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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; groteske Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>„Der Liebende“</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2014 19:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Slippers lässig abgestreift, reckt er den Pansen, lümmelnd auf dem Sofa. Abwesend streicht er seinen Blädes mit aufgedunsener Hand und gähnt. Dann gewährt er Audienz und setzt dich über sein Befinden minutiös in Kenntnis mit einem Monolog, von Seufzern unterbrochen und Schmatze-Schlucken aus der Pulle. Mit dem Lamento, zugespitzt zu giftigen Pfeilen wider seine [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-liebende/">„Der Liebende“</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Slippers lässig abgestreift, reckt<br />
er den Pansen, lümmelnd auf dem Sofa.<br />
Abwesend streicht er seinen Blädes<br />
mit aufgedunsener Hand und gähnt.</p>
<p>Dann gewährt er Audienz und setzt dich<br />
über sein Befinden minutiös in Kenntnis<br />
mit einem Monolog, von Seufzern unterbrochen<br />
und Schmatze-Schlucken aus der Pulle.</p>
<p>Mit dem Lamento, zugespitzt zu giftigen<br />
Pfeilen wider seine bösen Artgenossen<br />
im Büro, trifft er fort und fort den Schrumpel-Kürbis<br />
deines Selbstgefühls, auf dass er platze.</p>
<p>Du hast ihm alles schön gemacht<br />
mit Kuchen, Düften, Perlenohrgehängen.<br />
„Zwei Sträuße Tulpen gibtʼs bei Penny<br />
für nur 4 Euro.“ „So billig soll ich dich beschenken?“</p>
<p>Du hoffst auf Zärtlichkeiten, seine Hand- und<br />
Zungenfertigkeit, die heiße Botschaft<br />
kurz gestoßnen Atems – er zieht ein Blatt hervor,<br />
ach je, er dünkt sich einen feinen Dichter,</p>
<p>du musst das schlecht Geleimt-Gereimte<br />
mit Engelston ihm lange wiedertönen,<br />
bis ein schnödes Schnarchen dir bezeugt<br />
das Ende dieser blauen Stunde – Gott sei Dank!</p>
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		<title>„Das Opfer“</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-opfer/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-opfer/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2014 19:37:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Erst litt er an des Vaters übergroßem Schatten so sehr, dass er keinen eigenen mehr warf. Dann litt er an der Schattenlosigkeit der Mutter so sehr, dass er seinen eignen Schatten wegwarf. Erst litt er an der Geschwätzigkeit seiner Frau so sehr, dass er ins Verstummen sich verbockte. Dann litt er an des Sohnes stummer [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-opfer/">„Das Opfer“</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Erst litt er an des Vaters übergroßem Schatten<br />
so sehr, dass er keinen eigenen mehr warf.<br />
Dann litt er an der Schattenlosigkeit der Mutter<br />
so sehr, dass er seinen eignen Schatten wegwarf.</p>
<p>Erst litt er an der Geschwätzigkeit seiner Frau<br />
so sehr, dass er ins Verstummen sich verbockte.<br />
Dann litt er an des Sohnes stummer Blödigkeit<br />
so sehr, dass er in Selbstgesprächen sich verlor.</p>
<p>Erst litt er an der Lehrer überlegener Strenge<br />
so sehr, dass er seine Wahrheit in die Hose machte.<br />
Dann litt er an der Frechheit seiner Schüler<br />
so sehr, dass er nur Zeitungslügen auf das Smart-Board schrieb.</p>
<p>Erst litt er an der trocknen Kälte seiner Frau<br />
so sehr, dass er in Alkohol die Seele sich ertränkte.<br />
Dann litt er an der Dauer-Hitze der Geliebten<br />
so sehr, dass er durch Viagra am Infarkt erstickte.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-opfer/">„Das Opfer“</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>„Der Verfemte“</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-verfemte/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-verfemte/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2014 11:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Er stiert mit frechem Gauner-Grinsen in den Fokus. Die Locke loht um seine aufgeschrammte Birne – er schielt, als trüge er ein Stigma auf der Stirne, indes sein Name prangt in jedem Schwulenlokus. Er redet schroff und schlürft den Hochmut aus der Gosse. Er ist auf jeder Party der große Einsamkeitsrebell und zieht gleich jedem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-verfemte/">„Der Verfemte“</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Er stiert mit frechem Gauner-Grinsen in den Fokus.<br />
Die Locke loht um seine aufgeschrammte Birne –<br />
er schielt, als trüge er ein Stigma auf der Stirne,<br />
indes sein Name prangt in jedem Schwulenlokus.</p>
<p>Er redet schroff und schlürft den Hochmut aus der Gosse.<br />
Er ist auf jeder Party der große Einsamkeitsrebell<br />
und zieht gleich jedem übern Kopf das Fell,<br />
der ihm die Hände reicht als Schmerz-Genosse.</p>
<p>Er spuckt auf allen Biedersinn, auf jeden Anstand.<br />
Er scheucht mit seinem Schwengel ein Nönnchen aus dem Feld<br />
und spendet alten Hürchen Piccolöchen von dem Geld,<br />
das er im Strumpfe unterm Kissen seiner Oma fand.</p>
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		<title>Denn Ärgernis muss ja kommen II</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/denn-aergernis-muss-ja-kommen-ii/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/denn-aergernis-muss-ja-kommen-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2014 20:08:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Oder: Warum eine Kopfnuss manchmal besser schmeckt als ein Zungenkuss Das juckt im Busen, in den Fingern, auf der Zunge, das kitzelt den Gaumen, macht das Herz ein bisschen hüstelnd stolpern – die Lust zu sticheln und die fein in die Achillesferse applizierte Stichelei. Du weißt, die Kosten sind immens, der Preis ist hoch – [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/denn-aergernis-muss-ja-kommen-ii/">Denn Ärgernis muss ja kommen II</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Oder: Warum eine Kopfnuss manchmal besser schmeckt als ein Zungenkuss<br />
</i><br />
Das juckt im Busen, in den Fingern,<br />
auf der Zunge,<br />
das kitzelt den Gaumen,<br />
macht das Herz ein bisschen hüstelnd stolpern –</p>
<p>die Lust zu sticheln<br />
und die fein in die Achillesferse<br />
applizierte Stichelei.</p>
<p>Du weißt, die Kosten sind immens,<br />
der Preis ist hoch –<br />
wenn mit dem feinen Stich<br />
ein altes Gift wird aufgerührt,<br />
angeregt und in des übel Anbetroffnen<br />
müden Kreislauf rückgeführt:</p>
<p>zum Schäumen und Albträumen,<br />
zum Letzen und Verletzen.</p>
<p>Doch stärker als jedes Bedenken,<br />
am rutschigen Uferrand des Styx<br />
wegzugleiten und die Haltung zu verlieren,<br />
ist der Wollustkitzel<br />
zu düpieren,<br />
zu genieren,<br />
sich als stolze Schöne zu gerieren.</p>
<p>So schlägst du ihm ein Schnippchen<br />
mit aufgeworfnem Donna-Lippchen.</p>
<p>Und ist das zart gewebte Fädchen dann zerrissen,<br />
fragt sich das Unschuldsmädchen:<br />
Wie konnte ich das wissen?</p>
<p>Der kurze Stummel böser Lust fühlt heißer<br />
als der tiefen Liebe wärmend langer Blick.</p>
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		<title>Das Dickicht wächst</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-dickicht-waechst/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-dickicht-waechst/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2014 12:35:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Stunde um Stunde, Tag für Tag vermehrt sich die Meute, verdichtet sich der Schwarm, verstrickst du dich immer tiefer in das Dickicht fremder Stimmen. Kläffer, Beller, Geller, die sich schreckend wecken, aufeinanderprallen, dumpf verhallen, die raschelnd prasseln, sich beschämend lähmen, und sich fad verquasseln. Schnalzer, Flöter, Balzer, die lüstern sich umflüstern, sich leckend necken, die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-dickicht-waechst/">Das Dickicht wächst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Stunde um Stunde, Tag für Tag<br />
vermehrt sich die Meute,<br />
verdichtet sich der Schwarm,<br />
verstrickst du dich immer tiefer<br />
in das Dickicht fremder Stimmen.</p>
<p>Kläffer, Beller, Geller,<br />
die sich schreckend wecken,<br />
aufeinanderprallen,<br />
dumpf verhallen,<br />
die raschelnd prasseln,<br />
sich beschämend lähmen,<br />
und sich fad verquasseln.</p>
<p>Schnalzer, Flöter, Balzer,<br />
die lüstern sich umflüstern,<br />
sich leckend necken,<br />
die sich wirren, sich umsirren,<br />
sich umwindend wiederfinden,<br />
sich um Summselust abschinden<br />
und in Schwärmerei entschwinden.</p>
<p>Du kannst die Stimmen nicht<br />
wie eine klaffende Meute<br />
in den Zwinger sperren.</p>
<p>Du kannst die Stimmen nicht<br />
wie einen panischen Schwarm von Bienen<br />
im stillen Korb verschließen.</p>
<p>Du kannst nicht ohne tödlich dich zu ritzen<br />
durch das Dornen-Dickicht ziehen –</p>
<p>du kannst nicht in ein Jenseits fliehen,<br />
in das stille Land der sanften Liebe.</p>
<p>Du kannst nicht wie ein Kind,<br />
betroffen von der Botschaft ersten Todes,<br />
in den Keller steigen,<br />
dich auf den stumpfen Holzblock hocken,<br />
auf dem Großvater das Holz spaltete<br />
und den Hühnern den Kopf abhackte.</p>
<p>Ja, verstopf dir nur die Ohren:<br />
Hörst du, wie es gluckst in dir?</p>
<p>Ein Blutquell, eine Tier- und Volksmusik,<br />
auf- und niedersteigend<br />
zwischen Bellen und Küssen,<br />
Schmatzen und Quatschen,<br />
Seufzern und Schüssen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-dickicht-waechst/">Das Dickicht wächst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>i-Pünktchen geht zur Schule</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/puenktchen-geht-zur-schule/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/puenktchen-geht-zur-schule/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 08:27:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mir schwante jüngst, ich wär das Schwebepünktchen, ich wär der i-Punkt auf dem i. Wie ich so eifrig schwebt und schwebte, da wurdʼs mir ungemütlich-zugig, wie einer fröstelnden Monade. Da hat mich altes Sehnen überpunktet, und ein graues Pünktchen wurde rot. Als wollte sich das Ichlein-Köpfchen, dumpf-müd des Einerlei-Seins wegen, sterbe-selig wie ein Samentröpfchen auf [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/puenktchen-geht-zur-schule/">i-Pünktchen geht zur Schule</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mir schwante jüngst,<br />
ich wär das Schwebepünktchen,<br />
ich wär der i-Punkt auf dem i.</p>
<p>Wie ich so eifrig schwebt und schwebte,<br />
da wurdʼs mir ungemütlich-zugig,<br />
wie einer fröstelnden Monade.</p>
<p>Da hat mich altes Sehnen überpunktet,<br />
und ein graues Pünktchen wurde rot.</p>
<p>Als wollte sich das Ichlein-Köpfchen,<br />
dumpf-müd des Einerlei-Seins wegen,<br />
sterbe-selig wie ein Samentröpfchen<br />
auf den Kuppen-Knoten legen …</p>
<p>Des leeren Schwebe-Lebens<br />
über heimwärts immer winkendem Finger<br />
überdrüssig, gedachte ernstiglich ich –</p>
<p>falschem Bewusstsein zu entwichen,<br />
in Seligkeit mich zu entichen:</p>
<p>Da sank ich ruchlos-jubelnd nieder,<br />
und mich entpunktend ward ich eins<br />
mit einem Stummel ausdruckslosen Seins.</p>
<p>Wie wirrte wüst ein Wörterbabel,<br />
denn ohne i war immer nimmer,<br />
die Seine floss nicht – floss nicht durch Paris,<br />
kein Wiener Walzer wiegte sich durch Wien<br />
und Ick um Icke lautlos war Berlin.</p>
<p>Am allerärgsten traf es mich,<br />
denn von mir blieb nur noch ein -ch.</p>
<p>Da schrieb der Oberlehrer an die Tafel weisen Spruch –<br />
wie hat die Kreide dialektisch-spitz gequietscht:</p>
<p>„Willst du Licht und Liebe und ein Bier noch obendrauf,<br />
musst nehmen du Verzicht und Pflicht und Magenbitter in den Kauf.“</p>
<p>Ja, ja, ich schwebe wieder punktgenau und i-gerecht –<br />
musst schnöde Einungslust entbehren,<br />
um schöne Ausdruckskunst zu mehren.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kindermundgezisch</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kindermundgezisch/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kindermundgezisch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Feb 2014 19:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Berger Straße Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Berger Straße, Frankfurt am Main Zwei Mädelchen woben Phono-Fädelchen durch die Luft zum Aberwitz und Hintersinn. Zwei Herzelchen spuckten Semanto-Phono-Scherzelchen zum kinderleichten Lustgewinn. Hand im Händchen, Arm ums Ärmchen, zungenfrei und schnabelfrech, stakten, walkten, talkten sie durch die trocknen Füllsel-Hülsen abgeplatzter, weggeknackter Wort und Worte all der stinke-öden, hinke-blöden Wortverwalter, Sprachpassanten, Spracherhalter, Wortgouvernanten. „Sändwisch mit [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kindermundgezisch/">Kindermundgezisch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Berger Straße, Frankfurt am Main<br />
</i><b></b></p>
<p>Zwei Mädelchen woben<br />
Phono-Fädelchen durch die Luft<br />
zum Aberwitz und Hintersinn.</p>
<p>Zwei Herzelchen spuckten<br />
Semanto-Phono-Scherzelchen<br />
zum kinderleichten Lustgewinn.</p>
<p>Hand im Händchen, Arm ums Ärmchen,<br />
zungenfrei und schnabelfrech,<br />
stakten, walkten, talkten sie<br />
durch die trocknen Füllsel-Hülsen<br />
abgeplatzter, weggeknackter<br />
Wort und Worte<br />
all der stinke-öden, hinke-blöden<br />
Wortverwalter,<br />
Sprachpassanten,<br />
Spracherhalter,<br />
Wortgouvernanten.</p>
<p>„Sändwisch mit Thunfisch.“<br />
„Nein faltsch: Sändwitsch mit Thunfitsch.“<br />
„Das Sändwisch war nicht mehr frisch.“<br />
„Das Sändwitsch war fritsch.“<br />
„War futsch.“<br />
„War verrutscht.“<br />
„Der Mann mit dem Sändwitsch war ausgerutscht.“<br />
„Nein, faltsch: Der Mann mit dem Sändwisch war ausgeruscht.“<br />
„Das Sändwitsch war weggeflutscht.“<br />
„Der Imbiss war verfutscht.“<br />
Nein, faltsch: war verpfutscht.“<br />
„Der Mann hat den Thunfisch vom Sändwisch weggeluscht.“</p>
<p>„Komm wir laufen schnell: Heute gibt es Handkuss mit Musik.“<br />
„Nein faltsch: Heute gibt es Hundekäse mit Küssen.“<br />
„Nein ritschig ist: Hundeküsse mit Käse.“</p>
<p>Am schönsten improvisiert sich<br />
auf Lippen und unter Zungen mit allem,<br />
was da zischt und wischt,<br />
was motzelt und rotzelt,<br />
knatscht und matscht –<br />
bis sich alles Kindermundgezisch<br />
hinter einem Knister-Flüster-Fieder-Fächer<br />
müde-süß verhaspelt und verlispelt.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kindermundgezisch/">Kindermundgezisch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was du nicht alles mit mir anstellst</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/du-nicht-alles-mit-mir-anstellst/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/du-nicht-alles-mit-mir-anstellst/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Dec 2013 09:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Eiserner Steg Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3076</guid>
