliche Mutter.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Am Saum des Weges</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/saum-des-weges/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/saum-des-weges/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Feb 2023 23:16:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Am Saum des Weges Gedichte lyrische Gedichte über Koblenz und den Rhein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=30109</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dort kam sie aus dem Nebel des Gartens, die Locke aus der heißen Stirne streichend mit der vom Jäten und Rupfen, vom Wringen und Scheuern aufgerauhten, rissigen Hand, den aus Bast geflochtenen Korb am Arm, Früchte der Erde, Boten des Lichts, von Nachttau genährt, morgenrötlichen Schimmers, Äpfel und Pflaumen, Kirschen und Beeren und für dich, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/saum-des-weges/">Am Saum des Weges</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dort kam sie aus dem Nebel des Gartens,<br />
die Locke aus der heißen Stirne streichend<br />
mit der vom Jäten und Rupfen,<br />
vom Wringen und Scheuern<br />
aufgerauhten, rissigen Hand,<br />
den aus Bast geflochtenen Korb am Arm,<br />
Früchte der Erde, Boten des Lichts,<br />
von Nachttau genährt,<br />
morgenrötlichen Schimmers,<br />
Äpfel und Pflaumen, Kirschen und Beeren<br />
und für dich, Mutter der Mutter,<br />
Knospen des Monds<br />
und Flammen der Venus,<br />
Lilien und Rosen,<br />
auf- und untergehend<br />
zwischen den summenden Schatten<br />
von Flieder- und Holundergebüsch.</p>
<p>Ihr Lächeln war noch mädchenhaft scheu,<br />
doch von feuchten Funken<br />
blauender Blicke umsprüht,<br />
wie das Lächeln einer Dryade,<br />
die Taubengeflatter geweckt<br />
aus der harzigen Rinde des Schlafs.</p>
<p>Die Schalen sah ich als Kind noch,<br />
worin sie die Früchte gehäuft,<br />
die schön bemalten irdenen Vasen,<br />
die sie mit Blüten erhöht,<br />
aber sie lagen verwittert im eichenen Kasten,<br />
in Leinentücher gewickelt,<br />
als müßte man sie vor Frost<br />
oder böser Blicke Verätzung bewahren.</p>
<p>Dort hockte die Greisin auf einem Stein,<br />
wo am Saum des Weges die staubige Distel sich zackt,<br />
das Haupt gebeugt<br />
unterm veilchenbetupften Tuch,<br />
der viel zu große schäbige Mantel,<br />
den sie dem Leutnant mühsam hat abgezogen,<br />
starr lag er im Schnee<br />
und zeigte statt des Gesichts<br />
einen erloschenen Krater,<br />
er blähte sich wie ein schwarzes Nomadenzelt<br />
über die schwärende Glut eines Herds,<br />
sie aber schürfte geistesabwesend<br />
mit einem Weidenzweig<br />
im braunen Löß und Geröll<br />
wie nach einem verlorenen Ring.</p>
<p>Der Treck war weitergezogen,<br />
sie hatte keine Stimme mehr,<br />
den Fliehenden nachzurufen,<br />
mit ihren Habseligkeiten,<br />
den Eimern, Schüsseln, Tellern und dem Besteck,<br />
das sie oft auf der Terrasse geputzt,<br />
wenn das leise Raunen der See<br />
die Muschel des Traumes gefüllt hat.</p>
<p>Dort ging ich den gewundenen Pfad<br />
durch die knorrigen Reben hinan<br />
zur Kapelle, die wie eine hudernde Glucke<br />
zwischen Moosen und Farnen des Walds<br />
die weißen Flügel gebreitet,<br />
scheu wie ein unreiner Knabe<br />
über die basaltene Schwelle mich tastend,<br />
um vor der Himmelskönig,<br />
die huldvoll den Mantel,<br />
den Azur der Gnade,<br />
um die verirrten Schafe hüllte,<br />
die halbblinden Küken,<br />
eine Kerze anzuzünden,<br />
den Müttern, den Vätern<br />
und jenen, die am Saum des Weges<br />
nicht mehr die Blumen der Heimat grüßten,<br />
und für mich selbst,<br />
den am ärgsten Verirrten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/saum-des-weges/">Am Saum des Weges</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Träumer im rheinischen Weinberg</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-traeumer-im-rheinischen-weinberg/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-traeumer-im-rheinischen-weinberg/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Feb 2023 23:52:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der Träumer im rheinischen Weinberg Gedichte über Koblenz und den Rhein lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=30107</guid>
		<description><![CDATA[<p>Du fühlst es noch, das jugendliche Beben, siehst du, wie zwischen Blüten Schwäne gleiten, das Angesicht, das fahle, magst du heben, auf weichem Veilchenteppich summend schreiten, und die nach Mündung weint, die Quelle finden, an Tropfen Lichts das bange Herz zu weiten. Doch brichst du nicht durch mütterliche Rinden, zu folgen heißen Gischtens Stromgesängen, den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-traeumer-im-rheinischen-weinberg/">Der Träumer im rheinischen Weinberg</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du fühlst es noch, das jugendliche Beben,<br />
siehst du, wie zwischen Blüten Schwäne gleiten,<br />
das Angesicht, das fahle, magst du heben,</p>
<p>auf weichem Veilchenteppich summend schreiten,<br />
und die nach Mündung weint, die Quelle finden,<br />
an Tropfen Lichts das bange Herz zu weiten.</p>
<p>Doch brichst du nicht durch mütterliche Rinden,<br />
zu folgen heißen Gischtens Stromgesängen,<br />
den Wassern, die sich in die Ferne winden.</p>
<p>Dort, wo verrunzelt späte Trauben hängen,<br />
auf kargem Hügel mußt du schweigend rasten,<br />
bis sich des Abends blaue Schatten längen.</p>
<p>Nach andern Trauben geht des Traumes Tasten,<br />
die in den Gärten grüner Buchten glühen,<br />
wo um Gewölke baumeln Purpurquasten,</p>
<p>in Sapphos Hain Adonisknospen blühen,<br />
schon winken Malven, locken Orchideen,<br />
in Dämmerranken aber wollen ziehen</p>
<p>zwei Augen, die wie schwarze Brunnen flehen,<br />
zu schöpfen süßes Licht aus Nacht und Grausen.<br />
O Träumer, könntest du doch widerstehen.</p>
<p>Beim ersten Trunk mußt du im Öden hausen.<br />
Erwachend unter mondgebleichten Trauben,<br />
hörst du statt heller Oden Meeresbrausen</p>
<p>das geisterhafte Gurren grauer Tauben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-traeumer-im-rheinischen-weinberg/">Der Träumer im rheinischen Weinberg</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Daß der Anmut wir gedenken</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/dass-der-anmut-wir-gedenken/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/dass-der-anmut-wir-gedenken/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2023 23:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Daß der Anmut wir gedenken Gedichte über Koblenz lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=29955</guid>
		<description><![CDATA[<p>Et virides Baccho colles et amoena fluenta Subter labentis tacito rumore Mosellae. Hänge für Bacchus ergrünend, darunter die lieblichen Wellen, wie sie strömen dahin im leisen Rauschen der Mosel. Ausonius, Mosella   Rinnt er auch hin ins Blütenlose, gespiegelt hat er uns den Strahl des Monds, das stille Licht der Rose, der Fluß im rebengrünen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dass-der-anmut-wir-gedenken/">Daß der Anmut wir gedenken</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Et virides Baccho colles et</em> <em>amoena fluenta</em> <em><br />
Subter labentis tacito rumore Mosellae.</em></p>
<p><em>Hänge für Bacchus ergrünend, darunter die lieblichen Wellen,</em><br />
<em> wie sie strömen dahin im leisen Rauschen der Mosel.</em></p>
<p><em>Ausonius, Mosella</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Rinnt er auch hin ins Blütenlose,<br />
gespiegelt hat er uns den Strahl<br />
des Monds, das stille Licht der Rose,<br />
der Fluß im rebengrünen Tal.</p>
<p>O daß wir noch den Atem fühlten,<br />
der feuchten Glanz aufs Gras gehaucht ,<br />
Gestirne unsre Sehnsucht kühlten,<br />
gleich Schwänen, die ihr Haupt getaucht.</p>
<p>Und tropften schon von Schattengittern<br />
der Orchis Tränen in die Nacht,<br />
ihr Schimmern und ihr süßes Zittern<br />
hat uns den Abschied schwer gemacht.</p>
<p>O daß der Anmut wir gedenken,<br />
mit der die Blüte uns entzückt,<br />
die du, aufs Wasser sie zu senken,<br />
