<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</title>
	<atom:link href="http://www.luxautumnalis.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.luxautumnalis.de</link>
	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
	<lastBuildDate>Fri, 26 Jun 2026 22:05:16 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=3.9.40</generator>
	<item>
		<title>Zum Schnee, zur Stille</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/zum-schnee-zur-stille/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/zum-schnee-zur-stille/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 22:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Zum Schnee zur Stille Sonette poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35950</guid>
		<description><![CDATA[<p>Und bist du seitwärts einst auch abgezweigt, den Pfad zu wandeln in die Mythenfülle, allmählich stieg er auf zum Schnee, zur Stille, wo Enzian in weißer Leere schweigt. Den Proviant der Worte hast du aufgezehrt, dem Strahl der Sonne ähnlich, die von Osten uns anbefiehlt, den lichten Sinn zu kosten, bevor der Seele Tag ins [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/zum-schnee-zur-stille/">Zum Schnee, zur Stille</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Und bist du seitwärts einst auch abgezweigt,<br />
den Pfad zu wandeln in die Mythenfülle,<br />
allmählich stieg er auf zum Schnee, zur Stille,<br />
wo Enzian in weißer Leere schweigt.</p>
<p>Den Proviant der Worte hast du aufgezehrt,<br />
dem Strahl der Sonne ähnlich, die von Osten<br />
uns anbefiehlt, den lichten Sinn zu kosten,<br />
bevor der Seele Tag ins Dunkel kehrt.</p>
<p>So leg dich in den Schnee, der Träume Gischt,<br />
den kühlen Trost der Schwermutkranken,<br />
bis an der Wimper zittert trüber Tau.</p>
<p>Schon hat die Träne dir das Bild verwischt.<br />
Und was geblüht an grüner Verse Ranken,<br />
versinkt in einem orphisch tiefen Blau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/zum-schnee-zur-stille/">Zum Schnee, zur Stille</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/zum-schnee-zur-stille/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ihr heiter-ernsten Töne</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ihr-heiter-ernsten-toene/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ihr-heiter-ernsten-toene/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 22:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ihr heiter-ernsten Töne Eduard Mörike poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35942</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Eduard Mörike Ihr heiter-ernsten Töne, o Äolsharfenklang, der Windsbraut Traumgesang, von Schwermut sanfte Schöne. Mag auch die Sonne sinken, Mond schwebt im Veilchenblau, läßt uns die Schöne Lau aus ihrer Quelle trinken. Und schneidet Tages Schrillen, lockt uns dein Lied alsbald in seinen Dämmerwald, den wunden Sinn zu stillen. Ihr heiter-ernsten Töne, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ihr-heiter-ernsten-toene/">Ihr heiter-ernsten Töne</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Eduard Mörike<br />
</em><br />
Ihr heiter-ernsten Töne,<br />
o Äolsharfenklang,<br />
der Windsbraut Traumgesang,<br />
von Schwermut sanfte Schöne.</p>
<p>Mag auch die Sonne sinken,<br />
Mond schwebt im Veilchenblau,<br />
läßt uns die Schöne Lau<br />
aus ihrer Quelle trinken.</p>
<p>Und schneidet Tages Schrillen,<br />
lockt uns dein Lied alsbald<br />
in seinen Dämmerwald,<br />
den wunden Sinn zu stillen.</p>
<p>Ihr heiter-ernsten Töne,<br />
daß eure Zaubermacht<br />
des Abgrunds stumme Nacht<br />
mit Sterngesängen kröne.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ihr-heiter-ernsten-toene/">Ihr heiter-ernsten Töne</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/ihr-heiter-ernsten-toene/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Liebe schlägt die Augen auf</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/liebe-schlaegt-die-augen-auf/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/liebe-schlaegt-die-augen-auf/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 22:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe schlägt die Augen auf Sonette poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35939</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie taumelt hin der Geist, gleich Faltern müd, die sich aus blauen Veilchen Schlaf gesogen, und ist beflügelt doch ins Licht geflogen, zu kehren mit dem Honig heim, dem Lied. So flackern Kerzen, die Liebe angefacht, daß Augen feucht sich eins im andern spiegeln, bis sie erlöschen unterm Hauch von Flügeln, wenn düster schwirrt der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebe-schlaegt-die-augen-auf/">Liebe schlägt die Augen auf</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie taumelt hin der Geist, gleich Faltern müd,<br />
die sich aus blauen Veilchen Schlaf gesogen,<br />
und ist beflügelt doch ins Licht geflogen,<br />
zu kehren mit dem Honig heim, dem Lied.</p>
<p>So flackern Kerzen, die Liebe angefacht,<br />
daß Augen feucht sich eins im andern spiegeln,<br />
bis sie erlöschen unterm Hauch von Flügeln,<br />
wenn düster schwirrt der Schwermut Bote Nacht.</p>
<p>In Mnemosynes Garten sind noch Waben,<br />
aus denen dunklen Lichtes Honig quillt<br />
von den Violen, die im Mond geblüht.</p>
<p>Mag sich der müde Geist daran erlaben,<br />
auf daß er Wachs in hohe Leuchter füllt,<br />
und Liebe schlägt die Augen auf und sieht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/liebe-schlaegt-die-augen-auf/">Liebe schlägt die Augen auf</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/liebe-schlaegt-die-augen-auf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kann uns noch eine Schwalbe retten?</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kann-uns-noch-eine-schwalbe-retten/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kann-uns-noch-eine-schwalbe-retten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 22:03:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kann uns noch eine Schwalbe retten? philosophsiche Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35935</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dort kühlt die Stirne Tau, Moos dämpft die Schritte, und unsre Augen wäscht ein hohes Licht. Es ist, als ob ein Angstgespinst uns glitte in milden Abends Hauch vom Angesicht. Wie Blumen still sind sacht gepflückte Worte, die, Musen, ihr auf Dichters Schwelle ließt. Nun aber tönt schon wie aus fernem Horte ein Wasser, das [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kann-uns-noch-eine-schwalbe-retten/">Kann uns noch eine Schwalbe retten?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dort kühlt die Stirne Tau, Moos dämpft die Schritte,<br />
und unsre Augen wäscht ein hohes Licht.<br />
Es ist, als ob ein Angstgespinst uns glitte<br />
in milden Abends Hauch vom Angesicht.</p>
<p>Wie Blumen still sind sacht gepflückte Worte,<br />
die, Musen, ihr auf Dichters Schwelle ließt.<br />
Nun aber tönt schon wie aus fernem Horte<br />
ein Wasser, das um weiße Säulen fließt.</p>
<p>Kann, Liebe, uns noch eine Schwalbe retten,<br />
wenn jäh ihr Schrei in Südlands Gärten reißt,<br />
die Schwermut sich aufs Vlies von Veilchen betten?<br />
Stillt goldene Wolke noch den kranken Geist?</p>
<p>Ach nein, uns hält Gemäuer hier gefangen,<br />
wo einst genistet hat, was längst entflog.<br />
Umsonst, daß wir nach süßen Schimmern langen,<br />
wenn sich des Lebens Zweig herniederbog.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kann-uns-noch-eine-schwalbe-retten/">Kann uns noch eine Schwalbe retten?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/kann-uns-noch-eine-schwalbe-retten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 22:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35927</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sieh Schatten durch verdorrte Schilfe streifen. Schmal ist der Steg des Abends, und er schwankt. Wie wird der Geist von Dorngestrüpp umrankt, wo ihm der Schwermut bittre Beeren reifen. Erloschen scheint, was Gaias Reich entquollen. Die helle Stimme, die das Grün benetzt, hat wie ein graues Herz jäh ausgesetzt. Des Orpheus goldne Laute ist verschollen. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/">Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sieh Schatten durch verdorrte Schilfe streifen.<br />
Schmal ist der Steg des Abends, und er schwankt.<br />
Wie wird der Geist von Dorngestrüpp umrankt,<br />
wo ihm der Schwermut bittre Beeren reifen.</p>
<p>Erloschen scheint, was Gaias Reich entquollen.<br />
Die helle Stimme, die das Grün benetzt,<br />
hat wie ein graues Herz jäh ausgesetzt.<br />
Des Orpheus goldne Laute ist verschollen.</p>
<p>Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr,<br />
die, Dichter, dich in Gärten früh entrückten,<br />
wo dir im Dämmerlaube Trauben glommen.</p>
<p>Die Waben sind vom lichten Honig leer,<br />
die Wassergeister, die dein Herz verzückten,<br />
sind durch Kloaken heim ins Nichts geschwommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/">Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>O Tropfen Wollust</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/o-tropfen-wollust/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/o-tropfen-wollust/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 22:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[O Tropfen Wollust Sonette lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35922</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wenn drückend ist die Luft, der Geist ermattet, und zwischen Wolken stürzt der Schwalbe Schrei, wie sehnen wir des Abends Hauch herbei, im Gras den Schlummer, Träume, laubumschattet. Wir wähnen im Geflimmer Anmut schreiten und wie auf ihrer zarten Schulter schwebt der Krug mit kühlem Most, der neu belebt, doch muß das Traumbild jäh vorübergleiten. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/o-tropfen-wollust/">O Tropfen Wollust</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn drückend ist die Luft, der Geist ermattet,<br />
und zwischen Wolken stürzt der Schwalbe Schrei,<br />
wie sehnen wir des Abends Hauch herbei,<br />
im Gras den Schlummer, Träume, laubumschattet.</p>
<p>Wir wähnen im Geflimmer Anmut schreiten<br />
und wie auf ihrer zarten Schulter schwebt<br />
der Krug mit kühlem Most, der neu belebt,<br />
doch muß das Traumbild jäh vorübergleiten.</p>
<p>Da stößt das Fenster auf des Windes Faust,<br />
und atemholend lauschen wir dem Singen,<br />
wenn sanfter Regen hin durchs Blattwerk braust.</p>
<p>Als würden, Äthers blauer Flut entsprungen,<br />
die Engel ihre weiße Wäsche wringen.<br />
O Tropfen Wollust auf verdorrten Zungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/o-tropfen-wollust/">O Tropfen Wollust</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/o-tropfen-wollust/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Wandlungen des Waldgotts</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 22:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Wandlungen des Waldgotts philosophische Gedichte komische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35912</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Hörner, die einst Pan, den Gott, geziert, sie fielen plötzlich ab, wie mürbe Dornen vom Rosenstrauch, den Feuchte nicht mehr nährt. Die Hufe, die geknickt so mancher Blume den sehnsuchtsvoll ins Licht gereckten Arm, sind hingeschmolzen wie ein Rest von Schnee, wenn Sommers Lippen Gassenhauer pfeifen: Umschmeichelt hat die Fersen ihm das Gras. Ihm [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/">Die Wandlungen des Waldgotts</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hörner, die einst Pan, den Gott, geziert,<br />
sie fielen plötzlich ab, wie mürbe Dornen<br />
vom Rosenstrauch, den Feuchte nicht mehr nährt.<br />
Die Hufe, die geknickt so mancher Blume<br />
den sehnsuchtsvoll ins Licht gereckten Arm,<br />
sind hingeschmolzen wie ein Rest von Schnee,<br />
wenn Sommers Lippen Gassenhauer pfeifen:<br />
Umschmeichelt hat die Fersen ihm das Gras.<br />
Ihm tauchte leuchtend auf aus stillem Teich,<br />
wo einst nach Nixen er gespäht, geschwänzten,<br />
sein lächelndes Gesicht, voll Ebenmaß<br />
die Züge, an der Schläfe keck die Locke,<br />
die roten Schimmer auf die Stirne warf.<br />
Weg war, der wild gewippt, der Ziegenbart.<br />
„Nun“, sprach snobistisch näselnden Akzents<br />
der Ex-Gott ohne Huf und Tiergehörn,<br />
wo ihm sonst Fühlung mit der Erde ward,<br />
von ihren heißen Adern süßes Glucksen<br />
und das er gern gewühlt ins Dämmerlaub,<br />
„nun ist es aus mit dem Nomadenleben,<br />
ich will mich in den Chiton hüllen, des Mantels<br />
Faltenflut mit goldenen Fibeln stauen,<br />
Sandalen, die nicht quietschen, tragen.<br />
Die Flöte tausch ich, um gelehrt zu tun,<br />
ein gegen die mit Wachs getünchte Tafel.<br />
Wer mag denn noch das Tongekringel sehen,<br />
das ihr entströmt aufs Lämmerfell, ins Moos.<br />
Nun will Student ich werden in der Stadt,<br />
mit Phaidros still im Schatten der Platane<br />
dem sanften Murmeln des Illisos lauschen<br />
und jenes weisen Mannes Honigmund,<br />
aus dem die goldenen Worte süßer triefen<br />
als aus den Waben meiner Waldesbienen.<br />
Wie wir den Tiergeist glücklich überwinden,<br />
dies künden sie, wenn Eros, ungestillt<br />
im Fleisch, steigt hoch und höher, stufenweise,<br />
bis er in reinen Äthers Blau entschwebt.“</p>
<p>*</p>
<p>O armer Pan, wie hast du Sokrates<br />
das Wort vom Mund gepflückt, die Blume,<br />
die nur im Paradies des Idealen<br />
blüht, das allein die schmale Pforte öffnet<br />
dem Pilger, der vom Schuh müd abgestreift<br />
die stummen Krumen dieser harten Erde.<br />
Wie bist du aufgeschreckt jäh in der Nacht<br />
und fühltest an der Stirn ein zartes Jucken<br />
von Beulen links und rechts, als würden dir<br />
aufs neu die tierischen, die Hörner sprießen.<br />
O wie verlangte es dich nach der Flöte,<br />
um dunklem Weh zu winden hellen Klang.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/">Die Wandlungen des Waldgotts</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Vampir Liebe</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-vampir-liebe/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-vampir-liebe/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 22:06:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der Vampir Liebe Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35909</guid>
		<description><![CDATA[<p>Als Engel kehrt um Mitternacht zurück, wenn einsam liegt die Seele, mondumschattet, was an der Vene sog, bis sie ermattet, der Vampir Liebe, der geschlürft ihr Glück. Und wenn sein Flügel weiche Flocken weht, ist ihr, als müsse sie im Schnee ersticken, als würden kristalline Uhren ticken, die langsam schmelzen, bis der Zeiger steht. Sie [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-vampir-liebe/">Der Vampir Liebe</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als Engel kehrt um Mitternacht zurück,<br />
wenn einsam liegt die Seele, mondumschattet,<br />
was an der Vene sog, bis sie ermattet,<br />
der Vampir Liebe, der geschlürft ihr Glück.</p>
<p>Und wenn sein Flügel weiche Flocken weht,<br />
ist ihr, als müsse sie im Schnee ersticken,<br />
als würden kristalline Uhren ticken,<br />
die langsam schmelzen, bis der Zeiger steht.</p>
<p>Sie träumt, es nahe sich ein Mund dem ihren,<br />
als wolle er sie küssen oder säugen<br />
mit süßen Giften und mit bitterm Tau.</p>
<p>Des Menschen Seele gleicht den scheuen Tieren,<br />
die sterbend noch aus dunklen Höhlen äugen,<br />