		<description><![CDATA[<p>Nachts hast du dich heimlich bei mir eingeloggt und meine Sprach-Einstellungen geändert – jetzt fall ich von den Stelzen steiler Metaphorik und schneide mir die Haut an wortwörtlichen Halmen. Du hast mir das Programm „Into the Dawn“ downgeloaded, mit dem ich quer durch alle Zeitzonen, von Hammerfest bis zum Kap, in das Morgenrot fliegen kann. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/du-nicht-alles-mit-mir-anstellst/">Was du nicht alles mit mir anstellst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachts hast du dich heimlich bei mir eingeloggt<br />
und meine Sprach-Einstellungen geändert –<br />
jetzt fall ich von den Stelzen steiler Metaphorik<br />
und schneide mir die Haut an wortwörtlichen Halmen.</p>
<p>Du hast mir das Programm „Into the Dawn“ downgeloaded,<br />
mit dem ich quer durch alle Zeitzonen,<br />
von Hammerfest bis zum Kap,<br />
in das Morgenrot fliegen kann.</p>
<p>Du fasst mich stracks am Mantelkragen<br />
und biegst mich ums Eck –<br />
dort plaudere ich an der Imbissbude mit Osterinsulanern,<br />
die sind über Glatze und Gesicht bunt gescheckt,<br />
in einem Gaunerdialekt,<br />
den ich noch nie gehört habe, ganz köstlich,<br />
bis einer der schweren Jungs ein Foto von dir<br />
aus dem Ärmel zieht: Da schwebst du<br />
überm Eisernen Steg im wehenden Nachthemd<br />
und spielst Blockflöte.</p>
<p>Mir schwant, du hast dich die letzte Nacht<br />
wieder mal in meine Wohnung eingeschlichen<br />
und alle Schubladen durchwühlt.<br />
Ich weiß ja, wie duʼs anstellst:<br />
Du verflüssigst deine Aura und schwappst<br />
flutsch! ein fluider Schatten, unter der Türschwelle durch!</p>
<p>Doch glaub mir, Herzchen, das Ställchen<br />
in meinem Gärtchen, woʼs Hundilein im Schlafe fiept,<br />
und wo ich die holde Kükenschar meiner Chen und Lein und Li<br />
ausbrüte und beglucke,<br />
das bleibt mir wohlverschlossen!</p>
<p>O ja, ich habʼs gesehn, dein Fuchsgesicht!<br />
Doch die gluckende Meute meiner Diminutive,<br />
meiner Flauschlinge, meiner Mariechen und Finchen,<br />
dürfen unbekümmert dort sich bauschen und flauschen,<br />
sich kräuseln und säuseln!</p>
<p>Verdammt! – reißt mich der Schreck vom Bett,<br />
da hör ich mitten in der Nacht ein panisches Gackern,<br />
und pardauz scheppert der blecherne Napf zu Boden –<br />
o weh, was für ein wildes Geflatter!</p>
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		<title>Fehl am Platz</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Dec 2013 14:40:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Auf dem Leinpfad mit dem gleißenden Sand lässt es sich gehen – aus dem schwarzen Busch hörst du Ebbe und Flut eines Seufzens – ein Tier, das in die Falle der Morgensonne geriet. Es lässt sich gut wandern und schauen, wie der afrikanische Fluss Orchideennester, Grasnarben oder die langen ohnmächtigen Arme der Weidenbäume mit sich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/fehl-platz/">Fehl am Platz</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
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<![endif]--></p>
<p class="MsoNormal">Auf dem Leinpfad mit dem gleißenden Sand<br />
lässt es sich gehen – aus dem schwarzen Busch<br />
hörst du Ebbe und Flut eines Seufzens –<br />
ein Tier, das in die Falle der Morgensonne geriet.</p>
<p>Es lässt sich gut wandern und schauen,<br />
wie der afrikanische Fluss Orchideennester,<br />
Grasnarben oder die langen ohnmächtigen Arme<br />
der Weidenbäume mit sich führt, mit sich reißt.</p>
<p>Und der Pfad wird steiniger, enger und enger –<br />
und bricht jäh ab. Du rutschst nach unten, klammerst dich<br />
mit knöchernen Fingern und gesplitterten Nägeln,<br />
die bald bluten, am Sandstein des schroffen Hangs.</p>
<p>Und der schäumende Strom leckt unter dir<br />
immer wieder an deinen nackten Füßen,<br />
und es ist wie eines Tieres fleischig-warme Zunge.<br />
Der Strom, du siehst es bei der plötzlichen Biegung,</p>
<p>schwillt an, und auf den gurgelnden Wellen fluten<br />
abgehackte Hände der schwarzen Diener dahin,<br />
schlieren die blonden<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>Mähnen skalpierter Matronen.<br />
Dort strudeln Bücher, hunderte, tausende,</p>
<p>zerrissen, zerstochen, verkotet, es sind deine Bücher,<br />
wie kommen die denn auf den Fluss in Afrika,<br />
fragst du dich noch, da siehst du im kreiselnden Tanz<br />
der Bücher den abgeschnittenen Kopf eines Gorillas.</p>
<p>Und du hörst es hohl singen aus seinem klaffenden Maul:<br />
„Ugara oka nammdi, Afrikas Kinder tanzen und singen<br />
unter den blitzenden Sternen, Schlangen verschlingen<br />
die Sterne, die Sonne zerschlitzt die Schlangen.“ <span style="mso-spacerun: yes;"> </span></p>
<p>Du ziehst dich voll Abscheu über den Rand des Hanges<br />
und gelangst in den weißen Park der Begierden,<br />
wo die nackten Schönen im rosigen Lichte<br />
die Haut ihres perfekt gerundeten Daseins baden.</p>
<p>Hier beherrscht den Geist die Drangsal der Düfte<br />
von Ingwer und Myrrhe und der Rose des Kaps,<br />
und die wie Dornen die Träume ritzen,<br />
die blauen Wimpern seufzender Frauen.</p>
<p>Du duckst dich beschämt ins hohe Steppengras,<br />
dich vor den Blicken der Hochmütigen zu bergen.<br />
Du wühlst nach den dunklen Sagen der Erde<br />
und kriechst über der Echsen giftigen Schleim.</p>
<p>Da ist das offene Tor, wie kannst du entkommen,<br />
im hohen Bogen schwebt die Gestalt einer alten Frau.<br />
Du zwängst dich durch Stacheldraht, der dich beißt.<br />
Hinter dir hörst du niederrieseln des Gelächters Fontäne.</p>
<p>Du bist fehl am Platz, zumal in Afrika, mein Lieber.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/fehl-platz/">Fehl am Platz</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das Großmaul wird kleinlaut am End</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Dec 2013 10:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>„Schau mal, ist das nicht die mit der großen Klappe?“ „Sieht nicht so aus, als würde die morgens Schampus und Austern schlabbern! Mensch, wie die vor Jahr und Tag hier rumlief, so ʼnen Klatschmohnmund, und der Lidstrich hat noch im Dunkeln geleuchtet.“ „Weißte noch damals, wie die auf der Party umknickte, so ganz plötzlich, aber [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-grossmaul-wird-kleinlaut-end/">Das Großmaul wird kleinlaut am End</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
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<p>„Schau mal, ist das nicht die mit der großen Klappe?“</p>
<p>„Sieht nicht so aus, als würde die morgens Schampus und Austern schlabbern!<br />
Mensch, wie die vor Jahr und Tag hier rumlief,<br />
so ʼnen Klatschmohnmund, und der Lidstrich<br />
hat noch im Dunkeln geleuchtet.“</p>
<p>„Weißte noch damals, wie die auf der Party umknickte,<br />
so ganz plötzlich, aber genau an der richtigen Stelle,<br />
zum goldrichtigen Zeitpunkt …“</p>
<p>„Dem richtigen Typen in die Arme …“</p>
<p>„Dem Verleger von zotigen Blättchen,<br />
hat dann bald den Löffel abgegeben …“</p>
<p>„Wer weiß, wie die nachgeholfen hat …<br />
Hat den Laden gleich übernommen und mir nichts, dir nichts<br />
die Bordelle der Hauptstadt Ost, eins nach dem anderen,<br />
kontrolliert, da ging ganz Pankow ein und aus,<br />
und die Stasi hatte Lauscher unter jedem Bett.“</p>
<p>„Traf sie mal nach dem Mauerfall zufällig wieder,<br />
hatte ein Kapotthütchen mit ʼnem Gazeschleier auf,<br />
das Gesicht glattgestrichen wie Gips,<br />
behauptete, sie hätte jetzt ein Engagemang beim Theater,<br />
hat da aber in Wirklichkeit nur ab und zu geputzt.“</p>
<p>„Und jetzt trägt die Zeitungen aus im Viertel.“</p>
<p>Das Großmaul wird kleinlaut am End.</p>
<p>Der große Zampano wird nicht von einem Faustschlag getroffen,<br />
sondern von einer Melodie<br />
und wälzt sich heulend am kahlen Strand.</p>
<p>Der große Ajax,<br />
dem die zottelige Brust schwoll<br />
wie der Buckel von Achills Schild,<br />
hat Schaum vorm Mund<br />
und führt einen Rachefeldzug gegen Schafe.</p>
<p>Ein gewisser Gröfaz<br />
findet nur als im Vakuum schwebender Schnurrbart,<br />
ohne Gesicht dahinter, Erwähnung<br />
in den chroniques bourlesques et scandaleuses.</p>
<p>Der andere Schnauzbart<br />
hat sich durch Aufrichtung eines gigantischen Hauses,<br />
im Stil eines megalomanischen Beton-Arsch-Klassizismus,<br />
Stein für Stein mit dem Mörtel Wahn verfugt,<br />
an den großen Versammlungsplätzen<br />
der Hauptstädte des Ostens verewigt. –<br />
Und sein Reich zerfiel.</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11.0pt; line-height: 115%; font-family: 'Calibri','sans-serif'; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: EN-US; mso-bidi-language: AR-SA;"> </span></p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-grossmaul-wird-kleinlaut-end/">Das Großmaul wird kleinlaut am End</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Mutprobe</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-mutprobe/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Dec 2013 18:08:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Als könntest du, leicht geworden, hellsichtig, mit dem feinsten Gefühl für die Schwingung des Daseins an den Zehenspitzen über die wippende, schwankende, summende Liane – ist sie aus Gummi, aus Harz, aus mystischem Zwirn? – wie ein Akrobat schreiten, in einem Hemd sich blähender Seide, immer mit dem einen Fuß vortastend schreiten, ja tänzeln – [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-mutprobe/">Die Mutprobe</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
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<p class="MsoNormal">Als könntest du, leicht geworden, hellsichtig,<br />
mit dem feinsten Gefühl für die Schwingung<br />
des Daseins an den Zehenspitzen<br />
über die wippende, schwankende, summende Liane –<br />
ist sie aus Gummi, aus Harz, aus mystischem Zwirn? –<br />
wie ein Akrobat schreiten,<br />
in einem Hemd sich blähender Seide,<br />
immer mit dem einen Fuß vortastend schreiten, ja tänzeln –<br />
und du magst vor Übermut in der Mitte<br />
des schwarzen Abgrunds unter dir<br />
lächelnd verweilen,<br />
über dem Abgrund, aus dem nichts heraufdringt<br />
als hin und wieder ein zungenheißes Schmatzen und Fletschen<br />
oder ein geradezu ironisches Zischen.</p>
<p>Du vermagst über dem Leeren zu stehen<br />
und einen freien Blick in die Höhe zu werfen,<br />
den Augen der Sterne zu,<br />
den stummen Claqueuren deiner Kunst,<br />
und keck deine Mütze schwenken …</p>
<p>Da reißt dich ein Windstoß hinweg,<br />
und du fühlst dich sinken und sinken –<br />
hörst du von unten das Zischen?<br />
Doch ein behendes Flattern der Arme<br />
hebt dich märchenleicht auf deine Höhe.</p>
<p>Dein Herz schlägt wild, dein Hirn schäumt:<br />
Du hältst die Balance, Schritt für Schritt<br />
gleitest du an das andere Ufer.</p>
<p>Wartet denn dort wer auf dich?</p>
<p>Wer hat wohl den Abgrund gestiftet,<br />
mit Angst und Wildheit gefüllt,<br />
wer das Band über die Leere gespannt,<br />
wer dich hinaufgesetzt in das Wagnis?</p>
<p>War es das Schicksal, war es Liebe?<br />
Die Liebe gewiss, nur sie verleiht solche Kühnheit.</p>
<p>Oder etwa der hintergründige Schalk eines Dichters,<br />
der es bei Lichte besah:</p>
<p>Das Band verläuft knapp überm Boden,<br />
und auf dem Erdreich huschen<br />
zwischen raschelnden Blättern<br />
die immerzu wispernden Mäuse.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-mutprobe/">Die Mutprobe</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Klarer Fall für Dr. Freud</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/klarer-fall-fuer-dr-freud/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Dec 2013 17:54:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Du hörst den Kollegen ferne quasseln und schaust auf das Maul eines Lamas, das gleich spucken wird … Du starrst auf den grünen Lidstrich und erwartest von der Bedienung, dir ein Märchen zu erzählen … Du spiegelst dich im Brillenglase deines Chefs, ein dicker Uhu zieht die Lider auf und starrt &#8230; Du kratzt jede [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/klarer-fall-fuer-dr-freud/">Klarer Fall für Dr. Freud</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
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<p class="MsoNormal">Du hörst den Kollegen ferne quasseln<br />
und schaust auf das Maul eines Lamas, das gleich spucken wird …</p>
<p>Du starrst auf den grünen Lidstrich<br />
und erwartest von der Bedienung, dir ein Märchen zu erzählen …</p>
<p>Du spiegelst dich im Brillenglase deines Chefs,<br />
ein dicker Uhu zieht die Lider auf und starrt &#8230;</p>
<p>Du kratzt jede Menge Kleingeld zusammen,<br />
doch das Mädchen schiebt es zurück und gibt dir lächelnd heraus …</p>
<p>Du liest in der Zeitung und verstehst nichts,<br />
Wörter wie „Brise“, „Triest“, „Düne“ kreisen vor dir, schwimmende Inseln…</p>
<p>Du träumst, du pirschst durch die nächtliche Steppe,<br />
dein Herzschlag wird von Grillengezirp übertönt …</p>
<p>Du greifst im Halbschlaf nach dem Kissen und flosselst,<br />
den Kopf darin versenkt, mit den Füßen weiter und weiter …</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/klarer-fall-fuer-dr-freud/">Klarer Fall für Dr. Freud</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Das blitzende Horn</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-blitzende-horn/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2013 08:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Als hättest du wie die zuckende Maus, die ein Gespenst durch die Speisekammer jagt, bis scheppernd ein Blechnapf vom Sims fällt, und husch in ihr Loch wetzt die Maus – als hättest du in der Speisekammer des Lebens hastig nur am alten, harten Käse genagt – immer rast das Herz: Es wartet auf den Zugriff [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-blitzende-horn/">Das blitzende Horn</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als hättest du wie die zuckende Maus,<br />
die ein Gespenst durch die Speisekammer jagt,<br />
bis scheppernd ein Blechnapf vom Sims fällt,<br />
und husch in ihr Loch wetzt die Maus –</p>
<p>als hättest du in der Speisekammer des Lebens<br />
hastig nur am alten, harten Käse genagt –<br />
immer rast das Herz: Es wartet auf den Zugriff<br />
des schnauzbärtigen Polizisten namens Katz.</p>
<p>Und war dein Durst so groß wie der Zungenlappen<br />
der Kuh, die stieren Augs am Salzstück schlabbert<br />
und leckt – das hat der alte Bauer ihr hingehängt,<br />
der fluchende Herr über Euter und Mist.</p>
<p>Mensch, leg ab knisternd-wisperndes Maustum,<br />
stutz das bänglich schlawinernde Schwänzchen –<br />
Mann, roll einwärts die Zunge, vom Drange<br />
des Euters erlöst dich ein blitzendes Horn.</p>