mit holder Geste hast gepflückt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/dass-der-anmut-wir-gedenken/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nachtgang zum Maar</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/nachtgang-zum-maar/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/nachtgang-zum-maar/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Jan 2023 23:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtgang zum Maar lyrische Gedichte über die Eifel Liebesgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=29864</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dort hüllten uns die Schatten und was klang wie Rieseln kühlen Wassers zwischen Gräsern und Zwitschern aus den Zweigen, windgewiegt, kam aus dem Quell des Traums, dem Herzgenist. Damit im Dämmerwald wie Kindern uns nicht bange ward, hast du vom süßen Brot die Krümel ausgestreut, und Vögel kamen um zu picken, ach, ihr trautes Rascheln [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/nachtgang-zum-maar/">Nachtgang zum Maar</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dort hüllten uns die Schatten und was klang<br />
wie Rieseln kühlen Wassers zwischen Gräsern<br />
und Zwitschern aus den Zweigen, windgewiegt,<br />
kam aus dem Quell des Traums, dem Herzgenist.<br />
Damit im Dämmerwald wie Kindern uns<br />
nicht bange ward, hast du vom süßen Brot<br />
die Krümel ausgestreut, und Vögel kamen<br />
um zu picken, ach, ihr trautes Rascheln<br />
und ihr warmes Flattern gab uns Halt.<br />
So gingen wir zum Ufer, wo das Schilf<br />
der runden Bucht im Morgenwind gezittert,<br />
er kam von Süden schon, sein Hauch war lau,<br />
und Schaumgekräusel wogte auf dem Maar<br />
wie zarte Spitzen, die er blind geklöppelt<br />
und wieder löste, wenn er höher klomm<br />
und Federn klaubte aus den Wolkenkissen.<br />
Wer warst du denn, die Blüte aufzuheben,<br />
die rötlich schimmerte am Ufersaum,<br />
vielleicht Hibiskus, vielleicht Oleander,<br />
wer war ich denn, sie dir ins Haar zu flechten,<br />
worin noch perlend troff der nächtige Tau.<br />
Daß wir es waren, die den Kahn bestiegen,<br />
der geisterhaft im Röhricht hat geschwankt,<br />
und trieben ruderlos auf einem Abgrund<br />
eingeschreinten Feuers, und du schmiegtest<br />
an meine Wange deine Wange. Glocken-<br />
klänge, die vom andern Ufer wehten,<br />
als riefen mütterlich sie uns zurück,<br />
o innig angeschlagne fromme Bronzen.<br />
Daß wir die Rufe hörten, wir sie hörten!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zigeunerspuk</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/zigeunerspuk/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/zigeunerspuk/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Dec 2022 23:26:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zigeunerspuk Gedichte über Koblenz lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Sie, deren Lieder uns gezogen hinab zu leuchtenden Korallen, wie Geister sind sie aufgeflogen, uns blieb nur schiefergraues Lallen. &#160; Der Liebe nachtbetaute Daunen, wie glänzen sie in Mondes Mulden. O wollet unsrer Öde raunen, ihr wehmutdunkler Jugend Hulden. Und die um Flammengarben stampfen mit den nomadennackten Ballen, laßt Seufzer aus den Kehlen dampfen, in [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/zigeunerspuk/">Zigeunerspuk</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sie, deren Lieder uns gezogen</em><br />
<em> hinab zu leuchtenden Korallen,</em><br />
<em> wie Geister sind sie aufgeflogen,</em><br />
<em> uns blieb nur schiefergraues Lallen.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Liebe nachtbetaute Daunen,<br />
wie glänzen sie in Mondes Mulden.<br />
O wollet unsrer Öde raunen,<br />
ihr wehmutdunkler Jugend Hulden.</p>
<p>Und die um Flammengarben stampfen<br />
mit den nomadennackten Ballen,<br />
laßt Seufzer aus den Kehlen dampfen,<br />
in weiche Herzen Triller krallen.</p>
<p>Mit zarten Muschelgriffen Klingen,<br />
die wie vereiste Schmerzen blitzen,<br />
sie schneiden durch die Luft und singen,<br />
und Schatten flackern, die sie ritzen.</p>
<p>Uns aber faßt ein süßes Grausen,<br />
wenn mennigrote Brüste starren,<br />
uns bannt ein somnambules Brausen<br />
von Hirtenflöten und Gitarren.</p>
<p>Im Wind der Seidenfächer scherzen<br />
der trunknen Blicke Schmetterlinge,<br />
sie taumeln um den Kelch der Herzen,<br />
und wenn sie schlürfen, stäubt die Schwinge.</p>
<p>Wir schmecken bittrer Wollust Schauer,<br />
wenn ihre Becher klirrend kreisen.<br />
Die kaum sich aufgetan, die Trauer,<br />
senkt ihre Knospe, da sie reisen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Bündisch, einst</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/buendisch-einst/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/buendisch-einst/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2022 23:53:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bündisch einst Nerother Wandervogel lyrische Gedichte über Hunsrück]]></category>
		<category><![CDATA[Eifel und Rhein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=29665</guid>
		<description><![CDATA[<p>Erinnerung an den Nerother Wandervogel Wehen, Brüder, euch noch Fahnen in die Ferne bunt voraus, hört ihr noch den Ruf der Ahnen, überall sind wir zu Haus? Bündisch einte uns ein Fühlen, wenn des Nachts die Flamme sang, Herz, es konnte kaum uns kühlen Traube Mond im Rebenhang. Glitzern, Schwestern, euch noch Locken, überhaucht von [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/buendisch-einst/">Bündisch, einst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Erinnerung an den Nerother Wandervogel<br />
</em><br />
Wehen, Brüder, euch noch Fahnen<br />
in die Ferne bunt voraus,<br />
hört ihr noch den Ruf der Ahnen,<br />
überall sind wir zu Haus?</p>
<p>Bündisch einte uns ein Fühlen,<br />
wenn des Nachts die Flamme sang,<br />
Herz, es konnte kaum uns kühlen<br />
Traube Mond im Rebenhang.</p>
<p>Glitzern, Schwestern, euch noch Locken,<br />
überhaucht von Sternentau,<br />
sagen euch noch Blütenglocken,<br />
Liebesblicke leuchten blau?</p>
<p>Bündisch einte uns ein Glauben,<br />
über dunkler Wogen Schaum<br />
bringen uns der Anmut Tauben<br />
grüne Zweige, Silberflaum.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Siehe auch:</em><br />
<a href="http://www.luxautumnalis.de/eifelpfade-xxvii/">http://www.luxautumnalis.de/eifelpfade-xxvii</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/buendisch-einst/">Bündisch, einst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die fahlen Sonnen der Erinnerung</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-fahlen-sonnen-der-erinnerung/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-fahlen-sonnen-der-erinnerung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Dec 2022 23:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die fahlen Sonnen der Erinnerung Gedichte über Koblenz Liebesgedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=29650</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wenn fahle Sonnen in den Zweigen schweben, der Aprikosen Licht im Tal Erinnerung, ein Traubengold von Reben – wie schmecken alle Worte schal. Laß trinken mich von deiner Anmut Ranken den feuchten Schimmer Morgenlicht, mich auf dem Plätschern deines Singsangs schwanken – ein Falter schwirrt noch ums Gedicht. Wo wir den Weinbergschiefer leicht erklommen und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-fahlen-sonnen-der-erinnerung/">Die fahlen Sonnen der Erinnerung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn fahle Sonnen in den Zweigen schweben,<br />
der Aprikosen Licht im Tal<br />
Erinnerung, ein Traubengold von Reben –<br />
wie schmecken alle Worte schal.</p>
<p>Laß trinken mich von deiner Anmut Ranken<br />
den feuchten Schimmer Morgenlicht,<br />
mich auf dem Plätschern deines Singsangs schwanken –<br />
ein Falter schwirrt noch ums Gedicht.</p>
<p>Wo wir den Weinbergschiefer leicht erklommen<br />
und schauten in der Tiefe blau<br />
den Strom, wo abendrötlich Rosen glommen –<br />
wie werden alle Bilder grau.</p>
<p>In Halme, aus dem bittern Löß gezogen,<br />
flicht deine süßen Veilchen ein,<br />
mit Kerzen heb den Kranz auf weiche Wogen –<br />
