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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Philosophische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
	<lastBuildDate>Wed, 15 Apr 2026 09:41:10 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Trug-Stern</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2014 19:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Schmatzen, Girren – mit Blüten verweht. Flehen, Schreien – erstickt unter Schnee. Wie vollenden, wenn die Wurzel abgetötet ist? Taubes Gefühl, Teich unterm Eis. Trug-Wort, harter Kristall, undeklinierbar für allzu weiche Lippen. Wie vollenden, wenn vorm Klotz einer Frage traumesschwerer Hand der Meißel entsinkt? Taubes Gefühl, und du stiehlst dich an Menschen vorbei, wie an [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-loch-der-syntax/">Trug-Stern</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Schmatzen, Girren –<br />
mit Blüten verweht.</em></p>
<p><em>Flehen, Schreien –</em><br />
<em> erstickt unter Schnee.</em></p>
<p>Wie vollenden,<br />
wenn die Wurzel abgetötet ist?</p>
<p>Taubes Gefühl,<br />
Teich unterm Eis.</p>
<p>Trug-Wort,<br />
harter Kristall,<br />
undeklinierbar<br />
für allzu weiche Lippen.</p>
<p>Wie vollenden,<br />
wenn vorm Klotz einer Frage<br />
traumesschwerer Hand<br />
der Meißel entsinkt?</p>
<p>Taubes Gefühl,<br />
und du stiehlst dich an Menschen vorbei,<br />
wie an Sirenen,<br />
die um Liebestod singen.</p>
<p>Trug-Stern,<br />
Auge,<br />
heller Lidschlag,<br />
der das Dunkel beschwört.</p>
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		<title>Das verpasste Wunder</title>
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		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-verpasste-wunder/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2014 10:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nichts Wahres geschieht hier, wenn unwirsch das Wort, gleich dem Speichel der Viper, lieblos fliegt von den Lippen. Oder geschah es einmal doch, dass wie im Dämmerlicht einer segnend vorüberschritt, und freudig-erschrocken riefst du: „Bist du es, Meister?“ – und nicht mit dem Mund, mit dem wachen Auge senkte er dir in die Seele den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-verpasste-wunder/">Das verpasste Wunder</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nichts Wahres geschieht hier,<br />
wenn unwirsch das Wort,<br />
gleich dem Speichel der Viper,<br />
lieblos fliegt von den Lippen.</p>
<p>Oder geschah es einmal doch,<br />
dass wie im Dämmerlicht<br />
einer segnend vorüberschritt,<br />
und freudig-erschrocken riefst du:<br />
„Bist du es, Meister?“ –<br />
und nicht mit dem Mund,<br />
mit dem wachen Auge senkte er<br />
dir in die Seele den Keim?</p>
<p>Unter all dem Unrat und Schutt<br />
auf dem Hinterhof eines Bordells,<br />
wo Grünspan und Überdruss<br />
sich an ausgeschiedenen Wassern nähren –<br />
unter den trostlosen Schwaden des Morgenfrosts,<br />
aus denen froschhaft es quatscht und klatscht –<br />
unter dem festgetretenen Grind,<br />
den Lachen, aus denen höhnisch<br />
Neonlicht grimassiert –</p>
<p>sollte aufwärts er treiben,<br />
sich schmerzlich winden ins Licht?</p>
<p>Ist noch die Zeit oder ward sie vergeudet,<br />
zu tun, was getan werden muss:<br />
auszuräumen Unrat und Ungeist,<br />
den Boden zu lockern,<br />
die Erde durch reinen Quell,<br />
mit Tränen gemischt,<br />
zu versöhnen –</p>
<p>und auf das Wunder zu warten,<br />
das mit dem Anblick des Schönen beglückt,<br />
da auch dein Mitmensch<br />
lächelnd verweilt?</p>
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		<title>﻿Der natürliche Mensch</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/%ef%bb%bf-der-natuerliche-mensch/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/%ef%bb%bf-der-natuerliche-mensch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2014 19:15:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Im natürlichen Menschen kreist blütentriebig wie süßer Saft durch der Bäume unabgestorbene Adern Liebe – rauscht wie durch dunkle Umarmung im üppigen Blattwerk über den müden Gliedern des Wanderers und seinem hechelnden Hündchen hochsinnige Huld. Das Kind, das sein Dasein im ausgestreckten Finger weitet, und es lacht ins Helle. Das alternde Mädchen, das sich die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/%ef%bb%bf-der-natuerliche-mensch/">﻿Der natürliche Mensch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Im natürlichen Menschen kreist<br />
blütentriebig wie süßer Saft<br />
durch der Bäume unabgestorbene Adern<br />
Liebe –</em></p>
<p><em>rauscht wie durch dunkle Umarmung</em><br />
<em> im üppigen Blattwerk</em><br />
<em> über den müden Gliedern des Wanderers</em><br />
<em> und seinem hechelnden Hündchen</em><br />
<em> hochsinnige Huld.</em></p>
<p>Das Kind,<br />
das sein Dasein im ausgestreckten Finger weitet,<br />
und es lacht ins Helle.</p>
<p>Das alternde Mädchen,<br />
das sich die Haare in Goldrot färbt,<br />
und im Halbschlaf greift es<br />
nach dem Kuscheltier,<br />
dem schon ein Ohr fehlt<br />
oder ein abgeherztes Beinchen.</p>
<p>Der Grauschopf,<br />
der sich an allerfernster Schönheit<br />
hoher Büsten begeistert,<br />
und das Auge wird ihm feucht,<br />
unerfühlt,<br />
wie auf schlaffen Farnen Tau.</p>
<p>Die Sterbende,<br />
die wie träumend die Hand reckt,<br />
und lüpft ein wenig die Gardine,<br />
wie von fernem Vogelrufe beseelt.</p>
<p>Der Schüler,<br />
der sich aus dem Fenster hinausträumt,<br />
leicht hinweggehoben von Lüftchen<br />
und Seufzern der bukolischen Verse Vergils,<br />
und er fliegt durch das Gurren der Tauben<br />
und das schmerzlich-süße Schwirren der Bienen<br />
in Großvaters Gärtchen<br />
unter die stille Offenbarung<br />
von Dahlie und Rose.</p>
<p>Der Dichter,<br />
der im Dunklen schreibt,<br />
und heimliche Liebe umflattert seinen Stift<br />
wie der verborgene Blüten entdeckt,<br />
der Falter der Nacht.</p>
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		<item>
		<title>Ethnosensitiver Knuffeltest</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ethnosensitiver-knuffeltest/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ethnosensitiver-knuffeltest/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Sep 2014 13:20:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Viktoriapark, Kronberg a. T. Wir sitzen mit der allerknuffeligsten kleinen Carla, Carla Cool, dem süßesten Knuffling aus dem Hause Penny, nasendickster Knuddelkopf mit Megakulleraugen, auf der Bank im Viktoriapark zu Kronberg a. T. Ich fasse mein Carlaherzilein an den Muhkuhbeinchen und schwenk es groß und schüttle seinen Dickkopf vor jedem Kleinen unter vier, der da [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ethnosensitiver-knuffeltest/">Ethnosensitiver Knuffeltest</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Viktoriapark, Kronberg a. T.</em></p>
<p>Wir sitzen mit der allerknuffeligsten kleinen Carla,<br />
Carla Cool, dem süßesten Knuffling aus dem Hause Penny,<br />
nasendickster Knuddelkopf mit Megakulleraugen,<br />
auf der Bank im Viktoriapark zu Kronberg a. T.</p>
<p>Ich fasse mein Carlaherzilein an den Muhkuhbeinchen<br />
und schwenk es groß und schüttle seinen Dickkopf<br />
vor jedem Kleinen unter vier, der da vorbeitrippelt<br />
oder peilt entlang, ob gehoben ob geschoben.</p>
<p>Das germanische Jungchen schielt mal rüber und grinst –<br />
ist eh verwöhnt, rutscht auf seinem splendiden Trekker rum.<br />
Aber die Mama ist einem Flirt mit einer Wuschelkuh<br />
oder dem, der Herzensgrüße aus ihr schüttelt, nicht ganz abgeneigt.</p>
<p>Doch das unters Kopftuch gebeugte Muttchen flieht hellhäutigen<br />
Gelichters blauen Strahl, und hinterdrein knarzt der Herrenschnauzer<br />
stieren Blicks, die zickleindürre Tochter mit den schweren Flechten<br />
hat ’nen Stock verschluckt, den Starrsinn des Propheten.</p>
<p>Doch der kleine Knirps wuselt zwischen alle den Beinen durch<br />
und winkt und ruft dem Knuffling zu und ruft und winkt –<br />
doch ist sein kindliches Begehren Staub vor den Füßen der Sippe,<br />
die unsre Xenophilie mit ihrer Misoxenie entgilt.</p>
<p>Doch kommt uns alter, neuer Trost aus dem Land der Sonne:<br />
Mama und Tante führen den zartäugigsten Knaben am Kimono<br />
und stehen unsrer Seele wohl zur Seite: stimmen in ein wildes Muhen ein.<br />
Der Kleine scheut zurück, doch Nippon ist uns nahe.</p>
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		<title>Der Betrachtung Stille</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-betrachtung-stille/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-betrachtung-stille/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2014 19:45:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Betrachtung Stille eignet ein fast leeres Blatt, auf dem sich silbern Chiffren gleich dürren Gräsern biegen. Der Betrachtung Stille eignen leere Augen, von Tränenwasser leer wie von schwarzem Glühen. Augen, die sich der Stille öffnen, wie Blumen tun, wenn früher Strahl erweckt. Der Betrachtung Stille eignet sanft verebbte Melodie, nicht gegenbrandende – eignet der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-betrachtung-stille/">Der Betrachtung Stille</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Betrachtung Stille<br />
eignet ein fast leeres Blatt,<br />
auf dem sich silbern Chiffren<br />
gleich dürren Gräsern biegen.</p>
<p>Der Betrachtung Stille<br />
eignen leere Augen,<br />
von Tränenwasser leer<br />
wie von schwarzem Glühen.</p>
<p>Augen, die sich der Stille öffnen,<br />
wie Blumen tun,<br />
wenn früher Strahl erweckt.</p>
<p>Der Betrachtung Stille<br />
eignet sanft verebbte Melodie,<br />
nicht gegenbrandende –<br />
eignet der Liebe Kosewort,<br />
wie auf Wogen<br />
weit hinweggeseufzt.</p>
<p>Der Betrachtung Stille<br />
zugeeignet<br />
ist der Herbst der Bilder,<br />
das Licht der scheuen Birken,<br />
ist, das ausgerauscht,<br />
das leergeschriebne Blatt.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-betrachtung-stille/">Der Betrachtung Stille</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Liebe, die Flamme Gottes</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/liebe-die-flamme-gottes/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Sep 2014 15:28:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe die Flamme Gottes]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Unzulänglich ist uns Ruhe wohl, allzu bänglich hüpft das Herz von Ernst zu Scherz, schwillt und schwelgt von Ton zu Ton. Ruht im Auge des Orkans ein stummes Bild? Wie das Bildnis eines Schwans, das uns stillt? Sind auch unsre Stunden gemischt aus Sein und Schein, vor des Heilands Wunden stehen wir allein. So finden [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebe-die-flamme-gottes/">Liebe, die Flamme Gottes</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Unzulänglich ist uns Ruhe wohl,<br />
allzu bänglich<br />
hüpft das Herz<br />
von Ernst zu Scherz,<br />
schwillt und schwelgt<br />
von Ton zu Ton.</p>
<p>Ruht im Auge des Orkans<br />
ein stummes Bild?</p>
<p>Wie das Bildnis eines Schwans,<br />
das uns stillt?</p>
<p>Sind auch unsre Stunden<br />
gemischt aus Sein und Schein,<br />
vor des Heilands Wunden<br />
stehen wir allein.</p>
<p>So finden wir den leeren Mund<br />
im Radau der Sinne:<br />
Schrie er aus Ängsten ohne Grund,<br />
aus Liebe hält er inne.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebe-die-flamme-gottes/">Liebe, die Flamme Gottes</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Giersch oder Die Gärtnerin vom Grünflächenamt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/giersch-oder-die-gaertnerin-vom-gruenflaechenamt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/giersch-oder-die-gaertnerin-vom-gruenflaechenamt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2014 15:49:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Südfriedhof Frankfurt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=4219</guid>
		<description><![CDATA[<p>Südfriedhof, Frankfurt am Main Hier wär gut ruhen. Hier ist es Abend, bevor die Sonne sinkt und die Schatten über den Prunk des Tages wischen. Hier sinnt die nächtliche Flamme ernster als der Menschen drängender Atem, ernster und schöner. Hier versöhnt dich mit dem Rascheln der Maus und dem Seufzen der Gräser der Gedanke an [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/giersch-oder-die-gaertnerin-vom-gruenflaechenamt/">Giersch oder Die Gärtnerin vom Grünflächenamt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Südfriedhof, Frankfurt am Main<br />
</em><br />
Hier wär gut ruhen.</p>
<p>Hier ist es Abend,<br />
bevor die Sonne sinkt<br />
und die Schatten über den Prunk<br />
des Tages wischen.</p>
<p>Hier sinnt die nächtliche Flamme<br />
ernster als der Menschen<br />
drängender Atem,<br />
ernster und schöner.</p>
<p>Hier versöhnt dich<br />
mit dem Rascheln der Maus<br />
und dem Seufzen der Gräser<br />
der Gedanke an kindliches Glück,<br />
barfuß und sommerblau,<br />
das wie eine Murmel im Spalt<br />
verschwindet.</p>
<p>Da kommt meine Gärtnerin,<br />
die mir den Giersch erklärt,<br />
den ziegenfüßigen Grabsalat,<br />
vielnamig wie des Propheten Gotteslust,<br />
vielsamig wie der Grünspan Vergessen,<br />
der die Monumente überleckt<br />
und die Putten des Kindergrabs.</p>
<p>„Der Giersch ist unausrottbar ein Gewächs,<br />
verknotet, zerfasert, triumphiert<br />
im Dunklen, wühlt sich wüstlich untertags,<br />
bis das Grabmal stürzt –<br />
zäh ist er wie der böse Trieb –<br />
doch obertags reicht er sich mild<br />
zum Armeleutgemüse dar –<br />
das ist der Giersch, mein Kind!“</p>
<p>Meine Gärtnerin, die blonde, verrückte,<br />
die mit dem Besen die Gespenster<br />
des Lebens zusammenkratzt,<br />
des geliebten, unausgeliebten,<br />
sie soll mir den Giersch ausjäten,<br />
vor sich hin meckernd<br />
von der Vergeblichkeit allen Sinnens und Beginnens,<br />
von der schönen Vergeblichkeit &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/giersch-oder-die-gaertnerin-vom-gruenflaechenamt/">Giersch oder Die Gärtnerin vom Grünflächenamt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schaum vorm Mund</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/schaum-vorm-mund/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Aug 2014 19:14:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=4216</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wenn einer dir zu nahe tritt, ans Bein dir pisst, bei dem Zipfelchen der Ehre gar dich packt – bist du Mensch ein Tier. Wennʼs zu Unrecht geschah, schreist nach Vergeltung du tausendfach. Wennʼs zu Recht geschah, schreist nach Vergeltung du zehntausendfach. Wer dich schief ansiehst, dem misstraust du. Wer dich verlacht, macht sich dir [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schaum-vorm-mund/">Schaum vorm Mund</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn einer dir zu nahe tritt,<br />