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		<title>Schwarze Poetik</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/schwarze-poetik/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Nov 2013 11:29:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Herr, der dir sein Wort gegeben, will es zurück als Wort hoch drei – von üblen Rüchen war sein Atem frei, drum soll es unverstunken ihm entgegenschweben. Sonst stopft dich in die quietschende Wurstmaschine der blonde Teufel mit der Engelsmiene. Oder du landest als Klobürste in dem Schmuddel-Puff, wo seine Oma thront in Fuchspelz [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schwarze-poetik/">Schwarze Poetik</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Herr, der dir sein Wort gegeben,<br />
will es zurück als Wort hoch drei –<br />
von üblen Rüchen war sein Atem frei,<br />
drum soll es unverstunken ihm entgegenschweben.</p>
<p>Sonst stopft dich in die quietschende Wurstmaschine<br />
der blonde Teufel mit der Engelsmiene.<br />
Oder du landest als Klobürste in dem Schmuddel-Puff,<br />
wo seine Oma thront in Fuchspelz und Kaninchenmuff.</p>
<p>Lass aus den Nebeln steigen Linien freiester Kontur,<br />
aus den grauen Träumen lächle Heiterkeit –<br />
das Mit-den-Wunden-Prahlen lass diskret beiseit,<br />
der Seele Schorf sei Dung auf deiner weiten Flur.</p>
<p>Sonst stopft dich in die quietschende Wurstmaschine<br />
der blonde Teufel mit der Engelsmiene.<br />
Oder du landest als Klobürste in dem Schmuddel-Puff,<br />
wo seine Oma thront in Fuchspelz und Kaninchenmuff.</p>
<p>Lass edle Düfte alter Namen, neuen Fühlens<br />
aus geheimen Winkeln deines Gartens dringen –<br />
nicht an die Nasen, die an Aasgerüchen hingen,<br />
nicht zu dem Ausguss allzu dumpfen Wühlens.</p>
<p>Sonst stopft dich in die quietschende Wurstmaschine<br />
der blonde Teufel mit der Engelsmiene.<br />
Oder du landest als Klobürste in dem Schmuddel-Puff,<br />
wo seine Oma thront in Fuchspelz und Kaninchenmuff.</p>
<p>Und wenn du wähnst, reimlos zu dichteln,<br />
geböte schon der Menschen schrilles Toben<br />
und nur die krumme Syntax sei zu loben –<br />
gehörst du zu des Hermes dümmsten Wichteln.</p>
<p>Dann stopft dich in die quietschende Wurstmaschine<br />
der blonde Teufel mit der Engelsmiene.<br />
Oder du landest als Klobürste in dem Schmuddel-Puff,<br />
wo seine Oma thront in Fuchspelz und Kaninchenmuff.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schwarze-poetik/">Schwarze Poetik</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ein Würstchen kommt selten allein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/eine-wurst-kommt-selten-allein/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/eine-wurst-kommt-selten-allein/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2013 08:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Chorgesang der Frankfurter Würstchen Alle: Mir sin die Frankfordder Wörtscher, saftisch, knackisch, wörzisch. Am Maa sin mer zu Haus. Mir habbe nu ma de kesse Spleen un haue Frankfordd raus vor Nürnbersch un vor Wien. 1. Würstchen: Tunk mich nicht in süßen Senf, sonst wird dir mächtig flau! 2. Würstchen: Tunke mich in scharfen Senf, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/eine-wurst-kommt-selten-allein/">Ein Würstchen kommt selten allein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Chorgesang der Frankfurter Würstchen</em></p>
<p>Alle:<br />
Mir sin die Frankfordder Wörtscher,<br />
saftisch, knackisch, wörzisch.</p>
<p>Am Maa sin mer zu Haus.<br />
Mir habbe nu ma de kesse Spleen<br />
un haue Frankfordd raus<br />
vor Nürnbersch un vor Wien.</p>
<p>1. Würstchen:<br />
Tunk mich nicht in süßen Senf,<br />
sonst wird dir mächtig flau!</p>
<p>2. Würstchen:<br />
Tunke mich in scharfen Senf,<br />
dann machst du gleich miau!</p>
<p>Alle:<br />
Wem mer sin die beste Worscht,<br />
das is uns gar net Worscht!</p>
<p>3. Würstchen:<br />
Schenk dir noch vom Bembel ein –<br />
dein Würstchen will getaufet sein!</p>
<p>4. Würstchen:<br />
Schlürf den süffisch Äppelwoin –<br />
lass dei Würschtche net alloin.</p>
<p>Alle:<br />
Am Maa sin mer zu Haus.<br />
Mir habbe nu ma de kesse Spleen<br />
un haue Frankfordd raus<br />
vor Nürnbersch un vor Wien.</p>
<p>5. Würstchen:<br />
Wir stehen stramm für den Verein.<br />
Wir lassen keine Wurst allein.</p>
<p>6. Würstchen:<br />
Wir wollen nicht gebraten werden –<br />
heiß ist die beste Wurst auf Erden.</p>
<p>Alle:<br />
Es sprischt sich rum an Rhein und Main:<br />
Wie kann e Worscht net aus Frankfordd sein!</p>
<p>7. Würstchen:<br />
Wir wursteln uns durch dünn und dick.<br />
O knacke mich, ich bring dir Glück!</p>
<p>8. Würstchen:<br />
Und soll ich nicht dein Würstchen sein,<br />
dann bleibst du arme Wurst allein.</p>
<p>Alle:<br />
Es sprischt sich rum an Rhein und Main:<br />
Wie kann e Worscht net aus Frankfordd sein!</p>
<p>1. Würstchen:<br />
Tunk mich nicht in süßen Senf,<br />
sonst wird dir mächtig flau!</p>
<p>2. Würstchen:<br />
Tunke mich in scharfen Senf,<br />
dann machst du gleich miau!</p>
<p>Alle:<br />
Es sprischt sich rum an Rhein und Main:<br />
Wie kann e Worscht net aus Frankfordd sein!</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/eine-wurst-kommt-selten-allein/">Ein Würstchen kommt selten allein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Das versonnene Hündchen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-versonnene-hundchen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-versonnene-hundchen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Nov 2013 16:30:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Dame mit dem Hündchen aus dem Café Ypsilon Purzel heißt ein stilles Hündchen, und sein Frauchen hat es lieb. Manchmal stecktʼs das Schnuffel-Näschen in feister Tulpen Blütenwulst – reckt die gelb besamte Nase dann in den sonntagnachmittäglich öd verdösten Himmel überm Bethmannpark – und niest. Dann hält das stille Tier das Köpfchen so herzergreifend [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-versonnene-hundchen/">Das versonnene Hündchen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Dame mit dem Hündchen aus dem Café Ypsilon</em></p>
<p>Purzel heißt ein stilles Hündchen,<br />
und sein Frauchen hat es lieb.</p>
<p>Manchmal stecktʼs das Schnuffel-Näschen<br />
in feister Tulpen Blütenwulst –<br />
reckt die gelb besamte Nase dann<br />
in den sonntagnachmittäglich öd verdösten<br />
Himmel überm Bethmannpark –<br />
und niest.</p>
<p>Dann hält das stille Tier das Köpfchen<br />
so herzergreifend schief –<br />
als ob es uns was sagen möchte.</p>
<p>Manchmal läuftʼs dem Hörnchen nach,<br />
pest wider das Verbot über die sanfte Bürste<br />
des gartenamtlich grad rasierten Rasens –<br />
es watscht das Ohr, es klatscht der Schwanz,<br />
da ist das Eichkatzerl schwupp-die-wupp<br />
den alten Ginkgobaum schon hochgelupft –<br />
ʼs Hundi stoppt verdutzt.</p>
<p>Dann hält das stille Tier das Köpfchen<br />
so herzergreifend schief –<br />
als ob es uns was sagen möchte.</p>
<p>Zuhause macht es pfötchenpatschend Männchen<br />
und schlapperschnappt nach zarten Pralinés<br />
oder gesottnen Frankfurt-Würstchen.<br />
Dann ruft das Frauchen: „Ab ins Körbchen!“<br />
Helene Fischer schwingt schon müd-verzückt<br />
das nackte Bein in des Applauses Lichterdom.<br />
Doch das Hündchen bleibt auf dem Parkett versonnen<br />
plötzlich stehen.</p>
<p>Dann hält das stille Tier das Köpfchen<br />
so herzergreifend schief –<br />
als ob es uns was sagen möchte.</p>
<p>Was könnt es uns denn sagen bloß?</p>
<p>Dass es nicht mehr Purzel heißen möchte,<br />
sondern Poldi oder Friedolin?</p>
<p>Dass es Frauchen nicht mehr lieb hat?<br />
Dass es aus dem Fell möcht fahren<br />
und das Hundeleben satt hat?</p>
<p>Oder hat sein Hundeherz ʼnen Knacks<br />
abgekriegt unter all den dicken Tropfen<br />
honigsüßer Verse eines gewissen R. M. Rilke,<br />
die sein Frauchen in den Kerzenschimmer<br />
weicher Abendeinsamkeiten hat gelispelt?</p>
<p>Oder hatʼs grad partout vergessen,<br />
was es uns schon lange sagen mochte?</p>
<p>Was ist nur los mit diesem Hündchen<br />
und seinen Versonnenheitsabsencen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-versonnene-hundchen/">Das versonnene Hündchen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die Nase eines Rätsels löst sich auf</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-nase-eines-ratsels-lost-sich-auf/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Nov 2013 10:22:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2436</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dieses schnöde Ziehen an den Ohrenläppchen, diese böse Nasenstüberei, der liebe Nachbar und der beste Kumpel sind so frei, es hochdosiert dir zu verpassen. Sag uns, sind die Schläge, sind die Beulen Heimsuchung eines höheren Geists, die Tragkraft deines Standbeins auszutesten, ein Senkblei in den Brunnen der Geduld? Oder griff beim Schwanken seines Bötchens, in [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-nase-eines-ratsels-lost-sich-auf/">Die Nase eines Rätsels löst sich auf</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses schnöde Ziehen an den Ohrenläppchen,<br />
diese böse Nasenstüberei,<br />
der liebe Nachbar und der beste Kumpel sind so frei,<br />
es hochdosiert dir zu verpassen.</p>
<p>Sag uns, sind die Schläge, sind die Beulen<br />
Heimsuchung eines höheren Geists,<br />
die Tragkraft deines Standbeins auszutesten,<br />
ein Senkblei in den Brunnen der Geduld?</p>
<p>Oder griff beim Schwanken seines Bötchens,<br />
in der Angst des Untergangs, der Nächste<br />
blind dem Nächsten an das Ohr, um wieder Halt<br />
zu finden – und dieser Nächste warst nun einmal du?</p>
<p>Oder wähnte der Kumpan, wider ein Gespenst zu kämpfen,<br />
das aus dem Nebel seiner frühsten Ängste<br />
mit aufgeglänzter Nase höhnisch<br />
lugte vor – und diese Nase war nun mal die deine?</p>
<p>Die Rätsel lösen sich von deiner Seele ab,<br />
wie Blatt und Sand und Samenflusen<br />
der Wind vom glatten Grabstein fegt,<br />
und stille Schrift wird wieder sichtbar.</p>
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		<item>
		<title>Gips nicht!</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gips-nicht/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/gips-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Nov 2013 07:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2433</guid>
		<description><![CDATA[<p>Du suchst nach solchem böse-schweren Bruch, nachdem sie eingerenkt hat Dr. Wünschel-Fips, für deine Seele, gehörig sie zu schonen, einen Schoner, vulgo Seelengips. Den fraktal-fatalen Knochen darf man nicht belasten – der wahre Gips muss gut und gern aushärten. Das Fleisch ums Splitter-Bein darf tüchtig fasten – und schwere Zeiten dörren ohne Zärten. Drum gipse [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gips-nicht/">Gips nicht!</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du suchst nach solchem böse-schweren Bruch,<br />
nachdem sie eingerenkt hat Dr. Wünschel-Fips,<br />
für deine Seele, gehörig sie zu schonen,<br />
einen Schoner, vulgo Seelengips.</p>
<p>Den fraktal-fatalen Knochen darf man nicht belasten –<br />
der wahre Gips muss gut und gern aushärten.<br />
Das Fleisch ums Splitter-Bein darf tüchtig fasten –<br />
und schwere Zeiten dörren ohne Zärten.</p>
<p>Drum gipse dick um deinen schweren Knacks –<br />
dann hört das Zucken auf und all das Wehe-Sträuben.<br />
War eben noch Gefühl ein niedertropfend Wachs,<br />
wird es der Seelenschoner bald sticke-dick betäuben.</p>
<p>Dem Bein wird abgehaun der Gipsverband –<br />
die Fühlung kommt, die Lebenssonne kribbelt.<br />
Vergipste Seele raubt dir den Verstand –<br />
lebendig so geschont bist du wie abgenibbelt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Reineke begegnet dem Jesuskind</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/reineke-begegnet-dem-jesuskind/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/reineke-begegnet-dem-jesuskind/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2013 22:44:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2407</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ein Füchslein war vernarrt in Pfarrers Federvieh, das im dumpfen Pferche gluckend döste und im Pfarrgemüsegarten wackelte und gackelte. Nun, da ward es frommen Sinns, zog den eitlen Bauscheschweif züchtig unter seine Beine und winselte im Diskant vor der Sakristei. Dreimal klopft es an, wie die Pilger tun, und als der Pfarrer öffnete, kreuzte Reineke [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/reineke-begegnet-dem-jesuskind/">Reineke begegnet dem Jesuskind</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Füchslein war vernarrt in Pfarrers Federvieh,<br />
das im dumpfen Pferche gluckend döste<br />
und im Pfarrgemüsegarten wackelte und gackelte.</p>
<p>Nun, da ward es frommen Sinns,<br />
zog den eitlen Bauscheschweif züchtig unter seine Beine<br />
und winselte im Diskant vor der Sakristei.</p>
<p>Dreimal klopft es an, wie die Pilger tun,<br />
und als der Pfarrer öffnete, kreuzte Reineke<br />
bigott die Vorderpfötchen.</p>
<p>Confessio generalis entbot er überkreuzten Blicks,<br />
erwies mit falschen Tränen tiefe Reu,<br />
zu herbem Büßer-Dienst empfahl er sich als Hauskaplan.</p>
<p>Der Herr Pfarrer, hochgelehrt an des Thomas Summen,<br />
durchschaute gleich die List des Roten,<br />
und heimzuzahlen üble Taten, rohen Übergriff</p>
<p>auf manches liebe Hühnervolk, willigt er<br />
gleisnerisch in das schlechte Ansinnen,<br />
denn der Priester war ein ausgefuchster Jesuit.</p>
<p>Nun ward zuerst – des heiligen Dienstes Würde heischt es –<br />
dem Wilden abgeschoren seine buschig-bunte Wildheit,<br />
und am lieben End der tunichtgute Schweif kupiert.</p>
<p>So trat er in den frommen Dienst: nackt wie ein Asket,<br />
das blanke Haupt bedeckt mit einer Bommelmütze,<br />
doch um seine Blöße schlang sich eine Stola weiß.</p>
<p>Und der Erzschelm musst auf dünnen Knochen knien<br />
vor dem Blumenaltar ganze Rosenkränze lang,<br />
Weihrauch betäubte ihm die Gier in seinen Nüstern.</p>
<p>Dann musst er, tief verhasster Schinderdienst,<br />
den Hühnerpferch mit Mopp und Besen kehren aus<br />
von Unrat und verstunknem Hühnerkot.</p>
<p>Doch die Hühnchen hat der weise Seelenhirte<br />
längst zum Urlaub auf den Hof des frommen Nachbarn<br />
still verbracht – zum Verdruss des Leckermauls.</p>
<p>So düpiert, solcherart verhohnepipelt, sann auf Rache<br />
Reineke: Nachts schlich er in die muffige Stube<br />
der Haushälterin, die guten Gewissens voll</p>
<p>und einer warmen Suppe wohlig in die Kissen pfiff.<br />
Doch der Papagei auf seiner Stange – den das Füchslein<br />
arg umschlich – der schlief nicht. Hackt ihm auf das Schnäuzelein,</p>
<p>das er gierig schon entgegenstreckte – da jaultʼs Füchslein<br />
ganz erbärmlich auf, reißt die Lügenstola sich vom Leib,<br />
und es stürmt in Unheilsnacht der Meisterdieb.</p>
<p>Hier hockt einer jämmerlich unter kaltem Sternenflimmer.<br />
Doch ein zartes Kind schmiegt sich ihm zur Seite,<br />
ein rosa Schneelicht-Aureolchen umglänzt das reine Haupt.</p>
<p>„Sei getröstet, Reineklein, lass dich nicht verdrießen,<br />
wes die Menschen dir zahlen heim und leider auch<br />
meiner Kirche hochgelehrte Amtsverweser.</p>
<p>Der hohe Schöpfer hat dich so geschaffen, wie du bist,<br />
deine Liebe zu den Hühnchen ist der alten Sünde Sold,<br />