zu leuchten auf dem dunklen Rhein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-fahlen-sonnen-der-erinnerung/">Die fahlen Sonnen der Erinnerung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fremde Heimat</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/fremde-heimat/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/fremde-heimat/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2022 23:25:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Fremde Heimat philosophische Gedichte Gedichte über Koblenz lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=29559</guid>
		<description><![CDATA[<p>Es schienen die vertrauten Wege, und doch war alles wie im Traume fremd. Der Glanz, der ausging von den Dingen, von den Farben, er strahlte auf, verlosch und strahlte wieder, als wogte er von innen, nicht als warmer Widerschein der alten Sonne. Ich aber schritt wie auf gespannten Häuten, die seltsam gleich den Planken eines [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/fremde-heimat/">Fremde Heimat</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es schienen die vertrauten Wege, und doch<br />
war alles wie im Traume fremd. Der Glanz,<br />
der ausging von den Dingen, von den Farben,<br />
er strahlte auf, verlosch und strahlte wieder,<br />
als wogte er von innen, nicht als warmer<br />
Widerschein der alten Sonne. Ich aber<br />
schritt wie auf gespannten Häuten, die seltsam<br />
gleich den Planken eines Schiffes bebten,<br />
und sie schluckten jedes Schrittes Hall.<br />
Da starrten kahle Äste in die Leere,<br />
verschränkte Finger, Blut troff von den Nägeln,<br />
und Früchte glichen Tropfen dunklen Bluts<br />
wie Trauben in der Dämmerung der Reben.<br />
Der Himmel war ein purpurfeuchtes Linnen,<br />
Turmspitzen stachen Löcher in den Taft,<br />
da wehten Fahnen, Wappen mit Emblemen<br />
monströser Fabeltiere, Mädchen-Echsen,<br />
Sphinxen mit zerquetschter Brust, Mischwesen<br />
aus Tier und Blume, mit Blüten wedelnd<br />
Kraken, aus geplatzten Knospen äugend<br />
Embryonen. Da schwebten Pavillons,<br />
wo Weise ihre dürren Bärte zupften,<br />
auf Knochenpfählen über grünen Sümpfen,<br />
woraus metallisch-blaue Flossen blitzten.<br />
Die Wabenhäuser klebten eins am andern,<br />
statt Scheiben sprühten kristallne Facettenaugen,<br />
wie zerstückelt im Kaleidoskop<br />
vergaß man, wer man war und was man wollte,<br />
aufs glücklichste sich selbst entronnen,<br />
und alle waren eins geschwisterlich,<br />
doch mit sich selber unbekannt,<br />
dem andern Spiegelbild, sich selber blind.<br />
Vorm Duft der Ferne, Sternenbotschaft schützten<br />
Schindeln von Krötenpanzern, Affenschädeln,<br />
aus Toren glotzten Mäuler wie von Fischen,<br />
die den Passanten seufzend in das Innre<br />
sogen, und in Blasen aus sich stülpten,<br />
doch umgewandelt, alte jung, und junge<br />
alt, ja, Männer Frauen, Frauen Männer,<br />
Thersites ein Achill, Achill Thersites.<br />
Ich trat auch in der hohen Weihe Haus,<br />
im Becken war das Wasser parfümiert,<br />
da stand statt des Altars ein Quaderstein<br />
aus schwarzem Onyx, darauf schimmerten<br />
nicht edlen Weines Kelch und nicht Monstranz,<br />
ein Schädel aber, den Rachen aufgerissen,<br />
eines Krokodils, und dem Gebiß<br />
hat Zahn an Zahn man Rosen eingesteckt,<br />
der Priester kam, im bunten Flickenkleid<br />
ein Gnom, sein Amen war ein dunkles Grunzen.<br />
Mich aber riß ein Sturm durch öde Gassen,<br />
in denen sich Verwesungsdüfte seltsam<br />
mit dem süßen Hauch von Veilchen mischten.<br />
Und die vorübergingen, mimten Puppen,<br />
von unsichtbaren Fäden hin und her<br />
gezerrt, kaum wehte sie mein Atem an,<br />
ergoß ein Lächeln sich auf ihr Gesicht,<br />
ein Glanz aus Wachs wie einer zarten Maske<br />
leicht ablösbares Blatt, und Feuchte quoll<br />
in Augenhöhlen, angstumwimpert. Da eilte<br />
ich, ans Ufer zu gelangen, ein Rauschen<br />
zog mich hin wie heimatlichen Stroms.<br />
Schon schwappte mir das Wasser bis zum Knie,<br />
da nahm ein Kahn mich auf, der Fährmann nickte,<br />
und langsam glitten wir auf schwarzen Wogen<br />
an jener Stadt vorbei, die schon im Dämmer<br />
versank, die Wappen blaßten und das Funkeln<br />
der Kristalle war erloschen. Da schwoll<br />
wie aus dem Mund der Muschel säuselnd ein<br />
Gesang, sirenensüß, sich wie ein Schleier<br />
breitend über dumpfen Daseins Schlaf.<br />
Und plötzlich, aufgepflanzt wie ein Gespenst,<br />
stand dort im Uferschilf der zarte Knabe,<br />
in einer viel zu großen Lodenjacke,<br />
mit einer Mütze, filzig-grau, die riß<br />
er jäh vom Kopf und winkte mir damit,<br />
und winkte wirbelnd, wie man Abschied winkt<br />
von einem lieben Gastfreund, und er rannte,<br />
dem Kahn zu folgen, der die Mitte schon<br />
des Stroms gewann und wie im Dunst ein Schemen<br />
entschwand. Dann stand er still, ich hörte noch,<br />
wie seiner Knabenstimme Silberfaden<br />
sich in den Nebelvorhang des Gesanges<br />
wand, da sah ich, kannte ich ihn wieder,<br />
ich war es selbst, der Knabe aus der Stadt<br />
am Fluß, und mußte lange weinen, weinen,<br />
bis fremder Heimat Traumgesang erstarb.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Liebespfad am Rhein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/liebespfad-rhein/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/liebespfad-rhein/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2022 23:02:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebespfad am Rhein Gedichte über Koblenz und den Rhein Liebesgedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=29474</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wir seufzten durchs Gerank von Reben, der Trauben feuchter Glanz schien schwarzen Locken zu entschweben, mäadentrunknem Tanz. Weich hat uns Ufergras umwattet, heim flüsterte der Fluß, von Blumen, ach, wie Duft ermattet, die Blüte fiel, dein Kuß. Der Strahl, der fahles Blatt entzündet, zerfloß wie Purpurwein, die Knospe, blauer Nacht geründet, der Mond versank im [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebespfad-rhein/">Liebespfad am Rhein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir seufzten durchs Gerank von Reben,<br />
der Trauben feuchter Glanz<br />
schien schwarzen Locken zu entschweben,<br />
mäadentrunknem Tanz.</p>
<p>Weich hat uns Ufergras umwattet,<br />
heim flüsterte der Fluß,<br />
von Blumen, ach, wie Duft ermattet,<br />
die Blüte fiel, dein Kuß.</p>
<p>Der Strahl, der fahles Blatt entzündet,<br />
zerfloß wie Purpurwein,<br />
die Knospe, blauer Nacht geründet,<br />
der Mond versank im Rhein.</p>
<p>Es war im Gurren junger Tauben,<br />
was Mund an Mund uns schwieg,<br />
es war im Rieseln lichter Lauben,<br />
was Schluchzen überstieg.</p>
<p>Und die an deinem Aug geglommen,<br />
die Tränen sind herab<br />
in deinen stummen Schoß geschwommen,<br />
o Liebe, Schoß und Grab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebespfad-rhein/">Liebespfad am Rhein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>O lebet wohl, ihr heimatlichen Quellen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/o-lebet-wohl/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/o-lebet-wohl/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Oct 2022 23:04:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[O lebet wohl Gedichte über Koblenz und den Rhein lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=29427</guid>
		<description><![CDATA[<p>Noch einmal ging ich durch die Gärten ins dämmerweiche Ginsterlicht, die Tauben waren Traumgefährten, mir lächelte Vergißmeinnicht, voll Gnade tönten Abendglocken, ich schlief im Flaum von Blütenflocken. O lebet wohl, ihr heimatlichen Quellen, ihr Gärten, mondgewiegter Sage Wellen. Noch einmal kam ich an die Pforte, wo mir zum Abschied hat gereicht die Liebe aus umhegtem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/o-lebet-wohl/">O lebet wohl, ihr heimatlichen Quellen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Noch einmal ging ich durch die Gärten<br />
ins dämmerweiche Ginsterlicht,<br />
die Tauben waren Traumgefährten,<br />
mir lächelte Vergißmeinnicht,<br />
voll Gnade tönten Abendglocken,<br />
ich schlief im Flaum von Blütenflocken.</p>
<p>O lebet wohl, ihr heimatlichen Quellen,<br />
ihr Gärten, mondgewiegter Sage Wellen.</p>
<p>Noch einmal kam ich an die Pforte,<br />
wo mir zum Abschied hat gereicht<br />
die Liebe aus umhegtem Horte<br />
den Veilchenstrauß, hat auch gebleicht<br />
ihr Haar schon Schnee, die Augen sprachen<br />
von Sternen, die durchs Dunkel brachen.</p>
