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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
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		<title>Der Ausflug</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2014 17:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gerbermühle – Waldfriedhof Oberrad – Goetheturm Plötzlich ein dumpfer Stoß, die Tassen klirren, der Ponton am Eisernen Steg schwappt hin und her, da legt die „Goethe“ an. Du erwachst aus der dumpfen Phantasie, drei Boings jagten in die Türme der Deutschen Bank und des Messeturms – da quillt die Tourimasse aus dem Schiff und endlich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-ausflug/">Der Ausflug</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gerbermühle – Waldfriedhof Oberrad – Goetheturm</em></p>
<p>Plötzlich ein dumpfer Stoß, die Tassen klirren,<br />
der Ponton am Eisernen Steg schwappt hin und her,<br />
da legt die „Goethe“ an.</p>
<p>Du erwachst aus der dumpfen Phantasie,<br />
drei Boings jagten in die Türme der Deutschen Bank<br />
und des Messeturms –<br />
da quillt die Tourimasse aus dem Schiff<br />
und endlich stürmst du zielbewusst zum Vorderdeck.</p>
<p>Schon wandelt sich das Ufer, der Dom, der Fluss,<br />
der heute träge schlämmt,<br />
in ein Abschiedspostkartenbild,<br />
das du dir selber schickst.</p>
<p>Die Lautsprecherstimme erklärt dir, was du siehst:<br />
St. Katharinen, Deutsch-Herren-Ufer, Alte Brücke,<br />
da oben schritt der junge Dichter,<br />
dem sich die Bilder weicher Wellen,<br />
bunter Boote, reger Menschen<br />
anmutig duckten wie in der Manege<br />
vor dem Dompteur die falben Katzen.</p>
<p>Doch siehst du auch, was keiner dir erklärt,<br />
was unerklärt erscheint: das Sichwiegen eines jungen Schwans,<br />
das Licht, das goldne Fäden in die Zweige spinnt,<br />
das Unglück einer Frau, die sich in die Sonne reckt,<br />
und längst vergaß, wonach sie seufzt.</p>
<p>Wie hat sich nur, was jugendstilig sich verjüngend biegt,<br />
beim großen Port des Westens gut versteckt!</p>
<p>Du staunst, wie das Hochhaus der EZB sich doppelflügelig<br />
um die Residuen der Großmarkthalle gluckt,<br />
oder istʼs ein schlanker Häher scharfen Schnabels,<br />
der einen alten, grauen Maulwurf ausgeweidet?</p>
<p>Die Kinder kleben unter Deck an den Scheiben,<br />
was rufen sie sich zu, und sie drängen,<br />
wenn der Matrose das Tau anwickelt<br />
und der schwere Kahn ächzend ans Ufer schrammt.</p>
<p>Hier glühte wie unter ersten Küssen Mädchenwange<br />
die Wunderblume in persisch-deutsche Liebesnacht.<br />
Und ihre Schönheit schmerzt,<br />
da sie genährt die Wunde einsam-fernen Tods.</p>
<p>Es sind die Spuren solchen Welt-Umdichtens<br />
spärlich hier gestreut: Ein Wimpel auf dem First<br />
der nobilitierten Gerbermühle, in der nicht Korn<br />
noch Träume mehr gemahlen werden,<br />
zeigt ein Rokoko-Getändel des Dichters und der Muse.<br />
Doch der freundlich-erbötige Kellner weist dir den Weg:<br />
Da hinten stiert die Büste des altersgrauen Meisters<br />
in die flüsternde Beflissenheit gedämpfter Gastlichkeit.</p>
<p>Wie kommst dem stillen, guten Leben du näher<br />
unter den Toten des Waldfriedhofs!<br />
Hier bannst du die Dämonen<br />
mit dem milden Schrei des Vogels und des Eichhorns<br />
süßem Knacken von Kastanien oder Nüssen.<br />
Und doch ist die schöne Waldesdichtung<br />
aus den Hainen von Buchen, Birken oder Kiefern<br />
geschändet durch den Lärm der Einflugschneise,<br />
geschändet ist die Pietät der Totenruhe<br />
vom Gemache grenzenlos Besessener.</p>
<p>Nahe dem Goetheturm verhökern Kinder<br />
„Glückssteine“, runde oder flache Kiesel,<br />
die sie übermalt mit bunten Zeichen und Gesichtern.<br />
„Man muss sie aber in der Tasche tragen!“<br />
Nur dann bringen sie dir Glück, mein Lieber.</p>
<p>An der Haltestelle Hainerweg kniet sich der Fahrer<br />
während der Pause, es dämmert schon,<br />
im leeren Bus auf einen schmalen Teppich<br />
(wie er sein Mekka ahnt!) und betet sein Gebet.<br />
Könnte nur seine schlichte Frömmigkeit dich heilen<br />
von den Ängsten und der Phantasie,<br />
Flugzeuge rasten in die Bankentürme!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Lotus und Edelweiß</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/lotus-und-edelweiss/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/lotus-und-edelweiss/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2014 19:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[August Bischoff]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Jakob Herman Bockenheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Dr.-Bockenheimer-Brunnen Oppenheimer Platz Frankfurt am Main]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dr.-Bockenheimer-Brunnen, Denkmal für Dr. Jakob Herman Bockenheimer, gestaltet von August Bischoff, Oppenheimer Platz, Frankfurt am Main Die Sonne lugt müd und schräg, der Wind schreibt Herbst ins rote Laub, ein Seufzen teilt wie Mond den schwarzen Busch – wenn du den hohen Nackten dort erblickst unterm Grünspan seiner fröhlichen Geduld, so lass von Funken dich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/lotus-und-edelweiss/">Lotus und Edelweiß</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dr.-Bockenheimer-Brunnen, Denkmal für Dr. Jakob Herman Bockenheimer, gestaltet von August Bischoff, Oppenheimer Platz, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Die Sonne lugt müd und schräg,<br />
der Wind schreibt Herbst ins rote Laub,<br />
ein Seufzen teilt wie Mond den schwarzen Busch –</p>
<p>wenn du den hohen Nackten dort erblickst<br />
unterm Grünspan seiner fröhlichen Geduld,<br />
so lass von Funken dich besprühen,<br />
die Seele lasse lechzen<br />
nach den erinnerungsklaren Sprüchen<br />
seiner Heilungsstrahlen,<br />
die dem lebensreformierten Bronze-Jüngling<br />
aus den Blumenschalen seiner Hände wehen<br />
von Opfersinn entzückt.</p>
<p><em>Da kommt ein sehr gemischtes Paar,<br />
bei dem die Strahlen fernster Welten,<br />
aus Nippons Sonnin und Germaniens Mond,<br />
in ein wohl vermummtes Kinderglück sich wirrten.<br />
Die Mandeläugige sieht sogleich die Schneise goldenen Lichts<br />
und lässt sich auf der Bank ins Zentrum fallen,<br />
den blonden Erzeuger in krachlederner Tracht<br />
mutwillig mit dem Hintern zur Seite schubsend,<br />
um von letzten Flämmchen kitzeln zu lassen<br />
ein gewiegtes Glück –</em></p>
<p><em>vielleicht verschmelzen so entlegener Rassen</em><br />
<em> Keime nicht zu harmonischstem Gesicht,</em><br />
<em> doch ihre hohen Geister wohl</em><br />
<em> wie von Lotus und Edelweiß</em><br />
<em> ein Häubchen Schnee</em><br />
<em> zu schönerem Gedicht.</em></p>
<p>Du aber, Freund, verweile<br />
auf dem Eisernen Steg<br />
und lass dich von dem Glühen<br />
wässriger Botschaft blenden –<br />
fühle, wie die Wärme später Liebe<br />
dein Gesicht zerschmilzt,<br />
und lächelnd löst es sich,<br />
herbstlich ein Blatt,<br />
wie weher Liebes-,<br />
süßer Abschiedsgruß,<br />
so fliegt es, flattert so<br />
über die Wellen hin,<br />
die Wellen hin des Mains.</p>
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		<title>Die kleine Weile</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-kleine-weile/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-kleine-weile/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Sep 2014 21:17:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Berkersheim an der Nidda]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Zu Berkersheim an der Nidda, im Schatten des Eichenbaums, unterm Zuspruch der hellen Glocke von Michaelis Wie lange sie wohl dauern mag, die kleine Weile – gut, dass du nicht fragen magst. Mein Weilchen ist so zart und arg, es zittert wie ein Kinderlebenslicht. Doch, Liebe, sei nicht bang, es wölbt sich schützend, Lüftchen niederbückend, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-kleine-weile/">Die kleine Weile</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zu Berkersheim an der Nidda,<br />
im Schatten des Eichenbaums,<br />
unterm Zuspruch der hellen Glocke von Michaelis</em></p>
<p>Wie lange sie wohl dauern mag,<br />
die kleine Weile –<br />
gut, dass du nicht fragen magst.</p>
<p>Mein Weilchen ist so zart und arg,<br />
es zittert wie ein Kinderlebenslicht.</p>
<p>Doch, Liebe, sei nicht bang,<br />
es wölbt sich schützend,<br />
Lüftchen niederbückend,<br />
eine liebe Liebeshand.</p>
<p>Die kleine Weile hält so lange wohl,<br />
wie der Atemhauch in der Abendkühle<br />
säumt und dir zusagt „Du“.</p>
<p>Und schweig ich dann,<br />
mein Herz schweigt nicht sodann –<br />
und eine kleine gute Weile<br />
flackert noch das Licht.</p>
<p>Frag nicht, wenn die Schatten wachsen<br />
und die Blätter knistern –<br />
wie lang die Weile weilen mag.</p>
<p>Wisse dich geliebt<br />
von dem, der dir zu Herzen<br />
die kleine Weile gibt.</p>
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		</item>
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		<title>Ecce Homo</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ecce-homo/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2014 14:19:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>U-Bahn-Station, Frankfurt Merianplatz Er ging vor mir mit dem Smartphone auf und ab, nervös darüberstreifend, Häherkopf, dunkler Stoppelbart, warzig-rote Himbeernase, Jeans, Weste, jung wie die Mordlust am allerersten Tag. Ich saß auf dem drahtigen Sitzgestell, das ich immer nach kotigen Spuren absuche, bevor ich Platz nehme. Die großen Latschen, Wilddleder, mauvefarben, glänzten vor mir hin [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ecce-homo/">Ecce Homo</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>U-Bahn-Station, Frankfurt Merianplatz<br />
</em><br />
Er ging vor mir mit dem Smartphone auf und ab,<br />
nervös darüberstreifend,<br />
Häherkopf, dunkler Stoppelbart,<br />
warzig-rote Himbeernase,<br />
Jeans, Weste, jung wie die Mordlust<br />
am allerersten Tag.</p>
<p>Ich saß auf dem drahtigen Sitzgestell,<br />
das ich immer nach kotigen Spuren absuche,<br />
bevor ich Platz nehme.</p>
<p>Die großen Latschen, Wilddleder, mauvefarben,<br />
glänzten vor mir hin und her,<br />
sie glänzten nach dem Auswurf und dem Gift des Seins.</p>
<p>Sie starrten bissig vor lauter blanken Zähnchen,<br />
wie des Tasmanischen Teufels seine,<br />
wenn er sie fletscht,<br />
aus Metall, scharfkantig,<br />
und von zerbrochenen Glasscherben,<br />
ritz- und schlitzgierig –<br />
alle kundig appliziert in Reih und Glied,<br />
in Naht und Saum,<br />
mit sublimem Goldlack überhaucht.</p>
<p>So ging der in den Tag,<br />
aus Menschheitsdämmerung<br />
in seinen Menschheitstag,<br />
und kommt ihm einer in die Quere,<br />
das reißt die Haut in Fetzen<br />
von Gesicht und Lenden.</p>
<p>Was hat ihn überkommen,<br />
in welchen Auswurf trat er,<br />
welches Gift ward ihm eingeflößt,<br />
dass er den Fluch auf die ersten Menschen<br />
mit terroristischem Dekor<br />
an harmlosen Schuhen<br />
auf dem öligen Boden einer U-Bahn-Station<br />
widerhallen lässt?</p>
<p>Hätte ich ihn fast gebeten,<br />
den Abdruck seiner überzähligen Existenz<br />
im pittoresk ausgestülpten Gesäß<br />
eines der Kampfbahn des Südlands<br />
feige entflatterten Hahns zu hinterlassen,<br />
der sich schwarzschnäblig kikerikierend<br />
vor seiner weißen Henne plusterte,<br />
Süßholz raspelnd,<br />
Schmonzes girrend?</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ecce-homo/">Ecce Homo</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Giersch oder Die Gärtnerin vom Grünflächenamt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/giersch-oder-die-gaertnerin-vom-gruenflaechenamt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/giersch-oder-die-gaertnerin-vom-gruenflaechenamt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2014 15:49:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Südfriedhof Frankfurt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=4219</guid>
		<description><![CDATA[<p>Südfriedhof, Frankfurt am Main Hier wär gut ruhen. Hier ist es Abend, bevor die Sonne sinkt und die Schatten über den Prunk des Tages wischen. Hier sinnt die nächtliche Flamme ernster als der Menschen drängender Atem, ernster und schöner. Hier versöhnt dich mit dem Rascheln der Maus und dem Seufzen der Gräser der Gedanke an [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/giersch-oder-die-gaertnerin-vom-gruenflaechenamt/">Giersch oder Die Gärtnerin vom Grünflächenamt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Südfriedhof, Frankfurt am Main<br />
</em><br />
Hier wär gut ruhen.</p>
<p>Hier ist es Abend,<br />
bevor die Sonne sinkt<br />
und die Schatten über den Prunk<br />
des Tages wischen.</p>
<p>Hier sinnt die nächtliche Flamme<br />
ernster als der Menschen<br />
drängender Atem,<br />
ernster und schöner.</p>
<p>Hier versöhnt dich<br />
mit dem Rascheln der Maus<br />
und dem Seufzen der Gräser<br />
der Gedanke an kindliches Glück,<br />
barfuß und sommerblau,<br />
das wie eine Murmel im Spalt<br />
verschwindet.</p>
<p>Da kommt meine Gärtnerin,<br />
die mir den Giersch erklärt,<br />
den ziegenfüßigen Grabsalat,<br />
vielnamig wie des Propheten Gotteslust,<br />
vielsamig wie der Grünspan Vergessen,<br />
der die Monumente überleckt<br />
und die Putten des Kindergrabs.</p>
<p>„Der Giersch ist unausrottbar ein Gewächs,<br />
verknotet, zerfasert, triumphiert<br />
im Dunklen, wühlt sich wüstlich untertags,<br />
bis das Grabmal stürzt –<br />
zäh ist er wie der böse Trieb –<br />
doch obertags reicht er sich mild<br />
zum Armeleutgemüse dar –<br />
das ist der Giersch, mein Kind!“</p>
<p>Meine Gärtnerin, die blonde, verrückte,<br />
die mit dem Besen die Gespenster<br />
des Lebens zusammenkratzt,<br />
des geliebten, unausgeliebten,<br />
sie soll mir den Giersch ausjäten,<br />
vor sich hin meckernd<br />
von der Vergeblichkeit allen Sinnens und Beginnens,<br />