ob das verheißene kommt, das schöne Blau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-vampir-liebe/">Der Vampir Liebe</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-vampir-liebe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Epiphanie der Nacht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/epiphanie-der-nacht/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/epiphanie-der-nacht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 22:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Epiphanie der Nacht philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35904</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sie kommt die Brücke, die ins Dunkel führt, und über einen Abgrund nur aus Dunkel. Auf deines Schlafes Schwelle harrt sie lang, Opal das Aug, ihr Blick ist Wahngefunkel. Was auf der Nymphe Kopf so lieblich wippt, Gefieder ist es, blau, weiß, purpurfarben. Der Wundervogel, dem sie es entriß, singt fern im Paradies, wo Schatten [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/epiphanie-der-nacht/">Epiphanie der Nacht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kommt die Brücke, die ins Dunkel führt,<br />
und über einen Abgrund nur aus Dunkel.</p>
<p>Auf deines Schlafes Schwelle harrt sie lang,<br />
Opal das Aug, ihr Blick ist Wahngefunkel.</p>
<p>Was auf der Nymphe Kopf so lieblich wippt,<br />
Gefieder ist es, blau, weiß, purpurfarben.</p>
<p>Der Wundervogel, dem sie es entriß,<br />
singt fern im Paradies, wo Schatten darben.</p>
<p>Sie lechzen nach dem magischen Gesang,<br />
wie nach dem Becher Schwermutkranke.</p>
<p>Nun übertritt ihr Fuß die Schwelle sacht,<br />
daß nicht der bunte Schmuck des Haares schwanke.</p>
<p>Ihr Lächeln schimmert gleich der Maske starr<br />
im Spiel des Noh. Wie aus der Pythia Munde</p>
<p>tönt es. So tönen Muscheln sehnsuchtsdumpf,<br />
die Flut geschwemmt in wild durchbrauste Sunde.</p>
<p>Als hätte sie sich über dich gebeugt,<br />
ist dir schon bang, daß Geisterlippen küssen.</p>
<p>Es ging ein Hauch nur, der dich aufgeweckt.<br />
Ein blasser Flaum liegt auf zerwühltem Kissen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/epiphanie-der-nacht/">Epiphanie der Nacht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/epiphanie-der-nacht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Schwermut leise Winke</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-schwermut-leise-winke/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-schwermut-leise-winke/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 22:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schwermut leise Winke Sonette Zeitgedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35901</guid>
		<description><![CDATA[<p>Fühl dich vom Maul des Markts nicht angesprochen, mit jeder Antwort machst du dich gemein. Was man dir einschenkt, ist kein reiner Wein, bloß Schaum, in den der Zeitgeist sich erbrochen. Zum Urinoir ward nun das Marmorbecken, wo einst die Muse ihre Haare wrang, zum Surren heißer Kabel Chorgesang, woran betäubte Sklavenzungen lecken. Auf schroffe [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schwermut-leise-winke/">Der Schwermut leise Winke</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Fühl dich vom Maul des Markts nicht angesprochen,<br />
mit jeder Antwort machst du dich gemein.<br />
Was man dir einschenkt, ist kein reiner Wein,<br />
bloß Schaum, in den der Zeitgeist sich erbrochen.</p>
<p>Zum Urinoir ward nun das Marmorbecken,<br />
wo einst die Muse ihre Haare wrang,<br />
zum Surren heißer Kabel Chorgesang,<br />
woran betäubte Sklavenzungen lecken.</p>
<p>Auf schroffe Gipfel, frostzerfurchte, klimme,<br />
wo keiner Hoffart Lärm dich mehr erreicht.<br />
Dort tauch den Schmerz ins Blau des Enzians.</p>
<p>Auf Wogen von kristallenen Träumen schwimme,<br />
bis über dir der Venus Glanz erbleicht<br />
und du entschläfst im warmen Schnee des Schwans.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schwermut-leise-winke/">Der Schwermut leise Winke</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-schwermut-leise-winke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kleine philosophische Zwischenfragen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kleine-philosophische-zwischenfragen-2/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kleine-philosophische-zwischenfragen-2/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 05:48:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophische Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Kleine philosophische Zwischenfragen philosophische Essays]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35894</guid>
		<description><![CDATA[<p>„Die Welt ist im Kopf!“ „Und wo, Herr Berkeley, Herr Kant, Herr Fichte, Herr Schopenhauer ist dann der Kopf?“ * „Alles ist nur ein Gehirnphänomen!“ „Was für eine Art Phänomen ist aber dann das Gehirn?“ * „Alle Wahrnehmung ist subjektiv!“ „Wie stellst du dann fest, daß dich deine Wahrnehmung getäuscht, gefoppt, hinters Licht geführt hat?“ [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleine-philosophische-zwischenfragen-2/">Kleine philosophische Zwischenfragen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Die Welt ist im Kopf!“</p>
<p>„Und wo,<br />
Herr Berkeley,<br />
Herr Kant,<br />
Herr Fichte,<br />
Herr Schopenhauer<br />
ist dann der Kopf?“</p>
<p>*</p>
<p>„Alles ist nur ein Gehirnphänomen!“</p>
<p>„Was für eine Art Phänomen ist aber dann das Gehirn?“</p>
<p>*</p>
<p>„Alle Wahrnehmung ist subjektiv!“</p>
<p>„Wie stellst du dann fest, daß dich deine Wahrnehmung getäuscht, gefoppt, hinters Licht geführt hat?“</p>
<p>*</p>
<p>„Zeus konnte sich in Blitz und Donner verkörpern, Apollon in der Sonne, Selene im Mond.“</p>
<p>„Sind die Bilder der Götter also eine Art Kippbilder, wie das Bild vom Hasen, das, wenn man länger hinschaut, plötzlich als Bild einer Ente erscheint – oder umgekehrt?“</p>
<p>*</p>
<p>Die Bibel: „Gott schuf den Menschen nach seinem Bild.“<br />
Feuerbach, Marx, Freud: „Der Mensch schuf Gott nach seinem Bild.“</p>
<p>„Wenn Gott den Menschen nach seinem Bilde schuf, ist es dann nicht natürlich und sinngemäß, ja logisch, daß der Mensch Gott nach seinem Bilde schuf?“</p>
<p>*</p>
<p>„Ich kann nur selber wissen, was ich mit den Worten, die ich sage, meine!“</p>
<p>„Hast du dir das Wissen um die Tatsache, daß das Wort Wasser dasselbe bedeutet wie die chemische Formel H<sub>2</sub>O aus den Fingern gesogen oder nicht doch von anderen erfahren?“</p>
<p>*</p>
<p>„Man kann die Werke von Franz Kafka nur auf dem Hintergrund seiner jüdischen Herkunft, seiner Konflikte mit dem Vater oder seiner neurotischen Angst vor Frauen verstehen!“</p>
<p>Müßten sich daran gemessen, Herr Safranski, Werke wie das Gilgamesch-Epos, die Ilias des Homer oder das Buch des Jesaja, von deren Autoren wir keine oder nur sehr spärliche biographische Nachrichten haben, unserem Verständnis nicht ganz oder weitgehend entziehen?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleine-philosophische-zwischenfragen-2/">Kleine philosophische Zwischenfragen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/kleine-philosophische-zwischenfragen-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Süßen Dufts ist Erdenglück</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/suessen-dufts-ist-erdenglueck/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/suessen-dufts-ist-erdenglueck/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 22:12:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Süßen Dufts ist Erdenglück philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35891</guid>
		<description><![CDATA[<p>Alles ruht, gleich einer Nature morte, wo blaue Trauben in der Silberschale seltsam schimmern wie im fahlen Strahle die Augen Ganymeds in Lunas Hort. Wie konnte malen stiller Anmut Bild, wo liebend Schatten sich um Früchte ranken und an der Blume Lippen Falter schwanken, in dem geschrien das Blut, der Abgrund wild? Es war der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/suessen-dufts-ist-erdenglueck/">Süßen Dufts ist Erdenglück</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Alles ruht, gleich einer Nature morte,<br />
wo blaue Trauben in der Silberschale<br />
seltsam schimmern wie im fahlen Strahle<br />
die Augen Ganymeds in Lunas Hort.</p>
<p>Wie konnte malen stiller Anmut Bild,<br />
wo liebend Schatten sich um Früchte ranken<br />
und an der Blume Lippen Falter schwanken,<br />
in dem geschrien das Blut, der Abgrund wild?</p>
<p>Es war der Maler, dem den dunklen Blick<br />
ein Engel hieß ins Dämmerlicht zu tunken,<br />
und war vom bittern Wermut er auch trunken,<br />
zu fühlen, süßen Dufts ist Erdenglück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/suessen-dufts-ist-erdenglueck/">Süßen Dufts ist Erdenglück</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/suessen-dufts-ist-erdenglueck/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sie aber kehrten nicht ein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 22:06:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sie aber kehrten nicht ein Friedrich Hölderlin philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35886</guid>
		<description><![CDATA[<p>Denn so kehren die Himmlischen ein, tiefschütternd gelangt so Aus den Schatten herab unter die Menschen ihr Tag. * Wozu Dichter in dürftiger Zeit? * Weh mir, wenn … * Die Mauern stehn sprachlos und kalt. Im Winde klirren die Fahnen. Friedrich Hölderlin &#160; Sie aber kehrten nicht ein. Kein Blitz durchbrach die Wolkenmauer Düsternis. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/">Sie aber kehrten nicht ein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Denn so kehren die Himmlischen ein, tiefschütternd gelangt so<br />
Aus den Schatten herab unter die Menschen ihr Tag.</em></p>
<p>*</p>
<p><em>Wozu Dichter in dürftiger Zeit?</em></p>
<p><em>*</em></p>
<p><em>Weh mir, wenn …</em></p>
<p><em>*</em></p>
<p><em>Die Mauern stehn sprachlos und kalt.</em><br />
<em> Im Winde klirren die Fahnen.</em></p>
<p>Friedrich Hölderlin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie aber kehrten nicht ein.</p>
<p>Kein Blitz durchbrach die Wolkenmauer Düsternis.<br />
Kein Flügelschlag des himmlischen Boten<br />
zerteilte, daß sie töne, die Dämmerung.</p>
<p>Im Kelche des Lichts<br />
schwamm im Tau<br />
die tote Mücke.</p>
<p>Künstlich wird nun die Erde<br />
beatmet.<br />
Doch ihr Keuchen klingt<br />
im Ohr der Freunde,<br />
die am Sterbebett<br />
mit traurig-schönen Veilchen knien,<br />
beinahe schon obszön.</p>
<p>Das Mark des Dichterworts<br />
ward ausgekratzt<br />
vom schartigen Messer<br />
tonloser Phrasen.</p>
<p>Selene taumelt,<br />
ein stumpfer Klotz,<br />
verätzt vom Geifer<br />
blecherner Titanen,<br />
durch die Gottesleere,<br />
ein Schmutzfleck<br />
auf dem fadenscheinigen<br />
Trauerkleid der Nacht.</p>
<p>Die Tische wurden abgeräumt,<br />
ins Meer geflossen ist<br />
das Schneegesims der Höhen,<br />
und was noch schüchtern blaut,<br />
ist ins Erinnerungsalbum<br />
eingepreßter Enzian.</p>
<p>Der Glanz des Marmors,<br />
das lichte Vlies der Götterbilder,<br />
um trunkene Lenden strömend,<br />
trübte Lymphe<br />
ausgeträumter Augen.</p>
<p>Die Frucht, die wie der Sonne Gold<br />
im weichen Duft des Morgens glomm,<br />
ward fahler als der Mond,<br />
wenn er ins Schwermutsdickicht sinkt.<br />
Sie blaßte, als Vernunft,<br />
ein schwarzer Wurm,<br />
ihr alle Süße ausgesogen.</p>
<p>Schimmlig wurde das Brot,<br />
unverdaulich die Liebe.</p>
<p>Verwässert hat den Wein<br />
für ausgelallte Zungen<br />
fader zwitterhafter Zeitgeschmack.</p>
<p>Wir harren, verschont<br />
vom Strahle des Vaters,<br />
bis in die Fingerspitzen taub,<br />
den feuchten Samt der Abende zu fühlen,<br />
in Waben dürstender Luft,<br />
flügellose Drohnen,<br />
im Zwielicht dämmernd,<br />
des Sturms.</p>
<p>Das Wehen in den Angstgespinsten<br />
kündigt ihn schon an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/">Sie aber kehrten nicht ein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der entrückte Vates</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-entrueckte-vates/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-entrueckte-vates/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 22:16:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der entrückte Vates philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35878</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Friedrich Hölderlin Der Kelch, dem Evoe die Flamme sang und den du in die Dämmerung gehoben, war wie die Seele, die empor sich schwang, zu fühlen Äthers blauen Hauch von droben. Ward von dem hohen Traumbild ihr auch bang, sie ist erwacht, Dionysos zu loben. Ja, Wohllaut ist der stummen Qual geweht, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-entrueckte-vates/">Der entrückte Vates</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Friedrich Hölderlin<br />
</em><br />
Der Kelch, dem Evoe die Flamme sang<br />
und den du in die Dämmerung gehoben,<br />
war wie die Seele, die empor sich schwang,<br />
zu fühlen Äthers blauen Hauch von droben.<br />
Ward von dem hohen Traumbild ihr auch bang,<br />
sie ist erwacht, Dionysos zu loben.<br />
Ja, Wohllaut ist der stummen Qual geweht,<br />
die Angst ward offner Knospe Dankgebet.</p>
<p>Du aber, Dichter, der die Glut genährt<br />
mit Tropfen Bluts und goldnen Sanges Samen,<br />
bist jäh entschwunden. Schwermut hat gegärt,<br />
in Waben dich zu bergen fremder Namen.<br />
Doch hat die Einsamkeit dir noch verklärt<br />
ein Zittern in entrückter Himmel Hamen.<br />
Ja, deine Flamme schmilzt wie Purpurwein,<br />
was uns zur Erde beugt, das Herz, den Stein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-entrueckte-vates/">Der entrückte Vates</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-entrueckte-vates/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Es ist vorbei</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/es-ist-vorbei/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/es-ist-vorbei/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 22:05:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Es ist vorbei Hölderlin Der Tod des Empedokles philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35871</guid>
		<description><![CDATA[<p>O Schattenbild, es ist vorbei. * Könnt ich’s noch einmal vor die Seele rufen! Friedrich Hölderlin, Der Tod des Empedokles   Es ist vorbei. Erinnerung, ein Glanz, der matt sich nur in Tränen spiegelt. Und kam aus einem Himmel, einem Wort, von blauen Äthers Hauch beflügelt. Als wär der dunkle Brunnen, der Gesang, vertrocknet unter [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/es-ist-vorbei/">Es ist vorbei</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>O Schattenbild, es ist vorbei.</em></p>
<p>*</p>
<p><em>Könnt ich’s noch einmal vor die Seele rufen!</em></p>
<p>Friedrich Hölderlin, Der Tod des Empedokles</p>
<p><em> </em></p>
<p>Es ist vorbei. Erinnerung, ein Glanz,<br />
der matt sich nur in Tränen spiegelt.<br />
Und kam aus einem Himmel, einem Wort,<br />
von blauen Äthers Hauch beflügelt.</p>
<p>Als wär der dunkle Brunnen, der Gesang,<br />
vertrocknet unter scharfen Strahlen,<br />
und die genährt einst hat des Gottes Huld,<br />
des Mundes Blumen mußten fahlen.</p>
<p>Wo Rose übersonnt den Lilienschnee,<br />
zerschlagen hat die edle Vase<br />
die Niedertracht, der Mißgunst dumpfer Knecht,<br />
enthemmt vom Chloroform der Phrase.</p>
<p>Es ist vorbei. Der Völker Herz, es schlägt<br />
nicht mehr, ward Hertha aus der Brust gerissen<br />
von Klauen, scharf gewetzt am Totenmal,<br />
von dunklen Meuten totgebissen.</p>
<p>Sprach uns wie eine Laute, die nachtönt,<br />
läßt müde Hand sie los, daß wiederkehre<br />
die Seele noch, der Abendwind?<br />
Ein Schluchzen war’s, Gewürg der Leere.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Siehe:</em><br />
