Wiedersehen mit Hündchen
Zwei Tahitiperlen, schwarze,
angefeuchtet, blitzen,
Hündchens Augen.
Es erkennt dich gleich, verharrt,
eine Glückssekunde lang.
Dann springt es schon,
wie an Sonnenfäden wippend,
an der Hüfte dir empor,
und die rote Zunge lechzt.
Du aber klaubst,
wo hast du sie noch aufbewahrt,
aus der Manteltasche
Hundekuchen.
Spitze helle Zähnchen,
fein geschliffenes Elfenbein,
kratzen sanft die winterrauhe Haut.
Aus lasziver Seide scheint das Fell,
schimmernd gleich dem Prunk,
der schweren Dufts aus Truhen
im Boudoir der Pompadour
allzu üppig quoll herauf.
Noch nicht satt, mein Lieber?
Umsonst wühlt seine Schnauze
in der hohlen Hand.
Zerzaust, doch ohne Anmut nicht
wedelt es von hinnen.
Auf dem Fenstersims thront
derweil eine Sphinx,
die Siamkatze,
wie ein Phantom
aus weißem Porzellan.
Der Gegenwart entrückt,
erstarrt
im eignen Rätselbild.
Nur der Augenschlitz
aus schwarzer Jade
hat sich jäh verengt.
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