von der schönen Vergeblichkeit &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/giersch-oder-die-gaertnerin-vom-gruenflaechenamt/">Giersch oder Die Gärtnerin vom Grünflächenamt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Prophetenzorn, verpufft</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/prophetenzorn-verpufft/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/prophetenzorn-verpufft/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 May 2014 18:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Berger Straße, Frankfurt am Main Der tätowierte Friseur, um den sich süße Pornomädchen scharen, die schrill wie ihre Hündchen kläffen, macht nicht mal Eklat mit obszönen Puppen, knapp verhüllt von lila Bischofsschärpen, oder gotteslästerlichen Arrangements, die er ins Schaufenster hängt: barbieschlanke Nüttchen mit goldnem Feenhaar, die an ihren knochenzarten Händchen und unbestrumpften Füßchen mit den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/prophetenzorn-verpufft/">Prophetenzorn, verpufft</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Berger Straße, Frankfurt am Main<br />
</i><br />
Der tätowierte Friseur, um den sich süße<br />
Pornomädchen scharen,<br />
die schrill wie ihre Hündchen kläffen,<br />
macht nicht mal Eklat<br />
mit obszönen Puppen, knapp verhüllt<br />
von lila Bischofsschärpen,<br />
oder gotteslästerlichen Arrangements,<br />
die er ins Schaufenster hängt:<br />
barbieschlanke Nüttchen<br />
mit goldnem Feenhaar,<br />
die an ihren knochenzarten Händchen<br />
und unbestrumpften Füßchen<br />
mit den heiligen Nägeln Christi<br />
an Christi heiliges Kreuz genagelt sind –</p>
<p>du freilich würdest in einem Anfall<br />
heiligen Zorns an das Amt<br />
(doch welches, das, was einmal „Sitte“ hieß?)<br />
ein geharnischt Schreiben adressieren<br />
des Inhalts, diesem Unfug, der zarte Herzen,<br />
fromme Seelen und die wohnen dichterisch,<br />
beleidigt, Einhalt zu gebieten.</p>
<p>Du siehst dich schon den Delinquenten<br />
auf der Reise in die öde Steppe<br />
seelsorgerisch begleiten<br />
und ihm aus der Juden heiligen Schriften<br />
den Levitikus rezitieren,<br />
der dem Lästerer zu seinem und der Gemeinde<br />
Heil das böse Ende hat beschieden –</p>
<p>oder du versteigst dich,<br />
der Sittenstrenge eines halb erträumten<br />
heiligen Russland das Wort zu reden,<br />
allwo gleich hoch entrüstet Patriarchen<br />
das Sündenfenster mit den weißen<br />
Prophetenbärten zu verhängen<br />
sich anschickten.</p>
<p>Ich aber sage dir: Lass fahren all dahin.<br />
In diesen Höllenkreisen ist selbst der Zorn<br />
auf Sakrilege dem Sakrileg gleich<br />
an heillos-ungeregelter Empfindung.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/prophetenzorn-verpufft/">Prophetenzorn, verpufft</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schreie und Schluchzen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/schreie-und-schluchzen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/schreie-und-schluchzen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 May 2014 18:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3897</guid>
		<description><![CDATA[<p>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main Mit den verkrümmten, dürren Haxen schiebend, unterm Rollstuhl drängend, scharrend, bewegt er sich das letzte Stück voran. Kahle gelbe Stellen im Bart, schielend, den Kopf schief gegen die Welt, die Pupillen mit dem Weißen sperrend, eine Kippe zwischen den Fingern spastisch zitternd. Kinderlähmung? Kretinismus? Aids? Wahrscheinlich aus dem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schreie-und-schluchzen/">Schreie und Schluchzen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main</i></p>
<p>Mit den verkrümmten, dürren Haxen schiebend,<br />
unterm Rollstuhl drängend, scharrend,<br />
bewegt er sich das letzte Stück voran.</p>
<p>Kahle gelbe Stellen im Bart,<br />
schielend, den Kopf schief gegen die Welt,<br />
die Pupillen mit dem Weißen sperrend,<br />
eine Kippe zwischen den Fingern<br />
spastisch zitternd.</p>
<p>Kinderlähmung? Kretinismus? Aids?</p>
<p>Wahrscheinlich aus dem Hospiz im Sandweg.<br />
Aber dürfen die noch raus –<br />
die sollen sich doch wohl stekum-leise<br />
aus dem Staub machen,<br />
ohne die Umgebung mit Schreien, Schluchzen,<br />
Röcheln, Stinken, Furzen oder toderbrechendem Radebrechen<br />
von dem Ausgang allen Fleisches<br />
in Kenntnis zu setzen?</p>
<p>An der Litfaßsäule kurzes Innehalten:<br />
Was erblickt er da?<br />
Den Aufruf zur Europawahl?<br />
Den stramm gewachsenen Schönling,<br />
voll im Safte stehend, vom FSV Frankfurt?</p>
<p>Ich weiß es nicht.<br />
Ich hörte ihn nur krächzen:<br />
„Diebe! Diebe! Diebe!“</p>
<p>Wen klagte er wohl an?<br />
Die Mächte, die ihm das schöne Leben geraubt haben?<br />
Ihn verkrüppelten, misshandelten,<br />
missachteten, die Seele fraßen?<br />
Die Götter, das Schicksal, die Ärzte,<br />
die Frauen, die Schwulen, die Bonzen,<br />
die Neger, die Banker, die Priester?</p>
<p>Oder habe ich mich schlicht verhört –<br />
schluchzte er vielmehr,<br />
flehte er vielleicht:<br />
„Liebe! Liebe! Liebe!“?</p>
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		<title>Die schmale Schneise</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-schmale-schneise/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 10:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Berger Straße, Frankfurt am Main Die Lippen aprikosenrosig, die großen leeren Augen von weißer Aura dicht umschäumt, in starrer Beter-Haltung wie in Ägyptens Ewigkeit, und auf das graue Fell gefaltet andachtsvoll der nackte Schwanz – so starrte auf dem Bürgersteig der Berger Straße, gleich vor dem schicken Herrenausstatter, schamlos öffentlich krepiert, die fette tote Ratte. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-schmale-schneise/">Die schmale Schneise</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Berger Straße, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Die Lippen aprikosenrosig,<br />
die großen leeren Augen<br />
von weißer Aura dicht umschäumt,<br />
in starrer Beter-Haltung<br />
wie in Ägyptens Ewigkeit,<br />
und auf das graue Fell gefaltet<br />
andachtsvoll der nackte Schwanz –<br />
so starrte auf dem Bürgersteig der Berger Straße,<br />
gleich vor dem schicken Herrenausstatter,<br />
schamlos öffentlich krepiert,<br />
die fette tote Ratte.</p>
<p>Du bist, ein schüchtern Herz,<br />
ungläubigen Ausdrucks,<br />
fast hingestolpert, drangestoßen,<br />
und hast im letzten Augenblick<br />
den rechten Fuß noch spastisch<br />
drüberweggehoben.</p>
<p>Am nächsten Morgen war die Ratte weg –<br />
der Kadaver war entsorgt,<br />
die Bahn war wieder frei für die Prozession<br />
der Bummler und Passanten.<br />
Wer hat sie weggeschippt?<br />
Mit welchem Grauen im Herzen,<br />
mit welchem Ekel im Gesicht?</p>
<p>Ich aber sitze hier bei Schummerkerzenlicht<br />
im Café Ypsilon und denke allem Schicksal nach,<br />
der Lebenden, der Toten,<br />
dem deinem und dem meinen.</p>
<p>Gegenwelten sind uns Enterbten nicht beschert –<br />
wir bleiben ängstlich frei<br />
in dieser schmalen Schneise,<br />
aus der verklärt oder vernebelt<br />
der immer heutige Tag uns lächeln mag.</p>
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		<title>Es riecht nach Fechenheim</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/es-riecht-nach-fechenheim/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Apr 2014 19:34:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Fechenheim am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt-Fechenheim]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Hier lässt der Main sich Zeit und döst in großem Bogen. Wie träge ziehen dahin Blättchen, Schnipsel, Pappelsamen und Gefieder, ausgerupft. Da dunkelt uns das dornichte Gestrüpp, von guten Schülern Freiligraths gesät: der Ammer wegen, die ihr Gold hier tief verstecken mag. Da kommt die Schimmelreiterin mit ihren weißen Stuten: Drei Schlittenhunde pirschen an den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/es-riecht-nach-fechenheim/">Es riecht nach Fechenheim</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hier lässt der Main sich Zeit<br />
und döst in großem Bogen.<br />
Wie träge ziehen dahin<br />
Blättchen, Schnipsel, Pappelsamen<br />
und Gefieder, ausgerupft.</p>
<p>Da dunkelt uns das dornichte Gestrüpp,<br />
von guten Schülern Freiligraths gesät:<br />
der Ammer wegen,<br />
die ihr Gold hier tief verstecken mag.</p>
<p>Da kommt die Schimmelreiterin<br />
mit ihren weißen Stuten:<br />
Drei Schlittenhunde pirschen an den Hufen,<br />
die Wolle weiß wie jene –<br />
schräg äugt die Hoch-Gestiefelte<br />
aus dicken Gläsern<br />
und erwidert artig meinen Gruß.</p>
<p>Die weiten, fetten Felder dort<br />
im Glanz der frühen Sprossen<br />
oder noch verhüllt von grünen Folien,<br />
die der Wind unhörbar bläht.</p>
<p>Der Uferweg ward tüchtig aufgehübscht –<br />
junge, schlanke Pappeln bilden das Spalier –<br />
die alten Weidenbäume saugen stumm<br />
aus dem glucksend-morschen Grund.</p>
<p>Hier ist das Uferdickicht augenlos,<br />
da kann ein sittsam-scheues Mädchen<br />
unbescholten in die Hocke gehen<br />
und die durstigen Halme<br />
inniglich beträufeln.</p>
<p>Kolossale, abgestorbene Platanen,<br />
vom Blitz versehrt, verkohlt,<br />
gedenken nicht zu sterben –<br />
an weichen Stellen recken sie Antennen<br />
dünner Zweige in den Abendhimmel,<br />
aus dem die gelben Schwaden<br />
dicker Abluft von Allessa<br />
in die Nase dringen:<br />
Es riecht nach Fechenheim.</p>
<p>Auch wenn der Weg uns unversehens<br />
ward versperrt,<br />
wir fanden einen schönen Umweg<br />
und schritten Hand in Hand<br />
durch die Allee der Linden,<br />
die uns überwölbten,<br />
unserm kleinen Abenteuer<br />
huldigend mit Licht- und Schattenspielen.</p>
<p>Wir saßen lauschend,<br />
plauschend, Blicke tauschend,<br />
unterm Schatten der Kastanie<br />
im Gartencafé gleichen Namens –</p>
<p>die Ohren schwebten uns hinweg,<br />
buddhistische Schmetterlinge,<br />
in das süße Plätschern,<br />
an dem kunstreich angelegten Quellchen<br />
zag zu nippen –</p>
<p>wir knabberten genüsslich<br />
die mitgebrachten Schokoladenbizets,<br />
Meringue genannt –</p>
<p>bis uns die läuternden Akkorde<br />
der beiden Kirchen,<br />
erst evangelisch, dann katholisch,<br />
die Schneise durch die Luft<br />
zu einer schönen Seele schlugen.</p>
<p>Schien nicht der scheue Glanz<br />
des Glücklichseins oder doch<br />
des Glücklichwerdenwollens<br />
aus deinen schönen Augen?</p>
<p>Ich warʼs, an diesem Ort,<br />
zu dieser blauen Stunde,<br />
von den herben Düften Fechenheims<br />
chemisch-alchemistisch<br />
traumessäumig langgedehnt:<br />
beglückt.</p>
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		<title>Mäusemucks</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ausgemuckst/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ausgemuckst/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Mar 2014 18:45:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main Ich saß allhier und trank ein Bier. Die Zeit war reif. Mir war es schier, als sei die Seele steif. Säß ich im Café Ypsilon und tränke einen Wein und schmölze alles um mich schon in einen weichen Abendton – meine Seele bliebe Stein. Saß ich mit dir [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ausgemuckst/">Mäusemucks</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main<br />
</i><br />
Ich saß allhier<br />
und trank ein Bier.<br />
Die Zeit war reif.<br />
Mir war es schier,<br />
als sei die Seele steif.</p>
<p>Säß ich im Café Ypsilon<br />
und tränke einen Wein<br />
und schmölze alles um mich schon<br />
in einen weichen Abendton –<br />
meine Seele bliebe Stein.</p>
<p>Saß ich mit dir nicht auch allein –<br />
allein zu zwein?<br />
Ich quatschte quappenmäulig in die Luft hinein,<br />
doch macht ich keinen Mäusemucks.<br />
Jetzt sag ich mir nur,<br />
schluck es, schluckʼs.</p>
<p>Ist das Gierchen<br />
nach dem Tierchen<br />
ein flüchtiges Odeur,<br />
ein Esprit du Fleur,<br />
der verfliegt,<br />
wenn sich die Blüte niederbiegt?</p>
<p>Ich sitz im Café Ypsilon<br />
und träume stiekum mich davon.<br />
Mich dünkt, es leuchtet frühlingshell.<br />
Mich aber frösteltʼs.<br />
Gelt du, gell?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ausgemuckst/">Mäusemucks</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ich mache keinen Mucks</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ich-mache-keinen-mucks/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ich-mache-keinen-mucks/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2014 18:43:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3314</guid>
		<description><![CDATA[<p>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main Sogar das trockne Vorjahrsblatt dreht sich im Wind und raschelt vor sich hin. Ich hocke ungerührt und mache keinen Mucks. Wie das erste milde Licht der halb verschlossenen Knospe die Schüchternheit hat leise, leise weggeküsst – so kam dein Lächeln spät. Sogar das neu ergrünte Schilf am Teichesrand [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ich-mache-keinen-mucks/">Ich mache keinen Mucks</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main<br />
</i><b><br />
</b>Sogar das trockne Vorjahrsblatt dreht sich im Wind<br />
und raschelt vor sich hin.</p>
<p>Ich hocke ungerührt<br />
und mache keinen Mucks.</p>
<p>Wie das erste milde Licht<br />
der halb verschlossenen Knospe<br />
die Schüchternheit<br />
hat leise, leise<br />
weggeküsst –<br />
so kam dein Lächeln spät.</p>
<p>Sogar das neu ergrünte Schilf<br />
am Teichesrand<br />
schickt sich zu flüstern an<br />
und wiegt sich schelmisch.</p>
<p>Ich hocke ungerührt<br />
und mache keinen Mucks.</p>
<p>Die wärmste Melodie entfloss nicht deinem Mund.<br />
Das zärtlichste Wort hobst du nicht auf die Lippen.</p>