<p>O lebet wohl, ihr heimatlichen Sonnen,<br />
ihr Trauben, deren Glut ins Lied geronnen.</p>
<p>Noch einmal ging ich auf die Hügel,<br />
wo uns im Herbst der Feuerhauch<br />
Gesanges ausgestreckte Flügel<br />
hob über Tod und Aschenrauch.<br />
Und als die Flammen sanft entschliefen,<br />
war es, als ob uns Geister riefen.</p>
<p>O lebet wohl, ihr heimatlichen Lieder,<br />
die Quelle schläft, kein Dichter weckt sie wieder.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/o-lebet-wohl/">O lebet wohl, ihr heimatlichen Quellen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/o-lebet-wohl/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Uferpfad am Rhein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/uferpfad-rhein/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/uferpfad-rhein/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2022 22:04:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Uferpfad am Rhein Gedichte über den Rhein lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=29244</guid>
		<description><![CDATA[<p>Das Lied, das schläfrig du gesummt, als wir den Uferpfad gegangen, war kaum im Morgendunst verstummt, als schon die ersten Vögel sangen. Es gab der Rhein die Mittagsglut uns mild zurück in süßen Funken, uns tat wie Schwänen Zwielicht gut, wenn sie das Haupt ins Wasser tunken. Wovon das Lied des Stroms erzählt, der Quelle [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/uferpfad-rhein/">Uferpfad am Rhein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Lied, das schläfrig du gesummt,<br />
als wir den Uferpfad gegangen,<br />
war kaum im Morgendunst verstummt,<br />
als schon die ersten Vögel sangen.</p>
<p>Es gab der Rhein die Mittagsglut<br />
uns mild zurück in süßen Funken,<br />
uns tat wie Schwänen Zwielicht gut,<br />
wenn sie das Haupt ins Wasser tunken.</p>
<p>Wovon das Lied des Stroms erzählt,<br />
der Quelle Sehnen nach den Buchten,<br />
wo sie sich mit dem Meer vermählt,<br />
quoll uns wie Glanz in Grames Schluchten.</p>
<p>Die Wellen waren abends schwarz,<br />
nur Schäume bargen fahle Sonnen,<br />
der Himmel war ein gelbes Harz,<br />
das aus dem Weltenbaum geronnen.</p>
<p>Und als wir lagen schilfumdacht,<br />
was gurrten uns die Venustauben?<br />
Die Blüten, die wir dargebracht,<br />
zerfetzten roher Schiffe Schrauben.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Kokon der Erinnerung</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-kokon-der-erinnerung/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2022 22:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der Kokon der Erinnerung Liebesgedichte Gedichte über Koblenz lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=28872</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie wankten müde wir von all den Funken, die ausgeseufzt der sagenträge Rhein, wie lallten wir von Sommerluft betrunken, die süßer kitzelte als perlender Wein. Und als wir unter abendroten Lauben dem Gurren lauschten, nah beim alten Teich, wo zarte Zungen tunkten Turteltauben, verwirrten sich zwei Schatten, Ranken gleich. Was aber uns von Herz zu [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-kokon-der-erinnerung/">Der Kokon der Erinnerung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wankten müde wir von all den Funken,<br />
die ausgeseufzt der sagenträge Rhein,<br />
wie lallten wir von Sommerluft betrunken,<br />
die süßer kitzelte als perlender Wein.</p>
<p>Und als wir unter abendroten Lauben<br />
dem Gurren lauschten, nah beim alten Teich,<br />
wo zarte Zungen tunkten Turteltauben,<br />
verwirrten sich zwei Schatten, Ranken gleich.</p>
<p>Was aber uns von Herz zu Herz geflossen,<br />
wie Knospe, die auf Knospe niedertaut,<br />
hat in ihr Dunkel Erde eingeschlossen<br />
und zwitschert noch am Himmel, wenn er blaut.</p>
<p>Und mußten scheiden wir am Pavillon,<br />
die Namen bleichte aus schon Morgenlicht,<br />
blieb mir im Schilf des Schlafes ein Kokon,<br />
was darin zagt und zittert, weiß ich nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Frühlingstag am Eifelmaar</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/fruehlingstag-eifelmaar/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2022 22:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Frühlingstag am Eifelmaar Liebesgedichte Gedichte über die Eifel lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wo Krokus rot und golden Ginster blüht, auf unsern süß umsummten Frühlingsgängen, wo blasse Wasser eilen zu den blauen – dort wollen wir uns in die Augen schauen, bis sich verschlungne Schatten zögernd längen und im Saphir des Maars der Mond erglüht. Du packst aus deinem Rucksack Brot und Wein, aus meinem ich den Divan [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/fruehlingstag-eifelmaar/">Frühlingstag am Eifelmaar</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wo Krokus rot und golden Ginster blüht,<br />
auf unsern süß umsummten Frühlingsgängen,<br />
wo blasse Wasser eilen zu den blauen –<br />
dort wollen wir uns in die Augen schauen,<br />
bis sich verschlungne Schatten zögernd längen<br />
und im Saphir des Maars der Mond erglüht.</p>
<p>Du packst aus deinem Rucksack Brot und Wein,<br />
aus meinem ich den Divan unsres Goethe,<br />
so kosten wir des Lichtes Wunderfrüchte –<br />
erhitzt vom Geist der flammenden Gesichte,<br />
kühlt uns der Vögel abendlich Geflöte,<br />
und ferne rauscht ins Meer hinab der Rhein.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Herbstabend am Rhein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/herbstabend-rhein/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2022 22:07:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Herbstabend am Rhein Gedichte über Koblenz Liebesgedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=28657</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wir haben Steine ja am Ufer, Brocken aus Basalt, von Moos begrünte, drauf in Ruhe noch zu sitzen und zu schauen, wie Strahlen überm Wasser sich in Gold verzücken, wie Schatten, unser beider Schatten, sanft zitternd ineinander übergehen. Dort an den schroffen Hängen, wo die Burg sich aus dem Felsen steigert, glänzt die Nässe, als [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/herbstabend-rhein/">Herbstabend am Rhein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben Steine ja am Ufer, Brocken<br />
aus Basalt, von Moos begrünte, drauf<br />
in Ruhe noch zu sitzen und zu schauen,<br />
wie Strahlen überm Wasser sich in Gold<br />
verzücken, wie Schatten, unser beider Schatten,<br />
sanft zitternd ineinander übergehen.<br />
Dort an den schroffen Hängen, wo die Burg<br />
sich aus dem Felsen steigert, glänzt die Nässe,<br />
als wär auf braunen Nacken sie getropft,<br />
und drüber hin ein Himmel, der noch zögernd<br />
des Abschieds veilchenblaue Fahne schwenkt,<br />
die unser Wappen schmückt, der blasse Mond.<br />
Ich kam von hier und du vom andern Ufer,<br />
du brachtest mir die Früchte, ich die Schale,<br />
in grünem Schoß den roten Herbst zu tragen.<br />
Und was gesummt du hast, das leise Lied,<br />
es war die Brücke, hin und wider schwingend,<br />
was drunter rauschte, kam von fernem Quell.<br />
Nun sitzen Fremde wir am Heimatstrome,<br />
und was zu sagen ist, tut schweigend kund<br />
mir deine Hand, die sich in meine schmiegt,<br />
dir meine Hand, die sich um deine wölbt.<br />
Und steigt aus Stromes Nacht uns das Geläute<br />
von Glocken, die bei Ahnengeistern schliefen,<br />
mischen wir entrückter Herzen Gong<br />
in jenen Ton, bis er im Schilf versiegt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ode auf das Maar</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ode-auf-das-maar/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2022 23:16:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ode auf das Maar philosophische Gedichte lyrische Gedichte auf die Eifel]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Schlaf des Sees verdampfte, ein blauer Rauch, das Uferschilf erzitterte ängstlich-froh, als wollte, was wir träumten, weiter- tragen die Welle zu Schilfrohrsängern. Doch stieg noch Klang aus anderen Tiefen auf, Geläut von Glocken silbern im grünen Maar, und Stimmen wie aus Triton-Muscheln quollen empor aus den Wasserkrypten. Wie schön sich stumm zu einen dem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ode-auf-das-maar/">Ode auf das Maar</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schlaf des Sees verdampfte, ein blauer Rauch,<br />