ans Bein dir pisst,<br />
bei dem Zipfelchen der Ehre gar dich packt –<br />
bist du Mensch ein Tier.</p>
<p>Wennʼs zu Unrecht geschah,<br />
schreist nach Vergeltung du<br />
tausendfach.</p>
<p>Wennʼs zu Recht geschah,<br />
schreist nach Vergeltung du<br />
zehntausendfach.</p>
<p>Wer dich schief ansiehst,<br />
dem misstraust du.<br />
Wer dich verlacht,<br />
macht sich dir zum Feind.</p>
<p>Hast du den Übergriff, den Anwurf,<br />
die Missetat, den Schimpf<br />
einmal so recht vergolten<br />
mit Spucke, Hohn und Tritt –</p>
<p>wirst du dir selbst zum Feind<br />
und Aber-Feind ob der großen Scham<br />
deiner Selbstentblößung –<br />
und trittst hinfort den Freund.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schaum-vorm-mund/">Schaum vorm Mund</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Heimwärts</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/heimwaerts/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/heimwaerts/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2014 15:19:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=4214</guid>
		<description><![CDATA[<p>Du sprachst davon, es sei genug, genug der Arbeit und der Fron, das Dasein sei umwuchert schon von Disteln, rußbestäubt. Du wüsstest dir ein Abendglück im Haus bei stillem Walten in Küche, Garten &#8230; still erkalten von Daseinsfiebrigkeit. Zu wissen, wem du Vorrat sparst, dein Jäten bunte Blicke streut, wen dein guter Wein erfreut, gibt [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/heimwaerts/">Heimwärts</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du sprachst davon, es sei genug,<br />
genug der Arbeit und der Fron,<br />
das Dasein sei umwuchert schon<br />
von Disteln, rußbestäubt.</p>
<p>Du wüsstest dir ein Abendglück<br />
im Haus bei stillem Walten<br />
in Küche, Garten &#8230; still erkalten<br />
von Daseinsfiebrigkeit.</p>
<p>Zu wissen, wem du Vorrat sparst,<br />
dein Jäten bunte Blicke streut,<br />
wen dein guter Wein erfreut,<br />
gibt Bleibens süßen Grund.</p>
<p>Was dir genug am Maß verlorner<br />
Eigenzeit, gäb mir’s ein Maß<br />
vergossner Lebensfülle? Vergaß<br />
ich denn mir selbst zu sein?</p>
<p>Könnt ich es sagen ohne Reumut-<br />
missgefühl, könnt ohne Klagen<br />
ich von meinem Heimgang sagen,<br />
er wäre wohl-, nicht unbedacht?</p>
<p>Entbehrte ich der Abendstille<br />
Asyle auch – wird die Welt nicht mein,<br />
macht’s mich nicht kindlich-rein,<br />
von Liebe her sie kennen?</p>
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		<title>Edel sei der Mensch</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/edel-sei-der-mensch/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/edel-sei-der-mensch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2014 19:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Thielemann]]></category>
		<category><![CDATA[Edel sei der Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Christian Thielemann, dem Meister Scheuen Hauches angerührt, Lächelns großer weißer Mohn. Der Blick verliert sich in den Wolken des Gesangs – sie ziehen, ziehen, des Meisters Weh-Geduld, fruchtbringend, schwebt, ein Geister-Mond, der sich in zarten Anspielhaftigkeiten zart glühend schleiert, sich in heitern Küssens-Blicken unsrem tagverlorenen, zagen, armen Lieben-Wollen entgegentrinkt, ein süßes Bleiben im Gefühl, dem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/edel-sei-der-mensch/">Edel sei der Mensch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Christian Thielemann, dem Meister<br />
</em><br />
Scheuen Hauches angerührt,<br />
Lächelns großer weißer Mohn.</p>
<p>Der Blick verliert sich<br />
in den Wolken des Gesangs –<br />
sie ziehen, ziehen,<br />
des Meisters Weh-Geduld,<br />
fruchtbringend,<br />
schwebt,<br />
ein Geister-Mond,<br />
der sich in zarten Anspielhaftigkeiten<br />
zart glühend schleiert,<br />
sich in heitern Küssens-Blicken<br />
unsrem tagverlorenen, zagen,<br />
armen Lieben-Wollen<br />
entgegentrinkt,<br />
ein süßes Bleiben im Gefühl,<br />
dem groß gemeinten,<br />
gönnend.</p>
<p>Edel lüpft uns seine Nase<br />
der reinen Hoffnung<br />
kindlich-flügge Ankunftslüfte.</p>
<p>Edel sammelt sich sein Mund<br />
zum liebe-offnen Sinneswandel.</p>
<p>Edel fügt sein willensweises Kinn<br />
die Harmonie der Stille<br />
in der Liebesvibrationen<br />
Gegen-Stimmen,<br />
die mit goldnem Zuspruch<br />
sich bestäuben.</p>
<p>Von dem Taktstock,<br />
wenn er sinkt<br />
ins Dunkel ausgesummten Sinns,<br />
die Asphodelen-Blüte<br />
sich versprühenden Danks,<br />
schmerzentsprossen,<br />
schneit.</p>
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		<title>Die Taube des Heraklit</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-taube-des-heraklit/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-taube-des-heraklit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jun 2014 13:07:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Taube des Heraklit]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch-Tier-Unterschied]]></category>
		<category><![CDATA[Tier-Mensch-Unterschied]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Sie ist so schmal, sie schlüpft durch den Spalt zwischen Rose und Wahn, ihr Herz schlägt so vag, ein Kuss – sie entfliegt, ein Flaum weist die Bahn. * Ruhig hockt die Taube auf dem hohen Kamin – seelenruhig könntest du sagen, wärst du nur Dichter und kein Philosoph. Hier unten auf der Straße fällt [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-taube-des-heraklit/">Die Taube des Heraklit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sie ist so schmal,<br />
sie schlüpft durch den Spalt<br />
zwischen Rose und Wahn,<br />
ihr Herz schlägt so vag,<br />
ein Kuss –<br />
sie entfliegt,<br />
ein Flaum weist die Bahn.</p>
<p>*</p>
<p>Ruhig hockt die Taube auf dem hohen Kamin –<br />
seelenruhig könntest du sagen,<br />
wärst du nur Dichter und kein Philosoph.</p>
<p>Hier unten auf der Straße fällt ein Tor<br />
bei der WM in Brasilien,<br />
die FAN-Meute beim Public Viewing schraubt<br />
wie aus einer Kehle die Stimme<br />
in hyperbolischer Kurve hoch und heult auf.</p>
<p>Die Taube da oben auf dem Kaminsims<br />
über dem vierten Stock bleibt ruhig:<br />
Sie hört und sie hört nicht,<br />
sie hört den Lärm der Stimmen,<br />
aber sie hört keine Stimmen,<br />
sie hört den Lärm der Hupen,<br />
aber sie hört keine Hupen,<br />
sie sieht das Wehen von Flaggen,<br />
aber sie sieht keine Flaggen,<br />
sie blickt auf das Wehen von Haaren,<br />
aber sie erblickt keine Menschen.</p>
<p>Sie hört und sie hört nicht.<br />
Der Entsetzensschrei der Meute,<br />
der auf dem Gipfel rückwärts in ein Mauseloch<br />
der Enttäuschung hinabgurgelt,<br />
ist ihr dem monotonen Schaben gleich,<br />
das in ein sprühendes Schrillen umschlägt,<br />
wenn der Schreiner den Balken unter die Kreissäge schiebt,<br />
oder gleich dem Schluchzen ihrer Schwester,<br />
der Nachtigall,<br />
mit dem sie den Mondstrahl erstickt.</p>
<p>Nur wenn das Gurren trostlosen Turtelns sie umfängt,<br />
weiß sie sich am weg- und heimatlosen Ort ihres Daseins.</p>
<p>Die Taube da oben auf dem Kamin<br />
dreht sich und schmiegt ihren Kopf unter den Flügel,<br />
als versänke sie in eine Welt, verborgener, ferner<br />
als was uns den Tag trennt vom Traum.</p>
<p>Sie weiß nicht um die Welt des Fußballs,<br />
die Welt der Spiele unter Menschen kennt sie nicht,<br />
sie weiß nicht, was Siegen heißt und Verlieren,<br />
ohne dass einem ein Nest vom Himmel fiele<br />
oder eines ein Federchen ließe –</p>
<p>sie weiß so wenig vom Spiel mit dem Ball oder dem Würfel,<br />
dass zu sagen, sie wisse nicht, was ein Tor ist oder ein Pasch,<br />
gleichzeitig zu viel und zu wenig gesagt wäre:</p>
<p>Und dies gilt für alles, was wir sehen und benennen,<br />
wir sehen und sagen „Menschen“, „Bierflaschen“, „Rosen“ und „Tauben“,<br />
sie sieht weder Menschen noch Bierflaschen oder Rosen –<br />
geschweige denn Tauben.</p>
<p>Sie schwebt über den Dächern und Häusern<br />
und weiß nichts von Dächern und Häusern<br />
und von denen, die darin wohnen.</p>
<p>Sie fliegt über Dörfer, Gärten, Länder, Kontinente<br />
und weiß nichts von Sprachen, Nationen und Grenzen.</p>
<p>Wäre sie ein Wesen, frei zu benennen, was es sieht,<br />
und frei zu tun, was es will,<br />
wäre sie weggeflogen oder auch nicht,<br />
wenn ein Sturm oder ein Warnschrei sie gehindert hätte.</p>
<p>Diesseits von Absicht, Wille und Freiheit,<br />
flatternd in der Welt schieren Scheins,<br />
wäre es von ihr zu viel oder zu wenig zu sagen,<br />
sie könne nicht einmal daran gehindert werden,<br />
zu tun, was sie will,<br />
oder zu lassen, was sie nicht will.</p>
<p>Ein vollkommenes Tier lebt die Taube<br />
in einer Welt ohne Bedeutung,<br />
ohne Absicht, ohne Glück oder Unglück,<br />
ohne Erwartung oder Reue:<br />
Kommt ihr Täuberich, flattert sie auf,<br />
ohne die Freude der nicht eingetretenen Befürchtung,<br />
ohne die Freude der erfüllten Erwartung,<br />
er ist einfach wieder da, ohne weiteres:<br />
Das bestätigt nichts,<br />
daraus folgt nichts.</p>
<p>Sie kann nichts erwarten, nichts erhoffen,<br />
nichts beneiden, nichts bereuen.<br />
Sie kann nicht erwarten, dass ihr Täuberich<br />
gleich mit einem Zweig im Schnabel zurückkehrt,<br />
das Nest auszubauen.<br />
Sie kann nicht erhoffen, zwei Eier zu legen<br />
oder ihre Brut in zwei Wochen aus dem Kropf zu tränken.<br />
Sie kann nicht die Nachbarin beneiden,<br />
die zwei Eier im Gelege hat, sie aber nur eines.<br />
Sie kann nicht bereuen,<br />
das falsche Männchen ausgesucht zu haben,<br />
eine Taube oder überhaupt ein Tier und kein Mensch zu sein.</p>
<p>Hier unten im Bistro vor dem LED-Schirm ist es ruhig,<br />
es ist eine gebannte Ruhe,<br />
als wäre die Luft schwanger<br />
von gieriger, heißer, feuchter Aufmerksamkeit,<br />
die sich bei jedem Flackern auf dem Screen in ein Zischen,<br />
ein Kreischen, ein Muhen entladen kann –</p>
<p>auch dort oben ist es ruhig,<br />
aber dieser Ruhe fehlen die Ufer der Hybris und der Angst,<br />
zwischen denen sie auf- und niederschwappen könnte –<br />
es ist die Ruhe der verfallenen Gärten entstiegenen Luft,<br />
die manchmal wie ein Seufzer<br />
den weichen Flaum der Vogelseele bauscht.</p>
<p>Jetzt ist sie weggeflogen.<br />
Aber ist sie weggeflogen?</p>
<p>Es ist mit ihr weggeflogen,<br />
könntest du überschwänglich sagen,<br />
wärst du nur Dichter und kein Philosoph.</p>
<p>Vom Teich kennt sie nur die Tiefe des eingetunkten Schnabels,<br />
von der Sonne die trockene Feder,<br />
vom Schnee die Flocken des Schlafs.</p>
<p>Von der Haut und dem Flügel der sichtbaren Dinge<br />
kennt sie nur den flüchtigen Schimmer,<br />
die blendende Helle<br />
und das plötzlich flügelnde Dunkel.</p>
<p>Die Taube flog übers Dach,<br />
sie lebt nicht in unserer Welt,<br />
sie lebt in keiner Welt,<br />
in niemandes Welt lebt sie.</p>
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		<title>Die Eiche von Dodona</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-eiche-von-dodona/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-eiche-von-dodona/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Jun 2014 15:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Eiche von Dodona]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wer hat sie gepflanzt? War es die Erdmutter selbst, von deren Eicheln wir uns sättigten einst? Und sie stieg in den Wipfel des heiligen Baums und schaute auf den sämigen Schaum des ionischen Meers, erwartungsfroh – um die knorrige Borke und das nährende Wurzelgeflecht aber stapften die stinkenden Priester, barfüßig, halbnackte Männer mit schlaffer Haut [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-eiche-von-dodona/">Die Eiche von Dodona</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wer hat sie gepflanzt?<br />
War es die Erdmutter selbst,<br />
von deren Eicheln wir uns sättigten einst?</p>
<p>Und sie stieg in den Wipfel des heiligen Baums<br />
und schaute auf den sämigen Schaum<br />
des ionischen Meers, erwartungsfroh –</p>
<p>um die knorrige Borke und das nährende Wurzelgeflecht<br />
aber stapften die stinkenden Priester,<br />
barfüßig, halbnackte Männer mit schlaffer Haut<br />
und taubengurrenden Stimmen,<br />
die Füße schmutzig gebetet im quatschenden Matsch.</p>
<p>Wenn der schwarze Samt zerriss<br />
und die Nacht brütete über dem roten Ei des Monds,<br />
standen die Selloi still –<br />
sie erlauschten im Raunen und Rieseln des Laubs<br />
die schicksalsumwölkten,<br />
die Träume der Mutter.</p>
<p>Dann fielen die Blitze,<br />
Äste stürzten, es zeigte der Stamm<br />
die Inschrift der Flammen.</p>
<p>Auf ihren geschnäbelten Schiffen<br />
brachten die blonden Helden Mykenes<br />
den Gedanken ewigen Äthers,<br />
ewiger Bläue.</p>
<p>Und sie erbauten dem Vater des Lichts<br />
das heilige Haus mit des Giebels zarter Neigung,<br />
Zeus, und er küsste Gaia<br />
die Veilchenhand und zog sie<br />
am dichten Zopf zur Liebe sich nieder.</p>
<p>Nun hüpften die Priester gewaschenen Fußes<br />
in roten Sandalen und lilienblütigen Ärmeln<br />
um die Eiche zum Chor –</p>
<p>oder sie rührten,<br />
wenn Pan die Schatten verscheuchte,<br />
Weissagungen aus den braunen Bronzekesseln<br />
und dem ehernen Dreifuß<br />
von der Molosser Sturm<br />
und dem Zwielicht um Pyhrros –<br />
bis weit zu den goldenen Tropfen des Abends,<br />
dem Schleier um die Ankunft fremdblütiger Gottheit.</p>
<p>Alexander hat in ihrem Schatten geschlafen.<br />
Augustus und Hadrian, kultisch erregt,<br />
umgaben den Baum mit dem Dekor des Zeitgeschmacks<br />
und narkotisierten die Plebs durch den Rummel der Sandbahn.</p>
<p>Die Basilika thronte schon lang,<br />
da wehte es nachts noch einmal<br />
wie von klagenden Schatten herab –<br />
die Priester, dieʼs zu deuten vermochten,<br />
waren verschwunden.</p>
<p>Hätte der Blitz das ganz verholzte,<br />
ausgeträumte Leben<br />
mit einem Mal verbrannt!</p>
<p>Wo bist du, Mutter,<br />