<em>Der Tod des Empedokles, Regie Danièle Huillet, Jean-Marie Straub (1987):</em><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.youtube.com/watch?v=2LIBvXmX4ww">https://www.youtube.com/watch?v=2LIBvXmX4ww</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/es-ist-vorbei/">Es ist vorbei</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/es-ist-vorbei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Abschied, dämmerweiche Welle</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/abschied-daemmerweiche-welle/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/abschied-daemmerweiche-welle/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 22:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied dämmerweiche Welle lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35863</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sanft von Seufzern aufgezehrter Hauch. Abschied, dämmerweiche Welle, weißen Schaum von Blüten hebend noch auf der Liebe hohe Schwelle. Abendrot, ein edler Purpursaum um ein ländlich blaues Linnen. Blumen, Sehnsucht nach des Mondes Tau. Glanz will noch zur Erde rinnen. Einsam bist, o Freund, du nun nicht mehr, Stimmen sind ja, die dich meinen, silbern [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/abschied-daemmerweiche-welle/">Abschied, dämmerweiche Welle</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sanft von Seufzern aufgezehrter Hauch.<br />
Abschied, dämmerweiche Welle,<br />
weißen Schaum von Blüten hebend noch<br />
auf der Liebe hohe Schwelle.</p>
<p>Abendrot, ein edler Purpursaum<br />
um ein ländlich blaues Linnen.<br />
Blumen, Sehnsucht nach des Mondes Tau.<br />
Glanz will noch zur Erde rinnen.</p>
<p>Einsam bist, o Freund, du nun nicht mehr,<br />
Stimmen sind ja, die dich meinen,<br />
silbern wie in Grotten wachen Schlafs<br />
fallen Tropfen, Wasser weinen.</p>
<p>Und sie rufen zärtlich, kehre heim,<br />
wo wie Glas hell tönt die Grille,<br />
aber ewig ihre Bläue wölbt<br />
überm Spiel der Schatten Stille.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/abschied-daemmerweiche-welle/">Abschied, dämmerweiche Welle</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/abschied-daemmerweiche-welle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Wunderkiste</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-wunderkiste/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-wunderkiste/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 22:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Wunderkiste Zeitgedichte komische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35856</guid>
		<description><![CDATA[<p>KUNST steht auf der Kiste, Versalien prangen. Greif hinein, fühl, wie der Zeitgeist tickt. Büsten Goethes, wüst durchbohrt von Stangen, die Menora, siebenmal geknickt. Regenbogenfarben Vibratoren, kaum berührt, erwacht ein dumpfer Klang wie von Schlegeln aufgeputschter Mohren, trommeln sie den Weißen Untergang. Eingelegt in Formaldehyd, erstarren Tiere mumienhaft in Glasvitrinen, Töten für die Kunst scheint [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-wunderkiste/">Die Wunderkiste</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>KUNST steht auf der Kiste, Versalien prangen.<br />
Greif hinein, fühl, wie der Zeitgeist tickt.<br />
Büsten Goethes, wüst durchbohrt von Stangen,<br />
die Menora, siebenmal geknickt.</p>
<p>Regenbogenfarben Vibratoren,<br />
kaum berührt, erwacht ein dumpfer Klang<br />
wie von Schlegeln aufgeputschter Mohren,<br />
trommeln sie den Weißen Untergang.</p>
<p>Eingelegt in Formaldehyd, erstarren<br />
Tiere mumienhaft in Glasvitrinen,<br />
Töten für die Kunst scheint woken Narren<br />
fast so schön wie baden in Latrinen.</p>
<p>Eine Miniatur der Sphinx, die golden<br />
ihren Arsch für Kitschvoyeure reckt.<br />
Der sich Musen hingab, Wollust holden,<br />
Fuchs hat sie im Wiener Wald entdeckt.</p>
<p>Doch zuunterst liegt ein Ding, ein schweres,<br />
einst bestimmt zum Ablauf von Urin,<br />
dann als Meisterwerk gekürt, ein hehres<br />
Vorbild für den postmodernen Spleen.</p>
<p>Hör, weshalb sie hier im Dunkeln dämmern,<br />
Mißgestalten, die kein Licht mehr preist:<br />
Sie erwarten Schlag auf Schlag von Hämmern,<br />
kühl vollführt von einem freien Geist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Zur Veranschaulichung:<br />
<em><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.alamy.de/fotos-bilder/damien-hirst-schaf-formaldehyd.html?sortBy=relevant">https://www.alamy.de/fotos-bilder/damien-hirst-schaf-formaldehyd.html?sortBy=relevant</p>
<p></a></em></em><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.arsmundi.de/ernst-fuchs-skulptur-die-sphinx-mit-dem-goldhelm-die-miniatur-bronze-teilvergoldet-916503/">https://www.arsmundi.de/ernst-fuchs-skulptur-die-sphinx-mit-dem-goldhelm-die-miniatur-bronze-teilvergoldet-916503/<br />
</a><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fountain_(Duchamp)#/media/Datei:Duchamp_Fountaine.jpg">https://de.wikipedia.org/wiki/Fountain_(Duchamp)#/media/Datei:Duchamp_Fountaine.jpg</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-wunderkiste/">Die Wunderkiste</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/die-wunderkiste/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auf der Flucht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/auf-der-flucht/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/auf-der-flucht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 22:07:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Auf der Flucht poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35853</guid>
		<description><![CDATA[<p>Gut, daß du früh ins Abseits bist entflohen, wo sanftes Gras im Abendwind erzittert, da nun im Haus der Väter Flammen lohen und das Gebälk der Träume jäh zersplittert. Zu Totholz, um das Parasiten zanken, ward, was du lasest, was du einst geschrieben. Sieh, wie an Dämons Drähten Schädel schwanken, die von der Musen schönen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/auf-der-flucht/">Auf der Flucht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gut, daß du früh ins Abseits bist entflohen,<br />
wo sanftes Gras im Abendwind erzittert,<br />
da nun im Haus der Väter Flammen lohen<br />
und das Gebälk der Träume jäh zersplittert.</p>
<p>Zu Totholz, um das Parasiten zanken,<br />
ward, was du lasest, was du einst geschrieben.<br />
Sieh, wie an Dämons Drähten Schädel schwanken,<br />
die von der Musen schönen Leibern blieben.</p>
<p>Grab, Dichter, dir in Gaias Tiefe Stollen,<br />
wie Tiere, scheue, die auf Stille sinnen.<br />
Lausch nicht den Seufzern, bang emporgequollen,<br />
laß ungerührt der Klage Quell verrinnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/auf-der-flucht/">Auf der Flucht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/auf-der-flucht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auch ein Teppich des Lebens</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/auch-ein-teppich-des-lebens/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/auch-ein-teppich-des-lebens/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 22:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Auch ein Teppich des Lebens Zeitgedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35850</guid>
		<description><![CDATA[<p>Eingewebt sind Blüten, Purpur wilder Reben, blassend oder glühend, in das stille Leben. An zerborstenen Mauern: weichen Wehens Ranken. Blumen, die verdämmernd auf Gewässern schwanken. Schwäne aber tunken Schlafes Flaum ins Wasser. Mond, ins Laub der Träume sinkt er blaß und blasser. Hirten, hingelagert auf den Bausch der Moose, singen, wie gerettet ward der Schönheit [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/auch-ein-teppich-des-lebens/">Auch ein Teppich des Lebens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eingewebt sind Blüten,<br />
Purpur wilder Reben,<br />
blassend oder glühend,<br />
in das stille Leben.</p>
<p>An zerborstenen Mauern:<br />
weichen Wehens Ranken.<br />
Blumen, die verdämmernd<br />
auf Gewässern schwanken.</p>
<p>Schwäne aber tunken<br />
Schlafes Flaum ins Wasser.<br />
Mond, ins Laub der Träume<br />
sinkt er blaß und blasser.</p>
<p>Hirten, hingelagert<br />
auf den Bausch der Moose,<br />
singen, wie gerettet<br />
ward der Schönheit Rose.</p>
<p>In der Ferne ragen<br />
blauer Nacht Zypressen.<br />
Gold von hohen Sommern<br />
bleibet unvergessen.</p>
<p>Sterne sind wie Tränen,<br />
die zur Erde quillen,<br />
um der Schwermut Becher<br />
noch mit Glanz zu füllen.</p>
<p>Säumt auch Nacht den Teppich,<br />
Schneelicht floß von droben.<br />
Schnee auf Orchideen,<br />
Vlies, aus Licht gewoben.</p>
<p>Daß kein dumpfer Zeitgeist<br />
das Gewirk zertrete,<br />
sein Gedächtnis schimmre,<br />
darum Dichter bete.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/auch-ein-teppich-des-lebens/">Auch ein Teppich des Lebens</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/auch-ein-teppich-des-lebens/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aura und Wind</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/aura-und-wind/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/aura-und-wind/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 22:03:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophische Sentenzen und Aphorismen]]></category>
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Aura und Wind Philosophische Sentenzen und Aphorismen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35837</guid>
		<description><![CDATA[<p>Philosophische Sentenzen und Aphorismen „Petra glaubt, daß Peter sie betrogen hat.“ „Die alten Griechen meinten, der Mond sei eine Verkörperung der Göttin Selene.“ „Wir wissen, daß der Mond der einzige Erdtrabant ist.“ „Christen glauben, daß sich der transzendente Sinn der Welt durch das Wunder der Inkarnation in ihr offenbart hat.“ Der Gedanke ist die Darstellung [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/aura-und-wind/">Aura und Wind</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Philosophische Sentenzen und Aphorismen<br />
</em><br />
„Petra glaubt, daß Peter sie betrogen hat.“<br />
„Die alten Griechen meinten, der Mond sei eine Verkörperung der Göttin Selene.“<br />
„Wir wissen, daß der Mond der einzige Erdtrabant ist.“<br />
„Christen glauben, daß sich der transzendente Sinn der Welt durch das Wunder der Inkarnation in ihr offenbart hat.“</p>
<p>Der Gedanke ist die Darstellung eines möglichen oder wirklichen Sinnzusammenhangs.</p>
<p>Gedanken sind komplex; ein Name wie „Petra“ enthält noch keinen Sinnzusammenhang, auch kein Prädikat wie „eifersüchtig“; ihre Zusammensetzung schon. Aber der eigentliche Gedanke besteht erst in der Setzung des Sinnzusammenhangs.</p>
<p>Um den Gedanken auszudrücken, verwenden wir einen epistemischen Ausdruck wie glauben, meinen, wissen und kleiden den Inhalt des epistemischen Ausdrucks in die abhängige Rede (glauben, meinen, wissen, daß p, wobei p einen möglichen oder wirklichen Sinnzusammenhang darstellt).</p>
<p>Zu glauben, daß p und nicht-p, heißt einen Pseudo-Gedanken zum Ausdruck bringen; denn es ist widersinnig zu meinen, daß es viele Erdplaneten gebe, aber der Mond der einzige sei.</p>
<p>Wenn Petra glaubt, daß Peter sie betrogen habe, Peter aber in Wahrheit der Freund einer anderen Frau ist, stellt der Inhalt ihres Glaubens nur scheinbar einen sinnvoll möglichen Sachverhalt dar; in Wahrheit ist er inkonsistent und daher ein Schein-Glaube.</p>
<p>Die wahre oder auch wahrheitswidrige Annahme Petras, ihr Freund Peter habe sie betrogen, ist nur sinnvoll in einer Welt, in der es Treue und Untreue als moralische Sachverhalte oder sinnvolle Lebenszusammenhänge gibt.</p>
<p>Wir können uns durchaus Lebenswelten vorstellen, in denen Treue und Untreue keine moralischen Sachverhalte darstellen; in diesen Welten gäbe es schlicht keinen Begriff für das, was wir Treue und Untreue nennen.</p>
<p>In einer Welt, in der Untreue nicht möglich wäre, gäbe es auch keine Treue.</p>
<p>In einer Welt, in der ein Paar aufgrund hormoneller Wirkmechanismen ein Leben lang aneinander gebunden wäre (vergleichbar der hormonellen Bindung der Drohnen untereinander und an die Bienenkönigin), wäre die Untreue eines Partners kein tadelnswertes moralisches Fehlverhalten, sondern das Symptom einer Erkrankung oder neuronalen Dysfunktionalität.</p>
<p>Der Dieb, dem man die böse Tathand abhackt, kann nicht mehr stehlen, aber auch nicht unter Beweis stellen, daß er nach Abbüßung seiner Strafe ein rechtschaffenes Leben zu führen willens ist.</p>
<p>Wenn Petra glaubt, Peter betrüge sie, obwohl sie überhaupt nicht mit ihm liiert ist, können wir auf wahnhaftes Denken schließen. – Der Glaube des Wahns ist demnach keineswegs ohne Sinn, aber schlicht irreal. Denn wäre Petra wirklich mit Peter liiert, wäre ihr Glaube, er sei ihr untreu, sowohl sinnvoll als auch nicht widervernünftig.</p>
<p>So gelangen wir von der irrealen Sinnhaftigkeit des Wahns zu einem angemessenen Begriff einer Vernunft, die sich sowohl auf sinnhafte Strukturen und Relationen als auch auf Realitäten bezieht oder beziehen kann.</p>
<p>Eine Welt, in der natürliche Phänomene wie die kosmischen Vorgänge, die Jahreszeiten, Zeugung, Geburt und Tod, der Flug der Vögel und das dichterische Wort offen für übernatürliche Ereignisse sind, nennen wir die mythische Welt.</p>
<p>In der mythischen Welt ist jedes natürliche Etwas mit einer Aura umgeben, die auf einen göttlichen Sinnbezug verweist. In der Quelle singt eine Nymphe, im Blitz spricht der Wille des Zeus, in der anmutsvollen tänzerischen Geste bezeugt sich die Nähe der Muse Erato, den Kuß der Liebe besiegelt die Liebesgöttin Aphrodite.</p>
<p>Die ihrer göttlichen Aura entkleideten Dinge sind gleichsam nackt, eindimensional, stumm. In der nichtmythischen Welt erscheint es widersinnig anzunehmen, die Mondgöttin Selene könne sich auf die Erde zum Hirten Ganymed begeben und ihn mit einem Kuß in einen somnambulen Zustand versetzen, in dem er mit ihr Kinder zeugt.</p>
<p>Daß mythisch erregte Völker die Abkunft ihrer Könige von der Gottheit Sonne herschrieben, ein Gedanke, der noch im erhabenen Symbolismus des barocken Herrscherkults nachklingt, erscheint uns ernüchterten Bewohnern der nichtmythischen Welt absurd, wahnhaft, zumindest unverständlich.</p>
<p>Das Messer der Guillotine hat nicht nur das Haupt des französischen Königs vom Leib getrennt, sondern gleichsam auch die in einem anderen Weltzustand gebildeten Nervenfasern des mythischen Denkens zerschnitten.</p>
<p>Der Mythos erzählt, Zeus habe sich in einen Schwan verwandelt und mit Leda neben anderen Kindern Helena gezeugt, die sich als fatale Ursache des trojanischen Krieges entpuppte. – Wir wissen um die realen Bedingungen sexueller Fortpflanzung, die nur zwischen einem männlichen und einem weiblichen Exemplar derselben Spezies möglich ist; und ebenso um die realen Ursachen von Kriegen wie den Kampf um knappe Ressourcen, die imperialen Ambitionen von großen Mächten oder die Suche nach Vergeltung für erlittene kollektive Kränkung.</p>
<p>Mit dem Glauben an die Inkarnation ist der Kern der christlichen Lehre berührt, einer Lehre, die nicht die mythische Welt, sondern die monotheistische des Judentums zur Voraussetzung hat. Nur einem allmächtigen Gott ist es möglich, das die Vernunft übersteigende Wunder zu vollbringen, sich in einem menschlichen Wesen zu inkarnieren, das heißt, seinen Körper nicht bloß als Maske und äußerliche Verpuppung zu benutzen, doch dabei den Existenzkern des Wesens vom physischen Schmerz bis zum Tod allerhöchstens zu imitieren, zu simulieren.</p>
<p>Nur in der christlichen Lehre finden wir Sinnzusammenhänge, die von Widersprüchen und Inkonsistenzen wie der Gegenwart des Ewigen im Zeitlichen oder der Anwesenheit des Unendlichen im Endlichen (Wunder der Eucharistie) nicht aufgezehrt werden.</p>
<p>Die zur Hure der Wissenschaft entartete Vernunft muß freilich Wunder wie die Offenbarung Gottes vor Abraham im brennenden Dornbusch oder die zeichenhaften Wunder Christi, vom Wunder der Inkarnation und der Auferstehung oder vom Pfingstwunder zu schweigen, als irrationale Träumereien einer unaufgeklärten Menschheit denunzieren. Die sich der Wissenschaft als ideologisches Sprachrohr verdingende Vernunft ist nicht nur antimythisch, sondern antijüdisch und antichristlich sui generis.</p>