das Uferschilf erzitterte ängstlich-froh,<br />
als wollte, was wir träumten, weiter-<br />
tragen die Welle zu Schilfrohrsängern.</p>
<p>Doch stieg noch Klang aus anderen Tiefen auf,<br />
Geläut von Glocken silbern im grünen Maar,<br />
und Stimmen wie aus Triton-Muscheln<br />
quollen empor aus den Wasserkrypten.</p>
<p>Wie schön sich stumm zu einen dem Element,<br />
das singt, und seine glänzende Haut mit ein-<br />
getauchtem Antlitz weich zu finden,<br />
sprudelte auch aus dem Abgrund Geysir.</p>
<p>Uns hat im Gras getrocknet der späte Strahl,<br />
umgaukelt dich wie trunkenen Falters Lust<br />
schon Träumerei mit buntem Flügel,<br />
Schlummer sank nieder wie Tau, bis plötzlich</p>
<p>uns Zwitschern aus dem dämmernden Laub geweckt,<br />
es waren wohl verwandelt in eine Schar<br />
von Vogelgeistern hier Ertrunkne,<br />
Irrlichter lockten sie, Röhrichts Seufzen.</p>
<p>Wir aber kamen heim in ein kaltes Licht,<br />
worin die Mücke starrte, Erinnerung,<br />
und welch ein Hauch sie kann beseelen,<br />
wissen wir nicht. Ist es meiner, deiner?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Glänzender Asphalt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/glaenzender-asphalt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/glaenzender-asphalt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Feb 2022 23:16:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Glänzender Asphalt Gedichte über Koblenz-Metternich lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie schimmert dunkler Schiefer auf den Dächern, wenn Wolkenbäuche vor die Sonne drängen und es in dünnen Fäden regnet, regnet. Der taube Stoff, in dumpfer Glut ermattet, taut auf und öffnet hellem Seufzen Poren. So auch der Kiesel eines schlichten Worts, wie „Abend“, „Schwester“, „Hand“ und „Stirn“, von eines feuchten Windes Kuß behaucht, getunkt ins [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/glaenzender-asphalt/">Glänzender Asphalt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schimmert dunkler Schiefer auf den Dächern,<br />
wenn Wolkenbäuche vor die Sonne drängen<br />
und es in dünnen Fäden regnet, regnet.<br />
Der taube Stoff, in dumpfer Glut ermattet,<br />
taut auf und öffnet hellem Seufzen Poren.<br />
So auch der Kiesel eines schlichten Worts,<br />
wie „Abend“, „Schwester“, „Hand“ und „Stirn“,<br />
von eines feuchten Windes Kuß behaucht,<br />
getunkt ins Rieseln eines klaren Baches,<br />
scheint er die matte und profane Haut<br />
des monotonen In-der-Sonne-Brütens<br />
mit einem Perlmutt-Irisglanz zu tauschen,<br />
wird er zur Muschel eines Verses wie:<br />
„O Abend, kühle schwesterliche Hand,<br />
die sich auf deine heiße Stirn gelegt.“<br />
So trotten wir auf dem Asphalt des grauen,<br />
von jedem grünen Halm entwesten Lebens<br />
und hören kaum den Widerhall der Schritte,<br />
der eignen und der fremden, wie sie zögernd,<br />
wie manchmal herrisch ihr Geklapper Rhythmen<br />
und einer wunderlichen Fuge Kanon bildet.<br />
Doch fallen erste schwere Regentropfen,<br />
wir aber flüchten unter die Arkaden,<br />
besänftigt unser unruhkrankes Herz,<br />
den Zitterfalter im Kokon des Todes,<br />
der lange Blick auf den Asphalt, der glänzt<br />
und glitzert wie von transzendenten Ölen.<br />
Das Plätschern und das Seufzen weichen Wassers,<br />
sein Zischen unter müden Autoreifen,<br />
das Glucksen aus den Träufen der Balkone,<br />
all dies erweckt der frühen Kindheit Bild,<br />
als du an hoher Pforte Schwelle saßest<br />
mit einem Butterbrot auf jenem Schemel<br />
aus Buchenholz, dem mitten auf dem Sitze<br />
war eine Mulde wellengleich zum Griff<br />
gefräst für eine Kinderhand. Du schaust<br />
versonnen wie in einem wachen Traum<br />
die Tropfen auf das Kopfsteinpflaster klatschen,<br />
die mineralisch-zarte Färbung im Basalt<br />
der Fenstersimse, wo Begonien beben,<br />
und wie die Rinne unter deinen Füßen<br />
in Schäumen schwillt und trunknes Wirbeln<br />
um Blätter, Schoten, Pollen, Samenkapseln.<br />
Gar manches gab die Urzeit-Linde preis,<br />
die Ring für Ring um Gottes Odem wuchs,<br />
sie hob vorm Tor der Kirche Sankt Johannes<br />
die große Glorienkrone, spendete<br />
als dunkler Orgelton dem Hochgesang<br />
ihr Rauschen (sie ward dargebracht zum Opfer<br />
des schnöden Kults um blechern-tote Götzen).<br />
Noch siehst du sie im Glanze schauernd,<br />
blickt fern dich ihr geheimes Leben an.<br />
Dann einer Peitsche Knall, die hohe Fuhre<br />
der letzten Mahd biegt schwankend in den Hof.<br />
Der Hund von nebenan, mit schlappen Ohren<br />
sich an die Hauswand drückend, huscht vorbei<br />
und sträubt sein Fell, daß Perlen spritzen.<br />
Weißt du es noch, wie dir die Stulle schmeckte,<br />
hörst du es noch, wie bang die weichen Tropfen<br />
im Dämmerlaub der Müdigkeit zersprangen,<br />
fühlst du es noch, wie hold der Sommerabend<br />
den Duft von Malven in den Schlaf geweht?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Im Totenreich</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/im-totenreich/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2022 23:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Im Totenreich Gedichte über Koblenz-Metternich groteske Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=28055</guid>
		<description><![CDATA[<p>Das Dorf der Kindheit lag im Totenreich, ich ging die alten Gassen hin und wider, als wäre Gehen eines Schattens Wanken. Der Vorzeit-Linde volle Krone, einst ein Spender feiner Würze, warmen Rauschens, Geschwulst aus nassem Nebel, schmutzig-braun, der Sonne grünes Fruchtgemach verkommen. Und alles stumm, kein Widerhall von Schritten, als könnte eines Schattens Huschen hallen, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-totenreich/">Im Totenreich</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Dorf der Kindheit lag im Totenreich,<br />
ich ging die alten Gassen hin und wider,<br />
als wäre Gehen eines Schattens Wanken.<br />
Der Vorzeit-Linde volle Krone, einst<br />
ein Spender feiner Würze, warmen Rauschens,<br />
Geschwulst aus nassem Nebel, schmutzig-braun,<br />
der Sonne grünes Fruchtgemach verkommen.<br />
Und alles stumm, kein Widerhall von Schritten,<br />
als könnte eines Schattens Huschen hallen,<br />
kein Hahnenschrei, denn keine Frühe flammte,<br />
kein Brüllen einer Kuh, es schwoll kein Euter,<br />
kein Lamm, das blökte, und kein Hirt, der sang,<br />
kein Vogelruf, die Nester waren leer,<br />
und keine Glocke pries, es war kein Heil.<br />
Und keines Lebens Odem hat die Stille<br />
behaucht mit Seufzen, und kein Angesicht,<br />
dem sich die Lider aufgetan zum Gruß<br />
des süßen Lichts, es blüht hier trügerisch<br />
den Nächten nur die Asphodele Mond.<br />
Und war kein Fenster, wo ein Schimmern<br />
getreue Hand dem Honigschmelz entfacht,<br />
die Stiege dem Verlorenen zu weisen.<br />
An den basaltenen Wänden rannen Tränen,<br />
wie Onyx schwarz und purpurn wie Rubin.<br />
Am Haus der Ahnen war ein Brandmal düster<br />
das bunte Fresko von des Meisters Hand,<br />
und statt der Huld der Himmelskönigin,<br />
der einer Flora gleich der blaue Mantel<br />
geflattert über schlichten Bauernkörben<br />
voll Ähren, Trauben, Kirschen, gelben Birnen,<br />
hat dort ein Dämon schwarze Lederflügel<br />
mit Krallen einer Fledermaus gehüllt<br />
um einen Berg von Aas und bleichen Knochen.<br />
Ich bog den alten Weg ums Kirchenschiff,<br />
o Wrack an unbewohnten Eilands Ufer,<br />
und sah den Hund des Küsters, dem ich oft<br />
das krause Fell mit meinem Kamm geglättet,<br />
da lag er reglos auf der Schwelle, freudig<br />
kam ich ihm nah, ob er mich noch erkenne,<br />
doch hob er nicht den Kopf, hat nicht gewedelt,<br />
und als ich kindisch-blind nach ihm getastet,<br />
griff ich ins Leere und das Bild zerfiel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-totenreich/">Im Totenreich</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Apfelbaum im winterlichen Maifeld</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/apfelbaum-im-winterlichen-maifeld/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/apfelbaum-im-winterlichen-maifeld/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2022 23:19:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Apfelbaum im winterlichen Maifeld Gedichte über Koblenz und die Eifel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=28032</guid>