<p>Das wärmste, zarteste Gefühl tropfte dir<br />
vom Zeige-, Neige-, Schweige-Finger:<br />
Der hat hüpfend und lüpfend,<br />
tänzelnd und scharwenzelnd<br />
mir süß Geheimnis offenbart.</p>
<p>Sogar der lahme Hund trippelt<br />
den lauten Kindern hinterdrein<br />
und knurrt launisch die Alte mit dem Gehwägelchen an,<br />
als wärʼs eine Vogelscheuche.</p>
<p>Ich hocke ungerührt<br />
und mache keinen Mucks.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ich-mache-keinen-mucks/">Ich mache keinen Mucks</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kindermundgezisch</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kindermundgezisch/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kindermundgezisch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Feb 2014 19:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Berger Straße Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3261</guid>
		<description><![CDATA[<p>Berger Straße, Frankfurt am Main Zwei Mädelchen woben Phono-Fädelchen durch die Luft zum Aberwitz und Hintersinn. Zwei Herzelchen spuckten Semanto-Phono-Scherzelchen zum kinderleichten Lustgewinn. Hand im Händchen, Arm ums Ärmchen, zungenfrei und schnabelfrech, stakten, walkten, talkten sie durch die trocknen Füllsel-Hülsen abgeplatzter, weggeknackter Wort und Worte all der stinke-öden, hinke-blöden Wortverwalter, Sprachpassanten, Spracherhalter, Wortgouvernanten. „Sändwisch mit [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kindermundgezisch/">Kindermundgezisch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Berger Straße, Frankfurt am Main<br />
</i><b></b></p>
<p>Zwei Mädelchen woben<br />
Phono-Fädelchen durch die Luft<br />
zum Aberwitz und Hintersinn.</p>
<p>Zwei Herzelchen spuckten<br />
Semanto-Phono-Scherzelchen<br />
zum kinderleichten Lustgewinn.</p>
<p>Hand im Händchen, Arm ums Ärmchen,<br />
zungenfrei und schnabelfrech,<br />
stakten, walkten, talkten sie<br />
durch die trocknen Füllsel-Hülsen<br />
abgeplatzter, weggeknackter<br />
Wort und Worte<br />
all der stinke-öden, hinke-blöden<br />
Wortverwalter,<br />
Sprachpassanten,<br />
Spracherhalter,<br />
Wortgouvernanten.</p>
<p>„Sändwisch mit Thunfisch.“<br />
„Nein faltsch: Sändwitsch mit Thunfitsch.“<br />
„Das Sändwisch war nicht mehr frisch.“<br />
„Das Sändwitsch war fritsch.“<br />
„War futsch.“<br />
„War verrutscht.“<br />
„Der Mann mit dem Sändwitsch war ausgerutscht.“<br />
„Nein, faltsch: Der Mann mit dem Sändwisch war ausgeruscht.“<br />
„Das Sändwitsch war weggeflutscht.“<br />
„Der Imbiss war verfutscht.“<br />
Nein, faltsch: war verpfutscht.“<br />
„Der Mann hat den Thunfisch vom Sändwisch weggeluscht.“</p>
<p>„Komm wir laufen schnell: Heute gibt es Handkuss mit Musik.“<br />
„Nein faltsch: Heute gibt es Hundekäse mit Küssen.“<br />
„Nein ritschig ist: Hundeküsse mit Käse.“</p>
<p>Am schönsten improvisiert sich<br />
auf Lippen und unter Zungen mit allem,<br />
was da zischt und wischt,<br />
was motzelt und rotzelt,<br />
knatscht und matscht –<br />
bis sich alles Kindermundgezisch<br />
hinter einem Knister-Flüster-Fieder-Fächer<br />
müde-süß verhaspelt und verlispelt.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kindermundgezisch/">Kindermundgezisch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was du nicht alles mit mir anstellst</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/du-nicht-alles-mit-mir-anstellst/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/du-nicht-alles-mit-mir-anstellst/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Dec 2013 09:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Eiserner Steg Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3076</guid>
		<description><![CDATA[<p>Nachts hast du dich heimlich bei mir eingeloggt und meine Sprach-Einstellungen geändert – jetzt fall ich von den Stelzen steiler Metaphorik und schneide mir die Haut an wortwörtlichen Halmen. Du hast mir das Programm „Into the Dawn“ downgeloaded, mit dem ich quer durch alle Zeitzonen, von Hammerfest bis zum Kap, in das Morgenrot fliegen kann. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/du-nicht-alles-mit-mir-anstellst/">Was du nicht alles mit mir anstellst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachts hast du dich heimlich bei mir eingeloggt<br />
und meine Sprach-Einstellungen geändert –<br />
jetzt fall ich von den Stelzen steiler Metaphorik<br />
und schneide mir die Haut an wortwörtlichen Halmen.</p>
<p>Du hast mir das Programm „Into the Dawn“ downgeloaded,<br />
mit dem ich quer durch alle Zeitzonen,<br />
von Hammerfest bis zum Kap,<br />
in das Morgenrot fliegen kann.</p>
<p>Du fasst mich stracks am Mantelkragen<br />
und biegst mich ums Eck –<br />
dort plaudere ich an der Imbissbude mit Osterinsulanern,<br />
die sind über Glatze und Gesicht bunt gescheckt,<br />
in einem Gaunerdialekt,<br />
den ich noch nie gehört habe, ganz köstlich,<br />
bis einer der schweren Jungs ein Foto von dir<br />
aus dem Ärmel zieht: Da schwebst du<br />
überm Eisernen Steg im wehenden Nachthemd<br />
und spielst Blockflöte.</p>
<p>Mir schwant, du hast dich die letzte Nacht<br />
wieder mal in meine Wohnung eingeschlichen<br />
und alle Schubladen durchwühlt.<br />
Ich weiß ja, wie duʼs anstellst:<br />
Du verflüssigst deine Aura und schwappst<br />
flutsch! ein fluider Schatten, unter der Türschwelle durch!</p>
<p>Doch glaub mir, Herzchen, das Ställchen<br />
in meinem Gärtchen, woʼs Hundilein im Schlafe fiept,<br />
und wo ich die holde Kükenschar meiner Chen und Lein und Li<br />
ausbrüte und beglucke,<br />
das bleibt mir wohlverschlossen!</p>
<p>O ja, ich habʼs gesehn, dein Fuchsgesicht!<br />
Doch die gluckende Meute meiner Diminutive,<br />
meiner Flauschlinge, meiner Mariechen und Finchen,<br />
dürfen unbekümmert dort sich bauschen und flauschen,<br />
sich kräuseln und säuseln!</p>
<p>Verdammt! – reißt mich der Schreck vom Bett,<br />
da hör ich mitten in der Nacht ein panisches Gackern,<br />
und pardauz scheppert der blecherne Napf zu Boden –<br />
o weh, was für ein wildes Geflatter!</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/du-nicht-alles-mit-mir-anstellst/">Was du nicht alles mit mir anstellst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Humpelnd zwar, doch ambulant</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/humpelnd-zwar-doch-ambulant/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/humpelnd-zwar-doch-ambulant/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2013 17:47:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Heilig-Geist-Hospital Frankfurt am Main]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2533</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ambulanz, Heilig-Geist-Hospital, Frankfurt am Main Irgendwo in einer Ecke wird gestorben, irgendwo in einer Ecke wird geboren, zur gleichen Zeit, jetzt, morgen, übermorgen. Bist doch nicht mit einem Taxi hin, humpelnd hast dein Ziel du noch vollendet. Es hätt dir auch zur Scham gereicht, protzig vor einem Bürgerhospital vorzufahren mit Chauffeur. Wenn du nach dem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/humpelnd-zwar-doch-ambulant/">Humpelnd zwar, doch ambulant</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ambulanz, Heilig-Geist-Hospital, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Irgendwo in einer Ecke wird gestorben,<br />
irgendwo in einer Ecke wird geboren,<br />
zur gleichen Zeit, jetzt, morgen, übermorgen.</p>
<p>Bist doch nicht mit einem Taxi hin, humpelnd<br />
hast dein Ziel du noch vollendet.<br />
Es hätt dir auch zur Scham gereicht,<br />
protzig vor einem Bürgerhospital<br />
vorzufahren mit Chauffeur.</p>
<p>Wenn du nach dem Menschenwesen suchst<br />
und wie das leibt und west und rasch verwest<br />
nach unbestechlichem Gesetz,<br />
hier springt und zappelt, döst und stöhnt<br />
es vor deinen milde-tristen Augen<br />
nackt und ungeschönt.</p>
<p>Venus winkt und Eros schlüpft<br />
am dunklen Blick des Thanatos vorbei.</p>
<p>Die blonden Nymphen, reich bezopft und üppig onduliert,<br />
mit zartem Rosenschmelze auf den Wangen,<br />
schieben mit den blumenweichen Händen<br />
den Rollstuhl des verkoteten Dementen.</p>
<p>Die strammen Kerle in den blauen Schürzen,<br />
mit einem Silberring im Ohr,<br />
am wohlgewölbten Arm, am straffen Hintern<br />
bunt bemalt mit mythischen Motiven,<br />
sie schieben aus dem OP die Facies hippocratica<br />
der Greisin, um ein vereitert Gliedmaß leichter,<br />
und biegen zotenwiehernd um die Ecke.</p>
<p>Hier schaut mit schwarzen Augen der Meduse<br />
die Röntgen-Wahrheit weißer Kittel<br />
von der Decke des U-Raums Nummer 2<br />
auf dich armen Schlucker, der seinen Fuß umfasst<br />
und einen unfassbaren Schmerz.</p>
<p>Dein Bleiberecht auf unbestimmte Zeit,<br />
das schneller abläuft als die Uhr des Herzens,<br />
mit welchem Antrag kannst duʼs denn verlängern<br />
wider der Zellen und Gedanken fröhliche Zersetzung?</p>
<p>Das Röntgenbild zeigt dir Mysterien fernster Zeiten<br />
in einem Wuchs graziös gespreizter Knochen,<br />
die deiner Bauern-Weisheit schweigend spotten.</p>
<p>Drei muntere Mamsellchen hörst du kichern<br />
im Besprechungszimmer nebenan –<br />
ein Korken knallt und Scherze schäumen auf,<br />
ein Antrag auf Verlängerung ward abgewiesen<br />
und zerschreddert zwischen Moiras blitzenden Zähnen –<br />
wollüstig-süß die Gläser aneinander klirren.</p>
<p>Du humpelst heimwärts, erleichtert,<br />
doch leichten Sinnes nicht – die wahren Gründe<br />
für dein Bleiben kennt wohl nur dein Schmerz.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/humpelnd-zwar-doch-ambulant/">Humpelnd zwar, doch ambulant</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Würstchen kommt selten allein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/eine-wurst-kommt-selten-allein/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/eine-wurst-kommt-selten-allein/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2013 08:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Chorgesang der Frankfurter Würstchen Alle: Mir sin die Frankfordder Wörtscher, saftisch, knackisch, wörzisch. Am Maa sin mer zu Haus. Mir habbe nu ma de kesse Spleen un haue Frankfordd raus vor Nürnbersch un vor Wien. 1. Würstchen: Tunk mich nicht in süßen Senf, sonst wird dir mächtig flau! 2. Würstchen: Tunke mich in scharfen Senf, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/eine-wurst-kommt-selten-allein/">Ein Würstchen kommt selten allein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Chorgesang der Frankfurter Würstchen</em></p>
<p>Alle:<br />
Mir sin die Frankfordder Wörtscher,<br />
saftisch, knackisch, wörzisch.</p>
<p>Am Maa sin mer zu Haus.<br />
Mir habbe nu ma de kesse Spleen<br />
un haue Frankfordd raus<br />
vor Nürnbersch un vor Wien.</p>
<p>1. Würstchen:<br />
Tunk mich nicht in süßen Senf,<br />
sonst wird dir mächtig flau!</p>
<p>2. Würstchen:<br />
Tunke mich in scharfen Senf,<br />
dann machst du gleich miau!</p>
<p>Alle:<br />
Wem mer sin die beste Worscht,<br />
das is uns gar net Worscht!</p>
<p>3. Würstchen:<br />
Schenk dir noch vom Bembel ein –<br />
dein Würstchen will getaufet sein!</p>
<p>4. Würstchen:<br />
Schlürf den süffisch Äppelwoin –<br />
lass dei Würschtche net alloin.</p>
<p>Alle:<br />
Am Maa sin mer zu Haus.<br />
Mir habbe nu ma de kesse Spleen<br />
un haue Frankfordd raus<br />
vor Nürnbersch un vor Wien.</p>
<p>5. Würstchen:<br />
Wir stehen stramm für den Verein.<br />
Wir lassen keine Wurst allein.</p>
<p>6. Würstchen:<br />
Wir wollen nicht gebraten werden –<br />
heiß ist die beste Wurst auf Erden.</p>
<p>Alle:<br />
Es sprischt sich rum an Rhein und Main:<br />
Wie kann e Worscht net aus Frankfordd sein!</p>
<p>7. Würstchen:<br />
Wir wursteln uns durch dünn und dick.<br />
O knacke mich, ich bring dir Glück!</p>
<p>8. Würstchen:<br />
Und soll ich nicht dein Würstchen sein,<br />
dann bleibst du arme Wurst allein.</p>
<p>Alle:<br />
Es sprischt sich rum an Rhein und Main:<br />
Wie kann e Worscht net aus Frankfordd sein!</p>
<p>1. Würstchen:<br />
Tunk mich nicht in süßen Senf,<br />
sonst wird dir mächtig flau!</p>
<p>2. Würstchen:<br />
Tunke mich in scharfen Senf,<br />
dann machst du gleich miau!</p>
<p>Alle:<br />
Es sprischt sich rum an Rhein und Main:<br />
Wie kann e Worscht net aus Frankfordd sein!</p>
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		<title>Das versonnene Hündchen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-versonnene-hundchen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-versonnene-hundchen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Nov 2013 16:30:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Dame mit dem Hündchen aus dem Café Ypsilon Purzel heißt ein stilles Hündchen, und sein Frauchen hat es lieb. Manchmal stecktʼs das Schnuffel-Näschen in feister Tulpen Blütenwulst – reckt die gelb besamte Nase dann in den sonntagnachmittäglich öd verdösten Himmel überm Bethmannpark – und niest. Dann hält das stille Tier das Köpfchen so herzergreifend [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-versonnene-hundchen/">Das versonnene Hündchen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Dame mit dem Hündchen aus dem Café Ypsilon</em></p>
<p>Purzel heißt ein stilles Hündchen,<br />
und sein Frauchen hat es lieb.</p>
<p>Manchmal stecktʼs das Schnuffel-Näschen<br />
in feister Tulpen Blütenwulst –<br />
reckt die gelb besamte Nase dann<br />
in den sonntagnachmittäglich öd verdösten<br />
Himmel überm Bethmannpark –<br />
und niest.</p>
<p>Dann hält das stille Tier das Köpfchen<br />
so herzergreifend schief –<br />
als ob es uns was sagen möchte.</p>
<p>Manchmal läuftʼs dem Hörnchen nach,<br />
pest wider das Verbot über die sanfte Bürste<br />
des gartenamtlich grad rasierten Rasens –<br />
es watscht das Ohr, es klatscht der Schwanz,<br />
da ist das Eichkatzerl schwupp-die-wupp<br />
den alten Ginkgobaum schon hochgelupft –<br />