die in den Zweigen schwebte<br />
und Eicheln herabschüttelte?</p>
<p>Wo bist du, Vater,<br />
der unter ihr auf dem Moos schlief,<br />
und sein Herz aus Bronze sang?</p>
<p>Wo bist du, Purpurball,<br />
in welchem Dornicht verfing<br />
des Eros Spiel sich?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Poetologisch I</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/poetologisch-oder-warum-das-wetter-reden-lassen-schon-dichtung-ist/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/poetologisch-oder-warum-das-wetter-reden-lassen-schon-dichtung-ist/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 May 2014 20:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3989</guid>
		<description><![CDATA[<p>Das Wetter reden lassen ist schon Dichtung Geruch von nassen Gräsern oder schwitzendem Asphalt – wo Kinder hüpfen über Pfützen süßer Schmerzenslaute – von einem Sonnenstrahl vergoldet eine Kupfermünze, als würden an der tiefen Sonne Abschiedsküsse knospen: erster Schnee. Dichtung ist die Resonanz der Lüfte, der Schwalben halbgeträumtes Sirren, ist wie die Träne Niederschlag des [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/poetologisch-oder-warum-das-wetter-reden-lassen-schon-dichtung-ist/">Poetologisch I</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Wetter reden lassen ist schon Dichtung</em></p>
<p>Geruch von nassen Gräsern<br />
oder schwitzendem Asphalt –<br />
wo Kinder hüpfen über Pfützen<br />
süßer Schmerzenslaute –<br />
von einem Sonnenstrahl vergoldet<br />
eine Kupfermünze,<br />
als würden an der tiefen Sonne<br />
Abschiedsküsse knospen:<br />
erster Schnee.</p>
<p>Dichtung ist die Resonanz der Lüfte,<br />
der Schwalben halbgeträumtes Sirren,<br />
ist wie die Träne Niederschlag<br />
des Innen-Wetters<br />
von Seelen, pflanzenhaft,<br />
die unter lauen Winden wehend<br />
leise mit sich reden oder<br />
Träume flüstern mit den regen Blättern.</p>
<p>Dichtung ist, was über Lippen kommt<br />
wie morgens Tau, schüchtern glitzernd<br />
an den dunklen Moosen,<br />
an den Lilien hell.</p>
<p>Dichtung ist wie geblasene Samen<br />
aus der Kapsel, heiß geplatzt,<br />
und niemand weiß, wohin sie fliegen,<br />
ob der und jener die Lichtung findet,<br />
wo das Wort der Ferne keimt<br />
und einmal, einmal nur<br />
im Sommer ihrer Reife blüht.</p>
<p>Dichtung ist der Thermograph,<br />
das Barometer, der Höhen- und<br />
der Tiefenmesser,<br />
eingeborene Organe des Meisters<br />
feinster Wetterfühligkeiten,<br />
auf Wasser geschrieben<br />
photonenflüchtiger Reflex.</p>
<p>Ein leichter Luftdruckanstieg macht<br />
die Lymphe feuchter Psyche schwellen.<br />
Ein zarter Wechsel im Gemisch der Atmosphäre<br />
lässt den Zeiger zittern,<br />
ein Gewitter-Windzug dämpft<br />
den Widerhall der Straße und das Quasseln<br />
und das Rasseln und das Quietschen<br />
in der Watte müder All-Verlorenheit.</p>
<p>Doch ist das durchgeschwitzte Kissen<br />
kein Beweis für die Tiefe deiner Sehnsucht<br />
nach dem Licht aus Eden.<br />
Die Zahl der Punkte für das Ungesagte –<br />
diese heißen Kieselsteinchen –<br />
sind nicht wie stumme Schreie<br />
ein Echtheitssiegel deines Schmerzes,<br />
deiner Trauer.</p>
<p>Gelee von Quitten oder Pflaumen<br />
mag die Scheibe Schwarzbrot überquellen –<br />
der Vers verströmt den Sommerduft,<br />
wenn er von eingemachtem Fühlen<br />
nur dünn bestrichen ist.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/poetologisch-oder-warum-das-wetter-reden-lassen-schon-dichtung-ist/">Poetologisch I</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Sehnsucht und der Tag</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-junge-tag-und-die-alte-sehnsucht/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-junge-tag-und-die-alte-sehnsucht/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 May 2014 12:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der jungeAllegorie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3931</guid>
		<description><![CDATA[<p>Eine Allegorie „Ich bin so jung im Lied des Morgenwinds: Schau meinen Leib, er wölkt aus tiefem Blau – und sitzt, ein fescher Bräutigam, am Tisch mit Fisch und Frucht.“ „Ich bin so alt wie die Nacht, die mich im Wehschrei unter trockenen Blitzen hat geboren und gebeugt ins Rauschen dunklen Leids ewig rätselt über [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-junge-tag-und-die-alte-sehnsucht/">Die Sehnsucht und der Tag</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Eine Allegorie<br />
</i><br />
„Ich bin so jung im Lied<br />
des Morgenwinds: Schau meinen Leib,<br />
er wölkt aus tiefem Blau –<br />
und sitzt, ein fescher Bräutigam,<br />
am Tisch mit Fisch und Frucht.“</p>
<p>„Ich bin so alt wie die Nacht,<br />
die mich im Wehschrei<br />
unter trockenen Blitzen hat geboren<br />
und gebeugt ins Rauschen dunklen Leids<br />
ewig rätselt über sich und ihre graue Tochter.“</p>
<p>„Den Nachmittag erspäh ich mir<br />
aus schmatzendem Röhricht ein Kitz,<br />
wie es von Schauern auf und ab durchzittert<br />
aus der grünen Lache leckt –<br />
mein hochgebogner Phallus tropft.“</p>
<p>„Von der Brust verstoßen,<br />
erwachte ich als greises Kind<br />
in einer Kittelschürze,<br />
vor mir die Schiefertafel:<br />
Ich kratze drauf ein böses Wort, ein hässliches,<br />
schrill, so schrill,<br />
dass alles grinsend auf mich starrt.“</p>
<p>„Ein Wachtelpaar kläglich sich verfing<br />
in einem meiner Netze –<br />
ich rupf es nackt und singe<br />
im Vorgeschmack der heißen Säfte<br />
ein freches Lied auf Huren und auf Pfaffen.“</p>
<p>„Kein Junge hat mich angeschaut<br />
mit Wohlgefallen. Meine Blicke stechen,<br />
meine Zunge zischt. Ich begann zu wandern<br />
von Ort zu Ort mit den Zigeunern, als Küchenmagd<br />
verdingt bei Menschen dunkler Sprache.“</p>
<p>„Abends ging ich auf den Rummelplatz,<br />
da hockte krumm ein Ding –<br />
halb Greisin und halb Kind.<br />
Mein Schatten fällt auf sie, da blickt sie auf.<br />
,Einen Wunsch hast du heut frei, mein Kind,<br />
doch rasch, die Sonne sinkt.‘ Ich tätschle ihre Wange –<br />
doch blöde stierend bleibt sie still.“</p>
<p>„Des Abends saß ich auf dem Rummelplatz.<br />
die Heimat schien mir nah,<br />
als die Gesichter schattenhaft verschwammen.<br />
Da tritt ein hoher Herr, goldberingt,<br />
mit hellem Sonnenhut dicht vor mich hin,<br />
fragt dies und das, woher, wohin –<br />
habʼs gar nicht recht vernommen.<br />
Er lachte schneidend, da ich reglos blieb.<br />
Als er davonging, sah ichʼs erst:<br />
Er humpelte und stützte schwer sich auf den Stock.“</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-junge-tag-und-die-alte-sehnsucht/">Die Sehnsucht und der Tag</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nichts bleibt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/nichts-bleibt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/nichts-bleibt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 May 2014 10:27:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3858</guid>
		<description><![CDATA[<p>Unwägbarkeit, die wächst dir nach, ein Unkraut, unausrottbar. Wurmfraß schwächt im Wingert den Rebstock. Ein Pesthauch hat wohl über Nacht der jungen Kiefer die Nadeln rötlich-braun gefärbt. Gestern galt bei ihr dein flüchtig Wort noch wie der alte Franc. Dann ätzte über Nacht ein mystischer Schleim das Wappen weg. Auch Liebe schwillt zu leerer Blase [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/nichts-bleibt/">Nichts bleibt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Unwägbarkeit, die wächst dir nach, ein Unkraut,<br />
unausrottbar. Wurmfraß schwächt im Wingert<br />
den Rebstock. Ein Pesthauch hat wohl über Nacht<br />
der jungen Kiefer die Nadeln rötlich-braun gefärbt.</p>
<p>Gestern galt bei ihr dein flüchtig Wort noch<br />
wie der alte Franc. Dann ätzte über Nacht<br />
ein mystischer Schleim das Wappen weg. Auch Liebe<br />
schwillt zu leerer Blase und ihr Bild schmilzt in der Luft.</p>
<p>Nichts bleibt so, wie es ist. Der Glanz erlischt<br />
im Frauenhaar – ein früher Frost vereitelt<br />
des Schönen jungen Trieb. Noch gestern sagtest du<br />
dein lautes Ja. Ein Sturm verschluckt jetzt jeden Ruf.</p>
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		<title>Weiser Rat</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/weiser-rat/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 May 2014 10:11:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nun hör einmal den weisen Rat: Da sich der Hoffnung kindlich Bild, die Hülle weicher Wünsche, woran du dich so lieb, so treu hast angelehnt – da unterm kalten Blick, dem schwarzen Strahl des Wahren Bild und Hülle dir zerfielen spurlos, und es blieb die reine Luft des einsam-großen Abends – kannst du, kannst nicht [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/weiser-rat/">Weiser Rat</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nun hör einmal den weisen Rat:<br />
Da sich der Hoffnung kindlich Bild,<br />
die Hülle weicher Wünsche, woran du dich<br />
so lieb, so treu hast angelehnt –</p>
<p>da unterm kalten Blick, dem schwarzen Strahl<br />
des Wahren Bild und Hülle dir zerfielen<br />
spurlos, und es blieb die reine Luft<br />
des einsam-großen Abends –</p>
<p>kannst du, kannst nicht länger du dich<br />
lehnen, tätest duʼs, du fielest schmählich um –<br />
du musst, aufrecht musst allein du stehen:<br />
Willst frei du stehen, kannst du weitergehen.</p>
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		<title>Das Leben spricht für sich</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-leben-spricht-fuer-sich/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-leben-spricht-fuer-sich/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 May 2014 19:16:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3813</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Kleine, die schon ganz aufgeregt vor der Eisvitrine mit dem bunten Süßen sich mit der Hand, hastig, aber stolz durch die Mähne fährt, eine rote Spange hält die Pracht. Die nervige Hand des Meisters, die den kühlen Stein, bildschwellend, umfasst und die Mulden kost, die Hand, die den feurigen Maserungen des Holzscheits entlangfährt, dessen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-leben-spricht-fuer-sich/">Das Leben spricht für sich</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kleine, die schon ganz aufgeregt<br />
vor der Eisvitrine mit dem bunten Süßen<br />
sich mit der Hand, hastig,<br />
aber stolz durch die Mähne fährt,<br />
eine rote Spange hält die Pracht.</p>
<p>Die nervige Hand des Meisters,<br />
die den kühlen Stein, bildschwellend,<br />
umfasst und die Mulden kost,<br />
die Hand, die den feurigen Maserungen<br />
des Holzscheits entlangfährt,<br />
dessen Sprödigkeit oder Nachgiebigkeit zu prüfen,<br />
das horchende Betasten,<br />
mit dem der Arzt geschwollene Lymphe<br />
oder schwaches Pochen der Ader misst –<br />
sie spüren in den fremden Wesen sich<br />
und des Lebens große Gesetzlichkeit.</p>
<p>So ist es mit dem Bau des Körpers<br />
und seiner ausgewogenen, nervgefügten Gliederung:<br />
Es ist die ganze Seele,<br />
die im Zucken des kleinen Fingers,<br />
im hingeworfenen Blick,<br />
im Verweigern eines Lächelns<br />
sich wagt oder sagt,<br />
döst oder stößt.</p>
<p>Nicht anders ist, wie aus dem dunklen Glas<br />
des Wassers aufschimmerndes Gesicht,<br />
das Narziss von Liebe kündet,<br />
das weiße Blatt oder das jungfräuliche Fotopapier,<br />
der leere Grund der Dichtung,<br />
auf dem leicht emporgezittert<br />
unterm zeugenden Andrang der Schrift<br />
das Leben ein Selbst-Bild freigibt,<br />
ein Schnappschuss, ungestellt und ungeschönt,<br />
und gerade so nimmt es für sich ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Macht und Ohnmacht der Sprache</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/macht-und-ohnmacht-der-sprache/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/macht-und-ohnmacht-der-sprache/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 May 2014 19:34:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Macht und Ohnmacht der Sprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3785</guid>
		<description><![CDATA[<p>Im Jubel des Siegers, den die Schicksalswoge ins Licht hob, oder im Gestöhn des von eben diesem Sieg Niedergetretenen, der in die mondbeschienene Kloake nach Rache schreit und hündisch gegen die mamorweiße Apathie der Götter aufheult – darin ist lauter Wahrheit. Und doch ist dieser Jubel, dieses Stöhnen, wenn dirʼs nicht selber widerfährt – sondern [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/macht-und-ohnmacht-der-sprache/">Macht und Ohnmacht der Sprache</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jubel des Siegers,<br />
den die Schicksalswoge ins Licht hob,<br />
oder im Gestöhn des von eben diesem Sieg<br />
Niedergetretenen, der in die mondbeschienene<br />
Kloake nach Rache schreit<br />
und hündisch gegen die mamorweiße Apathie<br />
der Götter aufheult –<br />
darin ist lauter Wahrheit.</p>
<p>Und doch ist dieser Jubel, dieses Stöhnen,<br />
wenn dirʼs nicht selber widerfährt –<br />
sondern du hörst es an gelassen<br />
vom Ufer des Lukrez,<br />
oder du hörst davon im Goldschnitt der Legende,<br />
oder liest es bloß in solchen Zeilen –</p>
<p>es ist wie Farbe einer Frucht,<br />
wie immer schimmernd, immer leuchtend –<br />
es schläft das Fruchtfleisch unter ihrer Schale,<br />
Traum ist sein süßer oder bitterer Geschmack.</p>
<p>Oder kannst zum wenigsten aus diesen Versen<br />
den Duft, das Fluidum du wittern,<br />
das zur Erfahrung lockt,<br />
in die Tiefe der Empfindung,<br />
zu weher Lust, zum Schmerz?</p>
<p>So ist die Sprache, alle Sprache,<br />
auch die vom Schnee des Gipfels flimmert,<br />
von Lebensodem schwellend,<br />
und ohnmächtig sinkt sie ein,<br />
wie Sehnsuchtsnebel über eine Landschaft<br />
verhüllter Blüten schleicht,<br />
einsamer Pfade Überwuchertsein,<br />
goldrauchendes Verwunschensein<br />
aufgelassner Gärten<br />
und alter Gräber umgefallener Stein.</p>
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		<title>Umberto Saba, La Malinconia</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/umberto-saba-la-malinconia/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/umberto-saba-la-malinconia/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 May 2014 18:53:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungen und Nachdichtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Umberto Saba La Malinconia]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3756</guid>