<p>Als der mythische Sternengesang verstummte und die Quellen des Helikon versiegten, blieben dem Dichter die Hymnen an die Nacht.</p>
<p>Die Chöre der Engel waren lange verklungen, als Rilke seine Duineser Elegien schrieb.</p>
<p>Unter dem geisterfüllten Himmel eines Claude Lorrain treten die biblischen Gestalten in den Schatten antiker Pastoralen.</p>
<p>Ergreifend ist die Stimme des gequälten Verlaine, die bald lieblich mit dem Schaum auf Rokokodelphinen knistert, bald im Blut des Aufruhrs verröchelt.</p>
<p>Für die mürrische Haut des Aufgeklärten ist die mythische Aura nur ein lästiger Luftzug.</p>
<p>Jede antike Säulengattung hat ihre eigene Aura, ihre eigene seelische Atmosphäre. – Durch die betonierten Bauhaus-Kolonnaden bläst nur der Wind.</p>
<p>Vor dem verfallenen Grab des Vergil überkommt uns der Gedanke, daß wir selbst lange schon geistig tot sind.</p>
<p>Erst ist es die tönende Sonnenscheibe, dann die Sphärenharmonie, schließlich sind es, fern zwar, kaum mehr oder nur in Traumzuständen noch hörbar, die Chöre der Engel und am Ende die große stumme Leere jener unendlichen Räume.</p>
<p>Als wären wir Touristen des Daseins, auf den Borden schon eingestaubt der Nippes der Andenkenläden, und dann das gähnend immer wieder ausgedehnte Reden und Reden über jenen Strand, jene Bucht, jene Insel, an deren Namen man sich nicht mehr erinnert.</p>
<p>Geistig matt, seelisch abgestorben – aber sie quasseln noch immer begeistert von den jugendlichen Drogenvisionen, die ähnlich klischeehaft waren wie die Bilder der Reiseveranstalter, mit denen sie in nie gesehene Paradiese locken wollen.</p>
<p>Bei den bärtigen Pseudo-Propheten und ungut riechenden George-Nachfolgern in Gesundheitslatschen wirkt das gewollt Erhabene unfreiwillig lächerlich oder banal.</p>
<p>Schmalzige Jünglinge, die mit von Sirup und Wermut belegter Stimme ekstatisch oder bedeutungsheischend gedehnt rezitieren.</p>
<p>In der klaffenden Wunde, da, wo man gleichsam das Dritte Auge herausoperiert hat, eitert der Kitsch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/aura-und-wind/">Aura und Wind</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/aura-und-wind/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Claude Lorrain</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 22:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Claude Lorrain philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35825</guid>
		<description><![CDATA[<p>Allem sprichst du freundlich zu: Umwinde, was an Schatten dich umseufzt, umrankt, mit meiner Blicke blütenhellem Zittern. Wo auf lichten Wellen Sehnsucht schwankt, bläht sich weißes Segel weich im Winde, grünt Efeu schon an filigranen Gittern. Die Tiere gehen leicht, wie Wolken gehen, derselbe klare Dunst, der beide trägt, läßt, was entschwindet, liebend auferstehen. Die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/">Claude Lorrain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Allem sprichst du freundlich zu: Umwinde,<br />
was an Schatten dich umseufzt, umrankt,<br />
mit meiner Blicke blütenhellem Zittern.</p>
<p>Wo auf lichten Wellen Sehnsucht schwankt,<br />
bläht sich weißes Segel weich im Winde,<br />
grünt Efeu schon an filigranen Gittern.</p>
<p>Die Tiere gehen leicht, wie Wolken gehen,<br />
derselbe klare Dunst, der beide trägt,<br />
läßt, was entschwindet, liebend auferstehen.</p>
<p>Die Ziegen, Schafe, Rinder wandeln frei,<br />
kein Pferch beengt, kein Brandmal wird geprägt,<br />
sie fesselt einzig Wohllaut der Schalmei.</p>
<p>Er aber ragt in bläulichem Gewande,<br />
ein Gärtner wie für Edens Überfluß,<br />
und vor ihm kniet die schönste der Marien –</p>
<p>jetzt salbt sie ihn mit ihres Blickes Kuß.<br />
Die Scherstern stehen staunend noch am Rande,<br />
leer ist das Grab, entrückt, die sterbend schrien.</p>
<p>Ascanius hat den Bogen straff gespannt,<br />
doch lässest du das Purpurrot nicht rinnen,<br />
der heilige Hirsch schaut ruhig nur, gebannt.</p>
<p>Du überwölbst den Abgrund mit dem Schein<br />
von sanften Flammen. Heiteres Besinnen<br />
schenkst du wie milde Sonnen dunkler Wein.</p>
<p>Die uns den Geist, das müde Herz zerstücken,<br />
die rohen Bilder, trüber Sud des Wahns,<br />
kann uns das Auge noch dein Dämmer feuchten,</p>
<p>die Ufer, zart gesäumt vom Schnee des Schwans?<br />
Wird deine Pastorale je entzücken,<br />
die stieren, wenn Kadaver faulig leuchten?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Siehe auch:<br />
</em><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://sammlung.staedelmuseum.de/de/werk/landschaft-mit-christus-der-maria-magdalena-erscheint">https://sammlung.staedelmuseum.de/de/werk/landschaft-mit-christus-der-maria-magdalena-erscheint<br />
</a><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Landscape_with_Ascanius_Shooting_the_Stag_of_Sylvia#/media/File:Ascanius_Shooting_the_Stag_of_Sylvia_1682_Claude_Lorrain.jpg">https://en.wikipedia.org/wiki/Landscape_with_Ascanius_Shooting_the_Stag_of_Sylvia#/media/File:Ascanius_Shooting_the_Stag_of_Sylvia_1682_Claude_Lorrain.jpg</a></p>
<p><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.meisterdrucke.com/kunstdrucke/Claude-Lorrain/267259/Pastorale-Landschaft,-1645.html">https://www.meisterdrucke.com/kunstdrucke/Claude-Lorrain/267259/Pastorale-Landschaft,-1645.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/">Claude Lorrain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Unerfüllt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/unerfuellt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/unerfuellt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 22:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Unerfüllt Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35820</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ob es eine unerfüllte Sehnsucht ist, die einen Menschen wahnsinnig macht? (Ich dachte an Schumann, aber auch an mich.) Ludwig Wittgenstein &#160; Auch wenn die Blume Wort sich aufgetan, spät schien ihr Lächeln noch, das wehmutbleiche, verströmte keinen Duft ihr Mund, der weiche, wie blauen Hauch im Schnee der Enzian. Und lauschtest du im Dunkel, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/unerfuellt/">Unerfüllt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ob es eine unerfüllte Sehnsucht ist, die einen Menschen wahnsinnig macht?<br />
(Ich dachte an Schumann, aber auch an mich.)<br />
</em><br />
Ludwig Wittgenstein</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch wenn die Blume Wort sich aufgetan,<br />
spät schien ihr Lächeln noch, das wehmutbleiche,<br />
verströmte keinen Duft ihr Mund, der weiche,<br />
wie blauen Hauch im Schnee der Enzian.</p>
<p>Und lauschtest du im Dunkel, ob ein Quell<br />
im dürren Gras, im dürstenden, entspringe,<br />
ein Vogel süß im Laub des Dämmers singe,<br />
schlug dir nur jäh Pans Huf ans Trommelfell.</p>
<p>Dir blieben, Dichter, tauben Nervs Chimären,<br />
ein Rauch, der aus der Sehnsucht Asche weht,<br />
nur ausgelöschte Augen edler Sprossen.</p>
<p>Getrübtes Bildnis läßt sich nicht verklären.<br />
Es ätzte ein Erinnerungssekret<br />
das Inkarnat, vom Reimvlies einst umflossen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/unerfuellt/">Unerfüllt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/unerfuellt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der getrübte Augenblick</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 22:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der getrübte Augenblick philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35811</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die im Frühlicht singen, orphisch stammeln, ahnen nicht, daß aller Laut erlischt, wenn die Nacht die Bitterkräuter mischt in den Honig, den Tagwesen sammeln. Glücklich, die, verschont vom Todesgrauen, sich in stiller Bläue Nester bauen. Alle Tage hat Kairos verdichtet, alle Sommer bündeln sich zum Strahl, und der Sehnsucht dunkles Muttermal ist von feuchtem Tauglanz [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/">Der getrübte Augenblick</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die im Frühlicht singen, orphisch stammeln,<br />
ahnen nicht, daß aller Laut erlischt,<br />
wenn die Nacht die Bitterkräuter mischt<br />
in den Honig, den Tagwesen sammeln.</p>
<p>Glücklich, die, verschont vom Todesgrauen,<br />
sich in stiller Bläue Nester bauen.</p>
<p>Alle Tage hat Kairos verdichtet,<br />
alle Sommer bündeln sich zum Strahl,<br />
und der Sehnsucht dunkles Muttermal<br />
ist von feuchtem Tauglanz schon durchlichtet.</p>
<p>Uns zerläuft der Augenblick in Ringen,<br />
die an schroffer Norne Stirn zerspringen.</p>
<p>Sorge nährt uns, eine düstre Amme,<br />
Schwermut, reife Traube, purpurn, süß,<br />
ungepflückter Traum vom Paradies,<br />
bis das Mark verzehrt hat Dämons Flamme.</p>
<p>Wenn sich Sänge abendlich erheitern,<br />
tragen stumm wir heim die Last von Scheitern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/">Der getrübte Augenblick</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tier und Mensch</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/tier-und-mensch/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/tier-und-mensch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 22:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophische Sentenzen und Aphorismen]]></category>
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Tier und Mensch Tier-Mensch-Unterschied Philosophie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35805</guid>
		<description><![CDATA[<p>Philosophische Sentenzen und Aphorismen „Wo sind die Hände der Vögel?“, fragt das Kind. * Auch bei den Vögeln scheint es sublime Sänger und vulgäre Krächzer zu geben. * Der semantische Abgrund zwischen dem bedeutungsgebundenen Verlauten der menschlichen Stimme, ob auf Suaheli oder Englisch, ob heiser oder wie geölt, ob stotternd oder fließend, und dem bedeutungslosen, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/tier-und-mensch/">Tier und Mensch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Philosophische Sentenzen und Aphorismen</em></p>
<p>„Wo sind die Hände der Vögel?“, fragt das Kind.</p>
<p>*</p>
<p>Auch bei den Vögeln scheint es sublime Sänger und vulgäre Krächzer zu geben.</p>
<p>*</p>
<p>Der semantische Abgrund zwischen dem bedeutungsgebundenen Verlauten der menschlichen Stimme, ob auf Suaheli oder Englisch, ob heiser oder wie geölt, ob stotternd oder fließend, und dem bedeutungslosen, aber sinnvollen Vogelgezwitscher.</p>
<p>*</p>
<p>Der ontologische Abgrund zwischen dem gleichsam geraden, unbezweifelten, bis in den Tod bejahten Leben der Tiere und dem gleichsam schief in die Welt gestellten, leicht vom Zweifel angekränkelten, vom Wissen um die Kontingenz und den Tod angefochtenen des Menschen.</p>
<p>*</p>
<p>Die Maskenhaftigkeit des Tiergesichts und unsere seltsame Art, uns mittels physiognomischer Nachforschungen zu erinnern; ebenso halbbewußt immerfort mittels Lächeln, Zucken, Zwinkern, Naserümpfen, Zungenspitzen, Lippenkräuseln und tausend andere physiognomische Taschenspielertricks das Gemeinte oder gar das eigentlich Gemeinte herauszustreichen.</p>
<p>Der Wolf, der Hengst, der Affe mag im Rudel, der Herde, der Horde herabgestuft werden, aber er verliert nicht wie der entehrte Mensch sein Gesicht.</p>
<p>Nein, sie lächeln nicht, wenn sie sich freuen, weinen nicht beim Verlust des Liebsten.</p>
<p>Den Leichnam, den wir rituell bestatten, lassen sie verwesen.</p>
<p>*</p>
<p>Leuchtkäfer, wie vom Elan vital gleichsam immer neu angezündete und wieder ausgelöschte Blicke, die in die Nacht des Bedeutungslosen glimmen.</p>
<p>Kafkas Käfer oder der Mensch im Bewußtsein seiner Weltfremdheit ist über sich selbst entsetzt.</p>
<p>*</p>
<p>Die tierischen Organismen scheinen Inkarnationen und Metamorphosen einer universellen kosmischen Intelligenz, die vor allem in der Intensität und Differenziertheit der sinnlichen Wahrnehmung wahre Gipfel erreicht.</p>
<p>Ein Laut, ein Schatten, ein Flimmern genügt, um sie zu orientieren und ihr Verhalten sinnvoll zu konditionieren.</p>
<p>Die Taube weiß um die Zeit, da jener Schatten, von dessen Menschsein sie nichts ahnt, an der Gardine nestelt, und sie stürzt sich stracks hinab, um die erwarteten Körner, die er auf den Hof streut, aufzupicken.</p>
<p>Was wir am tierischen Verhalten zu verstehen meinen, so wie wir artikulierte Laute als Mitteilungen verstehen, sind Projektionen unserer Erwartungen, erfüllter und enttäuschter Wünsche, Traumbildern nicht unähnlich.</p>
<p>*</p>
<p>Der Dackel, der auf den Ruf „Resi“ aufgeregt wedelt oder zu dem Rufer eilt, weiß nicht, daß er „Resi“ heißt. – Er kann sich nicht sagen „Resi war lieb, deshalb bekommt sie von Herrchen ein Leckerli“, so wie das Kind auffordernd sagt: „Peter lieb, Peter Schokoeis!“</p>
<p>*</p>
<p>Wir leihen dem Engel Flügel, dem Leviathan die Gestalt des Wals, dem Satyr eine Mischgestalt aus Mensch und Ziegenbock. – Hier sehen wir den urtümlichen Symbolismus des menschlichen Geistes am Werk, der zur Steigerung seiner Ausdruckskraft neben den Elementen und den Blumen, Bäumen, Früchten immer wieder auf Gestalt und Lebensform der Tiere zurückgreift.</p>
<p>Jesaia läßt sechsfach geflügelte Engelswesen vor dem Thron des Herrn ihr Hosianna ausrufen.</p>
<p>Die Tiergötter der Ägypter oder Inder sind keine Zeugnisse einer niederen Kulturstufe, sondern sublime Bilder des Unbewußten.</p>
<p>Baudelaire halluziniert im tierhaften Aas die Häßlichkeit des im Unkeuschen verwesenden Fleisches.</p>
<p>*</p>
<p>Die Illusion, der Grad der genetischen Übereinstimmung gewährleiste eine hermeneutisch leicht aufschließbare seelische Verwandtschaft, ist nicht minder trügerisch wie der Glaube, Affen könnten die menschliche Schrift erlernen, weil sie auf Sprachzeichen zu tasten konditioniert werden.</p>
<p>*</p>
<p>Das Punctum saliens oder der ontologische Sprung ermißt sich aus der Differenz des Terminus „Erzeuger“ und des Namens „Vater“.</p>
<p>„Vater“ ist der Inbegriff des von kulturellen Institutionen und Sitten überformten Geschlechtslebens, mit all seinen rechtlichen und metaphysischen Implikationen, vom Erbrecht bis zum Herrengebet.</p>
<p>Die Taube brütet mit dem Täuberich die befruchteten Eier aus, doch die flügge gewordenen Jungvögel kümmern sie nicht mehr.</p>
<p>Wie fern allem animalischen Sich-Schlängeln, Sich-Winden, Kriechen: Stabat mater oder die Mutter Jesu vor dem gekreuzigten Sohn.</p>
<p>*</p>
<p>Wozu Dichtung, wenn eine algorithmisch scharfgestellte Signalgebung genügte?</p>
<p>Wozu das Wohltemperierte Klavier, wenn animalisches Grunzen genügte?</p>
<p>Wozu die sublimen Lichtspiele im Garten eines Claude Monet, wenn der Purpur auf der Haut der Verführten genügte?</p>
<p>*</p>
<p>Tiere können in Not geraten, entarten und elend krepieren, aber nicht am Leben scheitern.</p>
<p>Tiere töten, um zu überleben, aber leben nicht, um zu töten.</p>
<p>*</p>
<p>Elite und Hierarchie sind soziologische Begriffe, nicht wie Dominanzstellung und Hackordnung ethologische.</p>
<p>Mensch und Humanität sind keine zoologischen Begriffe.</p>
<p>Mann und Frau sind biologische, Vater und Mutter kulturhistorische Begriffe.</p>
<p>Dummheit leugnet den biologischen Unterschied von Mann und Frau und die Bipolarität der Geschlechter; Bosheit den ontologischen und semantischen Rang von Vaterschaft und Mutterschaft oder den kulturellen Wert der auf Monogamie gegründeten Familie.</p>
<p>*</p>
<p>Wären Kulturen, wie Spengler meinte, seelisch in sich abgeschlossene Gestaltungsräume, wie mittels Übersetzung von der sogenannten faustischen in die sogenannte apollinische dringen?</p>
<p>Welcher Illusion oder Selbsttäuschung säßen wir auf, wenn wir die Äneis des Vergil im Original und a fortiori in einer deutschen Übersetzung lesen?</p>
<p>Ist die betrachtende Deutung des Torso von Apoll im Gedicht Rilkes nichts als eine Art geistiger Luftspiegelung?</p>
<p>*</p>