ʼs Hundi stoppt verdutzt.</p>
<p>Dann hält das stille Tier das Köpfchen<br />
so herzergreifend schief –<br />
als ob es uns was sagen möchte.</p>
<p>Zuhause macht es pfötchenpatschend Männchen<br />
und schlapperschnappt nach zarten Pralinés<br />
oder gesottnen Frankfurt-Würstchen.<br />
Dann ruft das Frauchen: „Ab ins Körbchen!“<br />
Helene Fischer schwingt schon müd-verzückt<br />
das nackte Bein in des Applauses Lichterdom.<br />
Doch das Hündchen bleibt auf dem Parkett versonnen<br />
plötzlich stehen.</p>
<p>Dann hält das stille Tier das Köpfchen<br />
so herzergreifend schief –<br />
als ob es uns was sagen möchte.</p>
<p>Was könnt es uns denn sagen bloß?</p>
<p>Dass es nicht mehr Purzel heißen möchte,<br />
sondern Poldi oder Friedolin?</p>
<p>Dass es Frauchen nicht mehr lieb hat?<br />
Dass es aus dem Fell möcht fahren<br />
und das Hundeleben satt hat?</p>
<p>Oder hat sein Hundeherz ʼnen Knacks<br />
abgekriegt unter all den dicken Tropfen<br />
honigsüßer Verse eines gewissen R. M. Rilke,<br />
die sein Frauchen in den Kerzenschimmer<br />
weicher Abendeinsamkeiten hat gelispelt?</p>
<p>Oder hatʼs grad partout vergessen,<br />
was es uns schon lange sagen mochte?</p>
<p>Was ist nur los mit diesem Hündchen<br />
und seinen Versonnenheitsabsencen?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Aus den Diarien von Atman III., Schopenhauers Pudel</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/aus-den-diarien-von-atman-iii-schopenhauers-pudel/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/aus-den-diarien-von-atman-iii-schopenhauers-pudel/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Oct 2013 17:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Schon wieder sollt ich für die aale Worscht ihm tänzeln, schon wieder meines Pudel-Männchens roten Zipfel recken – musst wider seines Willens blindes Philisterium ihm blecken. Möcht lieber um des Nachbarn Pudelinchen schwänzeln, muss aber ihm die „Times“ flink aus dem Kasten klauben, will mir mit Lesungen daraus den Glauben an die Menschen rauben. Wenn [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/aus-den-diarien-von-atman-iii-schopenhauers-pudel/">Aus den Diarien von Atman III., Schopenhauers Pudel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schon wieder sollt ich für die aale Worscht ihm tänzeln,<br />
schon wieder meines Pudel-Männchens roten Zipfel recken –<br />
musst wider seines Willens blindes Philisterium ihm blecken.</p>
<p>Möcht lieber um des Nachbarn Pudelinchen schwänzeln,<br />
muss aber ihm die „Times“ flink aus dem Kasten klauben,<br />
will mir mit Lesungen daraus den Glauben an die Menschen rauben.</p>
<p>Wenn er im Badezuber nackert-unschön pruste-speit,<br />
schlappen meine Wuschelohren gern im Takt, er tät ihn weisen<br />
mit seines Triefe-Schwammes Rubbel-Kreisen.</p>
<p>Hat die Zeitung wieder seinen Geist mit vitae taedium entweiht,<br />
tät er mit seines öden Flötgetönes dilettantischen Brocken<br />
mir widerwillig ein, zwei Tröpfchen süßlichen Pipis entlocken.</p>
<p>Englischer Hof alsdann, die Tische strotzen. Die Hühnersuppe dampft,<br />
des Bratens Düfte steigen pudelwohl mir in das Tiergemüte –<br />
doch dem alten Brahmanisten schlägt die Animalität auf das Gemüte.</p>
<p>Wähnt er doch, Menschheit, welche Tierheit fröhlich mampft,<br />
müsst am End sich selbst verdauen und zum Ekel von sich scheiden –<br />
tu um seine magenfade-würstellose Frugalitas ihn nicht beneiden.</p>
<p>In abstracto ist er allen wohlgesinnt, doch in concreto<br />
nicht der kleinen Näherin, die hat in seinem Haus zu sehr gekiffen –<br />
hat antibuddhoid und mehr als brachial ihr an die Händ gegriffen.</p>
<p>Die Empörte klagte vor Gericht – der Kammer galt kein Veto<br />
eines hörgenervten Wüterichs. Jetzt müssen blechen<br />
in der Stadt der Messen für pikierte Dämchen die ungalanten Frechen.</p>
<p>Abends vor dem Körbchengehen wollt er wieder peinlich mysteln,<br />
möcht aus meinen trüben Blicken Pudels Kern verstehen<br />
und in meinem gähnenden Gelangweiltsein Weltenwillen sehen.</p>
<p>Wär ich seinesgleichen, würd ich seiner leidʼgen Inszenierung etwas hüsteln –<br />
ließ an der Schönen Aussicht Rosen wachsen, bunte Flaggen wehen,<br />
würd mit schönen, klugen, sinnenfrohen Frauen mich in buntem Reigen drehen.</p>
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		<title>Grabgeflüster</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/grabgefluster/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/grabgefluster/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Oct 2013 18:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Hauptfriedhof, Frankfurt am Main Der überflüssigste aller überflüssigen Menschen, ein Balkan-Bonze, hat es wohl vermocht, an der Eckenheimer Mauer – Adornos von seiner hiesigen Negativistensekte, omen est nomen, wie sollt es anders sein, NICHT gepflegtes Grab ist gar nicht weit – aufzurichten ein Protzmal seinem Leichnam, ein kitschig Weihtum seiner Eitelkeit: In einer Kapelle, woʼs [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/grabgefluster/">Grabgeflüster</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hauptfriedhof, Frankfurt am Main<br />
</em><br />
Der überflüssigste aller überflüssigen Menschen,<br />
ein Balkan-Bonze, hat es wohl vermocht,<br />
an der Eckenheimer Mauer –<br />
Adornos von seiner hiesigen Negativistensekte,<br />
omen est nomen, wie sollt es anders sein,<br />
NICHT gepflegtes Grab ist gar nicht weit –<br />
aufzurichten ein Protzmal seinem Leichnam,<br />
ein kitschig Weihtum seiner Eitelkeit:</p>
<p>In einer Kapelle, woʼs hinter Butzenscheiben glimmt,<br />
schwebt über einem Talmi-Altar<br />
des Verblichnen riesiges Porträt –<br />
ein feister Pascha, umspannt<br />
von seidner Staats- und Amtesschärpe –<br />
selbstverliebt in die Ewigkeit glotzend:</p>
<p>Du sollst noch vor der Leiche knien<br />
wie im Leben Weib und Kind vor seinem Pansen.<br />
Inmitten des Altars steht – o nein, kein Kruzifix –<br />
eine kolossale Champagnerflasche,<br />
für dieses Lebens frohe Idiotie<br />
Symbol und Echtheitssiegel.</p>
<p>Auf Schopenhauers Grabesplatte<br />
liegt eine schüchterne Kastanie,<br />
von dem Verehrer putzig appliziert.<br />
Arthur Hübschers abgemarktetes Leichenfeldchen<br />
ist von wilden Kräutern zugewuchert.</p>
<p>Die große Jünglingsbronze am Portal<br />
taumelt stehend in den ewigen Schlaf –<br />
die schweren Hände schaufeln letzten Traum.</p>
<p>Die blinden Augen sind nach innen aufgetan<br />
der allerlösten Leere,<br />
in die ein Jenseitssturm zerstreut,<br />
aller Wiederkünfte bar,<br />
den ausgeträumten Sternenstaub.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Herbstlicht überm Café Y II</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y-2/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2013 18:58:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Café Y Berger Straße Frankfurt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2246</guid>
		<description><![CDATA[<p>Berger Straße, Frankfurt am Main Da hockt noch einer draußen. Ein Kauz, der tät noch kauzen. Ihm reicht die Funzel eines Kerzelchens, die Schatten seines Herzelchens zu werfen und zu wirren, zu ködern und zu kirren. Da hockt noch einer draußen. Der Katz, der tät noch mauzen. Verhuscht ins warme Deckelchen, raucht er ein Zigarettelchen, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y-2/">Herbstlicht überm Café Y II</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Berger Straße, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Da hockt noch einer draußen.<br />
Ein Kauz, der tät noch kauzen.</p>
<p>Ihm reicht die Funzel eines Kerzelchens,<br />
die Schatten seines Herzelchens<br />
zu werfen und zu wirren,<br />
zu ködern und zu kirren.</p>
<p>Da hockt noch einer draußen.<br />
Der Katz, der tät noch mauzen.</p>
<p>Verhuscht ins warme Deckelchen,<br />
raucht er ein Zigarettelchen,<br />
zu bergen in den Wölkchen<br />
Phatasusʼ muntres Völkchen.</p>
<p>Da hockt noch einer draußen.<br />
Ein Kauz, der tät noch kauzen.</p>
<p>Der Herbst leiht ihm ein Mäntelchen<br />
aus sonnenbunten Bändelchen<br />
und knüffelt ihn mit Haselnüsschen,<br />
für ihn sindʼs weiche Küsschen.</p>
<p>Sehnsucht tät mild ihn wiegen.<br />
Nach wem? –<br />
Ein Schmunzeln, herzverschwiegen.</p>
<p>Da hockt noch einer draußen …</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y-2/">Herbstlicht überm Café Y II</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Europas Stier</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/schreitender-stier/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/schreitender-stier/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2013 19:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz Boehle]]></category>
		<category><![CDATA[Günthersburgallee Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Günthersburgpark]]></category>
		<category><![CDATA[Schreitender Stier]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Schreitender Stier Skulptur von Fritz Boehle Günthersburgpark, Frankfurt am Main Auf dem polierten Podest lag ein verschmierter Lappen, als hätte die Kopftuch-Putze für die Kunst im öffentlichen Raum ihn ob des Anblicks so hoher Manneskraft der Hoden entrüstet fallen lassen. 1910. Wie sah der Park wohl aus? Hat dieser Sturm vitaler Strahlung dem Bürger aus [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schreitender-stier/">Europas Stier</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Schreitender Stier<br />
Skulptur von Fritz Boehle<br />
Günthersburgpark, Frankfurt am Main<br />
</em><br />
Auf dem polierten Podest<br />
lag ein verschmierter Lappen,<br />
als hätte die Kopftuch-Putze<br />
für die Kunst im öffentlichen Raum<br />
ihn ob des Anblicks<br />
so hoher Manneskraft der Hoden<br />
entrüstet fallen lassen.</p>
<p>1910. Wie sah der Park wohl aus?<br />
Hat dieser Sturm vitaler Strahlung<br />
dem Bürger aus der Furt der Prächte,<br />
der Günthersburgallee,<br />
den spitzen Hut vom Kopf geweht?</p>
<p>Heute siehst du keine schnieken Herren mit Hut<br />
an dieser schöngegossnen Wucht<br />
des freien Seins und noblen Wesens<br />
die Augen rollen.</p>
<p>Der dumpfe Orient, der hier das Abendlicht verhängt<br />
mit Schwaden gegrillter Lenden eines Widders,<br />
der in Hinterhöfen durchs rituelle Messer<br />
ins Knie gebrochen,<br />
hat keinen Sinn für Boehles hohe Kunst –<br />
für jenes Urviech, das gelassen<br />
den leidigen Mücken<br />
mit halbbewusstem Schlag des Schweifes wehrt.</p>
<p>Europas Stier,<br />
der wie eine Opfergabe bei Homer gesegnet<br />
das Götterrecht verleibt<br />
auf selbsterwärmte joviale Gegenwart.</p>
<p>Sie ignorierenʼs oder halten bang dem Zögling<br />
vor diesem späten Widerschein<br />
der Flammen heidnischer Altäre<br />
das Buch des Engels mit der schweren Zunge<br />
vor die Augen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schreitender-stier/">Europas Stier</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn die Gedanken wie Lampions verlöschen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/wenn-die-gedanken-wie-lampions-erloschen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/wenn-die-gedanken-wie-lampions-erloschen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2013 18:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2169</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ein Gang über den Waldfriedhof in Frankfurt-Oberrad „In holder Dunkelheit der Sinnen, konnt ich wohl diesen Traum beginnen – vollenden nicht.“ Schon die jähe Blöße der Buchenstämme ergriff die südliche Spitze deines Herzens mit der Sehnsucht nach dem Unmöglichen. Die vor zugeschütteter Liebe in Trauer statuengleich Stehende – als ertastete sie, mit den Fingerkuppen leise [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wenn-die-gedanken-wie-lampions-erloschen/">Wenn die Gedanken wie Lampions verlöschen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Gang über den Waldfriedhof in Frankfurt-Oberrad</em></p>
<p>„In holder Dunkelheit der Sinnen,<br />
konnt ich wohl diesen Traum beginnen –<br />
vollenden nicht.“</p>
<p>Schon die jähe Blöße der Buchenstämme<br />
ergriff die südliche Spitze deines Herzens<br />
mit der Sehnsucht nach dem Unmöglichen.</p>
<p>Die vor zugeschütteter Liebe<br />
in Trauer statuengleich Stehende –<br />
als ertastete sie, mit den Fingerkuppen<br />
leise kreisend, die Aura des Toten.<br />
Sie war so versunken,<br />
achtete dein nicht.</p>
<p>Dich entrückte wie dunkle Inschrift der Vorzeit<br />
der rötliche Regen<br />
niederzitternder Blätter,<br />
dem kein Sprossen von Keimen mehr nachsinnt –<br />
dem Bild entflohst du tränenblind.</p>
<p>Die Gedanken, die gleich Fingern aus Licht<br />
über die Stirn deiner Toten strichen,<br />
ohne sie zu einem Lächeln zu erwecken,<br />
verlöschen wie Lampions,<br />
die ein müder Kellner ausbläst,<br />
eins nach dem anderen.</p>
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		<title>Herbstlicht überm Café Y I</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Sep 2013 19:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Café Y Berger Straße Frankfurt]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Berger Straße, Frankfurt am Main Der Alte hockt wie einst am Ofen auf der Fensterbank und führt die braune Flasche wie ein Saxophon zum Mund: Er sucht den satten Ton und schluckt ihn sanft. Mein Faktotum ist geschäftig, den Geheimcode frankfurterischen Service kühn und beherzt zu knacken. Er tutʼs mit Anmut und meckerndem Gelächter, wenn [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y/">Herbstlicht überm Café Y I</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Berger Straße, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Der Alte hockt wie einst am Ofen<br />
auf der Fensterbank und führt die braune Flasche<br />
wie ein Saxophon zum Mund:<br />
Er sucht den satten Ton<br />