		<description><![CDATA[<p>Erinnert sich der Blick, schenkt uns das Bild Erkenntnis. Der Einsame des Winters reckt des Wachstums starren Sinn zum basaltenen Firmament, die Mumie erstickten Schreis. Der Apfelbaum ist alt und knöchern seine Finger, doch träumt im Wurzelstock noch dunkel Lebenssaft. Gestalt ward er des Schicksals, das mit der Sonne sang und zürnte mit dem Wind, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/apfelbaum-im-winterlichen-maifeld/">Apfelbaum im winterlichen Maifeld</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Erinnert sich der Blick,<br />
schenkt uns das Bild Erkenntnis.<br />
</em><br />
Der Einsame des Winters reckt<br />
des Wachstums starren Sinn<br />
zum basaltenen Firmament,<br />
die Mumie erstickten Schreis.</p>
<p>Der Apfelbaum ist alt<br />
und knöchern seine Finger,<br />
doch träumt im Wurzelstock<br />
noch dunkel Lebenssaft.</p>
<p>Gestalt ward er des Schicksals,<br />
das mit der Sonne sang<br />
und zürnte mit dem Wind,<br />
der seine Lust gekrümmt.</p>
<p>Doch denk der Anmut auch,<br />
da lauer Hauch die Blüten<br />
dir auf die Schultern blies,<br />
des Glückes warmen Schnee.</p>
<p>Er hat mit seinem Schatten<br />
des Sommers Mittagsstille<br />
um deine Angst gebreitet<br />
für einen heißen Schlaf.</p>
<p>Und sternenkalte Nacht<br />
gab herbstlich dir ein Glühen,<br />
von goldenem Laub umhüllt,<br />
die reife herbe Frucht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/apfelbaum-im-winterlichen-maifeld/">Apfelbaum im winterlichen Maifeld</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Abend am heimatlichen Strom</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/abend-heimatlichen-strom/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/abend-heimatlichen-strom/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Jan 2022 23:06:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Abend am heimatlichen Strom Gedichte über Koblenz und den Rhein lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=27943</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wir gingen spät noch auf dem Uferweg, und hörten wir im Schilf das dunkle Glucksen, in knorrigen Silberweiden Flügel müde flattern, gedachten wir versunkener Pfade, südlicher, wo unsre Schritte süßer knirschten ein und feurig Odem uns vom blauen Golf noch wehte abendlich. Doch bogen ab wir aus dem Dämmergrund, und faule Witterung verstrich im Dunst [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/abend-heimatlichen-strom/">Abend am heimatlichen Strom</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir gingen spät noch auf dem Uferweg,<br />
und hörten wir im Schilf das dunkle Glucksen,<br />
in knorrigen Silberweiden Flügel müde flattern,<br />
gedachten wir versunkener Pfade, südlicher,<br />
wo unsre Schritte süßer knirschten ein und feurig<br />
Odem uns vom blauen Golf noch wehte abendlich.</p>
<p>Doch bogen ab wir aus dem Dämmergrund,<br />
und faule Witterung verstrich im Dunst<br />
von herben Kräutern. Bald zackte sich das Rebenblatt,<br />
der trunkenen Schwermut Sonnenzeichen,<br />
vor einer blauen Höhe, die zart hinunterblaßte<br />
wie die Hortensie, wenn sie unter Schatten schläft.</p>
<p>Doch mieden wir den steilen Rebenpfad,<br />
der uns in Jugendtagen oft zum Kreuz geführt,<br />
an dessen Fuß bisweilen traulich Kerzen flammten,<br />
und auch wir hatten kleine dort entzündet.<br />
So kamen wir zur morschen Eichenbank<br />
und blickten zwischen Brombeerbüschen<br />
und Gestrüpp hinab auf jenes stille Bild,<br />
das uns im Herzen kindlich-wahr geblieben.</p>
<p>Der graue Kirchturm, der mit seinen Glocken<br />
uns den hohen Tag erbaut, der Schiefer,<br />
fremden Glanzes, wie es Blätter sind im Abendtau,<br />
der träge Strom, der Strom, der noch im Halbschlaf<br />
seine Wellen sacht das Röhricht zittern ließ,<br />
der Strom, der uns noch blaue Ankunft rauschte,<br />
war schon das trübe Menschenwort versiegt.</p>
<p>Du wiesest mir die Stelle, wo das Schicksal<br />
die unsichtbare Schneise in den Uferschlamm<br />
geschnitten habe. Oder war es eine Nymphe,<br />
die mit Veilchenblicken ihn, mit ihrer Lenden<br />
milchig-weißem Schaum den Dichter in das Dunkel<br />
lockte? Sie war die Tochter ja des Flusses,<br />
und war er nicht sein Sohn, floß nicht sein Vers<br />
wie seine Wellen sanft und hatte keine Bleibe,<br />
als nur für einen Augenblick den Schimmer uns<br />
zu spiegeln, des Himmels Blitz, den Kuß des Monds?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Traumpfad am Rhein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/traumpfad-am-rhein/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/traumpfad-am-rhein/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Oct 2021 19:18:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Traumpfad am Rhein Terzinen Gedichte über Koblenz und den Rhein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=27605</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie heimatlich ist hier die Luft, es scheinen die Wege alle in den Rhein zu münden, wo die verirrten Seelen sich vereinen. Wie sanft sich Himmels Schieferbrauen ründen, und immer sprühen helle Wolkenlitzen, die sich im Abendrot um Türme winden, auf denen weiße Turteltauben sitzen, im Schlafe gurrend, wenn die Glockenklänge mit Schwalbenrufen durch das [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/traumpfad-am-rhein/">Traumpfad am Rhein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie heimatlich ist hier die Luft, es scheinen<br />
die Wege alle in den Rhein zu münden,<br />
wo die verirrten Seelen sich vereinen.</p>
<p>Wie sanft sich Himmels Schieferbrauen ründen,<br />
und immer sprühen helle Wolkenlitzen,<br />
die sich im Abendrot um Türme winden,</p>
<p>auf denen weiße Turteltauben sitzen,<br />
im Schlafe gurrend, wenn die Glockenklänge<br />
mit Schwalbenrufen durch das Dunkel blitzen.</p>
<p>Ach, gehen wir noch einmal still die Gänge,<br />
wie Hand in Hand sich liebend Anvertraute.<br />
Vernimmst auch du der Dämmerung Gesänge,</p>
<p>als ob im schwarzen Ried schon Glitzern taute<br />
und Mondes schneebeflaumte Schwäne flössen<br />
durch weichen Wassers aufgeschluchzte Laute?</p>
<p>Auf daß wir einmal noch des Weins genössen,<br />
wie sänftigte der zarte Klang der Schalen,<br />
als ob uns Rosen um die Herzen sprössen.</p>
<p>O wie versanken, Rosen, eure Strahlen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kindheit in Alt-Metternich</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kindheit-alt-metternich/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2021 22:05:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit in Alt-Metternich Gedichte über Koblenz-Metternich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=27526</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wo uns gekitzelt Halm und Zittergras und Wicken rankten sich um kahle Stangen, erahnten wir durch Dämmers grünes Glas im Schauern alten Efeus unser Bangen. Wie weich ward uns am braunen Lehm der Schritt, in Körben trugen Birnen wir und Beeren, daß unterm Licht der Kerze sie verzehren, den Alten brachten wir die Nüsse mit. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kindheit-alt-metternich/">Kindheit in Alt-Metternich</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wo uns gekitzelt Halm und Zittergras<br />
und Wicken rankten sich um kahle Stangen,<br />
erahnten wir durch Dämmers grünes Glas<br />
im Schauern alten Efeus unser Bangen.</p>
<p>Wie weich ward uns am braunen Lehm der Schritt,<br />
in Körben trugen Birnen wir und Beeren,<br />
daß unterm Licht der Kerze sie verzehren,<br />
den Alten brachten wir die Nüsse mit.</p>
<p>Durch Reben stiegen wir, noch tropfte Glut<br />
von reifen Trauben, in abendblauer Helle<br />
zum schönen Gnadenbild der Waldkapelle,<br />
der Weihrauch dämpfte uns das wilde Blut.</p>
<p>Am Morgen sahen wir die weiße Welt,<br />
der Stille reines Tuch war ausgebreitet.<br />
Geläute hat zur Krippe nachts geleitet,<br />