so treibe fort dein tragisches, dein komisches Schelmenstück.</p>
<p>Tu dich weiter weidlich gütlich an dem Hühnervieh,<br />
nur lass fortan von meinen weißen Täubchen, hörst du? –<br />
es sänftige ihr trunknes Gurren deiner Wildheit Drang.“</p>
<p>Und das Jesuskind küsst das Füchslein auf die heidenkahle Stirn –<br />
es sprießt aufs Neu des Roten weiches Sonnen-Fell,<br />
sein auferstandner Schweif umwedelt weich das Wunderkind.</p>
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		<title>Eines stummen Hühnchens Traum</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/eines-stummen-huhnchens-traum/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/eines-stummen-huhnchens-traum/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Nov 2013 17:14:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mariechen hieß das goldne Hühnchen auf dem Öko-Hof – sie war von Kindheit stumm. Ihre Mutter blickte flehend oft zum Kirchturmgockel – dann wurde ihrʼs zu dumm. Mariechen zottelt mit dem roten Kämmlein gern und scharrt Körner zwischen Gras und Sand. Mama hat gegackert lauthals Preis und Dank, als sie froh ihr erstes Ei im [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/eines-stummen-huhnchens-traum/">Eines stummen Hühnchens Traum</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mariechen hieß das goldne Hühnchen auf dem Öko-Hof –<br />
sie war von Kindheit stumm.<br />
Ihre Mutter blickte flehend oft zum Kirchturmgockel –<br />
dann wurde ihrʼs zu dumm.</p>
<p>Mariechen zottelt mit dem roten Kämmlein gern und scharrt<br />
Körner zwischen Gras und Sand.<br />
Mama hat gegackert lauthals Preis und Dank, als sie froh<br />
ihr erstes Ei im Nestchen fand.</p>
<p>Mariechen hat wohl viel Geschwister, Tanten auch und Nichten –<br />
doch ihr Herz ist einsam,<br />
seit sie jenen schönen Herrn gesehen, der bunt sich brüstend<br />
an ihrem Zaun vorbeikam,</p>
<p>den feinen Auerhahn – von ihm nun träumt sie, mit ihm entflieht sie<br />
in die freie Waldesnacht,<br />
wo das Auermännchen goldne Körner ihr aus den Federn schüttelt,<br />
und schnäbelt mit ihr sacht.</p>
<p>Wenn die Winde plauschen mit dem Nachtgespensterstrauch,<br />
schluchzt sie auf im Traum.<br />
Wenn tausend schwarze Augen funkeln zwischen Farn und Fels,<br />
huscht sie unter seinen Flaum.</p>
<p>Wenn er leise gluckt im Schlaf, sucht sie den hellen Mond,<br />
und ihr Herz schmilzt in dem Schein.<br />
Und sie fühlt in sich was Liebes: legt freudig ein gesprenkelt Ei –<br />
und gackert drüber hell und rein.</p>
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		<title>Hündchens Lamento und plötzliche Heilung</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/hundchens-lamento-und-plotzliche-heilung/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/hundchens-lamento-und-plotzliche-heilung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Nov 2013 08:58:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>„Mir ist so schummer-wuschig – muss mich schwer verschnaufen. Ach, würd die Trän mir laufen!“ „O gib mir den finalen Klaps – oder füll mich ab mit Himbeerschnaps!“ „Die Knöchlein sind aus dünnstem Glas – möchten laut zerspringen. Hörst du es nicht klingen?“ „O gib mir den finalen Klaps – oder füll mich ab mit [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/hundchens-lamento-und-plotzliche-heilung/">Hündchens Lamento und plötzliche Heilung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Mir ist so schummer-wuschig –<br />
muss mich schwer verschnaufen.<br />
Ach, würd die Trän mir laufen!“</p>
<p>„O gib mir den finalen Klaps –<br />
oder füll mich ab mit Himbeerschnaps!“</p>
<p>„Die Knöchlein sind aus dünnstem Glas –<br />
möchten laut zerspringen.<br />
Hörst du es nicht klingen?“</p>
<p>„O gib mir den finalen Klaps –<br />
oder füll mich ab mit Himbeerschnaps!“</p>
<p>„Mein Schwänzlein hat nun ausgewedelt –<br />
Schnäuzchen ist es schnute-schnuppe:<br />
Kuchen, Blutwurst oder Suppe!“</p>
<p>„O gib mir den finalen Klaps –<br />
oder füll mich ab mit Himbeerschnaps!“</p>
<p>Seit kurzem wohnt ein Kätzchen nebenan –<br />
Hündchen sitzt und spitzt,<br />
walzerwedelnd und verschmitzt.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/hundchens-lamento-und-plotzliche-heilung/">Hündchens Lamento und plötzliche Heilung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Erbauliche Waldmäuselei</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/erbauliche-waldmauselei/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/erbauliche-waldmauselei/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2013 18:56:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2385</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Waldmäusin hört es silberrinnend tropfen – pling-plong, sing-song – wenn sie aus dem Wuschel-Fell sich strähnt den Schlaf und ins zerwühlte Rosenblätterbettchen gähnt. Die kleinen Ringel-Rangen mäusewuseln putzig – Stups-die-Wups-die – Papachen, noch barpfötig und bezipfelmützelt, knuddel-huddelt mit der Bande, bis er schwitzelt. Ruft die Mäusemama rosakittelschürzig – fiep-dich-lieb-mich-fiep-ich – zum Körner-Äpfel-Haselnüsse-Frühstück, zum nachtigalleneigepickten [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/erbauliche-waldmauselei/">Erbauliche Waldmäuselei</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Waldmäusin hört es silberrinnend tropfen –<br />
pling-plong, sing-song –<br />
wenn sie aus dem Wuschel-Fell sich strähnt<br />
den Schlaf und ins zerwühlte Rosenblätterbettchen gähnt.</p>
<p>Die kleinen Ringel-Rangen mäusewuseln putzig –<br />
Stups-die-Wups-die –<br />
Papachen, noch barpfötig und bezipfelmützelt,<br />
knuddel-huddelt mit der Bande, bis er schwitzelt.</p>
<p>Ruft die Mäusemama rosakittelschürzig –<br />
fiep-dich-lieb-mich-fiep-ich –<br />
zum Körner-Äpfel-Haselnüsse-Frühstück,<br />
zum nachtigalleneigepickten Mausfamilienglück.</p>
<p>Während sie da knuspern, hörst duʼs?, waldeseinsam –<br />
ding-dong-klingelingeling –<br />
alles schluckt, alles stutzt ob des Sterbeglöckchens hell,<br />
läuft ein frommes Sträuben übers Mäusefell.</p>
<p>Und ein Dutzend Äuglein äugeln in den Waldesdämmer –<br />
ausi-schaut-das-Zitter-Mausi –<br />
Mausmamachen hatʼs im Blatt gelesen: „Da hinten wird die Witwe Mauve,<br />
die feine Stadtmaus, beerdigt auf dem Waldfriedhof.</p>
<p>Tat ach so vornehm, konnte pfeifen gar von Johann Strauß<br />
die Flederflattersausemaus,<br />
hat der Kirche überschrieben all ihre Spieglein, Perl und Spang,<br />
lang hat sie überwispert ihres Mäusrichs allzu frühen Hingang.“</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/erbauliche-waldmauselei/">Erbauliche Waldmäuselei</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aus den Diarien von Atman III., Schopenhauers Pudel</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/aus-den-diarien-von-atman-iii-schopenhauers-pudel/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/aus-den-diarien-von-atman-iii-schopenhauers-pudel/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Oct 2013 17:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Schon wieder sollt ich für die aale Worscht ihm tänzeln, schon wieder meines Pudel-Männchens roten Zipfel recken – musst wider seines Willens blindes Philisterium ihm blecken. Möcht lieber um des Nachbarn Pudelinchen schwänzeln, muss aber ihm die „Times“ flink aus dem Kasten klauben, will mir mit Lesungen daraus den Glauben an die Menschen rauben. Wenn [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/aus-den-diarien-von-atman-iii-schopenhauers-pudel/">Aus den Diarien von Atman III., Schopenhauers Pudel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schon wieder sollt ich für die aale Worscht ihm tänzeln,<br />
schon wieder meines Pudel-Männchens roten Zipfel recken –<br />
musst wider seines Willens blindes Philisterium ihm blecken.</p>
<p>Möcht lieber um des Nachbarn Pudelinchen schwänzeln,<br />
muss aber ihm die „Times“ flink aus dem Kasten klauben,<br />
will mir mit Lesungen daraus den Glauben an die Menschen rauben.</p>
<p>Wenn er im Badezuber nackert-unschön pruste-speit,<br />
schlappen meine Wuschelohren gern im Takt, er tät ihn weisen<br />
mit seines Triefe-Schwammes Rubbel-Kreisen.</p>
<p>Hat die Zeitung wieder seinen Geist mit vitae taedium entweiht,<br />
tät er mit seines öden Flötgetönes dilettantischen Brocken<br />
mir widerwillig ein, zwei Tröpfchen süßlichen Pipis entlocken.</p>
<p>Englischer Hof alsdann, die Tische strotzen. Die Hühnersuppe dampft,<br />
des Bratens Düfte steigen pudelwohl mir in das Tiergemüte –<br />
doch dem alten Brahmanisten schlägt die Animalität auf das Gemüte.</p>
<p>Wähnt er doch, Menschheit, welche Tierheit fröhlich mampft,<br />
müsst am End sich selbst verdauen und zum Ekel von sich scheiden –<br />
tu um seine magenfade-würstellose Frugalitas ihn nicht beneiden.</p>
<p>In abstracto ist er allen wohlgesinnt, doch in concreto<br />
nicht der kleinen Näherin, die hat in seinem Haus zu sehr gekiffen –<br />
hat antibuddhoid und mehr als brachial ihr an die Händ gegriffen.</p>
<p>Die Empörte klagte vor Gericht – der Kammer galt kein Veto<br />
eines hörgenervten Wüterichs. Jetzt müssen blechen<br />
in der Stadt der Messen für pikierte Dämchen die ungalanten Frechen.</p>
<p>Abends vor dem Körbchengehen wollt er wieder peinlich mysteln,<br />
möcht aus meinen trüben Blicken Pudels Kern verstehen<br />
und in meinem gähnenden Gelangweiltsein Weltenwillen sehen.</p>
<p>Wär ich seinesgleichen, würd ich seiner leidʼgen Inszenierung etwas hüsteln –<br />
ließ an der Schönen Aussicht Rosen wachsen, bunte Flaggen wehen,<br />
würd mit schönen, klugen, sinnenfrohen Frauen mich in buntem Reigen drehen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/aus-den-diarien-von-atman-iii-schopenhauers-pudel/">Aus den Diarien von Atman III., Schopenhauers Pudel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>It is nature, my dear,  it isnʼt gender, stupid!</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/it-is-nature-my-dear-it-isnt-gender-stupid/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/it-is-nature-my-dear-it-isnt-gender-stupid/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Oct 2013 15:17:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2336</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Knirps schlappt vor mir her auf dem Bürgersteig der Elisabethenstraße, zur Seit die kleine Schwester mit dem Rucksäcklein – sie prallen manchmal sachte wie im Halbschlaf aufeinander, Federbällchen, springen sie beiseit oder verfangen sich ein Weilchen einer in dem andern, wie Bienen tun in aufgelöstem Frauenhaar. Der Kleine trottet vor mir her, spürt meinen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/it-is-nature-my-dear-it-isnt-gender-stupid/">It is nature, my dear,  it isnʼt gender, stupid!</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Knirps schlappt vor mir her<br />
auf dem Bürgersteig der Elisabethenstraße,<br />
zur Seit die kleine Schwester mit dem Rucksäcklein –<br />
sie prallen manchmal sachte wie im Halbschlaf<br />
aufeinander, Federbällchen, springen sie beiseit<br />
oder verfangen sich ein Weilchen<br />
einer in dem andern, wie Bienen tun<br />
in aufgelöstem Frauenhaar.</p>
<p>Der Kleine trottet vor mir her,<br />
spürt meinen Schatten nicht –<br />
da heißt die Mutter ihn beiseitetreten<br />
für den Langen mit dem Überschritt.<br />
Und der Kleine mauzt: „Was?“ –<br />
„Wie bitte?, heißt das!“ belehrt ihn schön<br />
das noble Muttertier.</p>
<p>Hier herrschen demnach, ach wie tröstlich,<br />
edle Sitten und feinen Anstands guter Brauch,<br />
die Knab und Mädchen wohl zu behüten scheinen.</p>
<p>An der Haltestelle Elisabethen-Brücken-Straße<br />
sehen wir uns wieder: Die Kinder schlurfen müde<br />
auf die Asphaltinsel, die Mutter hat ein Auge,<br />
schart die Kleinen eng um sich –</p>
<p>da merkt mein Kleiner auf,<br />
ein lichtes Wogen überschwemmt sein Angesicht,<br />
er spitzt die Ohren –</p>
<p>fern nähert sich ein wildes Wummern,<br />
ein dunkles Brummen, es rast,<br />
ein gischt-gellender Pfeil,<br />
ein schäume-schabendes Messer,<br />
dir vor das Auge eine heiße Kraftmaschine,<br />
hitzig in sich bebender, verchromter Wille,<br />
vernickelte Potenz – Kawasaki –</p>
<p>der Kleine ist hellwach und saugt<br />
mit dem offnen Mund des Sklaven<br />
vor Cäsars dröhnendem Triumph<br />
die ölig-martialische Strahlung –</p>
<p>er schaut mit tiefen Katzenblicken,<br />
er lauscht mit Jägers Ohren<br />
dem ungeduldigen Stampfen, dunklen Glucksen –</p>
<p>so pochte Blut in des Urmenschen Schläfe,<br />
wenn er den Speer auf den Springbock warf.</p>
<p>Natur des Mannes ist es, die im holden Knaben<br />
durch diese Tier-Maschine zu Kampf und Krieg,<br />
zu Blut- und Götter-Überstieg und tödlichen Ekstasen<br />
ruft und macht sein Kinderauge glänzen –</p>
<p>das Mädchen steht dabei, hat keinen Blick und Sinn<br />
für so gespenstisch-surreale Triebesmacht –</p>
<p>die auch die Brille des sensiblen Dichters<br />
bei einer kleinen Atemlosigkeit<br />
zwischen zart hingetupften Zeilen feucht beschlägt –</p>
<p>verlach ihn nicht –<br />
dies sind die wenigen Momente,<br />
die seinen Vers mit Sauerstoff versorgen.</p>
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		<title>Grabgeflüster</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/grabgefluster/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/grabgefluster/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Oct 2013 18:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Hauptfriedhof, Frankfurt am Main Der überflüssigste aller überflüssigen Menschen, ein Balkan-Bonze, hat es wohl vermocht, an der Eckenheimer Mauer – Adornos von seiner hiesigen Negativistensekte, omen est nomen, wie sollt es anders sein, NICHT gepflegtes Grab ist gar nicht weit – aufzurichten ein Protzmal seinem Leichnam, ein kitschig Weihtum seiner Eitelkeit: In einer Kapelle, woʼs [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/grabgefluster/">Grabgeflüster</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hauptfriedhof, Frankfurt am Main<br />
</em><br />
Der überflüssigste aller überflüssigen Menschen,<br />
ein Balkan-Bonze, hat es wohl vermocht,<br />
an der Eckenheimer Mauer –<br />
Adornos von seiner hiesigen Negativistensekte,<br />
omen est nomen, wie sollt es anders sein,<br />
NICHT gepflegtes Grab ist gar nicht weit –<br />
aufzurichten ein Protzmal seinem Leichnam,<br />
ein kitschig Weihtum seiner Eitelkeit:</p>
<p>In einer Kapelle, woʼs hinter Butzenscheiben glimmt,<br />
schwebt über einem Talmi-Altar<br />
des Verblichnen riesiges Porträt –<br />
ein feister Pascha, umspannt<br />
von seidner Staats- und Amtesschärpe –<br />
selbstverliebt in die Ewigkeit glotzend:</p>
<p>Du sollst noch vor der Leiche knien<br />
wie im Leben Weib und Kind vor seinem Pansen.<br />
Inmitten des Altars steht – o nein, kein Kruzifix –<br />
eine kolossale Champagnerflasche,<br />
für dieses Lebens frohe Idiotie<br />
Symbol und Echtheitssiegel.</p>
<p>Auf Schopenhauers Grabesplatte<br />
liegt eine schüchterne Kastanie,<br />