und schluckt ihn sanft.</p>
<p>Mein Faktotum ist geschäftig,<br />
den Geheimcode frankfurterischen Service<br />
kühn und beherzt zu knacken.<br />
Er tutʼs mit Anmut<br />
und meckerndem Gelächter,<br />
wenn er die Déjà-vu-Laterne<br />
auf dem Tisch mir artiglich kredenzt.</p>
<p>Die blonde Perle der Bedienung<br />
wird heute glänzend eingerahmt<br />
vom süß-verschmitzten Lächeln<br />
eines dunklen Kavaliers.</p>
<p>In der Wigwam-Küche brutzelt es und zischelt.<br />
Der Chef höchstselbst streichelt sich<br />
ehrfurchtsvoll über den seit 68<br />
emanzipierten Embonpoint.<br />
Er hat das zarte Händchen für den Löffel<br />
und das Weistum der Gewürze.</p>
<p>Die Dünste steigen und beschlagen<br />
gnädig die Rahmen ausgestellter Kunst.</p>
<p>Nur eines fehlt –<br />
das dunkle Leuchten<br />
deines blumenoffenen Gesichts,<br />
das von Küssens-Pollen zart bestäubt,<br />
sich an den sanften Hügel<br />
meiner Schulter neigt.</p>
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		<title>Kennst du dich da aus?</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kennst-du-dich-da-aus/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2013 10:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>So lang schon hier herumgegähnt, so manches Haar ward ausgesträhnt – noch immer gilt für Mann und Maus: Da kenn ich mich nicht aus! Dribbdebach wie hibbdebach – alles abgewatschelt, ʼnen Berg von Büchern durchgeknatschelt – noch immer gilt für Mann und Maus: Da kenn ich mich nicht aus! Und fragst du mich: Wie triebst [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kennst-du-dich-da-aus/">Kennst du dich da aus?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>So lang schon hier herumgegähnt,<br />
so manches Haar ward ausgesträhnt –<br />
noch immer gilt für Mann und Maus:<br />
Da kenn ich mich nicht aus!</p>
<p>Dribbdebach wie hibbdebach – alles abgewatschelt,<br />
ʼnen Berg von Büchern durchgeknatschelt –<br />
noch immer gilt für Mann und Maus:<br />
Da kenn ich mich nicht aus!</p>
<p>Und fragst du mich: Wie triebst duʼs doll,<br />
was blieb dein Kopf so leer, das Herz so voll –<br />
noch immer gilt für Mann und Maus:<br />
Da kenn ich mich nicht aus!</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kennst-du-dich-da-aus/">Kennst du dich da aus?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Winken, Vergeben, Verlöschen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/winken-vergeben-verloschen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/winken-vergeben-verloschen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Sep 2013 19:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2060</guid>
		<description><![CDATA[<p>Chinesischer Garten, Bethmannpark, Frankfurt am Main Zwischen Bambusgestänge und nächtigem Blattwerk – das Gold aus den Krügen. Als würde dein Auge, von des Abends Widerschein auf sinkenden Blüten und zaudernden Menschen gesättigt, mit Schonens-Blicken Abschied gönnen dem stillen Schreiten der Schatten und dem süßen Winken müde gewordenen Lebens. Und es entsinken die Blicke, die vagen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/winken-vergeben-verloschen/">Winken, Vergeben, Verlöschen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Chinesischer Garten, Bethmannpark, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Zwischen Bambusgestänge<br />
und nächtigem Blattwerk –<br />
das Gold aus den Krügen.</p>
<p>Als würde dein Auge,<br />
von des Abends Widerschein<br />
auf sinkenden Blüten<br />
und zaudernden Menschen gesättigt,<br />
mit Schonens-Blicken Abschied gönnen<br />
dem stillen Schreiten der Schatten<br />
und dem süßen Winken<br />
müde gewordenen Lebens.</p>
<p>Und es entsinken die Blicke,<br />
die vagen Gesten entgleiten<br />
in die Gespinste des Traums –<br />
träumend zieht einwärts sich<br />
ins erlöschende Antlitz,<br />
wem kaum das Herz<br />
zu eigenem Sagen erwacht war.</p>
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		<title>Alpha und Omega, gekreuzt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/alpha-und-omega-gekreuzt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/alpha-und-omega-gekreuzt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Sep 2013 18:56:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Südfriedhof, Frankfurt am Main Dort sitzt du wieder auf der stillen Bank. Vor dir im Grün hüpfen neckend Sonnenflecken. Kein Lüftchen. Fern nur das Schlurfen müder Füße. Leise atmen die Gräber. Klamm ist und schwer dein Herz, als wärest du nicht recht angelangt, als hättest du trotz der Jugendqualen all des Suchens und Fragens die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/alpha-und-omega-gekreuzt/">Alpha und Omega, gekreuzt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Südfriedhof, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Dort sitzt du wieder auf der stillen Bank.<br />
Vor dir im Grün hüpfen neckend Sonnenflecken.</p>
<p>Kein Lüftchen. Fern nur das Schlurfen müder Füße.</p>
<p>Leise atmen die Gräber.</p>
<p>Klamm ist und schwer dein Herz,<br />
als wärest du nicht recht angelangt,<br />
als hättest du trotz der Jugendqualen<br />
all des Suchens und Fragens<br />
die Schwelle nicht wiedergefunden –</p>
<p>als wäre der schon vergilbte Zettel<br />
mit den zittrig geschriebenen Zeilen,<br />
von wem, du erinnerst dich nicht,<br />
die von deiner Herkunft sagten<br />
und deiner Ankunft liebe Anvertraute nannten –</p>
<p>als wäre deines Lebens Inschrift<br />
auf überwachsenen Wegen,<br />
in verrufenen Hinterhöfen,<br />
bei verzechten Umhalsungen<br />
verfleckt und verschmiert –</p>
<p>für keinen der Hiesigen lesbar,<br />
am wenigsten endlich für dich.</p>
<p>So sitzt du wieder auf der stillen Bank.</p>
<p>Aus dem Blätterdach der Pappel trudelt<br />
liebestoll kreisend ein Samensegel<br />
auf ein frisch ausgehobenes Grab.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Er sprach mit seinem Knie</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/er-sprach-mit-seinem-knie/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/er-sprach-mit-seinem-knie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2013 19:12:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bethmannpark, Frankfurt am Main Da tätschelte wer eines seiner Knie und umfasste sanft die Scheibe wie mit feingespreitzten Fingern des Busens volles Maß der Plastiker. Sprach ihm zu das Hätschelknie: „Heute haben wir wieder einander gute Dienste getan. Mensch, lege dich zur Ruh, dein Knie bleibt wach!“ Sprach der Arbeitsmann auf der Parkbank in gestreiftem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/er-sprach-mit-seinem-knie/">Er sprach mit seinem Knie</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bethmannpark, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Da tätschelte wer eines seiner Knie<br />
und umfasste sanft die Scheibe<br />
wie mit feingespreitzten Fingern<br />
des Busens volles Maß der Plastiker.</p>
<p>Sprach ihm zu das Hätschelknie:<br />
„Heute haben wir wieder einander gute Dienste getan.<br />
Mensch, lege dich zur Ruh,<br />
dein Knie bleibt wach!“</p>
<p>Sprach der Arbeitsmann auf der Parkbank<br />
in gestreiftem Flanellhemd und blauer Jeans,<br />
mit Schiebermütze und biegsamen Lederschuhen,<br />
in die Hosentasche gerollt die Zeitung,<br />
der Allerweltsmeinung stumpfes Schwert:</p>
<p>„Mein liebes Knie, du schweige still<br />
am Ende dieses Tags voll Schufterei,<br />
was wärst du denn ohne meinen Herrschersinn,<br />
der ins Weite blickt,<br />
in ferne Ziele überm Horizont,<br />
an die du brav mich führen darfst,<br />
doch ohne meinen Weitblick nie gelangst.“</p>
<p>Sprach das geknickte Knie:<br />
„Würd ich ob deiner schnöden Rede<br />
mich entzünden, kämst du nicht mehr weit,<br />
zögest nach das krumme Bein,<br />
schlepptest hin dein maledeites Sein!“</p>
<p>Sprach der Mützenmann missvergnügt zu seinem Fuß:<br />
„Du füßelst hündisch-wulstiglich mir zu,<br />
mein starker Fuß, tapfer durch die Straßen<br />
dieser bösen Welt trägst du mich frag- und arglos,<br />
du bist meine Hundefuß,<br />
ich schick dir meinen Küssegruß.“</p>
<p>Sprach sinnig drauf der erstgeliebte rechte Fuß<br />
zum Arbeitsmännlein mit der rauhen Werktagshand:</p>
<p>„Mich küssen tätst du nie und nimmer,<br />
so krumm du bist,<br />
so tief krümmst du dich nicht im Traum!<br />
Hab schnell mal acht:<br />
Wenn ich dereinst der Welt und ihrem bösen Drang entsage,<br />
mich ganz verklumpe und verkloße,<br />
und mag nicht mehr das Weite suchen,<br />
weil das gefundene Weite ist so eng –<br />
dann wirf die Mütze hin,<br />
entlass das schorfe Knie<br />
und leg klumpfüßig dich ins faule Bett<br />
der Träumer, Dichter, Sänger –<br />
lieblich-geheimer Quell all deiner Kunst<br />
seien dir die scharfen Bisse meiner Gicht!“</p>
<p>Da schaut der bitterlich verdutzte Kappenmann<br />
mit dunkler Sehnsucht auf die linke Hand<br />
und mit der rechten klopft er ihr<br />
zart auf die holde Maus,<br />
als wolle er sie wecken:</p>
<p>„O traute Fühlungshand, erhebe dich und zeige mir<br />
den Weg aus diesem Labyrinth<br />
hundsföttischen Zwiegesprächs!“</p>
<p>Da hebt die Knorrenhand des Arbeitsmanns<br />
sich träumerisch empor und fächelt<br />
weich die Luft und winkt und winkt –<br />
der alte Mann steht von der Parkbank auf.</p>
<p>Erleichtert eilt er auf den lieben Freund jetzt zu,<br />
auf den er hier gewartet hat.</p>
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		<item>
		<title>Und der Tod tritt leise zurück</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/und-der-tod-tritt-leise-zuruck/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/und-der-tod-tritt-leise-zuruck/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Jul 2013 08:53:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main „… denn Lesen ist Liebe zum Leben …“ An den Gehwagen das Bein gewinkelt, die winzige Hand, furchig, verfleckt, ruht, ein herabgetaumeltes Blatt, auf der aufgeschlagenen Seite, als würde sie erwarmen an der Schrift. Oder sie hält die Kaffeetasse schräg, heikel zitternd – schon siehst du dich zu [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/und-der-tod-tritt-leise-zuruck/">Und der Tod tritt leise zurück</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main</p>
<p>„… denn Lesen ist Liebe zum Leben …“</em></p>
<p>An den Gehwagen das Bein gewinkelt,<br />
die winzige Hand, furchig, verfleckt,<br />
ruht, ein herabgetaumeltes Blatt,<br />
auf der aufgeschlagenen Seite,<br />
als würde sie erwarmen an der Schrift.</p>
<p>Oder sie hält die Kaffeetasse schräg,<br />
heikel zitternd – schon siehst du dich<br />
zu Heldentaten auf dem Sprung –,<br />
doch die Alte mit den mausohrigen,<br />
weißen Kringellöckchen ist auf dem Quivive …</p>
<p>… schon wie sich ihr Mund schlürfend, leckend<br />
zu einem zarten Grinsen glättet und stülpt –</p>
<p>ihr Körper aus mädchenhaftem Tüll,<br />
betropften Atemfetzen, Perlmuttnägelchen,<br />
in einem Arom aus Kampfer- und Kölnisch-Wasser,<br />
ihr Körper ist wie nackt<br />
vor der Wahrheit der Stunde.</p>
<p>Und der Tod, an die Litfaßsäule gelehnt –<br />
mit dem scheelen Blick eines Taschendiebs zählt er<br />
die Leberflecken auf den Armen der Greisin –<br />
und der Tod tritt vor der späten Glut<br />
dieses Lese-Lebens leise zurück.</p>
<p>Oh, sie schlägt uns allen ein Schnippchen –<br />
jetzt jongliert sie ihr silbernes Handy<br />
und kündigt dem eingeschüchterten Hörer<br />
klipp und klar ihre baldige Rückkehr an –<br />
und sie schiebt ihren Spazierhelfer,<br />
als würde sie ihm, nicht er ihr Beine machen.</p>
<p>Ihr letzter schräger Blick<br />
auf das Tablet eines Gastes verriet:<br />
„Ich auch, demnächst – das müsste noch drin sein!“</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/und-der-tod-tritt-leise-zuruck/">Und der Tod tritt leise zurück</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kleines, leises Gewese</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kleines-leises-gewese/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kleines-leises-gewese/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2013 19:52:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1542</guid>
		<description><![CDATA[<p>Chinesischer Garten, Bethmannpark, Frankfurt am Main „Wie das Leben tut …“ Deine Flauschlinge leuchten im Dämmer an den roten Schnäbeln. Die klappen sich auf zu stummem Lamento, wenn das Muttertier mit der Wärmeumfiedrung pausiert. Weithin vernimmst du Jammern, wenn eins zu kühn für hohe See sich ans Sandsteinufer des Teiches gerettet. Kommt endlich das Alttier [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleines-leises-gewese/">Kleines, leises Gewese</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Chinesischer Garten, Bethmannpark, Frankfurt am Main</em></p>
<p><em>„Wie das Leben tut …“</em></p>
<p>Deine Flauschlinge leuchten im Dämmer<br />
an den roten Schnäbeln.<br />
Die klappen sich auf zu stummem Lamento,<br />
wenn das Muttertier<br />
mit der Wärmeumfiedrung pausiert.</p>
<p>Weithin vernimmst du Jammern,<br />
wenn eins zu kühn für hohe See<br />
sich ans Sandsteinufer des Teiches gerettet.<br />
Kommt endlich das Alttier gerudert,<br />
verebbt das Fiepen gleich bei der Ankunft,<br />
erstirbt im Gruß-Geschnäbel.</p>
<p>Ihr Hort, die Wasser- und Felsenburg:<br />
eine enge Höhlung im Tuffstein,<br />
die der freundliche Gärtner gemeißelt.<br />
Dort kriechen die Wasserhühnchen<br />
unter die Flügel der Alten.</p>
<p>Eines lugt schlaflos ins Freie –<br />
das Wasser schwappt<br />
unter den schwanken Tellern der Rosen<br />
vom braunen Glucksen schlammiger Wälse.</p>
<p>Es reckt sich und watschelt herab,<br />
aus der grünen Feuchte zu trinken.<br />
Ein Geschwister tut es ihm nach,<br />
und gemeinsam plätschern sie<br />
um das hohe Riff, den erhabenen Ort<br />
ihres Werdens, Wachsens und Lernens.</p>
<p>Hier nämlich lernen sie, zu sein<br />
und im Leben zu bleiben,<br />