		<description><![CDATA[<p>Malinconia la vita mia struggi terribilmente; e non v&#8217;è al mondo, non c&#8217;è al mondo niente che mi divaghi. Niente, o una sola casa. Figliola, quella per me saresti. S&#8217;apre una porta; in tue succinte vesti entri, e mi smaghi. Piccola tanto, fugace incanto di primavera. I biondi riccioli molti nel berretto ascondi, altri ne [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/umberto-saba-la-malinconia/">Umberto Saba, La Malinconia</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Malinconia<br />
la vita mia<br />
struggi terribilmente;<br />
e non v&#8217;è al mondo, non c&#8217;è al mondo niente<br />
che mi divaghi.</p>
<p>Niente, o una sola<br />
casa. Figliola,<br />
quella per me saresti.<br />
S&#8217;apre una porta; in tue succinte vesti<br />
entri, e mi smaghi.</p>
<p>Piccola tanto,<br />
fugace incanto<br />
di primavera. I biondi<br />
riccioli molti nel berretto ascondi,<br />
altri ne ostenti.</p>
<p>Ma giovinezza,<br />
torbida ebbrezza,<br />
passa, passa l&#8217;amore.<br />
Restan sì tristi nel dolente cuore,<br />
presentimenti.</p>
<p>Malinconia,<br />
la vita mia<br />
amò lieta una cosa,<br />
sempre: la Morte. Or quasi è dolorosa,<br />
ch&#8217;altro non spero.</p>
<p>Quando non s&#8217;ama<br />
più, non si chiama<br />
lei la liberatrice;<br />
e nel dolore non fa più felice<br />
il suo pensiero.</p>
<p>Io non sapevo<br />
questo; ora bevo<br />
l&#8217;ultimo sorso amaro<br />
dell&#8217;esperienza. Oh quanto è mai più caro<br />
il pensier della morte,</p>
<p>al giovanetto,<br />
che a un primo affetto<br />
cangia colore e trema.<br />
Non ama il vecchio la tomba: suprema<br />
crudeltà della sorte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Trübsal<br />
</b><br />
Trübsalsstern,<br />
meines Lebens Kern<br />
zerstrahlst du mir zum Schrecken.<br />
Da ist nichts weit und breit, mich zu erwecken,<br />
mich zu entheben.</p>
<p>Nichts, was mir bliebe,<br />
wäre Heimstatt. Nur du Liebe,<br />
die einzig es mir wüsste.<br />
Die Tür springt auf: Es schimmern deine Brüste,<br />
und machst mich beben.</p>
<p>Zartes Keimen,<br />
flüchtig Reimen<br />
unterm Frühlingslicht. Die hellen<br />
Strähnen lässt du unter einer Mütze schwellen,<br />
manche auch im Freien funkeln.</p>
<p>Doch die Jugendzeit,<br />
trübe Trunkenheit,<br />
vergeht, Liebe auch verweht.<br />
Dem kummervollen Sinn dafür entsteht<br />
mulmiges Munkeln.</p>
<p>Wehmut,<br />
meine Lebensglut<br />
entfachte stets nur eins: der Tod.<br />
Ach, wie traurig, dass anders mir in meiner Not<br />
nicht zu helfen war.</p>
<p>Ist einmal aus dem Lot<br />
die Liebe, reicht dir der Tod<br />
nicht mehr die Hand,<br />
und im Unglück bleibst du fest gebannt<br />
und jene Hoffnung ist nicht wahr.</p>
<p>Das konnte ich nicht<br />
ahnen. Nun schlürfe ich Verzicht,<br />
den letzten Trank,<br />
von Wissen bitter. O mit welchem Dank<br />
denkst du an das Ende</p>
<p>im Jugendwahn-Gewühl,<br />
bleich beim ersten Angstgefühl<br />
voll süßen Bebens.<br />
Das Alter scheut vorm Grab zurück: des Lebens<br />
grausame fatale Wende.</p>
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		<title>Trugfanal und Wunderlicht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/trugfanal-und-wunderlicht/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/trugfanal-und-wunderlicht/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2014 19:48:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3693</guid>
		<description><![CDATA[<p>In der Natur ist all der Ruf – und was ihm folgt, wird leuchten in dem breiten Tal, in dem die Winde säen und die Sterne Zukunft weisen. Worauf sie aber spannten, war ein Sturmgedröhn aus Megaphonen – und sie liefen in die Nacht verfratzter Maskeraden, grell angeschrien von feuernden Maschinen. Sie schlichen in den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/trugfanal-und-wunderlicht/">Trugfanal und Wunderlicht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In der Natur ist all der Ruf –<br />
und was ihm folgt, wird leuchten<br />
in dem breiten Tal,<br />
in dem die Winde säen<br />
und die Sterne Zukunft weisen.</p>
<p>Worauf sie aber spannten,<br />
war ein Sturmgedröhn aus Megaphonen –<br />
und sie liefen in die Nacht<br />
verfratzter Maskeraden,<br />
grell angeschrien<br />
von feuernden Maschinen.</p>
<p>Sie schlichen in den Hetze-Spuren<br />
ihrer dunklen Meister<br />
auf ein Brachfeld abgeholzter Zeichen –<br />
und den Geduckten sprach<br />
aus wahnsprudelnder Quelle<br />
sich die Botschaft des Verweigerns zu. –</p>
<p>Ich ging durch einen alten Garten<br />
von Büschen warmen Flüsterns<br />
und großer Blüten leisen Weinens –<br />
und wusste keinen Sinn und kein Gebet.</p>
<p>Da brach durch der Zweige heißes Wogen<br />
einer fernen Stimme Licht –<br />
die rief mich an mit neuem Namen<br />
in eines neuen Lebens<br />
hohes, leichtes, freies Schweben.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die schmale Schneise</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-schmale-schneise/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-schmale-schneise/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 10:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3671</guid>
		<description><![CDATA[<p>Berger Straße, Frankfurt am Main Die Lippen aprikosenrosig, die großen leeren Augen von weißer Aura dicht umschäumt, in starrer Beter-Haltung wie in Ägyptens Ewigkeit, und auf das graue Fell gefaltet andachtsvoll der nackte Schwanz – so starrte auf dem Bürgersteig der Berger Straße, gleich vor dem schicken Herrenausstatter, schamlos öffentlich krepiert, die fette tote Ratte. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-schmale-schneise/">Die schmale Schneise</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Berger Straße, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Die Lippen aprikosenrosig,<br />
die großen leeren Augen<br />
von weißer Aura dicht umschäumt,<br />
in starrer Beter-Haltung<br />
wie in Ägyptens Ewigkeit,<br />
und auf das graue Fell gefaltet<br />
andachtsvoll der nackte Schwanz –<br />
so starrte auf dem Bürgersteig der Berger Straße,<br />
gleich vor dem schicken Herrenausstatter,<br />
schamlos öffentlich krepiert,<br />
die fette tote Ratte.</p>
<p>Du bist, ein schüchtern Herz,<br />
ungläubigen Ausdrucks,<br />
fast hingestolpert, drangestoßen,<br />
und hast im letzten Augenblick<br />
den rechten Fuß noch spastisch<br />
drüberweggehoben.</p>
<p>Am nächsten Morgen war die Ratte weg –<br />
der Kadaver war entsorgt,<br />
die Bahn war wieder frei für die Prozession<br />
der Bummler und Passanten.<br />
Wer hat sie weggeschippt?<br />
Mit welchem Grauen im Herzen,<br />
mit welchem Ekel im Gesicht?</p>
<p>Ich aber sitze hier bei Schummerkerzenlicht<br />
im Café Ypsilon und denke allem Schicksal nach,<br />
der Lebenden, der Toten,<br />
dem deinem und dem meinen.</p>
<p>Gegenwelten sind uns Enterbten nicht beschert –<br />
wir bleiben ängstlich frei<br />
in dieser schmalen Schneise,<br />
aus der verklärt oder vernebelt<br />
der immer heutige Tag uns lächeln mag.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-schmale-schneise/">Die schmale Schneise</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben VIII</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-viii/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-viii/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2014 12:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3654</guid>
		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Bleistift, der anders als die tauben Tasten am PC mitfühlt, mitdenkt, mitzittert und wie ein Blitzableiter die durchs Geflecht der Schreibhand jagen, des Schreibers hellste Nervenblitze in den Schnee jungfräulichen Papiers einfurcht. Gepriesen sei der Bleistift und die Dauer des Gefühls, die Ruhe der Empfindung, womit er den nervösen Geist beglückt – [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-viii/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben VIII</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Bleistift,<br />
der anders als die tauben Tasten am PC<br />
mitfühlt, mitdenkt, mitzittert<br />
und wie ein Blitzableiter<br />
die durchs Geflecht der Schreibhand jagen,<br />
des Schreibers hellste Nervenblitze<br />
in den Schnee jungfräulichen Papiers einfurcht.</p>
<p>Gepriesen sei der Bleistift<br />
und die Dauer des Gefühls,<br />
die Ruhe der Empfindung,<br />
womit er den nervösen Geist beglückt –<br />
wenn uns dereinst wie Hirnen in der Schale<br />
jedwedes Organ des Menschenausdrucks<br />
amputiert ward,<br />
und in Geisterschrift das grad von dir Gedachte<br />
gnadenlos auf dem Screen in Kolonnen aufmarschiert,<br />
oder wir, mit Neuro-Chips verbunden,<br />
uns die Gedanken rauben ungeniert –<br />
dann denk zurück an meines Bleistifts<br />
mühsam gekrakelten Weg zur Wahrheit.</p>
<p>Gepriesen sei der Malstift,<br />
Härtegrade bis B 9,<br />
mit dem ein Maler weichen Sinns wie Ingres<br />
das Purpur-Inkarnat weiblichen Fleisches<br />
in vollen Strichen aus Graphit,<br />
an zart beflaumten Stellen<br />
mit der Estompe nebelhaft verwischt,<br />
erahnen und eratmen lässt.</p>
<p>Gepriesen sei der Bleistift,<br />
auf dem du, aus dem Fenster stierend<br />
oder ins Gedröhn der Boeing dich verlierend,<br />
geistlosen Ausdrucks<br />
herrlich kauen kannst,<br />
wenn dir mal wieder,<br />
obwohl das blöde Ding entgegenragt,<br />
sich das rechte Wort versagt.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-viii/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben VIII</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben IV</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-iv/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-iv/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Apr 2014 16:05:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3629</guid>
		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Besen, der Feger, Kehrwisch für die Hand, die Eule auch genannt, am harten Riegel fein besetzt mit Borsten, festem Haar von Roßschweif oder Ziegenbart – mit geflochtenen Blättern machtʼs die nackte Negerin mit dem Palmenschurz die Insulanerin und mit gebundenem Reisig der Ziegenbärtige in Vietnam. Am Besenwesen fasst du ganz des Menschen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-iv/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben IV</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei der Besen,<br />
der Feger, Kehrwisch für die Hand,<br />
die Eule auch genannt,<br />
am harten Riegel fein besetzt mit Borsten,<br />
festem Haar von Roßschweif oder Ziegenbart –<br />
mit geflochtenen Blättern machtʼs die nackte Negerin<br />
mit dem Palmenschurz die Insulanerin<br />
und mit gebundenem Reisig der Ziegenbärtige in Vietnam.</p>
<p>Am Besenwesen fasst du ganz des Menschen Heldentum,<br />
ob tragisch oder komisch,<br />
im ewigen Kampfe mit den Mächten der Vernichtung,<br />
der Verwirrung und des Untergangs.</p>
<p>Des Chaos Spuren sind allgegenwärtig,<br />
Krümel, Flocken, Späne, Grind,<br />
Fäden, Flusen, Schuppen, Horn,<br />
Haare, Schalen, Splitter, Haut –<br />
alles kehrst du scharrend<br />
über Dielen, Fliesen, Stein und Teppich<br />
und häufst den Todesabhub<br />
weise auf zu Kehrichtpyramiden.</p>
<p>Gepriesen sei der Besen,<br />
mit dem du, schwuppdiwupp,<br />
des alten Chaos ewig jungen Sohn, den Staub,<br />
auf das Kehrblech hievst.</p>
<p>Gepriesen sei der Besen,<br />
und der ihn erfand und immerfort ihn schwingt,<br />
der Mensch, der komisch-große Kehrer-Heros,<br />
dem noch kein Denkmal außer diesem<br />
ward ersonnen und erbaut.</p>
<p>Wenn du erschöpft auf blanker Schwelle sitzt,<br />
in einer jener Kampfespausen –<br />
Waffenstillstand, Frieden gar, die gibt’s hier nicht! –<br />
kriecht dir im Rücken schon die Nacht heran<br />
und in dem es tückisch gleißt und glimmt,<br />
des Geistes Staubgeweb, der Traum.</p>
<p>Mit dem Besen, gepriesen sei er, kehrst du,<br />
selber Staub vom Staub, den Staub.</p>
<p>Gepriesen sei der Besen,<br />
mit dem die Spreu der faulen Worte,<br />
die Füllsel toter, leerer Lügennamen,<br />
du von der Tenne kehrst,<br />
und hast geerntet nur ein goldnes Korn.</p>
<p>Und bettest du dich heim zur Erde nackt,<br />
und ruhst vom Wisch- und Kehrdienst ewig aus –<br />
mein Preislied hält dir eine hohe Seele wach,<br />
den Feger leg ich dir in dieses Grab.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Preislieder auf das gewöhnliche Leben III</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-iii/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-iii/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2014 07:31:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Preislieder auf das gewöhnliche Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3622</guid>
		<description><![CDATA[<p>Gepriesen sei das konvexe Doppelglas, das von verschwommenen Bildern dich erlöst, das dir die wahre Weltanschauung gönnt, statt der Scheuklappen der falschen, die dir der Sturm der Zeit herunterriss. Gepriesen sei die Brille – auch wenn sie dir das Kichern dummblonder Gören eingebrockt hat, du hast doch endlich klar erblickt, wie die Leuchtspur des ewigen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/preislieder-auf-das-gewoehnliche-leben-iii/">Preislieder auf das gewöhnliche Leben III</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gepriesen sei das konvexe Doppelglas,<br />
das von verschwommenen Bildern dich erlöst,<br />
das dir die wahre Weltanschauung gönnt,<br />
statt der Scheuklappen der falschen,<br />
die dir der Sturm der Zeit herunterriss.</p>
<p>Gepriesen sei die Brille –<br />
auch wenn sie dir das Kichern<br />
dummblonder Gören eingebrockt hat,<br />
du hast doch endlich klar erblickt,<br />
wie die Leuchtspur des ewigen Schnees,<br />
was auf der grünen Tafel stand:<br />
Exegi monumentum aere perennius.</p>
<p>Gepriesen sei die Brille,<br />
auch wenn sie deine Augen ferner rückt,<br />
sie bringt dich einem Leben nah,<br />
das, von Licht erheitert,<br />
du nicht bang und blöd,<br />
kurzsichtig nicht beglotzen sollst.</p>
<p>Ich weiß, du hast, bebrillter Sehnsuchtsaffe,<br />
all die Rätselaugen nah und klar geschaut,<br />
die dir sagten: „Nein, es tut uns leid,<br />
wir wissen in diesem menschenwüsten Wimmeln,<br />