<p>Menschen können Absichten hegen und sie durch zweckgerichtetes Handeln verwirklichen. – Absichten sind keine geheimnisvollen Vorgänge im sogenannten Mentalen oder verborgene Hirnaktivitäten, sondern wahrnehmbare Ereignisse im sozialen Raum: Einer ruft dem Ober zu: „Bitte zahlen!“ Die Anwesenden erkennen, daß er die Absicht hat, die Tafel zu verlassen.</p>
<p>Die Taube auf dem Dach hat nicht die Absicht, die ausgestreuten Körner aufzulesen, sie ist darauf konditioniert, sich herabzustürzen, sobald sie ihrer ansichtig wird. – Könnte sie sprechen, würde sie nicht sagen: „Ich habe vor, die ausgestreuten Körner aufzupicken.“</p>
<p>Wir äußern Sätze in der Absicht, daß andere verstehen, was wir beabsichtigen oder damit sagen wollen. – Die Taube hat kein Gegenüber, dem sie etwaige Absichten zu erkennen geben will. – Der Kater, der zwecks einer späteren Verköstigung die erlegte Maus verbuddelt, tut dies nicht in der Absicht, der Katze, die ihn, wie er bemerkt hat, heimlich beobachtet, zu imponieren und zu zeigen, wie gewitzt er ist. Die Katze würde ja seine Absicht, ihr dies kundzutun, keinesfalls honorieren, sondern, sobald er sich aus dem Staub gemacht hat, die versteckte Beute ausgraben und selbst verzehren.</p>
<p>Die von uns kundgetanen sprachlichen Äußerungen stehen in einer internen Relation zu den jeweiligen Absichten ihrer Kundgabe.</p>
<p>*</p>
<p>Für das Tier ist ein jeder Tag derselbe Tag. Dagegen treiben wir nicht, wie man so sagt, in einem anonymen Strom der Zeit, sondern gliedern das spezifisch humane Zeitbewußtsein unentwegt in wechselnden Horizonten von Erinnerungen und Erwartungen. Mag der angehäufte Hügel erfüllter und enttäuschter Erwartungen auch stetig wachsen, wir stehen nie am endgültig erreichten Gipfel: wir können nicht alle Phasen des Erlebten beispielsweise nach Altersstufen einordnen und rubrizieren, um ihnen ein für allemal einen unantastbaren Seins- und Erinnerungswert zuzuweisen.</p>
<p>*</p>
<p>Tiere messen sich keinen intrinsischen Wert zu. Wir aber bewegen uns in sozialen Räumen, in denen der zugesprochene oder abgesprochene Status, die Formen von Inklusion und Exklusion von wesentlicher Bedeutung sind. Das vom ranghöheren Männchen zurechtgewiesene Gruppenmitglied fühlt sich nicht gekränkt oder stigmatisiert, sondern fügt sich gleichsam schicksalsergeben in seine Lage. Wie anders der mit einem Stigma gekennzeichnete aus der Gruppe (der Familie, der Sippe, dem Verein, der Religionsgemeinschaft) ausgeschlossene Mensch.</p>
<p>Das Gefühl der Entwertung und Kränkung vermag ganze Nationen heimzusuchen und damit geschichtsmächtig zu werden; so ist das Datum des 30. Januar 1933 nicht zu begreifen ohne das kollektive Gefühl der Kränkung Deutschlands in Folge des Versailler Vertrags.</p>
<p>*</p>
<p>Langweilt sich die Katze, die wie eine hellenistisch elegante Statue regungslos am Fenster hockt und mit leerem Blick den des albern auf sie einquasselnden Passanten konterkariert? – Was Pascal und Baudelaire Ennui nennen, ist ein menschliches Spezifikum, eine exotisch fahle Blume, die nur auf dem Humus der Conditio humana gedeiht.</p>
<p>*</p>
<p>Die Maus mag panischen Schrecken verspüren, wenn sie des lautlos herangleitenden Schattens der Eule über ihr gewahr wird; aber keiner Maus und keinem anderen Tier würden wir jene Geisteskrankheit zusprechen, die der Psychiater Psychose mit dominantem Verfolgungswahn nennt.</p>
<p>*</p>
<p>Tiere mögen wie der in einen Hühnerstall eingedrungene Fuchs in einen Blutrausch geraten; aber nur Menschen sprechen wir eine antisoziale Haltung zu, nur von Menschen sagen wir, daß sie Verbrechen begehen.</p>
<p>*</p>
<p>Historische Kategorien wie Arbeit und Krieg, Macht und staatliche Herrschaft vertiefen auf prägnante Weise den ontologischen und semantischen Unterschied zwischen Tier und Mensch.</p>
<p>Die Vögel bauen ihr Nest; doch ihr Bau und „Eigenheim“ erfüllt nicht die Kriterien unseres Begriffs von Eigentum: Sie können es weder vermieten oder verkaufen noch vererben; der Nestbau durchläuft in der Generationenfolge keinen Wandel kunstgeschichtlicher Stilformen wie Gotik, Barock, Klassizismus oder Jugendstil.</p>
<p>Ein Volk von Termiten mag ein Volk von Ameisen überfallen und besiegen; doch wird der Sieger die Besiegten nicht versklaven.</p>
<p>Es kam noch von keinem Bienenstaat die Kunde, es habe sich in jenen Tagen ein Aufstand, vergleichbar dem Aufstand unter Spartacus oder der Französischen Revolution, ereignet, aufgrund dessen die Monarchie gestürzt und eine republikanische Ordnung ins Leben gerufen worden sei.</p>
<p>Bienenstaat ist eine ebenso verführerische und gleisnerische wie verfängliche Metapher wie Bienenkönigin oder Schwänzeltanz der Bienen. Noch keine Bienenkönigin wurde von den Häschern einer Rivalin vergiftet oder zur Abschreckung ihres bisher ihr ergebenen Volkes öffentlich hingerichtet. – Die Bienen tanzen nicht, sondern vollführen Bewegungsmuster zur Orientierung ihrer Schwestern; es handelt sich nicht um zweckfreie ästhetische Tanzformen, die sich je nach Zeitgeschmack grundlegend, etwa vom gezierten Menuett bis zum wilden Ausdruckstanz, ändern können.</p>
<p>*</p>
<p>Wölfe, Katzen, Hunde mögen ihr Revier durch Absonderung von hormonhaltigen Stoffen im Urin markieren; aber diese Markierungen erfüllen nicht die Kriterien zweckvoll entwickelter Zeichen wie unsere Wegmarken und Schriftzeichen, die im Gegensatz zu den Marken animalischen Ursprungs immer auch einen semantischen Gehalt haben wie der Richtungspfeil oder der mit einem Pfeil versehene Schriftzug „Zur Waldkapelle“.</p>
<p>*</p>
<p>Sich als Protuberanz zentralnervöser Aktivitäten oder als biologische Maschine zu verstehen ist das Symptom einer Geisterkrankheit, die heute den zweifelhaften Ruhm einer Pseudo-Wissenschaft einheimst.</p>
<p>*</p>
<p>Gewiß haben Tiere Emotionen, Erwartungen und Befürchtungen, doch können wir diese keiner Instanz zuordnen, die unseren Maßstäben und Kriterien für das Dasein eines Selbstbewußtseins entspricht.</p>
<p>Wenn der Schizophrene davon spricht, seine Gedanken würden ihm von einer fremden Macht diktiert, wissen wir, daß sein Selbst gleichsam porös und löchrig geworden ist, während der Gesunde seine Gedanken nicht von sich ablöst, sondern in ihnen webt und lebt.</p>
<p>Der Biber mag nach seiner Rückkehr den Bau nach Spuren eines realen Eindringlings untersuchen; der Schizophrene untersucht seine elektrischen Geräte nach manipulativen Eingriffen eines imaginären Verfolgers. – Sein Verhalten ist nicht sinnlos, aber unvernünftig.</p>
<p>So gelangen wir auf dem Umweg über die Erklärung wahnhaften oder psychotischen Fühlens und Denkens zu einem erweiterten Begriff der Vernunft (zurück), der unser Verständnis der ontologischen und semantischen Unterschiede zwischen Tier und Mensch vertieft. – Erweitert dürfen wir ihn nennen, wenn wir nicht nur die rechnende Verstandestätigkeit, sondern auch das Selbstgefühl, die Phantasie sowie das Erinnerungs- und Sprachvermögen in ihn einschließen.</p>
<p>Man könnte versucht sein zu sagen, die Maus beziehe die ihr von der heranschwebenden Eule drohende Gefahr auf ihr Leben, kurz auf „sich“ oder der sich auf die Brust schlagende Gorilla drücke damit aus, er sei hier der Herr, habe hier das Sagen. Doch können wir die Fluchtbewegung der Maus und die herrische Geste des Affen auch ohne Bezugnahme auf eine Form des Selbstbewußtseins erklären und verstehen; dagegen nicht die schamvolle Reaktion des Passanten, der einem anderen versehentlich, ja ohne daß dieser es bemerkte, auf den Fuß getreten ist.</p>
<p>Selbstbezogene Reaktionsmuster wie Unsicherheit, Verlegenheit, Scham und Selbstzweifel angesichts eines realen oder auch nur eingebildeten Versagens treffen wir bei Tieren nicht an; der Affe mag bei der Aufgabe, zur Erlangung der Banane einen Stock oder mehrere aufeinander zu stapelnde Kisten zu Hilfe zu nehmen, versagen; aber er wird, sieht er sein Geschwister die Aufgabe spielend lösen, nicht in Verlegenheit geraten, sich vor Scham in den Winkel zurückziehen und an seiner Intelligenz und seinem Wert zweifeln.</p>
<p>*</p>
<p>Wir sehen durch eine Scheibe, die in gewissen Zeitabständen die Farbe wechselt, Rot, Grün, Blau, auf eine Landschaft; schließlich erscheint die Scheibe farblos und transparent. Mit welchem Recht können wir sagen, jetzt sähen wir die Dinge da draußen, wie sie „wirklich“ sind?</p>
<p>Wir könnten damit folgendes meinen: Die Sicht durch die farbige Scheibe repräsentiert unsere Wahrnehmung, die infolge krankhafter Selbstbezogenheit wie bei starkem Selbstzweifel oder paranoider Angst verzerrt erscheint; während uns die gesunde oder gelassene Haltung eine gewisse Klarsicht verschafft.</p>
<p>Hat, was wir mit „ich“ meinen, einen bestimmten Ort, beispielsweise in diesem oder jenem Hirnareal? – Dies scheint genauso absurd wie anzunehmen, das Lächeln meines Gegenübers sei die Folge eines von außen nicht sichtbaren „Feuerns von Neuronen“ in seinem Gehirn, das seinerseits von meinem Lächeln stimuliert worden ist. Ich würde demnach angesichts der Tränen im Angesicht meines Gegenübers mit einem anderen und anderswo im Gehirn lokalisierten Feuern von Neuronen reagieren. Aber ich bin dabei derselbe wie jener, der das Lächeln mit einem Lächeln quittierte.</p>
<p>*</p>
<p>Der alte Hund des Odysseus erkennt ihn nach seiner Rückkehr nach Ithaka ohne weiteres wieder, während selbst die Gemahlin Nausikaa seine Identität erst nach der Offenbarung seiner intimen Kenntnisse aus ihrem Eheleben erkennt und anerkennt. – Aber der Hund selbst, er ist gealtert, gebrechlich, und sterbend legt er sich zu seines Herren Füßen; doch könnten wir von ihm wie auch von keinem anderen Tier sagen, er habe sich auf der Grundlage langer Erfahrung und der Bewältigung mancher Krisen charakterlich stark verändert oder sei geistig und sittlich gereift.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/tier-und-mensch/">Tier und Mensch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/tier-und-mensch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Pfad ins Abendrot</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/pfad-ins-abendrot/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/pfad-ins-abendrot/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 22:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Pfad ins Abendrot philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35803</guid>
		<description><![CDATA[<p>So wandeln wir den Pfad ins Abendrot, wo Moose unsre Schritte dämpfen. Wie Nachtviolenduft scheint süß der Tod, Ruh, tiefe Ruh nach all den Kämpfen. Noch glühen Tropfen Lichts im Dämmerlaub, und wenn sie fallen, seufzt die Erde. Uns hat der Vers gewirbelt, goldner Staub, Eratos liebliche Gebärde. Und hüllt uns ein die Nacht in [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/pfad-ins-abendrot/">Pfad ins Abendrot</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>So wandeln wir den Pfad ins Abendrot,<br />
wo Moose unsre Schritte dämpfen.<br />
Wie Nachtviolenduft scheint süß der Tod,<br />
Ruh, tiefe Ruh nach all den Kämpfen.</p>
<p>Noch glühen Tropfen Lichts im Dämmerlaub,<br />
und wenn sie fallen, seufzt die Erde.<br />
Uns hat der Vers gewirbelt, goldner Staub,<br />
Eratos liebliche Gebärde.</p>
<p>Und hüllt uns ein die Nacht in schwarzen Samt,<br />
sei er bestickt mit Blüten, weißen.<br />
Die Sonne sank, die unser Lied entflammt,<br />
Mond schenkt ihm noch ein fahles Gleißen.</p>
<p>Der Schatten löst sich ab vom Leichnam jäh<br />
und wandert noch allein ein Weilchen.<br />
Doch kehrt er um, als ob er weinen säh<br />
von ihm verdunkelt holde Veilchen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/pfad-ins-abendrot/">Pfad ins Abendrot</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/pfad-ins-abendrot/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der wundersame Parasit</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-wundersame-parasit/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-wundersame-parasit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 22:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der wundersame Parasit komische Gedichte philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35798</guid>
		<description><![CDATA[<p>Das Untier, wulstig, einem Wurme gleich, klebte ihm im Nacken, trank aus der Vene Schluck um Schluck, das heiter machte, Blut. Das war keine Staubgespinst, ihm höhlten die Augen fahle Glut und kalte Flammen, daß Schrecken schmolz und Wollust fror. Sie sagten, er selber habe es erzeugt, entsprungen sei es seinem Geist, dem kranken, und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-wundersame-parasit/">Der wundersame Parasit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Untier, wulstig, einem Wurme gleich,<br />
klebte ihm im Nacken, trank aus der Vene<br />
Schluck um Schluck, das heiter machte, Blut.<br />
Das war keine Staubgespinst, ihm höhlten<br />
die Augen fahle Glut und kalte Flammen,<br />
daß Schrecken schmolz und Wollust fror.<br />
Sie sagten, er selber habe es erzeugt,<br />
entsprungen sei es seinem Geist, dem kranken,<br />
und reichten ihm die lila Kügelchen.<br />
Doch hat er eins geschluckt, vernahm er bald<br />
das Schluchzen wilder, fühlte Tropfen Chroms<br />
übers Rückgrat rinnen, warm ins Mark.<br />
Die Ärzte kennen nur der Seele Schale,<br />
die trübe waschen sie mit bittrer Lauge.<br />
Sie sehen nicht die Risse, die subtilen,<br />
in denen unaustilgbar feinster Schleim<br />
von Amöben ungeheuren Lebens wimmelt.<br />
Den Unheilsgast, er ließ ihn sich nicht nehmen<br />
und atzte ihn mit zahmer Pflanzenkost,<br />
Kresse, Boretsch, Kerbel, Sauerampfer,<br />
die dunkle Vene mochte sich erhellen.<br />
Ihn hüllte müßig Schlürfen ein und Schmatzen,<br />
wenn er mit Pindar Schnee sah auf den Gipfeln,<br />
den Schaum der Meere glitzern mit Homer,<br />
und mit Vergil Camillas Panzer blitzen.<br />
Doch als er im Ovid blindlings geblättert,<br />
gab dies dem lahmen Dämon einen Kick:<br />
Er sprang ihm jählings von der Schulter. Schon<br />
hat behend im Vorhang er gebaumelt,<br />
ein antiker Sphinx en miniature<br />
mit Brüsten spitz und Nachtigallenkrallen.<br />
Die Brüste tönten wie gewiegte Glocken,<br />
die Krallen kratzten Seufzer aus dem Samt.<br />
„Du glaubst, du bist mich los!“ War’s nicht die Stimme,<br />
die einst ihn girrend in die Schilfnacht zog,<br />
von Mondes scharfer Sichel überschwirrte?<br />
„O nein, zuerst mußt du das Rätsel lösen,<br />
soll ich nicht länger um dein Haupt gespenstern.<br />
Nun, Tagwesen denk’s: Was kriecht daher<br />
am Morgen, erhebt sich mittags in die Lüfte,<br />
hängt schließlich starr im Spinnennetz der Nacht?“<br />
Er wußte es sogleich: Die Raupe kriecht ja<br />
früh von Blatt zu Blatt, sie frißt, wird fett,<br />
die Sonne wandelt sie in einen Falter,<br />
der Anmut Bild, der Dichtkunst Doppelgänger,<br />
der in den Trug der blauen Sehnsucht schwebt<br />
und dämmert’s sich ins Netz der Norn verstrickt.<br />
Er biß sich auf die Lippen, Idiot der Liebe,<br />
schwieg, daß ihn sein Parasit nicht lasse,<br />
und er dann einsam und gedächtnislos<br />
nur eines möchte: schlafen, dämmern, schlafen.<br />
So hat die Sphinx gespenstisch sich zurück-<br />
gestaltet in den Wurm, den windigen,<br />
und hielt ihn wach mit Saugen, Schlucken, Schluchzen.<br />
Gern wandelt er im Park der Anstalt nun,<br />
wohin er wehrlos lächelnd ward verbracht,<br />
erfreut am Flattern sich der Ephemeren,<br />
die rätselschöner Knospen Schein behext.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-wundersame-parasit/">Der wundersame Parasit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-wundersame-parasit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vor dem Katarakt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/vor-dem-katarakt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/vor-dem-katarakt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 22:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Vor dem Katarakt philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35795</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wasser, wie sie knisternd glimmen vor dem Katarakt, dem jähen. Wie sich trunken Geister blähen, die zum dunklen Abgrund schwimmen. Knospen, wie sie bang erbleichen vor dem rauhen Ruf der Schnitter. Verse, ach, sie schmecken bitter, wenn sie unsren Nächten gleichen. Seelen, die nach Angeln schnappen mit dem Köder toter Worte. Wüsten, einst ergünte Horte, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/vor-dem-katarakt/">Vor dem Katarakt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wasser, wie sie knisternd glimmen<br />