die Wärme der Liebe und die Kälte<br />
von Feindschaft, hoch rüttelnder Fährnis.</p>
<p>Bis die Alten sie scheuchen, verstoßen,<br />
auf dass sie solo picken und nisten.</p>
<p>Jetzt aber wackeln sie wieder munter<br />
auf grünen Füßen zurück ins Nest,<br />
das Muttertier stopft ihre Mäulchen<br />
mit sanftem Gepicke.</p>
<p>Über all dem kleinen, leisen Gewese steht,<br />
steht und steht,<br />
über dem äußersten Giebel des Tempels<br />
ein Geist,<br />
der graue Reiher,<br />
der große Schamane in Trance.</p>
<p>Da: Er spreizt ganz sacht das Gefieder<br />
dem ersten Wehen<br />
der allbezwingenden Nacht.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleines-leises-gewese/">Kleines, leises Gewese</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kleine Szenen am Morgen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kleine-szenen-am-morgen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kleine-szenen-am-morgen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 20:16:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bethmannpark Frankfurt am Main]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1523</guid>
		<description><![CDATA[<p>Bethmannpark, Frankfurt am Main Der Gärtner war schon geschäftig mit Jäten und Rupfen. Ein Alterchen hockte im Morgenschein, Rätsel lösend. Ein Wasserhühnchen watschelte des Wegs, Samen zu picken. Die Mutter, abhold dem schnäbelnden Bettel, scheuchte es fort ins Gebüsch. Der Reiher, fürstlich-keck im Geflausch, starrte über dem Teich. Sein schmales Leben war satt, glanzlos das [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleine-szenen-am-morgen/">Kleine Szenen am Morgen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bethmannpark, Frankfurt am Main<br />
</em><br />
Der Gärtner war schon geschäftig<br />
mit Jäten und Rupfen.<br />
Ein Alterchen hockte im Morgenschein,<br />
Rätsel lösend.</p>
<p>Ein Wasserhühnchen watschelte des Wegs,<br />
Samen zu picken.<br />
Die Mutter, abhold dem schnäbelnden Bettel,<br />
scheuchte es fort ins Gebüsch.</p>
<p>Der Reiher, fürstlich-keck im Geflausch,<br />
starrte über dem Teich.<br />
Sein schmales Leben war satt,<br />
glanzlos das Aug.</p>
<p>Im Dämmergeviert des Tempels,<br />
der Stille geweiht,<br />
vernimmst du heilloses Klatschen<br />
unzarten Manntums.</p>
<p>An fühllosen Lederkissen der Faust<br />
übt sich Boxen.<br />
So entsteigen sinistre Dämpfe Gonaden<br />
unter entheiterte Stirn.</p>
<p>Der Reiher drehte gelangweilt den Hals,<br />
grünberingten Augs.<br />
Der Park deiner Schattenspiele<br />
entließ dich weich.</p>
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		<title>Die Verborgenheit der Gnade</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-verborgenheit-der-gnade/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-verborgenheit-der-gnade/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Jun 2013 19:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Affentor Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Aveborn]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Theologumenon Francofurtense Aveborn, Affentor, Frankfurt am Main, Sachsenhausen An der Stelle habe der Franken König, die Zukunft der Deutschen, die Fahne der Jungfrau gehisst, gesenkt den Stab in den mürben Boden noch weihlosen Lands. Zu Ehren der himmlischen Huldin und wider unheiligen Unmut des Feinds den unübersteiglichen Wall jubelnder Chöre Stimme für Stimme zu [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-verborgenheit-der-gnade/">Die Verborgenheit der Gnade</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Theologumenon Francofurtense<br />
Aveborn, Affentor, Frankfurt am Main, Sachsenhausen<br />
</em><br />
An der Stelle habe der Franken König,<br />
die Zukunft der Deutschen,<br />
die Fahne der Jungfrau gehisst,<br />
gesenkt den Stab in den mürben Boden<br />
noch weihlosen Lands.</p>
<p>Zu Ehren der himmlischen Huldin<br />
und wider unheiligen Unmut des Feinds<br />
den unübersteiglichen Wall<br />
jubelnder Chöre<br />
Stimme für Stimme zu schichten,<br />
ertönte weithin über die Wasser des Mains<br />
das Ave Maria.</p>
<p>So groß, so glühend war der Glaube<br />
an das Recht rechten Daseins, lauteren Weilens.<br />
So offenbarte das Echo des Heils sich<br />
bis in die lauschenden Adern<br />
der Gegenmutter, der Erde –<br />
so tat ihren Mund bezaubert<br />
von den Sängen sie auf<br />
und quoll von lieblichem Liede des Borns.</p>
<p>Die Verborgenheit der Gnade,<br />
die unter Schleiern lächelnde,<br />
lockende, weckende Grazie<br />
ließ die Quelle verschütten,<br />
ließ den verrenkten Arm eines Affen<br />
baumeln über dem Born.</p>
<p>Die göttlich-ironische Weisheit<br />
ließ einen Affen mit wahntriefender<br />
Zunge überschreien<br />
das Ave Maria,<br />
ließ unter satirisch verjucktem Fell<br />
verhüllen Gratia plena.</p>
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		<title>Götzenhain</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gotzenhain/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/gotzenhain/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 16:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Götzenhain]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wieder so ein fader Abend mit Fernsehen und am Daumen-der-Erinnerung-Lutschen. Machʼs aus, hau weg. – Mitternacht. Der Spanner Mond geht um. Hoch blitzt die ISS. Frühstücken die da oben oder singt einer ein Wiegenlied? Schal um, Kappe auf, Cash dabei. Die einzige Kneipe, die jetzt noch … na klar. „Mosche!“ „Guude!“ „Bierchen!“ „Großes Pils!“ Und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gotzenhain/">Götzenhain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder so ein fader Abend mit Fernsehen<br />
und am Daumen-der-Erinnerung-Lutschen.<br />
Machʼs aus, hau weg. – Mitternacht.<br />
Der Spanner Mond geht um. Hoch blitzt die ISS.<br />
Frühstücken die da oben oder singt einer ein Wiegenlied?</p>
<p>Schal um, Kappe auf, Cash dabei.<br />
Die einzige Kneipe, die jetzt noch … na klar.<br />
„Mosche!“ „Guude!“ „Bierchen!“ „Großes Pils!“<br />
Und dann der dicken Matrone Zeit lange Zöpfe drehen.<br />
hr1 schallt über die Theke. Der Wirt hat ein blaues Auge.<br />
Den lieben auch nicht alle.<br />
„Zum Schluss wie immer noch ein Buddy, aber schön kalt!“<br />
Jetzt kommst du in Gönnerlaune.<br />
Erzähl halt wieder mal das seltsame Histörchen, die makabre Story:</p>
<p>„Ich ging wie jetzt beschwipst, nicht voll, am Flüsschen lang.<br />
In der Biegung, ihr wisst, am Felsüberhang, plötzlich<br />
hör ich da ein tiefes Seufzen, ein hohes Stöhnen …<br />
ich dachte schon, verdammt … da bröckeln Steine<br />
und die Felswand bricht entzwei.</p>
<p>Ich duck mich hinter ein Gebüsch und durchs Gezweig<br />
erspähe ich ʼnen irren Film: Es schlagen Flammen<br />
aus dem Höhlenloch, erst golden-rot, dann blau, meerblau.<br />
Dann wird die Szene galvanisch weiß,<br />
und auf der Leinwand zeichnet sich der scharfe Schatten<br />
eines langen Kerls mit Schlapphut ab.<br />
Ihm weht der Mantel wie ʼnem Zigeuner.<br />
Das eine Auge funkelt gelb, das andere glänzt matt<br />
wie Eierschale, wie eingelegt in Aspik.<br />
In der rechten Hand hält er den ungeheuren Speer.<br />
Mit dem beginnt er wild zu fuchteln.</p>
<p>Dann taucht er auf, ein schwarzer Riesenhund,<br />
sperrtʼs rote Maul auf – ich glaub, ich rieche den Gestank.<br />
Da zucktʼs ihm aus dem Schlund wie Flammenzunge,<br />
die lodert auf, kringelt sich und rollt sich peitschend aus.<br />
In welche Richtung? Na, in meine!<br />
Da reiß ich mich vom Fleck, pack die Beine untern Arm.“</p>
<p>„Mensch Alter, die Story ist uralt und hat so ʼnen langen Bart!<br />
Lass dir endlich mal was Neues einfallen!“</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gotzenhain/">Götzenhain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Karl der Große im Dreieichenhain</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/karl-der-grose-im-dreieichenhain/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/karl-der-grose-im-dreieichenhain/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 May 2013 17:58:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Dreieichenhain]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der dicke Morgennebel verschluckt den Hufschlag. Der Reiter duckt sich unters Geäst der knorrigen Eichen, zur lichten Mitte schwenkt er ein im stillen Hag. Eine weiße Taube flattert auf – die Nebel weichen. Hohe Säule, Irminsul, der Weltenbaum tritt plötzlich ihm vor Augen. So ragen Gedanken hoch und wurzeln Ängste tief. An seinem Saum der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/karl-der-grose-im-dreieichenhain/">Karl der Große im Dreieichenhain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der dicke Morgennebel verschluckt den Hufschlag.<br />
Der Reiter duckt sich unters Geäst der knorrigen Eichen,<br />
zur lichten Mitte schwenkt er ein im stillen Hag.<br />
Eine weiße Taube flattert auf – die Nebel weichen.</p>
<p>Hohe Säule, Irminsul, der Weltenbaum<br />
tritt plötzlich ihm vor Augen. So ragen Gedanken<br />
hoch und wurzeln Ängste tief. An seinem Saum<br />
der Altar-Block, so schwer, als würde nimmer wanken</p>
<p>der Erde grüne Veste. Mit Asche vermengt<br />
aus Dinkel, Hafer, Roggen die Opferkuchen.<br />
Der Mann steht nun davor und sinnt bedrängt<br />
den Zaubersprüchen nach, die ihn verfluchen.</p>
<p>Ein altes Weib, doch ragend ungebeugt,<br />
betritt den Kreis in leuchtendem Gewande<br />
des priesterlichen Amts. Ihr Blick bezeugt,<br />
der würdevolle Gang, sie sei von hohem Stande.</p>
<p>„Was entweihst du meinen heiligen Hain<br />
mit Sporenklirren roher Tritte.<br />
Was starrst entgeistert du zum Opferstein –<br />
die Göttin nähr ich, dass sie uns ernähre!“</p>
<p>„Der Gott, den ich dir künde, bedarf<br />
der Speisung nicht, er schenkt vielmehr des Lebens<br />
Brot den Seinen. Dein Werk sei hinfort eitel,<br />
die Göttin tot. Das weiset dir der Franken König.“</p>
<p>Kaum hat der Herrscher ausgesprochen, hüllt<br />
Nebel alles ein. Er hört die Eichen rauschen.<br />
Er tastet vor. Was eben Herz und Auge ihm erfüllt,<br />
entschwand. Ihm muss der Welten Sinn sich tauschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/karl-der-grose-im-dreieichenhain/">Karl der Große im Dreieichenhain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Carolus-Brunnen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/carolus-brunnen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/carolus-brunnen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 May 2013 14:21:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz Boehle]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wendelsplatz, Frankfurt am Main Dem Andenken an Fritz Boehle Schön flügelt die Stola dir, dem Herrn der Christenwelt und Sachsenhausens. Schön tänzelt der Huf des kalten Pferds auf einer Kugel, die noch spröde tut. Groß bindet die Kunst dir den Flügel an die Faust, die das Szepter fasst. Groß fügen sich, Vignetten goldner Chronik, Schwert [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/carolus-brunnen/">Carolus-Brunnen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wendelsplatz, Frankfurt am Main<br />
Dem Andenken an Fritz Boehle</em></p>
<p>Schön flügelt die Stola dir, dem Herrn<br />
der Christenwelt und Sachsenhausens.<br />
Schön tänzelt der Huf des kalten Pferds<br />
auf einer Kugel, die noch spröde tut.</p>
<p>Groß bindet die Kunst dir den Flügel<br />
an die Faust, die das Szepter fasst.<br />
Groß fügen sich, Vignetten goldner Chronik,<br />
Schwert dir und Locke, Macht und Vision.</p>
<p>Gut zähmt hohe Kunst das Elementare<br />
dämonisch zum Dienst edlen Sinns.<br />
Gut verhüllen des Kaisers Standbild<br />
Lärm und Dunst und Betrieb seiner Stadt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mozart-Denkmal</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/mozart-denkmal/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/mozart-denkmal/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 May 2013 19:42:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Marcks]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1224</guid>
		<description><![CDATA[<p>Mozartplatz, Frankfurt am Main Dem Andenken an Gerhard Marcks Ein Panzer-Fell ist ihm über die Ohren gewuchert, aus jenem Sekret, das mit Taubheit segnet für Pöbelgeblöke. Oder es sind unter der pelzig-pilzigen Schwellung, die das Haupt herabdrückt, die Ohren ihm einwärts gewachsen – er lauscht seinem reinen Empfinden unmittelbar nach: wie es kühn sich ertanzt, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mozart-denkmal/">Mozart-Denkmal</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mozartplatz, Frankfurt am Main<br />
Dem Andenken an Gerhard Marcks</em></p>
<p>Ein Panzer-Fell ist ihm über die Ohren gewuchert,<br />
aus jenem Sekret, das mit Taubheit segnet<br />
für Pöbelgeblöke.</p>
<p>Oder es sind unter der pelzig-pilzigen Schwellung,<br />
die das Haupt herabdrückt,<br />
die Ohren ihm einwärts gewachsen –<br />
er lauscht seinem reinen Empfinden<br />
unmittelbar nach:<br />
wie es kühn sich ertanzt,<br />
wie in graziösen Rätselfiguren<br />
es wunderlich kreist.</p>
<p>Die Augen weinen nach innen,<br />
benetzen ein dunkles Elysium.<br />
Aus dem Baume des Lebens inmitten<br />
blutet ein warmes Harz:<br />
Welch schmerzliche Schönheit<br />
beschwöret der Duft!</p>
<p>Die Unmutfurche der Stirn und<br />
die Schwermutkerbe des Kinns<br />
bilden die strenge Linie –<br />
ein Lot in den Sinn des Todes:<br />
tröstlich-untröstlich.</p>
<p>Neben dem hochsinnigen Denkmal erblicktest du<br />
den zerfetzten Körper einer Amsel im Gras –<br />
beides nimm in dich auf:<br />
den bebend-innigen Jubel<br />
des freudig sich liebenden Lebens<br />
und hinter dem wehenden Charme der Sternenschleier<br />