von dem Verehrer putzig appliziert.<br />
Arthur Hübschers abgemarktetes Leichenfeldchen<br />
ist von wilden Kräutern zugewuchert.</p>
<p>Die große Jünglingsbronze am Portal<br />
taumelt stehend in den ewigen Schlaf –<br />
die schweren Hände schaufeln letzten Traum.</p>
<p>Die blinden Augen sind nach innen aufgetan<br />
der allerlösten Leere,<br />
in die ein Jenseitssturm zerstreut,<br />
aller Wiederkünfte bar,<br />
den ausgeträumten Sternenstaub.</p>
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		<title>Heimkehr oder Zurück in Wermuthausen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/heimkehr-oder-zuruck-in-wermuthausen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/heimkehr-oder-zuruck-in-wermuthausen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Oct 2013 12:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mit diesem Mist am Stiefel und dem toten Käfer in der Tasche hatʼs nach Wermuthausen wieder dich verschlagen. Dort düngst dein Traumeskräuterbeet mit Schlangenhäuten, Echsenschuppen und Frauenhaares Asche. Was sie da reden, sagt dir nichts. Ist ein arges Kauderwelsch, ein schwerer Stein, die Seele windet sich, ein nackter Wurm, zu Tod darunter. Die Mädchen sind [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/heimkehr-oder-zuruck-in-wermuthausen/">Heimkehr oder Zurück in Wermuthausen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit diesem Mist am Stiefel<br />
und dem toten Käfer in der Tasche<br />
hatʼs nach Wermuthausen wieder dich verschlagen.</p>
<p>Dort düngst dein Traumeskräuterbeet<br />
mit Schlangenhäuten, Echsenschuppen<br />
und Frauenhaares Asche.</p>
<p>Was sie da reden, sagt dir nichts.<br />
Ist ein arges Kauderwelsch,<br />
ein schwerer Stein, die Seele windet sich,<br />
ein nackter Wurm, zu Tod darunter.</p>
<p>Die Mädchen sind ergraut von Kindheit an.<br />
Die alten Weiber gehen kahl – es sprießt<br />
an ihrem Hinterkopf ein drittes Aug hervor.</p>
<p>So herrschen sie und heißen gut<br />
die erste beste Frucht – die zweite verwerfen sie,<br />
schaben sie aus, veröden ihr das Herz.</p>
<p>Was sie nicht pflücken, gleich zerstücken,<br />
ist ein Adonisgärtlein breit: kleiner Seelen<br />
Zitterfäden, Spinnensinnenwahngeweb.</p>
<p>Dann kommt das große Kehrrichtfest –<br />
es kehren, scheren, blasen<br />
die heißen Eifernd-Geifernden,</p>
<p>die kahlen Heischend-Kreischenden,<br />
die busenwringenden Heulesusen,<br />
sie blasen, scheren, kehren</p>
<p>dein Häuslein krumm, dein Kindlein stumm –<br />
und Schreck und Dreck und Schmutz und Fleck –<br />
Gräsleins Flaum, aus ist der Traum.</p>
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		<title>Winterliche Verhauskatzung</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/winterliche-verhauskatzung/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/winterliche-verhauskatzung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Oct 2013 18:55:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Im moosigen Bett des Peterskirchfriedhofs fiept und piept noch kleines Leben. Der Kirchturm ragt in einen Orgelton lila-schwarz barocker Wolken. Hat der Herbst dir wohl goldne Frucht auf die schwanken Planken deines Schlafs gerollt? Ich denke schon die blauen Fröste, wenn sich die schneeentzückte Träne dir von der roten Backe trollt. Was tun mit unsren [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/winterliche-verhauskatzung/">Winterliche Verhauskatzung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im moosigen Bett des Peterskirchfriedhofs<br />
fiept und piept noch kleines Leben.<br />
Der Kirchturm ragt in einen Orgelton<br />
lila-schwarz barocker Wolken.</p>
<p>Hat der Herbst dir wohl goldne Frucht<br />
auf die schwanken Planken<br />
deines Schlafs gerollt?</p>
<p>Ich denke schon die blauen Fröste,<br />
wenn sich die schneeentzückte Träne<br />
dir von der roten Backe trollt.</p>
<p>Was tun mit unsren feldmäusigen Gelüsten,<br />
wenn Schritte knirschen weihnachtlich<br />
und letzte Aale seewärts zählt der Main?</p>
<p>Schnurrende Verhauskatzung<br />
voll pfötchenweicher Liebelei<br />
tät ich uns raten.</p>
<p>Wenn dann der Kaffeeduft versöhnt<br />
und sämiger Eintopf blubbert,<br />
werd ich an meinen Schnurrehärchen<br />
seltsam musikalisch …</p>
<p>O zupfe mich und rupfe mich,<br />
gleich mieze-mauz-miauze ich<br />
ein kaninchenfellwattiertes,<br />
mit langen Unterhosen ausstaffiertes,<br />
ohrenschützerschallsmorziertes,<br />
bommelmützig leicht jongliertes,<br />
filzpantofflig metrisiertes,<br />
bettflaschenheißes,<br />
schneelinnenweißes,<br />
lammwollsockenmuffiges,<br />
schießerspießerknuffiges<br />
Wintersonnenwendelied.</p>
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		<title>Du bist so irritabel – ach, hielt ich doch den Schnabel!</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/du-bist-so-irritabel-ach-hielt-ich-doch-den-schnabel/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/du-bist-so-irritabel-ach-hielt-ich-doch-den-schnabel/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2013 18:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2305</guid>
		<description><![CDATA[<p>Du bist so sensitiv! Bei dir tät ich nicht pupen. Bei dir tät ich nicht greinen, muss meinen Schmerz umschreinen. Du bist so sensitiv! Du bist so humanistisch! Dich dauern fernste Fremde. Tät meinen Bettel hüllen, mein Wehmütlein zerknüllen. Du bist so humanistisch! Du bist so wetterfühlig! Dein Näschen riecht den Frost. An meines Fensters [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/du-bist-so-irritabel-ach-hielt-ich-doch-den-schnabel/">Du bist so irritabel – ach, hielt ich doch den Schnabel!</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du bist so sensitiv!<br />
Bei dir tät ich nicht pupen.<br />
Bei dir tät ich nicht greinen,<br />
muss meinen Schmerz umschreinen.<br />
Du bist so sensitiv!</p>
<p>Du bist so humanistisch!<br />
Dich dauern fernste Fremde.<br />
Tät meinen Bettel hüllen,<br />
mein Wehmütlein zerknüllen.<br />
Du bist so humanistisch!</p>
<p>Du bist so wetterfühlig!<br />
Dein Näschen riecht den Frost.<br />
An meines Fensters Eises-Rosen<br />
erstarrt dein laues Liebe-Kosen.<br />
Du bist so wetterfühlig!</p>
<p>Du bist so vulnerabel!<br />
Musst dein Gefühl verbuffen.<br />
Mein Singen macht dich scheuen,<br />
mein Schnarchen würd mich reuen.<br />
Du bist so vulnerabel!</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/du-bist-so-irritabel-ach-hielt-ich-doch-den-schnabel/">Du bist so irritabel – ach, hielt ich doch den Schnabel!</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mortale Pointen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/mortale-pointen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/mortale-pointen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2013 19:31:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2271</guid>
		<description><![CDATA[<p>Den Kopf im Gasherd: „Am Ende mach ichʼs umgekehrt – der Hintern sei der Welt verehrt!“ Den Kopf in der Schlinge: „Das Drama war schlecht inszeniert – hat meinen Edelsinn geniert!“ Mit der Pistole im Mund: „Der Schuss gilt dir, ma Chère, ma Chère!“ Vor dem Abgrund schaukelnd: „Könnt ich in diesem letzten Grauen die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mortale-pointen/">Mortale Pointen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Den Kopf im Gasherd:<br />
„Am Ende mach ichʼs umgekehrt –<br />
der Hintern sei der Welt verehrt!“</p>
<p>Den Kopf in der Schlinge:<br />
„Das Drama war schlecht inszeniert –<br />
hat meinen Edelsinn geniert!“</p>
<p>Mit der Pistole im Mund:<br />
„Der Schuss gilt dir,<br />
ma Chère, ma Chère!“</p>
<p>Vor dem Abgrund schaukelnd:<br />
„Könnt ich in diesem letzten Grauen<br />
die Blumen meiner Kindheit schauen!“</p>
<p>Sich die Pulsadern öffnend:<br />
„Könnt ich in dieses Blutes Läufen<br />
meine große Schuld ersäufen.“</p>
<p>Den Finger am Abzug:<br />
„Die Regie hat sich verschätzt –<br />
die Heldenrolle falsch besetzt!“</p>
<p>Am Geländer der Brücke:<br />
„Wenn ich ein Vöglein wär,<br />
und auch zwei Flügel hättʼ,<br />
flög ich …“</p>
<p>Im Teich mählich versinkend:<br />
„Ich war für dieses Lebens<br />
schweren Trug<br />
nicht leicht genug!“</p>
<p>Nachdem er sich mit Benzin übergossen:<br />
„Ich gönn mir eine letzte Zigarette<br />
auf meines Lamas Blumenkette.“</p>
<p>Bevor er sich das Harakiri-Messer in den Bauch stößt:<br />
„Verloren, aber nicht besiegt!<br />
Des Kaisers Sonne ewig fliegt!“</p>
<p>Bevor er aus dem Fenster springt:<br />
„Die Aussicht ist so delikat!<br />
Für ein Foto istʼs zu spat.“</p>
<p>Den Kopf auf der Schiene:<br />
„Ich spür die letzten Vibrationen –<br />
als würd auf heißem Schoß ich thronen!“</p>
<p>Im freien Fall:<br />
„Mein Fallschirm bleibe unentfaltet!<br />
Der Seele Sehnen ist erkaltet.“</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mortale-pointen/">Mortale Pointen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kleine Metamorphose der Tiere</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kleine-metamorphose-der-tiere/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kleine-metamorphose-der-tiere/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Oct 2013 19:04:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2264</guid>
		<description><![CDATA[<p>Jede Zeit sieht uns bereit. Jede Zeile sei uns Weile. Als Schneehäsin bist du mein weißes Mümmelweib. Ich klaube dir die Flocken aus dem Winterfell. Ich hauch dir warm den Leib. Du mümmelst gerne, gell? Als Auerhahn bin ich dein bunter Gackermann. Du klaubst mir Frühlingsflusen aus dem Prachtgefieder. Ich umgackre deinen Busen und flattre [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleine-metamorphose-der-tiere/">Kleine Metamorphose der Tiere</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Jede Zeit sieht uns bereit.<br />
Jede Zeile sei uns Weile.</p>
<p>Als Schneehäsin<br />
bist du mein weißes Mümmelweib.</p>
<p>Ich klaube dir die Flocken<br />
aus dem Winterfell.<br />
Ich hauch dir warm den Leib.<br />
Du mümmelst gerne, gell?</p>
<p>Als Auerhahn<br />
bin ich dein bunter Gackermann.</p>
<p>Du klaubst mir Frühlingsflusen<br />
aus dem Prachtgefieder.<br />
Ich umgackre deinen Busen<br />
und flattre auf und nieder.</p>
<p>Als sommerrote Füchsin<br />
bettest dich aufs Moos.</p>
<p>Ich bürst die Samenspänchen<br />
dir aus dem Fleckenfell.<br />
Ich rupfe dir ein Hähnchen –<br />
du machst mir Augen groß.</p>
<p>Als Borstenschwein<br />
trag ich die Hauer herbstlich-fein.</p>
<p>Du findest mich im Hain<br />
und köderst mich mit Eicheln.</p>
<p>Mein Grunzen klingt dir lyrisch-rein,<br />
tätst meine Borsten streicheln.</p>
<p>Jede Zeit sieht uns bereit.<br />
Jede Zeile sei uns Weile.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleine-metamorphose-der-tiere/">Kleine Metamorphose der Tiere</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Phantastische Paare VII</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-vii/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-vii/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Oct 2013 19:25:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2256</guid>
		<description><![CDATA[<p>Heute: Donna Vita und du Donna Vita ist ʼne heikle, kapriziöse Lady – sie spannt auf dich und deine Seelenhelle, als wärst du ihr Garant für alle Fälle. Ein barfüßiger Liebesmönch, kniest du an ihres Busens Hügel, leihst ihren Wünschen rasche Flügel. Sie pfeift gelind in Hypnosʼ Armen, dich tätʼs Gewissen zwicken, würdst du vor [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-vii/">Phantastische Paare VII</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heute: Donna Vita und du</em></p>
<p>Donna Vita ist ʼne heikle, kapriziöse Lady –<br />
sie spannt auf dich und deine Seelenhelle,<br />
als wärst du ihr Garant für alle Fälle.</p>
<p>Ein barfüßiger Liebesmönch,<br />
kniest du an ihres Busens Hügel,<br />
leihst ihren Wünschen rasche Flügel.</p>
<p>Sie pfeift gelind in Hypnosʼ Armen,<br />
dich tätʼs Gewissen zwicken,<br />
würdst du vor ihr einnicken.</p>
<p>Du schluckst Amphetamine,<br />
giert sie nach Seelenkitzel,<br />
machst ihr verträumte Miene.</p>
<p>Wie heikel ist die Donna Vita!</p>
<p>Sie kann nicht schlafen?<br />
Da musst du fabeln<br />
oder schnabeln.</p>
<p>Schief schleichen ihr die Stunden?<br />
Du musst sie runden,<br />
Leidenschaft bekunden.</p>
<p>Du bist ihr Floh im Ohr?<br />
Sie krallt dein Hab und Gut,<br />
sie schlürft dein warmes Blut.</p>
<p>Wie ist sie kapriziös, die Donna Vita!</p>
<p>Sie rümpft das Nymphennäschen?<br />
Entsorge rasch das Stinke-Käschen,<br />
eingewickelt in Papiere<br />
mit deiner Handschrift Schmiere.</p>
<p>Du findst ihr Haar in deiner Suppe.<br />
Sie klaubt aus deinem Mund die Fluppe<br />
gelassen – nur ihr Blick ist Stahl.<br />
Am andern Morgen bist du kahl.</p>
<p>Nimmer mag sie sterben nicht.<br />
Du selber bist der dumme Wicht,<br />
an ihrer statt zu leiden<br />
und ohne Mucks zu scheiden.</p>
<p>Donna Vita hat ʼnen Bruder – der heißt Tod.<br />
Wird ihr dein Spiel zu fad,<br />
langweilig deine müde Fratze,<br />
schickt dir das süße Luder<br />
diese fiese Riesenkatze.</p>
<p>Nur über einer schönen Leich<br />
wird ihre spröde Seele weich.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Stiekum verduftet</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/stiekum-verduftet/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/stiekum-verduftet/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2013 09:18:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2234</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie tut dichʼs Leben watschen, wenn aus dem Leeren schnellen Hände, die dich patschen – ins Dummchen-Eck dich stellen. Was ist in süße Lüftchen dir stiekum-still verduftet? Vom Glückchen warʼs ein Düftchen – bleibst düftelos vergruftet. Wohl tutʼs, auf fetten Wiesen sich suhlen, schnäbeln, schwatzen – der Wunsch ward abgewiesen, es regnet Hund und Katzen.</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/stiekum-verduftet/">Stiekum verduftet</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie tut dichʼs Leben watschen,<br />
wenn aus dem Leeren schnellen<br />
Hände, die dich patschen –<br />
ins Dummchen-Eck dich stellen.</p>
<p>Was ist in süße Lüftchen<br />
dir stiekum-still verduftet?<br />
Vom Glückchen warʼs ein Düftchen –<br />
bleibst düftelos vergruftet.</p>
<p>Wohl tutʼs, auf fetten Wiesen<br />
sich suhlen, schnäbeln, schwatzen –<br />
der Wunsch ward abgewiesen,<br />
es regnet Hund und Katzen.</p>
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		<title>Sinnenkitzel durch Wortgewitzel</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/sinneskitzel-durch-wortgewitzel/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/sinneskitzel-durch-wortgewitzel/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Oct 2013 18:47:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Du hockst noch wie das Hühner- vieh auf kotiger Stange in dunkelfeuchtem Pferch? Mein leichtes Wort schwillt kühner, es kitzelt Freiheitsdrange – schon flattert es im Pferch! Ich kann mit Worten klatschen, mein Lieben kann auch patschen – es gackert aus dem Pferch. Fliege mir behende in die offnen Hände! Ich blas in dein Gefieder [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sinneskitzel-durch-wortgewitzel/">Sinnenkitzel durch Wortgewitzel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du hockst noch wie das Hühner-<br />