wir wissen jenseits dieses Jahrmarkts<br />
greller Buden, blinder Fenster, wirrer Reden<br />
von keinem Bahnhof, keinem Zug,<br />
der dich nach Hause führe.“</p>
<p>Gleichwohl, die Brille sei gepriesen,<br />
mit der im Heimatlosen du den Durchblick hast.</p>
<p>Schau, die Brille ist ein Wahrheitszeuge,<br />
Zeuge wahrer Nähe, echter Liebe:<br />
Nur unterm Schattenbogen liebster Augenbrauen<br />
magst du dich räkeln wohlig-blind.</p>
<p>Gepriesen sei der Liebeszeuge,<br />
der ungenutzt am schönsten nutzt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gottes Mühle oder Beelzebubs?</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gottes-muehle-oder-beelzebubs/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/gottes-muehle-oder-beelzebubs/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Apr 2014 09:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gottes Mühle oder Beelzebubs?]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3609</guid>
		<description><![CDATA[<p>Mahle, Mühle, mahle unser Seelenkorn – knacke unsre Schale, breche unser Horn. Mahle, Mühle, mahle, bis ein goldner Staub für das Leid bezahle – bis die Herzen taub. Mahle, Mühle, mahle, bis ein goldnes Mehl rinnt aus unsrer Schale – Opfergabe ohne Fehl. Wird ein Enkelsohn Lebenssinn sich backen – oder werden Gott zum Hohn [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gottes-muehle-oder-beelzebubs/">Gottes Mühle oder Beelzebubs?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mahle, Mühle, mahle<br />
unser Seelenkorn –<br />
knacke unsre Schale,<br />
breche unser Horn.</p>
<p>Mahle, Mühle, mahle,<br />
bis ein goldner Staub<br />
für das Leid bezahle –<br />
bis die Herzen taub.</p>
<p>Mahle, Mühle, mahle,<br />
bis ein goldnes Mehl<br />
rinnt aus unsrer Schale –<br />
Opfergabe ohne Fehl.</p>
<p>Wird ein Enkelsohn<br />
Lebenssinn sich backen –<br />
oder werden Gott zum Hohn<br />
Ratten darein kacken?</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gottes-muehle-oder-beelzebubs/">Gottes Mühle oder Beelzebubs?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Lebenslicht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-lebenslicht/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-lebenslicht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2014 11:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3445</guid>
		<description><![CDATA[<p>Manchmal betetʼs inniglich. Und die Welt ist still. Manchmal zittertʼs bängelich. Und die Katz faucht schrill. Manchmal sprüht es liebestoll. Möcht mit Würmchen schwärmen. Manchmal glüht es liebevoll. Möchte Händchen wärmen. Einmal seufztʼs wie unerlöst in das graue Zimmer. Der hier das Leben hat verdöst – ihm gilt sein letzter Schimmer.</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-lebenslicht/">Das Lebenslicht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal betetʼs inniglich.<br />
Und die Welt ist still.</p>
<p>Manchmal zittertʼs bängelich.<br />
Und die Katz faucht schrill.</p>
<p>Manchmal sprüht es liebestoll.<br />
Möcht mit Würmchen schwärmen.</p>
<p>Manchmal glüht es liebevoll.<br />
Möchte Händchen wärmen.</p>
<p>Einmal seufztʼs wie unerlöst<br />
in das graue Zimmer.</p>
<p>Der hier das Leben hat verdöst –<br />
ihm gilt sein letzter Schimmer.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-lebenslicht/">Das Lebenslicht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Altern</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/altern/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/altern/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2014 21:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3440</guid>
		<description><![CDATA[<p>Altern ist ein Träumen unter kahlen Bäumen. Ist Wörter auf der Zunge wiegen, bevor sie in das Dunkel fliegen. Altern ist ein Schweben über Purpur-Reben. Ist wünscheloses Geben, ein trunknes Blatt ans Ufer heben. Altern ist ein Träumen, Gruß wie Kuss versäumen. Ist dunkle Schuld abtragen in blüteleeren Tagen. Ist Eigen-Sinn entstellen, am letzten Du [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/altern/">Altern</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Altern ist ein Träumen<br />
unter kahlen Bäumen.</p>
<p>Ist Wörter auf der Zunge wiegen,<br />
bevor sie in das Dunkel fliegen.</p>
<p>Altern ist ein Schweben<br />
über Purpur-Reben.</p>
<p>Ist wünscheloses Geben,<br />
ein trunknes Blatt ans Ufer heben.</p>
<p>Altern ist ein Träumen,<br />
Gruß wie Kuss versäumen.</p>
<p>Ist dunkle Schuld abtragen<br />
in blüteleeren Tagen.</p>
<p>Ist Eigen-Sinn entstellen,<br />
am letzten Du zerschellen.</p>
<p>Altern ist ein Träumen<br />
unter kahlen Bäumen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/altern/">Altern</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Liebe ist Vernunft</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/liebe-ist-vernunft/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/liebe-ist-vernunft/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Mar 2014 12:04:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Hopsa, das hat dir aber nicht dein Bauchgefühl gesagt! Vernunft ist freilich nicht Liebe, sondern das, was tu beispielsweise tust, wenn du entschieden hast, es sei nicht ganz sinnlos, diese trocknen Verse zu lesen, statt gleich ein Bier zu zischen oder den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Wenn du das eine dem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebe-ist-vernunft/">Liebe ist Vernunft</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Hopsa, das hat dir aber nicht dein Bauchgefühl gesagt!<br />
</i><br />
Vernunft ist freilich nicht Liebe,<br />
sondern das, was tu beispielsweise tust,<br />
wenn du entschieden hast, es sei nicht ganz sinnlos,<br />
diese trocknen Verse zu lesen,<br />
statt gleich ein Bier zu zischen<br />
oder den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen.</p>
<p>Wenn du das eine dem anderen vorziehst,<br />
modelst und improvisierst du am Sinn<br />
deines kleinen Lebens und am Sinn der großen Welt.</p>
<p>Wärest du vernünftig gewesen,<br />
vernünfiger oder weniger unvernünftig,<br />
hättest du deine Zeit vielleicht nicht mit der Lektüre<br />
dieser stachligen Distel-Verse vergeudet,<br />
sondern ein Bier gezischt, den Musikantenstadl geklotzt<br />
oder dem Parsifal andachtsvoll gelauscht<br />
oder wenigstens die Fenster geputzt.</p>
<p>Freilich ist Vernunft nicht Liebe,<br />
doch eine schmallippig-verbitterte Anstandsdame<br />
oder ein vorm frischen Lebensodem<br />
weggefrösteltes Mauerblümchen ist sie nicht –<br />
vergleiche sie dem alten Gärtner,<br />
der gemütlich seine Pfeife bei den Bienen schmaucht:<br />
Jäten muss er wohl, was den neuen Trieben Schatten bringt,<br />
doch stützen auch, wenn sich der Kopf der Dahlie<br />
voll Liebesüberpracht abwärts hat verseufzt.</p>
<p>Liebe ist Vernunft –<br />
dem bleichen Oranten, der verschwurbelte Hymnen hechelt<br />
auf den Fußabdruck der schmollend Abgezogenen,<br />
hält sie die Hand vor den Mund.</p>
<p>Die allzu glänzend weggeperlte Träne<br />
wischt sie dem Jungchen,<br />
das ihre Wechsellaune arg brüskiert,<br />
mit einem Tempotaschentuch vom Gesicht.</p>
<p>Liebe ist Vernunft ­–<br />
sie hat ein waches Auge, eine Lampe,<br />
mit der sie in die finsteren Gefahrenzonen leuchtet,<br />
die Klippen, Löcher, Moraste, Schlangengruben,<br />
in die wir – unaufmerksam, voll Leichtsinn oder Übermut –<br />
jählings stürzen, fallen, untergehen.</p>
<p>Liebe ist Vernunft –<br />
sie findet aus Labyrinthen und Gestrüpp<br />
behutsam uns den guten Pfad, der uns,<br />
auch wenn wir schwerer atmen,<br />
auch wenn die Schatten wachsen,<br />
zu jenem Ufer wieder führt,<br />
wo wir am alten Strome heimlich sitzen,<br />
wie Herbstesblätter unsre Herzen<br />
aneinander haltend, zueinander faltend,<br />
und dem Spiel des späten Lichts<br />
noch lange sinnen nach.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebe-ist-vernunft/">Liebe ist Vernunft</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das hüpfende Bötchen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-huepfende-boetchen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-huepfende-boetchen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Mar 2014 14:46:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte über Koblenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3316</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie der Junge in Lederhosen, ein Pflaster auf dem Knie wie oft, der das selbst gebastelte Segelboot auf den müden Wellen am Ufer der Mosel mit einer langen Weidenrute, glattgeschält mit seinem Taschenmesser, sorgsam lenkt und manövriert, und immer wieder sein verfängliches Schwanken auffängt – und wenn es kippt und das Segel saugt sich voll [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-huepfende-boetchen/">Das hüpfende Bötchen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie der Junge in Lederhosen,<br />
ein Pflaster auf dem Knie wie oft,<br />
der das selbst gebastelte Segelboot<br />
auf den müden Wellen am Ufer der Mosel<br />
mit einer langen Weidenrute,<br />
glattgeschält mit seinem Taschenmesser,<br />
sorgsam lenkt und manövriert,<br />
und immer wieder sein verfängliches Schwanken<br />
auffängt – und wenn es kippt<br />
und das Segel saugt sich voll<br />
und es droht zu versinken,<br />
lässt es der Junge nicht untergehen,<br />
sondern ist zur Hand,<br />
bugsiert es emsig mit dem Stock<br />
– schau, wie er vor Anspannung die Lippen aufeinanderpresst –<br />
und jetzt zieht er es mit beherztem Griff<br />
ans rettende Ufer.</p>
<p>Wie klug der Junge ist, wie vernünftig!<br />
Wach muss er schon sein, frisch bei Sinnen, klar<br />
in Sicht und Übersicht, ein bisschen Kunst der Navigation<br />
ertastet er mit fühlender Hand.<br />
Um wie viel höher wiegt die Freude des Spiels als der Verdruss,<br />
den Schusseligkeit, trüber oder toll gewordener Sinn ihn kosteten.</p>
<p>Er grollt nicht, wenn sich das Schiff zur Seite legt,<br />
dem Spielzeug gegenüber, das ihm viel Mühe abverlangt,<br />
aber ihn zum Kapitän und Weltensegler gemacht hat,<br />
wird er nicht feindselig gestimmt,<br />
weil es halt der Schicksalswucht des Flusses<br />
mal nicht standhielt –<br />
jetzt nach überstandener Gefahr hütet er es umso mehr …</p>
<p>… so wir und das hüpfende Bötchen: dies unser Wir!</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-huepfende-boetchen/">Das hüpfende Bötchen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Dickicht wächst</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-dickicht-waechst/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-dickicht-waechst/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2014 12:35:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3300</guid>
		<description><![CDATA[<p>Stunde um Stunde, Tag für Tag vermehrt sich die Meute, verdichtet sich der Schwarm, verstrickst du dich immer tiefer in das Dickicht fremder Stimmen. Kläffer, Beller, Geller, die sich schreckend wecken, aufeinanderprallen, dumpf verhallen, die raschelnd prasseln, sich beschämend lähmen, und sich fad verquasseln. Schnalzer, Flöter, Balzer, die lüstern sich umflüstern, sich leckend necken, die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-dickicht-waechst/">Das Dickicht wächst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Stunde um Stunde, Tag für Tag<br />
vermehrt sich die Meute,<br />
verdichtet sich der Schwarm,<br />
verstrickst du dich immer tiefer<br />
in das Dickicht fremder Stimmen.</p>
<p>Kläffer, Beller, Geller,<br />
die sich schreckend wecken,<br />
aufeinanderprallen,<br />
dumpf verhallen,<br />
die raschelnd prasseln,<br />
sich beschämend lähmen,<br />
und sich fad verquasseln.</p>
<p>Schnalzer, Flöter, Balzer,<br />
die lüstern sich umflüstern,<br />
sich leckend necken,<br />
die sich wirren, sich umsirren,<br />
sich umwindend wiederfinden,<br />
sich um Summselust abschinden<br />
und in Schwärmerei entschwinden.</p>
<p>Du kannst die Stimmen nicht<br />
wie eine klaffende Meute<br />
in den Zwinger sperren.</p>
<p>Du kannst die Stimmen nicht<br />
wie einen panischen Schwarm von Bienen<br />
im stillen Korb verschließen.</p>
<p>Du kannst nicht ohne tödlich dich zu ritzen<br />
durch das Dornen-Dickicht ziehen –</p>
<p>du kannst nicht in ein Jenseits fliehen,<br />
in das stille Land der sanften Liebe.</p>
<p>Du kannst nicht wie ein Kind,<br />
betroffen von der Botschaft ersten Todes,<br />
in den Keller steigen,<br />
dich auf den stumpfen Holzblock hocken,<br />
auf dem Großvater das Holz spaltete<br />
und den Hühnern den Kopf abhackte.</p>
<p>Ja, verstopf dir nur die Ohren:<br />
Hörst du, wie es gluckst in dir?</p>
<p>Ein Blutquell, eine Tier- und Volksmusik,<br />
auf- und niedersteigend<br />
zwischen Bellen und Küssen,<br />
Schmatzen und Quatschen,<br />
Seufzern und Schüssen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-dickicht-waechst/">Das Dickicht wächst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Denn Ärgernis muss ja kommen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/denn-aergernis-muss-ja-kommen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/denn-aergernis-muss-ja-kommen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2014 19:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3290</guid>
		<description><![CDATA[<p>Es sind der Stimmen allzu viele, die sich suchen und sich fliehen, sich kreuzen, überwölben, sich umschlingen, niederringen, in dir, in mir und zwischen uns. Wir können nicht entrinnen in Räume lichter, reiner Harmonie, wo Ton sich wider Ton kontrapunktisch liebend-frei ergänzte. Denn auch in solchem heilen Raume liefe durch seiner Orgelpfeifen Regelwerk das schrille [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/denn-aergernis-muss-ja-kommen/">Denn Ärgernis muss ja kommen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind der Stimmen allzu viele,<br />
die sich suchen und sich fliehen,<br />
sich kreuzen, überwölben,<br />
sich umschlingen, niederringen,<br />
in dir, in mir und zwischen uns.</p>
<p>Wir können nicht entrinnen<br />
in Räume lichter, reiner Harmonie,<br />
wo Ton sich wider Ton<br />
kontrapunktisch liebend-frei ergänzte.</p>
<p>Denn auch in solchem heilen Raume liefe<br />
durch seiner Orgelpfeifen Regelwerk<br />
das schrille Pfeifen oder<br />
todbetroffne Quieken einer Maus.</p>
<p>Es sind so viele Bilder dunklen Glanzes voll<br />
und purpurblütiger Verzückung,<br />