das Röcheln erstickender Seelen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Siehe:</em><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Frankfurt,_Mozartdenkmal.jpg">https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Frankfurt,_Mozartdenkmal.jpg<br />
</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mozart-denkmal/">Mozart-Denkmal</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Brickegickel</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-brickegickel/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-brickegickel/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 May 2013 16:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Alte Brücke Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Brickegickel Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Edwin Hüller]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1213</guid>
		<description><![CDATA[<p>Alte Brücke, Frankfurt am Main Dem Andenken an Edwin Hüller Wie oft fuhrst achtlos du vorbei. Immer ging morgendlich-launisch dein Blick westwärts der jungfräulichen Insel zu, wo da und dort ein Schneelicht flockt: Ein Schwanenpaar verteidigt tapfer Ufer und Brut. Tief verschlammt, schwarz verkohlt, unter Kieseln, Knochen und Schlick schläft der Gott. Was könnte ihn [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-brickegickel/">Der Brickegickel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Alte Brücke, Frankfurt am Main</em><br />
<em> Dem Andenken an Edwin Hüller</em></p>
<p>Wie oft fuhrst achtlos du vorbei.<br />
Immer ging morgendlich-launisch dein Blick<br />
westwärts der jungfräulichen Insel zu,<br />
wo da und dort ein Schneelicht flockt:<br />
Ein Schwanenpaar verteidigt tapfer Ufer und Brut.</p>
<p>Tief verschlammt, schwarz verkohlt, unter Kieseln,<br />
Knochen und Schlick schläft der Gott.<br />
Was könnte ihn wecken – nicht mal<br />
der abgeschlagene Kopf eines Hahns,<br />
der blutig ins Mainwasser klatscht.</p>
<p>Er wurde schon müde unter den Hufen und<br />
Tritten der Schwadronen Karls,<br />
als sie die Furt nach Sassenhusen nahmen.</p>
<p>Zittern befiel ihn angesichts der Brücke aus Holz,<br />
Schwindel unter dem Schatten der Brücke aus Stein.<br />
Und zürnte, vergaltʼs mit Eisgang und Flut,<br />
mit Seuche und Feuersbrunst.</p>
<p>An der Richtstätte hat man sie gebunden,<br />
die Gesetzlosen, an Händen und Füßen,<br />
schob sie auf der Mitte der Alten Brücke<br />
über ein Brett todwärts:<br />
Hier reißt die Strömung gleich unter.</p>
<p>Der brechende Blick der jetzt Wissenden<br />
umzuckte das barock umflorte Kreuz<br />
und trank letztes Sonnengold vom Hahn,<br />
der hochstieg in den trostlosen Himmel.</p>
<p>Der Flussgott schob das Lid eines Auges auf:<br />
Einen Herzschlag labt er am Zucken des Elenden –<br />
und klappt unwirsch wieder zu das Aug.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-brickegickel/">Der Brickegickel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Odi profanum volgus</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/odi-profanum-volgus/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/odi-profanum-volgus/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 May 2013 18:42:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Kolbe]]></category>
		<category><![CDATA[Odi profanum volgus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1184</guid>
		<description><![CDATA[<p>Taunusanlage, Klein-Nizza, Frankfurt am Main In der Zusammenrottung verlierst dein Gesicht du: Formloser Brei drückt aus der Öffnung sich, Kollektiv-Anus eher denn Mund, geistiger Unrat, in Phrasen gestückelt, presst sich heraus. Staccato-Parolen rasender Spießgesellen, Gelöbnis-, Bekenntnisformeln muffig-verlogener Xenophilie, phobischer Anbetung unförmiger Götzen, hermaphroditischer Zwitter aus Engel und Greif, unter Flagellantenschweiß herausgepeitscht, übelriechend nach furor teutonicus. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/odi-profanum-volgus/">Odi profanum volgus</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Taunusanlage, Klein-Nizza, Frankfurt am Main</em></p>
<p>In der Zusammenrottung verlierst dein Gesicht du:<br />
Formloser Brei drückt aus der Öffnung sich,<br />
Kollektiv-Anus eher denn Mund,<br />
geistiger Unrat, in Phrasen gestückelt, presst sich heraus.</p>
<p>Staccato-Parolen rasender Spießgesellen,<br />
Gelöbnis-, Bekenntnisformeln muffig-verlogener Xenophilie,<br />
phobischer Anbetung unförmiger Götzen,<br />
hermaphroditischer Zwitter aus Engel und Greif,<br />
unter Flagellantenschweiß herausgepeitscht,<br />
übelriechend nach furor teutonicus.</p>
<p>Infantile Inbrunst – saugend-allesraubender Schlund:<br />
das Confiteor wurzelloser Talmi-Religion –<br />
ohne die Gnade.</p>
<p>Aus mittlerer Ferne wirkt der heroische Beethoven<br />
auf dem Hügel der Taunusanlage<br />
geradezu anmutig, kranichzart-stelzend,<br />
umseelt von den Genien-Mädchen.</p>
<p>Die Tanzszene Kolbes für Heine,<br />
auch sie kann entzücken –<br />
wie küssbar steigt die mövenschlanke Taille des Jünglings empor,<br />
wie entrückt schwebt das Blumen-Antlitz des Weibs.</p>
<p>Auf den Bänken am Nizza hocken die Dunklen,<br />
die Brosamen-Picker unter germanischen Tischen.<br />
Paradiert eine blonde Keltin ihren prachtvollen Hintern,<br />
schlafwandlerisch rührt sich die Gruppe,<br />
salutiert innerlich steif.</p>
<p>Den Stumpfen reizt nur das Stumpfe,<br />
wie den Geschmacklosen<br />
Frankfurter Würstchen, Döner und Gyros.</p>
<p>Du traust dem Gesicht nicht,<br />
das sein Mienenspiel synchronisiert mit der Bande.<br />
Mit dem Einzigen magst du es halten, für eine Weile.</p>
<p>Für immer bleibe ruhig bei dir,<br />
wie du in dich sanfter dich faltest<br />
vor dem Glitzer-Geschmeide,<br />
das süßes Licht über dem Wasser dir gönnt.</p>
<p>Am Ende versöhnt dich der Liebreiz,<br />
die holde Bronze des Mädchens,<br />
das liebend-schützend die Hand<br />
vor die zitternde Flamme hält.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/odi-profanum-volgus/">Odi profanum volgus</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wann endlich kommen die Chinesen?</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/wann-endlich-kommen-die-chinesen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/wann-endlich-kommen-die-chinesen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 10:39:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Leipziger Straße Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1051</guid>
		<description><![CDATA[<p>Leipziger Straße, Frankfurt am Main, Bockenheim Hier stinktʼs nach US-imperialistischem Beef, German Worscht und Frankfurter Süßgespritztem. Fassaden, Tore und Fenster sind ausgerenkt von den phosphoreszierenden Tentakeln des Markendesigns. Hier stinktʼs nach geschächtetem Blut und dem Dönerfurz orientalischer Barbaren, die verächtlich auf die gejäteten Gehwege teutonischer Gradsinnigkeit spucken. Wann endlich kommen die Chinesen, mit Lampions und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wann-endlich-kommen-die-chinesen/">Wann endlich kommen die Chinesen?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal"><i>Leipziger Straße, Frankfurt am Main, Bockenheim<br />
</i><br />
Hier stinkt<span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>s nach US-imperialistischem Beef,<br />
German Worscht und Frankfurter Süßgespritztem.<br />
Fassaden, Tore und Fenster sind ausgerenkt<br />
von den phosphoreszierenden Tentakeln des Markendesigns.</p>
<p>Hier stinkt<span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>s nach geschächtetem Blut<br />
und dem Dönerfurz orientalischer Barbaren,<br />
die verächtlich auf die gejäteten Gehwege<br />
teutonischer Gradsinnigkeit spucken.</p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal">Wann endlich kommen die Chinesen,<br />
mit Lampions und Purpurrascheln,<br />
mit goldenen Drachen und Raketen,<br />
dem Zwitschergesang der Oper, den Trippel-<br />
schrittchen der süßen Sklavinnen des ZK,<br />
die Fähnchen schwingend und Stäbchen<br />
mit Sangesspritzern und Weihrauchbeize<br />
die Leipziger auswaschen und -räuchern?</p>
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		<title>Der Gnom auf dem Eisernen Steg</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-gnom-auf-dem-eisernen-steg/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-gnom-auf-dem-eisernen-steg/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 16:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Eiserner Steg Frankfurt am Main]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Auf dem Eisernen Steg warʼs, wohlgemut bist du sonnwärts dribbdebach stolziert, die homerische Wendung wie einst ein Imperator seinen Triumphbogen durchschreitend. Und pardauz, du prallst gegen ein ratzig quietschendes Etwas, das rollt dir über die Füße. Ah, es ist das wilde Männlein wieder! Der Purzelbäumling, der charmante, der Zwergenbolt, der überspannte. Rolle vorwärts, Rolle seitwärts, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-gnom-auf-dem-eisernen-steg/">Der Gnom auf dem Eisernen Steg</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal">Auf dem Eisernen Steg war<span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>s,<br />
wohlgemut bist du sonnwärts<br />
dribbdebach stolziert,<br />
die homerische Wendung wie einst ein Imperator<br />
seinen Triumphbogen durchschreitend.</p>
<p>Und pardauz, du prallst gegen ein ratzig quietschendes Etwas,<br />
das rollt dir über die Füße.</p>
<p>Ah, es ist das wilde Männlein wieder!<br />
Der Purzelbäumling, der charmante,<br />
der Zwergenbolt, der überspannte.</p>
<p>Rolle vorwärts, Rolle seitwärts,<br />
und dabei furzgerade losgezischt.</p>
<p>Prallt gegen das Geländer, der Däumling,<br />
grad wo mit tausend Schlössern<br />
herzbetroffne Händchenhalter<br />
die außeralltägliche Bundsymbolik ketten.</p>
<p>Rappelt sich schniefend hoch,<br />
schwankt noch katzenwuschig sich wiegend,<br />
steht da operettenkitschig im Kostüm<br />
federbebuschten Musketiers, mit klirrenden Sporen<br />
und dem Silbergefunkel des Säbelchens,<br />
presst kokett das Händchen in die Hüfte<br />
und Blitzeblicks sticht es dir ins Auge,<br />
durch zwei Winzlingsfinger pfeift<span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>s <span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>nen Mäusepfiff.</p>
<p>Quatscht dich an, der Ratzefatz,<br />
piept, quiekt, fiept zu dir hoch:</p>
<p>„Saumensch, Riesenrindviech, Ochs!<br />
Hast Augen nur für dein elend Mitgesocks.<br />
Augen für uns edle Gnomen hast du nicht.<br />
Und doch wär Dienst am Zwergen Menschenpflicht.<br />
Ist jedem Menschen doch seit Adams Zeiten,<br />
ihn weckend-neckend durch des Lebens Labyrinth zu leiten,<br />
als Schelmenspiegel seiner Seele zugesellt<br />
ein Mini-Mensch, ein klitzekleiner Anti-Held.<br />
Für dein Gutsein will er dir viel Heiterkeiten<br />
in das Leben flößen, für all die Widerwärtigkeiten<br />
dich mit Gift befüllen und deinen Traum mit bösem Alb.<br />
Und weil du wieder mich gestoßen hast, du Mondeskalb,<br />
such heut ich heim dir deinen Traum!“</p>
<p>Und er hatte kaum<br />
ausgepiepst, schwupps, ward nicht mehr gesehn<br />
dein holder Ungnom, dein Gnomenhold.</p>
<p>O ja, es war ein angstverschwitzter Traum die Nacht,<br />
in dem es pestilenzialisch stank und roch,<br />
wüst zitterte und schwankte der Eiserne Steg,<br />
und Ekel würgte dich,<br />
denn unter dir verdickte sich der braune Main,<br />
starrend vor Schmutz und Schmand und Scheiß.</p>
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		<title>Nie wieder Himmel</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/nie-wieder-himmel/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/nie-wieder-himmel/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 09:38:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Berger Straße Frankfurt am Main]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In gelben Pantoffeln schlurft sie durch das Gewoge von Leuten, Kinderwagen, Fahrrädern, das ferne Echo des Knatterns und Ratterns, des Hupens und Klingelns, des Schreiens, Klatschens, Hustens, Rülpsens – Farben sieht sie nicht mehr, die Welt hat sich ihr auf den wesenlos-grauen Kern ernüchtert. Geschrumpft, verschrumpelt, lapprig, gebeugt, in die Waagrechte verbuckelt, ihr Gesicht wackelt [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/nie-wieder-himmel/">Nie wieder Himmel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal">In gelben Pantoffeln schlurft sie durch das Gewoge<br />
von Leuten, Kinderwagen, Fahrrädern, das ferne Echo<br />
des Knatterns und Ratterns, des Hupens und Klingelns,<br />
des Schreiens, Klatschens, Hustens, Rülpsens –</p>
<p>Farben sieht sie nicht mehr, die Welt hat sich ihr<br />
auf den wesenlos-grauen Kern ernüchtert.</p>
<p>Geschrumpft, verschrumpelt, lapprig, gebeugt,<br />
in die Waagrechte verbuckelt,<br />
ihr Gesicht wackelt einen Meter über dem Boden,<br />
ein Lampion, unachtsam gehalten von einem müden Kind.</p>
<p>Sie liest mit leeren Blicken den Kehricht der Gehwege auf,<br />
schraubt an der Kasse im REWE den Kopf mechanisch zur Seite.<br />
Sie kauft nur aus den unteren Regalen, das muss reichen.</p>
<p>Die dürrästigen Arme mit Hautsäcken, blutleer schlotternd,<br />
sind mit Gichtfingern an den Griffen des Gehwagens vertäut.</p>
<p>Wie heißt sie? Wo wohnt sie? Wer hat sie einmal geliebt?<br />
Geh hin, frag sie – nein, tu es nicht,<br />
es speichelt nur Unverständliches aus zahnlosem Mund.</p>
<p>Ein verkapseltes Kerbtier krabbelt sie durch dies Leben,<br />
das vorn keine Fenster mehr hat oder Fenster,<br />
von außen mit Läden verschlossen,<br />
nur selten kündet ein Lichtspalt von unbetretbarer Welt.</p>
<p>Sie kann nur mehr auf der Seite liegend essen, fernsehen, schlafen,<br />
sie kann nur auf der Seite liegend sterben.</p>
<p>Speichert sie spinnenkalt unter das wässrige Herz Gift<br />
im Angesichte des knospenspringenden Lebens,<br />
rosig schimmernder Haut, gespannt für Bisse der Wollust,<br />