vieh auf kotiger Stange<br />
in dunkelfeuchtem Pferch?</p>
<p>Mein leichtes Wort schwillt kühner,<br />
es kitzelt Freiheitsdrange –<br />
schon flattert es im Pferch!</p>
<p>Ich kann mit Worten klatschen,<br />
mein Lieben kann auch patschen –<br />
es gackert aus dem Pferch.</p>
<p>Fliege mir behende<br />
in die offnen Hände!<br />
Ich blas in dein Gefieder –<br />
schon bist mein Liebchen wieder!</p>
<p>Du scharrst im trocknen Sande<br />
nach der Erinnrung Samen –<br />
und pickst ein Kieslein auf.</p>
<p>Ich reime dir zum Pfande<br />
des frohen Lebens Rahmen<br />
und heb dir Früchte auf.</p>
<p>Ich kann mit Worten leuchten,<br />
dir Aug und Sinne feuchten –<br />
du liest uns Küsse auf.</p>
<p>Statt Psychoanalyse<br />
gar ich mein Wortgemüse<br />
und wärm dir Herz und Glieder –<br />
schon bist mein Liebchen wieder!</p>
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		<title>Phantastische Paare VI</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-vi/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-vi/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2013 14:40:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Heute: Manfred und die Trollin Die Trollin hob mit blauen Krallen träumerisch der Weiden Schleier auf – so fegt ein Wind die Spleißen von der Tenne. Ihr Blicken war Befehl, am Saum sich zu verhalten – und Manfred tatʼs. Er stemmt den Jutesack mit der erlegten Bache hart auf den Kies … Ihr Lispeln war [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-vi/">Phantastische Paare VI</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heute: Manfred und die Trollin</em></p>
<p>Die Trollin hob mit blauen Krallen<br />
träumerisch der Weiden Schleier auf –<br />
so fegt ein Wind die Spleißen von der Tenne.</p>
<p>Ihr Blicken war Befehl, am Saum sich zu verhalten –<br />
und Manfred tatʼs.<br />
Er stemmt den Jutesack mit der erlegten Bache<br />
hart auf den Kies …</p>
<p>Ihr Lispeln war schon Melodie, die bannte –<br />
und Manfred starrte stumpf.<br />
Sein Brautstand fiel vor ihm entzwei<br />
wie praller Hut des Pilzes, der vermorschte.</p>
<p>Sie sprang mit einem Satz, ein pfiffig Äffchen,<br />
ihm auf den Knorrenbalg des Rückens,<br />
und Manfred trug sie heim.</p>
<p>„Du bist mir Bein und Stab,<br />
gibst du mir Weib und Heim,<br />
bin ich dir Lust und Grab,<br />
bin dir des Todes Keim.“</p>
<p>Und Manfred trug sie heim.</p>
<p>Er wärmte ihr das sämige Süppchen auf,<br />
von Kohl und feingestampftem Brei –<br />
sie tätʼs erbrechen.</p>
<p>Und die spitzen Zähne bleckend,<br />
zischte es aus ihr nach menschenfernem Fraß,<br />
nagendem Getier und hellen Katzenaugen.</p>
<p>Er musst ein zuckend Mäuschen ihr vor Augen halten –<br />
die Pupillen wahnverdreht,<br />
schiebt sich die Zunge vor.</p>
<p>Wie blutig war ihr muscheloffner Mund –<br />
er spuckte abgelutschte Knöchlein.</p>
<p>Schlief er schon lang? Träumte ihm?</p>
<p>Als baumelte der Schatten eines feisten Schuppentiers,<br />
umzittert von der Krause weißer Borsten,<br />
am Fleischerhaken über seiner Stirn.</p>
<p>Als zählte das Tröpfeln des Blutes<br />
aus der Wunde des Kadavers<br />
in den Brunnen des Schlafs,<br />
gleich hohen Zimbeln, die verhallen,<br />
der Stunden Frist ihm vor.</p>
<p>Oder warʼs ein Niederringen eignen Schattens?</p>
<p>Er folgte einem Blitzen elfengrüner Augen<br />
hinab durch Röhren klopfenden Gefühls.</p>
<p>Er schlief schon lang. Ihm träumte.</p>
<p>Der Biss ersehnter Krallen packt die Schultern<br />
und schüttelt seine Beute auf und nieder.</p>
<p>Ein kaltes Horn beschabt sein Bein,<br />
scharrt über seine Waden.</p>
<p>Er will um Rückkehr bittend<br />
den eignen Namen rufen –<br />
doch seine Kehle ist ein wegstibitztes Ei.</p>
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		<title>Phantastische Paare V</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-v/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-v/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Oct 2013 18:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Heute: Augenschön und Psychofax Augenschön war arg verwöhnt, sie möcht auf Blumenkissen ihr Schnurrekätzchen küss- und küssen. Psychofax hätt sie verhöhnt. Psychofax hat sehnsüchtelnd gestöhnt, er möcht mit süß vergornen Träubeln seine Psychofaxen schier betäubeln. Augenschön hätt ihn verhöhnt. Augenschön und Psychofax täten sich auf Blumenkissen wälzen. Sein Seelchen würde eitel Wachs, in ihren Augen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-v/">Phantastische Paare V</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heute: Augenschön und Psychofax</em></p>
<p>Augenschön war arg verwöhnt,<br />
sie möcht auf Blumenkissen<br />
ihr Schnurrekätzchen küss- und küssen.<br />
Psychofax hätt sie verhöhnt.</p>
<p>Psychofax hat sehnsüchtelnd gestöhnt,<br />
er möcht mit süß vergornen Träubeln<br />
seine Psychofaxen schier betäubeln.<br />
Augenschön hätt ihn verhöhnt.</p>
<p>Augenschön und Psychofax<br />
täten sich auf Blumenkissen wälzen.<br />
Sein Seelchen würde eitel Wachs,<br />
in ihren Augen müsst es schmelzen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-v/">Phantastische Paare V</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Phantastische Paare IV</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-iv/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-iv/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2013 19:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Heute: Karl und Ännchen Karl hat sein Pausenbrot halbiert – und wurde dennoch angeschmiert. Ännchen hat ihr Liebesleiden nicht cachiert – ward drob in die Geschlossne expediert. Karl hat den Stammbaum bang studiert – sich einer dunklen Herkunft überführt. Ännchen ward mit Drogen ärztlich stimuliert – ins Kerzenlicht sie immerfortlich stiert. Karl hätt keck das [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-iv/">Phantastische Paare IV</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heute: Karl und Ännchen</em></p>
<p>Karl hat sein Pausenbrot halbiert –<br />
und wurde dennoch angeschmiert.</p>
<p>Ännchen hat ihr Liebesleiden nicht cachiert –<br />
ward drob in die Geschlossne expediert.</p>
<p>Karl hat den Stammbaum bang studiert –<br />
sich einer dunklen Herkunft überführt.</p>
<p>Ännchen ward mit Drogen ärztlich stimuliert –<br />
ins Kerzenlicht sie immerfortlich stiert.</p>
<p>Karl hätt keck das Lichtlein ausgeblasen –<br />
begann darob ein quietsch-fideles Liebe-Rasen.</p>
<p>Karl übte sich darauf in Eitel-Minne-Phrasen –<br />
Ännchen wuchs ein Wärzchen an der Nasen.</p>
<p>Mein Ännchen kost ihr Karlchen auf den Rasen –<br />
sie kreuzen hold die feuchten Turtel-Nasen.</p>
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		<title>Liebesfladen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/liebesfladen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/liebesfladen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2013 19:56:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das Hündchen war nicht mehr zu brauchen – tät in der Kühe Fladen tauchen. Die Liebe hat dich überleckt – mit Wollust köstlich abgeschmeckt. Das Hündchen tät nach Kuchen betteln – und ward gefoppt von trunknen Vetteln. Die Liebe hat dich überpudert – die Wollust honigsüß verludert. Das Hündchen wollt ein Täubchen jagen – tät [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebesfladen/">Liebesfladen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Hündchen war nicht mehr zu brauchen –<br />
tät in der Kühe Fladen tauchen.</p>
<p>Die Liebe hat dich überleckt –<br />
mit Wollust köstlich abgeschmeckt.</p>
<p>Das Hündchen tät nach Kuchen betteln –<br />
und ward gefoppt von trunknen Vetteln.</p>
<p>Die Liebe hat dich überpudert –<br />
die Wollust honigsüß verludert.</p>
<p>Das Hündchen wollt ein Täubchen jagen –<br />
tät aufwärts stierend still verzagen.</p>
<p>Die Liebe hat dich schön gemalt –<br />
die Wollust aus den Knöpfen strahlt.</p>
<p>Das Hündchen tät sich wonnig wälzen –<br />
mit Fladens Wärme still verschmelzen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebesfladen/">Liebesfladen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Phantastische Paare II</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-ii/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2013 15:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Heute: Trude und Poldi Poldi parfümiert mit Lavendeldüften das Klo und tunkt sein stickig Taschentuch in Rosenwasser – als wär erlöst er aus den Grüften seichter Depression und von der Füße Käsgeruch. Gertrud, auch Trude oder Trudchen gern genannt, Trude ist ein flaumen-hummlig Wimperntierchen, das ihren Poldi zu bewimpern ward gesandt und zu berücken mit [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-ii/">Phantastische Paare II</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heute: Trude und Poldi</em></p>
<p>Poldi parfümiert mit Lavendeldüften<br />
das Klo und tunkt sein stickig Taschentuch<br />
in Rosenwasser – als wär erlöst er aus den Grüften<br />
seichter Depression und von der Füße Käsgeruch.</p>
<p>Gertrud, auch Trude oder Trudchen gern genannt,<br />
Trude ist ein flaumen-hummlig Wimperntierchen,<br />
das ihren Poldi zu bewimpern ward gesandt<br />
und zu berücken mit wüstlichen Pläsirchen.</p>
<p>Den Hals umwickelt, die Händ beschuht,<br />
steht mein Trudchen da mit Glühe-Backen:<br />
„Gib mir, mein Poldi, Hut und Blut,<br />
es blies der Herbst mir in den Nacken!“</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare-ii/">Phantastische Paare II</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Phantastische Paare I</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Sep 2013 06:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Heute: Koko &#38; Lores Unsre feine Koko war verdrießlich. Fragst du, was sie hat verdrossen? Die Lektüre des Journales war so ungenießlich, sie fühlte sich von Gift und Geifer überflossen. Unser guter Lores fand es saugemütlich, wie mit Regenschauern ihm der Tag erklang. An Grie Soß tat mittags er sich gütlich. Wie sein verbummelt Herz [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare/">Phantastische Paare I</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heute: Koko &amp; Lores</em></p>
<p>Unsre feine Koko war verdrießlich.<br />
Fragst du, was sie hat verdrossen?<br />
Die Lektüre des Journales war so ungenießlich,<br />
sie fühlte sich von Gift und Geifer überflossen.</p>
<p>Unser guter Lores fand es saugemütlich,<br />
wie mit Regenschauern ihm der Tag erklang.<br />
An Grie Soß tat mittags er sich gütlich.<br />
Wie sein verbummelt Herz der Liebsten dann entgegensang!</p>
<p>Koko bringt den Kuchen mit und ihr Schniefen<br />
wider Weltenwaltens wirren Lauf.<br />
Lores läuft der Welten Lauf unter ferner liefen,<br />
knöpft der Knöpfe Knopf ihr auf.</p>
<p>Endlich regnen Küssens Schauer!<br />
Endlich lehrt sie Liebe Mores:<br />
Aug in Auge – flau und flauer.<br />
„Ich dich Koko, du mich Lores!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/phantastische-paare/">Phantastische Paare I</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Liebessilbenspiel</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/liebessilbenspiel/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/liebessilbenspiel/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Sep 2013 10:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2051</guid>
		<description><![CDATA[<p>Abra und Kadabra sind sich herzlich zugetan: Sind au weia! sie einmal mehr als zwei Zeilen voneinder quer- getrennt, kriegt Kadabra einen Stich – hüstelt, schnieft, au weia! niest, dass Gott erbarm, köpft seinen Kad für das Allerwerteste – was du hier liest, heißt liebeskrank – ist Abrakad. Muss denn sein eigen Abra Kadabra sich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebessilbenspiel/">Liebessilbenspiel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Abra und Kadabra sind sich herzlich<br />
zugetan: Sind au weia! sie einmal mehr<br />
als zwei Zeilen voneinder quer-<br />
getrennt, kriegt Kadabra einen Stich –</p>
<p>hüstelt, schnieft, au weia! niest,<br />
dass Gott erbarm, köpft seinen Kad<br />
für das Allerwerteste – was du hier liest,<br />
heißt liebeskrank – ist Abrakad.</p>
<p>Muss denn sein eigen Abra Kadabra sich<br />
aus dem Kopfe schlagen – au weia, au weher!<br />
Sieh, um den liebestollen Silbendreher<br />
schmiegt sich da die schöne Abra buchstäblich.</p>
<p>Sie lieben sich, so du liest: Abrakadabra.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebessilbenspiel/">Liebessilbenspiel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Er sprach mit seinem Knie</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/er-sprach-mit-seinem-knie/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/er-sprach-mit-seinem-knie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2013 19:12:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1932</guid>
		<description><![CDATA[<p>Bethmannpark, Frankfurt am Main Da tätschelte wer eines seiner Knie und umfasste sanft die Scheibe wie mit feingespreitzten Fingern des Busens volles Maß der Plastiker. Sprach ihm zu das Hätschelknie: „Heute haben wir wieder einander gute Dienste getan. Mensch, lege dich zur Ruh, dein Knie bleibt wach!“ Sprach der Arbeitsmann auf der Parkbank in gestreiftem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/er-sprach-mit-seinem-knie/">Er sprach mit seinem Knie</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bethmannpark, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Da tätschelte wer eines seiner Knie<br />
und umfasste sanft die Scheibe<br />
wie mit feingespreitzten Fingern<br />
des Busens volles Maß der Plastiker.</p>
<p>Sprach ihm zu das Hätschelknie:<br />
„Heute haben wir wieder einander gute Dienste getan.<br />
Mensch, lege dich zur Ruh,<br />
dein Knie bleibt wach!“</p>
<p>Sprach der Arbeitsmann auf der Parkbank<br />
in gestreiftem Flanellhemd und blauer Jeans,<br />
mit Schiebermütze und biegsamen Lederschuhen,<br />
in die Hosentasche gerollt die Zeitung,<br />
der Allerweltsmeinung stumpfes Schwert:</p>
<p>„Mein liebes Knie, du schweige still<br />
am Ende dieses Tags voll Schufterei,<br />
was wärst du denn ohne meinen Herrschersinn,<br />
der ins Weite blickt,<br />
in ferne Ziele überm Horizont,<br />
an die du brav mich führen darfst,<br />
doch ohne meinen Weitblick nie gelangst.“</p>
<p>Sprach das geknickte Knie:<br />
„Würd ich ob deiner schnöden Rede<br />
mich entzünden, kämst du nicht mehr weit,<br />
zögest nach das krumme Bein,<br />
schlepptest hin dein maledeites Sein!“</p>
<p>Sprach der Mützenmann missvergnügt zu seinem Fuß:<br />
„Du füßelst hündisch-wulstiglich mir zu,<br />