die mit milchigen Knoten oder hellen Früchten,<br />
mit Säumen, Lippen, Brüsten schwellend<br />
in den panischen Schlund des Unsichtbaren locken.</p>
<p>Auch an des bieder zugerafften Alkovens<br />
liebesattem Dämmern lüftet vom Wehhauch<br />
leisen Schreis der Vorhang sich ein wenig –<br />
und ein fahles Hadeslicht<br />
entgeistert dir mein Angesicht,<br />
befremdet mir dein liebes Kindgesicht<br />
mit einer Maske unheimlich.</p>
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		<title>Der Liebesclown</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-liebesclown/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-liebesclown/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2014 16:27:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3287</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Liebesclown ist ein eleganter Überspringer der Schamgrenze, hin und wider hüpft er wie die Kinder übers Seil. Der Liebesclown ist ein grinsender Unglücksartist, ein singender Arbeiter im Trauma-Berg des Herrn. Seine Hände schwitzen, seine Nase tropft, seine Schuhe quietschen. Und sein Herz ist tot. Der Liebesclown leistet emsig-tapfer Stigma-Verschleierung hinter den Dünsten und Schwaden [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-liebesclown/">Der Liebesclown</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Der Liebesclown ist ein eleganter Überspringer der Schamgrenze,<br />
hin und wider hüpft er wie die Kinder übers Seil. Der Liebesclown<br />
ist ein grinsender Unglücksartist, ein singender Arbeiter im<br />
Trauma-Berg des Herrn.<br />
</i><br />
Seine Hände schwitzen,<br />
seine Nase tropft,<br />
seine Schuhe quietschen.<br />
Und sein Herz ist tot.</p>
<p><i>Der Liebesclown leistet emsig-tapfer Stigma-Verschleierung hinter<br />
den Dünsten und Schwaden von Wein und Bier, Schnaps und Tabak.<br />
</i><br />
Seine Haare schuppen,<br />
seine Wangen glühen,<br />
seine Finger zittern.<br />
Und sein Herz ist tot.</p>
<p><i>Der Liebesclown muss immer kreiseln, gepeitscht von Liebesangst –<br />
sonst fällt er um. Der Liebesclown muss schnell und schneller<br />
kreiseln, bis er brummt und summt – sonst bleibt er stumm.<br />
</i><br />
Seine Liebesschwüre schwirren<br />
ihm im Schlafe aus dem Mund:<br />
tausend goldene Bienen.<br />
Und sein Herz ist tot.</p>
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		<title>Gesichter des Lebens</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gesichter-des-lebens/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/gesichter-des-lebens/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2014 14:12:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3285</guid>
		<description><![CDATA[<p>Manchmal schaut das Leben mit rundem, dümmlich-satten Mondgesicht dich an – schnappʼs und verschluckʼs mit eines Gähnens Riesen-Schluck. Manchmal streckt es dir, ein sommersprossiger Rotzbengel, die gelb belegte Zunge raus – zieh ihn einmal kurz am Ohr und halte sein Gesicht sodann in die kalten Strahlen einer Sternennacht. Manchmal bettelt das Leben aus den Augen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gesichter-des-lebens/">Gesichter des Lebens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal schaut das Leben<br />
mit rundem, dümmlich-satten Mondgesicht dich an –<br />
schnappʼs und verschluckʼs<br />
mit eines Gähnens Riesen-Schluck.</p>
<p>Manchmal streckt es dir,<br />
ein sommersprossiger Rotzbengel,<br />
die gelb belegte Zunge raus –<br />
zieh ihn einmal kurz am Ohr<br />
und halte sein Gesicht sodann<br />
in die kalten Strahlen einer Sternennacht.</p>
<p>Manchmal bettelt das Leben<br />
aus den Augen hündischer Ergebenheit<br />
um Beine machenden Befehl dich an –<br />
erschrick es dann mit einem katzenhellen Laut<br />
und scheuch es fort<br />
zu Nachbars weichem Herz.</p>
<p>Manchmal aber sind da Augen,<br />
die gütig-klar, die liebe-prüfend-sanft<br />
dich befragen, ob du die Trauben schon gelesen,<br />
schon gekeltert hast, ob gar dem lieben Gast<br />
zu kredenzen sei der gute Wein –<br />
und du blickst betreten unter dich.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gesichter-des-lebens/">Gesichter des Lebens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Lichtscheu</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/lichtscheu/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/lichtscheu/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2014 12:53:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3281</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wenn die Sonne hohen Sinnes dir versank, musst du dich am Licht des Alltags nüchtern trinken. Wenn die Geräusche des Morgens dich verweisen: „Schlaf weiter. Wir gehen dicht an dicht und lassen dir die Lücke nicht für einen Mucks“ – bist du einzig doch der Ohrenzeuge. Wenn die Leute reden Zug um Zug und Schlag [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/lichtscheu/">Lichtscheu</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Sonne hohen Sinnes dir versank,<br />
musst du dich am Licht des Alltags nüchtern trinken.</p>
<p>Wenn die Geräusche des Morgens dich verweisen:<br />
„Schlaf weiter. Wir gehen dicht an dicht<br />
und lassen dir die Lücke nicht für einen Mucks“ –<br />
bist du einzig doch der Ohrenzeuge.</p>
<p>Wenn die Leute reden Zug um Zug<br />
und Schlag auf Schlag – du taumelst<br />
wie ein angezählter Boxer –,<br />
musst du in den stillen Winkel fliehen,<br />
dort unterm Kreuze kindlich knien<br />
und lauschen auf ein letztes Gnadenwort.</p>
<p>Wenn die Blicke des Gestirns schamlos<br />
als verkümmert, fruchtlos, lebensunfroh dich entblößen,<br />
musst dich in die Ödnis hocken<br />
unterm Fremdlicht des Planeten.</p>
<p>Wenn du des Tages Hügel nicht erklimmen magst,<br />
du, strecke dich doch aus in einer tiefen Furche Bett –<br />
es kommt die große Nacht, die alles glättet, alles ebnet,<br />
die lichten Spalten jeden Unterschieds verpicht.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/lichtscheu/">Lichtscheu</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>i-Pünktchen geht zur Schule</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/puenktchen-geht-zur-schule/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/puenktchen-geht-zur-schule/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Mar 2014 08:27:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3271</guid>
		<description><![CDATA[<p>Mir schwante jüngst, ich wär das Schwebepünktchen, ich wär der i-Punkt auf dem i. Wie ich so eifrig schwebt und schwebte, da wurdʼs mir ungemütlich-zugig, wie einer fröstelnden Monade. Da hat mich altes Sehnen überpunktet, und ein graues Pünktchen wurde rot. Als wollte sich das Ichlein-Köpfchen, dumpf-müd des Einerlei-Seins wegen, sterbe-selig wie ein Samentröpfchen auf [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/puenktchen-geht-zur-schule/">i-Pünktchen geht zur Schule</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mir schwante jüngst,<br />
ich wär das Schwebepünktchen,<br />
ich wär der i-Punkt auf dem i.</p>
<p>Wie ich so eifrig schwebt und schwebte,<br />
da wurdʼs mir ungemütlich-zugig,<br />
wie einer fröstelnden Monade.</p>
<p>Da hat mich altes Sehnen überpunktet,<br />
und ein graues Pünktchen wurde rot.</p>
<p>Als wollte sich das Ichlein-Köpfchen,<br />
dumpf-müd des Einerlei-Seins wegen,<br />
sterbe-selig wie ein Samentröpfchen<br />
auf den Kuppen-Knoten legen …</p>
<p>Des leeren Schwebe-Lebens<br />
über heimwärts immer winkendem Finger<br />
überdrüssig, gedachte ernstiglich ich –</p>
<p>falschem Bewusstsein zu entwichen,<br />
in Seligkeit mich zu entichen:</p>
<p>Da sank ich ruchlos-jubelnd nieder,<br />
und mich entpunktend ward ich eins<br />
mit einem Stummel ausdruckslosen Seins.</p>
<p>Wie wirrte wüst ein Wörterbabel,<br />
denn ohne i war immer nimmer,<br />
die Seine floss nicht – floss nicht durch Paris,<br />
kein Wiener Walzer wiegte sich durch Wien<br />
und Ick um Icke lautlos war Berlin.</p>
<p>Am allerärgsten traf es mich,<br />
denn von mir blieb nur noch ein -ch.</p>
<p>Da schrieb der Oberlehrer an die Tafel weisen Spruch –<br />
wie hat die Kreide dialektisch-spitz gequietscht:</p>
<p>„Willst du Licht und Liebe und ein Bier noch obendrauf,<br />
musst nehmen du Verzicht und Pflicht und Magenbitter in den Kauf.“</p>
<p>Ja, ja, ich schwebe wieder punktgenau und i-gerecht –<br />
musst schnöde Einungslust entbehren,<br />
um schöne Ausdruckskunst zu mehren.</p>
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		<title>In nuce</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/nuce/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/nuce/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2014 20:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3143</guid>
		<description><![CDATA[<p>Du meinst des Lebens ungeheure Fülle zu umfassen mit der Hand, die sich um den kleinen Zapfen einer Kiefer schließt. Keine Hand und keine Elle, kein Maß und auch kein tiefer Blick, die weiche Zunge nicht, die sich die feinsten Risse, der Lebenswunde dunkle Zeichen, geistesschnell erfühlt und prüft – kein Wort, das wie die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/nuce/">In nuce</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du meinst des Lebens ungeheure Fülle<br />
zu umfassen mit der Hand,<br />
die sich um den kleinen Zapfen einer Kiefer schließt.</p>
<p>Keine Hand und keine Elle,<br />
kein Maß und auch kein tiefer Blick,<br />
die weiche Zunge nicht,<br />
die sich die feinsten Risse,<br />
der Lebenswunde dunkle Zeichen,<br />
geistesschnell erfühlt und prüft –</p>
<p>kein Wort, das wie die Spore<br />
in den Strom des Reifens,<br />
Siegens und Erliegens<br />
fortgespült hinüberstrudelt –</p>
<p>kein Rätselbild,<br />
das sich in spiegelnden Gesichtern<br />
spannt und löst –</p>
<p>sie fassen und umfassen<br />
des Lebens ungeheure Fülle nicht.</p>
<p>Doch du und ich,<br />
einander stille haltend,<br />
Hand in Hand,<br />
an Blicken wie an Spinnenfäden<br />
uns aneinander sinken lassend,<br />
Schicht für Schicht,<br />
Sinn für Sinn,<br />
tiefer bis zum stillsten, reifsten, unberührten Grund –</p>
<p>um dort zu liegen zwischen Tod und Traum,<br />
ruhig atmend beieinander –</p>
<p>und unsre Lippen sprechen,<br />
sich leise rührend<br />
unterm warmen Zustrom reinen Wissens,<br />
uns einander los –</p>
<p>schon halb versunken<br />
in der Dünung ewigen Verwehens.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/nuce/">In nuce</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Schuss in der Neujahrsnacht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-schuss-der-neujahrsnacht/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jan 2014 13:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3079</guid>
		<description><![CDATA[<p>Von wannen ging der Schuss denn los, dein Entree-Billet ins neue Jahr? Grad in jenem dummen Augenblick, als die lieben Nachbarn auf Teufel komm raus die Raketen steigen und die Böller platzen ließen – oder vor Zeiten, als es noch gar keine Böller gab – vor Äonen, als es noch keine feuerwütigen Menschen gab? Ist [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schuss-der-neujahrsnacht/">Der Schuss in der Neujahrsnacht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Von wannen ging der Schuss denn los,<br />
dein Entree-Billet ins neue Jahr?</p>
<p>Grad in jenem dummen Augenblick,<br />
als die lieben Nachbarn auf Teufel komm raus<br />
die Raketen steigen und die Böller platzen ließen –<br />
oder vor Zeiten, als es noch gar keine Böller gab –<br />
vor Äonen, als es noch keine feuerwütigen Menschen gab?</p>
<p>Ist in jenem jenseits der Zeit versiegelten Buch,<br />
in dem auf dem einen Blatt der Heils-,<br />
auf dem anderen Blatt der Unheilsplan verzeichnet sind,<br />
ist in jenem Ewigkeitsbuch,<br />
in dem gähnend ein Engel blättert,<br />
der Schuss in der Neujahrsnacht<br />
als unabwendbar abgehakt?</p>
<p>Mensch, es war nur ein heißer Böller,<br />
der querschlug – und wo er hätte weiterböllern können,<br />
schob deine Visage sich in die Bahn.</p>
<p>Das bisschen Wehweh wischst du dir ab<br />
wie ein unschönes Staubfädchen vom Kragen –<br />
was dir von dem Einschlag eigentlich bleibt,<br />
die unsichtbare Narbe hinter der sichtbaren,<br />
wiegt wohl nicht fädchenleicht …</p>
<p>… das legt dir ein Kilo Misstrauen auf die Waagschale<br />
linker Hand, beschriftet mit „Argwohn“, „Furcht“ und „Sorge“,<br />
sodass die Schale rechter Hand, beschriftet mit<br />
„Glaube“, „Hoffnung“ und „Liebe“<br />
wiederum beklemmend in die Höhe schnellt!</p>
<p>Du schaust anders in die Welt,<br />
aus der es höhnisch Schläge hagelt,<br />
von Händen, die im Freien flattern<br />
und im Leeren watschen, unzurechnungsfähig –<br />
anders schaust du in die Welt,<br />
in der ein samtenes Liebe-Leuchten zweier Augen<br />
dich ins neue Jahr geleitet.</p>
<p>Hoppla, was raunst du da,<br />
poeta lactucate neque laureate!</p>
<p>Ist es doch dieselbe Welt, die eine in der andern,<br />
wo unversehens Schüsse fallen<br />
und Liebe über Grenzen geht.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schuss-der-neujahrsnacht/">Der Schuss in der Neujahrsnacht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das bist ja du! Das bin ja ich!</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-bist-ja-du-das-bin-ja-ich/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Dec 2013 17:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wenn die haarigen Bäuche kugeln von Honig und Chitin, von süßen Beeren und bunten Früchten, knacken hoch in den Wipfeln die Äste – die Waldmenschen bauen ihre Plattform für die Nacht in schwindelnder Höhe. Sie ducken ihr weises Haupt unter einen perfekt verfugten Regenschirm aus Zweigen und Blattwerk. Die Frühlingswinde schenken uns mit wilden Aromen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-bist-ja-du-das-bin-ja-ich/">Das bist ja du! Das bin ja ich!</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die haarigen Bäuche kugeln<br />
von Honig und Chitin, von süßen Beeren<br />
und bunten Früchten, knacken hoch in den Wipfeln<br />
die Äste – die Waldmenschen bauen ihre Plattform<br />
für die Nacht in schwindelnder Höhe.<br />
Sie ducken ihr weises Haupt<br />
unter einen perfekt verfugten Regenschirm<br />
aus Zweigen und Blattwerk.</p>
<p>Die Frühlingswinde schenken uns<br />
mit wilden Aromen zartes Erinnern –<br />
wie sind die Lüfte voll Leben und Geist!</p>