der Hirten Lied das Bangen uns erhellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Verwaiste Kapelle am Rhein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/verwaiste-kapelle-am-rhein/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2021 17:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaiste Kapelle am Rhein Gedichte über den Rhein lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die lieblich winkte eurem Maiengang, wie eine Muschel weiß auf grüner Schwelle, sie ist ergraut, verwaist, die Waldkapelle, verweht der träumerische Glockenklang. Der ihr die Veilchen, Lilien habt gebracht, Madonna mit dem Kind auf holden Armen, so strahlt ihr Lächeln keinem mehr Erbarmen, so wurde heller Mittag Mitternacht. Geweihter Rauch, der euren trunknen Psalm ins [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/verwaiste-kapelle-am-rhein/">Verwaiste Kapelle am Rhein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die lieblich winkte eurem Maiengang,<br />
wie eine Muschel weiß auf grüner Schwelle,<br />
sie ist ergraut, verwaist, die Waldkapelle,<br />
verweht der träumerische Glockenklang.</p>
<p>Der ihr die Veilchen, Lilien habt gebracht,<br />
Madonna mit dem Kind auf holden Armen,<br />
so strahlt ihr Lächeln keinem mehr Erbarmen,<br />
so wurde heller Mittag Mitternacht.</p>
<p>Geweihter Rauch, der euren trunknen Psalm<br />
ins blaue Überwirkliche getragen,<br />
geweihter Wein, zu stillen fromme Klagen,<br />
sind worden fade Neige, stummer Qualm.</p>
<p>Vor der Ruine brütet träg ein Sumpf,<br />
der Quelle Blumenmund hat ausgesungen,<br />
der kühle Trunk der heißen Wanderungen,<br />
das Lied zerrann in Schluchzen, wild und dumpf.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Heimgekehrt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-scheue-glueck-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2021 22:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heimgekehrt Gedichte über Koblenz und den Rhein lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wir gehen still am Ufer lang, aus Laubgewölben, übersponnen von Fäden ferner Sonnen, tropft noch ein Geistersang. Schon dampft es hoch im Tal, schon hören wir die Glocken zum Willkomm uns frohlocken, der Schiefer rötet sich am Strahl. Als wären wir noch heimgekehrt, als könnt in den Keramikkrügen der Oleander nicht betrügen, hat trautes Bildnis [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-scheue-glueck-2/">Heimgekehrt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir gehen still am Ufer lang,<br />
aus Laubgewölben, übersponnen<br />
von Fäden ferner Sonnen,<br />
tropft noch ein Geistersang.</p>
<p>Schon dampft es hoch im Tal,<br />
schon hören wir die Glocken<br />
zum Willkomm uns frohlocken,<br />
der Schiefer rötet sich am Strahl.</p>
<p>Als wären wir noch heimgekehrt,<br />
als könnt in den Keramikkrügen<br />
der Oleander nicht betrügen,<br />
hat trautes Bildnis uns betört.</p>
<p>Als wollten auf die Grabesstatt<br />
wir stille Veilchen legen,<br />
als brächte es uns Segen,<br />
betauten wir das Efeublatt.</p>
<p>Doch weichen, gehen wir zurück,<br />
auch wenn von jenen Bruchsteinmauern<br />
die blauen Wicken nach uns schauern,<br />
wir bangen um das scheue Glück.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kindheitsbilder, fast verblichen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kindheitsbilder-fast-verblichen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kindheitsbilder-fast-verblichen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Apr 2021 22:47:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheitsbilder fast verblichen lyrische Gedichte über Koblenz und Metternich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Zigan, du mit der alten Laute, du schürtest Feuer in der Kehle, damit es keinem Sange fehle an Funken, wenn der Abend graute. Du bist um unser Haus gestrichen, und taubengleich sind helle Hände geflattert, brachten dir die Spende. Ihr Kindheitsbilder, fast verblichen. Die Greisin, die auf ihrem Schoße das Lieblingshuhn so sanft gehalten, wie [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kindheitsbilder-fast-verblichen/">Kindheitsbilder, fast verblichen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zigan, du mit der alten Laute,<br />
du schürtest Feuer in der Kehle,<br />
damit es keinem Sange fehle<br />
an Funken, wenn der Abend graute.</p>
<p>Du bist um unser Haus gestrichen,<br />
und taubengleich sind helle Hände<br />
geflattert, brachten dir die Spende.<br />
Ihr Kindheitsbilder, fast verblichen.</p>
<p>Die Greisin, die auf ihrem Schoße<br />
das Lieblingshuhn so sanft gehalten,<br />
wie ferngerückt sind die Gestalten,<br />
sie trieben hin auf Charons Floße.</p>
<p>Die Narbe, die ich tasten konnte,<br />
Großvaters Siegel aus den Schlachten,<br />
sie dunkelt wie des Lichtes Frachten,<br />
Obst, Beeren, Knospen, hold besonnte.</p>
<p>Ach, machte blind mich Schluchzen, Weinen,<br />
daß meine Gräber überzogen<br />
von Moos und grauen Efeus Wogen,<br />
die Namen blassen auf den Steinen.</p>
<p>Die Osternacht, als Herzen glühten<br />
und wir das Lumen Christi priesen,<br />
brach Krokus aus den Dämmerwiesen,<br />
auf dunklen Rhein gestreute Blüten.</p>
<p>Wir wollen unsre Augen schließen<br />
und lauschen, ob die müden Venen<br />
die alten Hymnen uns noch dehnen<br />
und sanfte Rhythmen herzwärts fließen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Verfallener Wingert am Rhein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/verfallener-wingert-rhein/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2021 17:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verfallener Wingert am Rhein Gedichte über Koblenz lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie scheint die alte Landschaft trist, ergraut sind Efeus Überschwänge, und keiner, der dich dort vermißt, verwildert sind die Laubengänge. Galt nicht ein Lächeln dir, ein Blick, ein sanftes Wort, das zwischen Reben wie Traubenglanz den Weg zurück dir wies ins knospenoffne Leben? Die Regung liegt, die Lust erstarrt wie ausgedörrte Echsenhäute, und unterm Brodem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/verfallener-wingert-rhein/">Verfallener Wingert am Rhein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie scheint die alte Landschaft trist,<br />
ergraut sind Efeus Überschwänge,<br />
und keiner, der dich dort vermißt,<br />
verwildert sind die Laubengänge.</p>
<p>Galt nicht ein Lächeln dir, ein Blick,<br />
ein sanftes Wort, das zwischen Reben<br />
wie Traubenglanz den Weg zurück<br />
dir wies ins knospenoffne Leben?</p>
<p>Die Regung liegt, die Lust erstarrt<br />
wie ausgedörrte Echsenhäute,<br />
und unterm Brodem fault verscharrt<br />
das Bildnis, das dein Auge freute.</p>
<p>Und steigst du keuchend hügelan,<br />
im Dornicht zwischen Krüppeleichen<br />
faßt dich ein jäher Schauer an,<br />
siehst du des Wildes Knochen bleichen.</p>
<p>Versinke nur im dürren Gras,<br />
das mit dem Winde Dunkles spricht,<br />
und seine Blüte aus Topas<br />
leg dir der Mond aufs Angesicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Abend am Totenmaar</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/abend-totenmaar/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2021 18:21:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Abend am Totenmaar Gedichte über Koblenz und Eifel lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nebel-Stimmen überm Maar, fahle Lichter toter Seelen, ruheloser Geister Schar flattert in den Dämmer-Höhlen. Seufzen, das am Ufer quillt, Atem aus den Brodem-Becken, Perlentropfen, giftgefüllt, die den Flaum der Schwäne flecken. Und du hier, mein Sonnenkind, sind die Brüder denn ertrunken, weißt du nicht, wie Rosen sind, Schwestern, die mit Kronen prunken? Flockt auf Pfade [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/abend-totenmaar/">Abend am Totenmaar</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nebel-Stimmen überm Maar,<br />
fahle Lichter toter Seelen,<br />
ruheloser Geister Schar<br />
flattert in den Dämmer-Höhlen.</p>
<p>Seufzen, das am Ufer quillt,<br />
Atem aus den Brodem-Becken,<br />
Perlentropfen, giftgefüllt,<br />
die den Flaum der Schwäne flecken.</p>
<p>Und du hier, mein Sonnenkind,<br />
sind die Brüder denn ertrunken,<br />
weißt du nicht, wie Rosen sind,<br />
Schwestern, die mit Kronen prunken?</p>