mein starker Fuß, tapfer durch die Straßen<br />
dieser bösen Welt trägst du mich frag- und arglos,<br />
du bist meine Hundefuß,<br />
ich schick dir meinen Küssegruß.“</p>
<p>Sprach sinnig drauf der erstgeliebte rechte Fuß<br />
zum Arbeitsmännlein mit der rauhen Werktagshand:</p>
<p>„Mich küssen tätst du nie und nimmer,<br />
so krumm du bist,<br />
so tief krümmst du dich nicht im Traum!<br />
Hab schnell mal acht:<br />
Wenn ich dereinst der Welt und ihrem bösen Drang entsage,<br />
mich ganz verklumpe und verkloße,<br />
und mag nicht mehr das Weite suchen,<br />
weil das gefundene Weite ist so eng –<br />
dann wirf die Mütze hin,<br />
entlass das schorfe Knie<br />
und leg klumpfüßig dich ins faule Bett<br />
der Träumer, Dichter, Sänger –<br />
lieblich-geheimer Quell all deiner Kunst<br />
seien dir die scharfen Bisse meiner Gicht!“</p>
<p>Da schaut der bitterlich verdutzte Kappenmann<br />
mit dunkler Sehnsucht auf die linke Hand<br />
und mit der rechten klopft er ihr<br />
zart auf die holde Maus,<br />
als wolle er sie wecken:</p>
<p>„O traute Fühlungshand, erhebe dich und zeige mir<br />
den Weg aus diesem Labyrinth<br />
hundsföttischen Zwiegesprächs!“</p>
<p>Da hebt die Knorrenhand des Arbeitsmanns<br />
sich träumerisch empor und fächelt<br />
weich die Luft und winkt und winkt –<br />
der alte Mann steht von der Parkbank auf.</p>
<p>Erleichtert eilt er auf den lieben Freund jetzt zu,<br />
auf den er hier gewartet hat.</p>
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		<title>Auf Jenseitspfaden II</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/auf-jenseitspfaden-ii/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/auf-jenseitspfaden-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Jun 2013 11:56:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1471</guid>
		<description><![CDATA[<p>… denn in ewigem Streit umarmen sich Satan und Gott … Gebannt vom Funkeln im Auge des andern oder vom eignen dort widergespiegelt – näht ihnen Wangen und Stirnen zusammen, Lenden und Bäuche, wenn umeinander sie sich wälzen und walzen, mit elektrischem Kleber die universelle Liebe. So zerfetzen sie sich die Häute, wenn sie sich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/auf-jenseitspfaden-ii/">Auf Jenseitspfaden II</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>… denn in ewigem Streit umarmen sich Satan und Gott …</em></p>
<p>Gebannt vom Funkeln im Auge des andern<br />
oder vom eignen dort widergespiegelt –<br />
näht ihnen Wangen und Stirnen zusammen,<br />
Lenden und Bäuche,<br />
wenn umeinander sie sich wälzen und walzen,<br />
mit elektrischem Kleber<br />
die universelle Liebe.</p>
<p>So zerfetzen sie sich die Häute,<br />
wenn sie sich trennen,<br />
in den Winkeln Atem zu schöpfen.</p>
<p>Die sie gedacht, sie geschaffen,<br />
die höchste Macht allen Anfangs,<br />
stürzt die Kreaturen des Abfalls in Nacht,<br />
wie sie strahlt aus den Augen der Engel.</p>
<p>Betäubt vom Geruch fremden Fleisches<br />
oder vom eignen mit diesem vermengt –<br />
verbeißen sie sich in Ohren und Hälse,<br />
Hände und Eingeweide,<br />
reißt ihnen auf mit Messern der Blicke<br />
die Krusten tauben Gefühls<br />
die universelle Liebe.</p>
<p>So sehen sie sich entstellt,<br />
wenn sie sich trennen,<br />
in den Winkeln zu schlafen.</p>
<p>Die sie gedacht, sie geschaffen,<br />
die höchste Macht allen Anfangs,<br />
stürzt die Kreaturen des Abfalls in Nacht,<br />
wie sie strahlt aus den Augen der Engel.</p>
<p>Behext vom Hauch fremden Mundes<br />
oder vom eignen mit diesem zurückgeströmt –<br />
schlagen sie sich mit Beilen<br />
des Banns und der Flüche<br />
einander die Köpfe vom Rumpf,<br />
verrunzelte Früchte am Baum<br />
der universellen Liebe.</p>
<p>Satan näht ihnen die Köpfe wieder an,<br />
doch falsche, vertauschte,<br />
für ein blutiges Maskenfest.</p>
<p>Die sie gedacht, sie geschaffen,<br />
die höchste Macht allen Anfangs,<br />
stürzt die Kreaturen des Abfalls in Nacht,<br />
wie sie strahlt aus den Augen der Engel.</p>
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		<title>Metamorföschen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/metamorfoschen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/metamorfoschen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 09:35:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1468</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ein Tropfen Spätburgunderwein roll ich über deine Zunge, wenn im Traum du sprichst. Ein Sonnenfleckchen tänzel ich im Haargeflausch, wenn du dich kämmst. Ein feinstes Flimmertierchen schwimm unter deinem Lid ich, wenn du dich schlaflos wälzt. Eine Sommersprosse platzʼ auf deiner Stirn ich plötzlich auf, wenn dir ein Seufzen kommt. Im Ticke-Tack der Küchenuhr geh [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/metamorfoschen/">Metamorföschen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Tropfen Spätburgunderwein<br />
roll ich über deine Zunge,<br />
wenn im Traum du sprichst.</p>
<p>Ein Sonnenfleckchen tänzel<br />
ich im Haargeflausch,<br />
wenn du dich kämmst.</p>
<p>Ein feinstes Flimmertierchen schwimm<br />
unter deinem Lid ich,<br />
wenn du dich schlaflos wälzt.</p>
<p>Eine Sommersprosse platzʼ<br />
auf deiner Stirn ich plötzlich auf,<br />
wenn dir ein Seufzen kommt.</p>
<p>Im Ticke-Tack der Küchenuhr<br />
geh um ich irrend her und hin,<br />
wenn du einen Kuchen backst.</p>
<p>Der upps! vom Blatt abfällt,<br />
der goldgrüne Käfer bin ich,<br />
wenn du die Pflanzen gießt.</p>
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		<title>Die weiße Welt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-weisse-welt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-weisse-welt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2013 16:44:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Weiß sind die Flüsse, weiß die Steine, weiß sind die Haare, die Augen, die Lippen, die Zungen sind weiß. Das Oben ist weiß wie das Unten, das Gestern so weiß wie das Morgen, gleich weiß sind Ich und Du. Mit den weißen Zungen schlürfen die Wesen auf weißem Hügel, wie zu Gebeten gereckt zur blühenden [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-weisse-welt/">Die weiße Welt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Weiß sind die Flüsse, weiß die Steine,<br />
weiß sind die Haare,<br />
die Augen, die Lippen, die Zungen sind weiß.</p>
<p>Das Oben ist weiß wie das Unten,<br />
das Gestern so weiß wie das Morgen,<br />
gleich weiß sind Ich und Du.</p>
<p>Mit den weißen Zungen schlürfen<br />
die Wesen auf weißem Hügel,<br />
wie zu Gebeten gereckt<br />
zur blühenden weißen Wolke,<br />
milchige Tropfen Lichts,<br />
Nahrung, die das Hunger-Grau<br />
ihrer qualligen Leiber wieder<br />
ausbleicht und weißt.</p>
<p>Manchmal verfinstert die Wolke sich purpurn.<br />
Ein Wind kommt auf, ein Brausen.<br />
Dann halten die Weißen sich<br />
an den Tentakel-Händen<br />
und summend wiegen sie sich.</p>
<p>Es fallen wie schwarze Tropfen<br />
Rätselworte von der Wolke herab,<br />
und wie Scharen von Schrecken<br />
den weißen Weizen schwärzen –<br />
wird den weißen Wesen schwarz<br />
vor den Schwärmen der Sprüche.</p>
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		</item>
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		<title>Endmoränen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/endmoranen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/endmoranen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2013 18:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1435</guid>
		<description><![CDATA[<p>Von den Privilegien und Charismen wird bleiben am gleichguten Ende: „Der da stirbt früher als ich, die da überlebt mich.“ Vom Unterschied der Geschlechter wird bleiben am gleichguten Ende: „Bist du eine rechts- oder linksdrehende Retorte?“ Von den Distinktionen der Bildung wird bleiben am gleichguten Ende: „Ist sein Doktorhut aus Pappe oder Filz?“ Von der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/endmoranen/">Endmoränen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Von den Privilegien und Charismen<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Der da stirbt früher als ich, die da überlebt mich.“</p>
<p>Vom Unterschied der Geschlechter<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Bist du eine rechts- oder linksdrehende Retorte?“</p>
<p>Von den Distinktionen der Bildung<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Ist sein Doktorhut aus Pappe oder Filz?“</p>
<p>Von der Vielfalt der Landschaften<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Ist dies noch Mannheim oder schon Frankfurt?“</p>
<p>Von der Vielfalt der Sprachen<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Ist dies noch Imperial 8.0 oder schon 9.0?“</p>
<p>Vom Unterschied der Rassen<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Bist du terrestrisch oder kosmisch verdünnt?“</p>
<p>Vom Unterschied zwischen Tier und Mensch<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Ist dein Echolot transplantiert oder schon Eigengewächs?“</p>
<p>Vom Unterschied zwischen Sommer und Winter<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Blüht es oder schneit es?“</p>
<p>Vom Unterschied der Religionen<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Tippst du auf Gog oder Magog?“</p>
<p>Vom Unterschied der Küchen<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Spritzt du noch oder benutzt du schon die Kanüle?“</p>
<p>Von der Vielfalt der Gesichter<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Wechselst du die Maske täglich oder wöchentlich?“</p>
<p>Vom Unterschied der Lebenden und der Wiedergänger<br />
wird bleiben am gleichguten Ende:<br />
„Zeugst du noch oder klonst du schon?“</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/endmoranen/">Endmoränen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich will dein Smartphone sein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ich-will-dein-smartphone-sein/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ich-will-dein-smartphone-sein/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2013 07:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dann bin ich Tag und Nacht bei dir. Du lässt mich nicht mehr aus den Augen. Du kannst die Finger von mir nicht lassen. Ich will dein Smartphone sein. Nachts lieg ich neben dir im Bett. Mein Screen behaucht an deinem Mund. Manchmal leuchte nachts ich ohne Grund. Ich will dein Smartphone sein. Ich bin [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ich-will-dein-smartphone-sein/">Ich will dein Smartphone sein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dann bin ich Tag und Nacht bei dir.<br />
Du lässt mich nicht mehr aus den Augen.<br />
Du kannst die Finger von mir nicht lassen.</p>
<p>Ich will dein Smartphone sein.</p>
<p>Nachts lieg ich neben dir im Bett.<br />
Mein Screen behaucht an deinem Mund.<br />
Manchmal leuchte nachts ich ohne Grund.</p>
<p>Ich will dein Smartphone sein.</p>
<p>Ich bin mit dir total intim.<br />
Ständig musst du auf mir wischen.<br />
Ständig bist in mich vergafft.</p>
<p>Ich will dein Smartphone sein.</p>
<p>Du bist mit mir total intim.<br />
Ich lese alles, was du liest<br />
und was du chattest, mailst und simst.</p>
<p>Ich will dein Smartphone sein.</p>
<p>Und plötzlich öffnet mir dein Touch<br />
ein Bild von diesem angegelten Beau.<br />
Hallo, ich binʼs, der dir es halten muss.</p>
<p>Und dann les ich diesen Kitsch,<br />
ständig ins Gesicht mir eingetippt:<br />
„Keiner schöner, keiner zärtlicher …“</p>
<p>Ich will dein Smartphone sein.</p>
<p>Mit deinen blauen Augen gleitet über mich<br />
die Angst. Schon beim ersten „L“,<br />
mit dem du mich schlägst, stürz ich ab.</p>
<p>Ich kann dein Smartphone nicht mehr sein.</p>
<p>Ich lieg auf einem Schrottberg toter Phones.<br />
Mein Screen bleibt unbehaucht, ist kalt.<br />
Manchmal leuchte nachts ich ohne Grund.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Lurch siegt über den Delphin</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-lurch-siegt-uber-den-delphin/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-lurch-siegt-uber-den-delphin/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2013 13:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Krieg ist der Vater aller Dinge Die Kleinen, Lauen und Schwachen wollen sich bergen, in den Kissen dösen, die Musik des Verdauens hören, den Panzen reiben an flackernder Flamme. Die Faulen, Fiesen und Hässlichen, die dunklen Ansitzer lehnen ihre Hütten aus Blech und Pappe gegen die Burg, wo hoch der weiße Tempel leuchtet und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-lurch-siegt-uber-den-delphin/">Der Lurch siegt über den Delphin</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Krieg ist der Vater aller Dinge<br />
</em><br />
Die Kleinen, Lauen und Schwachen wollen sich bergen,<br />
in den Kissen dösen, die Musik des Verdauens hören,<br />
den Panzen reiben an flackernder Flamme.</p>
<p>Die Faulen, Fiesen und Hässlichen, die dunklen Ansitzer<br />
lehnen ihre Hütten aus Blech und Pappe gegen die Burg,<br />
wo hoch der weiße Tempel leuchtet und dröhnt.</p>
<p>Die Hellen, Hohen und Geistvollen finden Grund<br />
für neue Saaten, auf schäumender Woge greifen sie<br />
nach Sternen, sie prägen neue Namen für Städte und Götter.</p>
<p>Die Schönen, Edlen und Glänzenden münzen Begriffe<br />
zu Wegscheiden des Denkens, sie taufen auf adlige Namen,<br />
aus seltenster Frucht rühren sie das Chrisma dem König.</p>
<p>Die Lahmen, Stumpfen und Dumpfen ölen die Kehlen<br />
mit Liedern des Grauens, mit Schluchzen. Sie sehen<br />
die Funken des Aufstandes sprühen, den Horizont röten.</p>
<p>Die Schartigen, Stinker und Stänker hassen, was sich selber genug,<br />
das Schöne, was den Göttern hold. So vergällt dem Krummen<br />
der stolze Schritt, der leichte Sprung des Kriegers das Leben.</p>
<p>Die Großen, Heiteren und Rosigen dürstetʼs nach Wind<br />
und nach Fahrt, sie lassen flattern Haare, Fahnen und Segel.<br />
Sie lieben den Feind, der ihnen Sieg schenkt und Ruhm.</p>
<p>Die Meister, Erbauer und Gründer lieben die geballte Faust,<br />
den weichen, ergebenen Mund, den lichten Schatten des Schlafs,<br />
umsungen von epischer Lieder schäumendem Kiel.</p>
<p>Die Bleichen, Verhetzten und Träumer schwitzen Nass der Angst,<br />
Geifer der Ohnmacht, ungestillter Sehnsüchte Harn.<br />
Sie brauen sich Gifte, kochen tödlichen Sud.</p>
<p>Die Gnomen, Hexen und Zauberer springen den Sprung,<br />
sprechen den Spruch, im tiefen Grauen der Nacht kommen sie<br />
zu den Bächen, den Brunnen, verschütten den Tod.</p>
<p>Gerissen, gebröckelt ist das Fresco der homerischen Schlacht.<br />
Von fröhlicher Meerfahrt blieb ein kopfloser Putto<br />
und sein graziler Rausch auf dem Rücken der Nymphe.</p>
<p>Das Stumpfe und Faule siegt über den Charme sich verjüngenden Lebens,<br />
der Schmarotzer über die Frucht, der Lurch über den Delphin.<br />