<p>Halt einmal das Richtmikrophon an die schorfige Rinde der Eiche –<br />
was da knistert und knackt, scharrt und schnarrt,<br />
was da rasselt und prasselt unter Moosen und Harz –<br />
das bist ja du, das bin ja ich, in einer fernen Fuge<br />
der Moleküle unsrer natürlichen Seelen.</p>
<p>Der Waldmensch in seinem Nest lauscht,<br />
wie es tröpfelt auf sein Blätterdach,<br />
er zittert in den Tumulten des Himmels<br />
und klammert sich ins Fell seines Geschwisters.<br />
Er weiß sich im Kosmos des Regenwalds<br />
im Innern der dickbäuchigen Wolke,<br />
des Blätterrauschens und des Vogelgeschreis.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-bist-ja-du-das-bin-ja-ich/">Das bist ja du! Das bin ja ich!</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Herr, deine Steine sind weich</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/herr-deine-steine-sind-weich/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/herr-deine-steine-sind-weich/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2013 17:35:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Argo]]></category>
		<category><![CDATA[Goldenes Vlies]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=2790</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie schnell die Bilder verlöschen. Bist nicht auch du ein Bild und bleibst im Leben nur, solange auf dir weilt der Blick, der lebendig macht, doch Schatten und Rauch wirst, wenn er sinkt? Wie schnell die Bilder verlöschen – der nasse Teig verklumpten Wissens ohne Anfang und Ende, ohne Gesicht – der Meister verdöste den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/herr-deine-steine-sind-weich/">Herr, deine Steine sind weich</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
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<p class="MsoNormal">Wie schnell die Bilder verlöschen.</p>
<p>Bist nicht auch du ein Bild und bleibst im Leben nur,<br />
solange auf dir weilt der Blick, der lebendig macht,<br />
doch Schatten und Rauch wirst, wenn er sinkt?</p>
<p>Wie schnell die Bilder verlöschen –<br />
der nasse Teig verklumpten Wissens<br />
ohne Anfang und Ende, ohne Gesicht –<br />
der Meister verdöste den Tag,<br />
als die Töpferscheibe sich geisterhaft drehte.</p>
<p>Die Kontinente schwimmen und gleiten.</p>
<p>Dir gelang einstweilen nur mühsam,<br />
am Rande des Tellers aus dem Chaos<br />
der Buchstabensuppe ein paar sinnige Silben zu reihen:<br />
„fühlsam“ liest es sich da, und „Wohnort“, „goldgrün“,<br />
„altrosa“ „Birkenhain“, „behutsam“ oder „Geduld“ …</p>
<p>Die Kontinente schwimmen und gleiten.</p>
<p>Der Tisch mit dem Teller, aus dem du die Suppe löffelst,<br />
das Zimmer mit dem Tisch und das Haus mit dem Zimmer<br />
und die Stadt mit dem Haus rasen<br />
um die Achse der Erde und die Erde rast um die Sonne,<br />
und die Sonne rast …</p>
<p>Die Kontinente schwimmen und gleiten.</p>
<p>Du stolzierst auf den schwankenden Blättern<br />
der Rose deines Bewusstseins,<br />
die auf dem Weltenteich wogt.<br />
Und der Teich hat ein Bleiben im Garten des Herrn nur,<br />
solange auf ihm weilt sein Blick, der lebendig macht,<br />
doch Dunst und Steppe wird, wenn er sinkt.</p>
<p>Die Kontinente schwimmen und gleiten.</p>
<p>In tausend Mündern wird das Wort wie ein Kirschkern<br />
gedreht und gewendet, gesäuert und zermürbt,<br />
und wenn ihn einer ausspuckt vor dir,<br />
wendest du dich angewidert ab,<br />
er bleibt liegen, ein Kern, den die Erde verschmäht.</p>
<p>Die Kontinente schwimmen und gleiten.</p>
<p>Der Schnee auf dem Monte Soratte,<br />
in dessen Glanz sich der Ruhm des Dichters gespiegelt,<br />
schmolz dahin. Der Himalaya steigt und steigt<br />
in ein Schneelicht jenseits der Menschen.</p>
<p>Die Meere drängen ineinander und fluten zusammen,<br />
immer tiefer sinkt die Argo und das goldene Vlies<br />
ins Sprachlose hinab.</p>
<p>Die Kontinente schwimmen und gleiten.</p>
<p>Wie schnell die Bilder verlöschen.<br />
Morgen steht ein anderer mit deinem Anzug<br />
und deinem Gesicht an derselben Theke<br />
und redet daher mit deinen Worten,<br />
du aber bist schon fern, auswärts gereist,<br />
weit weg, nicht mehr rufbar mit Namen,<br />
das verwischte Nachbild<br />
eines lautlosen Blitzes in der hohen Sommernacht,<br />
ein sanftes Geheimnis, verlöscht,<br />
das sich noch eben am Himmel entlangschrieb.<br />
<span style="mso-spacerun: yes;"> </span><br />
Die Kontinente schwimmen und gleiten.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/herr-deine-steine-sind-weich/">Herr, deine Steine sind weich</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Ins Leben gekitzelt</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Dec 2013 12:12:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Eine Stute, die ihr Fohlen, dem eben die Nabelschnur riss, mit mütterlich-geduldiger Zunge in die Freiheit des Lebens leckt … Deinen Kopf und deine Schultern, deine Brust und deinen Leib umschleichen und umschmeicheln lieblich lachende Feuerzungen, die dich ins Leben kitzeln, die dich ins Leben singen. Ich liege, ein modrig-feuchter Stamm, am Wegrand Tag und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ins-leben-gekitzelt/">Ins Leben gekitzelt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Stute, die ihr Fohlen,<br />
dem eben die Nabelschnur riss,<br />
mit mütterlich-geduldiger Zunge<br />
in die Freiheit des Lebens leckt …</p>
<p>Deinen Kopf und deine Schultern,<br />
deine Brust und deinen Leib<br />
umschleichen und umschmeicheln<br />
lieblich lachende Feuerzungen,<br />
die dich ins Leben kitzeln,<br />
die dich ins Leben singen.</p>
<p>Ich liege, ein modrig-feuchter Stamm,<br />
am Wegrand Tag und Nacht,<br />
die Rinde blättert, das Mark ist mürbe,<br />
kleines Leben, flirrend-wirrendes,<br />
schmatzend-kratzendes,<br />
kauend-verdauendes Wesen<br />
kriecht in mich ein, surrt wieder aus.</p>
<p>Manchmal streunst du vorbei<br />
und hockst dich gähnend nieder<br />
auf den alten Stamm,<br />
behaglich schaust du dich um,<br />
ob wohl noch Beeren locken.<br />
Und das Weben der Mücken<br />
macht dich sinnen und fragen,<br />
ob aus dem Licht der Birken<br />
ein Schatten trete hervor.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ins-leben-gekitzelt/">Ins Leben gekitzelt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Sonett vom guten Gedanken</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/sonett-vom-guten-gedanken/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2013 17:34:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Du bist beschenkt wie früher Krokus von dem Tau des Morgens – wie er noch von feuchtem Glast behangen und von der Lust der Tropfen leuchtet rötlichblau, ist dir im ernsten Laub ein Lächeln aufgegangen. Dein Pfad ist schmal, von Schatten rings umschilft. So möge dies Lächeln ihn beleuchten, bis seine kalten Blüten der Winter [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sonett-vom-guten-gedanken/">Sonett vom guten Gedanken</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du bist beschenkt wie früher Krokus von dem Tau<br />
des Morgens – wie er noch von feuchtem Glast behangen<br />
und von der Lust der Tropfen leuchtet rötlichblau,<br />
ist dir im ernsten Laub ein Lächeln aufgegangen.</p>
<p>Dein Pfad ist schmal, von Schatten rings umschilft. So möge<br />
dies Lächeln ihn beleuchten, bis seine kalten Blüten<br />
der Winter streut – als ob dich gnädig Schnee betröge,<br />
im fahlen Schein des Lächelns Leuchten dir zu hüten.</p>
<p>Die Schwalben stürzen und die Eule schreit. Gib allem Leben<br />
sein Gesicht und lass von allem dich besprechen, dich behauchen,<br />
was gute Augen hat und reinen Mund – dann wirst du geben<br />
mit sehender Hand, was deine Anvertrauten brauchen.</p>
<p>So magst du nach dem wohlbedachten Guten langen,<br />
wenn du das Lächeln nicht vergisst, das dich umfangen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sonett-vom-guten-gedanken/">Sonett vom guten Gedanken</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Sonett vom bösen Gedanken</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/sonett-vom-bosen-gedanken/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2013 14:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der böse Gedanke dringt tief ein in die schwarze Erde – er sticht wie blanker Spaten, kratzt auf wie schartiger Pflug. Wie die nackte Erde glänzt! Es windet sich in Schmerz-Gebärde die fette Raupe, die eben noch des Weißlings Zukunft trug. Der böse Gedanke fliegt lautlos mit dem Sommerwind, er leckt wie Feuerzunge Blätter, Früchte, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sonett-vom-bosen-gedanken/">Sonett vom bösen Gedanken</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der böse Gedanke dringt tief ein in die schwarze Erde –<br />
er sticht wie blanker Spaten, kratzt auf wie schartiger Pflug.<br />
Wie die nackte Erde glänzt! Es windet sich in Schmerz-Gebärde<br />
die fette Raupe, die eben noch des Weißlings Zukunft trug.</p>
<p>Der böse Gedanke fliegt lautlos mit dem Sommerwind,<br />
er leckt wie Feuerzunge Blätter, Früchte, Wangen –<br />
das Lilienblatt ist schwarz, der Apfel stinkt, ein Kind<br />
errötet, spielt mit der Puppe nicht mehr unbefangen.</p>
<p>Sieh, wie das Farnkraut bebt, das Brunnenwasser zittert.<br />
Und rieche die verbrannte Luft von Winterfeuern.<br />
Die kleine Laube dort am Ufer ist vergittert.<br />
Die letzte Aster kann dir keine Gunst beteuern.</p>
<p>Dein Sommer war nur Fliegen fangen, Ratten jagen,<br />
der gute Gedanke mag um Einkehr dich nicht fragen.</p>
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		<title>Das blitzende Horn</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-blitzende-horn/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2013 08:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Als hättest du wie die zuckende Maus, die ein Gespenst durch die Speisekammer jagt, bis scheppernd ein Blechnapf vom Sims fällt, und husch in ihr Loch wetzt die Maus – als hättest du in der Speisekammer des Lebens hastig nur am alten, harten Käse genagt – immer rast das Herz: Es wartet auf den Zugriff [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-blitzende-horn/">Das blitzende Horn</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als hättest du wie die zuckende Maus,<br />
die ein Gespenst durch die Speisekammer jagt,<br />
bis scheppernd ein Blechnapf vom Sims fällt,<br />
und husch in ihr Loch wetzt die Maus –</p>
<p>als hättest du in der Speisekammer des Lebens<br />
hastig nur am alten, harten Käse genagt –<br />
immer rast das Herz: Es wartet auf den Zugriff<br />
des schnauzbärtigen Polizisten namens Katz.</p>
<p>Und war dein Durst so groß wie der Zungenlappen<br />
der Kuh, die stieren Augs am Salzstück schlabbert<br />
und leckt – das hat der alte Bauer ihr hingehängt,<br />
der fluchende Herr über Euter und Mist.</p>
<p>Mensch, leg ab knisternd-wisperndes Maustum,<br />
stutz das bänglich schlawinernde Schwänzchen –<br />
Mann, roll einwärts die Zunge, vom Drange<br />
des Euters erlöst dich ein blitzendes Horn.</p>
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		<title>Aurea mediocritas</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/aurea-mediocritas/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/aurea-mediocritas/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Dec 2013 16:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Urfisch mit ein paar Fotozellen auf dem Hinterkopf glotzte hohl – sah nur milchig-trübes Licht und fette Schatten, doch ihm schwante schon, was oben und was unten, und die Wolke oben dünkte ihm Gefahr. Der Adler sichtet scharf aus schwindeliger Höhe das kleine Zitterleben einer grauen Maus – die Symphonie der Farben aus Wolkenrot [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/aurea-mediocritas/">Aurea mediocritas</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Urfisch mit ein paar Fotozellen<br />
auf dem Hinterkopf glotzte hohl –<br />
sah nur milchig-trübes Licht und fette Schatten,<br />
doch ihm schwante schon, was oben und was unten,<br />
und die Wolke oben dünkte ihm Gefahr.</p>
<p>Der Adler sichtet scharf aus schwindeliger Höhe<br />
das kleine Zitterleben einer grauen Maus –<br />
die Symphonie der Farben<br />
aus Wolkenrot und blauem Grün des Abends<br />
dringt nicht zu ihm.<br />
(Dir aber hebt sie fromm das Herz,<br />
das Mäuslein huscht dir halt vom Schirm.)</p>
<p>Zwei Töne, die sich rhythmisch wiederholen,<br />
hörst du als Zuruf gleich und als Signal.</p>
<p>In drei Tönen findest du den Keim des Lieds,<br />
mit seiner Freude, seiner Trauer, seinem Schwung.</p>
<p>Wenn tausend Regentropfen schwätzend niederplätschern,<br />
opferst du die Bildung schöner Muster<br />
dem Gefühl verwöhnter Traurigkeit.</p>
<p>Das feinere Organ ist leichter reizbar, irritabel.</p>
<p>Der grobe Klotz, kommst du ihm<br />
mit dem Stichel feiner Ironie,<br />
rührt sich nicht, bleibt stumpf und stur.</p>
<p>Das liebestolle, junge Herz<br />
schwebt aufwärts in den Kringeln<br />
des Rauchs der Zigarette –<br />
glaubt, seine Liebesglut erlösche<br />
mit ihrem letzten Zischen.</p>
<p>Der feiste Wüstling lechzt nach derben Zoten –<br />
der zarte Jüngling wird schon rot,<br />
wenn nur ihr Name wird genannt.</p>
<p>Spritz einen kleinen Klecks auf den Vermeer,<br />
das ganze Bild ist hin, verschandelt.</p>
<p>Piss einmal über den Pollock-Schinken<br />
einen diffusen Strahl, er steigt im Wert.</p>
<p>Bei einem mäusewispernden Singsang<br />
reckt sich dein Ohr nach Eselsohrengröße.</p>
<p>Das arge Krachen atonaler Bläserfürze<br />
verursacht mir Brechreiz und Kopfweh dir.</p>
<p>In der Mitte sei ein Plätzchen uns vergönnt<br />
zu einem feinen Picknick in der offenen Arena<br />
von Verona, wo man uns, wir sind halt frohe Spießer,<br />
mit Toscas süßen Melodien reich beglückt.</p>
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		<title>Argumentum e contrario</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/argumentum-e-contrario/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/argumentum-e-contrario/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Dec 2013 10:41:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Statt deinem Nächsten Rosen ins Gesicht zu halten, zieh ihm lieber die Ohren lang, auf dass er hellhörig werde! Du bist in der Welt und die Welt ist in dir. Du bist die Welt. Die Urgründe, die Wurzeln, die Elemente, die Zahlen, Algorithmen, Strukturen – die ganze Physik und Kosmologie, die Chemie und Biologie, die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/argumentum-e-contrario/">Argumentum e contrario</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Statt deinem Nächsten Rosen<br />
