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Nacht und Tau

02.06.2021

Die Knospe zögert, schwankt verschlossen,
stellt keinem dumpfen Blick sich bloß,
dem Strahl, der seiner Pracht vergaß,
tut unverhofft sie auf den Schoß.

Der Tee schwimmt lose in der Kanne,
schenkt heißem Wasser die Substanz,
des Blattes träumerisches Herz,
im Hauch, im Duft gibt er es ganz.

Die Veilchen auf verwaistem Anger,
wie ist ihr weicher Blick voll Tau,
sie nähren Dunkelheit und Licht,
die Grabesnacht, das Himmelsblau.

 

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