Doch am Tode des Wirts findet auch der Parasit sein Ziel.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-lurch-siegt-uber-den-delphin/">Der Lurch siegt über den Delphin</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die rosige Luft dieses Dämmerns</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-rosige-luft-dieses-dammerns/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-rosige-luft-dieses-dammerns/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Jun 2013 14:44:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1388</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ihr aber plaudert im schattigen Garten, bewundert die Lilien, Atmet die traumesschwangere Luft. Und alles willfahrt euch, Mit einem Wimpernschlag, einem Lächeln, das heimliche Wünsche Offenbart. Und Flaschen werden entkorkt, es verzieren Vasen geschliffenen Glases, Vasen mit duftenden Blumen Tische und farbige Kacheln, bemalte. Luftige Seide Knistert um die Hüften der Frauen, die haben sich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-rosige-luft-dieses-dammerns/">Die rosige Luft dieses Dämmerns</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr aber plaudert im schattigen Garten, bewundert die Lilien,<br />
Atmet die traumesschwangere Luft. Und alles willfahrt euch,<br />
Mit einem Wimpernschlag, einem Lächeln, das heimliche Wünsche<br />
Offenbart. Und Flaschen werden entkorkt, es verzieren<br />
Vasen geschliffenen Glases, Vasen mit duftenden Blumen<br />
Tische und farbige Kacheln, bemalte. Luftige Seide<br />
Knistert um die Hüften der Frauen, die haben sich Blüten<br />
In die üppig gelockten Haare gesteckt oder goldne,<br />
Silberne Spangen, die Kranichen ähneln, Greifen und Schlangen.<br />
Sanfter, weicher Wohlklang von zartgestrichenen Saiten –<br />
Kindlich, fraulich, verträumt tönen fremdländische Lieder.</p>
<p>Du aber führst, männlich gereift, das Wort unter Männern.<br />
Frauen lauschen dir gern, es schwillt auf der Stirn dir die Ader.<br />
Meinungen gelten dir nichts, nur der Hauch zählt, nicht dürre Botschaft.<br />
Mit den Worten zu spielen verstehst du, dich wiegend zu tänzeln.<br />
Alles bewundert dich ob der Heiterkeit deiner Sinne,<br />
Alles feiert die Nonchalence, die Anmut des Vortrags,<br />
Nichts zu verkünden sei Gipfel der Freiheit, irenisch-ironische Weisheit.</p>
<p>Du aber schwebst in Wahrheit nackt überm Rasen des Gartens,<br />
Siehst dicht vor Augen die Tautropfen perlen, krabbeln die Käfer,<br />
Spürst, wie mählich du niedersinkst, das Kitzeln der Gräser,<br />
Brennen giftiger Blütensäfte an den schutzlosen Lenden.<br />
Plötzlich bist du ins dunkle Erdreich entrückt, und doch kannst du atmen,<br />
Fühlen, sinnen. Du hörst überm wilden Herzschlage singen<br />
Chöre, du weißt nicht, ob ihre Schönheit himmlisch oder satanisch.</p>
<p>Jetzt löst dein Bewusstsein sich auf in den Staub und die Asche<br />
Jener, die singen, der Toten ohne Zahl, unschuldiger Kinder,<br />
Frauen unerfüllter Sehnsucht des Lebens, Männern verlorener Ehre,<br />
Kämpfend um zweifelhaftes Gut, geopfert für Lügen,<br />
Mädchen, denen die Puppe entglitt beim Gesang der Sirenen.</p>
<p>Deine Gliedmaßen fühlst du entschränkt, die Arme, die Beine<br />
Erdwärts wachsen sie nun, bilden Wurzeln und Fasern, sie knospen,<br />
Saugen die Tränen der Toten. Der Fruchtknoten ichlosen Kopfes<br />
Hat sich zur Wurzelknolle verdickt dir, einzelne Zweige<br />
Recken zaghaft sich schon in die rosige Luft dieses Dämmerns.</p>
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		<title>Auf Jenseitspfaden</title>
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		<pubDate>Tue, 28 May 2013 19:20:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wasserläufe, weiß und schwarz, grünliches Rinnen, Bläulich. Geröll verschiebt sich, zerspleißt unter trockenen Blitzen. Flüstern, Züngeln aus purpurnem Schlund gestachelten Lebens. Aufgebuckelter Schild aus Horn, scharfkantige Greifer Sandaufwühlender Gier. Antennen, glühende Punkte, Tastend, äugend nach Klümpchen scharwenzelnden Fleisches. Wackel-Gekrabbel tausender stochernder Füße und Füßchen, Tausender Fühler, partikeldurchstöberte Lüfte erfühlend. Flüstern, Knittern, Schrubben, als würden aus [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/auf-jenseitspfaden/">Auf Jenseitspfaden</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wasserläufe, weiß und schwarz, grünliches Rinnen,<br />
Bläulich. Geröll verschiebt sich, zerspleißt unter trockenen Blitzen.<br />
Flüstern, Züngeln aus purpurnem Schlund gestachelten Lebens.<br />
Aufgebuckelter Schild aus Horn, scharfkantige Greifer<br />
Sandaufwühlender Gier. Antennen, glühende Punkte,<br />
Tastend, äugend nach Klümpchen scharwenzelnden Fleisches.<br />
Wackel-Gekrabbel tausender stochernder Füße und Füßchen,<br />
Tausender Fühler, partikeldurchstöberte Lüfte erfühlend.<br />
Flüstern, Knittern, Schrubben, als würden aus Ritzen der Wände<br />
Rieseln vergipste, gepresste Träume gehässiger Wesen.<br />
Umgestürzt auf die moosigen Panzer zittern sie weiter,<br />
Girren und flirren nach Liebesverdauung, Verdopplung<br />
In ein gespiegeltes Sein. Sie spannen auf tötende Küsse.<br />
Schlafend schwanken an Leuchtkorallen die auswärts gestülpten<br />
Leiber. Aus schluchzenden Drüsen tröpfelt milchige Lymphe.</p>
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		<title>Ein Geheimdiplomat auf Abwegen</title>
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		<pubDate>Fri, 24 May 2013 16:39:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Epopöe]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Mäuse-Epopöechen Muselrich, Geheimdiplomat in Hintermusien, Diente dem Kanzler, dem Herrn mit der straffenden Gürtel- Spange und immer nervös zitternden Härchen der Nase Willig ergeben. Der Kanzler vertrat die universalen Mäuserechte, allen voran das freie Wispergetümmel Allgemeinen Maustums. Denn grenzenlos sollten sie mausen. Und der alten Sitte von Herkunft und Eigenwüchsigkeit spotten, All der eigentümlichen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ein-geheimdiplomat-auf-abwegen/">Ein Geheimdiplomat auf Abwegen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Mäuse-Epopöechen</em></p>
<p>Muselrich, Geheimdiplomat in Hintermusien,<br />
Diente dem Kanzler, dem Herrn mit der straffenden Gürtel-<br />
Spange und immer nervös zitternden Härchen der Nase<br />
Willig ergeben. Der Kanzler vertrat die universalen<br />
Mäuserechte, allen voran das freie Wispergetümmel<br />
Allgemeinen Maustums. Denn grenzenlos sollten sie mausen.<br />
Und der alten Sitte von Herkunft und Eigenwüchsigkeit spotten,<br />
All der eigentümlichen Zungen der Heimat vergessen.<br />
Mausesperanto erlernen fürs Gerede ohne den Herzton,<br />
Schöne Phrasen, die alle kapieren, doch keiner bestehn mag.</p>
<p>Muselrich, hochdekoriert mit dem Bauchgebinde aus Purpur,<br />
Silberplättchenband um das heikel verschlungene Schwänzchen,<br />
Alles für Mühen, Tränen und perlenden Schweiß in dem Kampfe<br />
Wider den Ungeist der Zeit, die Verfemung, Verspottung<br />
Wüstentümlichen Maustums, das nicht so artig zu fiepen<br />
Wusste wie Mäusel und Mutz, sondern flirrend-girrenden Sound aus<br />
Öden, Eilanden, Mausmetropolen des Südens und Ostens<br />
Hintermusien eingebrockt hat. Muselrich wusste: Die Urmaus<br />
Lebt und webt in uns allen, so hat sie der ewige Schöpfer<br />
Eingeblasen mit mächtigem Fiep auf immer und ewig.<br />
So galt Muselrichs ganze Kraft dem edlen Geschäfte,<br />
Bild und Geist der Urmaus zu wahren, das Zerrbild zu tilgen.</p>
<p>Also geschahʼs, dass die Order erging, es habe im Amte,<br />
Hurtig sich einzufinden im hohen Hause der Mäusel<br />
Muselrich. Der kam im Barett und gescheuerten Stiefeln,<br />
Schritt behend durch den hohen lichtdurchfluteten Saale<br />
Zu dem feinen Herrn mit der Gürtelspange. Der lächelt<br />
Hold ihn an, die Härchen der Nase zitterten mutvoll,<br />
Und er reicht ihm, in duftiges Leder gebunden, versiegelt,<br />
Auf dem Frontispiz prangt der Urmaus schimmerndes Abbild,<br />
Einen Folioband, strotzend von Mäusegesetzen<br />
Und Paränesen, flammend-verdammend, von Kanzlers<br />
Eigener Handschrift. „Den giltʼs, mein Muselrich“, hub er<br />
An mit fiepender Stimme, „unbeschadet über die Grenzen<br />
Nach dem feindlichen Mausetanien zu bringen, zu tragen<br />
Vor den krustierten Federthron der schamlosen Mäusin,<br />
Feindin des freien Mäusetums, Tyrannin und Götzin<br />
Sklavischer Sitten und üppig verschwendeten Reichtums,<br />
Gütern, die schrundige Pfoten und sehnige Glieder der Armen<br />
Für das Kitzelgelüst und den Sinnenrausch der Verderbten<br />
Schmählich geschuftet. Meuchelmuse muss von nun an<br />
Lassen die Höhnung und die Verletzung der universalen<br />
Mäuserechte. Lassen muss die Tyrannin von der Versklavung<br />
Eigenen Volks, Verprassen von Gütern der Mäuseproleten.</p>
<p>Nimmt die Herzlose, gerechten Maustums Entwöhnte, nicht Wille,<br />
Nicht Verstand in die öligen Pfötchen, siegelt mit eigenen Pfoten<br />
Diesen Band mit den heiligen Rechten der Urmaus nicht willig,<br />
Musst, lieber Muselrich, mit harten Sanktionen du drohen:<br />
Wir sind in Waffen, gilt es die Würde und Freiheit des Maustums!“</p>
<p>Muselrich strebte geschwollener Brust zum Ausgang des Saales,<br />
Seiner hohen Mission Würde und kitzlige Botschaft<br />
Mäuselmam und den lieben Kleinen zu Hause zu künden.<br />
Das gab ein Schwänzeln und Tänzeln, ein freudiges Nas-an-Näschen-<br />
Reiben, ein Schulterklopfen und ach ein schmerzliches Scheiden.<br />
Muselrich blickt noch einmal zurück: Betränt sind die Äuglein<br />
Der geliebten Mäusin, die Kleinen verhuscht unter der Schürze<br />
Mamas, und von innen die verlöschenden Kerzen des Abschieds<br />
Leuchten überm bescheidenen Glanze biederen Maustums.</p>
<p>Glühend, wahnsprühend rollt die Sonne über die Wüste<br />
Mausetaniens. Schlangen, gelb-rötlich gestreift, und schuppige<br />
Echsen schlüpfen und huschen im Sand. Gespaltene Zungen<br />
lecken an brandigem Blattwerk, brüchige Hufe, gespreizte<br />
Krallen durchritzen gierig die rissige Kruste nach Wasser.<br />
Lebens wollüstige Bilder halluzinieren an jedem<br />
Horizont, an jeder Grenze und Schwelle die Wesen<br />
Mausetanischen Lands. So lebt das uralte Maustum<br />
Stolz, hoffärtig, berauscht am Ruhme siegreicher Ahnen<br />
Und dem Glanz, dem Purpurdunst des mausischen Hofstaats,<br />
In den dunklen Gängen, erhaben gewölbten Hallen<br />
Unter dem brennenden Sand. Hier siehst du ein Wunder der Künste<br />
Ragend zum künstlich besternten Rund, aus mauszarten Knochen<br />
Zierlich gefügt, von fächelnden Federn umhüllt, den ererbten<br />
Heiligen Thron der hymnisch gerufenen Götzin<br />
Meuchelmuse. Von ihrem Hofstaat geleitet, nimmt sie<br />
Huldvoll Platz, sie reckt das glückliche Pfötchen ins Leuchten<br />
Tausender Fackeln, es leuchtet der Ring mit dem köstlichen Mondstein.</p>
<p>Den zu küssen mit bravem Knicks und spitzigen Lippen<br />
Kommt nun Mäusin und Maus, aufsingen des staatlichen Chores<br />
Weltberühmte Stimmen und vielbeklatscht die Eunuchen,<br />
Mäusekastraten, den Feinden Hintermusiens als Knaben<br />
Meuchlings geraubt und am Hofe geweiht dem höheren Zwecke,<br />
Fein und rein, verwegen schwellend den Ruhm zu singen<br />
Meuchelmuses, der Herrin. Auf Hälmchen, hohlen Vogel-<br />
Knöchelchen, Muschelhörnchen zupfen und geigen und blasen<br />
Mausetaniens musische Mäusesöhne und -töchter.<br />
Nun steigen duftig-zuckrige Töne auf, erglänzen<br />
Perlenbesetzte Schühchen, das Ballett der schimmerndsten Schönen<br />
Wallt über die blütenbesamten Decken des blauenden Saales.<br />
Keck die Hofzwergenmäuse springen jodelnd dazwischen.</p>
<p>Nun wird perlendes Nass aus Bechern grünen Kristalles,<br />
Wird in geschnitzten Schalen der Nuss der Tau von den Blumen,<br />
Violenpollen, der Orchideen Säfte kredenzt. Dazu reicht man<br />
Beeren, Nachtigalleneier, Samenkörner der Hirse und Gerste.<br />
Mehr und mehr steigt der Kastraten Singsang, des Chores Gesummse,<br />
Steigen die Säfte, die lieblichen Mächte zu Herzen, zu Köpfchen<br />
Meuchelmuse und allen festlich Gestimmten. Da zeigt sich die Herrin<br />
Weichen Sinns und benetzter Wange beim Seufzen des Liedes,<br />
Das ihr kniend Rotmaus, der armenische Sänger entbietet.<br />
Wohlig reckt sie die Füßchen, die mit Troddeln lockenden Beinchen,<br />
Reibt das rosige Pöchen auf dem rosenblättrigen Pfühle.<br />
Blitzender Finger schnippt, und leise senkt sich der Vorhang,<br />
Wie die samten enthauchende Nacht, wenn die Irisblume des Himmels<br />
Letzte Strahlen gegönnt und dem Mondlicht ergeben sich hinbeugt.</p>
<p>Hierhinein, in den Abgrund entbundener Sinne und unkeuschen Schnalzens,<br />
Musste Muselrich es verschlagen, den biederen Mäusel.<br />
Doch geröteter Wange waltet er streng seines Amtes,<br />
Lässt den voluminösen Band der gerechten Sprüche<br />
Mäuserechtlicher Wahrheit rollen auf einem Wagen<br />
In den Feenpalast der mausetanischen Herrschaft.<br />
Wie die Feenmäuschen glotzen, es versagen stimmlich<br />
Rotmaus und Kastraten, Chor und Orchester verstummen.<br />
Schrilles Fiepen hinter wollustwogendem Vorhang bricht ab jetzt:<br />
Durch einen Schlitz aufblitzen der stolzen Königin Äuglein,<br />
Und die Herrin zeigt sich gelassen, entbietet gar höflich<br />
Grüße und Küsse der Hand. Das Preisen des weisen Geschenkes,<br />
Sinnreich vorgetragen vom Gast, unterbricht sie ironisch,<br />
Schnippisch das Pfötchen flaggend. Balsam der Stille dem Gast sei,<br />
Ausgedörrt von Wüstenpfaden und diplomatischem Hochsinn,<br />
Angediehen. Geleitet wird zagen Mutes die biedere Graumaus<br />
Zu den hintern Gemächern, verkleidet mit Schuppen der Echse,<br />
Mit den Flammenhäuten der Schlange bedeckt. Dort soll er<br />
Müßig harren der kommenden Dinge und derweil sich gütlich<br />
Tun an den Düften, Salben und Diensten gehobenen Luxus.</p>
<p>Und so kommtʼs, wie es kommen musste: Die rosige Zofe<br />
Muselmohn nimmt seiner sich an, sie knöpft ihm den lästigen<br />
Diplomatenlatz auf und streckt die plustrigen Daunen<br />
Ihm unter dankbaren Rücken. Wie sie sich beugt über die Stirne<br />
Ganz hingekuschelten Mäusrichs und er gewahrt die rosige Ründe<br />
Sich entzünden in tiefem Dekolleté der leise summenden Zofe,<br />
Da beginnen die Mausheitsträume zu blassen, die Sprüche,<br />
All die geharnischten edlen Formeln, sie kringeln sich plötzlich<br />
Anmutvoll wie das ihn umschlängelnde Schwänzchen der schönen<br />
Dienerin. Strenge Weisheit will feiern. Was Sklaven! Was Hofstaat!<br />
Hier doch rauschen die Feste, die Herzen schwimmen in süßen<br />
Illusionen, Musik ist der Tugenden höchste und schönste.</p>
<p>So vergaß unter den duftenden Pfötchen der Liebe, bei sinnen-<br />
Frohen Festen in illuminierter Grotte der Mausrich<br />
Seines Auftrags, des hohen Amtes, der universalen Geltung<br />
Mäuslicher Rechte und Pflichten. Der Heimat vergaß er,<br />
Neuen Sehnens Düfte ließen ihm Gattin und Kinder<br />
Fern entrücken. Als Mundschenk der Königin lebte dahin er,<br />
Hymnen verfasst er der Herrschaft des Schönen, des lieblichen Rausches.</p>
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