<p>Flockt auf Pfade Blütenschnee<br />
an den Wassern sanfter Sänge,<br />
schmilzt auch dir das dunkle Weh<br />
unterm Glanz der Traubenhänge.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/abend-totenmaar/">Abend am Totenmaar</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sommerabend in Alt-Metternich</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/sommerabend-alt-metternich/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/sommerabend-alt-metternich/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2021 14:54:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sommerabend in Alt-Metternich Gedichte über Koblenz und Metternich lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=26009</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Johann, Katharina und Hildegard Hilten Der Alte hockte auf des Hauses Schwelle, die Luft des Abends brachte Wohlgeruch, er stopfte seine Pfeife und sie qualmte, ihr weißes Wölkchen kringelte ins Blau, wo zwischen Mücken frohe Schnäbel sirrten. Die Arbeit war getan, das Feld bestellt, die Kühe scharrten manchmal wie im Schlafe, und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sommerabend-alt-metternich/">Sommerabend in Alt-Metternich</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Johann, Katharina und Hildegard Hilten</em></p>
<p>Der Alte hockte auf des Hauses Schwelle,<br />
die Luft des Abends brachte Wohlgeruch,<br />
er stopfte seine Pfeife und sie qualmte,<br />
ihr weißes Wölkchen kringelte ins Blau,<br />
wo zwischen Mücken frohe Schnäbel sirrten.<br />
Die Arbeit war getan, das Feld bestellt,<br />
die Kühe scharrten manchmal wie im Schlafe,<br />
und manchmal wieherte der dürre Gaul.<br />
Wie hellte ihm das Angesicht ein Lächeln,<br />
wenn Mutter mit dem bastgeflochtnen Korb<br />
nach Hause kam, im Korbe unten Äpfel<br />
und Pflaumen, doch Fliederbüschel rot und weiß<br />
darüber, sie brachten Duft des Sonnentages<br />
uns in der kühlen Stube Dämmerung.<br />
Und hatten wir heißen Kinder uns ereifert<br />
beim Spiel, den flachen, glatten Kieselstein<br />
mit Teufelswürfen hüpfen und tänzeln zu lassen,<br />
es spritzte grüner Mosel Wellenglanz,<br />
erscholl sie fern, die Glocke edlen Namens,<br />
der hohe Ruf zum Angelusgebet.<br />
Da brach der Alte auf, mit seinem schwarzen,<br />
zerbeulten Hut und seinem steifen Rock,<br />
nahm selbst den Rotschopf mit, der wohl verlegen<br />
die Blicke senkte, doch dann kehlig sang.<br />
Da ging die Mutter hin mit ihrem schönen<br />
geblümten Kleid und einem alten Buch<br />
mit Goldschnitt. Aber innig tönte der Hymnus<br />
auf das erwählte Leben, wenn Abendrot<br />
die bunten Fenster mit heiterm Geist voll Andacht<br />
verklärt hat. Doch in der Küche hörst du Klappern,<br />
die fette Suppe brodelt auf dem Herd,<br />
Großmutter tränt das Aug vom Zwiebelschneiden,<br />
der Enkel wischt den dunklen Eichentisch<br />
und stellt die Teller auf und eine Vase<br />
mit jenem Flieder aus dem eignen Hort.<br />
Dort dämmern schon die Büsche süßer Beeren,<br />
und auf dem Ast des morschen Kirschenbaums<br />
blitzt einer Eule geisterhaftes Auge.<br />
Im Zimmer spricht mit Schatten Kerzenschein,<br />
sie sitzen beieinander, zärtlich flüsternd,<br />
sie warten auf des Pflasters Widerhall.</p>
<p>Das Gold des Abends tropfte von den Wangen,<br />
im dunklen Spiegel zitterte ein Traum.<br />
War alles still, nur manchmal Wassers Lallen,<br />
der Biene Summen, die im Vorhang hing.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Herbst am Rhein</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2021 17:52:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst am Rhein Liebesgedichte Gedichte über Koblenz und den Rhein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dem Laub war alles Grün verbrannt, nur goldene Asche spielte Leben, wir gingen, Schweigen war das Band, durchs Rascheln abgepflückter Reben. Hat sich ein glimmernder Graphit gelöst und sprang uns von den Sohlen, riß er noch andre Steine mit, wie Körner, die sich Schnäbel holen. Und manchmal beugte unsern Blick, wie Vögel, die aus Nestern [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/herbst-rhein/">Herbst am Rhein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dem Laub war alles Grün verbrannt,<br />
nur goldene Asche spielte Leben,<br />
wir gingen, Schweigen war das Band,<br />
durchs Rascheln abgepflückter Reben.</p>
<p>Hat sich ein glimmernder Graphit<br />
gelöst und sprang uns von den Sohlen,<br />
riß er noch andre Steine mit,<br />
wie Körner, die sich Schnäbel holen.</p>
<p>Und manchmal beugte unsern Blick,<br />
wie Vögel, die aus Nestern gleiten,<br />
die Wendung in das Tal zurück,<br />
wo überm Strom sich Nebel breiten.</p>
<p>War Sehnsucht auch kein Schimmern mehr<br />
vergönnt vom Prangen reifer Trauben,<br />
zog doch auf Himmels grünem Meer<br />
das weiße Segel auf, der Glauben.</p>
<p>Dein Lächeln fiel, dem Wind gesellt,<br />
nicht wie ein Blatt ins Grenzenlose,<br />
es hat ein dunkles Herz erhellt,<br />
auf schwarzem Wasser eine Rose.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wellen ihr im alten Rhein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/wellen-ihr-im-alten-rhein/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2020 22:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wellen ihr im alten Rhein Liebesgedichte Gedichte über Koblenz und den Rhein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wollet wieder schimmernd blauen unter Reben, bei den Auen, Wellen ihr im alten Rhein. War die Aussicht auch verhangen, Liebe kam und ist gegangen, du nur dämmerst, Moos am Stein. Dünste wollet wieder schweben, unterm Moder pocht ein Leben und es gurgelt schon wie Most. Winter hat nicht ganz zerrieben Zeichen, auf das Tor geschrieben, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wellen-ihr-im-alten-rhein/">Wellen ihr im alten Rhein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wollet wieder schimmernd blauen<br />
unter Reben, bei den Auen,<br />
Wellen ihr im alten Rhein.</p>
<p>War die Aussicht auch verhangen,<br />
Liebe kam und ist gegangen,<br />
du nur dämmerst, Moos am Stein.</p>
<p>Dünste wollet wieder schweben,<br />
unterm Moder pocht ein Leben<br />
und es gurgelt schon wie Most.</p>
<p>Winter hat nicht ganz zerrieben<br />
Zeichen, auf das Tor geschrieben,<br />
das geknarrt im bösen Frost.</p>
<p>Lüfte, wollet bergan steigen,<br />
schütteln von des Dämmers Zweigen<br />
Mondes Tränen, Schmerzenstau.</p>
<p>Glut, sie ist nicht ganz verglommen,<br />
Liebe ist zurückgekommen,<br />
ist ihr Haar auch worden grau.</p>
<p>Falter, die ins Dunkel sinken,<br />
wollen wir einander trinken<br />
leisen Wortes süßen Sinn.</p>
<p>Glänzt im Strome Tages Wende,<br />
halten wir uns stumm die Hände,<br />
Traum war es von Anbeginn.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Letzter Glanz</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/letzter-glanz/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2020 12:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Letzter Glanz Liebesgedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wir sahen zwischen Rebengittern, der steile Pfad wand sich hinan, im Tal schon frühe Lichter zittern, da droben noch der Purpur rann. Uns öffnete die Bergkapelle der weißen Knospen süßes Leid, und blauen Mantels Gnadenwelle schlang sich um unsre Einsamkeit. Die Kerzen, die wir angezündet, ernährt der Liebe Wabengold, das Leben, das ins Dunkel mündet, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/letzter-glanz/">Letzter Glanz</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sahen zwischen Rebengittern,<br />
der steile Pfad wand sich hinan,<br />
im Tal schon frühe Lichter zittern,<br />
da droben noch der Purpur rann.</p>
<p>Uns öffnete die Bergkapelle<br />
der weißen Knospen süßes Leid,<br />
und blauen Mantels Gnadenwelle<br />
schlang sich um unsre Einsamkeit.</p>
<p>Die Kerzen, die wir angezündet,<br />
ernährt der Liebe Wabengold,<br />
das Leben, das ins Dunkel mündet,<br />
war doch der reinen Flamme hold.</p>
<p>Wir lagen Hand in Hand auf Moosen,<br />
die Nacht wand uns den Efeukranz,<br />
versunken lag das Tal der Rosen,<br />
die Träne schenkte letzten Glanz.</p>
<p>&nbsp;</p>
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