ins Gesicht zu halten,<br />
zieh ihm lieber die Ohren lang,<br />
auf dass er hellhörig werde!</em></p>
<p>Du bist in der Welt<br />
und die Welt ist in dir.</p>
<p>Du bist die Welt.</p>
<p>Die Urgründe, die Wurzeln, die Elemente,<br />
die Zahlen, Algorithmen, Strukturen –</p>
<p>die ganze Physik und Kosmologie,<br />
die Chemie und Biologie,<br />
die Mathematik und Logik,<br />
verkörpert, präsent, verdichtet<br />
in dir.</p>
<p>Alles ist akkurat am Leitfaden<br />
des Urfadens entwickelt, verstofflicht,<br />
symmetrisch ausgeformt:<br />
Hirn und Augen, Ohren und Glieder,<br />
Becken und Rippen, Nieren und Lunge,<br />
Hoden und Eierstöcke –<br />
alles im Doppelpack.</p>
<p>Damit du ihn nicht zu voll nimmst<br />
und nicht mit dem einen Maul lästerst,<br />
was du mit dem anderen lobhudelst,<br />
gibt’s nur einen Mund.</p>
<p>Alles ist perfekt<br />
synthetisiert,<br />
akkumuliert,<br />
koordiniert,<br />
synchronisiert.</p>
<p>Die Uhren sind in dir, solang sie ticken,<br />
gut vertaktet.<br />
Alle Sinne und Organe besprechen sich ständig<br />
über die Knäuel und Fasern der Nerven.</p>
<p>Du bist das Einmaleins,<br />
die Quintessenz,<br />
das Kondensat<br />
des Kosmos.</p>
<p>Du bist ein kurzweiliger Essay,<br />
eine gut geschürzte Novelle,<br />
ein doppelsichtiges Poem,<br />
eine kitzlige Kriminalgeschichte,<br />
ein langatmiger Krankenbericht,<br />
eine fatale Pointe<br />
auf das Leben und die Welt.</p>
<p>Wenn du beim amüsanten Reigen der „Stillen Post“<br />
deinem Nachbarn ständig das verstopfte Ohr hinhältst,<br />
staut sich bald der Fluss des Spiels –<br />
mit der Heiterkeit ist es vorbei.</p>
<p>Je komplexer und perfekter eine Welt:<br />
umso fieser hageltʼs Kleckse, Fehler, Patzer.</p>
<p>Du schriebest eine Stunde hastig ein Diktat –<br />
und alle Zeilen blieben lupenrein?</p>
<p>Wundere dich also nicht,<br />
machʼs dir klar mit dem argumentum e contrario:</p>
<p>Wie sollte ein Wolkenkratzer in Japan<br />
durch ein Erdbeben nicht ins Wanken geraten?</p>
<p>Wie sollte ein feinverästelter, feinvernetzter Organismus<br />
wie der deine nicht anfällig sein<br />
für Karzinome und Psychosen –<br />
oder auch heiße Mordimpulse,<br />
wenn der Nachbar rumpelt<br />
und dein Liebster dich scheel anschaut<br />
bei der Umarmung?</p>
<p>Ergo: Leibniz hatte recht.<br />
Quod erat demonstrandum.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Dir die Welt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/dir-die-welt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/dir-die-welt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2013 16:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Waldmaus, der Marder oder ein streunender Hund, der seine Schnauze gierig unters Gras schiebt – sie werden angeflogen und angedockt von Samen in Fäden und Fiedern, in Bällchen und Knäueln, die krallen und kleben wie die harzig-stachligen Kugeln der Kletten, mit denen wir als Kinder uns neckten – irgendwann fallen sie ab, gleiten sie [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dir-die-welt/">Dir die Welt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Waldmaus, der Marder<br />
oder ein streunender Hund,<br />
der seine Schnauze gierig unters Gras schiebt –<br />
sie werden angeflogen und angedockt von Samen<br />
in Fäden und Fiedern,<br />
in Bällchen und Knäueln,<br />
die krallen und kleben<br />
wie die harzig-stachligen Kugeln der Kletten,<br />
mit denen wir als Kinder uns neckten –<br />
irgendwann fallen sie ab, gleiten sie nieder,<br />
irgendwo werden sie abgestreift.</p>
<p>Dann braucht es nur wenige Krumen und Regen<br />
oder ein nährender Tau<br />
für die Ballung,<br />
für die Entladung<br />
leuchtender, duftender, nächtlich flüsternder Schönheit.</p>
<p>So magst du Jahre verdösen,<br />
von der Schicksalskatze huckepack verschleppt,<br />
hockst du in dunkelster Kapsel,<br />
oder von einem dummen August,<br />
einem schönen-schnöden Kobold geschubst,<br />
taumelst du, stolperst jahrelang an Häusern vorbei,<br />
an Gärten und Städten, an Menschen, Gesichtern,<br />
deren Mund sich fischmäulig auftut und schließt,<br />
und du siehst nichts, hörst nicht, verstehst nichts –<br />
stolperst jahrelang an den Zeilen dicker Wälzer entlang,<br />
und du tickst es nicht,<br />
bist blöde und stumm.</p>
<p>Dann fällt mit einem Mal Regen,<br />
und es scheint dir, die Tropfen platzen<br />
und knallen direkt auf das fette Seerosenblatt<br />
da in dir drin –</p>
<p>oder du hörst deinen Namen rufen<br />
und drehst dich um,<br />
und es ist das Rauschen im alten Birnbaum<br />
oder in der Heizung,<br />
das aus den Riffen Ozeaniens zu dir aufsteigt,<br />
oder ein Klirren angestoßener Gläser,<br />
und es zerbricht in dir wie hauchdünnes Eis.</p>
<p>Du gehst in all dies ein,<br />
in das Platzen und Rauschen und Knacken,<br />
wie die Hummel kriecht in ihr Erdloch.</p>
<p>Es braucht nicht viel, dich zu wecken,<br />
bloß diesen Klacks, einen Husch, einen Tusch –<br />
und die Nervenrose springt auf<br />
und der Wille zuckt aus dem Schlaf.</p>
<p>Hellhörig, hellsehend, hellfühlend<br />
weidest du auf dem liebsten Gesicht,<br />
trinkst die Töne vom Mund –</p>
<p>noch schwankst und ächzt du mit dem Birnbaum,<br />
saugst Würze aus dem Südwind,<br />
der hebt dich über die Gärten,<br />
und weiter über die Lichter der Stadt,<br />
weiter, weiter, höher, dort<br />
über die Purpurfeuer des Schnees.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ernstes Lied vom Glücklichsein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ernstes-lied-vom-glucklichsein/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ernstes-lied-vom-glucklichsein/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2013 20:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>… denn Liebe ist Wohltun in Freude … Dem Glücklichen lächelt das Leben, winkt mit seinen Glöckchen der Mai, mit Äpfeln leuchtet Oktober und Christnacht weckt ihn mit Liedern. Du, lauf nicht davon, wenn die Stare im Hinterhof schreien, die Fenster beschlagen, der Ofen ausgeht. Der Glückliche bleibt treu auch im Unglück. Glücklich zu sein [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ernstes-lied-vom-glucklichsein/">Ernstes Lied vom Glücklichsein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>… <em>denn Liebe ist Wohltun in Freude</em> …</p>
<p>Dem Glücklichen lächelt das Leben,<br />
winkt mit seinen Glöckchen der Mai,<br />
mit Äpfeln leuchtet Oktober<br />
und Christnacht weckt ihn mit Liedern.</p>
<p>Du, lauf nicht davon,<br />
wenn die Stare im Hinterhof schreien,<br />
die Fenster beschlagen,<br />
der Ofen ausgeht.</p>
<p>Der Glückliche bleibt treu auch im Unglück.</p>
<p>Glücklich zu sein ist hoch überm dunklen Wald des Lebens,<br />
wo die Maus quietscht im Schnabel der Eule,<br />
unser Stern der Verpflichtung,<br />
der glitzert aus offener Nacht<br />
und dableibt,<br />
auch wenn ihn überblendet die Sonne des Alltags,<br />
die dir den Schatten der Muße wegfrisst,<br />
die Sonne des Rechts und des Krieges,<br />
die die schöpfend-schenkende Hand lähmt<br />
und das Fleisch schält von den Knochen.</p>
<p>Das Licht des Sternes verwirrt nicht und wütet nicht –<br />
es ist wie der Kerze milder Schein,<br />
in der einen Hand des Beters gehalten,<br />
zärtlich umhegt von der andern.<br />
So geht er den schweren Weg, den leichten,<br />
durch das dunkle Kirchenschiff,<br />
von der Schwelle bis zur Apsis.</p>
<p>Uns selber gut sein ist höchster Sinn –<br />
du aber verschwindest wieder und wieder<br />
in den Rauchschwaden, die beißen und kränken,<br />
den flüsternden, schreienden Flammen,<br />
die blenden und schmelzen.</p>
<p>Du verschwindest in Nebeln, die dich narren.</p>
<p>Schließe die Augen vor beißender Kränkung<br />
und gönn dir die Träne,<br />
schlüpf in die Haut des Salamanders<br />
und spring durch die Flammen.</p>
<p>Hör mich deinen Namen rufen und komm.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mann, hol die Hacke raus!</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/mann-hol-die-hacke-raus/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/mann-hol-die-hacke-raus/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2013 11:24:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wieder steckt dein Kopf in Schwaden, wie in feuchten Umschlägen aus Geschwätz, oder es zirpt dir was, wie unter der Gaze schwarzer Mücken, und du fuchtelst wild mit beiden Händen, dir eine Schneise Licht zu bahnen, eine Aussicht vom Balkon ins nachbarliche Glück, wieder ruderst du durch die Luft nach blindem Horizont, um einen Fetzen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mann-hol-die-hacke-raus/">Mann, hol die Hacke raus!</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder steckt dein Kopf in Schwaden,<br />
wie in feuchten Umschlägen aus Geschwätz,<br />
oder es zirpt dir was,<br />
wie unter der Gaze schwarzer Mücken,<br />
und du fuchtelst wild mit beiden Händen,<br />
dir eine Schneise Licht zu bahnen, eine Aussicht<br />
vom Balkon ins nachbarliche Glück,<br />
wieder ruderst du durch die Luft nach blindem Horizont,<br />
um einen Fetzen Blau zu reißen und zu schlingen –</p>
<p>anstatt zwei, drei Schritt zur Seite auszuweichen<br />
oder still zu bleiben und zu warten,<br />
bis der Kerl mit den lärmenden Kopfhörern aussteigt,<br />
bis die Mücke von der Fensterscheibe fällt,<br />
bis der Himmel sich wölbt,<br />
ziemlich blau und direkt über dir.</p>
<p>Aus dem Humushäufchen, das dir verblieb,<br />
nach dürren Jahren ohne Sabbatbrache,<br />
strecken wie aus vergreister Kinderseele<br />
weiße Würmer augenlose Köpfchen in die Welt.</p>
<p>Mann, hol den Spaten raus und grabe!</p>
<p>In dem schmalen Beet, in das ein Vogel,<br />
eine Waldmaus oder der launische Wind<br />
hin und wieder mal ein Sämlein brachten,<br />
wuchern Distel, Nessel, Hahnenfuß.</p>
<p>Mann, hol die Hacke raus und jäte!</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mann-hol-die-hacke-raus/">Mann, hol die Hacke raus!</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schwarze Poetik</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/schwarze-poetik/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/schwarze-poetik/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2013 11:29:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2508</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Herr, der dir sein Wort gegeben, will es zurück als Wort hoch drei – von üblen Rüchen war sein Atem frei, drum soll es unverstunken ihm entgegenschweben. Sonst stopft dich in die quietschende Wurstmaschine der blonde Teufel mit der Engelsmiene. Oder du landest als Klobürste in dem Schmuddel-Puff, wo seine Oma thront in Fuchspelz [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schwarze-poetik/">Schwarze Poetik</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Herr, der dir sein Wort gegeben,<br />
will es zurück als Wort hoch drei –<br />
von üblen Rüchen war sein Atem frei,<br />
drum soll es unverstunken ihm entgegenschweben.</p>
<p>Sonst stopft dich in die quietschende Wurstmaschine<br />
der blonde Teufel mit der Engelsmiene.<br />
Oder du landest als Klobürste in dem Schmuddel-Puff,<br />
wo seine Oma thront in Fuchspelz und Kaninchenmuff.</p>
<p>Lass aus den Nebeln steigen Linien freiester Kontur,<br />
aus den grauen Träumen lächle Heiterkeit –<br />
das Mit-den-Wunden-Prahlen lass diskret beiseit,<br />
der Seele Schorf sei Dung auf deiner weiten Flur.</p>
<p>Sonst stopft dich in die quietschende Wurstmaschine<br />
der blonde Teufel mit der Engelsmiene.<br />
Oder du landest als Klobürste in dem Schmuddel-Puff,<br />
wo seine Oma thront in Fuchspelz und Kaninchenmuff.</p>
<p>Lass edle Düfte alter Namen, neuen Fühlens<br />
aus geheimen Winkeln deines Gartens dringen –<br />
nicht an die Nasen, die an Aasgerüchen hingen,<br />
nicht zu dem Ausguss allzu dumpfen Wühlens.</p>
<p>Sonst stopft dich in die quietschende Wurstmaschine<br />
der blonde Teufel mit der Engelsmiene.<br />
Oder du landest als Klobürste in dem Schmuddel-Puff,<br />
wo seine Oma thront in Fuchspelz und Kaninchenmuff.</p>
<p>Und wenn du wähnst, reimlos zu dichteln,<br />
geböte schon der Menschen schrilles Toben<br />
und nur die krumme Syntax sei zu loben –<br />
gehörst du zu des Hermes dümmsten Wichteln.</p>
<p>Dann stopft dich in die quietschende Wurstmaschine<br />
der blonde Teufel mit der Engelsmiene.<br />
Oder du landest als Klobürste in dem Schmuddel-Puff,<br />
wo seine Oma thront in Fuchspelz und Kaninchenmuff.</p>
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		<title>Der verschüttete Wein</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Nov 2013 07:02:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Teichrohrsänger fühlen keine Not, auch wenn ihr Nest der Kuckuck hat besucht – doch ihrer kleinen Herzen Frucht ist tot. Der bleiche Bote tut gesenkten Blickes kund, verhangen sei nun aller Morgen diesem Volke – man stopft für immer seinen Mund. Der Totengräber wühlt sich aus dem Schoß der dunklen Erde manches Schädels Grinsen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-verschuttete-wein/">Der verschüttete Wein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Teichrohrsänger fühlen keine Not,<br />
auch wenn ihr Nest der Kuckuck hat besucht –<br />
doch ihrer kleinen Herzen Frucht ist tot.</p>
<p>Der bleiche Bote tut gesenkten Blickes kund,<br />
verhangen sei nun aller Morgen diesem Volke –<br />
man stopft für immer seinen Mund.</p>
<p>Der Totengräber wühlt sich aus dem Schoß<br />
der dunklen Erde manches Schädels Grinsen –<br />
bald sieht den Geist von allem Fleisch er bloß.</p>
<p>Der Lebemann hängt keck die Büstenhalter<br />
seiner Damen an die Leine, an der er endlich<br />
selber baumelt – ein trockner Dunkelfalter.</p>
<p>Der Leichtfuß, der mit Kindern mochte tollen<br />
und gerne tanzen unter Lampionen –<br />
dort humpelt er, sein Sporn ist ihm geschwollen.</p>
<p>Das Lästermaul auf alles, was den dunklen Gang<br />
ihm hätte hochgehoben in das Lebenslicht –<br />
er singt dort unten Hiobs bittern Lobgesang.</p>
<p>Der Radebrech vor trotzig-prallem Mieder<br />
und spitzer Schnöselei – sein Adieu hat Charme,<br />
hat, wie Wein verschüttet, süß gelallte Lieder.</p>
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