vor dem Katarakt, dem jähen.<br />
Wie sich trunken Geister blähen,<br />
die zum dunklen Abgrund schwimmen.</p>
<p>Knospen, wie sie bang erbleichen<br />
vor dem rauhen Ruf der Schnitter.<br />
Verse, ach, sie schmecken bitter,<br />
wenn sie unsren Nächten gleichen.</p>
<p>Seelen, die nach Angeln schnappen<br />
mit dem Köder toter Worte.<br />
Wüsten, einst ergünte Horte,<br />
wo geweht das Lilienwappen.</p>
<p>Glieder, die sich blind umschlingen,<br />
wild gepeitscht von Gottes Ruten.<br />
Verse, die nicht wollen bluten,<br />
wenn auch Bisse in sie dringen.</p>
<p>Dichter, wirf die blauen Blüten<br />
in die Flut, sieh, wie sie treiben.<br />
Wohlgestalt kann hier nicht bleiben,<br />
und kein Duft der schönen Mythen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/vor-dem-katarakt/">Vor dem Katarakt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/vor-dem-katarakt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Am Grab des Ahnen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/grab-des-ahnen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/grab-des-ahnen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 22:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Am Grab des Ahnen Sonette poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35790</guid>
		<description><![CDATA[<p>Gardine, sacht vom Windhauch aufgebauscht, sie löst und rafft die Falten wie in Trance, als ringe ein Verlaine um die Nuance. O Seele, Schaum und Schimmer, jäh verrauscht. Ins Finstre knisterte die helle Gischt, den Mond verschlang des Abgrunds schwarze Welle. Die Blüte, bleich auf undankbarer Schwelle, hat barsch ein harter Besen weggewischt. Am Grab [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/grab-des-ahnen/">Am Grab des Ahnen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gardine, sacht vom Windhauch aufgebauscht,<br />
sie löst und rafft die Falten wie in Trance,<br />
als ringe ein Verlaine um die Nuance.<br />
O Seele, Schaum und Schimmer, jäh verrauscht.</p>
<p>Ins Finstre knisterte die helle Gischt,<br />
den Mond verschlang des Abgrunds schwarze Welle.<br />
Die Blüte, bleich auf undankbarer Schwelle,<br />
hat barsch ein harter Besen weggewischt.</p>
<p>Am Grab des Ahnen mag die Irrfahrt enden.<br />
Kratz, Dichter, Moos und Farn vom Totenmale,<br />
und lies die Zeichen, die schon fast verwittern:</p>
<p>Wie eine Knospe in bemalter Schale<br />
ging auf mein Vers, um Licht zu spenden,<br />
daß Herzen fern der Heimat nicht verbittern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/grab-des-ahnen/">Am Grab des Ahnen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/grab-des-ahnen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nächtlicher Besuch</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/naechtlicher-besuch/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/naechtlicher-besuch/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 May 2026 22:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Nächtlicher Besuch poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35788</guid>
		<description><![CDATA[<p>Halt, Dichter, durch, schon flüstert’s, Nacht beginnt, bald kannst du wieder tiefer Atem holen, fühlst, wie der Tau ins Laub der Verse rinnt. Die Anmut beugt sich über dich verstohlen und küßt die Augen dir, die müden, blind. Halt, Dichter, halt noch durch, die Nacht beginnt. Den milden Duft von Eden, trink ihn, trink. Mag [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/naechtlicher-besuch/">Nächtlicher Besuch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Halt, Dichter, durch, schon flüstert’s, Nacht beginnt,<br />
bald kannst du wieder tiefer Atem holen,<br />
fühlst, wie der Tau ins Laub der Verse rinnt.<br />
Die Anmut beugt sich über dich verstohlen<br />
und küßt die Augen dir, die müden, blind.<br />
Halt, Dichter, halt noch durch, die Nacht beginnt.</p>
<p>Den milden Duft von Eden, trink ihn, trink.<br />
Mag er dein Blut, das trübe, auf noch hellen.<br />
Und flutet rings ihr Haar, versinke, sink,<br />
dein Vers kehrt wieder auf den weichen Wellen<br />
bei ihres Blickes zauberischem Wink.<br />
Den milden Duft von Eden, trink ihn, trink.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/naechtlicher-besuch/">Nächtlicher Besuch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/naechtlicher-besuch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>John McCrae, In Flanders Fields</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/john-mccrae-in-flanders-fields/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/john-mccrae-in-flanders-fields/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 May 2026 22:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungen und Nachdichtungen]]></category>
		<category><![CDATA[John McCrae In Flanders Fields Übersetzung englisch-deutsch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35784</guid>
		<description><![CDATA[<p>In Flanders fields the poppies blow Between the crosses, row on row, That mark our place; and in the sky The larks, still bravely singing, fly Scarce heard amid the guns below. We are the Dead. Short days ago We lived, felt dawn, saw sunset glow, Loved and were loved, and now we lie, In [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/john-mccrae-in-flanders-fields/">John McCrae, In Flanders Fields</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In Flanders fields the poppies blow<br />
Between the crosses, row on row,<br />
That mark our place; and in the sky<br />
The larks, still bravely singing, fly<br />
Scarce heard amid the guns below.</p>
<p>We are the Dead. Short days ago<br />
We lived, felt dawn, saw sunset glow,<br />
Loved and were loved, and now we lie,<br />
In Flanders fields.</p>
<p>Take up our quarrel with the foe:<br />
To you from failing hands we throw<br />
The torch; be yours to hold it high.<br />
If ye break faith with us who die<br />
We shall not sleep, though poppies grow<br />
In Flanders fields.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Auf Flanderns Feldern</strong></p>
<p>Auf Flanderns Feldern weht der Mohn<br />
zwischen Kreuzen. Sie sind Legion.<br />
Da liegen wir. Die Lerchen hoch im Blauen,<br />
wie kühn zu singen sie sich trauen,<br />
was unter Helmen lang verklungen schon.</p>
<p>Wir sind die Toten. Gestern noch am Leben,<br />
sahn die Sonne wir zum Abgrund schweben.<br />
Wir, liebend und geliebt, nun hingestreckt<br />
auf Flanderns Feldern.</p>
<p>Zu vollenden unseren Kampf sei euch Mission:<br />
Aus Händen, die zerbrach Soldatenfron,<br />
nehmt die Fackel. Daß in die Höhe ihr sie reckt!<br />
Verleugnet ihr, die hier die Erde deckt,<br />
werden wir nicht schlafen, mag blühen auch der Mohn<br />
auf Flanderns Feldern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Gesprochen von Leonard Cohen:<br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.youtube.com/watch?v=cKoJvHcMLfc">https://www.youtube.com/watch?v=cKoJvHcMLfc</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/john-mccrae-in-flanders-fields/">John McCrae, In Flanders Fields</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/john-mccrae-in-flanders-fields/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die geschändete Luna</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-geschaendete-luna/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-geschaendete-luna/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 22:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die geschändete Luna Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35782</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Sonne Glut, an deiner Wange kalt, ein Schnee, den Tränen nicht zum Schmelzen bringen. Auf turteltaubenflaumenstillen Schwingen flogst du durch unsrer Träume Schattenwald. Den du geküßt, schläft süß, Endymion, und was er träumt, sind weicher Lüfte Schwestern, Gezwitscher, aufgeweht aus schwanken Nestern, als wär sein Schlaf bestäubt von blauem Mohn. Uns blieb allein ein [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-geschaendete-luna/">Die geschändete Luna</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Sonne Glut, an deiner Wange kalt,<br />
ein Schnee, den Tränen nicht zum Schmelzen bringen.<br />
Auf turteltaubenflaumenstillen Schwingen<br />
flogst du durch unsrer Träume Schattenwald.</p>
<p>Den du geküßt, schläft süß, Endymion,<br />
und was er träumt, sind weicher Lüfte Schwestern,<br />
Gezwitscher, aufgeweht aus schwanken Nestern,<br />
als wär sein Schlaf bestäubt von blauem Mohn.</p>
<p>Uns blieb allein ein stummer öder Stein,<br />
den Hybris mit Titanengeifer fleckte,<br />
ein Fühlen dumpf, wenn Gischt der Ozeane</p>
<p>dringt in der Seele taube Poren ein.<br />
Die Sehnsucht aber, die einst Luna weckte,<br />
verfiel der Mahd wie Veilchen und Zyane.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-geschaendete-luna/">Die geschändete Luna</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/die-geschaendete-luna/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ermunterung für zeitgeistmüde Dichter</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ermunterung-fuer-zeitgeistmuede-dichter/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ermunterung-fuer-zeitgeistmuede-dichter/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 22:05:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ermunterung für zeitgeistmüde Dichter poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35779</guid>
		<description><![CDATA[<p>An Veilchen magst du wieder schauen, wie innig stille Seelen beben, wie hohem Strahl sich anvertrauen, die überm dunklen Abgrund schweben. Und hüllt sie ein Selenes Tuch, Erinnern zehrt vom Wohlgeruch. Am Wasser fühle süßes Bangen, aus Tiefen springen feuchte Funken, gleich Seelen, die nach Ufern langen, kaum aufgeblitzt, sind sie versunken. Und ewig gärt, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ermunterung-fuer-zeitgeistmuede-dichter/">Ermunterung für zeitgeistmüde Dichter</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>An Veilchen magst du wieder schauen,<br />
wie innig stille Seelen beben,<br />
wie hohem Strahl sich anvertrauen,<br />
die überm dunklen Abgrund schweben.</p>
<p>Und hüllt sie ein Selenes Tuch,<br />
Erinnern zehrt vom Wohlgeruch.</p>
<p>Am Wasser fühle süßes Bangen,<br />
aus Tiefen springen feuchte Funken,<br />
gleich Seelen, die nach Ufern langen,<br />
kaum aufgeblitzt, sind sie versunken.</p>
<p>Und ewig gärt, was ungestalt.<br />
O Tropfen Wort, aus Schaum geballt.</p>
<p>An Wolken lerne das Verwinden,<br />
wie sie des Abends Purpur saugen,<br />
macht Feuer, himmlisches, erblinden,<br />
an zartes Grün gewohnte Augen.</p>
<p>Und kommt die Nacht, Mond kühlt den Sinn,<br />
fliegt über Vers und Wolke hin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ermunterung-fuer-zeitgeistmuede-dichter/">Ermunterung für zeitgeistmüde Dichter</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/ermunterung-fuer-zeitgeistmuede-dichter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verwandlungen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/verwandlungen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/verwandlungen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 22:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verwandlungen Liebesgedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35776</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ich war die Taube, die im Fenster sah deinen Schatten hin- und widergehen. Sie gurrte lang noch, als das Dunkel kam, übers Gras des Schlafes hin zu wehen. Ich war die Kerze, flackernd vor dem Bild, die am Abend du hast angezündet. Ich war der Duft von Honig, der noch quillt, wenn ein banger Traum [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/verwandlungen/">Verwandlungen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war die Taube, die im Fenster sah<br />
deinen Schatten hin- und widergehen.<br />
Sie gurrte lang noch, als das Dunkel kam,<br />
übers Gras des Schlafes hin zu wehen.</p>
<p>Ich war die Kerze, flackernd vor dem Bild,<br />
die am Abend du hast angezündet.<br />
Ich war der Duft von Honig, der noch quillt,<br />
wenn ein banger Traum in Seufzen mündet.</p>
<p>Ich war der Schnee und knirschte silberhell<br />
unter deinen nächtlich-trunknen Schritten.<br />
Ich war ein Strahl aus einem süßen Quell,<br />
der in deiner Schwermut Tal geglitten.</p>
<p>Nun bin ich eine bleiche Träne bloß,<br />
die an deiner tauben Wimper zittert.<br />
O stürzte ich hinab in deinen Schoß,<br />
ihn zu küssen, daß er nicht verbittert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/verwandlungen/">Verwandlungen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/verwandlungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Falsche Sappho</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/falsche-sappho/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/falsche-sappho/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 22:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Falsche Sappho Zeitgedichte poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35774</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Brücke Wort trägt nicht, ist Pappmaché. Den Sinn ersticken frech Gesinnungsknebel. Der Liebe Antlitz hüllt ein Gendernebel, das Gras der Reime unfruchtbarer Schnee. Papierne Knospen, starren Lids verschlossen. Woher der Duft? Sie hat sich drauf ergossen. Ein Kitsch, der blutet, leckt devot die Hand, Krepp, leise knisternd, möchte uns verstören. Wo Sapphos Wort erglomm, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/falsche-sappho/">Falsche Sappho</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Brücke Wort trägt nicht, ist Pappmaché.<br />
Den Sinn ersticken frech Gesinnungsknebel.<br />
Der Liebe Antlitz hüllt ein Gendernebel,<br />
das Gras der Reime unfruchtbarer Schnee.</p>
<p>Papierne Knospen, starren Lids verschlossen.<br />
Woher der Duft? Sie hat sich drauf ergossen.</p>
<p>Ein Kitsch, der blutet, leckt devot die Hand,<br />
Krepp, leise knisternd, möchte uns verstören.<br />
Wo Sapphos Wort erglomm, umrankt von Chören,<br />
verdüstert sie den Vers mit Rilke-Schmand.</p>
<p>Des Beifalls sicher, schüttelt sie die Mähne.<br />
Die Muse seufzt: Verzeihung, wenn ich gähne.</p>
<p>Was sie in Wohllauts Lücken schmiert, der Graus<br />
rührt von den Föten, die sie abgetrieben.<br />
Uns narren Geister, die dem Geist geblieben,<br />
bespie die Manen er im Vaterhaus.</p>
<p>Wie, in die Küche sollten wir sie sperren,<br />
stumm Teig zu kneten für das Wort des Herren?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/falsche-sappho/">Falsche Sappho</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/falsche-sappho/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tropfen, Funken, Verse</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/tropfen-funken-verse/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/tropfen-funken-verse/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 22:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Tropfen Funken Verse poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35769</guid>
		<description><![CDATA[<p>Tropfen unter abertausend Tropfen, die am jähen Katarakt versprühen. Funken unter abertausend Funken, wenn in heißer Esse Erze glühen. Bottich, bemoost, im alten Garten, Regen- wasser für die Beete aufzufangen. Daß sich lichtvoll balle Wortgekrause, fassen es der Verse goldne Spangen. Starren Takt auf harten Marmor schlagen Tropfen, magst du sie auch rhythmisch zählen. In [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/tropfen-funken-verse/">Tropfen, Funken, Verse</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Tropfen unter abertausend Tropfen,<br />