das aus trotzigen Brüsten sprüht,<br />
sich kitzelt mit verstohlenen Blicken,<br />
Gift, das sie nachts freisetzt in Pest-Träumen<br />
von verätzten, verfaulten, brennenden Leibern?</p>
<p>Oder ist ihr die Gegenwart ganz ohne Rand,<br />
ein an der erzitternden, dünnen Schale<br />
des Bewusstseins widerhallender,<br />
monotoner Ich-Ton, der langsam ausschwingt,<br />
den kreiselnden Wellen gleich, die vom Einschlag<br />
des Kiesels pulsend sich glätten, verebben?</p>
<p>Oder veratmet, verschmachtet ihr Dasein dünn<br />
wie das Rinnsal ausgeschöpfter Quelle,<br />
ohne warmen Bezug,<br />
und jedwedes Gesicht verlöscht vor ihr,<br />
Kerze, die leise noch knistert?</p>
<p>Oder wird ihr den Stachel des Namens, des einen,<br />
an dem sich ihr Denken jahrlang entzündet,<br />
endlich ziehen der Engel des Todes?</p>
<p>10.000 Fuß über der Berger Straße besamt<br />
ein funkelnder Düsenjet den blautrunknen Himmel<br />
mit milchigen Streifen.</p>
<p>Sie sieht es nicht, nie wieder<br />
wird das Blau des Himmels sie sehen.</p>
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		<title>Das Rätsel des Brunnens</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-ratsel-des-brunnens/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-ratsel-des-brunnens/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 10:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bethmannpark Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Chinesischer Garten Frankfurt am Main]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Chinesischer Garten, Bethmannpark, Frankfurt am Main Aus dem Munde des Felsens singt das unermüdliche Wasser vom Schicksal des Lebens – schäumend-fallend, rauschend-müde-sich-lauschend, jauchzend-verlallend, tagend-verzagend – umwachsen vom moosigen Barte allerduldender Weisheit. Jetzt gewahrst du die nebligen Felsengestalten, stumme Verwaiste des Lebens, die nach stickig-staubigem Gang aus dem Brunnen getrunken, sich in den Abend niederhockten, Alte [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-ratsel-des-brunnens/">Das Rätsel des Brunnens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal"><i>Chinesischer Garten, Bethmannpark, Frankfurt am Main<br />
</i><br />
Aus dem Munde des Felsens singt<br />
das unermüdliche Wasser<br />
vom Schicksal des Lebens –<br />
schäumend-fallend,<br />
rauschend-müde-sich-lauschend,<br />
jauchzend-verlallend,<br />
tagend-verzagend –<br />
umwachsen vom moosigen Barte<br />
allerduldender Weisheit.</p>
<p>Jetzt gewahrst du die nebligen Felsengestalten,<br />
stumme Verwaiste des Lebens,<br />
die nach stickig-staubigem Gang aus dem Brunnen getrunken,<br />
sich in den Abend niederhockten, Alte und Junge,<br />
Schulter an Schulter gelehnt, Schläfe an Schläfe,<br />
sich gluckender-duckender Zugvögel Schar.</p>
<p>Und beim Rauschen des Brunnens<br />
vergaßen sie ihres Weges –<br />
den Gliedern entstieg erkaltender Hauch,<br />
ihre Gesichter zerstoben wie Dunst.<br />
Vom Rätselgesange des Wassers benommen,<br />
fielen sie wehrlos in Schlaf.</p>
<p>Wer weckt, die unter steinernen Masken hier harren,<br />
mit wahrem Losungswort einmal wieder auf?</p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p><!--[if gte mso 10]&gt;--></p>
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		<title>Brunnen der Grazien</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/brunnen-der-grazien/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/brunnen-der-grazien/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 17:58:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Aglaia]]></category>
		<category><![CDATA[Brunnen der Grazien]]></category>
		<category><![CDATA[Chariten]]></category>
		<category><![CDATA[Euphrosyne]]></category>
		<category><![CDATA[Hegemone]]></category>
		<category><![CDATA[Marshall-Brunnen Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Taunusanlage Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Toni Stadler Bildhauer]]></category>
		<category><![CDATA[Wallanlagen Frankfurt am Main]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=899</guid>
		<description><![CDATA[<p>Taunusanlage, Frankfurt am Main Deinen Nacken wärmt die verklärende Sonne, heiter entzündet vom hochgemut wieder- eingebürgerten Sohn der Stadt – die Sonne der transzendentalen Trias. Etliche Ranzen wurden dereinst damit, als wärenʼs Wackersteine, tief über die Hintern gezogen. Dich wandelt ein anderes Kleeblatt – Aglaia, Hegemone, Euphrosyne, Anmut triefend, auf Wellen sich fläzend – zum [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/brunnen-der-grazien/">Brunnen der Grazien</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!-- [if gte mso 9]&gt;--></p>
<p><!-- [if gte mso 9]&gt;--></p>
<p><!-- [if gte mso 9]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal"><i>Taunusanlage, Frankfurt am Main<br />
</i><br />
Deinen Nacken wärmt die verklärende Sonne,<br />
heiter entzündet vom hochgemut wieder-<br />
eingebürgerten Sohn der Stadt –<br />
die Sonne der transzendentalen Trias.</p>
<p>Etliche Ranzen wurden dereinst damit,<br />
als wären<span style="font-family: 'Times New Roman', 'serif';">ʼ</span>s Wackersteine,<br />
tief über die Hintern gezogen.</p>
<p>Dich wandelt ein anderes Kleeblatt –<br />
Aglaia, Hegemone, Euphrosyne,<br />
Anmut triefend, auf Wellen sich fläzend –<br />
zum Waller städtisch begrünten Walls.</p>
<p>Schon nestelt ein lockeres Händchen dir<br />
am Gürtel leibengender Sitte.</p>
<p>Eine mundgeschöpfte, kristallklare Wassermusik<br />
hebt an und lehrt dich die Hexenmetrik der Tropfen.</p>
<p>Nicht mehr zählst du blutleere Silben herbei,<br />
selber wirst du gezählt vom Kopf zu den Füßen<br />
von Zungen graziösen Gelalls.</p>
<p>Zum Abschied spuckt eine jede der Schönen<br />
dir einen Kuss auf die glühenden Wangen.</p>
<p>Du erigierst dich ins Freie<br />
und lässt den Brunnen sich drehen,<br />
es drehn sich die göttlichen Körper<br />
im Charme verfließender Arme und Beine,<br />
und die singenden Peitschen der Zöpfe<br />
wirbeln dein Glied zur Entwölkung<br />
panisch schäumender Milch. –</p>
<p>Entgeistert siehst leer du den Brunnen und trocken. –</p>
<p>Hoch über dir stehen geschwisterlich,<br />
höhnisch flatternd,<br />
drei Lerchen in der Luft.</p>
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		<title>Sie sang im REWE</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/sie-sang-im-rewe/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/sie-sang-im-rewe/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Apr 2013 12:17:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie viel Ferne sickerte dir in das verwaiste Auge, gleich Flecken der Sonne. Sie sang im REWE, mit der Kehle, mit dem Wiegen der Arme, den wach geschüttelten Brüsten, den warmen Wellen des Bauchs. Im Rhythmus des Kinderliedes schob und bog und hob sie den Wagen und das Zeugnis ihres atmenden Fleisches, das Zeugnis ihrer [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sie-sang-im-rewe/">Sie sang im REWE</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;--></p>
<p class="MsoNormal">Wie viel Ferne sickerte dir<br />
in das verwaiste Auge,<br />
gleich Flecken der Sonne.</p>
<p>Sie sang im REWE,<br />
mit der Kehle,<br />
mit dem Wiegen der Arme,<br />
den wach geschüttelten Brüsten,<br />
den warmen Wellen des Bauchs.</p>
<p>Im Rhythmus des Kinderliedes<br />
schob und bog und hob sie den Wagen<br />
und das Zeugnis ihres atmenden Fleisches,<br />
das Zeugnis ihrer atmenden Seele,<br />
das ihr lachend leuchtete,<br />
ihr entgegenjauchzte.</p>
<p>Mit Blicken magisch<br />
gleich Erde und Mond verzurrt,<br />
kreisten Mutter und Kind<br />
um das Zentralgestirn.</p>
<p>Wie viel Ferne sickerte dir<br />
in das verwaiste Auge,<br />
gleich Flecken der Sonne.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sie-sang-im-rewe/">Sie sang im REWE</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die Kroken grüßen dich</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-krokus-grusen-dich/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-krokus-grusen-dich/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Mar 2013 18:53:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Kroken grüßen dich Gedicht Koblenz Frankfurt Liebesgedicht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=740</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sie beten auf zum Himmelslicht. Sie schmelzen dir des Sehnens Sinn und küssen dir die Trübsal hin. Sie mahnen dich zur Liebespflicht. Die Kroken grüßen dich: „Wolle doch das Glück bezeugen, einmal fromm den Schoß beäugen, dem wir opfern, du und ich.“ Es winken dir die Krokusköpfchen: „Geh mit unserm Licht zu ihr. Näss den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-krokus-grusen-dich/">Die Kroken grüßen dich</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sie beten auf zum Himmelslicht.<br />
Sie schmelzen dir des Sehnens Sinn<br />
und küssen dir die Trübsal hin.<br />
Sie mahnen dich zur Liebespflicht.</p>
<p>Die Kroken grüßen dich:<br />
„Wolle doch das Glück bezeugen,<br />
einmal fromm den Schoß beäugen,<br />
dem wir opfern, du und ich.“</p>
<p>Es winken dir die Krokusköpfchen:<br />
„Geh mit unserm Licht zu ihr.<br />
Näss den Wurzelgrund in dir.<br />
Bewahr uns nur ein Liebe-Tröpfchen.“</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-krokus-grusen-dich/">Die Kroken grüßen dich</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Südfriedhof, Frankfurt am Main</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/requiescant-in-pacem/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/requiescant-in-pacem/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Jul 2012 19:44:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Südfriedhof Frankfurt am Main philosophisches Gedicht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Auf dem Friedhof unter milder Birke raschelst Denkens scheu du mit der Zeitung. Die Bank aus Holz, mit Flechten überleckt, ist hart. Dein Herz, ein Totenlicht, ist weich. Es kommt dir vor, als lauschten groß die Toten rings in dich hinein, ob sie die Stelle fänden, des Widerhalles Wunde für ein Klagen. Sie finden deine [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/requiescant-in-pacem/">Südfriedhof, Frankfurt am Main</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Friedhof unter milder Birke<br />
raschelst Denkens scheu du mit der Zeitung.<br />
Die Bank aus Holz, mit Flechten überleckt,<br />
ist hart. Dein Herz, ein Totenlicht, ist weich.</p>
<p>Es kommt dir vor, als lauschten groß die Toten<br />
rings in dich hinein, ob sie die Stelle fänden,<br />
des Widerhalles Wunde für ein Klagen.<br />
Sie finden deine frauliche Geduld.</p>
<p>Dir ist, als pulse deine Einsamkeit von<br />
Stimmen, Summen, Singen, süßem<br />
Lispeln, Seufzen, angelischem Diskant<br />
von einem Kind, das jüngst verstarb,</p>
<p>von einer Kind-Geliebten, die wohl,<br />
das Haupt von warmen Segenshänden<br />
gewiegt, entschlief. – Du wandelst,<br />
unentstellt von Taggedrängen,</p>
<p>du schlenderst leicht und wehmutweich<br />
gehobener, geliebter durch der Gräber<br />
Reihen als in Promenaden, mit eitlen<br />
Rosen hübsch. – Gib dich der Betrachtung</p>
<p>morbider Fühligkeiten hin,<br />
Engelsschmachten, Todesputten, schlecht<br />
verklärten Jesussen, zerbeulten Kränzen<br />
aus Kupfer oder Blech. – Und schau</p>
<p>und lies und murmle innig vor dich hin<br />
die alten Trost- und Heilungssprüche.<br />
„Habe keine Furcht, ich bin mit dir.<br />
Weiche nicht, ich bin dein Gott.“</p>
<p>Der dies dem Volk der Völker<br />
gottbegeistert wies – das denke! –,<br />
hat die Schreckensnacht Assurs<br />
erlebt, erlitten. – Du frag einmal:</p>
<p>Wie konnte solcher Rettungsspruch<br />
und über welche Brücken, Dornen-<br />
pfade, Labyrinthe, welche Sprachen,<br />
Zeichen, Wundenmale zu uns,</p>
<p>zu dir, zu mir gelangen? Tropft solcher<br />
Spruch nicht wie der Tropfen, den<br />
Abraham wohl nicht verwehrt, dir in die<br />
Herznacht, deiner Liebe Wunde?</p>
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		<title>Moselstraße, Frankfurt am Main</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 16:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Moselstraße Frankfurt am Main Gedicht Zeitgedicht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Aus fernen Gärten Melodie – Töne kühlen dein Gesicht. Lilien sprühen Morgenlicht. Auf dieses Eiland wurden sie verschlagen. Ein schwarzer Wind fraß das Gebälk, ein Wind voll Teer und Aas. Die Mauer wuchs aus Überdruss und Gram. In Nächten pochender Qual. In Tagen blühenden Eiters. In Nächten rieselnden Marks. Die Mauer wuchs aus Widersinn und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/moselstrase-frankfurt-am-main-2/">Moselstraße, Frankfurt am Main</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Aus fernen Gärten Melodie –<br />
Töne kühlen dein Gesicht.<br />
Lilien sprühen Morgenlicht.</p>
<p>Auf dieses Eiland wurden sie verschlagen.<br />
Ein schwarzer Wind fraß das Gebälk,<br />
ein Wind voll Teer und Aas.</p>
<p>Die Mauer wuchs aus Überdruss und Gram.<br />
In Nächten pochender Qual.<br />
In Tagen blühenden Eiters.<br />
In Nächten rieselnden Marks.<br />
Die Mauer wuchs aus Widersinn und Scham.</p>
<p>Mit blutigen Wattefüßen schlürfen sie durch Luft.<br />
Gott halten sie hin das Narbengesicht,<br />
das Ödem und die Geschwulst.</p>
<p>Die Mauer wuchs aus Überdruss und Gram.<br />
In Nächten schwärender Angst.<br />
In Tagen zungenlosen Dursts.<br />
In Nächten abgenagten Sinns.<br />
Die Mauer wuchs aus Widersinn und Scham.</p>
<p>Ein jeder glänzt im Aussatz seiner Sucht.<br />
Der Liebe unersättlich-blinder Wurm<br />
frisst schmatzend sich durchs Hirngeweide.</p>
<p>Aus fernen Gärten Melodie –<br />
Töne kühlen dein Gesicht.<br />
Lilien sprühen Morgenlicht.</p>
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