die am jähen Katarakt versprühen.<br />
Funken unter abertausend Funken,<br />
wenn in heißer Esse Erze glühen.</p>
<p>Bottich, bemoost, im alten Garten, Regen-<br />
wasser für die Beete aufzufangen.<br />
Daß sich lichtvoll balle Wortgekrause,<br />
fassen es der Verse goldne Spangen.</p>
<p>Starren Takt auf harten Marmor schlagen<br />
Tropfen, magst du sie auch rhythmisch zählen.<br />
In die dunklen Himmelsgründe stieben<br />
Funken, mit der Nacht sich zu vermählen.</p>
<p>Öffne, Dichter, uns den Born der Tränen,<br />
die ins dürre Gras des Herzens quillen.<br />
Spreng Liedes Tau auf Knospen, Liebesfunken,<br />
ihren Durst mit feuchtem Glanz zu stillen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/tropfen-funken-verse/">Tropfen, Funken, Verse</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/tropfen-funken-verse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nächtliche Wallfahrt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/naechtliche-wallfahrt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/naechtliche-wallfahrt/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 May 2026 22:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Religiöse Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Nächtliche Wallfahrt Sonette religiöse Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35765</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Hildegard Hilten Als wir den Waldpfad sind des Nachts gegangen, wo Käfer, leuchtende, gewimmelt, strich der Eule Flügel. Mäuslein, ob’s entwich? Ich griff nach Mutters Hand in süßem Bangen. Es dämpften unsre Schritte weiche Moose, mir aber hat das Herz gepocht so wild. Das Dickicht schien der dunklen Seele Bild, die seufzt [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/naechtliche-wallfahrt/">Nächtliche Wallfahrt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Hildegard Hilten</em></p>
<p>Als wir den Waldpfad sind des Nachts gegangen,<br />
wo Käfer, leuchtende, gewimmelt, strich<br />
der Eule Flügel. Mäuslein, ob’s entwich?<br />
Ich griff nach Mutters Hand in süßem Bangen.</p>
<p>Es dämpften unsre Schritte weiche Moose,<br />
mir aber hat das Herz gepocht so wild.<br />
Das Dickicht schien der dunklen Seele Bild,<br />
die seufzt nach Schnee der Lilie, Glut der Rose.</p>
<p>„Ist, Mutter, es noch weit? Wo ist der Rhein,<br />
wo die Kapelle mit dem Kerzenschimmer?“<br />
„Sieh dort die Schneise, was da dämmernd blaut,</p>
<p>des alten Stromes Wasser muß es sein.<br />
Dem Gnadenbildnis sind wir anvertraut,<br />
Maria führt den rechten Pfad noch immer.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/naechtliche-wallfahrt/">Nächtliche Wallfahrt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/naechtliche-wallfahrt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Zerbrechen der Gefäße</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-zerbrechen-der-gefaesse/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-zerbrechen-der-gefaesse/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 May 2026 22:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Das Zerbrechen der Gefäße Sonette poetologische Gedichte philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35761</guid>
		<description><![CDATA[<p>Gefäße – Anmut malte ihnen Ranken –, befüllt mit Früchten, Sinn des schönen Lebens, von Rosen Düfte, Träume des Entschwebens, o Blüten, die auf keuschem Wasser schwanken – ein Dämon hieß dich, Dichter, zu zerbrechen, die Verse, Blumen stillen Lebens, bargen, daß in Fragmenten nur, zerborstenen Zargen, du stammelst, Wohllauts Splittern, die uns stechen. Wie [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-zerbrechen-der-gefaesse/">Das Zerbrechen der Gefäße</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>G</strong>efäße – Anmut malte ihnen Ranken –,<br />
befüllt mit Früchten, Sinn des schönen Lebens,<br />
von Rosen Düfte, Träume des Entschwebens,<br />
o Blüten, die auf keuschem Wasser schwanken –</p>
<p>ein Dämon hieß dich, Dichter, zu zerbrechen,<br />
die Verse, Blumen stillen Lebens, bargen,<br />
daß in Fragmenten nur, zerborstenen Zargen,<br />
du stammelst, Wohllauts Splittern, die uns stechen.</p>
<p>Wie mühsam retten aus Ägyptens Sand<br />
Gelehrte des Papyrus Zeilen, fast verblaßte,<br />
daß Sapphos Stimme sich zur Ode ründe.</p>
<p>Die matten Steine, Inkarnat der Wand,<br />
wie frisch zum Mosaik sie Sorgfalt faßte,<br />
daß es vom Antlitz früher Seele künde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-zerbrechen-der-gefaesse/">Das Zerbrechen der Gefäße</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/das-zerbrechen-der-gefaesse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Veilchen und Verse</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/veilchen-und-verse/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/veilchen-und-verse/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 22:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Veilchen und Verse poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35757</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die lange noch im Mond der Mainacht glommen, Blüten, zart auf klarem Teich, sind, Erinnerungen gleich, zu fernen Ufers grauem Saum geschwommen. Wie Veilchen, die aus Mulden Dämmers tauchen, blaue Augen, taugefüllt, sind Verse, blaßer Sehnsucht Bild, die schimmern, wenn sie heiße Lippen hauchen. Daß meine Verse starr nicht, leblos scheinen, Veilchen gleich aus Pappmaché, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/veilchen-und-verse/">Veilchen und Verse</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die lange noch im Mond der Mainacht glommen,<br />
Blüten, zart auf klarem Teich,<br />
sind, Erinnerungen gleich,<br />
zu fernen Ufers grauem Saum geschwommen.</p>
<p>Wie Veilchen, die aus Mulden Dämmers tauchen,<br />
blaue Augen, taugefüllt,<br />
sind Verse, blaßer Sehnsucht Bild,<br />
die schimmern, wenn sie heiße Lippen hauchen.</p>
<p>Daß meine Verse starr nicht, leblos scheinen,<br />
Veilchen gleich aus Pappmaché,<br />
wiegt sie Traum, ein grüner See,<br />
gespeist von Quellen, die im Dunkel weinen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/veilchen-und-verse/">Veilchen und Verse</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/veilchen-und-verse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Im Labyrinth des Dämmers</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/im-labyrinth-des-daemmers/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/im-labyrinth-des-daemmers/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 22:07:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Im Labyrinth des Dämmers Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35753</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Vates war es, der die Wege wies. Er hat die Schneise in die Nacht geschlagen, daß heller wurde unser vages Sagen, wenn es den hohen Sinn des Lichtes pries. Er hat der Trauben Purpurgold gepflückt und sie gekeltert für die Sonnwendfeier. Er wob aus Sonnenfäden lichte Schleier, die uns dem Wirrsal unsrer Angst entrückt. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-labyrinth-des-daemmers/">Im Labyrinth des Dämmers</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vates war es, der die Wege wies.<br />
Er hat die Schneise in die Nacht geschlagen,<br />
daß heller wurde unser vages Sagen,<br />
wenn es den hohen Sinn des Lichtes pries.</p>
<p>Er hat der Trauben Purpurgold gepflückt<br />
und sie gekeltert für die Sonnwendfeier.<br />
Er wob aus Sonnenfäden lichte Schleier,<br />
die uns dem Wirrsal unsrer Angst entrückt.</p>
<p>Wie sollen wir die sanften Strahlen finden,<br />
wenn wir im Labyrinth des Dämmers irren,<br />
den Ruf zum Azur hören in Verliesen –</p>
<p>was können uns noch müde Bienen künden,<br />
wenn sie in Falten fahler Gaze schwirren,<br />
was grauer Tropfen Klang auf kahlen Fliesen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anmerkungen zum Verständnis:<br />
<em>Vates, -is, m u. f: Wahrsager, Seher, Prophet, Sibylle, gottbegeisterter Sänger und Dichter; vates Maeonius: Homer; vates Lesbia: Sappho; vates Aeneidos: Vergil.</em><br />
Pons, lateinisch-deutsches Wörterbuch</p>
<p><em>„Vātes“, das … vielleicht aus dem Gallischen entlehnt ist, gehört samt dem altirischen Etymon „fáith“ und dem kymrischen „gwawd“, dem mittelirischen „fáth“ (Gedicht, Komposition; prophetische Weisheit) zu einer </em>indogermanischen <em>Wurzel „*uāt-“, die etwa „geistig erregt sein, inspiriert sein“ bedeutet und im Deutschen „Wut“, aber auch im Namen des germanischen Wind- und Inspirationsgottes Wōđan (nord. Óđinn) vorliegt. Der „vātes“ ist also der vom höheren Wissen Angehauchte. [...] Kymrisch „dewin“ ist eine römerzeitliche Entlehnung aus lat. ‚dīvīnus‘ (göttlich).<br />
</em>J. M. Jones: A Welsh Grammar. Oxford 1913, S. 233.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-labyrinth-des-daemmers/">Im Labyrinth des Dämmers</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/im-labyrinth-des-daemmers/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Glossen am Rand der Leere</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/glossen-rand-der-leere/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/glossen-rand-der-leere/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 22:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Glossen am Rand der Leere philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35747</guid>
		<description><![CDATA[<p>Mein Leben gähnt mich an wie ein großer weißer Bogen Papier. Georg Büchner, Leonce und Lena &#160; Wie eine Träne fließt die Zeit, hat kein Gewicht. Du fühlst sie, die so heiß, auf deiner Wange nicht. * Willst du sie halten, Anmut, leises Lächeln, verzieht sie das Gesicht und fängt zu weinen an. * Taubenpaar. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/glossen-rand-der-leere/">Glossen am Rand der Leere</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mein Leben gähnt mich an wie ein großer weißer Bogen Papier.</em><br />
Georg Büchner, Leonce und Lena</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie eine Träne fließt die Zeit, hat kein Gewicht.<br />
Du fühlst sie, die so heiß, auf deiner Wange nicht.</p>
<p>*</p>
<p>Willst du sie halten, Anmut, leises Lächeln,<br />
verzieht sie das Gesicht und fängt zu weinen an.</p>
<p>*</p>
<p>Taubenpaar. Sie picken Seit an Seite vor sich hin.<br />
Flattern, böses Stechen, nähert sich die Fremdlingin.</p>
<p>*</p>
<p>Schönheitsflecken, keine Warze auf den Traumgesichten –<br />
Roms größter Dichter aber will das Werk vernichten.</p>
<p>*</p>
<p>Abendsonne. Daß wir Hand in Hand noch schritten,<br />
dunkel fühlend, Herz an Herz hat ausgelitten.</p>
<p>*</p>
<p>Ersterbend, Rose, hauchst du blind<br />
den Sehnsuchtsduft dem kalten Wind.</p>
<p>*</p>
<p>Nur einmal ist sie aufgeglommen,<br />
die Flamme für den Daseinsfrommen.</p>
<p>*</p>
<p>Die Tropfen, die Gott regnen ließ,<br />
sie machten unser Darben süß.</p>
<p>*</p>
<p>Die goldne Frucht, die uns zu pflücken war verwehrt,<br />
hat unsre Sehnsucht nach dem Garten nur vermehrt.</p>
<p>*</p>
<p>Das Krüglein Vers, es faßt nur wenig Wein,<br />
mag golden er, von reifen Trauben sein.</p>
<p>*</p>
<p>Die Sehnsucht war mit Worten nicht zu stillen,<br />
du mußt zuletzt das leere Blatt zerknüllen.</p>
<p>*</p>
<p>Schnee auf Schnee gefallen,<br />
helle Rätsel aus Kristallen.</p>
<p>*</p>
<p>Wie Nester, sanft im Schilf gewiegt,<br />
ist unser Träumen leer, das Lied versiegt.</p>
<p>*</p>
<p>Der Liebe Bogen kann nur Saiten, wohl gespannt,<br />
Harmonien entlocken, deren Stimmungen verwandt.</p>
<p>*</p>
<p>Was der Verstand uns nicht verdüstert, Azurblau,<br />
von zarter Wimper rinnend, heller Tau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/glossen-rand-der-leere/">Glossen am Rand der Leere</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/glossen-rand-der-leere/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mnemosynes Hauch</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/mnemosynes-hauch/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/mnemosynes-hauch/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 22:01:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Mnemosynes Hauch Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35745</guid>
		<description><![CDATA[<p>Perlmutt der Tiefe, Schaum der Ozeane – frag nicht, woher, zu welchem Zweck sie sind. Verstand ist für den Teint der Anmut blind, taub für die Vibration der Porzellane. Wie Muscheln sind, Kristalle die Kulturen, die eine wird mit Perlenglanz bedacht, und jener schimmert Iris Farbenpacht. Sie sind, wie Hamann wußte, Gottes Spuren. Zerschlugen den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mnemosynes-hauch/">Mnemosynes Hauch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Perlmutt der Tiefe, Schaum der Ozeane –<br />
frag nicht, woher, zu welchem Zweck sie sind.<br />
Verstand ist für den Teint der Anmut blind,<br />
taub für die Vibration der Porzellane.</p>
<p>Wie Muscheln sind, Kristalle die Kulturen,<br />
die eine wird mit Perlenglanz bedacht,<br />
und jener schimmert Iris Farbenpacht.<br />
Sie sind, wie Hamann wußte, Gottes Spuren.</p>
<p>Zerschlugen den Perlmutt die Eisenhämmer,<br />
zerbrach die Hybris hohen Festtags Schalen,<br />
hat Bacchus Feind den Wein verschüttet auch:</p>
<p>Noch lindern Tropfen Lichtes unsre Qualen,<br />
die aus Erinnern rinnen, zartem Dämmer,<br />
Laub, angeweht von Mnemosynes Hauch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mnemosynes-hauch/">Mnemosynes Hauch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/mnemosynes-hauch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was keiner je erklügelt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/was-keiner-je-erkluegelt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/was-keiner-je-erkluegelt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 22:12:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Was keiner je erklügelt philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35743</guid>
		<description><![CDATA[<p>Keiner hat, was uns noch glänzt, erfunden. Dem sie den Tempel bauten, Gott Apoll hat offenbart sich erst im Glanz von Wunden, in einer Quelle Sang, der wunders schwoll. Doch einer sah, wie in den Kapitellen der Säule Krone noch vom Ursprung spricht, und ließ Akanthus aus dem Marmor quellen, daß er den Geist bezeuge, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/was-keiner-je-erkluegelt/">Was keiner je erklügelt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Keiner hat, was uns noch glänzt, erfunden.<br />
Dem sie den Tempel bauten, Gott Apoll<br />
hat offenbart sich erst im Glanz von Wunden,<br />
in einer Quelle Sang, der wunders schwoll.</p>
<p>Doch einer sah, wie in den Kapitellen<br />
der Säule Krone noch vom Ursprung spricht,<br />
und ließ Akanthus aus dem Marmor quellen,<br />
daß er den Geist bezeuge, Gottes Licht.</p>
<p>Keiner hat, was uns verblüfft, erklügelt,<br />
der alten Sprache reiches Ornament,<br />
die Formenstrenge, die graziös noch flügelt,<br />
wenn schon des Abschieds fahle Sonne brennt.</p>
<p>Doch einer kreuzte unter blauen Winden<br />
mit prallen Segeln aus dem Heimatbelt,<br />
den Sinn in einer stillen Frucht zu finden,<br />
an Küsten schimmernd, wo das Wort zerschellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/was-keiner-je-erkluegelt/">Was keiner je erklügelt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/was-keiner-je-erkluegelt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Dichter schwieg</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-dichter-schwieg/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-dichter-schwieg/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 22:05:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der Dichter schwieg Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35739</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Alten kamen aus dem nahen Stift, vor sich geparkt die Endspiel-Rollatoren. Noch vor dem Krieg, dem Untergang geboren, war klar ihr Blick, die Seele ohne Gift. Ein trüb verharschter Schnee schien ihr Gebiß, und die einst nährend sich geküßt, die Lippen, Papier nun hastig ausgedrückter Kippen, sie formten Worte ohne Bitternis: Wer da hineingeht, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-dichter-schwieg/">Der Dichter schwieg</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Alten kamen aus dem nahen Stift,<br />
vor sich geparkt die Endspiel-Rollatoren.<br />
Noch vor dem Krieg, dem Untergang geboren,<br />
war klar ihr Blick, die Seele ohne Gift.</p>
<p>Ein trüb verharschter Schnee schien ihr Gebiß,<br />
und die einst nährend sich geküßt, die Lippen,<br />
Papier nun hastig ausgedrückter Kippen,<br />
sie formten Worte ohne Bitternis:</p>
<p><em>Wer da hineingeht, wird hinausgetragen.<br />
Doch sei uns Greisen noch vergönnt am Rand<br />
des lauten Lebens eine Weile Ruhe.</em></p>
<p>Was mochte er vorm Sein zum Tode sagen?<br />
Der Dichter schwieg. Kein Wort war, was er fand –<br />
ihn würgte Staub wie aus vermorschter Truhe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-dichter-schwieg/">Der Dichter schwieg</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/der-dichter-schwieg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rückblick auf Rilke</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/rueckblick-auf-rilke/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/rueckblick-auf-rilke/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 May 2026 22:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick auf Rilke Sonette poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35734</guid>
		<description><![CDATA[<p>Fad ward uns bald das Rilkesche Soufflé, leid, daß kaum angerührt es hohl versackte, gereimte Tartes, in Seidenkrepp verpackte, geschäumtes Eiweiß, unfruchtbarer Schnee. Nur manchmal glomm ein Tropfen Blut am Mund, wenn zarte Porzellanmadonnen brachen und uns der Wahrheit harte Splitter stachen, doch fielen sie in echolosen Grund. Da haben wir wie Fromme lang gefastet, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/rueckblick-auf-rilke/">Rückblick auf Rilke</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Fad ward uns bald das Rilkesche Soufflé,<br />
leid, daß kaum angerührt es hohl versackte,<br />
gereimte Tartes, in Seidenkrepp verpackte,<br />
geschäumtes Eiweiß, unfruchtbarer Schnee.</p>
<p>Nur manchmal glomm ein Tropfen Blut am Mund,<br />
wenn zarte Porzellanmadonnen brachen<br />
und uns der Wahrheit harte Splitter stachen,<br />
doch fielen sie in echolosen Grund.</p>
<p>Da haben wir wie Fromme lang gefastet,<br />
um aufzutun der Elegien Schrein.<br />
Und wirklich, unser schwermutstummes Darben</p>
<p>hat noch des Wortes reines Brot ertastet.<br />
In stillen Dämmerlauben wuchs ein Wein,<br />
der Seelen weckt, die fast an Sprachnot starben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/rueckblick-auf-rilke/">Rückblick auf Rilke</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/rueckblick-auf-rilke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Schwermut und ihr Dichter</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-schwermut-und-ihr-dichter/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-schwermut-und-ihr-dichter/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 22:35:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Schwermut und ihr Dichter poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35730</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Schwermut müder Blick will sie noch schauen, bevor die edlen Knospen abends blassen. Der Sänger blauer Flaum scheint zu ergrauen, sie werden bald die tote Stadt verlassen. Sie schließt die Augen. Und im Traume raucht das Licht des Honigs, der fast aufgebraucht. Der Dichter mag den faden Brei nicht schlucken, der zwischen Phrasen aufquillt, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-schwermut-und-ihr-dichter/">Die Schwermut und ihr Dichter</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schwermut müder Blick will sie noch schauen,<br />
bevor die edlen Knospen abends blassen.<br />
Der Sänger blauer Flaum scheint zu ergrauen,<br />
sie werden bald die tote Stadt verlassen.<br />
Sie schließt die Augen. Und im Traume raucht<br />
das Licht des Honigs, der fast aufgebraucht.</p>
<p>Der Dichter mag den faden Brei nicht schlucken,<br />
der zwischen Phrasen aufquillt, ungesalzen.<br />
Ihm sollen Flammen aus dem Abgrund zucken,<br />
der Anmut Schatten Valses tristes walzen.<br />
Die er vorm Ahnenbildnis brennen ließ,<br />
die Kerze duftet noch von Honig süß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-schwermut-und-ihr-dichter/">Die Schwermut und ihr Dichter</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/die-schwermut-und-ihr-dichter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Franz Schubert, Klaviersonate Nr. 21</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/franz-schubert-klaviersonate-nr-21/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/franz-schubert-klaviersonate-nr-21/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 22:20:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Schubert Klaviersonate Nr. 21 philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35728</guid>
		<description><![CDATA[<p>Aus welchen Fernen kommst du, süßer Klang? Willst du ins Grenzenlose weitergleiten? Bist du der Abschied oder Übergang? O könntest durch die Nacht du mich geleiten. Ich hab an deinen Ranken nur den Halt wie einer Blütenkrone leises Zittern, wenn die Erinnerung sich Tropfen ballt und Liebe sagt, wie schmecken sie so bitter. Du bist [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/franz-schubert-klaviersonate-nr-21/">Franz Schubert, Klaviersonate Nr. 21</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus welchen Fernen kommst du, süßer Klang?<br />
Willst du ins Grenzenlose weitergleiten?<br />
Bist du der Abschied oder Übergang?<br />
O könntest durch die Nacht du mich geleiten.<br />
</em><br />
Ich hab an deinen Ranken nur den Halt<br />
wie einer Blütenkrone leises Zittern,<br />
wenn die Erinnerung sich Tropfen ballt<br />
und Liebe sagt, wie schmecken sie so bitter.</p>
<p>Du bist der Sehnsucht Licht, das bald vergeht,<br />
kaum daß geschienen es ins dunkle Leben.<br />
Die Blüte bist du, wenn ihr Duft verweht,<br />
wenn noch des Falters zarte Fühler beben.</p>
<p>Die Vögel sangen süß, wo du geweilt,<br />
aus Zweigen mit Orangen kamen Stimmen.<br />
Der Früchte süßeste hast du geteilt –<br />
o Küsse, die ans andre Ufer schwimmen.</p>
<p>Doch bringt uns Salz von mythisch-grünem Meer<br />
ein stürmendes Gefühl, ein Brandungssausen.<br />
Wir hoffen auf Selenes Wiederkehr,<br />
daß deine Wogen uns ins Traumschilf brausen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Interpretation durch Sviatoslav Richter:<br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.youtube.com/watch?v=lncNcNtGkJY&amp;list=RDlncNcNtGkJY&amp;start_radio=1">https://www.youtube.com/watch?v=lncNcNtGkJY&amp;list=RDlncNcNtGkJY&amp;start_radio=1</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/franz-schubert-klaviersonate-nr-21/">Franz Schubert, Klaviersonate Nr. 21</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/franz-schubert-klaviersonate-nr-21/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Magie des Dichterworts</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/magie-des-dichterworts/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/magie-des-dichterworts/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 22:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Magie des Dichterworts Sonette poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35726</guid>
		<description><![CDATA[<p>Am Reim kannst du den Einklang leicht erfühlen, der rätselsüß aus jener Quelle weht, wo ein Geschwisterpaar von Birken steht und ihre Lenden feuchte Funken kühlen. Und kommt die Nacht, magst du den Dichter fragen, ob noch sein Wort vom reinen Azur blaut, im lichten Garten, den er angebaut, entrückte Bäume Purpurfrüchte tragen. Daß schwebend [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/magie-des-dichterworts/">Magie des Dichterworts</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Reim kannst du den Einklang leicht erfühlen,<br />
der rätselsüß aus jener Quelle weht,<br />
wo ein Geschwisterpaar von Birken steht<br />
und ihre Lenden feuchte Funken kühlen.</p>
<p>Und kommt die Nacht, magst du den Dichter fragen,<br />
ob noch sein Wort vom reinen Azur blaut,<br />
im lichten Garten, den er angebaut,<br />
entrückte Bäume Purpurfrüchte tragen.</p>
<p>Daß schwebend wir im nächtig Grenzenlosen,<br />
wenn schon erloschen ist ihr trunknes Licht<br />
und ihre Sehnsucht bleiche Tropfen nähren,</p>
<p>noch atmen Duft imaginärer Rosen,<br />
sanft tasten eins des anderen Gesicht,<br />
soll uns Magie des Dichterworts gewähren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/magie-des-dichterworts/">Magie des Dichterworts</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/magie-des-dichterworts/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Geh, Dichter, abseits</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/geh-dichter-abseits/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/geh-dichter-abseits/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 22:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Geh Dichter abseits Sonette Zeitgedichte poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35721</guid>
		<description><![CDATA[<p>Im Gedenken an Peter Huchel Was Hohn spricht Sinn und Form, gilt jetzt für schön. Man preist des Stotterers unzüchtig Lallen, als wär es ein Gesang von Nachtigallen. Man rast bei eines hohlen Kopfs Gedröhn. Die Warze, die Euterpes Mund entstellt, erdrosselter Sonette Aasgerüche, Eratos Herz, flambiert in Satans Küche – der Pöbel pinkelt in [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/geh-dichter-abseits/">Geh, Dichter, abseits</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Im Gedenken an Peter Huchel</em></p>
<p>Was Hohn spricht Sinn und Form, gilt jetzt für schön.<br />
Man preist des Stotterers unzüchtig Lallen,<br />
als wär es ein Gesang von Nachtigallen.<br />
Man rast bei eines hohlen Kopfs Gedröhn.</p>
<p>Die Warze, die Euterpes Mund entstellt,<br />
erdrosselter Sonette Aasgerüche,<br />
Eratos Herz, flambiert in Satans Küche –<br />
der Pöbel pinkelt in den Quell der Welt.</p>
<p>Geh, Dichter, abseits nun zum Ahnengrabe.<br />
Damit das wahre Schöne leuchte rein,<br />
die grünen Schatten von der Inschrift schabe.</p>
<p><em>Mir glänzten Trauben auf im Musenhain,<br />
was ich gepflückt im Herbst, gekeltert habe,<br />
im Dunkel reifte es zu edlem Wein.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Anmerkungen zum Verständnis:<br />
</em>Peter Huchel, die lyrische Stimme der Mark, war lange Zeit Herausgeber der Ostberliner Literaturzeitschrift „Sinn und Form“, bevor ihn die lebenden Leichname von Pankow dem Klassenfeind in die Arme trieben.<br />
Euterpe ist die Muse der lyrischen Dichtkunst, Erato die Muse der Liebeslyrik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/geh-dichter-abseits/">Geh, Dichter, abseits</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/geh-dichter-abseits/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Monstrum Mensch</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-monstrum-mensch/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-monstrum-mensch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 22:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Das Monstrum Mensch Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35719</guid>
		<description><![CDATA[<p>Das Monstrum Mensch, ein Untier ungehemmt, sagt Schwermut uns, die still, was ist, betrachtet, bedarf des Bändigers, vor dem es schmachtet, bis er das Knie ihm in den Nacken stemmt. Wenn zischend sich empor die Schlange reckt, bringt sie des Fakirs Flöte bald zum Schweigen, muß huldvoll sich vor scharfen Tönen neigen, bis ihren Schlaf [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-monstrum-mensch/">Das Monstrum Mensch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Monstrum Mensch, ein Untier ungehemmt,<br />
sagt Schwermut uns, die still, was ist, betrachtet,<br />
bedarf des Bändigers, vor dem es schmachtet,<br />
bis er das Knie ihm in den Nacken stemmt.</p>
<p>Wenn zischend sich empor die Schlange reckt,<br />
bringt sie des Fakirs Flöte bald zum Schweigen,<br />
muß huldvoll sich vor scharfen Tönen neigen,<br />
bis ihren Schlaf der Urne Schatten deckt.</p>
<p>Hoch müssen strengen Maßes Säulen ragen<br />
und Götterbilder mit den Faltenwürfen,<br />
die um die transparenten Glieder wallen,</p>
<p>auf Architraven, unbewegten, tragen.<br />
Die aber schrien, daß sie alles dürfen,<br />
verstummen, wenn sie in den Abgrund fallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-monstrum-mensch/">Das Monstrum Mensch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/das-monstrum-mensch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wir, dunkles Volk in Gosen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/wir-dunkles-volk-gosen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/wir-dunkles-volk-gosen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 22:06:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wir dunkles Volk in Gosen Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35716</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Stefan George Schwebt noch von deinem Duft ein Molekül, von deinen Dolden noch ein zarter Pollen, blieb vom Gesang, dem treuen Moos entquollen, ein Schauer uns, ein wehes Nachgefühl? Die Luft ist trüb, verblaßt der Wolken Blau, öd liegt der Park, wo wir den Kranz gewunden im grünen Dämmergold der Abendstunden, Ruß [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wir-dunkles-volk-gosen/">Wir, dunkles Volk in Gosen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Stefan George<br />
</em><br />
Schwebt noch von deinem Duft ein Molekül,<br />
von deinen Dolden noch ein zarter Pollen,<br />
blieb vom Gesang, dem treuen Moos entquollen,<br />
ein Schauer uns, ein wehes Nachgefühl?</p>
<p>Die Luft ist trüb, verblaßt der Wolken Blau,<br />
öd liegt der Park, wo wir den Kranz gewunden<br />
im grünen Dämmergold der Abendstunden,<br />
Ruß überdeckt der Birken weiches Grau.</p>
<p>Wo atmen wir noch Hauch zu hohem Leben,<br />
wenn deiner Verse Astern, späte Rosen,<br />
von Purpur herbstlich leuchtend dein Gedicht,</p>
<p>hinwelkten unter bräunlich-kranken Reben?<br />
Wir sind verbannt, ein dunkles Volk in Gosen,<br />
das nichts mehr weiß von Edens süßem Licht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Anmerkungen zum Verständnis:</em><br />
„Öd liegt der Park“ und die zitathaften Anspielungen beziehen sich selbstredend auf Georges berühmtes Gedicht „Komm in den totgesagten Park und schau“.<br />
„Gosen“ bezeichnet in der Lutherbibel den östlichen Distrikt im altägyptischen Reich, in dem die ausgewanderten Hebräer gleichsam im Dunkel historischer Nichtexistenz vor dem Exodus überwinterten.<br />
„Süßes Licht“ ist eine existentielle Grundmetapher im dichterischen Werk Stefan Georges, die eine schwingende Brücke zur deutschen Sehnsucht nach dem Südland und der von ihr genährten Utopie („Das neue Reich“, das Gegen-Reich zum dritten) schlägt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wir-dunkles-volk-gosen/">Wir, dunkles Volk in Gosen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/wir-dunkles-volk-gosen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
